Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketing"

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danke15jahre4p
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von danke15jahre4p »

Duugu hat geschrieben:Ja klar. Nur kann man wohl kaum argumentieren das Kopien schon seit Anbeginn der Buchdruckes gar kein Problem sind weil alle so supertoll verdienen wenn das nicht so ist.
wenn der buchdruck nie erfunden worden wäre, sicher, dass wir überhaupt auf dem gleichen technischen stand des wissen wären und so aufgeklärt wie wir es jetzt sind?

auf kopien basiert die digitale welt, das internet, das digitale zeitalter, ohne kopien würde es nicht funktionieren, nur weil man jetzt lizenzen vergeben will um zu meinen so würde man ein maximum an geld generieren zu können, ist leicht naiv.

natürlich muss für geleistete arbeit bezahlt werden, aber zu meinen ohne kopien würde es allen besser gehen, irrt, und das gewaltig.

greetingz
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SethSteiner
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von SethSteiner »

Duugu hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben:@Duugu
Meine Güte, das nur eine Minderheit aller Künstler ausreichend oder spitzenmäßig verdient war schon immer so. Ich erinnere mich noch an 1980, den Musik-Film von 1980 wo genau das mehr als deutlich am Anfang des Films gesagt wird.
Ja klar. Nur kann man wohl kaum argumentieren das Kopien schon seit Anbeginn der Buchdruckes gar kein Problem sind weil alle so supertoll verdienen wenn das nicht so ist.
Sie sind vor allem deswegen kein Problem, weil sie an der Situation nichts ändern. Es gibt Menschen die haben Erfolg und Menschen denen er nicht vergönnt ist aber alle finden sich auf Tauschbörsen. Wer also keinen Erfolg hat, hat es nicht wegen den Kopien, sondern weil er nicht genug anspricht, die für seine Kunst bezahlen wollen.
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Sir Richfield
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von Sir Richfield »

Duugu hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Ansonsten tut man sich mit dem "Kopieren machen alles kaputt" Argument ein wenig schwer, wenn man bedenkt (bedenken würde), dass es (billige) Kopien so ca. seit dem Buchdruck gibt und - gesamt betrachtet - keiner der Betroffenen irgendwie am Hungertuch nagt.
Sir, tatsächlich nagt der allergrößte Teil der Betroffenen am Hungertuch. Musiker verdienen fast nichts - abgesehen von einem Promille Superstars. Autoren können von Büchern nicht leben - abgesehen von einem Promille Bestseller-Autoren. Schauspieler fahren Taxi und stehen bei Mcdoof an der Theke - abgesehen von einem Promille Filmstars. Spieleentwickler machen gerade genug Umsatz um die Entwicklung zu finanzieren - abgesehen von einem Prozent Top-Verdiener/Top-Studios. Usw., usw.
Hmm, ich müsste dir meine Sicht der Dinge erläutern, damit du einigermaßen nachvollziehen kannst, was ich meine und dass mir durchaus bewußt ist, dass es eine Menge Menschen gibt, die ihre Leistung nicht an den Mann bringen können, aus diversen Gründen.
Aber die Zeit und Muße habe ich nicht.

Was ich aber tun kann, ist den Satz weiter oben etwas einordnen:
Mit "Die Betroffenen" in der Gesamtheit wollte ich anspielen auf: Die Kirche, Verleger, Publisher, etc.
Also die, die am lautesten schreien, wenn sie ihr Geschäftsmodell in Gefahr sehen. (Das interessanterweise darauf aufbaut, andere die produktive Arbeit machen zu lassen.)

Für den Rest ist das tatsächlich seit jeher der ganz normale Künstleralltag: Um ernsthaft von seiner Kunst leben zu können, muss man kontinuierlich ausreichend gute Leistung bringen ODER den großen Wurf schaffen.
(Mit großer Wurf meine ich sowas wie Shades of Grey, Twilight....)

Ich muss auch permanent ausreichend gute Leistung erzielen, um Geld zu bekommen, das ich dann in die Solidargemeinschaft stecken kann, damit diejenigen aufgefangen werden, die aus welchen Gründen auch immer, dazu nicht in der Lage sind.
Wobei ich jetzt erstmal lesen müsste, was genau die Künstlersozialkasse ist...
Wo genau sind die Betroffenen die so gut Leben dass ihnen Kopien egal sein können denn?
Die o.a. Villa steht in Beverly Hills.
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Sir Richfield
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von Sir Richfield »

ronny_83 hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:1) Der Streamer und Kopie Nutzer sieht diese Hinweistafeln NICHT!
2) Der DVD/Bluray Kunde sieht Hinweistafeln IMMER und kann sie nicht überspringen.
Du kannst doch aber Schwarzkopien nicht als korrekte Vorlage nehmen, weil dort weniger Dinge enthalten sind, so wie es dir gefällt.
DOCH!
Das ist doch der "Witz".
Nach den "Qualitäten" der Schwarzkopie, die Reduktion auf das Wesentliche, besteht eine Nachfrage.

Es gibt zur Zeit nur eine Fraktion, die diese Nachfrage bedient.
Denn es bleibt ja trotzdem illegal.
Ja, das ist das Problem.
Das kann ja keine Vorlage sein. Der illegale Markt versucht sich natürlich so gut wie immer Sachen so hinzubiegen, dass sie attraktiver erscheinen. Falsch sind sie deswegen aber trotzdem.
Das ist richtig!
Nur: Warum macht der legale Markt nicht vergleichbare Angebote?

Wobei, HALT! Macht er ja!
GoG, Streamingdienste, etc. pp.
Da schaufeln die Leute echtes Geld hin! Weil die ihnen das bieten, was sie gerne hätten: Ein Spiel ohne DRM, einen Film mieten ohne nervige Trailer (Falls man die bei Netflix und so auch haben sollte, bitte korrigieren! Mein Schwager nutzt ITunes, da sind mir keine aufgefallen).
Diese Dienste haben aber das Problem, dass die Publisher dieses Geld allem Anschein nach nicht haben wollen. Bzw. es ihnen zu wenig erscheint.
Nicht, dass ich diese Raubkopie-Hinweise nicht auch lächerlich finde, weil sie irgendwie die falschen sehen. Aber nur deswegen zieh ich mir doch ("noch") keine Raubkopien. Da müsste die Art Werbung schon mitten im Film auftauchen. Die 5 Sek. hab ich dann aber doch noch Zeit.
Ich rede ja auch nicht von der FBI Warnung als direkte Motivation zur unlizensierten Kopie.
Ich spreche ihr allerindings eine Mitschuld zu, wenn man sich als Einzelner zwischen zwei Angeboten entscheiden muss.
johndoe1686305
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von johndoe1686305 »

SethSteiner hat geschrieben:Sie sind vor allem deswegen kein Problem, weil sie an der Situation nichts ändern. Es gibt Menschen die haben Erfolg und Menschen denen er nicht vergönnt ist aber alle finden sich auf Tauschbörsen. Wer also keinen Erfolg hat, hat es nicht wegen den Kopien, sondern weil er nicht genug anspricht, die für seine Kunst bezahlen wollen.
Womit wir wieder bei der schizophrenen bzw. heuchlerischen Kopierer-Geisteshaltung wären:
Dem Kopierer ist die jeweilige Leistung das Geld nicht wert, er konsumiert sie jedoch trotzdem - statt sie einfach zu ignorieren. Nur eben ohne zu zahlen. :)
johndoe1686305
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von johndoe1686305 »

Sir Richfield hat geschrieben:Was ich aber tun kann, ist den Satz weiter oben etwas einordnen:
Mit "Die Betroffenen" in der Gesamtheit wollte ich anspielen auf: Die Kirche, Verleger, Publisher, etc.
Also die, die am lautesten schreien, wenn sie ihr Geschäftsmodell in Gefahr sehen. (Das interessanterweise darauf aufbaut, andere die produktive Arbeit machen zu lassen.)
Ja, gut. Dass die Einnahmen zusätzlich zum Kopierer-Problem/Nicht-Problem (je nach Gusto *g*) noch extrem scheiße verteilt sind braucht man wirklich nicht zu diskutieren. Das wird wohl niemand außer dem wenigen Gewinnern dieses Spielchens bestreiten. :)
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Sir Richfield
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von Sir Richfield »

Duugu hat geschrieben:Ich schenke ihnen als Entwickler gar keine Aufmerksamkeit. Ich bin davon überzeugt, dass mir Kopierer eh keinen Umsatz bringen.
Dieser Satz ist so ja auch vollkommen korrekt.
Mein ursprünglicher Beitrag drehte sich um die imho unpassende (weil er einmal die Möglichkeit zulässt und einmal die Möglichkeit kategorisch ausschließt) Aussage von Kajetan:
Sind Schwarzkopien also gut für kleine Anbieter? Ja, die Möglichkeit besteht.
...
Sind Schwarzkopien schädlich? Nun, dafür gibt es keinen einzigen Beweis.
Das ist halt höhere Polemik.
Beide Sätze drücken dasselbe aus, sie klingen nur anders.
Richtig wäre auch:
Sind Schwarzkopien also gut für kleine Anbieter? Nun, dafür gibt es keinen einzigen Beweis.
Sind Schwarzkopien schädlich? Ja, die Möglichkeit besteht.

Sprich, das nichtvorhandensein eines Beweises schließt die Möglichkeit nicht aus und die Möglichkeiten sind bisher nicht bewiesen worden.

Auch Notch kann seinen Erfolg mit Minecraft durch die Beteuerungen nicht weniger Kunden, das Spiel nach der Kopie gekauft zu haben, nicht beweisen.

Wenn ich das richtig sehe, folgt Kajetan der gleichen Gedankenschule wie ich: Kopien gab es immer schon, ihre Auswirkung ist in keiner Richtung nachweisbar, es lohnt deshalb nicht, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Wichtiger ist es, Kunden zu finden.
johndoe1686305
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von johndoe1686305 »

Sir Richfield hat geschrieben:Wenn ich das richtig sehe, folgt Kajetan der gleichen Gedankenschule wie ich: Kopien gab es immer schon, ihre Auswirkung ist in keiner Richtung nachweisbar, es lohnt deshalb nicht, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Wichtiger ist es, Kunden zu finden.
Das möchte ich so zu 100% unterschreiben.
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Alter Sack
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von Alter Sack »

Sir Richfield hat geschrieben:
Alter Sack hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:... warum sollte ich dann auf den Kunden sauer sein?
Es geht hier in dem Thread ja auch nicht um die Kunden.
Der Kopierer ist kein Kunde ...
Du bist gedanklich auf dem richtigen Weg, du musst ihn nur noch zu Ende gehen. ;)
Genau.

Der Kopierer wird auch kein Kunde sonst wäre das Verhältnis nicht 20:1 ...
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SethSteiner
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von SethSteiner »

Duugu hat geschrieben:
SethSteiner hat geschrieben:Sie sind vor allem deswegen kein Problem, weil sie an der Situation nichts ändern. Es gibt Menschen die haben Erfolg und Menschen denen er nicht vergönnt ist aber alle finden sich auf Tauschbörsen. Wer also keinen Erfolg hat, hat es nicht wegen den Kopien, sondern weil er nicht genug anspricht, die für seine Kunst bezahlen wollen.
Womit wir wieder bei der schizophrenen bzw. heuchlerischen Kopierer-Geisteshaltung wären:
Dem Kopierer ist die jeweilige Leistung das Geld nicht wert, er konsumiert sie jedoch trotzdem - statt sie einfach zu ignorieren. Nur eben ohne zu zahlen. :)
Nein, da sind wir nicht. Es gibt keine bestimmte Geisteshaltung unter denen, die etwas kopieren. Es ist keine homogene Masse, kein Borgkollektiv. Sie stehen nicht außerhalb der Gesellschaft oder des Marktes. Das Kopieren selbst steht außerhalb, weil das kopieren nichts daran ändert ob sich etwas gut oder schlecht verkauft aber Kopierer sind immer noch Bürger, mit völlig unterschiedlichen Ansichten, Motiven und Verhaltensweisen, die auch durchaus Geld für die Leistung ausgeben, sogar Geld für die Leistungen, die sie durch die kostenlose Kopie erhalten haben. Zusagen, sie seien heuchlerisch ist doch arg kurzsichtig.
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Sir Richfield
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von Sir Richfield »

Duugu hat geschrieben:Ja, gut. Dass die Einnahmen zusätzlich zum Kopierer-Problem/Nicht-Problem (je nach Gusto *g*) noch extrem scheiße verteilt sind braucht man wirklich nicht zu diskutieren. Das wird wohl niemand außer dem wenigen Gewinnern dieses Spielchens bestreiten. :)
Das finde ich tatsächlich deutlich trauriger und schlimmer als den Schwarzfahrer in der UBahn neben mir, den ich durch Einpreisung im Ticket mitfinanziere. :|

Meine Wertvorstellung gerät immer leicht ins Wanken, wenn ich erst Brandbriefe für schärfere Gesetze unterschrieben von Ausführenden lese und dann am nächsten Tag Einblicke in die Total Buyout Verträge erhalte...

Aber wie gesagt, ich arbeite in einem nicht unähnlichen Verhältnis.
(Wobei ich mich eher kündigen lassen würde, als meinen Kunden mit etwas in dieser Richtung erpressen zu wollen)
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Sir Richfield
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von Sir Richfield »

Alter Sack hat geschrieben:Du bist gedanklich auf dem richtigen Weg, du musst ihn nur noch zu Ende gehen. ;)
Der Kopierer wird auch kein Kunde sonst wäre das Verhältnis nicht 20:1 ...[/quote]
Falsch abgebogen.
Versuch's noch mal.
Fang an mit: "Der Kopierer IST kein Kunde, " ;)
johndoe1686305
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von johndoe1686305 »

SethSteiner hat geschrieben:Das Kopieren selbst steht außerhalb, weil das kopieren nichts daran ändert ob sich etwas gut oder schlecht verkauft
Das tut es nicht. Stimmt. Aber das ändert nichts an der (moralischen) Bewertung der Kopierer.
SethSteiner hat geschrieben:Kopierer sind immer noch Bürger, mit völlig unterschiedlichen Ansichten, Motiven und Verhaltensweisen, die auch durchaus Geld für die Leistung ausgeben, sogar Geld für die Leistungen, die sie durch die kostenlose Kopie erhalten haben. Zusagen, sie seien heuchlerisch ist doch arg kurzsichtig.
Eigentlich fällt mir kein Grund ein mit dem ein Kopierer den Konsum einer Leistung ohne zu zahlen rechtfertigen könnte. Nenn doch bitte mal einen oder zwei.

Und das Kopierer für Leistungen aus Kopien (nachträglich, oder wie? *g*) zahlen mag vorkommen. Ich behaupte jedoch, dass diese Fälle weit unter der Nachweisgrenze liegen.
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greenelve
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von greenelve »

SethSteiner hat geschrieben: Sie sind vor allem deswegen kein Problem, weil sie an der Situation nichts ändern. Es gibt Menschen die haben Erfolg und Menschen denen er nicht vergönnt ist aber alle finden sich auf Tauschbörsen. Wer also keinen Erfolg hat, hat es nicht wegen den Kopien, sondern weil er nicht genug anspricht, die für seine Kunst bezahlen wollen.
Das ist als Kunde leicht gesagt. Auf der anderen Seite, als Künstler, sieht man es wieder anders. Neben denen, die sich das Produkt unter keinen Umständen kaufen würden, gibt es auch Leute, die es nicht kaufen, eben weil es es kostenlos gibt.
Dann kommt es gerne zu einem Schönreden des Handelns, wie "weil die Firma es mit ihrem Verhalten nicht anders verdient hat".

Ob jemand Erfolg hat oder nicht, hängt an vielen Faktoren ab. Qualität allein reicht nicht aus, um Kunden zum Kauf zu bewegen. Bspw. können Streamer/Lets Player einen Hype auslösen usw. Oder überfüllte Märkte wie Steam und Iphone, Android, selbst auf Konsolen gibt es enorm viel. Interessant wäre es auch einmal zu sehen, was passiert, wenn ein Entwickler sein Spiel auf zwei Arten anbietet.

-regulär mit Preis zum Kauf
-kostenlos zum Download

Beides absolut identisch. Das wäre die Situation, Qualität überzeugt Geld zu überweisen. Ich wage arg zu bezweifeln, dass es auch nur einigermaßen die Waage hält. Denn das ist die Situation mit Schwarzkopien.
In dem Beispiel sehe ich einen einzigen Unterschied: die Schwarzkopie ist illegal, der Skrupel eine Straftat zu begehen muss überwunden werden. Oder die Angst erwischt zu werden, am Ende läuft beides auf ein schlechtes Gewissen hinaus.
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Batistuta
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Re: Monument Valley: Schwarzkopien sind "kostenloses Marketi

Beitrag von Batistuta »

Duugu hat geschrieben:
Sir Richfield hat geschrieben:Wenn ich das richtig sehe, folgt Kajetan der gleichen Gedankenschule wie ich: Kopien gab es immer schon, ihre Auswirkung ist in keiner Richtung nachweisbar, es lohnt deshalb nicht, sich darüber den Kopf zu zerbrechen. Wichtiger ist es, Kunden zu finden.
Das möchte ich so zu 100% unterschreiben.
Was heiß nachweisbar? Es reicht doch den Markt von früher zu beobachten und ihn mit dem von heute zu vergleichen und schon sieht man die Auswirkungen von Kopien. Free-to-play, in-App-Purchases, DLCs, Datenverkauf. Das sind die Mittel mit denen der Markt sich gegen Kopien gewehrt hat.

Jetzt sagen bestimmt wieder welche das wäre kein Beweis, sie wollen so Sherlock Holmes mäßig ein blutiges Messer mit Fingerabdrücken drauf :roll: