Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

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johndoe702031
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von johndoe702031 »

Wurmjunge hat geschrieben: Diversität der Medien die wir als Hilfsmittel bei der Erziehung unserer Kinder nutzen, ist für die Herausbildung einer gesunden Fähigkeit zur Meinungsbildung unverzichtbar.
:!:
Ein Satz zum Auf-die-Oberarme-tätowieren. Couldn't agree more.

Und noch eine Anmerkung: Speziell Pädagogen neigen ganz sicher manchmal auch zur Gluckenhaftigkeit :) . Politisch extremst korrekte und pinible Menschen ebenso. "Kindgerecht" heißt ja mitnichten, eine Sprach- und Medien-Schutzblase um die Kinder zu bauen (über bestimmte Fäkalausdrücke und fraglos ungeeignete Inhalte müssen wir sicher nicht reden), sondern hat vor allem mit behutsamem Aufbau komplexer Sachstrukturen zu tun. Das etwas abgelutschte Credo "Die Kinder dort abholen, wo sie stehen" muss dringend ergänzt werden: "und dann aber ganz zügig Blicke eröffnen, die sie von dort eben noch nicht sehen können". Sprich: Zusammenhänge zeigen, Perspektiven eröffnen, zum philosophieren anregen, und auch immer wieder auf die Meta-Ebene wie bei der Sprachbetrachtung gehen. Und wie erreicht man das seit jeher am besten? Doch gerade am Unterschied, an der Reibung, am Konflikt! Warum nicht auch bewusst an sprachlichen Anachronismen und Differenzen? Von dem her ist alte Sprache einfach glattbügeln und angleichen im Namen der Kindgerechtigkeit auch mit das Schnarchigste, Ideenloseste und Langweiligste, was man machen kann. Echt, *gähn* :Häschen: . Da verbaut man sich ganz einfach Lernchancen.

Allem, was du zu Wilhelm Busch geschrieben hast, kann ich ebenfalls nur zustimmen. Habe ich auch als Kind gern gelesen, war da schon ohne Ende veraltet, sprachlich unmodern, hatte massenhaft überkommene Ausdrücke und und und.... Aber: Leider geil. So what? Seid da doch mal etwas mutiger, liebe Leute. :wink:
kamm28
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von kamm28 »

Die letzten beiden Beiträge kann man meiner Ansicht nach wunderbar als abschließende Kommentare zu diesem Thema stehen lassen. :)
johndoe1527797
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von johndoe1527797 »

Oldholo hat geschrieben:
neo6238 hat geschrieben: Also gut: Frag diese Gender-Leute einfach mal, ob es nicht richtig wäre Schrank_in zu sagen, weil warum soll der Schrank männlich sein? :lol: :lol: :lol: :lol:
Weiß nicht, aber wenn ich ihn neben die Kommode stelle, ist der Unterschied eh nur marginal.
Geschlechtsspezifische Gegenstände (!) machen zwar irgendwie keinen Sinn, sind aber auch nicht weiter problematisch.
Vor Allem beim generischen Maskulinum ist das aber anders; nimm Dir mal 'ne Stunde und schau Dir das Video an, das ich oben verlinkt habe - Anatol Stefanowitsch erklärt das ausführlicher (und besser) als ich es könnte.
Na gar keine Frage! Ich kenne Studien die das untersucht haben! Wenn ein Zimmermann gesucht wird, bewirbt sich da (fast) KEINE Frau drauf.
Wenn da ein Zimmermann-/frau gesucht wird, bewerben sich Männer und Frauen.
Und wenn eine Zimmerfrau gesucht wird, bewerben sich Männer trotzdem! :wink: Männer haben halt nen Penis...
[PTG]FrAgmAn
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von [PTG]FrAgmAn »

brent hat geschrieben:Wundert man sich da noch, dass Leute Kickstarter nicht trauen?
Darf ich jetzt auch ein neues Paar Schuhe kickstartern? So eine dämliche Scheiße. Niemand hat noch so ne Feminazi gebraucht, die den üblichen Gendersermon abstottert, und sich nebenher dumm grinsend die Taschen vollstopft.



1+ made my Day :lol:
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

Felix_Krull hat geschrieben:
Randall Flagg hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben: Hier ist übrigens die Antwort eines Typens namens "Thunderf00t" auf Anitas Video, es heißt: Feminism vs. FACTS: http://www.youtube.com/watch?v=QJeX6F-Q63I
Traurig, dass gerade dieser Kerl, der in der Atheismus-Debatte nicht die schlechtesten Videos postete, und daher eigentlich eine Nähe zu vorbehaltsfreiem kritischem Denken hatte, nicht einmal die simpelsten Argumente von Sarkeesian verstehen kann bzw. will.
Ich fand ihn mal gut, aber das ist einfach nur peinlich.
Ey, schieb das Video nicht mir in die Tasche, ich habe damit nichts zu tun. Bitte schleunigst ändern!

Ich finde diesen Beitrag ein wenig unnötig, weil er, bis auf zwei Sachen, nichts beiträgt, außer genau der selben Argumente, die man überall von der Gegenseite hört. Somit hat er eigentlich nichts zur Debatte beigetragen, außer, einen schönen Überblick über alle Gegenargumente zu geben, samt unnötigem Verweis auf die Kommentarsperre.
Er bewegt schließlich auf sicherem Terrain, wenn er Games vor so einer Feministin schützt, aber Sarkeesian hatte nun schon durchaus mit extremen Kommentaren zu kämpfen, von Vergewaltigungs- über Morddrohungen, mit sowas ist nicht zu spaßen, von daher verstehe ich dieses Unverständnis nicht, zumal ja nicht jeder so sachlich kommentierte Gegenargumente bringt wie Thunderf00t. Ich persönlich halte sie zwar für falsch, dennoch sind sie sauber und fundiert geäußert. Wenn es nur solche Kommentare gegeben hätte, wäre wohl auch niemals die Kommentarfunktion gesperrt worden.

Zur Kinderliteratur:

Wir kommen ja hier nicht auf einen Nenner. Die Änderungen haben in der Literaturwelt eine Reihe von Entrüstungen ausgelöst, die keiner so richtig nachvollziehen konnte. Leichte Änderungen hier und da sind seit jeher Bestandteil der Literaturwissenschaft und der Pädagogik. Da hat sich früher niemand drum geschert, heute aber sieht sich jeder als Hüter der Sprache.
Es wurden in Filmen und Bücher schon wesentlich harmlosere Sachen gestrichen, einfach weil Verlage und Verleihe nicht mehr damit einverstanden waren, aber wenn aus deutschen Texten Worte wie Neger, Mohr usw. durch harmlosere Begriffe ersetzt werden sollen, echauffiert sich plötzlich das gesamte Land. Das finde ich an dieser ganzen Debatte einfach so unglaublich herrlich. Aber macht mal, da ich ja in diesem Falle auf der "Gewinner"seite stehe, kann ich darüber zu mindestens schmunzeln.
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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

muecke-the-lietz hat geschrieben: Ich finde diesen Beitrag ein wenig unnötig, weil er, bis auf zwei Sachen, nichts beiträgt, außer genau der selben Argumente, die man überall von der Gegenseite hört. Somit hat er eigentlich nichts zur Debatte beigetragen, außer, einen schönen Überblick über alle Gegenargumente zu geben, samt unnötigem Verweis auf die Kommentarsperre.
Er bewegt schließlich auf sicherem Terrain, wenn er Games vor so einer Feministin schützt, aber Sarkeesian hatte nun schon durchaus mit extremen Kommentaren zu kämpfen, von Vergewaltigungs- über Morddrohungen, mit sowas ist nicht zu spaßen, von daher verstehe ich dieses Unverständnis nicht, zumal ja nicht jeder so sachlich kommentierte Gegenargumente bringt wie Thunderf00t. Ich persönlich halte sie zwar für falsch, dennoch sind sie sauber und fundiert geäußert. Wenn es nur solche Kommentare gegeben hätte, wäre wohl auch niemals die Kommentarfunktion gesperrt worden.
Tu mal nicht so als wär sie Jeanne d'Arc.
Sie hämmert einseitig und fernab jeder Realität auf ner Handvoll Beispielen rum, die auch noch grade so unvollständig und aus dem Kontext sind, dass sie ihr reinpassen, dafür 6k$, er hat ohne Kosten zu veranschlagen mit Sicherheit mehr Recherche geleistet, ihre Konstruktion zu entlarven und ein Video produziert, das 1:1 in die selbe Kerbe schlägt, nur von der exakten Gegenseite.
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

brent hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben: Ich finde diesen Beitrag ein wenig unnötig, weil er, bis auf zwei Sachen, nichts beiträgt, außer genau der selben Argumente, die man überall von der Gegenseite hört. Somit hat er eigentlich nichts zur Debatte beigetragen, außer, einen schönen Überblick über alle Gegenargumente zu geben, samt unnötigem Verweis auf die Kommentarsperre.
Er bewegt schließlich auf sicherem Terrain, wenn er Games vor so einer Feministin schützt, aber Sarkeesian hatte nun schon durchaus mit extremen Kommentaren zu kämpfen, von Vergewaltigungs- über Morddrohungen, mit sowas ist nicht zu spaßen, von daher verstehe ich dieses Unverständnis nicht, zumal ja nicht jeder so sachlich kommentierte Gegenargumente bringt wie Thunderf00t. Ich persönlich halte sie zwar für falsch, dennoch sind sie sauber und fundiert geäußert. Wenn es nur solche Kommentare gegeben hätte, wäre wohl auch niemals die Kommentarfunktion gesperrt worden.
Tu mal nicht so als wär sie Jeanne d'Arc.
Sie hämmert einseitig und fernab jeder Realität auf ner Handvoll Beispielen rum, die auch noch grade so unvollständig und aus dem Kontext sind, dass sie ihr reinpassen, dafür 6k$, er hat ohne Kosten zu veranschlagen mit Sicherheit mehr Recherche geleistet, ihre Konstruktion zu entlarven und ein Video produziert, das 1:1 in die selbe Kerbe schlägt, nur von der exakten Gegenseite.
Ich nehme sie nicht in Schutz, aber Thunderf00t wird letztlich auch wieder persönlich und kann das ganze nicht auf einer rein sachlichen Ebene behalten. Schon alleine deshalb ist das Video eigentlich unnötig. Er könnte sich nur auf ihre Argumente konzentrieren, zieht aber wieder unglaublich viele andere Sachen mit rein und geht sie persönlich an, das gehört nicht in eine sachliche Argumentation.

Und seine Argumente sind 1:1 das, was hier im Forum Dutzend weise abgesondert wurde. "People care for each other", Zielgruppen Orientierung, Mann wird durch seine eindimensionale Rolle quasi zum Objekt der Frau, etc.
Das sind alles keine Gegenargumente. Die Zielgruppenorientierung ist sicherlich der Grund für dieses ausgelutschte Prinzip, macht doch aber die Sache an sich nicht besser, sondern demonstriert letztlich die Haltung der Gesellschaft.

Mensche kümmern sich umeinander - bitte... Als würden alle Eltern ihr Schrotflinten schnappen und sich schießend und kämpfend zu ihrem Kind vor zu arbeiten, welches von einem Vergewaltiger entführt wurde... Nein, man verständigt die Polizei und bittet um Mithilfe.
Das DiD Prinzip ist letztlich nichts anderes als Alltagsflucht in eine einfach Welt voller Heldenmut, Ritterlichkeit und der Tatsache, dass, wenn man entführt wird, immer ein tapferer Held kommt und einen rettet. Hier vom ursprünglichen Prinzip des "um-einander-kümmerns" zu reden, halte ich für überzogen. Es ist eher eine Verarbeitung der Ohnmacht, die wir in der echten Welt verspüren, wenn wir merken, dass wir viele Probleme eben nicht so einfach lösen können.

Und das ist doch letztlich der entscheidene Punkt. In der Realität ist man oft ohnmächtig, angesichts der Dinge, die Menschen passieren, in einem Spiel schnappt man sich an diesem Punkt das Schwert und rennt los. Deswegen funktioniert dieses Prinzip schon seit Uhrzeiten. Es verneint die Tatsache, dass schlimme Dinge schlimme Folgen haben, weil sich immer ein Held findet, der diese Probleme löst.

Das ist ein Aspekt, den Sarkeesian auslässt und den jeder andere hier auch vergisst. Es ist eine Alltagsflucht, die leider aber oft darin besteht, dass die Frau weiterhin ohnmächtig bleibt und nur der Mann die Möglichkeit bekommt, aus dieser Realität auszubrechen.

Und das ist MEIN Problem. Die Frau hat gerade in früheren Titeln diese Möglichkeit nicht bekommen, sondern war wieder auf andere angewiesen und ist es in vielen Geschichten noch heute. Wenn Jungs aber die Möglichkeit bekommen, mit ihrem Alter Ego die Welt zu retten, obwohl sie in echt nicht mal 5 Klimmzüge hinbekommen, warum dürfen das Mädels nicht auch in der Form überstarkter Frauen? Denn es ist am Ende genauso unrealistischer Blödsinn.

Aber letztlich lieben die Menschen Geschichten von Ritterlichkeit, Mut, Stärke und Selbstbestimmung. Weil es diese Eigenschaften in der Ausführung in der Realität nicht gibt.

Und da bleibt Sarkeesian letztlich oberflächlich. Weil sie alles in ihre Anti-Sexismus Debatte steckt, sich aber keine 2 Meter weiter Gedanken macht, ob so eine Scheinrealität nicht auch andere Gründe haben könnte. Wie z.B. Verarbeitung von Ohnmacht und Schwäche im realen Leben der Menschen, die sich gerne ab und zu in solche Fiktionen stürzen.
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brent
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von brent »

muecke-the-lietz hat geschrieben:sondern demonstriert letztlich die Haltung der Wirtschaft.
So rum.
SIe hätte von 150k auch einfach ein Spiel von Frauen für Frauen machen können, die Kohle ist ja da, da muss man sich um die marginale Zielgruppe nicht scheren. Wo ist das Problem? Oh, stimmt. Zu wenig Aufmerksamkeit. Da kann man sich ja nicht selbst betonen. Um mehr ging es nie.
Wahlweise kann sie auch ein Spiel machen, in dem eine verzweifelte Mutter die Polizei ruft weil ihr Sohn oder gar ihr Mann oder ihre Frau oder was auch immer entführt wurde. Wie gesagt, das Geld hat sie eh schon. Kann ihr also egal sein, dass sie davon keine 1000 Stück verkauft.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wigggenz »

muecke-the-lietz hat geschrieben:Das ist ein Aspekt, den Sarkeesian auslässt und den jeder andere hier auch vergisst. Es ist eine Alltagsflucht, die leider aber oft darin besteht, dass die Frau weiterhin ohnmächtig bleibt und nur der Mann die Möglichkeit bekommt, aus dieser Realität auszubrechen.
Und genau dieser Aspekt macht DiD-Situationen in Spielen ja auch (abgesehen davon dass es schon deshalb nicht sexistisch ist, weil der Entstehungsprozess nicht durch Übertragung von gesellschaftlichen Geschlechterrollen sondern ganz andere Gedanken determiniert war, habe ich hier schon oft genug dargelegt) so völlig harmlos. Es ist so offensichtliche Realitätsflucht und Realitätsferne, dass sich niemand, der nicht überempfindlich ist, dadurch ernsthaft bedroht oder diskriminiert sehen sollte.

So wie "Killerspiele" keine Killer hervorbringen, so fördern DiD-Spiele keinen Sexismus und festigen auch nicht irgendwelche Rollenbilder.

Außerdem kann man Sarkeesian nicht vorhalten, nicht persönlich zu werden. Bereits in den ersten Minuten ihres Videos (Stichwort Starfox Adventures) wirft sie beispielsweise den Entwicklern konkludent Frauenfeindlichkeit vor, weil Crystal durch Fox ersetzt und in einen Käfig geworfen wurde, unterstützt durch ihren unfreundlichen Tonfall und anklagenden Blick.
johndoe979851
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von johndoe979851 »

Da hier ja manche Videos mit negativer Tendenz zu Tropes vs Women gepostet wurden hier mal ein positives (aber negativ eingestellt zu dem Internetmob :Blauesauge: ): http://www.screwattack.com/shows/partne ... s-vs-women
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muecke-the-lietz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von muecke-the-lietz »

EdEdison hat geschrieben:Da hier ja manche Videos mit negativer Tendenz zu Tropes vs Women gepostet wurden hier mal ein positives (aber negativ eingestellt zu dem Internetmob :Blauesauge: ): http://www.screwattack.com/shows/partne ... s-vs-women
Ja, aber genauso sollte man das Video ja auch sehen. Als Bestandsaufnahme, die erstmal ziemlich nüchtern ein paar (altbekannte) Fakten zusammenträgt und sie unter dem Aspekt der DiD und des Rollenbildes betrachtet.

Auf dem Internetmob darf ruhig mal rumgehackt werden, denn was stellenweise für eine Welle der Empörung losbricht, nur weil eine Feministin ein Video über Games macht, kommt einem manchmal vor wie ein schlechter Witz.

Zumal es wirklich keinem wehtut, es wird sich durch dieses Video erstmal nichts ändern. Es ist nur ne kleine Bestandsaufnahme, die einem ein differenziertes Bild über das gibt, was wir alle mehr oder weniger tagtäglich konsumieren.

McDonalds macht ja auch nicht zu, wenn jemand darauf hinweist, dass es eine ernährungstechnisch eine Katastrophe ist.
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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

Das erinnert mich an was..:
Noch ein etwas grundsätzlicheres Video über Ismen in Videospielen, Accepting the Isms.
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Wigggenz
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Wigggenz »

muecke-the-lietz hat geschrieben:Zumal es wirklich keinem wehtut, es wird sich durch dieses Video erstmal nichts ändern. Es ist nur ne kleine Bestandsaufnahme, die einem ein differenziertes Bild über das gibt, was wir alle mehr oder weniger tagtäglich konsumieren.
Frauenfeindlichkeit oder (was hier glaue ich entscheidender ist) Gleichgültigkeit gegenüber Frauenfeindlichkeit unterstellt zu bekommen ist nicht wirklich "tut keinem weh".

Wobei keines der hier geposteten Videos (auch nicht das von Sarkeesian) als differenziert zu betrachten ist, weil sie alle ziemlich einseitig sind und sich auf die die jeweilige These unterstützenden Aspekte beschränken.

Im Übrigen frage ich mich, warum Sarkeesian eigentlich betonen muss, dass sie eine Frau ist. :Kratz: War ganz am Anfang des Videos von Thunderfoot zu sehen. Wenn es im Feminismus wirklich ausschließlich um Gleichberechtigung, Gleichstellung und Abschaffung geschlechtlicher Rollenbilder geht, dann sollte es unerheblich sein, welchem Geschlecht der jeweilige Verfechter des Feminismus angehört. Zumal man doch direkt sieht, dass sie eine Frau ist, sie ist immerhin ja keine von denen die einerseits für das weibliche Geschlecht kämpfen aber andererseits ihre körperlichen Merkmale der Weiblichkeit unterdrücken.
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Oldholo
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von Oldholo »

Wigggenz hat geschrieben: Im Übrigen frage ich mich, warum Sarkeesian eigentlich betonen muss, dass sie eine Frau ist. :Kratz: War ganz am Anfang des Videos von Thunderfoot zu sehen. Wenn es im Feminismus wirklich ausschließlich um Gleichberechtigung, Gleichstellung und Abschaffung geschlechtlicher Rollenbilder geht, dann sollte es unerheblich sein, welchem Geschlecht der jeweilige Verfechter des Feminismus angehört. Zumal man doch direkt sieht, dass sie eine Frau ist, sie ist immerhin ja keine von denen die einerseits für das weibliche Geschlecht kämpfen aber andererseits ihre körperlichen Merkmale der Weiblichkeit unterdrücken.
Dazu ist es recht sinnvoll, den Satz in seinem Kontext zu betrachten: TEDxWomen mit Sarkeesian. :wink:
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De_Montferrat
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Re: Spielkultur: Die Jungfrau in Nöten

Beitrag von De_Montferrat »

muecke-the-lietz hat geschrieben: Zur Kinderliteratur:

[...]

Das finde ich an dieser ganzen Debatte einfach so unglaublich herrlich. Aber macht mal, da ich ja in diesem Falle auf der "Gewinner"seite stehe, kann ich darüber zu mindestens schmunzeln.
Äh, ja... Klar, wenn es dir dann besser geht, red es dir ruhig ein. :roll:

Zum eigentlichen Thema: Es ist interessant, wie du diesem Thunderf00t vorwirfst persönlich zu werden, wo er doch ganz simpel nicht nur das Video, sondern auch das Verhalten und den Auftritt der Frau Sarkeesian kritisiert. Diese, ihre Darstellungsweise (gemeint ist ihr Auftreten) ist nun einmal interessant, wenn man ihr Anliegen inkl. all der Vorwürfe betrachtet. Sie bewegt sich letztendlich in dem Gesellschaftsbild, dass sie als "Feministin" zu "korrigieren" versucht. Wie du dann die Gegenkommentare als unglaubwürdig und unnötig wegwischt, weil u. a. das Video nur "zusammenfassend und persönlich" und Sarkeesians Sicht eine "Bestandsaufnahme, die erstmal ziemlich nüchtern ein paar (altbekannte) Fakten zusammenträgt und sie unter dem Aspekt der DiD und des Rollenbildes betrachtet" sei, halte ich für absolut falsch und drängt dich in die Ideologieecke, die du so gerne anderen vorwirfst, aber manchmal selber nutzt. Ihre "Fakten" sind eben mitnichten solche, sondern kritikwürdig und kritisierbar. Ihr Beitrag ist meiner Meinung nach nicht so wertvoll, wie du ihn scheinbar erachtest. Es sei denn, auch fehlerbehaftete, ideologisch verhärtete Kommentare zählen für dich dazu. Die Tatsache, dass sie ihre "aussagekräftigen" Filmchen dann auch noch fremdfinanzieren lässt, macht es nicht besser. Es wird wahrscheinlich vor allem auf größtmögliche Aufmerksamkeit hinauslaufen. Ich denke nur, dass sie selbst da versagt hat. Ich meine, wie viele Leute diskutieren hier? Den Rest interessiert es einfach nicht, was Person XY sich in ihren Fantasien ausmalt.

Dein Einwand bzgl. der Realitätsflucht finde ich gut. Wieso die sich so fundiert damit befassende und recherchierende Frau Sarkeesian nicht auf solche Gedanken kommt, lässt ihren Kommentar weiterhin als stark von ihrer Ideologie gefärbt dastehen.
muecke-the-lietz hat geschrieben:Und das ist MEIN Problem. Die Frau hat gerade in früheren Titeln diese Möglichkeit nicht bekommen, sondern war wieder auf andere angewiesen und ist es in vielen Geschichten noch heute. Wenn Jungs aber die Möglichkeit bekommen, mit ihrem Alter Ego die Welt zu retten, obwohl sie in echt nicht mal 5 Klimmzüge hinbekommen, warum dürfen das Mädels nicht auch in der Form überstarkter Frauen? Denn es ist am Ende genauso unrealistischer Blödsinn.
Da kommt doch aber die Geschichte des Videospiels und der wirtschaftliche Aspekt inkl. Zielgruppenorientierung zum Tragen. Außerdem kritisiert Sarkeesian in einem ihrer vielen Gedanken doch, dass weibliche Fantasy-Helden, die körperlich stark, durchsetzungsfähig, etc. sind, doch zu einem Abziehbild eines Mannes werden würden. Sie definiert doch tatsächlich, dass solche Eigenschaften wie "körperlich stark, durchsetzungsfähig, etc." rein männliche wären, was schon schwachsinnig genug ist. Bei Frauen kommt dann eine kurze Liste die "gemeinsame Konfliktlösung" o. ä. enthält. Damit verneint sie doch eine von dir vorgeschlagene Protagonistenrolle in einem Spiel der üblichen Machart. Darauf geht auch Thunderf00t ein.