Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

muecke-the-lietz hat geschrieben: 09.10.2018 11:11 Und oftmals spielt Geld vor allem dann eine Streitrolle, wenn beide Seiten eigentlich schon genug davon haben.
Jopp. Weil Du Dir nur dann einen entsprechend fähigen Anwalt leisten kannst, bei dem eine gewisse Chance besteht, dass er gerade in Sachen Urheberrecht das Verfahren nicht verhaut und das für Dich maximal Mögliche herausholt.

Im Verfahren "Tenenbaum vs. RIAA" konnte sich der gute Mann auch keinen Anwalt leisten aber er wollte sich gegen die horrenden Forderungen der Konzerne wegen 30 hochgeladenen Songs wehren. Ihm springt zur Seite ein Jura-Professor und eine Gruppe seiner Studenten. Der Prozess verläuft katastrophal für Tenenbaum, weil die Jungs halt keine Anwälte sind und einen Fehler nach dem anderen machen. Deswegen kommen Rechteverwerter auch so oft folgenlos davon, wenn sie Kreative über den Tisch ziehen. Der Künstler hat in der Regel nicht das Geld, um sich einen Prozess leisten zu können. Und wenn doch, haben Rechteverwerter genug Geld, um solche Prozesse so lange zu verzögern, bis dem Künstler das Geld ausgegangen ist und er die Klage abbrechen muss.

Das ist auch der Grund, warum ich in meinen Postings leicht als "Der ist doch für Sapkowski und gegen CDP" erscheinen mag. Ich bin sehr für eine juristische Waffengleichheit zwischen Kreativen und Rechteverwerten, weil es hier weiterhin massive Diskrepanzen gibt.
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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

zmonx hat geschrieben: 09.10.2018 11:34 Ist es denn so, dass CDPR jetzt "wieder" um Erlaubnis fragen muss um neue Witcher-Teile machen zu können? Für mich klang das jetzt so, als wenn der Vertrag dies nicht mehr unbedingt nötig macht und sie alle Freiheiten haben.

Wäre natürlich schön, wenn die sich wieder auf eine Gemeinsamkeit einigen können!
So weit ich das verstanden habe, hat CDP wohl eine Dauerlizenz für Videospiele erworben.

Wenn sich beide aber nicht einigen, kann und WIRD Sapkowski mit Sicherheit einen Prozess anstrengen, der das Potential hat für CDP wesentlich teuerer zu kommen als das, was seine Anwälte jetzt fordern. Denn laut Gesetz können bis zu 15% vom Gewinn eingefordert werden und wenn ein Richter entsprechend entscheidet ... 15% rückwirkend und für alle künftigen Gewinne von Witcher-Videospielen sind zwar verschmerzbar (das Gesetz will den Rechteverwerter ja nicht ruinieren), aber doch vollkommen unnötig rausgeschmissenes Geld. Sapkowski will derzeit nur 8% haben.
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Mio-chan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Mio-chan »

Was mich interessieren würde, ist, ob die Diskussionen bei diesem Thema, sowohl hier als auch bei reddit etc., genauso aussehen würden, wenn Sapkowski ein Engelchen wäre, der täglich Essen für Obdachlose macht, Brasiliens Kriminalitätsrate auf 0% gesenkt hat und den Nahostkonflikt gelöst hat (Rethorische Übertreibungen selbstverständlich). Würden dann die meisten eher sagen: "Ja gebt ihm doch das Geld!"?
Stattdessen wirkt Sapkowski in Interviews und bei öffentlichen Auftritten allerdings wie ein stereotypischer Grumpy Old Man, der das Medium Videospiele nicht schätzt und das Charisma eines verrosteten Heizkörpers hat. Ich selbst erlebe mich häufig dabei wie ich denke "Gebt dem Mann keinen Cent!" weil ich seine Persönlichkeit nicht abkann.
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Bachstail
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Bachstail »

Entspricht das denn den Tatsachen ?

Mich interessiert das nicht, ergo verfolge ich das nicht explizit aber wenn ich etwas dazu höre/lese, dann oftmals Widersprüchliches.

Die einen behaupten, Sapkowski hätte fürchterlich über Gamer und Videospiele im Allgemeinen abgelästert und andere behaupten, dass das nicht stimmt und er maximal dem Medium Videospiel gegenüber nicht ganz so aufgeschlossen ist, sich aber nie sonderlich abfällig geäußert hat.
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Mio-chan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Mio-chan »

Bachstail hat geschrieben: 09.10.2018 12:01 Entspricht das denn den Tatsachen ?

Mich interessiert das nicht, ergo verfolge ich das nicht explizit aber wenn ich etwas dazu höre/lese, dann oftmals Widersprüchliches.

Die einen behaupten, Sapkowski hätte fürchterlich über Gamer und Videospiele im Allgemeinen abgelästert und andere behaupten, dass das nicht stimmt und er maximal dem Medium Videospiel gegenüber nicht ganz so aufgeschlossen ist, sich aber nie sonderlich abfällig geäußert hat.
Hängt massiv davon ab, wie man Aussagen interpretiert. Er erklärte beispielsweise, dass Videospiele niemals Geschichten auf der ebene eines guten Buches erzählen können. Manche reagieren nun mit "Natürlich können sie das nicht!", bei anderen stößt das übel auf. Und das ist der Punkt. Subjektiv betrachtet lassen sich viele seiner Aussagen sehr negativ interpretieren, aber das ist subjektiv. Es ist total legitim, wenn jemand anderes sagt: "Aber das meint der doch ganz anders!". Seine aussagen laufen immer so nervig grenzwertig. Und widersprüchliche Darstellungen von öffentlichen Auftritten helfen nicht: So sagen die einen, er weigere sich, ein Autogramm auf die Hüllen der Computerspiele zu geben. Andere behaupten, er mache das selbstverständlich. Er ist eine kontroverse Figur, darum kann nicht allgemeingültig sagen: "Er hasst Videospiele!!", sondern nur: ICH habe das Gefühl, er mag und versteht das Medium nicht.

EDIT: https://www.eurogamer.net/articles/2017 ... he-witcher
Ein Beispiel eines Interviews mit ihm. Das verdeutlicht, wie schwierig es ist, mit seinen Aussagen zu arbeiten und sich ein klares Bild zu machen.
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Bachstail
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Bachstail »

Selbst wenn er ein Arsch ist :

Sympathie ändert zumindest subjektiv nichts an der Tatsache, dass Menschen das Recht haben zu klagen und dann eventuell auch Recht zu bekommen.

Sapkowski könnte der mieseste Mensch auf Erden sein, für mich würde das nichts daran ändern, dass er klagen kann und darf, wie er lustig ist und wenn er am Ende recht bekäme, dann ist das so, ganz gleich, wie ich über diesen Menschen denke.
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Mio-chan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Mio-chan »

Bachstail hat geschrieben: 09.10.2018 12:12 Selbst wenn er ein Arsch ist :

Sympathie ändert zumindest subjektiv nichts an der Tatsache, dass Menschen das Recht haben zu klagen und dann eventuell auch Recht zu bekommen.

Sapkowski könnte der mieseste Mensch auf Erden sein, für mich würde das nichts daran ändern, dass er klagen kann und darf, wie er lustig ist und wenn er am Ende recht bekäme, dann ist das so, ganz gleich, wie ich über diesen Menschen denke.
Absolut korrekt. Meiner Ansicht nach ist diese ganze Sache allerdings nur deswegen so heiß diskutiert, WEIL er so eine kontroverse Figur ist. Wäre es anders, wäre die ganze Klage nicht so eine große Story. Und das ist es, was mich an dem ganzen Zeug so fasziniert.
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Bachstail
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Bachstail »

Mio-chan hat geschrieben: 09.10.2018 12:14Absolut korrekt. Meiner Ansicht nach ist diese ganze Sache allerdings nur deswegen so heiß diskutiert, WEIL er so eine kontroverse Figur ist.
Das glaube ich nur zum Teil.

Sicher, zum einen wird es daran liegen, dass es sich hierbei um Sapkowski handelt, zum Teil liegt es aber auch daran, dass es sich auf der anderen Seite um CDPR handelt, dem heiligen Gral der Videospielbranche.

CDPR hat einen unfassbar hohen Kredit, allein der Name lässt bei vielen Spielern dann gut und gerne mal die Sachlichkeit vermissen, da sind dann Dinge wie die Tatsache, dass CDPR damals Abmahnanwälte bemüht hat oder dass sie ihre Mitarbeiter schlecht behandeln und bezahlen sollen (wobei das natürlich nie bewiesen wurde), schnell vergessen.

Und wenn man dann zwei solcher Extreme hat, sind die Rollen relativ schnell verteilt.

Wenn es statt CDPR Ubisoft oder EA wären, sähe die Diskussion vermutlich ganz anders aus.
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Mio-chan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Mio-chan »

Bachstail hat geschrieben: 09.10.2018 12:22
Mio-chan hat geschrieben: 09.10.2018 12:14Absolut korrekt. Meiner Ansicht nach ist diese ganze Sache allerdings nur deswegen so heiß diskutiert, WEIL er so eine kontroverse Figur ist.
Das glaube ich nur zum Teil.

Sicher, zum einen wird es daran liegen, dass es sich hierbei um Sapkowski handelt, zum Teil liegt es aber auch daran, dass es sich auf der anderen Seite um CDPR handelt, dem heiligen Gral der Videospielbranche.

CDPR hat einen unfassbar hohen Kredit, allein der Name lässt bei vielen Spielern dann gut und gerne mal die Sachlichkeit vermissen, da sind dann Dinge wie die Tatsache, dass CDPR damals Abmahnanwälte bemüht hat oder dass sie ihre Mitarbeiter schlecht behandeln und bezahlen sollen (wobei das natürlich nie bewiesen wurde), schnell vergessen.

Und wenn man dann zwei solcher Extreme hat, sind die Rollen relativ schnell verteilt.

Wenn es statt CDPR Ubisoft oder EA wären, sähe die Diskussion vermutlich ganz anders aus.
Ich stimme zu. CDPR hat bei Spielern weiterhin einen exzellenten Ruf. Das ist mit Sicherheit die zweite Seite der Medaille.
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von TheLaughingMan »

Das ist es ja, woran man einen halbwegs intelligenten Menschen erkennt. Das er sich in seiner Urteilsfindung nicht komplett von persönlichen Ressentiments und Vorlieben/Abneigungen lenken lässt sondern versucht eine Situation möglichst rational zu beurteilen. Was, zugegebenermaßen, manchmal verdammt schwer sein kann.
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Mio-chan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Mio-chan »

TheLaughingMan hat geschrieben: 09.10.2018 12:24 Das ist es ja, woran man einen halbwegs intelligenten Menschen erkennt. Das er sich in seiner Urteilsfindung nicht komplett von persönlichen Ressentiments und Vorlieben/Abneigungen lenken lässt sondern versucht eine Situation möglichst rational zu beurteilen. Was, zugegebenermaßen, manchmal verdammt schwer sein kann.
Aus der Überlegung kann man ja mal eine interessante Diskussion basteln: Wenn ein Mensch weiß, dass seine persönlichen Ressentiments sein Urteilsvermögen trüben und er ebenfalls weiß, dass er bei einer rationalen Beurteilung zu einem anderen Ergebnis kommen würde, ist er dann weiterhin halbwegs intelligent, wenn er sich bewusst für die Ressentiments entscheidet?
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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

Mio-chan hat geschrieben: 09.10.2018 12:34 Aus der Überlegung kann man ja mal eine interessante Diskussion basteln: Wenn ein Mensch weiß, dass seine persönlichen Ressentiments sein Urteilsvermögen trüben und er ebenfalls weiß, dass er bei einer rationalen Beurteilung zu einem anderen Ergebnis kommen würde, ist er dann weiterhin halbwegs intelligent, wenn er sich bewusst für die Ressentiments entscheidet?
Die Grundvoraussetzung für Ignoranz IST Intelligenz :)

Und eine gewisse Panik davor Fehler oder Unwissen einzugestehen. Da bleibt man stur bei Meinung X, obwohl man innerlich natürlich begriffen hat, dass Meinung X dämlicher Käse ist. Man kann es nur nicht zugeben. Weil Fehler zugeben für uns Menschen schwer ist. Ignoranz ist zutiefst menschlich.
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von muecke-the-lietz »

Mio-chan hat geschrieben: 09.10.2018 12:14
Bachstail hat geschrieben: 09.10.2018 12:12 Selbst wenn er ein Arsch ist :

Sympathie ändert zumindest subjektiv nichts an der Tatsache, dass Menschen das Recht haben zu klagen und dann eventuell auch Recht zu bekommen.

Sapkowski könnte der mieseste Mensch auf Erden sein, für mich würde das nichts daran ändern, dass er klagen kann und darf, wie er lustig ist und wenn er am Ende recht bekäme, dann ist das so, ganz gleich, wie ich über diesen Menschen denke.
Absolut korrekt. Meiner Ansicht nach ist diese ganze Sache allerdings nur deswegen so heiß diskutiert, WEIL er so eine kontroverse Figur ist. Wäre es anders, wäre die ganze Klage nicht so eine große Story. Und das ist es, was mich an dem ganzen Zeug so fasziniert.
Naja, zur kontroversen Figur wird er jetzt von einigen hochstilisiert. Er mag Videospiele nicht und spricht ihnen jeden kulturellen Wert ab, das ist halt seine Meinung, und die darf er ja auch haben. Er hat sich aber niemals explizit negativ über Spieler im allgemeinen geäußert, und zur Spielreihe The Witcher im Speziellen. Und wenn man ihn in Interviews sieht, macht er auch keinen generellen unsympathischen Eindruck. Er ist halt etwas kernig, aber das verzeiht man ihm eigentlich schnell.

Aber einige Dinge, die er sagt, sind halt trotzdem etwas schwer zu verdauen, was aber nicht weiter schlimm ist.

Diese Aktion jetzt wirkt halt nur besonders arschig, wodurch seine Aussagen von vorher natürlich in einem anderen Kontext stehen.

Aber wenn man die ganze Sache mal sacken lässt, ein paar Meter zurück tritt, und ein Wochenende Forenpause macht, merkt man aber auch, dass er nicht so ganz Unrecht mit dieser Klage hat auch wenn die Summe natürlich völlig überzogen ist. Was aber auch klar ist, weil man sowas ja immer besonders hoch ansetzt.

Diese ganzen Horrorszenarien, die jetzt von einigen gemalt werden, werden natürlich nicht eintreten. Die ganze Sache sollte so ein bisschen schnell und stillschweigend von Statten gehen, wohl, weil auch sein Anwalt weiß, dass das ganze ein bisschen blödsinnig ist. Sie fordern im Schreiben sogar explizit, dass das bitte stillschweigend laufen soll, denn das Sinken des Aktienwertes von CDPR, was mit einer Bekanntwerdung der Sache einher ginge, wäre ja in etwa der Wert, den S. jetzt verlange. Das steht sogar fast genauso im Schreiben drin.

CDPR haben der ganzen Sache nur einen Strich durch die Rechnung gemacht, in dem sie selber das Schreiben gleich öffentlich gemacht haben, weil sie wohl keine Lust auf eine Erpressung dieser Art hatten. Dadurch ist die ganze Sache jetzt ja auch erst so in der Öffentlichkeit eskaliert.

Man ist sich auf Seiten Sapkowskis und seines Anwalts der Brisanz dieser Klage also durchaus bewusst gewesen. Jetzt muss er halt mit dem öffentlichen Gegenwind leben, aber auch CDPR muss sich die Frage gefallen lassen, warum der Autor der Vorlage ihrer Spiele tatsächlich nie eine weitere Zahlung erhalten hat, und das, obwohl die Reihe um ein Vielfaches erfolgreicher wurde, als es ursprünglich zu erwarten war, und die ursprüngliche Lizenzgebühr ja in keinem Verhältnis mehr zu dem Gewinn steht, den sie mittlerweile damit erwirtschaftet haben.

@Kajetan

Bzgl. deiner polnischen Kollegen kann ich das nur bestätigen. Ich selber empfinde das genauso. Ich möchte, dass der Streit schnell vorbei geht, damit wir weiterhin tolle Bücher UND Spiele aus dieser Welt bekommen.
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zmonx
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von zmonx »

Peter__Piper hat geschrieben: 09.10.2018 11:43 Das konnte man damals also noch nicht absehen :lol:
Und auf der Grundlage fordern hier einige Nachbesserung des Vertrags, sehr süß.
Das erzähle ich das nächste mal auch dem Bauherren wenn ein Bodengutachten voher nicht gemacht wurde, und auf Grund dessen die Kosten für das Fundament exorbitant höher ausgefallen sind als veranschlagt :lol:
Sorry, aber das konnte man damals noch nicht absehen - bei den anderen Grundstücken hat es auch gepasst :ugly:

Ich verstehe euch nicht. Ich könnte es ja verstehen wenn ihr für Steve Ditko oder Siegel und Shuster auf die Barrikaden geht - den hier liegt der Fall ganz anders.
Aber nach dem Interview von Sapkowski, und der Tatsache das er damals alles selber in der Hand gehabt hatte.
Das ist, weil du wieder nicht aufgepasst hast :)

Es geht nicht um eine Nachbesserung des Vertrages, der bleibt bestehen wie er ist... Sollte er nicht, wie von Kajetan schon angedeutet, ebenfalls den Rechtsweg gehen um das ändern zu lassen.
Das Gesetz und die Klage könnte einfach nur dafür sorgen, dass die ausgehandelte Summe nachträglich neu berechnet werden kann, weil sich das Geschäft in eine nicht vorhersehbare Weise entwickelt hat und/oder ein Seite der Vertragspartner sich Unwissenheit des Gegenüber zu nutze gemacht hat, und somit die gezahlte Vergütung lächerlich erscheint. Man könnte hier auch von Betrug ausgehen, wenn CDPR dies schon vorhergesehen hätte (Was ich nicht glaube!).

Das ist eigentlich alles. Entscheiden wir das Gericht oder, was ich zum Beispiel bevorzugen würde, man verträgt sich, einigt sich aussergerichtlich und arbeitet weiter gemeinsam an einem Witcher 4.
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Peter__Piper
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Peter__Piper »

zmonx hat geschrieben: 09.10.2018 13:21
Peter__Piper hat geschrieben: 09.10.2018 11:43 Das konnte man damals also noch nicht absehen :lol:
Und auf der Grundlage fordern hier einige Nachbesserung des Vertrags, sehr süß.
Das erzähle ich das nächste mal auch dem Bauherren wenn ein Bodengutachten voher nicht gemacht wurde, und auf Grund dessen die Kosten für das Fundament exorbitant höher ausgefallen sind als veranschlagt :lol:
Sorry, aber das konnte man damals noch nicht absehen - bei den anderen Grundstücken hat es auch gepasst :ugly:

Ich verstehe euch nicht. Ich könnte es ja verstehen wenn ihr für Steve Ditko oder Siegel und Shuster auf die Barrikaden geht - den hier liegt der Fall ganz anders.
Aber nach dem Interview von Sapkowski, und der Tatsache das er damals alles selber in der Hand gehabt hatte.
Das ist, weil du wieder nicht aufgepasst hast :)

Es geht nicht um eine Nachbesserung des Vertrages, der bleibt bestehen wie er ist... Sollte er nicht, wie von Kajetan schon angedeutet, ebenfalls den Rechtsweg gehen um das ändern zu lassen.
Das Gesetz und die Klage könnte einfach nur dafür sorgen, dass die ausgehandelte Summe nachträglich neu berechnet werden kann, weil sich das Geschäft in eine nicht vorhersehbare Weise entwickelt hat und/oder ein Seite der Vertragspartner sich Unwissenheit des Gegenüber zu nutze gemacht hat, und somit die gezahlte Vergütung lächerlich erscheint. Man könnte hier auch von Betrug ausgehen, wenn CDPR dies schon vorhergesehen hätte (Was ich nicht glaube!).

Das ist eigentlich alles. Entscheiden wir das Gericht oder, was ich zum Beispiel bevorzugen würde, man verträgt sich, einigt sich aussergerichtlich und arbeitet weiter gemeinsam an einem Witcher 4.
Die "Herr der Ringe" Spiele, und ihren riesen Erfolg hab ich dann wohl nur geträumt :wink:
Ich finde schon das man die Möglichkeit eines Erfolges vorhersehen konnte.
Ähnlich wie mein Fundamentbeispiel.
Es hat auf anderen angrenzenden Grundstücken ohne Bodengutachten geklappt - dann gehen wir davon aus das es hier auch klappt.
Kann man machen - aber dann darf man hinterher nicht rumheulen wenn es doch nicht klappt.
Wäre auch verwundert wenn hier ein Gericht anders entscheiden würde.