EGM über Publisherblockaden
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- 4P|BOT2
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EGM über Publisherblockaden
In einem Editorial in der der neuesten Ausgabe der Electronic Gaming Monthly spricht Dan Hsu über das Verhältnis des Magazins zu einigen Publishern, mit denen man sich derzeit etwas weniger gut zu verstehen scheint.
Früher, so der Chefredaktuer der Publikation, hätten die Spielehersteller keine Werbung mehr geschaltet, "um ein Magazin für unvorteilhafte Artikel abzustrafen." Heutzut...</BR>
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- gracjanski
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serew5
möge den Krieg die Redis gewinnen
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unknown_18
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Tjo, eigentlich normal, je teurer die Spiele werden, desto weniger können es sich die Publisher leisten, dass ihre Spiele von Magazinen zerrissen werden. Also ein bisschen Verständnis hab ich für die Publisher schon, aber wirklich nur ein bisschen, weil die Publisher selbst oft die Schuld daran tragen, dass ihre Spiele keine super Wertungen kriegen. Denn auch je teurer die Spieler werden, desto mehr Mitspracherecht haben die Publisher bei den Entwicklern.
- gracjanski
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ich habe da gar kein verständniss. Wenn die so viel kohle raushauen, dann ist es sicherlich auch kein problem ein Spiel wenigstens fertig oder zu 95% fertig zu bekommen. Darunter verstehe ich nicht nur Bugsbeseitigung, sondern auch dass fast alle Spielinhalte drin sind und dass das Game so oft getestet wird, dass das Gameplay passt.
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s010010
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The-Xee
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Also ich weine den bestimmt keine Träne nach. Ich lese schon seit Jahren keine Magazine mehr. Weil die können doch garnicht wissen was ich gerne mag und daher will ich mich von solchen schundblättern nicht beeinflussen lassen. Zum Beispiel AC hat in der Presse nicht sonderlich gut abgeschnitten und trotzdem hatte ich sehr viel spass damit, Das selbe mit HS hat mir sehr gut gefallen. Andersrum Mario Galaxy hat super Wertungen bekommen und ich fand das spiel nur Ätzend langweilig !
- Kajetan
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Re: EGM über Publisherblockaden
Um mal kurz die Seite der Publisher darzustellen ...
Man investiert Abermillionen Dollar in einen neuen Titel (bei Crysis spricht man zB. von 30-40 Mio. Dollar).
Man weiß, dass von 10 releasten Spielen 8 floppen und die restlichen 2 ums Verrecken die Umsätze erzeugen müssen, welche der Publisher benötigt, um wirtschaftlich bestehen zu können.
Man weiß aber nicht, welche von den 10 Spielen die beiden Auserwählten sein werden, da der Geschmack der Kundschaft extrem wechselhaft ist. Was letztes Jahr gekauft wurde, muss nicht unbedingt nächstes Jahr gekauft werden. Und da vor allem aufwendige AAA-Spiele lange Entwicklungszyklen haben, kann es passieren, dass in der Zwischenzeit sich der Geschmack zu sehr geändert hat und beim Release keine Sau mehr das Spiel haben will. Die Computerspielbranche wird auch gerne als "volatil" bezeichnet. Erfolg und Mißerfolg liegen hier sehr viel näher beisammen als in anderen Branchen.
Also wird man nervös. Sehr, sehr nervös! Vor allem angesichts der immer heftiger steigenden Summen, die notwendig sind, um heute ein AAA-Spiel zu produzieren.
Nun versucht man mit allen Mitteln sicherzustellen, dass zum Releasezeitpunkt möglichst viele Leute a) vom Spiel gehört haben und b) natürlich nur möglichst viel "GUTES" gehört haben. Zwar wird das Spiel deswegen nicht automatisch ein Verkaufserfolg, aber zumindest hat der Publisher das Gefühl, alles in seiner Macht stehende getan zu haben.
Natürlich könnte man jetzt einfach hingegen und sagen: "Stellt Euch nicht so an und sorgt lieber dafür, dass ein Spiel bugfrei und gut ausbalanciert releast wird!"
Hmmm, natürlich (wie immer) leichter gesagt als getan. Ein Publisher kann nicht unbegrenzt Geldmittel in nur einen einzigen Titel stecken. Das Risiko ist zu VIEL hoch, dass hier nur Abermillionen in einen Flop gesteckt werden. Siehe zB. "Spellforce 2" oder "Beyond Good & Evil". Zwei qualitativ sehr, sehr gute Spiele. Die aber kaum jemand gekauft hat. Vor allem bei Spellforce 2 wurde mit großem Aufwand Bug-Fixing betrieben. Es wurde sogar eine eigene, neue Engine vewendet und nicht mehr auf die Massive-Technologie gesetzt. Noch mehr Aufwand! Ergebnis? Spellforce 2 war kommerziell betrachtet alles andere als ein großer Erfolg. Das Spiel wurde schnell im Preis gesenkt, als Budget-Titel vermarktet und hat somit Klowood beinahe das finanzielle Genick gebrochen. Übrigens mit ein Grund, warum Gothic 3 in dem miserablen Zustand auf den Markt geworfen wurden. Klowood hat DRINGENST die Einnahmen benötigt.
Sprich, es wird im Grunde von Jahr zu Jahr schwieriger für die Publisher (vor allem, wenn sie nicht EA oder Activision heissen) die enormen Investitionen in entsprechende Umsätze zu verwandeln. Die Kosten explodieren, da die immer aufwendigere Technik einen immer größeren Produktionsaufwand verursacht. Das Risiko dieses Geschäftsumfeldes, die Wechselhaftigkeit des Kundengeschmacks bleibt aber immer gleich. Ergo werden die Publisher immer nervöser und reagieren immer heftiger, wenn die für sie sehr notwendige und wichtige Marketing- und Hypemaschinerie ins Stocken gerät.
Doch ... bevor hier das große Erbarmen ausbricht und erste Spendensammlungen gestartet werden, sei nur eines gesagt: Es braucht keine gigantischen Medienkonzerne, um sehr gute und spassige Spiele zu machen. Publisher haben kein verbrieftes Recht auf Umsätze, nur weil die Produktion heutiger Mainstream-Spiele so teuer geworden ist. Das ist nicht mein Problem. Ich gebe nur Geld für Spiele aus, die es mir wert sind. Und wenn von den großen Publishern keiner in der Lage ist, mir solche Spiele anzubieten, dann sehen diese Firmen mein Geld nicht mehr. Ich kaufe keine Spiele aus Mitleid
Man investiert Abermillionen Dollar in einen neuen Titel (bei Crysis spricht man zB. von 30-40 Mio. Dollar).
Man weiß, dass von 10 releasten Spielen 8 floppen und die restlichen 2 ums Verrecken die Umsätze erzeugen müssen, welche der Publisher benötigt, um wirtschaftlich bestehen zu können.
Man weiß aber nicht, welche von den 10 Spielen die beiden Auserwählten sein werden, da der Geschmack der Kundschaft extrem wechselhaft ist. Was letztes Jahr gekauft wurde, muss nicht unbedingt nächstes Jahr gekauft werden. Und da vor allem aufwendige AAA-Spiele lange Entwicklungszyklen haben, kann es passieren, dass in der Zwischenzeit sich der Geschmack zu sehr geändert hat und beim Release keine Sau mehr das Spiel haben will. Die Computerspielbranche wird auch gerne als "volatil" bezeichnet. Erfolg und Mißerfolg liegen hier sehr viel näher beisammen als in anderen Branchen.
Also wird man nervös. Sehr, sehr nervös! Vor allem angesichts der immer heftiger steigenden Summen, die notwendig sind, um heute ein AAA-Spiel zu produzieren.
Nun versucht man mit allen Mitteln sicherzustellen, dass zum Releasezeitpunkt möglichst viele Leute a) vom Spiel gehört haben und b) natürlich nur möglichst viel "GUTES" gehört haben. Zwar wird das Spiel deswegen nicht automatisch ein Verkaufserfolg, aber zumindest hat der Publisher das Gefühl, alles in seiner Macht stehende getan zu haben.
Natürlich könnte man jetzt einfach hingegen und sagen: "Stellt Euch nicht so an und sorgt lieber dafür, dass ein Spiel bugfrei und gut ausbalanciert releast wird!"
Hmmm, natürlich (wie immer) leichter gesagt als getan. Ein Publisher kann nicht unbegrenzt Geldmittel in nur einen einzigen Titel stecken. Das Risiko ist zu VIEL hoch, dass hier nur Abermillionen in einen Flop gesteckt werden. Siehe zB. "Spellforce 2" oder "Beyond Good & Evil". Zwei qualitativ sehr, sehr gute Spiele. Die aber kaum jemand gekauft hat. Vor allem bei Spellforce 2 wurde mit großem Aufwand Bug-Fixing betrieben. Es wurde sogar eine eigene, neue Engine vewendet und nicht mehr auf die Massive-Technologie gesetzt. Noch mehr Aufwand! Ergebnis? Spellforce 2 war kommerziell betrachtet alles andere als ein großer Erfolg. Das Spiel wurde schnell im Preis gesenkt, als Budget-Titel vermarktet und hat somit Klowood beinahe das finanzielle Genick gebrochen. Übrigens mit ein Grund, warum Gothic 3 in dem miserablen Zustand auf den Markt geworfen wurden. Klowood hat DRINGENST die Einnahmen benötigt.
Sprich, es wird im Grunde von Jahr zu Jahr schwieriger für die Publisher (vor allem, wenn sie nicht EA oder Activision heissen) die enormen Investitionen in entsprechende Umsätze zu verwandeln. Die Kosten explodieren, da die immer aufwendigere Technik einen immer größeren Produktionsaufwand verursacht. Das Risiko dieses Geschäftsumfeldes, die Wechselhaftigkeit des Kundengeschmacks bleibt aber immer gleich. Ergo werden die Publisher immer nervöser und reagieren immer heftiger, wenn die für sie sehr notwendige und wichtige Marketing- und Hypemaschinerie ins Stocken gerät.
Doch ... bevor hier das große Erbarmen ausbricht und erste Spendensammlungen gestartet werden, sei nur eines gesagt: Es braucht keine gigantischen Medienkonzerne, um sehr gute und spassige Spiele zu machen. Publisher haben kein verbrieftes Recht auf Umsätze, nur weil die Produktion heutiger Mainstream-Spiele so teuer geworden ist. Das ist nicht mein Problem. Ich gebe nur Geld für Spiele aus, die es mir wert sind. Und wenn von den großen Publishern keiner in der Lage ist, mir solche Spiele anzubieten, dann sehen diese Firmen mein Geld nicht mehr. Ich kaufe keine Spiele aus Mitleid
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nurderhsv
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so ist es. und dein beitrag bringt es ebenso kurz auf den punkt. dein vorredner mit seinem 3000 zeilen kommentar ist sich nicht bewusst, dass es dem spieler scheißegal sein kann, ob ein spiel 50 oder 500 mio euro gekostet hat. wenn es scheiße ist, dann sollten magazine es schreiben.Tony hat geschrieben:lieber wenig, aber dafür konstruktiv kritische berichterstattung als viel schöngerede.
und von mir noch ein statement zu assasin's creed: ich und 3 meiner freunde (alle im besitz des spiels) sind heute der meinung, dass die egm-wertung voll in ordnung geht. wir haben selten ein spiel gesehen, dass von der idee her super und technisch klasse gemacht ist, aber schon nach 2 stunden strunzöde und wiederholend langweilig wird. assasin's creed ist eines der meist gehypten grafikblender aller zeiten und die ach so hübsche producerin jade war ja wohl kaum mehr als ein marketing-tool für redakteure und pubertierende gamer. darum: hut ab vor der egm-wertung.
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johndoe137077
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Kann ich 100%ig zustimmennurderhsv hat geschrieben: und von mir noch ein statement zu assasin's creed: ich und 3 meiner freunde (alle im besitz des spiels) sind heute der meinung, dass die egm-wertung voll in ordnung geht. wir haben selten ein spiel gesehen, dass von der idee her super und technisch klasse gemacht ist, aber schon nach 2 stunden strunzöde und wiederholend langweilig wird. assasin's creed ist eines der meist gehypten grafikblender aller zeiten und die ach so hübsche producerin jade war ja wohl kaum mehr als ein marketing-tool für redakteure und pubertierende gamer. darum: hut ab vor der egm-wertung.
- Kajetan
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Ich weiß, dass man den durchschnittlichen Zocker mit einem Posting, welches über mehr als drei Sätze hinaus geht, in der Regel verwirrt, aber versuch einfach bitte mal, mein Posting in seiner KOMPLETTHEIT zu lesen.nurderhsv hat geschrieben: so ist es. und dein beitrag bringt es ebenso kurz auf den punkt. dein vorredner mit seinem 3000 zeilen kommentar ist sich nicht bewusst, dass es dem spieler scheißegal sein kann, ob ein spiel 50 oder 500 mio euro gekostet hat. wenn es scheiße ist, dann sollten magazine es schreiben.
Also nicht nur zwei Absätze, sondern von Anfang bis zum bitteren Ende
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Blue_Ace
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Stimmt auf diese Sachen kommt es an. Wertungen in Mags sind subjektive Meinungen die nicht jeder in Ordnung findet. Es sollte aber schon so objektiv sein um den Käufern einen Eindruck über die Qualitäten vermitteln soll. Bei der EGM Ausgabe welche Assassine`s Creed abstraft ist dies aber meiner Meinung nicht gegeben. Eine 7.0 Wertung ist wegen der häufigen Eintönigkeit ok, die 4.5 unfug.Merandis hat geschrieben:Richtig, dem Spieler kann es egal sein, was so ein Spiel (in der Entwicklung/Produktion) kostet. Wichtig ist, es muss unterhalten und spass machen. Und sauber programmiert sein.
Hätte als Publisher ebenso reagiert da für mich diese niedrige Wertung nicht nachvollziehbar ist weil ein großteil der Spiele ebenso an abwechslungsarmut leiden und deutlich besser bewertet werden.
Nun gut, die gamestar hatte sich vor einigen Jahren auch mit EA angelegt und heute ist alles wieder vergessen...
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nurderhsv
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- Registriert: 19.10.2007 02:05
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Jeder Redakteur, der länger als 5 Jahre den Job macht, ist irgendwo "belastest". Der beste Chefredakteur war trotz seiner persönlichen Macken Jörg Langer bei der Gamestar, bis er von den Publishern zum Rauswurf genötigt wurde. Es ist also kein aktuelles Problem, die Branche ist schon seit vielen, vielen Jahren so...Pascal Wiederkehr hat geschrieben:Richtig, heute kriechen sie EA in den Arsch (Crysis - Wertung)Blue_Ace hat geschrieben:Nun gut, die gamestar hatte sich vor einigen Jahren auch mit EA angelegt und heute ist alles wieder vergessen...
