Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

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Kaaruzo
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kaaruzo »

Peter__Piper hat geschrieben:Wir sprechen hier immer noch über deinen vergleich zwischen EU und Sowjetunion. Nur weil du jetzt versuchst den vergleich auf par­ti­elle Gemeinsamkeiten herunterzubrechen, steht immer noch deine selten dämlicher Vergleich vom Beginn im Raum.
Ich finde den Vergleich nach wie vor sehr passend, weil mir sonst kein undemokratisches Konstrukt einfällt, das aus mehreren unabhängigen Staaten besteht, die in einen Zentralstaat gepresst wurden.
Peter__Piper hat geschrieben:Man kann ja gerne Diskutieren - aber nicht auf so einem Niveau.
Und wer bestimmt das?
Peter__Piper hat geschrieben:Das kannst du gerne auf deinen Montagsdemos machen - aber nicht mit mir :wink:
Ich wusste gar nicht dass das a) meine Montagsdemos sind noch b) das ich auch nur an einer bisher teilgenommen hätte.

Aber interessant, was du so aus fremder Leute Texte alles herauslesen kannst.
Peter__Piper hat geschrieben:Dafür ist mir meine Zeit zu schade
Warum schreibst du dann noch? Ergibt irgendwie keinen Sinn.
Wigggenz hat geschrieben:Wer die EU ernsthaft mit der UdSSR vergleicht, dem empfehle ich mal einfach nur die EU-Verträge (Rechtsgrundlage der EU) durchzulesen und ggf ein einschlägiges Lehrbuch zum Europarecht. Denn das ist offensichtlich mal dringend nötig.
Das einzige was ich dann erfahre ist, dass die EU nach wie vor ein Problem mit der demokratischen Legitimation hat.

Bringt mich also nicht wirklich weiter.
leifman hat geschrieben:nein, es kann ein kurzfristiges mittel sein, aber ist sicherlich nicht das allheilmittel, vorallem nicht wenn man grundsätzlich ein problem mit strukturen im land hat.
Aber eine gemeinsame Währung löst das Strukturproblem? Was ist denn das für eine Logik?

Wenn dem so wäre, warum hat Griechenland denn seine Probleme?
leifman hat geschrieben:weil wie gesagt, was machst du als land wenn die abwertung nichts mehr bringt? du kannst nicht ins bodenlose abwerten.
Staatsbankrott oder wahlweise Währungsreform.
leifman hat geschrieben:die griechen, die mit gefakten zahlen überhaupt erst in die eu gekommen sind sollen auf einmal ihre drachmen abwerten um die kaum vorhandene exportwirtschaft anzukurblen? meinst du dann blüht auf einmal die wirtschaft und alles ist gut?
Nein, wir machen weiter wie bisher und verschulden Griechenland weiter, damit es nie wieder auf eigene Beine kommt.

Die CDU bleibt ja ihrem Motto treu. Keine Experimente.

Lieber die Scheiße, die bisher nicht funktioniert weiter machen, als irgendetwas ändern.
leifman hat geschrieben:griechenland braucht eine komplettreform des apparates, dir bringt eine entwertung der drachme nichts wenn das geld genauso versickert und nicht in nachhaltigkeit investiert wird wie vor dem unrechtmäßigen eu beitritt.
Deshalb gibt es ja auch Wirtschaftler, die eine eigene Währung vorschlagen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... chten.html

http://www.focus.de/finanzen/news/staat ... 25183.html

Ich denke, wir sollen doch auf die Leute hören, die Ahnung haben und nicht auf Volkes Stimme. So in etwa wurde es doch hier im Thread bereits gesagt.
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Kajetan
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kajetan »

Onekles hat geschrieben:Ohne die wären sie völlig untergegangen und höchstwahrscheinlich einfach Bankrott gegangen mit allen netten Nebenwirkungen, die so ein Staatsbankrott mit sich zieht.
Wobei ein Staatsbankrott nicht so tragisch wäre, wenn man das Land entsprechend auffangen und beim Aufbau neuer Strukturen unterstützen würde. Ja, das würde Geld kosten. Viel Geld. Wäre aber langfristig das Beste, weil man damit die Stabilität der ganzen Gemeinschaft erhöht. Doch "langfristig" ist ja keinen Gedanken wert, wenn man nur die eigene Nasenspitze im Blickfeld hat :)

Daher wird weiterhin viel Geld in marode Strukturen gesteckt und die Sollbruchstelle weiter mitgeschleppt. Es wird sich weiter durchgewurschtelt. Weil es für langfristige Lösungsansätze fast nirgendwo politische Mehrheiten gibt. Weil die Gestaltung Europas Leuten überlassen wird, die nicht von allen Europäern gewählt werden, sondern von jeweiligen Einzelnationen, wo die gewählten Politiker natürlich nur den nationalen Einzelinteressen verpflichtet sind. Es wurde schlichtweg versäumt der wirtschaftlichen Einheit die politische Einheit folgen zu lassen. Denn eine politische Einheit könnte z.B. eine gemeinsame Finanzpolitik beschliessen, mit der wirtschaftsstarke und wirtschaftsschwache Regionen besser unter einen Hut gebracht werden können. Von einer gemeinsamen Aussenpolitik gar nicht erst zu reden.
Kaaruzo
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kaaruzo »

Kajetan hat geschrieben:
Onekles hat geschrieben:Ohne die wären sie völlig untergegangen und höchstwahrscheinlich einfach Bankrott gegangen mit allen netten Nebenwirkungen, die so ein Staatsbankrott mit sich zieht.
Wobei ein Staatsbankrott nicht so tragisch wäre, wenn man das Land entsprechend auffangen und beim Aufbau neuer Strukturen unterstützen würde. Ja, das würde Geld kosten. Viel Geld. Wäre aber langfristig das Beste, weil man damit die Stabilität der ganzen Gemeinschaft erhöht. Doch "langfristig" ist ja keinen Gedanken wert, wenn man nur die eigene Nasenspitze im Blickfeld hat :)

Daher wird weiterhin viel Geld in marode Strukturen gesteckt und die Sollbruchstelle weiter mitgeschleppt. Es wird sich weiter durchgewurschtelt. Weil es für langfristige Lösungsansätze fast nirgendwo politische Mehrheiten gibt. Weil die Gestaltung Europas Leuten überlassen wird, die nicht von allen Europäern gewählt werden, sondern von jeweiligen Einzelnationen, wo die gewählten Politiker natürlich nur den nationalen Einzelinteressen verpflichtet sind. Es wurde schlichtweg versäumt der wirtschaftlichen Einheit die politische Einheit folgen zu lassen. Denn eine politische Einheit könnte z.B. eine gemeinsame Finanzpolitik beschliessen, mit der wirtschaftsstarke und wirtschaftsschwache Regionen besser unter einen Hut gebracht werden können. Von einer gemeinsamen Aussenpolitik gar nicht erst zu reden.
Und wie willst du das machen, wenn 27 Länder unterschiedliche Vorstellungen von Wirtschaft und Außenpolitik haben?

Genau das ist doch das Problem, dass die EU als neues Staatskontrukt herhalten soll. Genau dagegen hat sich GB (völlig zu Recht) doch gewehrt. Ich würde als Brite die Alleingänge von Berlin und Brüssel auch nicht mittragen wollen.

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... hkeit.html

http://www.welt.de/debatte/kommentare/a ... aehlt.html
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danke15jahre4p
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von danke15jahre4p »

Kaaruzo hat geschrieben:
leifman hat geschrieben:nein, es kann ein kurzfristiges mittel sein, aber ist sicherlich nicht das allheilmittel, vorallem nicht wenn man grundsätzlich ein problem mit strukturen im land hat.
Aber eine gemeinsame Währung löst das Strukturproblem? Was ist denn das für eine Logik?
bei einer gemeinsamen währung ist das land durch druck in der selbstpflicht seine wirtschaftsleistung durch strukturen und nachhaltigkeit anzukurbeln, sodass es wettbewerbsfähig wird.

mit eigener währung kann man durch abwertung kurzfristig was regeln, aber auf langer ändert sich kaum was.
Wenn dem so wäre, warum hat Griechenland denn seine Probleme?
weil es erstens mit gefakten zahlen in die eu gekommen ist und zweitens man sich auf die worte und zahlen die aus griechenland gekommen sind, verlassen hat.

diesen fehler wird die eu nicht mehr machen, hoffe ich.
leifman hat geschrieben:weil wie gesagt, was machst du als land wenn die abwertung nichts mehr bringt? du kannst nicht ins bodenlose abwerten.
Staatsbankrott oder wahlweise Währungsreform.
klar, einfach mit bankrott die vorhandenen probleme "reinwaschen".

eine währungsreform beseitigt doch keine strukturellen probleme.
leifman hat geschrieben:die griechen, die mit gefakten zahlen überhaupt erst in die eu gekommen sind sollen auf einmal ihre drachmen abwerten um die kaum vorhandene exportwirtschaft anzukurblen? meinst du dann blüht auf einmal die wirtschaft und alles ist gut?
Nein, wir machen weiter wie bisher und verschulden Griechenland weiter, damit es nie wieder auf eigene Beine kommt.

Die CDU bleibt ja ihrem Motto treu. Keine Experimente.

Lieber die Scheiße, die bisher nicht funktioniert weiter machen, als irgendetwas ändern.
wer sagt denn, dass wir so weiter machen? greichenland hat eine straffes reformprogramm auferlegt bekommen um eine reale abwertung zu erreichen, daran geknüpft reformen und investitionspakete zur wirtschaftsankurbelung.
leifman hat geschrieben:griechenland braucht eine komplettreform des apparates, dir bringt eine entwertung der drachme nichts wenn das geld genauso versickert und nicht in nachhaltigkeit investiert wird wie vor dem unrechtmäßigen eu beitritt.
Deshalb gibt es ja auch Wirtschaftler, die eine eigene Währung vorschlagen.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... chten.html

http://www.focus.de/finanzen/news/staat ... 25183.html

Ich denke, wir sollen doch auf die Leute hören, die Ahnung haben und nicht auf Volkes Stimme. So in etwa wurde es doch hier im Thread bereits gesagt.
jo

http://www.wiwo.de/politik/europa/der-w ... 662-2.html

http://www.zeit.de/politik/ausland/2015 ... tion-staat

greetingz
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Temeter 
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Balla-Balla hat geschrieben:Um welches britische Game oder welches Studio müsste ich mir eigentlich derzeit sorgen machen? Mir fällt da nix ein.
Um so ziemlich alle Entwickler, insbesondere wenn sie international ausgerichtet sind. Die beschränkte Reise- und Arbeitsfreiheit von UK nach EU (vielleicht sogar US/etc, falls da Verträge wegfallen) wird es schwerer machen, sein Talent zu haltenn oder neues ins Land zu holen.

Da könnte es Probleme mit Fachkräften geben. Für uns Spieler ist es weniger Problem, weils kaum Unterschied macht, aus welchem Land ein Spiel nun kommt.

Trotzdem alles in allem keine gute Entwicklung, könnte die UK Szene ein bischen isolieren.
Dass der brexit gut ist, merkt man ja schon daran, dass sogar die Zocker hier am diskutieren sind.
Natürlich ist die EU elementar wichtig, ein Europa der Nationalstaaten ist vollkommen absurd und jedes einzelne Land wäre dem Untergang geweiht. Jeder, der mitspielen will, tut sich zusammen. Sogar die wirtschaftlich aufstrebenden Nationen in SO Asien verfestigen gerade ihre Zusammenarbeit durch den ASEAN, einem Verbund ähnlich der EU mit Staaten, die sich früher nicht grün waren.

Nationalisten sind Hohlblöcke, die eben nicht über die eigene Grenze hinauszusehen vermögen, sagt ja schon die Bezeichnung selbst aus.

Eine Reform der EU, damit sie endlich wieder funktionieren kann, ist aber unumgänglich, das wird jetzt passieren, letztlich sorgte der brexit für den notwendigen Anstoss. Ohne ihn wäre alles beim Alten geblieben. Es wird Streit geben, gut. Das Ergebnis ist offen. Natürlich könnten sich jetzt die Nationalisten, Flachpfeiffen, Lobbyisten und Politversager durchsetzen. Oder auch nicht. Eine Chance zur positiven Veränderung ist zumindest endlich mal da.

Bin ja net so der positive thinker, hier bleibt mir aber überhaupt nichts anderes übrig.
Ich würde ja sagen, deine Perspektive ist ein bischen extrem, aber wenn ich dann wieder so einen scheiß lesen muss, wo TIPP noch immer Theme ist...
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 00425.html

Schätze mal man kann wenigstens sagen, die UK hats sich hauptsächlich selbst eingebrockt, passt ja zu einer gewissen Denke dort, die dem Isolationismus hinterhertrauert.
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Onekles
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Onekles »

Naja, wir haben auch 16 Bundesländer, die nicht nur in Sachen Haushalt völlig unterschiedliche Ansichten haben. Darin nochmal etliche Gemeinden, die auch alles ein bisschen anders sehen als die anderen. Das ist völlig normal und das Ziel der Politik ist ja eben, den optimalen Kompromiss zu finden. Das ist in großen Gemeinschaften nicht anders als in kleinen. Wenn aber jeder sein eigenes Süppchen kocht, kann das ganz schnell zu Chaos führen. Man stelle sich Europa ohne EU vor. Da gäbe es einige wenige superreiche Nationen und ganz viele Drittweltländer. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das lange Zeit gutgehen würde.

Klar hat die EU ihre Probleme, klar ist viel verkehrt gelaufen. Das muss man angehen, aber es ist kein Grund, gleich die komplette Idee an sich zu verwerfen und wieder alles auf den Zustand vor 100 Jahren zurückzusetzen.

Immerhin werden wir anhand der Briten aber in einigen Jahren sehr gut beobachten können, wie genau sich ein Austritt auf eine Nation auswirkt. Bisher sind es halt alles Spekulationen. Also hat das Vereinigte Königreich in dieser Hinsicht zumindest einen Dienst erwiesen. =P
johndoe1044785
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von johndoe1044785 »

Kaaruzo
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kaaruzo »

leifman hat geschrieben:bei einer gemeinsamen währung ist das land durch druck in der selbstpflicht seine wirtschaftsleistung durch strukturen und nachhaltigkeit anzukurbeln, sodass es wettbewerbsfähig wird.
Und die Wirtschaftsleistung eines Landes kurbelt man ja bekanntlich am besten an, indem man es kaputt spart.

Durch diese „grandiose“ Politik unserer sogenannten „Eliten“ (die es ja eh besser wissen, als das „dumme“ Volk) ist die Lage für Griechenland verheerender als je zuvor.

Hat sich ja gelohnt :lol:
leifman hat geschrieben:mit eigener währung kann man durch abwertung kurzfristig was regeln, aber auf langer ändert sich kaum was.
Na dann können wir ja alles lassen, wie es ist und Griechenland wird auf lange Sicht nachhaltig zerstört sein.

Ein super Ergebnis dank der EU. Na da werden die Griechen bestimmt ähnlich begeistert von der EU sein, wie die Briten. Vermutlich sogar noch ein bisschen mehr :lol:
leifman hat geschrieben:weil es erstens mit gefakten zahlen in die eu gekommen ist und zweitens man sich auf die worte und zahlen die aus griechenland gekommen sind, verlassen hat.
Und weil man Griechenland eine Sparpolitik aufzwingt, die keine Vorteile aber nur Nachteile bringt.

Und weil diese Politik bisher so „erfolgreich“ war, muss Griechenland diese Politik auch noch verschärfen.

Soviel zu dem Sachverstand unserer „Eliten“.
leifman hat geschrieben:diesen fehler wird die eu nicht mehr machen, hoffe ich.
Satire bitte auch als solche deutlich kennzeichnen. Am Ende glaubt dir das noch jemand.
leifman hat geschrieben: eine währungsreform beseitigt doch keine strukturellen probleme.
Es ist ein erster Schritt. Besser als ein „weiter wie bisher in den Abgrund“ ist es allemal.
leifman hat geschrieben:wer sagt denn, dass wir so weiter machen? greichenland hat eine straffes reformprogramm auferlegt bekommen um eine reale abwertung zu erreichen, daran geknüpft reformen und investitionspakete zur wirtschaftsankurbelung.
Jene Reformprogramme die ja auch in der Vergangenheit so „erfolgreich“ waren?

Guckst du eigentlich Nachrichten? Verfolgst du überhaupt was passiert? Ich habe langsam starke Zweifel.
http://www.taz.de/!5084590/

http://www.taz.de/!5019449/

In Island hat es offensichtlich geklappt. Wie hat Island das geschafft? Indem sie genau das Gegenteil gemacht haben, von dem was jetzt Griechenland aufgezwungen wird.
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Temeter 
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Kaaruzo hat geschrieben:
http://www.taz.de/!5084590/

http://www.taz.de/!5019449/

In Island hat es offensichtlich geklappt. Wie hat Island das geschafft? Indem sie genau das Gegenteil gemacht haben, von dem was jetzt Griechenland aufgezwungen wird.
Ähm... Dir ist schon klar, dass Griechenlands Misere keine Folge der Wirtschaftskrise oder Finanzindustrie ist?
Tamor
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Tamor »

laaaaangweilig
Kaaruzo
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kaaruzo »

Temeter  hat geschrieben:
Kaaruzo hat geschrieben:
http://www.taz.de/!5084590/

http://www.taz.de/!5019449/

In Island hat es offensichtlich geklappt. Wie hat Island das geschafft? Indem sie genau das Gegenteil gemacht haben, von dem was jetzt Griechenland aufgezwungen wird.
Ähm... Dir ist schon klar, dass Griechenlands Misere keine Folge der Wirtschaftskrise oder Finanzindustrie ist?
Ach wurden die Forderungen Griechenlands (die vorher zum größten Teil durch französische und deutsche Banken gehalten wurden) nicht in staatliche Hand (und damit dem griechischen Volk auferlegt) gegeben?

Gut zu wissen. Nach meinem Kenntnisstand floßen ca. 85-90% der Griechenlandhilfen in den Bankensektor damit die vorher größtenteils privaten Schulden, jetzt öffentliche Schulden sind.

Da hätte man das Geld auch direkt an die deutschen und französischen Banken überweisen können. Aber das wäre ja zu auffällig gewesen.
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danke15jahre4p
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von danke15jahre4p »

Kaaruzo hat geschrieben:
leifman hat geschrieben:bei einer gemeinsamen währung ist das land durch druck in der selbstpflicht seine wirtschaftsleistung durch strukturen und nachhaltigkeit anzukurbeln, sodass es wettbewerbsfähig wird.
Und die Wirtschaftsleistung eines Landes kurbelt man ja bekanntlich am besten an, indem man es kaputt spart.
"kaputt sparen", oder anders ausgedrückt, reale abwertung. ist doch genau das was du forderst, oder nicht?

der vorteil bei der realen abwertung ist, du deckst die strukturen innerhalb des landes auf, du siehst wo zu viel und wo zu wenig geld hingeflossen ist, ein erster schritt wenn man nachhaltig etwas an den strukturen ändern.

dir ist beispielsweise bewusst wieviel rente in griechenland bezahlt wurde?
Durch diese „grandiose“ Politik unserer sogenannten „Eliten“ (die es ja eh besser wissen, als das „dumme“ Volk) ist die Lage für Griechenland verheerender als je zuvor.

Hat sich ja gelohnt :lol:
wer sagt, dass von heute auf morgen alles gut wird? ich für meinen teil sehe griechenland langfristig und nachhaltig auf einen besseren weg als wenn man sie einfach allein gelassen hätte, die drachme wieder eingeführt und zugesehen hätte wie griechenland versucht mit quasi null kreditwürdigkeit an kapital zu kommen und wohin eine volkswirtschaft ohne kapital schliddert, muss ich dir ja sicherlich nicht erklären.

und dann, woher kommen denn die geldgeber nach einem staatsbankrott? meinst du nicht die sind eher an veränderten strukturen interessiert?
leifman hat geschrieben:mit eigener währung kann man durch abwertung kurzfristig was regeln, aber auf langer ändert sich kaum was.
Na dann können wir ja alles lassen, wie es ist und Griechenland wird auf lange Sicht nachhaltig zerstört sein.

Ein super Ergebnis dank der EU. Na da werden die Griechen bestimmt ähnlich begeistert von der EU sein, wie die Briten. Vermutlich sogar noch ein bisschen mehr :lol:
wo siehst du ein nachhaltig zerstörtes griechenland?
leifman hat geschrieben:weil es erstens mit gefakten zahlen in die eu gekommen ist und zweitens man sich auf die worte und zahlen die aus griechenland gekommen sind, verlassen hat.
Und weil man Griechenland eine Sparpolitik aufzwingt, die keine Vorteile aber nur Nachteile bringt.

Und weil diese Politik bisher so „erfolgreich“ war, muss Griechenland diese Politik auch noch verschärfen.

Soviel zu dem Sachverstand unserer „Eliten“.
bzgl. sparpolitik siehe oben.

ich vermute du weißt garnicht um die bedeutung des wortes, kann das sein?
leifman hat geschrieben:eine währungsreform beseitigt doch keine strukturellen probleme.
Es ist ein erster Schritt. Besser als ein „weiter wie bisher in den Abgrund“ ist es allemal.
nochmal, eine volkswirtschaft ohne nennenswerten export hat kaum etwas von einer währungsänderung, im gegenteil, die inflation könnte das ganze land ruinieren.
leifman hat geschrieben:wer sagt denn, dass wir so weiter machen? greichenland hat eine straffes reformprogramm auferlegt bekommen um eine reale abwertung zu erreichen, daran geknüpft reformen und investitionspakete zur wirtschaftsankurbelung.
Jene Reformprogramme die ja auch in der Vergangenheit so „erfolgreich“ waren?

Guckst du eigentlich Nachrichten? Verfolgst du überhaupt was passiert? Ich habe langsam starke Zweifel.
andersrum wird ein schuh draus, ich habe das gefühl du lebst noch im 2010er trauma.
http://www.taz.de/!5084590/

http://www.taz.de/!5019449/

In Island hat es offensichtlich geklappt. Wie hat Island das geschafft? Indem sie genau das Gegenteil gemacht haben, von dem was jetzt Griechenland aufgezwungen wird.
dir ist der unterschied der krisen bekannt?

greetingz
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Kaaruzo hat geschrieben:
Temeter  hat geschrieben:
Kaaruzo hat geschrieben:
http://www.taz.de/!5084590/

http://www.taz.de/!5019449/

In Island hat es offensichtlich geklappt. Wie hat Island das geschafft? Indem sie genau das Gegenteil gemacht haben, von dem was jetzt Griechenland aufgezwungen wird.
Ähm... Dir ist schon klar, dass Griechenlands Misere keine Folge der Wirtschaftskrise oder Finanzindustrie ist?
Ach wurden die Forderungen Griechenlands (die vorher zum größten Teil durch französische und deutsche Banken gehalten wurden) nicht in staatliche Hand (und damit dem griechischen Volk auferlegt) gegeben?

Gut zu wissen. Nach meinem Kenntnisstand floßen ca. 85-90% der Griechenlandhilfen in den Bankensektor damit die vorher größtenteils privaten Schulden, jetzt öffentliche Schulden sind.

Da hätte man das Geld auch direkt an die deutschen und französischen Banken überweisen können. Aber das wäre ja zu auffällig gewesen.
Was genau erwartest du denn, wo Griechenland seine Schulden hat? Natürlich bei ausländischen Banken, ist ja nicht so, als obs da eine trillionenschwere Finanzindustrie gibt.

Und die Forderungen an Griechenland sind die Folge Jahrzentelanger Korruption, wenn überhaupt ist es ein politischer Fehler, dass man das Land überhaupt in die EU gelassen hat.
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Kajetan »

ronny_83 hat geschrieben:Generell finde ich eine Gemeinschaft aus verschiedenen Ländern innerhalb einer Region in Ordnung. Koorperationen eingehen und den Handel untereinander stärken ist ok. Die EU hat für mich aber zuviel Macht und Einfluss auf Sachen, die ich nicht beurteilen und beinflussen kann/ darf.
Weil es keine vernünftige parlamentarische, demokratische Kontrolle gibt. Da tagt eine EU-Kommission und beschliesst etwas. Kein Bürger eines EU-Mitglides hat die Mitglieder dieser Kommision gewählt, sie wurden von den jeweiligen Nationalregierungen einfach per Dekret bestimmt. was die EU-Kommission beschliesst, wird dann dem EU-Parlament vorgelegt, wo es in der Regel auch durchgewunken wird. Nationalstaaten sind dann angehalten diese Gesetze umzusetzen, sonst gibt es Ärger. Salopp ausgedrückt kann man die diversen EU-Kommissionen als inoffizielle, von niemandem gewählte EU-Regierung bezeichnen, die vom EU-Parlament nur schwerlich kontrolliert werden kann, die auch niemandem gegenüber wirklich Rechenschaft ablegen muss. Der beste Job in ganz Europa ist der des EU-Kommissars. Verdammt viel Macht und nur schwer kündbar!

Was Dich hier stört ist ein simples Demokratiedefizit. Um es mal ganz höflich auszudrücken! Es werden Gesetze beschlossen, die auch für Dich gelten, ohne dass Du bei der Entstehung der Gesetze vertreten wirst. Frei nach den Worten der damaligen US-Revolutionäre: No legislation without representation! :)
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Temeter 
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Re: Reaktionen britischer Spiele-Entwickler auf den Brexit

Beitrag von Temeter  »

Kajetan hat geschrieben:Was Dich hier stört ist ein simples Demokratiedefizit. Um es mal ganz höflich auszudrücken! Es werden Gesetze beschlossen, die auch für Dich gelten, ohne dass Du bei der Entstehung der Gesetze vertreten wirst. Frei nach den Worten der damaligen US-Revolutionäre: No legislation without representation! :)
Hab vorhin schon den Link gepostet, dass CETA Abkommen mit Kanada will man sogar gezielt an nationalen Parlamenten vorbeischmuggeln. Schon krank, was in der Komission manchmal für ein Selbstverständnis zu herrschen scheint:
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 00425.html