Star Trek Online - Die Beta lässt befürchten...

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JoeDreck
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Beitrag von JoeDreck »

Hab es zwar nicht gespielt, aber hab das Video "Erste Std." gesehen. Na ja, ganz normales Spiel. Nichts, was einen umhaut. Man muss schon fanatischer Star Trek Fan sein, um es genial zu finden.

Bin zwar selber Fan, aber finde es nicht gut. Die Kämpfe am Boden sind "Stehen und mit Maus auf Gegner halten". Weder Deckung noch irgendwelche strategischen Aspekte, wie man sie aus Star Trek kennt.

Auch die Weltraumschlachten verlaufen zumindest in der ersten Std. ebenfalls langweilig, sollen sich aber laut einer Post hier positiv entwickeln.

Im Großen und Ganzen ein Spiel für ne hardcore fanbase.
Balmung hat geschrieben:Es wäre doch viel schöner gewesen einfach nach der Charakter Erstellung erst mal in der Academy zu landen, dort durch Training die Fähigkeiten im Bodenkampf und dann bei Simulationen (Holodeck -da hätte man von Elite Force abgucken können) den Schiffskampf zu erlernen ....
Bzw hätte man erst ala Akademie anfangen (links, rechts, vor, zurück, Menü, schiessen, je nach Klasse paar wichtige Dinge) sollen und dann, weil die Sternenflotte extrem unter Druck gerät und schon viele Verluste erlitten hat, wird man anfangs beschleunigt zum Offizier befördert. So könnte man erklären, wieso man so schnell in Führungsposition kommt.
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Rondrus
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Beitrag von Rondrus »

JoeDreck hat geschrieben:Bzw hätte man erst ala Akademie anfangen (links, rechts, vor, zurück, Menü, schiessen, je nach Klasse paar wichtige Dinge) sollen und dann, weil die Sternenflotte extrem unter Druck gerät und schon viele Verluste erlitten hat, wird man anfangs beschleunigt zum Offizier befördert. So könnte man erklären, wieso man so schnell in Führungsposition kommt.
Du beschreibst gerade nahezu exakt die ersten Missionen im Tutorial. Inklusive der Erklärung zur Beförderung.
unknown_18
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Re: Star Trek Online - Vertane Chancen...

Beitrag von unknown_18 »

Izabeau hat geschrieben:1. Die Brücke

- das Miniaturraumschiff hat zwar eine Brücke, die ist auch begehbar, mehr aber auch nicht. Man kann nicht aus dem Schiff gucken, der Schirm bleibt schwarz, man kann von der Brücke aus keine Befehle geben, nicht den Turbolift betreten, nicht mit den Offizieren sprechen, gar nichts eigentlich. Nicht mal an die Kapitäns-Unterkunft wurde gedacht.
Die Brücken wurden gerade erst in das Spiel eingebaut und sind noch nicht voll funktionsfähig, das kommt alles erst noch (laut Cryptik)
2. Das Raumschiff selbst...

- es gibt keinen Maschinenraum, kein Holodeck, einfach nichts, was man aus der Serie kennt. Man sieht sein Raumschiff permanent von hinten und es wirkt wie eine Miniatur von sich selbst. Steuern tut man mit WASD... also als würde man in GTA ein Fahrzeug lenken... noch dazu ist es unmöglich, im Weltraum Looping zu drehen, es gibt einen max. Steigungswinkel... das schränkt taktische Manöver stark ein
Einzelne Räume in den Raumschiffen kommen später, das ist schon lange bekannt. Kein MMO kann alles zu Beginn haben. Was die Steuerung angeht: sie ist perfekt und macht so eine Menge Spaß. Klar wäre ein Looping eine nette Sache, könnte aber leicht dazu führen, dass man die Übersicht im Kampf verliert.
3. Der Weltraum, im Grunde eine 2D-Karte...

- Der Weltraum ist die Enttäuschung schlechthin. Bestes Beispiel, das Sonnensystem, der Mond und überhaupt die Himmelskörper sind viel zu klein, man kann den Mond quasi in 1 min umrunden, der Maßstab stimmt hinten und vorne nicht...
Dass es Cryptik mit den Maßstäben nicht genau nimmt, ist auch ein Punkt den ich ankreide, es muss jedoch nicht alles hundertprozentig stimmen, es sollte nur nicht zu extrem sein. Würde man im Weltraum alles korrekt umsetzen, währen die Reisen durchs All um ein vielfaches länger und noch langweiliger. In dem Punkt lasse ich das Gameplay als Erklärung zu, bei anderen Scaling Sachen jedoch nicht.
4. Auf der Raumstation...

- es gibt zwar eine Bar, aber keine Getränke, keinen Replikator, nichts. NPCs stehen meist in der Gegend rum und gehen keinem Tagesablauf nach, alles wirkt innerhalb der Stationen steril und künstlich. Freizeitbeschäftigungen (Social Spots) sucht man vergebens.
Die Bar ist in der Tat noch recht leblos, aber vorhanden und somit ausbaubar. Die Station wirkte vor ein paar Wochen noch wesentlich steriler, da hat sich auch schon einiges getan. Ist aber verbesserungswürdig. Freizeitbeschäftigungen ist nicht was direkt zum Launch drin sein müsste und kann später kommen.
5. Instanzen wie am Fließband

- wie im Artikel schön beschrieben, alles ist instanziert. Ladebildschirme gibt es mehr als in Age of Conan, ein Gefühl einer offenen Welt entsteht erst gar nicht
Naja, Ladebildschirme sind nie was schönes, aber ich finde sie jetzt nicht so störend, da eh alles instanziert ist, machen Ladebildschirme da auch nichts mehr aus. Mich stört an den Ladebildschirme eher, dass der Ladebildschirm erstmal sich selbst laden muss. ;)
6. Die Story

- es geht um nichts, man wird zu anfangs einfach ins Gefecht gegen die Borgs geworfen, warum und wieso, das erfährt man erst gar nicht. Es herrscht Krieg gegen die Klingonen... wieso und weshalb, fragen Sie besser nicht, die Quests sind kunterbunt gemixt, ein Story-Zusammenhang ist nicht erkennbar.
In das Tutorial wird man in der Tat einfach geworfen, auf Seite 8 im Thread habe ich bereits beschrieben wie man die deutlich besser hätte machen können. Eine Story ist aber sehr wohl vorhanden, man muss nur den Story Missionen folgen, die Patrolien selbst sind ohne Story Bezug. Da man aber alles erlesen muss, entgeht das so manchem lesefaulen Spieler.
7. Wirklich Star Trek?

- in der Serie und in den Filmen zeichnet sich ST dadurch aus, dass man Konflikte meist friedlich und mit dem Verstand löst. In STO gewinnt der, der den dicksten Ballermann am schnellsten ziehen kann. Es wird geschossen, was das Zeug hält, gefragt wird später.... Erkundungsmissionen sind an einer Hand abzählbar, auch später bleibt das so... erfahren Sie gleich ,warum.
Es ist Krieg, daher hat das Kämpfen natürlich auch einen höheren Stellenwert als sonst in StarTrek üblich. Allerdings sind die Erkundungsmissionen aktuell wirklich Schrott³... meist schnell gemacht, dadurch kaum eine Abwechslung und dabei auch noch extremst mies und langweilig.
8. Die Planeten - kleine Abschnitte in Fußballplatzgröße

- traurig, aber wahr. Wer glaubte, mal einen Planeten erkunden zu können, wird mehr wie enttäuscht sein. Aus freien Stücken kann man keinen Planeten besuchen, es geht überhaupt nur dann, wenn man einen Auftrag hat. Dann beamt man auf den Planeten und merkt, dass man binnen 5 min von einem Ende zum anderem Ende laufen kann. Wohl gemerkt... es geht um Planeten. Hier hat man gespart, wo es nur ging... alles schnell, schnell fertig designen, spielerische Freiheit sucht man hier vergebens
Man kann nun mal nicht alles direkt zum Launch so einbauen, das ist einfach viel zu viel Arbeit. Viele Planeten sind auch noch gar nicht fertig und kommen erst noch, so sind z.B. Vulkan und Risa bereits in Arbeit, auch auf der Erde sollen bestimmte Plätze balt besuchbar sein. Spielerische Freiheit sucht man in MMOs (wenn sie nicht gerade Eve heißen und deswegen ein Nischen MMO sind) eh vergebens, die wird einem immer nur vorgegaukelt.
9. Housing, Crafting, Hobbys

- nein, nein und nochmals nein
Das eigene Schiff wird das Housing sein, crafting ist vorhanden wird aber erst zum Release in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Alles andere sind Dinge, die erst später kommen werden.

Mir scheint einige vergessen hier, dass das StarTrek Universum extrem groß ist und daher gar nicht alles direkt zum Release verfügbar sein kann, ansonsten müsste Cryptik noch ein paar Jahre weiter entwickeln um direkt alles umgesetzt zu bekommen und das würde viel zu viel Geld kosten ohne zu wissen ob das Spiel überhaupt erfolgreich genug ist um je wieder die Kosten ein zu spielen.

Und erwartet vom StarWars MMO nicht zu viel, auch hier wird man deutlich zu spüren bekommen in welche Richtung sich das MMO Genre weiter entwickelt hat (nämlich in keine für die Spieler gute).
Neptin
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Re: Star Trek Online - Vertane Chancen...

Beitrag von Neptin »

Balmung hat geschrieben:
9. Housing, Crafting, Hobbys

- nein, nein und nochmals nein
Das eigene Schiff wird das Housing sein, crafting ist vorhanden wird aber erst zum Release in vollem Umfang zur Verfügung stehen. Alles andere sind Dinge, die erst später kommen werden.

Mir scheint einige vergessen hier, dass das StarTrek Universum extrem groß ist und daher gar nicht alles direkt zum Release verfügbar sein kann, ansonsten müsste Cryptik noch ein paar Jahre weiter entwickeln um direkt alles umgesetzt zu bekommen und das würde viel zu viel Geld kosten ohne zu wissen ob das Spiel überhaupt erfolgreich genug ist um je wieder die Kosten ein zu spielen.

Und erwartet vom StarWars MMO nicht zu viel, auch hier wird man deutlich zu spüren bekommen in welche Richtung sich das MMO Genre weiter entwickelt hat (nämlich in keine für die Spieler gute).
Genau solche Sätze sind es, die von rosaroter Brille und Fanboyismus zeugen. Käufer sollen also für den guten Willen Cryptics löhnen, da in der kurzen Entwicklungszeit natürlich nicht mehr möglich gewesen wäre. Der Rest wird dann über viele Patches verteilt nachgeliefert. Als hätte jemand bei einem Marathon teilgenommen, aber letztlich doch nur den hintersten Rang belegt. "Er hat es doch zumindest versucht!". Lächerlich.

Jeder, der auch nur die geringste Ahnung von Online-Rollenspielen hat, wird mit einem objektiven Blick auf Star Trek Online gestehen müssen, dass die Grundmechanik einfach komplett misslungen ist. Dass die Fanboys hier das Blaue vom Himmel loben, wird den Käufern beim Kauf kaum weiterhelfen. Das angepriesene Crafting besteht aus dem simplen Einsammeln von Rohstoffen, die sich dann wieder verkaufen lassen.
Zuletzt geändert von Neptin am 18.01.2010 16:48, insgesamt 1-mal geändert.
Gamer-4-Life
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Beitrag von Gamer-4-Life »

JoeDreck hat geschrieben:Die Kämpfe am Boden sind "Stehen und mit Maus auf Gegner halten". Weder Deckung noch irgendwelche strategischen Aspekte, wie man sie aus Star Trek kennt.
Es gibt zwar kein richtiges Deckungssystem (wie z.B. bei Mass Effect), aber man kann schon hinter Kisten oder anderen Objekten Schutz suchen, so das man nicht getroffen wird. Gillt auch übrigens für den Weltraum. Wenn dort das gegnerische Schiff hinter einem Asteroiden oder einer Raumstation verschwindet, dann können die Phaser es nicht erfassen. Wenn man auf dem Boden C drückt, dann geht der Charakter in die Hocke, was seine Zielgenauigkeit erhöht. Man kann dann zwar nicht mehr laufen, macht dadurch aber mehr Schaden. Generell gillt: Wenn man den Gegner flankiert (am allerbesten nah und von hinten), umso mehr Schaden macht man. Darüberhinaus gibt es auch noch einige Fähigkeiten die die verschiedenen Offiziere im Kampf anwenden können. Das macht die Bodenkämpfe schon ein bisschen taktisch und spaßig.
Balmung hat geschrieben:Mir scheint einige vergessen hier, dass das StarTrek Universum extrem groß ist und daher gar nicht alles direkt zum Release verfügbar sein kann, ansonsten müsste Cryptik noch ein paar Jahre weiter entwickeln um direkt alles umgesetzt zu bekommen und das würde viel zu viel Geld kosten ohne zu wissen ob das Spiel überhaupt erfolgreich genug ist um je wieder die Kosten ein zu spielen.
Wenn ich an all die Möglichkeiten und das Potenzial denke, die man mit dem Star Trek Universum ausschöpfen kann... Für das erste Addon wurden ja schon die Romulaner als spielbare Fraktion angekündigt, was mich persönlich schon sehr freut, da ich sie schon immer mochte. Nur sehr sehr schade das im Jahr 2409 Romulus ja nicht mehr existiert. Ich hätte wirklich gerne mal den imperialen Senat besucht. Na ja, vielleicht durch eine Zeitreise, die es im Spiel ja auch geben soll (man denke an den Wächter der Ewigkeit). Alleine da bieten sich schon enorme Möglichkeiten bekannte Charaktere zu treffen. Desweiteren könnte ich mir noch vorstellen das natürlich mit der Zeit weitere Gebiete hinzukommen. Man könnte z.B. von DSN aus, durch das bajoranische Wurmloch, in den Gamma Quadranten fliegen. Den Spuren der Voyager zu folgen, wäre auch sehr reizvoll und vor allem etwas für Solisten. Es gibt wirklich jede Menge Möglichkeiten und Potenzial, was das Star Trek Universum den Spielern und Entwicklern anbietet.
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M_Coaster
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Beitrag von M_Coaster »

JoeDreck hat geschrieben:Hab es zwar nicht gespielt, aber ...
Zieh bitte dein Ed Hardy Shirt wieder an! Was bringt dein Comment den Leuten hier? Das ist noch schlimmer als wenn Leute nach 1 Stunde MMOG spielen nen Urteil hier ablassen und von fast nichts ne Ahnung haben. Du hast von nichts ne Ahnung musst aber trotzdem was schreiben. Großartig! :roll: 8O

Inhaltlich hat mein Vorposter deinen Schwachsinn ja schon widerlegt. Und nur so am Rande, Star Trek hat mit ihrem Server-Editor System für neue Welten, wohl das Potential für das größte MMOG überhaupt, weil es unendlich ist.
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Spaßbremse
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Re: Star Trek Online - Vertane Chancen...

Beitrag von Spaßbremse »

Neptin hat geschrieben: Jeder, der auch nur die geringste Ahnung von Online-Rollenspielen hat, wird mit einem objektiven Blick auf Star Trek Online gestehen müssen, dass die Grundmechanik einfach komplett misslungen ist.
Word.

Star Trek Online wird ein weiterer Onlineflop, da halte ich jede Wette.
SteffanOw
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Beitrag von SteffanOw »

@Balmung:
Du hast vollkommen recht mit deiner Aussage dass das Star Trek Universum viel zu groß ist um es in der kurzen Entwicklungszeit vollständig in dem Spiel umzusetzen. Darin kann ich aber absolut nichts Positives für STO finden. Wenn die Zeit nicht reicht um das Spiel zum angepeilten Veröffentlichungstermin in einer ansprechenden Qualität fertig zu stellen, muss man den Termin eben verschieben.


Eine Beta-Version hat ja schon eine gewisse Ähnlichkeit mit der Verkaufsversion. Große Änderungen am eigentlichen System (nicht am Umfang) sind aller Voraussicht nach nicht (mehr) zu erwarten. Auf Basis der aktuellen Beta-Version habe ich da wirklich Bedenken inwieweit STO bis zum Verkaufsstart den gemachten Versprechungen entsprechen kann.

Nicht zuletzt haben gerade Spielentwickler immer ganz tolle Ideen für ihre Spiele, die sie dann auch mit unglaublicher Impertinenz in Richtung Presse und Kundschaft posaunen. Leider sieht die Wirklichkeit dann im seltensten Fall ebenso aus.
Ich kann mich da zum Beispiel an ein großes österreichisches Softwareunternehmen erinnern, welches nach der Veröffentlichung einer seiner Handelssimulationen immer wieder einen weiteren Patch versprach der die Probleme endgültig beheben sollte. Wenn ich nicht ganz falsch liege ist der Titel heute, bald 2 Jahre nach Veröffentlichung, immer noch unspielbar...
Und natürlich gibt es da auch das großartige Strategiespiel aus der Total War Reihe, dass "das am besten modifizierbare Spiel der Reihe" sein sollte. Bisher sah sich der Urheber der Aussage aber nicht in der Lage irgendein Modding-Tool zu veröffentlichen...

Von daher gebe ich nicht besonders viel auf die Aussagen der Entwickler was sie alles noch einbauen wollen (nach der Veröffentlichung versteht sich). Die Beta-Version schreckt jedenfalls mehr ab als dass sie Freude auf das Spiel aufkommen lässt. Machbar ist bestimmt vieles; die Frage ist allerdings wie lange man darauf warten muss.
In der produzierenden Industrie bezeichnet man sowas als Bananenprodukt: es reift beim Kunden...

Ich werde jedenfalls erstmal abwarten ob Cryptic die vollmundigen Versprechungen einhalten wird. Vorher werde ich bestimmt kein Geld in dieses Spiel stecken.
Arkune
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Beitrag von Arkune »

Off-Topic:

Weil ich die Weltraumschlachten im Grunde ganz nett finde habe ich mit Bridge Commander wieder installiert. Dazu den Super Mod v3.1 und gut ist.
Relativ uninteressant aber ich bin dabei über Star Trek Excalibur gestolpert. Ein Fanprojekt das als Bridge Commander Total Conversion begann und wegen Unzulänglichkeiten im alten Spiel und der mittlerweile angestaubten Engine zu einer externen Engine wechselte und damit zu einem eigenständigen Spiel wurde.
Checkt it out here: http://www.stexcalibur.com/
Klingt schon eher nach Star Trek.
Ich hab mir mal ein Lesezeichen erstellt.
Thoral
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Beitrag von Thoral »

Nach knapp 30 Stunden spielzeit hier mal mein Resümee soweit:

Weltraumkampf: Gut, mit leichten Tücken, aber durchaus vorhandener Langzeitmotivation.

Missionen (Story): Gut.

Missionen Allgemein: ganz ok bis total beschränkt.

Es gibt allein in den ersten 11 leveln gefühlte 20 missionen, in denen man immer genau erst ein objekt, dann 4 weitere dieser Teile auf einer ansonsten toten map anläuft, eine taste drückt, 3 sekunden wartet, rinse and repeat - je nach größe des objekts dauert das gern auch mal ne halbe stunde, weil man die mistdinger nich findet. Die Geschichten Drumherum sind wirklich recht interessant zu lesen, aber dieses "finde 4 x" ist wirklich immer identisch. Im weltraum machts noch spaß, immer wieder 5 geschwader Gegner umzunieten, aber nur rumlaufen... geht garnicht!

Kampf auf dem Boden: Ziemlich langatmig und noch sehr gestackst. Ja, man kann sich hinknien, es gibt abilities aus kits und solche die man lernt, aber trotzdem hat man irgendwie das gefühl man steht nur rum. Kiten oder ähnliches ist halt nicht, weil waffenreichweite (und meist auch raumgröße) reichlich beschränkt sind (ja, mein phaser schiesst keine 15 meter weit)...
Schlimmer noch, leider kommt auch kein wirkliches Gefühl von bedrohung auf - man wird entweder direkt weggeputzt, weil man einfach ne horde die von hinten kam übersehen hat, oder kommt quasi nie wirklich ins schwitzen. Statt eines soliden Kampfsystems steht man vor dem anderen und drückt seine drei bis fünf Tasten (bin nun lvl 12, da gibts immerhin 2 abilities pro "kit" + eine klassenfähigkeit) und wartet, bis die balken des anderen leer gehen - man ist eben selber so gut wie nie bedroht, heilen übernehmen die Teammates automatisch, aber man hätte das Imho auch so einbaun können das die cooldowns tatsächlich problematische passagen im Kampf zulassen. Respawnen ist aufgrund der sehr kleinen karten auch nie ein Problem - für ein Kampfsystem wie dem aus Tabula Rasa wären solche Umstände ideal, auch im weltraum funktionieren sie gut, aber am Boden ist klick and wait ohne konsequenzen ist schlicht langweilig. Abgesehen davon verhalten sich fast alle Mobs gleich und sehen extrem ähnlich aus, auch wenn ersteres später wohl noch vielfältiger werden wird. Achja, und bevor ich's vergesse zu erwähnen: Da loot nur sehr sporadisch kommt und es weder geld noch XP für mobkills gibt (nur ab und zu mal nen einzelnen skillpunkt, man braucht aber mind. 50 -100 (je nach art) um damit was anfangen zu können), ist die Motivation fürs kämpfen gleich null, und man will einfach nur so schnell wie möglich das ziel der Mission hinter sich bringen und so wenig Konfrontation wie möglich dabei erleiden. Da wirkt es auch nicht gerade fördernd, das selbst die wertvollsten Gegenstände, die man am Boden looten kann, in den selben Verkaufspreisregionen wie den consumables für den Weltraum liegen und man somit entweder sinnvolle Rüstung und waffen, oder eben nur wegwerfartikel finden kann. Achja, und alle Waffen der gleichen Stufe haben auf dem Boden den selben DPS wert für die Standard-Attacke, und es gibt nur 2-3 solcher "Stufen" Pro 10 Level dauerndem Rang (das spiel hat 50 lvl, wenn das so bleiben sollte läuft man also mit 10-15 verschiedenen schadenswerten + buffs durch das ganze Spiel).
Ich will nichts zu schwarz malen, aber im Chat liesst man ständig solche Sachen wie "Ich mache nen neuen Char und skill alles auf raumkampf, Boden ist mir eh egal"...

Alles in allem lässt das Spiel großes und armseliges erahnen. Das Bodenkampfsystem wirkt als wäre es an eine indische Programmiererklitsche outgesourced worden, während weltraumschlachten im allgemeinen ziemlich spaßig und auch durchaus zufriedenstellend umgesetzt sind.
Die Story-Missionen sind kurzweilig, während die Explorations- und Patrouillienmissionen zum Teil schwer an eine etwas elegantere Variante der aus Anarchy-Online bekannten, autogenerierten Instanzen erinnern - mit dementsprechend viel (man lese: wenig) Langzeitspaß, wegen dem nahezu völlig konsequenzlosen Bodenkampf. Die Texte hinter den Quests sind überall gut gelungen, wenn die Ausgestaltung selbt nicht teilweise so katastrophal wäre - oder es zumindest genüngend abwechslung gäbe, könnte man fasst schon über die copy-paste wiederholungen der definitiv einstelligen Anzahl der unterschiedlichen Typen von Auftragszielen hinwegsehen.

Alles in allem würde ich den Bodenkampf nochmal 3 Monate volle Entwicklungszeit verpassen und loot- und xp-system für den Boden komplett überarbeiten - lieber pro kill einen reward als keine Lust auf kämpfen. Ausser die Entwickler wollten einen vielleicht doch zum Pazifismus erziehen...
Zuletzt geändert von Thoral am 19.01.2010 15:28, insgesamt 1-mal geändert.
unknown_18
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Beitrag von unknown_18 »

Der Bodenkampf muss in der Tat noch richtig balanced werden, aber er hat sich schon extremst in den letzten Wochen verbessert. Noch ist der Bodenkampf zu leicht und daher nie eine wirkliche Herausforderung. Auch dass der Charakter Tod keine wirklichen Konsequenzen hat, sorgt nicht gerade für den Überlebenswillen des Spielers und damit für Spannung.

Die Exploration Missionen sind aber für mich die größte Baustelle, an der Cryptik dringend noch arbeiten muss, denn diese sind wie gesagt zum vergessen.
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Exedus
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Beitrag von Exedus »

Wenn ich das schon Lese " das Speil ist noch in der Beta " oder " ja das soll alles noch kommen " es ist scheis egal wieviel Potenzial in einem Spiel steckt oder wie es irgendwann mal aussehen wird das einzige was zählt ist das hier un jetzt und, das muss eigentlich jeder zugeben, es fehlt einfach eine menge.
Klar es macht Spaß aber es würde noch viel mehr Spaß machen wenn Entwickler ans Spiel gelassen werden würden die sich auch damit auskennen was sie machen.

Im chat stand das es ein sogenanntes genesis System geben wird was darauf beruht selbständig zu forschen und zu eindecken aber eigentlich ist das auch nur eine sectormap mit irgendwelchen sachn die man scannt worauf dann ein Zufallsereignis eintritt nicht wirklich spannend. Und das ganze Klingonen und die pvp sache ist doch auch ein Witz und nicht ausgereift
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jetfighter3
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Beitrag von jetfighter3 »

Habe es auch mal angetestet und kann dem Test nur volle 100% auf die Richtigkeit der Bewertung von 4Players anschliesen, ich werde auch erst mal 3-4 Monate nach Erscheinung des Spiels warten bis mal die größen Bugs behoben sind, denn auf so ne Spielerei wie bei Aion mit Ladezeiten von 6 Stunden und noch Bugs ( Aion Hate wenige davon mal ein + ) werde ich mir nicht nochmal antuen.
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JoeDreck
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Beitrag von JoeDreck »

M_Coaster hat geschrieben:
JoeDreck hat geschrieben:Hab es zwar nicht gespielt, aber ...
Zieh bitte dein Ed Hardy Shirt wieder an!
Hab ich. Und übrigens. Jetzt wo du die Beta Version gespielt hast, hast du natürlich den vollsten Durchblick über die Vollversion.
Leute die über das Spiel reden, wie es mal sein wird, sind ... Dagegen Kommentare über die Beta lese ich mir gerne durch.



Was ich gesehen habe: "Ego läuft auf Gegner zu, steht 3m von ihm entfernt und lässt Ego schiessen bis der Gegner umfällt (mehr ist nicht nötig)."
Wow!!! Das hat mich von den Socken gehauen. Das sind Schusswechsel ala: "Ich schlaf gleich ein."

Vorallem es waren die Borg, die sich eigentlich nach 2-3 Schüssen anpassen. Man hätte doch ein Puzzelartiges Spiel nach 3 Schüssen einbauen können, die die Frequenz des Phasers umstellt, damit er wieder wirksam ist. Wenn der Gegner doch zu nah kommt, sollte es eine Art Rangelei geben, die nach was aussieht und nicht eine Animation, die auf ein Baumstamm abgestimmt ist und nicht auf ein interaktives Model.

Richtig bei Schusswechsel wäre es meiner Meinung nach:

- Trefferzonen (Kopf, Oberkörper, Arme, Beine) mit Nebenwirkungen bei Treffer. Bein: Humpeln, Arm: Schlechter zielen usw.
- Deckungsystem (Arm aus der Deckung, kurzer Blick Richtung Gegner und feuern).
- Wenn der Phaser auf volle Leistung steht (was seine Energie aber schnell leeren sollte und man sich Energiezellen besorgen muss), dann läuft keiner mehr einfach nur so rum. Bei niedrigerer Leistung hält die Energiezelle länger, aber man braucht auch länger um den Gegner auszuschalten. Natürlich muss man im Puzzelstyle die Energiezelle tauschen.

Diese Dinge machen Teamwork umso wertvoller.
Zuletzt geändert von JoeDreck am 19.01.2010 12:26, insgesamt 3-mal geändert.
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Spaßbremse
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Beitrag von Spaßbremse »

JoeDreck hat geschrieben: [...] die die Frequenz des Fasers umstellt, damit er wieder wirksam ist.

- Wenn der Faser auf volle Leistung steht
Könntest Du bitte "Phaser" richtig schreiben? Da wird mir ja beim Lesen richtig übel. :wink: