Der 4P-Kommentar: Zeit für "Miramax Games"
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- 4P|BOT2
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Der 4P-Kommentar: Zeit für "Miramax Games"
Warner Bros., Paramount, 20th Century Fox auf der einen, Electronic Arts, Activision, Take 2 auf der anderen Seite. Was haben diese Namen gemeinsam? Es sind Namen großer Studios, so genannter Big Player in Sachen Film und Spiel. Und sie haben noch mehr gemeinsam. Denn egal ob Zuschauer oder Spieler: Beide wollen unterhalten werden. Sie wollen spannende, mitreißende oder bewegende Stunden erlebe...
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- erostrate
- Beiträge: 23
- Registriert: 06.03.2008 13:27
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Netter Aufruf
sehr nobel und begrüssenswert,
dennoch sehe ich das als quasi unmögliches unterfangen, denn während ein guter Film auch im Lowbudgetbereich viele Menschen wunderbar unterhalten kann, mit neuen Ideen aufwartet und fernab der grossen Blockbuster ein Überraschungserfolg wird (siehe z.b. Little Miss sunshine), so sind Spiele in der Entwicklung perse um einiges teurer... die gute Graphik, die lange Handlung, die neuen Umsetzungen müssen nicht nur gedacht, sondern auch durchgeführt werden und das KOSTET nunmal Geld!
Kaum auszudenken, wie innovative indiespiele hier abgewatscht würden, wenn die Graphik grottigst ist und sich die entwickler auf die story konzentriert hätten, oder interaktivität und nonlinearität untergingen, weil fehlerhaft oder gar fehlende physikeffekte lamentiert werden!
erostrate
dennoch sehe ich das als quasi unmögliches unterfangen, denn während ein guter Film auch im Lowbudgetbereich viele Menschen wunderbar unterhalten kann, mit neuen Ideen aufwartet und fernab der grossen Blockbuster ein Überraschungserfolg wird (siehe z.b. Little Miss sunshine), so sind Spiele in der Entwicklung perse um einiges teurer... die gute Graphik, die lange Handlung, die neuen Umsetzungen müssen nicht nur gedacht, sondern auch durchgeführt werden und das KOSTET nunmal Geld!
Kaum auszudenken, wie innovative indiespiele hier abgewatscht würden, wenn die Graphik grottigst ist und sich die entwickler auf die story konzentriert hätten, oder interaktivität und nonlinearität untergingen, weil fehlerhaft oder gar fehlende physikeffekte lamentiert werden!
erostrate
- Ghaleon
- Beiträge: 396
- Registriert: 02.07.2007 07:46
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Innovation ohne Blockbuster ist schlecht für den Aktienkurs
Die Filmindustrie hat mehr Abnehmer für Ihre Produkte als die Videospielindustrie. Flopt hier ein Film so kann er trotzdem noch etwas Geld einspielen über DVD verkauf, TV-Verkauf etc.
Auch sind Investoren für Filme wesentlich einfacher zu finden als für die Spieleindustrie.
Letzt endlich gehts NUR ums geld. Hier werden die Investoren und Aktionäre Blockbuster haben wollen mit großen Verkaufszahlen - egal ob Innovativ, hauptsache die Kasse klingelt und die Kurse gehen nach oben.
Ob das nachhaltig ist interessiert dem Anleger genauso wenig wie den Amerikaner dass Umweltschutz auf lange gesehen was gutes sein könnte.
Auch sind Investoren für Filme wesentlich einfacher zu finden als für die Spieleindustrie.
Letzt endlich gehts NUR ums geld. Hier werden die Investoren und Aktionäre Blockbuster haben wollen mit großen Verkaufszahlen - egal ob Innovativ, hauptsache die Kasse klingelt und die Kurse gehen nach oben.
Ob das nachhaltig ist interessiert dem Anleger genauso wenig wie den Amerikaner dass Umweltschutz auf lange gesehen was gutes sein könnte.
- Kajetan
- Beiträge: 27139
- Registriert: 13.04.2004 10:26
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Re: Netter Aufruf
Dann sollte man diesen "Abwatschern" klar machen, dass man keinen Jerry Bruckheimer-Film mit zB. einem "Babel" oder "Brokeback Mountain" vergleichen kann.erostrate hat geschrieben: Kaum auszudenken, wie innovative indiespiele hier abgewatscht würden, wenn die Graphik grottigst ist und sich die entwickler auf die story konzentriert hätten, oder interaktivität und nonlinearität untergingen, weil fehlerhaft oder gar fehlende physikeffekte lamentiert werden!
Das sind zwei vollkommen verschiedene Genres. Das eine der RammBamm-Blockbuster und der andere das weniger aufwendige, dafür niveauvollere Indipendent-Kino. Nicht nur die Spiele-Branche muss wachsen und vor allem ERwachsen werden. Nein, auch die "Spieler" aka Kunden müssen lernen, dass Computerspiele nicht nur aus Halo, Call of Duty oder einem Burnout mit den entsprechenden Produktionswerten bestehen. Und zwar selbst dann nicht, wenn beide Spiele (der Blockbuster und das Indie-Spiel) gleich viel kosten würden. Spielepresse und Spieler selber stecken aber immer noch zu sehr in den geistigen Kinderschuhen der 80er, als die ganze Choose erst so richtig begann.
Spiele sind ein ganz junges Medium, das noch einen weiten Weg zurücklegen muss ... wird
- Merandis
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- gracjanski
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weil fahrenheit letztendlich schund war o_O eine verarschung an die spieler, denen man bloss kein komplexes gameplay geben kann?
ich hoffe jedenfalls dass solche eine entwicklung wie im kommentar aufgezeigt wurde auch tatsächlich eintritt. denn der zustand bei den filmen gefällt mir, es gibt anspruchsvolle filme, wie auch popcorn (08/15) Blockbuster.
ich hoffe jedenfalls dass solche eine entwicklung wie im kommentar aufgezeigt wurde auch tatsächlich eintritt. denn der zustand bei den filmen gefällt mir, es gibt anspruchsvolle filme, wie auch popcorn (08/15) Blockbuster.
- Jörg Luibl
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Ich denke auch, dass sich Publisher ein engagiertes und prestigeträchtiges Label leisten sollten, das Visionen anbietet. Das, was derzeit an Casual-Abteilungen gegründet wird, geschieht einzig und allein aus Profitgründen - ist ja auch okay.
Aber das, was als Kontrapunkt zu den "Casual Games" wichtig wäre, sind vielleicht kurze "Quality Games" für Hardcore-Zocker. Also Spiele, die wie Kurzfilme von vornherein viel weniger Umfang etc. bieten, aber dafür bestimmte Wagnisse und Experimente eingehen, bestimmte Situationen darstellen, aus denen mal ein Epos werden könnte. Allerdings ist man damit dann nicht weit entfernt von den Episoden...
Fahrenheit ist anno 2005 endlich neue Wege gegangen. Viele Adventures alter Schule waren einfach nur storybasierte Rätselansammlungen ohne Seele. Wir wurden damit regelrecht zugemüllt. Es gab ganze Labels der Point&Click-Langeweile. Das Team von Quantic Dream hatte endlich einen dramatischeren Ansatz parat, der trotz einiger handwerklicher Schwächen die faszinierenden Möglichkeiten aufgezeigt hat, die das Genre erst noch vor sich hat. Natürlich war die Handlungsfreiheit auch hier letztlich nur eine Illusion, es gab innerhalb der Level meist nur zwei Weichen, die zu einem Ziel führten, aber die meisten Spiele erreichen nicht mal diesen Grad der Täuschung.
Selbst heute gehört es für mich daher zu den erinnerungswürdigen Spielen. Das liegt aber auch daran, dass das Adventure der Zukunft für mich nicht so aussehen sollte wie ein Sam & Max (so witzig es auch ist), sondern wie ein Crysis. Nur mit Rätseln, Story & Dramaturgie statt Krawumm, Krabumm und Krabimm.
Aber das, was als Kontrapunkt zu den "Casual Games" wichtig wäre, sind vielleicht kurze "Quality Games" für Hardcore-Zocker. Also Spiele, die wie Kurzfilme von vornherein viel weniger Umfang etc. bieten, aber dafür bestimmte Wagnisse und Experimente eingehen, bestimmte Situationen darstellen, aus denen mal ein Epos werden könnte. Allerdings ist man damit dann nicht weit entfernt von den Episoden...
Ganz großer Widerspruch.gracjanski hat geschrieben:weil fahrenheit letztendlich schund war
Fahrenheit ist anno 2005 endlich neue Wege gegangen. Viele Adventures alter Schule waren einfach nur storybasierte Rätselansammlungen ohne Seele. Wir wurden damit regelrecht zugemüllt. Es gab ganze Labels der Point&Click-Langeweile. Das Team von Quantic Dream hatte endlich einen dramatischeren Ansatz parat, der trotz einiger handwerklicher Schwächen die faszinierenden Möglichkeiten aufgezeigt hat, die das Genre erst noch vor sich hat. Natürlich war die Handlungsfreiheit auch hier letztlich nur eine Illusion, es gab innerhalb der Level meist nur zwei Weichen, die zu einem Ziel führten, aber die meisten Spiele erreichen nicht mal diesen Grad der Täuschung.
Selbst heute gehört es für mich daher zu den erinnerungswürdigen Spielen. Das liegt aber auch daran, dass das Adventure der Zukunft für mich nicht so aussehen sollte wie ein Sam & Max (so witzig es auch ist), sondern wie ein Crysis. Nur mit Rätseln, Story & Dramaturgie statt Krawumm, Krabumm und Krabimm.
- gracjanski
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ich habe mich beim zocken so verarscht gefühlt, weil es 0 gameplay bot. die athmo war genial und einige ideen waren klasse, aber vielleicht sollte ich einfach gar keine adventures spielen, weil sie nie strategisch oder komplex sien können. entweder sie sind seicht oder bieten rätsel, auf die man nie im Leben kommen kann (ausser mit viel rauchen)
zu deinem 2. Absatz: so etwas wie Portal...
zu deinem 2. Absatz: so etwas wie Portal...
- Elric von Melnibonê
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- Kajetan
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Fahrenheit war ein mit Adventure-Elementen angereichertes Mini-Spielchen für Leute mit guten ReflexenElric von Melnibonê hat geschrieben:Sorry, aber Ich muss Jörg was Fahrenheit angeht einfach mal kräftig zustimmen - Fahrenheit war das beste Adventure seit Jahren, vielleicht sogar seit Nomad Soul.
Nein, ehrlich. Ich WOLLTE Fahrenheit gut finden. Unglaublich intensive Atmo, manche Dialoge unter Zeitdruck, die Story, habe ich schon die geile Atmo erwähnt? Und dann wurde alles zunichte gemacht, weil meine Handaugen-Koordination durch diese selten dämlichen Knopfdrück-Spielchen überfordert war. Respektive, das Spiel war ab einem bestimmten Punkt nur noch nervtötende Arbeit und nicht mehr Spielspass.
Will ich Knöpfchen drücken, dann spiele ich WarioWare, dammich!
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S-Markt
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ch hab mir die Demo von Fahrenheit angetan und war selten so genervt, wie bei diesem Spiel. Wer immer diesen Mist mit den Quicktimeevents erfunden hat, gehört ausgepeitscht.
Wozu braucht man für QTEs überhaupt ne Story? Reicht doch, wenn die Symbole auf dem Bildschirm aufblinken und man sie im richtigen Moment drückt. Was das gab es schon längst und es heißt Tanzspiel?
In welchem Zusammenhang das Drücken willkürlich eingeblendeter Tasten mit der Story in Zusammenhang steht, hat sich mir immer verschlossen.
Btt: Ich halte den Bedarf an Nischenspielen für überbewertet. Daß Spiele, die sich schlecht verkaufen, Firmen in den Urin stürzen können hat man ja schon mehrfach erlebt. Und auch Nischenspiele kosten nun mal Geld. Vielmehr sollte es so sein, daß die existierenden Genre besser variiert werden. EA schuldet den Fifa Spielern mehr, als ein jährliches Update. Und da gibt es so viele Möglichkeiten, angefangen von der Karriere eines Wald und Wiesen Vereins bis hin zum deutschen Meister, oder wie wäre es mit Fußball der Generationen, schließlich wurde Fußball in den 50er Jahren ganz anders gespielt, als Heute.
Der Markt ist einfach zu blöd für Werke abseits des Mainstream.
Wozu braucht man für QTEs überhaupt ne Story? Reicht doch, wenn die Symbole auf dem Bildschirm aufblinken und man sie im richtigen Moment drückt. Was das gab es schon längst und es heißt Tanzspiel?
In welchem Zusammenhang das Drücken willkürlich eingeblendeter Tasten mit der Story in Zusammenhang steht, hat sich mir immer verschlossen.
Btt: Ich halte den Bedarf an Nischenspielen für überbewertet. Daß Spiele, die sich schlecht verkaufen, Firmen in den Urin stürzen können hat man ja schon mehrfach erlebt. Und auch Nischenspiele kosten nun mal Geld. Vielmehr sollte es so sein, daß die existierenden Genre besser variiert werden. EA schuldet den Fifa Spielern mehr, als ein jährliches Update. Und da gibt es so viele Möglichkeiten, angefangen von der Karriere eines Wald und Wiesen Vereins bis hin zum deutschen Meister, oder wie wäre es mit Fußball der Generationen, schließlich wurde Fußball in den 50er Jahren ganz anders gespielt, als Heute.
Der Markt ist einfach zu blöd für Werke abseits des Mainstream.
- gracjanski
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ist bei mir ähnlich, ich wollte es gut finden, weil die atmo düster war und die idee mit den 2 perspektiven war geil. aber irgendwann konnte man durchschauen, dass die 2 perspektiven nur augenwischerei war (letztendlich gab es 2 oder 3 enden, die sich erst ganz am ende aufzweigten...das ganze hätten sie sich also sparen können).
und dann dieses billige knöpfchendrücken, hohler geht es gar nicht. im übrigen hättest du nur auf leicht stellen müssen und die knöpfchendrückerei wäre ganz easy.
und dann dieses billige knöpfchendrücken, hohler geht es gar nicht. im übrigen hättest du nur auf leicht stellen müssen und die knöpfchendrückerei wäre ganz easy.
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louplex
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schade, dass der kolummne die letzte konsequenz fehlt. du forderst inständig mehr nischen- und independentproduktionen im spielebereich, vergleichst es aber im filmbereich mit doch ziemlich großen major labels wie miramax oder tristar.
zugegeben, die genannten filme waren allesamt sehr gut, sind aber dennoch meilenweit vom independent entfernt.
wo sind die lars von triers und jim jarmuschs der spieleindustrie?
zugegeben, die genannten filme waren allesamt sehr gut, sind aber dennoch meilenweit vom independent entfernt.
wo sind die lars von triers und jim jarmuschs der spieleindustrie?
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