Izabeau hat geschrieben:1. Die Brücke
- das Miniaturraumschiff hat zwar eine Brücke, die ist auch begehbar, mehr aber auch nicht. Man kann nicht aus dem Schiff gucken, der Schirm bleibt schwarz, man kann von der Brücke aus keine Befehle geben, nicht den Turbolift betreten, nicht mit den Offizieren sprechen, gar nichts eigentlich. Nicht mal an die Kapitäns-Unterkunft wurde gedacht.
Die Brücken wurden gerade erst in das Spiel eingebaut und sind noch nicht voll funktionsfähig, das kommt alles erst noch (laut Cryptik)
2. Das Raumschiff selbst...
- es gibt keinen Maschinenraum, kein Holodeck, einfach nichts, was man aus der Serie kennt. Man sieht sein Raumschiff permanent von hinten und es wirkt wie eine Miniatur von sich selbst. Steuern tut man mit WASD... also als würde man in GTA ein Fahrzeug lenken... noch dazu ist es unmöglich, im Weltraum Looping zu drehen, es gibt einen max. Steigungswinkel... das schränkt taktische Manöver stark ein
Einzelne Räume in den Raumschiffen kommen später, das ist schon lange bekannt. Kein MMO kann alles zu Beginn haben. Was die Steuerung angeht: sie ist perfekt und macht so eine Menge Spaß. Klar wäre ein Looping eine nette Sache, könnte aber leicht dazu führen, dass man die Übersicht im Kampf verliert.
3. Der Weltraum, im Grunde eine 2D-Karte...
- Der Weltraum ist die Enttäuschung schlechthin. Bestes Beispiel, das Sonnensystem, der Mond und überhaupt die Himmelskörper sind viel zu klein, man kann den Mond quasi in 1 min umrunden, der Maßstab stimmt hinten und vorne nicht...
Dass es Cryptik mit den Maßstäben nicht genau nimmt, ist auch ein Punkt den ich ankreide, es muss jedoch nicht alles hundertprozentig stimmen, es sollte nur nicht zu extrem sein. Würde man im Weltraum alles korrekt umsetzen, währen die Reisen durchs All um ein vielfaches länger und noch langweiliger. In dem Punkt lasse ich das Gameplay als Erklärung zu, bei anderen Scaling Sachen jedoch nicht.
4. Auf der Raumstation...
- es gibt zwar eine Bar, aber keine Getränke, keinen Replikator, nichts. NPCs stehen meist in der Gegend rum und gehen keinem Tagesablauf nach, alles wirkt innerhalb der Stationen steril und künstlich. Freizeitbeschäftigungen (Social Spots) sucht man vergebens.
Die Bar ist in der Tat noch recht leblos, aber vorhanden und somit ausbaubar. Die Station wirkte vor ein paar Wochen noch wesentlich steriler, da hat sich auch schon einiges getan. Ist aber verbesserungswürdig. Freizeitbeschäftigungen ist nicht was direkt zum Launch drin sein müsste und kann später kommen.
5. Instanzen wie am Fließband
- wie im Artikel schön beschrieben, alles ist instanziert. Ladebildschirme gibt es mehr als in Age of Conan, ein Gefühl einer offenen Welt entsteht erst gar nicht
Naja, Ladebildschirme sind nie was schönes, aber ich finde sie jetzt nicht so störend, da eh alles instanziert ist, machen Ladebildschirme da auch nichts mehr aus. Mich stört an den Ladebildschirme eher, dass der Ladebildschirm erstmal sich selbst laden muss.
6. Die Story
- es geht um nichts, man wird zu anfangs einfach ins Gefecht gegen die Borgs geworfen, warum und wieso, das erfährt man erst gar nicht. Es herrscht Krieg gegen die Klingonen... wieso und weshalb, fragen Sie besser nicht, die Quests sind kunterbunt gemixt, ein Story-Zusammenhang ist nicht erkennbar.
In das Tutorial wird man in der Tat einfach geworfen, auf Seite 8 im Thread habe ich bereits beschrieben wie man die deutlich besser hätte machen können. Eine Story ist aber sehr wohl vorhanden, man muss nur den Story Missionen folgen, die Patrolien selbst sind ohne Story Bezug. Da man aber alles erlesen muss, entgeht das so manchem lesefaulen Spieler.
7. Wirklich Star Trek?
- in der Serie und in den Filmen zeichnet sich ST dadurch aus, dass man Konflikte meist friedlich und mit dem Verstand löst. In STO gewinnt der, der den dicksten Ballermann am schnellsten ziehen kann. Es wird geschossen, was das Zeug hält, gefragt wird später.... Erkundungsmissionen sind an einer Hand abzählbar, auch später bleibt das so... erfahren Sie gleich ,warum.
Es ist Krieg, daher hat das Kämpfen natürlich auch einen höheren Stellenwert als sonst in StarTrek üblich. Allerdings sind die Erkundungsmissionen aktuell wirklich Schrott³... meist schnell gemacht, dadurch kaum eine Abwechslung und dabei auch noch extremst mies und langweilig.
8. Die Planeten - kleine Abschnitte in Fußballplatzgröße
- traurig, aber wahr. Wer glaubte, mal einen Planeten erkunden zu können, wird mehr wie enttäuscht sein. Aus freien Stücken kann man keinen Planeten besuchen, es geht überhaupt nur dann, wenn man einen Auftrag hat. Dann beamt man auf den Planeten und merkt, dass man binnen 5 min von einem Ende zum anderem Ende laufen kann. Wohl gemerkt... es geht um Planeten. Hier hat man gespart, wo es nur ging... alles schnell, schnell fertig designen, spielerische Freiheit sucht man hier vergebens
Man kann nun mal nicht alles direkt zum Launch so einbauen, das ist einfach viel zu viel Arbeit. Viele Planeten sind auch noch gar nicht fertig und kommen erst noch, so sind z.B. Vulkan und Risa bereits in Arbeit, auch auf der Erde sollen bestimmte Plätze balt besuchbar sein. Spielerische Freiheit sucht man in MMOs (wenn sie nicht gerade Eve heißen und deswegen ein Nischen MMO sind) eh vergebens, die wird einem immer nur vorgegaukelt.
9. Housing, Crafting, Hobbys
- nein, nein und nochmals nein
Das eigene Schiff wird das Housing sein, crafting ist vorhanden wird aber erst zum Release in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Alles andere sind Dinge, die erst später kommen werden.
Mir scheint einige vergessen hier, dass das StarTrek Universum extrem groß ist und daher gar nicht alles direkt zum Release verfügbar sein kann, ansonsten müsste Cryptik noch ein paar Jahre weiter entwickeln um direkt alles umgesetzt zu bekommen und das würde viel zu viel Geld kosten ohne zu wissen ob das Spiel überhaupt erfolgreich genug ist um je wieder die Kosten ein zu spielen.
Und erwartet vom StarWars MMO nicht zu viel, auch hier wird man deutlich zu spüren bekommen in welche Richtung sich das MMO Genre weiter entwickelt hat (nämlich in keine für die Spieler gute).