Erstmal muss ich sagen, dass ich dein Kommentar mal richtig erfrischend finde, weil du gute Argumente bringst! Gefällt mir mehr als das hunderte mal "Typisch EA, fu wtf" zu lesen!Asmilis hat geschrieben:Ich kaufe doch nicht etwas das ich nutzen möchte um eine kaufentscheidung zu treffen.
So ein riesen bullshit. Beim Lesen gehts ums lesen, da ist die demo die Leseprobe, ausserdem kann man es auch im Laden aufschlagen und inzwischen gibt es ja auch digitale auszüger aus Büchern usw. Bei Filmen gehts ums optische, da hat man Trailer und Filmszenen als demos. Bei Musik gehts ums hören, und da hat man mehr als genug möglichkeiten durch Radios, Musikshows und hörproben auf Internetseiten wie Amazon und Myspace de Musik "anzutesten"
Das einzige Medium das keine demos hat sind Brettspiele (soweit ich weiß).
Also da hat er wirklich eine undurchdachte aussage gemacht.
Für Spieledemos zu bezahlen ist das schrägste konzept das ich je gehört hab. als würd ich mir 1/4 von nem Film kaufen oder 30 sekunden des Songs bezahlen.
Und das ganze müsste ich dann nochmal im gesammtpacket bezahlen. da zahl ich ja zweimal für denselben Spielabschnitt.
Was mir dazu aber einfällt ist, dass das Computerspiel im Vergleich zu allen anderen "Werbungen" ein Medium darstellt, dass Interaktiv ist. Alle Medien benötigen zwar auch einen gewissen Grad an Aktivität (Sehen, Lesen, Hören) aber das Material ist schlicht ein passiv konsumierter Ausschnitt aus dem fertigen Hauptmedium. Es muss nicht speziell auf- oder überarbeitet werden und dient einzig der Betrachtung und des Anhörens. Filme, Bücher und Songs haben keine StartUp-Datei, keine Bugs oder Grafikfehler, die leider bei irgendeiner Hardwarekonstellation auftreten können. Spieledemos nehmen da eine speziellere Rolle ein.
Ansich, nach diesen Argumenten, würde es dann für Spiele künftig einfach reichen, wenn man Trailer, Storyinfos, Screenshots und Soundtrackausschnitte veröffentlicht. Das wären dann auf einem level mit den passiven Medien Film, Musik und Buch.
Die Leute wollen aber natürlich das Spiel "anspielen". Das einzige vergleichbare Medium wäre tatsächlich das Brettspiel, dafür gab es aber (wie du ja auch sagst!) noch nie im großen Stil "Demos". Da hatte sich, früher, die noch kleine Computerspieleindustrie einfach einen Luxus erlaubt, und das stimmt in der Tat. Testsoftware ist ein Phänomen für sich.
