Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Für mich war/ist Elden Ring glaube das überbewerteteste Spiel 2022. Gleichzeitig aber auch das Spiel wo ich sagen würde > Jo wäre GOTY.
Elden Ring ist ein sehr gutes Spiel. Konnte mich aber nicht mehr so packen wie einst zur Dark Souls Zeiten + fand ich den Hype um die Open World mega übertrieben.
Das was ich Elden Ring wirklich zu gute halten muss > Es hat zum Release keine großen Probleme gemacht. Etwas was ja heute eher selten ist.
Elden Ring ist ein sehr gutes Spiel. Konnte mich aber nicht mehr so packen wie einst zur Dark Souls Zeiten + fand ich den Hype um die Open World mega übertrieben.
Das was ich Elden Ring wirklich zu gute halten muss > Es hat zum Release keine großen Probleme gemacht. Etwas was ja heute eher selten ist.
- 4P|Jonas
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Für mich ist das (neben dem Balancing im letzten Drittel) einer der größten Schwachpunkte von Elden Ring gewesen. Ich liebe die Tatsache an Dark Souls, Bloodborne und Sekiro, dass Spieler sich auf einem ähnlichen Powerlevel (sowohl was die Charakter- als auch was die Waffenstufe angeht) den gleichen Hindernissen stellen müssen und daher alle die mehr oder minder gleiche Erfahrung teilen und sich darüber austauschen können. Für fast alle sind Friede, Gael oder der Waisenknabe echte Brocken gewesen, bei denen man "zusammen" gelitten hat.Lightningfast hat geschrieben: ↑06.12.2022 09:53 ER hat den riesen Vorteil zu DS, dass man Hauptbosse auch einfach umgehen kann und wenn man mit anderen drüber spricht, die Spielerfahrung und wer wo wann war ganz unterschiedlich dadurch ist.
Bei Elden Ring ist das bis auf Malenia fast komplett weggefallen: Meine Mitbewohnerin ist beispielsweise recht spät in die Akademie von Raya Lucaria gestolpert und hat den Red Wolf in fünf Hits gelegt, weil ihre Waffe schon so stark war. Von Herausforderung keine Spur. Für mich hat das viel von dem Community-Feeling gemeinsamer Hürden weggenommen. Versteh mich nicht falsch, auch für mich hat die offene Welt von Elden Ring überraschend gut funktioniert und ich finde das Spiel in vielerlei Hinsicht absolut herausragend. Persönlich bevorzuge ich dann aber doch eher die lineare Erfahrung, bei der ich ziemlich genau weiß, wann und wo ich wie stark zu sein habe.
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Ich glaube, dass dieses "keine Ahnung" etwas tiefgestapelt ist. Er wusste schon, dass soulslike ohnehin gut bei den Spielern ankommt, ebenso wie eine Openworld. Letzteres Konzept hat er dann noch verwendet, um den Druck von Deadends rauszunehmen und insgesamt das Spiel mehr casual zu machen. Dieses Gehabe mit "keine Ahnung" nehme ich ihm nicht ab, vielmehr hat es sich schon immer bewährt, durch solche Aussagen Sachverhalte ins Unerklärliche zu ziehen, was dem Produkt am Ende zusätzlich noch einen Touch des Extra-Besonderen verleiht.
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Ich mag beides, sowohl das Lineare als auch das Offene. Die OW war in ER natürlich eine neue Entwicklungserfahrung für das Studio und in vielerlei Hinsicht noch nicht ganz so ausgefeilt, wie die letzten linearen Spiele von From. Dennoch waren auch viele der Bosskämpfe in ER garnicht so verkehrt und durchaus einige absolute Highlights drunter. Im Vergleich zu Dark Souls 3 hinkt Elden Ring hinterher, allerdings war DS3 auch das wahrscheinlich beste Bosskampfspiel der Videospielgeschichte. Also schon ein recht olympischer Vergleich.
Dafür hat DS3 zwischen den Bosskämpfen geschwächelt und in den PVE-Abschnitten nicht wirklich Herausforderungen geboten. Das war bei Elden Ring anders. Dort bin ich in der offenen Welt und seinen Dungeons öfter gestorben als in allen anderen Souls Spielen, sogar dem Original Demons Souls. Zusammengefasst fand ich dann aber selbst die Bosskämpfe in Elden Ring trotzdem noch besser als in den anderen Soulsspielen, bis auf eben DS3.
Und zum eigentlichen Threadthema: Ich habe auch keine Ahnung warum Elden Ring so erfolgreich ist. Ich hatte erwartet, daß es einen neuen Verkaufsrekord für das Studio bedeutet, aber nicht, daß es vorherige Verkaufsrekorde innerhalb von Wochen multipliziert. Dafür hat bisher keiner eine Erklärung abgeliefert. Das Spiel mag minimal etwas nutzerfreundlicher sein, ist aber immer noch ein schwer verdaulicher Brocken, der die üblichen Konzepte des Massenmarktes ignoriert.
Dafür hat DS3 zwischen den Bosskämpfen geschwächelt und in den PVE-Abschnitten nicht wirklich Herausforderungen geboten. Das war bei Elden Ring anders. Dort bin ich in der offenen Welt und seinen Dungeons öfter gestorben als in allen anderen Souls Spielen, sogar dem Original Demons Souls. Zusammengefasst fand ich dann aber selbst die Bosskämpfe in Elden Ring trotzdem noch besser als in den anderen Soulsspielen, bis auf eben DS3.
Und zum eigentlichen Threadthema: Ich habe auch keine Ahnung warum Elden Ring so erfolgreich ist. Ich hatte erwartet, daß es einen neuen Verkaufsrekord für das Studio bedeutet, aber nicht, daß es vorherige Verkaufsrekorde innerhalb von Wochen multipliziert. Dafür hat bisher keiner eine Erklärung abgeliefert. Das Spiel mag minimal etwas nutzerfreundlicher sein, ist aber immer noch ein schwer verdaulicher Brocken, der die üblichen Konzepte des Massenmarktes ignoriert.
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
4P|Jonas hat geschrieben: ↑06.12.2022 11:17SpoilerShowFür mich ist das (neben dem Balancing im letzten Drittel) einer der größten Schwachpunkte von Elden Ring gewesen. Ich liebe die Tatsache an Dark Souls, Bloodborne und Sekiro, dass Spieler sich auf einem ähnlichen Powerlevel (sowohl was die Charakter- als auch was die Waffenstufe angeht) den gleichen Hindernissen stellen müssen und daher alle die mehr oder minder gleiche Erfahrung teilen und sich darüber austauschen können. Für fast alle sind Friede, Gael oder der Waisenknabe echte Brocken gewesen, bei denen man "zusammen" gelitten hat.Lightningfast hat geschrieben: ↑06.12.2022 09:53 ER hat den riesen Vorteil zu DS, dass man Hauptbosse auch einfach umgehen kann und wenn man mit anderen drüber spricht, die Spielerfahrung und wer wo wann war ganz unterschiedlich dadurch ist.
Bei Elden Ring ist das bis auf Malenia fast komplett weggefallen: Meine Mitbewohnerin ist beispielsweise recht spät in die Akademie von Raya Lucaria gestolpert und hat den Red Wolf in fünf Hits gelegt, weil ihre Waffe schon so stark war. Von Herausforderung keine Spur. Für mich hat das viel von dem Community-Feeling gemeinsamer Hürden weggenommen. Versteh mich nicht falsch, auch für mich hat die offene Welt von Elden Ring überraschend gut funktioniert und ich finde das Spiel in vielerlei Hinsicht absolut herausragend. Persönlich bevorzuge ich dann aber doch eher die lineare Erfahrung, bei der ich ziemlich genau weiß, wann und wo ich wie stark zu sein habe.
Stimmt schon, das ist ein Nachteil der offenen Spielwelt. Man kann mit zu hohem Level und Ausrüstung auf Bosse stoßen, die dann so gar keine Herausforderung mehr darstellen, wenn man die Spielwelt in einer anderen Reihenfolge bereist hat, oder später Teile der Anfangsgebiete angeht. Das zerstörte etwas den Bossnervenkitzel. Meiner Erfahrung nach, trifft das aber eher auf die optionalen Bosse zu und nicht auf die unumgänglichen. Die fand ich durchweg fordernd, mal mehr, mal weniger natürlich. Gelitten habe ich noch genug, obwohl mein Level stets recht hoch war.
Mich hat es aber auch nicht wirklich gestört, hab jene Bosse dann immer als schnellen Zwischenhappen gesehen. Das Problem besteht ja auch grundsätzlich bei großen und offenen Rollenspielen, nicht nur in Elden Ring. Es sei den man implementiert mitlevelnde Gegner, aber das finde ich furchtbar und völlig spaßbefreit. Da sind mir zu leichte Gegner in Anfangsgebieten lieber. Viel lieber!
"Persönlich bevorzuge ich dann aber doch eher die lineare Erfahrung, bei der ich ziemlich genau weiß, wann und wo ich wie stark zu sein habe."
Aber auch in der Souls-Reihe, so linear sie letztlich war, konnte man Erfahrungspunkte farmen und überlevelt durch die Spielwelt wandern. Auch hier konnte man entscheiden, welchen Weg man einschlägt. Klar, Elden Ring bietet da mehr Möglichkeiten und Vielfalt, aber selbst in DarkSouls und co. ist die Erfahrung (bzgl. Schwierigkeit) nicht bei jedem Spieler linear und gleich. Die unterschiedlichen Builds und Ausrüstungen kommen ja noch hinzu.
VG
PS Malenia bin ich nie begegnet. War wahrscheinlich auch besser so, wenn ich überlege, was man zu ihr so liest...
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Naja, das ist schon etwas anderes. Soullevel helfen, sind aber nicht so sehr entscheidend. Dass man aber eine Waffe zum Beispiel erst ab Punkt X auf höhere Upgradestufen als +5 machen kann beeinflusst den Schaden schon sehr. Durch die Ember, die man eben vorher nicht bekommt, ist das gedeckelt.EintopfLeiter hat geschrieben: ↑06.12.2022 12:14 Aber auch in der Souls-Reihe, so linear sie letztlich war, konnte man Erfahrungspunkte farmen und überlevelt durch die Spielwelt wandern.
Nach dem was ich von ER so mitbekommen habe, gibt es da aber durchaus die Möglichkeit früh an sehr starke Waffen zu kommen. Und auch das Seelenfarmen soll dort wesentlich schneller und einfacher sein, als bei den anderen Soulsspielen wo man ja nur die verfügbaren Gegner bis zu diesem Punkt nutzen konnte, die irgendwann nur noch sehr wenige Seelen bringen.
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Ich würde vermuten das liegt hauptsächlich an 2 Gründen (mal von der Qualität des Spiels abgesehen).esport wanst hat geschrieben: ↑06.12.2022 12:04 Und zum eigentlichen Threadthema: Ich habe auch keine Ahnung warum Elden Ring so erfolgreich ist. Ich hatte erwartet, daß es einen neuen Verkaufsrekord für das Studio bedeutet, aber nicht, daß es vorherige Verkaufsrekorde innerhalb von Wochen multipliziert. Dafür hat bisher keiner eine Erklärung abgeliefert. Das Spiel mag minimal etwas nutzerfreundlicher sein, ist aber immer noch ein schwer verdaulicher Brocken, der die üblichen Konzepte des Massenmarktes ignoriert.
1: Das spiel wurde unglaublich gehypet. Sowas habe ich selten gesehen das ein Spiel über Wochen oder gar Monate die News Seiten, Streams etc. dominiert. Mit ein Grund war vielleicht auch Georg Martins beteiligung. Es war jedenfalls ziemlich extrem und hat den Verkauf gut gepusht.
2: Zu der Zeit gab es nichts vergleichbares. Es war ein sehr trockener Release Zeitraum der quasi nur Elden RIng gehörte und selbst WOchen und MOnate danach gab es nichts in der größenordnung. Der Zeitraum war sehr günstig für FromSoft!
Zuletzt geändert von AshenOne am 06.12.2022 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Das klingt nachvollziehbar. Ich denke auch, daß das der Hauptgrund gewesen sein könnte. Martins Namen auf das Spiel zu packen, war ein gelunger PR-Coup. Das hat die ganze westliche Presse auf das Spiel aufmerksam werden lassen. Diese mediale Aufmerksamkeit haben bisherige From Software Spiele bei weitem nie genossen. Die kulturellen Gralshüter westlicher Leitmedien können mit englischen Namen weißer Amerikaner nunmal mehr anfangen, als mit exotisch klingenden Namen fernöstlicher Mitmenschen. Martins Beitrag zu den Spielinhalten mag äußerst überschaubar sein, aber nicht zu den Verkaufszahlen.AshenOne hat geschrieben: ↑06.12.2022 12:30 1: Das spiel wurde unglaublich gehypet. Sowas habe ich selten gesehen das ein Spiel über Wochen oder gar Monate die News Seiten, Streams etc. dominiert. Mit ein Grund war vielleicht auch Georg Martins beteiligung. Es war jedenfalls ziemlich extrem und hat den Verkauf gut gepusht.
Vielleicht sieht Miyazaki das ja ähnlich? Müsste ein aufmerksamer Journalist ihn halt mal fragen.
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Ryan2k22 hat geschrieben: ↑06.12.2022 12:21SpoilerShowNaja, das ist schon etwas anderes. Soullevel helfen, sind aber nicht so sehr entscheidend. Dass man aber eine Waffe zum Beispiel erst ab Punkt X auf höhere Upgradestufen als +5 machen kann beeinflusst den Schaden schon sehr. Durch die Ember, die man eben vorher nicht bekommt, ist das gedeckelt.EintopfLeiter hat geschrieben: ↑06.12.2022 12:14 Aber auch in der Souls-Reihe, so linear sie letztlich war, konnte man Erfahrungspunkte farmen und überlevelt durch die Spielwelt wandern.
Nach dem was ich von ER so mitbekommen habe, gibt es da aber durchaus die Möglichkeit früh an sehr starke Waffen zu kommen. Und auch das Seelenfarmen soll dort wesentlich schneller und einfacher sein, als bei den anderen Soulsspielen wo man ja nur die verfügbaren Gegner bis zu diesem Punkt nutzen konnte, die irgendwann nur noch sehr wenige Seelen bringen.
Wie ich schon schrieb, Elden Ring macht das überleveln etwas leichter, das sehe ich auch so. Bedingt durch die Vielfalt der Wege und dass man dadurch leichter auch etwas übersieht. Holt man es später nach, kann natürlich passieren, dass man stärker geworden ist. Bei Bossen fällt das dann doppelt auf.
Um den Kreis wieder zu schließen - Ja, das ist ein OpenWorld "Problem", welches für mich persönlich aber so gar kein Problem darstellt, da es einfach super zu Rollenspielen passt, wie ich finde. Ich mag es meine Spielzeit, Fortschritt und Stärke in dem Genre auch daran zu erkennen, Gegner in Anfangsgebieten einfach so umkloppen zu können. Auch in DarkSouls funktioniert das prächtig.
Aber das Level- und Waffenupgradesystem ist gleich zu den Soulsteilen. Auch wenn man, mit einer Lösung zur Hand, schnell gute Waffen finden kann, heißt das nicht, dass die Waffe auch gleich vollständig aufgerüstet ist. Besagten Punkt X musst Du schon auch noch erreichen, bzw. die nötigen Ressourcen dafür finden und die finden sich nicht in den Anfangsgebieten. Auch in DarkSouls kann man früh im Spiel starke Waffen bekommen und auch in Elden Ring ist ein hoher "Soulslevel" nicht entscheidend für den Kampfausgang.
Ich fand das Seelenfarmen anfangs sogar schwerer als in den Soulsteilen, später ergab sich aber die ein oder andere Örtlichkeit, wo ich recht schnell paar Extrapunkte ergattern konnte, wenn ich welche brauchte. Solche Stellen gabs bisher in allen Soulsteilen, auch in Bloodborne. Und in Elden Ring, wie auch Dark Souls werden solche Farmspots irgendwann uninteressant, weil zu wenig Seelen, wie Du ja auch schreibst.
Ne, so viel nimmt sich das letztlich nicht.
VG
Zuletzt geändert von EintopfLeiter am 06.12.2022 13:19, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Auch hier wieder. Ohne die eigene Spielerfahrung bringt es wenig über das Spiel zu schreibenRyan2k22 hat geschrieben: ↑06.12.2022 12:21Naja, das ist schon etwas anderes. Soullevel helfen, sind aber nicht so sehr entscheidend. Dass man aber eine Waffe zum Beispiel erst ab Punkt X auf höhere Upgradestufen als +5 machen kann beeinflusst den Schaden schon sehr. Durch die Ember, die man eben vorher nicht bekommt, ist das gedeckelt.EintopfLeiter hat geschrieben: ↑06.12.2022 12:14 Aber auch in der Souls-Reihe, so linear sie letztlich war, konnte man Erfahrungspunkte farmen und überlevelt durch die Spielwelt wandern.
Nach dem was ich von ER so mitbekommen habe, gibt es da aber durchaus die Möglichkeit früh an sehr starke Waffen zu kommen. Und auch das Seelenfarmen soll dort wesentlich schneller und einfacher sein, als bei den anderen Soulsspielen wo man ja nur die verfügbaren Gegner bis zu diesem Punkt nutzen konnte, die irgendwann nur noch sehr wenige Seelen bringen.

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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Es gibt aber genug Material zum schauen und auch hier wurde genug geschrieben was einen Eindruck vermittelt.Lightningfast hat geschrieben: ↑06.12.2022 13:21 Auch hier wieder. Ohne die eigene Spielerfahrung bringt es wenig über das Spiel zu schreiben![]()
Bei der Fußball WM schreibt doch auch jeder obwohl niemand mitgespielt hat. Ich sage ja nicht, dass ich ER Experte bin, aber eben von dem was man so mitbekommen hat ausgehend.
- 4P|Jonas
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Das Upgradesystem ist gleich, aber die Umsetzung ist anders. Es gibt in Elden Ring nämlich kaum feste Blockaden, die das Weiterkommen verhindern, fast alle Bosse sind erst einmal optional. So kann man den Großteil der Bosse ignorieren, sich an normalen Gegnern hochleveln und immer weiter vorkämpfen, was dann auch in stärkerem Upgrade-Material resultiert. Klar, bis +25 ziehst du keine Waffe hoch, ohne mit den Bossen interagiert zu haben, aber wenn du mit einer +10 Waffe gegen Margit kämpfst, trivialisiert das den Kampf doch schon deutlich und das ist nun wahrlich kein unrealistisches Beispiel.EintopfLeiter hat geschrieben: ↑06.12.2022 13:05 Aber das Level- und Waffenupgradesystem ist gleich zu den Soulsteilen. Auch wenn man, mit einer Lösung zur Hand, schnell gute Waffen finden kann, heißt das nicht, dass die Waffe auch gleich vollständig aufgerüstet ist. Besagten Punkt X musst Du schon auch noch erreichen, bzw. die nötigen Ressourcen dafür finden und die finden sich nicht in den Anfangsgebieten. Auch in DarkSouls kann man früh im Spiel starke Waffen bekommen und auch in Elden Ring ist ein hoher "Soulslevel" nicht entscheidend für den Kampfausgang.
Bei Dark Souls hingegen hast du nur die Materialien, die dir in dem Gebiet bis zum Boss zur Verfügung stehen. Wenn du beispielsweise Ornstein und Smough nicht mit einer Waffe auf +5 (fiktives Beispiel, habe die Zahlen aus DS1 nicht mehr genau im Kopf) nicht schaffst, Pech gehabt. Klar, Seelen farmen geht, aber wie bereits von Ryan erwähnt, ist das weniger einschneidend als das Waffenlevel. Das Farmen von Seelen mag in Elden Ring nicht spürbar leichter sein (obwohl ich das schon finde, weil es deutlich mehr Checkpoints gibt), aber du levelst durch das Erkunden auf eine natürliche Weise viel höher, als du sonst für bestimmte Bosse würdest. Damit ist dein Powerlevel zu jedem Zeitpunkt in DS deutlich stärker vorhersehbar als in Elden Ring.
Having said all that: Ich kann verstehen, wen das nicht tangiert und möchte mich deshalb auch nicht für ein dynamisches Levelsystem der Gegner aussprechen oder so. Wenn es dir gefällt, deine erreichte Stärke durch das Niedermetzeln leichter Gegner in den Anfangsgebieten zu spüren, kann ich das auch gut nachvollziehen. Mir persönlich geht es da, zumindest im Fall von Elden Ring einfach anders. DIe Bosse sind in From Software-Spielen immer meine Highlights gewesen, auch, weil sich die Kämpfe sehr bewusst gestaltet anfühlen: Die Varietät an Angriffsmustern, ausgeteilter Schaden und Lebensleiste der Bosse können von From gut abgeschätzt werden, weil sie wissen, welches Seelen- und Waffenlevel Spieler ungefähr haben werden. In Elden Ring ist das durch die freie Erkundung eben weniger bzw. nicht gegeben.
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Man kann eine Spezialwaffe auf das Maximallevel von +10 bringen, das geht schon kurz nach Beginn, weil fast alle dafür nötigen Upgradeitems irgendwo rumliegen und nicht wirklich erkämpft werden müssen:
Den Pfad dafür muss man natürlich erstmal kennen, aber etwa im PvP wird das hart ausgenutzt, um Neueinsteigern das Leben schwer zu machen.
Im ersten Sumpf von Caelid kriegt man direkt zu Beginn ohne kämpfen zu müssen den Meteoritenstab und einen Meteoritenzauber. Dieser Stab kann nicht aufgewertet werden, aber ist bereits in seiner Basisform so stark wie ein normaler Zauberstab auf etwa dem Level +12.
Ich spiel derzeit mal wieder Dark Souls 3, und stimme dahingehend zu, dass das Pacing und Bossdesign dort weit besser ist als in ER.
Den Pfad dafür muss man natürlich erstmal kennen, aber etwa im PvP wird das hart ausgenutzt, um Neueinsteigern das Leben schwer zu machen.
Im ersten Sumpf von Caelid kriegt man direkt zu Beginn ohne kämpfen zu müssen den Meteoritenstab und einen Meteoritenzauber. Dieser Stab kann nicht aufgewertet werden, aber ist bereits in seiner Basisform so stark wie ein normaler Zauberstab auf etwa dem Level +12.
Ich spiel derzeit mal wieder Dark Souls 3, und stimme dahingehend zu, dass das Pacing und Bossdesign dort weit besser ist als in ER.
Zuletzt geändert von Gast am 06.12.2022 14:57, insgesamt 6-mal geändert.
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Das ist ein sehr valider Punkt und für mich auch der größte Kritikpunkt am Spiel. Wobei man es positiv und negativ sehen kann. Es wird zugänglicher, da man gewisse Challenges einfach aufschieben kann. Gleichzeitig geht dieses "ich beiße mir jetzt die Zähne an dem Boss aus, bis ich es geschafft habe" natürlich etwas verloren. Man kann schon sehr überlevelt sein und dann braucht man auch keine Patterns mehr groß lernen, sondern nimmt den Schaden halt mit, weicht bissel aus und haut die Bosse weg wie nichts.4P|Jonas hat geschrieben: ↑06.12.2022 11:17 Für mich ist das (neben dem Balancing im letzten Drittel) einer der größten Schwachpunkte von Elden Ring gewesen. Ich liebe die Tatsache an Dark Souls, Bloodborne und Sekiro, dass Spieler sich auf einem ähnlichen Powerlevel (sowohl was die Charakter- als auch was die Waffenstufe angeht) den gleichen Hindernissen stellen müssen und daher alle die mehr oder minder gleiche Erfahrung teilen und sich darüber austauschen können. Für fast alle sind Friede, Gael oder der Waisenknabe echte Brocken gewesen, bei denen man "zusammen" gelitten hat.
Bei Elden Ring ist das bis auf Malenia fast komplett weggefallen: Meine Mitbewohnerin ist beispielsweise recht spät in die Akademie von Raya Lucaria gestolpert und hat den Red Wolf in fünf Hits gelegt, weil ihre Waffe schon so stark war. Von Herausforderung keine Spur. Für mich hat das viel von dem Community-Feeling gemeinsamer Hürden weggenommen. Versteh mich nicht falsch, auch für mich hat die offene Welt von Elden Ring überraschend gut funktioniert und ich finde das Spiel in vielerlei Hinsicht absolut herausragend. Persönlich bevorzuge ich dann aber doch eher die lineare Erfahrung, bei der ich ziemlich genau weiß, wann und wo ich wie stark zu sein habe.
Ich finde die Welt toll gemacht und bin auch der Meinung, dass Dark Souls in der OW in Summe gut funktioniert. Aber gleichzeitig gibt man auch etwas auf damit. Aber ohne Frage ein geiles Spiel, welches auch zu 99% mein GotY wird. Habe auch direkt 3 Durchläufe hintereinander gemacht und die Plat geholt.
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Re: Elden Ring: Studio-Chef Miyazaki hat "keine Ahnung", warum das Spiel so erfolgreich ist
Mhh, sehe ich anders.AshenOne hat geschrieben: ↑06.12.2022 12:30 Ich würde vermuten das liegt hauptsächlich an 2 Gründen (mal von der Qualität des Spiels abgesehen).
1: Das spiel wurde unglaublich gehypet. Sowas habe ich selten gesehen das ein Spiel über Wochen oder gar Monate die News Seiten, Streams etc. dominiert. Mit ein Grund war vielleicht auch Georg Martins beteiligung. Es war jedenfalls ziemlich extrem und hat den Verkauf gut gepusht.
2: Zu der Zeit gab es nichts vergleichbares. Es war ein sehr trockener Release Zeitraum der quasi nur Elden RIng gehörte und selbst WOchen und MOnate danach gab es nichts in der größenordnung. Der Zeitraum war sehr günstig für FromSoft!
Zu 1: Da beißt sich ja der Hund in den Schwanz. Wenn die These ist: "War erfolgreich, weil gehypt", kannste ja auch fragen, warum es so gehypt wurde. Das geht ja Hand in Hand und ist nicht wirklich eine Erklärung. Der Punkt mit George Martin hingegen ist schon eher der Ansatz einer Erklärung. Persönlich glaube ich schon, dass das einen Marketingpush gegeben hat, aber nicht, dass es ursächlich für das Ausmaß des Erfolgs ist.
2. Naja, was meinst du mit vergleichbar? Der Punkt hat mich direkt stutig gemacht, da ich noch im Kopf hatte, mich zu der Zeit zwischen mehreren Games entscheiden musste. Innerhalb nicht mal ganz eines Monats wurde Dying Light 2, Horizon: Forbidden West, Elden Ring und Elex 2 veröffentlicht. Und das waren jetzt nur die Titel, die ich noch im Kopf hatte. Das würde ich nicht als Durststrecke bezeichnen.