der typ hat eine an der klatsche. scheiss musik. ficken sollte die erste Wahl seinGrundsätzlich würde man das Herausheben künstlerisch und pädagogisch wertvoller Produktionen begrüßen, allerdings würden immerhin sechs Prozent aller Spiele gewaltverherrlichende Inhalte bieten - eine Förderung aus Steuermitteln wäre deswegen "verfrüht"...
..., weil durch öffentliche Sparmaßnahmen "noch immer vielen Kindern und Jugendlichen der Zugang zu einer qualitätsgesicherten und kontinuierlichen musikalischen Bildung verwehrt" werde. Das Musizieren solle aber "immer noch erste Wahl bei der kulturellen Prägung von Kindern und Jugendlichen sein".
Ab 2008: Kulturpreis für Spiele
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- gracjanski
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- Doc Shock
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Selbstverständlich. Ich liebe den Song! Falls es so rüber kam, als dass ich ihn irgendwie hätte schlecht machen wollen, sorry: Es war bloß als Beispiel für das verbreitete Vorhandensein von Gewalt in der Musik gedacht, nicht, um Gewalt in Musik zu kritisieren. Warum auch? Macht dort doch genau so viel Spaß wie in Actionfilmen oder Shootern, ist doch alles Fiktion.Dan Chox hat geschrieben:Und? Kult!Doc Shock hat geschrieben:So, ich geh jetzt ein Stück "total gewaltfreie" Musikkultur konsumieren - Manowar: Hail and Kill
Ich hätte auch andere Songtexte anführen können, aber es kamen mir diese Zeilen halt als erstes in den Sinn, weil ich den Text schon sehr oft mitgegröhlt habe. Das prägt sich ein.
- gracjanski
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lopad
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Die in Deutschland aber sowieso Indiziert oder Verboten sind und diese Titel werden wohl kaum für den Kulturpreis vorgeschlagen.Grundsätzlich würde man das Herausheben künstlerisch und pädagogisch wertvoller Produktionen begrüßen, allerdings würden immerhin sechs Prozent aller Spiele gewaltverherrlichende Inhalte bieten - eine Förderung aus Steuermitteln wäre deswegen "verfrüht"...
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San Andreas
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Ich denke trotzdem, dass ist ein Schritt in die richtige Richtung.
Den Verweis auf die Musik mit Seitenhieb auf gewaltsame Games kann ich allerdings nur sehr schwer nachvollziehen. Da hat wohl wer eine äußerst unrealistische Einstellung seinem Medium gegenüber. Manowar ist generell ein nettes Beispiel ("Hail and Kill"), aber man muss ja schön beim Deutschen Computerspielepreis bei deutscher Musik im Umkehrschluss bleiben.
Aber ganz im Ernst: Mit welchem Gartenmöbel, Fernsehgerät, Hund, Katze, Mutter, Vater, Neugebohrenen oder was auch sonst noch die Sprache hergibt haben Bushido und Sido ihren Texten nach noch nicht den Beischlaf vollzogen? Oder planen dies? Ich hab schon richtig Angst um meine USB-Plätze. Man stelle sich vor man kommt nach hause und da liegt so ein dreckiger Kleinkind-Rapper auf meiner schönen Rennsau und vergenusswurzelt die! Das nenne ich Gewalt!
Und wem das noch zu weit von eigentlicher Gewalt weg ist, der kann sich ja mal nen Silberling von Eisregen anhören, die dem Text nach ja fast Schulmassacker erflehen!
Ich bin wirklich irritiert, dass sich die Musikbranche oder zumindest ihre Vertreter eben den Punkt der Gewaltverherrlichung zunutze machen wollen.
Bitte nehmt mir diese Aussage jetzt nicht allzu übel, ich weiß, sie ist politisch heikel und anstößig und es hat auch nichts mit dem beziehen irgendeiner Stellung zu tun, aber für mich hört sich das ein wenig nach nem Neonazi an, der den Genozid an den Armeniern anprangert. Bigott.
Den Verweis auf die Musik mit Seitenhieb auf gewaltsame Games kann ich allerdings nur sehr schwer nachvollziehen. Da hat wohl wer eine äußerst unrealistische Einstellung seinem Medium gegenüber. Manowar ist generell ein nettes Beispiel ("Hail and Kill"), aber man muss ja schön beim Deutschen Computerspielepreis bei deutscher Musik im Umkehrschluss bleiben.
Aber ganz im Ernst: Mit welchem Gartenmöbel, Fernsehgerät, Hund, Katze, Mutter, Vater, Neugebohrenen oder was auch sonst noch die Sprache hergibt haben Bushido und Sido ihren Texten nach noch nicht den Beischlaf vollzogen? Oder planen dies? Ich hab schon richtig Angst um meine USB-Plätze. Man stelle sich vor man kommt nach hause und da liegt so ein dreckiger Kleinkind-Rapper auf meiner schönen Rennsau und vergenusswurzelt die! Das nenne ich Gewalt!
Und wem das noch zu weit von eigentlicher Gewalt weg ist, der kann sich ja mal nen Silberling von Eisregen anhören, die dem Text nach ja fast Schulmassacker erflehen!
Ich bin wirklich irritiert, dass sich die Musikbranche oder zumindest ihre Vertreter eben den Punkt der Gewaltverherrlichung zunutze machen wollen.
Bitte nehmt mir diese Aussage jetzt nicht allzu übel, ich weiß, sie ist politisch heikel und anstößig und es hat auch nichts mit dem beziehen irgendeiner Stellung zu tun, aber für mich hört sich das ein wenig nach nem Neonazi an, der den Genozid an den Armeniern anprangert. Bigott.
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Arkune
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Finde ich grundsätzlich gut.
Was genau nun „qualitativ hochwertige sowie kulturell und pädagogisch wertvolle“ Videospiele sind werden wir ja dann 2008 sehen.
Es muss ja eine deutsche Produktion sein und wenn ich da jetzt so kurz Nachdenke fällt mir kein wirklich großes Projekt ein das 2008 beendet wird… na mal sehen.
Der Herr vom deutschen Musikrat steht IMO auf sehr dünnem Eis zum einen gibt es auch Musik die nicht gerade harmlose Inhalte vermittelt zum anderen sind 6% nicht wirklich viel…
Aber erfreulich zu sehen das der Kulturrat das anders sieht. Es gibt noch Hoffnung…
Was genau nun „qualitativ hochwertige sowie kulturell und pädagogisch wertvolle“ Videospiele sind werden wir ja dann 2008 sehen.
Es muss ja eine deutsche Produktion sein und wenn ich da jetzt so kurz Nachdenke fällt mir kein wirklich großes Projekt ein das 2008 beendet wird… na mal sehen.
Der Herr vom deutschen Musikrat steht IMO auf sehr dünnem Eis zum einen gibt es auch Musik die nicht gerade harmlose Inhalte vermittelt zum anderen sind 6% nicht wirklich viel…
Aber erfreulich zu sehen das der Kulturrat das anders sieht. Es gibt noch Hoffnung…
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lopad
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Der Kulturrat is sowieso ne dufte Truppe
Quelle: http://www.golem.de/0702/50548.html"Erwachsene müssen das Recht haben, sich im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen auch Geschmacklosigkeiten oder Schund anzusehen bzw. entsprechende Spiele zu spielen. Die Meinungsfreiheit und die Kunstfreiheit gehören zu den im Grundgesetz verankerten Grundrechten. Die Kunstfreiheit ist nicht an die Qualität des Werkes gebunden. Kunstfreiheit gilt auch für Computerspiele."
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Nanimonai
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nichts gegen dich, aber dafür, dass du selbst sagst "das urteil steht mir gar nicht zu", weil du dich im hip hop nicht auskennst, urteilst du hier aber ganz gewaltig...Doc Shock hat geschrieben: Es scheint, Frontal und Co haben auch beim Musikrat Wirkung gezeigt.
Aber diese Doppelmoral ist nun wirklich ein schlechter Scherz: Weil ein gewisser Prozentsatz gewaltverherrlichend sei (übrigens, wäre dies tatsächlich der Fall, so wären diese Spiele alle verboten, sie sind also höchstens gewaltbeinhaltend - in verschieden starken Ausprägungen), soll das Medium als Ganzes nicht zum Kulturgut erklärt werden? Vielleicht sollten sich die Leutchen mal erst in der eigenen Branche umsehen. Gerade in der Musik wird doch mit Gewaltthemen und Anderem nicht gespart.
Allen voran in der Richtung Gangsta-HipHop (sowohl der Amiland-Export als auch nationale "Künstler" wie die Typen von Aggro Berlin und Co.) mit dem tollen Frauenbild und, untertrieben gesprochen, doch recht seltsamen Werten. Das sehe ich auch nicht als kulturell wertvoll an, ist aber dennoch Bestandteil einer Kultur und hat somit eine Existenzberechtingung.
Gerade in der sog. U-Musik sind Texte über Gewalt ein sehr verbreitetes Stilmittel und niemand sagt etwas dagegen. Warum auch? Nur weil ich mit Hip Hop nicht viel und mit diesem Gansta-Gehabe weniger als nichts anfangen kann, würde ich niemandem vorschreiben wollen, nicht mehr solche Musik machen zu dürfen, das Urteil steht mir gar nicht zu. Klar, für mich persönlich ist Hip Hop eigentlich gar keine richtige Musik, da sich Musik, nach meiner Definition, aus Melodie und Rythmus zusammensetzt. Melodie fehlt jedoch bei den meisten HipHop-Acts, bis auf ein paar geklaute Samples, fast komplett. Ausnahmen gibt es zwar, sind aber die Minderheit. Aber das ist eben bloß meine persönliche Meinung und zum Glück haben in Kultur- und Geschmacksfragen persönliche Meinungen nichts zu suchen... Zumindest sollte es so sein, aber da ist ja noch unsere geliebte BPjM.
- SchmalzimOHR
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Der Musikrat regt sich nur auf weil er ein Konkurrenten sieht wo vorher keiner war,mehr ist da nicht.
Auch nehm mal schwer an das ausländische Publisher in der Auswertung nicht berücksichtigt werden.
Aber der Schritt Spiele (egal welcher Art) als Kulturgut anzuerkennen begrüsse ich doch sehr.Ist es schliesslich ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Auch nehm mal schwer an das ausländische Publisher in der Auswertung nicht berücksichtigt werden.
Aber der Schritt Spiele (egal welcher Art) als Kulturgut anzuerkennen begrüsse ich doch sehr.Ist es schliesslich ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
- Timpossible
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- DoktorAxt
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Ich kann mich Doc Shock (der einen erfreulich guten Musikgeschmack hat - sieht man sich in Bad Arolsen?) in sämtlichen Punkten nur recht geben.
Es ist schön, dass Computerspiele in den Blick der Kultur geraten sollen. Wie einige hier "Pädagogisch Wertvoll" definieren finde ich hingegen erstaunlich. Habt ihr ANGST, dass ihr von eurem Hobby etwas lernen könntet? Pädagogisch Wertvoll heißt doch nicht, dass es sich um ein Lernprogramm handelt. Eher, was uns das Spiel wieder gibt, besonders auf geistiger und kultureller Ebene. Darunter können z.B. sehr (geistig) anspruchsvolle Spiele fallen (da gibt es viele Adventures, Rollenspiele etc) oder auch Spiele, die uns Geschichten erzählen und die tiefsinnig sind, wie z.B. ein Max Payne oder ein Prince Of Persia.
Klar es gibt viele Spiele, bei denen es nur um das stumpfe Gehacke geht, aber die haben dann auch keine kulturelle Auszeichnung verdient.
Und wenn es um den Lerneffekt gehen sollte: Ohne Computerspiele und das Spielen im Internet hätte ich nie so einen zugang zur englischen Sprache gehabt und würde jetzt nicht mit 14 - 15 Punkten in die Halbjahrespause der 12. Klasse Englisch-LK gehen.
Es ist schön, dass Computerspiele in den Blick der Kultur geraten sollen. Wie einige hier "Pädagogisch Wertvoll" definieren finde ich hingegen erstaunlich. Habt ihr ANGST, dass ihr von eurem Hobby etwas lernen könntet? Pädagogisch Wertvoll heißt doch nicht, dass es sich um ein Lernprogramm handelt. Eher, was uns das Spiel wieder gibt, besonders auf geistiger und kultureller Ebene. Darunter können z.B. sehr (geistig) anspruchsvolle Spiele fallen (da gibt es viele Adventures, Rollenspiele etc) oder auch Spiele, die uns Geschichten erzählen und die tiefsinnig sind, wie z.B. ein Max Payne oder ein Prince Of Persia.
Klar es gibt viele Spiele, bei denen es nur um das stumpfe Gehacke geht, aber die haben dann auch keine kulturelle Auszeichnung verdient.
Und wenn es um den Lerneffekt gehen sollte: Ohne Computerspiele und das Spielen im Internet hätte ich nie so einen zugang zur englischen Sprache gehabt und würde jetzt nicht mit 14 - 15 Punkten in die Halbjahrespause der 12. Klasse Englisch-LK gehen.
- Doc Shock
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Nun, mein persönliches Urteil habe ich mir natürlich gebildet. Ich habe eine Meinung zum Hip Hop und es ist keine Gute (Das heißt übrigens nicht, dass ich automatisch jeden HipHop-Song scheiße finde, bloß weil es HipHop ist, aber das Meiste ist für mich eben absoluter Müll. In meiner musikalischen Selbstfindungsphase hab ich damals in den 90ern auch die Charts rauf und runtergehört und habe daher schon einiges mitbekommen. Ausnahmen gibt es aber natürlich auch, ich habe z.B das Soloalbum "Lektionen in Demut" von Thomas D zu Hause und finde es absolut genial... Die Fantas sind sowieso eine Klasse für sich).Nanimonai hat geschrieben:nichts gegen dich, aber dafür, dass du selbst sagst "das urteil steht mir gar nicht zu", weil du dich im hip hop nicht auskennst, urteilst du hier aber ganz gewaltig...
Mit "ein Urteil steht mir nicht zu" meine ich daher natürlich ein öffentliches Urteil. Also, nicht, zu sagen "Sorry, aber ich finde das Scheiße!", sondern Aussagen wie "Das ist doch definitiv Scheiße und so etwas braucht kein Mensch!". Ich habe eine feste Meinung zu dem Thema und habe sie auch zum Ausdruck gebracht, was mein gutes Recht ist. Aber anderen diese Meinung aufzwingen zu wollen wäre dagegen schlicht und einfach total vermessen und genau diesen Unterschied wollte ich damit zum Ausdruck bringen: Wer HipHop mag, soll HipHop hören dürfen (so lange er es nicht in voller Lautstärke in einem vollbesetzten Bus tut, in dem ich sitze, wie es leider heutzutage regelmäßig vorkommt... aber das tut in dieser Argumentation nichts zur Sache, da es nichts mit der Musik an sich, sondern dem Respekt gegenüber Mitmenschen zu tun hat).
Das Gleiche gilt natürlich auch für alle anderen Formen kultureller Erscheinungen: Ich persönlich kriege zwar Ohrenbluten bei Volksmusik, hab nichts für sog. moderne Kunst übrig (finde es abartig, dass man mancherorts ein dämliches gelbes Quadrat auf weißem Hintergrund am liebsten fast auf eine Stufe mit den wahrhaft beeindruckenden Werken eines Monet oder gar Dali stellen will), mag lieber Sci-Fi- und Fantasy-Games anstatt auf Pseudo-Realismus getrimmte WWII-/Nahostkonflikt-Szenarios und mag keine Schnulzenfilme. Dennoch würde ich nichts davon die Existenzberechtigung absprechen wollen, denn das wäre arrogant, kleingeistig und nicht zuletzt undemokratisch.
Ich fürchte nicht. Zu weit weg, zu wenig andere gute Bands bisher angekündigt und vor allem zu wenig Zeit, werde 2008 wohl kein einziges Festival mitnehmen können... Aber dafür reguläre Konzerte: Im Januar bin ich in Oberhausen. Helloween, Gamma Ray und Axxis an einem Abend, was könnte man mehr wünschen? Freu mich jetzt schon wie ein Schnitzel...DoktorAxt hat geschrieben:... - sieht man sich in Bad Arolsen?
