Und was genau bringen solche Parolen, außer, dass sie die politischen Fronten noch weiter verhärten?ActuallyKindra hat geschrieben: ↑03.10.2022 15:15 Ja, wenn man nicht aktiv danach sucht, findet man nichts. dann ist ja gut - dann ist so eine Pipeline ja halb so wild
Was für ein Schwachsinn. Und komm mir doch nicht mit Autoritätsargument. Keinen Pixel dem Faschismus und gut ist!
Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Moderatoren: Moderatoren, Redakteure
- schockbock
- Beiträge: 9101
- Registriert: 12.02.2012 13:14
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
- Temeter
- Beiträge: 18065
- Registriert: 06.06.2007 17:19
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Über so eine überzogene "Culture War" Rethorik kann ich mittlerweile nur noch lachen. Wow, du bist so sehr von deiner Richtigkeit und meiner Falschheit überzeugt, sowas hat man im Internet noch nicht gesehen.ActuallyKindra hat geschrieben: ↑03.10.2022 14:36Kompletter Bullshit und fern jeglicher Realität. Rechts rekrutiert sehr stark in der Gaming-Szene. Steam bspw. ist voller rechtsextremer Gruppen, die nicht moderiert werden.
Aber gut, ich hoffe mal, du hast diese Arroganz (man möge fast sagen Engstirnigkeit) wenigstens mit Fakten hinterlegt.
Jup, ist gibt Rechtsextreme und Trolle auf Steam. Sollte niemanden überraschen. Aber keinerlei Hinweise auf irgendeine klare "Pipeline", oder auch nur die Fähigkeit zur Manipulation, oder irgendeine Wirkung oder Effektivität. Da hat jemand die Suchfunktion genutzt und darüber einen Artikel geschrieben.
Allein aus Annekdoten Narrativen machen zu wollen, ist übrigens ziemlich unehrlich. Du hast übrigens auch kein Argument gemacht, welche Lehre du überhaupt aus dem Artikel ziehen willst.
Zwischen einigen Sachen, die sinnvoll klingen, aber wenn du mal kritisch nachdenkst, fehlt es an Inhalt, und die Rhetorik da ist teilweise echt lächerlich.
Alleine schon, dass Meritokratie und Leistungsbezogene Produkte ein Merkmal des Faschismus sind, weil sie andere ausschließen, ist lächerlich. Selbst wenn man diese steile These annimmt, ist sie doch dermaßen generalisiert, dass jede Aussagekraft verloren geht.
Ich mag auch den Teil, wo er schreibt, bei "Gamergate" ging es um die Ausgrenzung von Menschen, die zu schlecht für Spiele sind. Was soll denn da die Narrative sein, denkt er, Frauen wären automatisch schlecht in Videospielen? Oder welche Gruppe meint er sonst? Bei diesem Gamergate-Schwachsinn denkt sich ja jeder seine eine Bedeutung aus, was es "wirklich" bedeutet hat.
Es findet sich auch wieder die Behauptung, diese Steamforen und Gruppen, Spiele, etc normalisieren Nazirhetorik, und dass man dadurch Rechtsextreme generiert. Wieder keine Rechtfertigung, Beweise oder sonst irgendwie Logik für diese komplexe Sozialtheorie.
Dazu klassische Behauptungen, wie zB dass Hearts of Iron von Nazis gemocht wird, und auch Wolfenstein Nazifans hat. Aber kriegen wir jetzt irgendeine intelligente Analyse? Generiert Wolfenstein Nazis, oder bekämpft es Nazideologie, weil es diese entblößt und ins lächerliche zieht? Aber ne, das wäre eine schwer Frage, stattdessen belässt man es mit einem wenig relevanten Einwurf.
-------------------------------------------------------
Bedeutet das, dass die beiden Schreiber falsch liegen? Nicht unbedingt überall, aber sie sagen auch nicht viel, ist es belangloses Geschwafel, gebaut um einen winzigen Kern von Beweisen. Die einzige interessante Erkenntnis ist, dass Steamforen stärker moderiert werden sollen, wobei selbst zugegeben wird, dass das mittlerweile mehr gemacht wird.
Und ja, Spieleforen sind nicht mehr ansatzweise der wilde Westen, der sie vor 10 Jahren mal waren, eben wegen solche Idioten. Ist auch wichtig. Aber die stärkere Moderation wird dann auch irgendwie kritisiert, weil sie es weniger sichtbar wird? Kann man halt nichts sagen, wenn man diese Phenomäne nicht versteht.
Das hier ist genau, was ich meinte. Völlige Überzeugung, man ist im Recht, und bringt dann nur inhaltsleere Pamphlete, die wenig mehr als das offensichtlichste Niederschreiben, und dann persönliche Interpretationen, wirre Theorien und unbegründete Behauptungen aufstellen. Kritisches Denken, oder gar wissenschaftliche Herangehensweise ist völlige Fehlanzeige. Das sehe ich mittlerweile seit Jahren.
Aber das kommt halt davon, wenn man meint, in einem "Culture War" zu stecken und dann die kritische Herangehensweise aufgibt.
Zuletzt geändert von Temeter am 03.10.2022 16:32, insgesamt 1-mal geändert.
- Usul
- Beiträge: 11398
- Registriert: 13.06.2010 06:54
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Wir stecken ja auch in einem "Culture War", der besonders im Internet ausgetragen wird. Die Gaming-Szene ist davon genauso betroffen wie jeder andere Teil der Gesellschaft auch. Wenn wir weniger Energie darauf verwenden würden, dies abzustreiten, wäre uns allen geholfen. Also "allen", die nicht wollen, dass dieser "Culture War" von jenen gewonnen wir, die 80 Jahre zu spät auf der Welt leben.
- ActuallyKindra
- Beiträge: 2794
- Registriert: 29.03.2021 17:34
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Gibt es diese Pipeline nun oder nicht? Es geht nicht um's Rechthaben, sondern um Fakten.
Ich habe hier keinen Culture War herbeifantasiert, das tust du, Temeter
Und natürlich ging es beim Gamergate um Ausgrenzung - sicherlich nicht nur um die Form der Ausgrenzung, die du und der Artikel beispielhaft anführen.
Wer weitere Inhalte will, kann ja am Mittwoch diese Studie sich reinpfeifen.
Ich habe hier keinen Culture War herbeifantasiert, das tust du, Temeter
Und natürlich ging es beim Gamergate um Ausgrenzung - sicherlich nicht nur um die Form der Ausgrenzung, die du und der Artikel beispielhaft anführen.
Wer weitere Inhalte will, kann ja am Mittwoch diese Studie sich reinpfeifen.
Zuletzt geändert von ActuallyKindra am 03.10.2022 17:35, insgesamt 2-mal geändert.
- Wulgaru
- Beiträge: 29391
- Registriert: 18.03.2009 12:51
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Ich dachte da ging es um Kritik am Journalismus. Habe ich gehört. Hat jemand übrigens mal jemand Depression Quest gespielt? Ist umsonst. 

- Kajetan
- Beiträge: 27139
- Registriert: 13.04.2004 10:26
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
GamerGate hat sich zu etwas ziemlich Häßlichen weiterentwickelt, bevor den Teilnehmern die Kraft ausgegangen ist. Die ursprüngliche Intention hat sich schnell in Luft aufgelöst, die "Diskussion" wurde bald von Misogynie und rechtsextremistischen Ansichten und entsprechenden Gegenreaktionen dominiert, wo es nicht mehr um Diskussion, sondern nur noch um Gebrüll, gegenseitiges Angekacke und Provokation ging.
Wie auch immer, bin schon gespannt, was man hier herausgefunden haben möchte. Und wehe, man findet Dinge heraus, die ich nicht hören will

Zuletzt geändert von Kajetan am 03.10.2022 18:27, insgesamt 1-mal geändert.
- Wulgaru
- Beiträge: 29391
- Registriert: 18.03.2009 12:51
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Du, das war schon ironisch gemeint. Ich glaube wenn man sucht findet man diese Megathreads wo ich einer der paar User gewesen bin die wahnsinnig genug waren Zoe Quinn hart zu verteidigen. Aus heutiger Sicht bin ich da fast ein bisschen stolz drauf, denn die Tendenzen sind wirklich alle von Anfang an da gewesen, auch wenn es noch viel schlimmer war was daraus dann rausgeschissen wurde.Kajetan hat geschrieben: ↑03.10.2022 18:26GamerGate hat sich zu etwas ziemlich Häßlichen weiterentwickelt, bevor den Teilnehmern die Kraft ausgegangen ist. Die ursprüngliche Intention hat sich schnell in Luft aufgelöst, die "Diskussion" wurde bald von Misogynie und rechtsextremistischen Ansichten und entsprechenden Gegenreaktionen dominiert, wo es nicht mehr um Diskussion, sondern nur noch um Gebrüll, gegenseitiges Angekacke und Provokation ging.
- Kajetan
- Beiträge: 27139
- Registriert: 13.04.2004 10:26
- Persönliche Nachricht:
- Temeter
- Beiträge: 18065
- Registriert: 06.06.2007 17:19
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Was streite ich denn ab? Was ich kritisiere, ist dieses primitive Stammesdenken. Ich kritisiere, wie schwach die Forschung in dem Bereich hier meist aussieht, und als Ergebnis mein jemand ich wäre komplett falsch, und zitiert ein par schlechte Artikel.Usul hat geschrieben: ↑03.10.2022 17:22Wir stecken ja auch in einem "Culture War", der besonders im Internet ausgetragen wird. Die Gaming-Szene ist davon genauso betroffen wie jeder andere Teil der Gesellschaft auch. Wenn wir weniger Energie darauf verwenden würden, dies abzustreiten, wäre uns allen geholfen. Also "allen", die nicht wollen, dass dieser "Culture War" von jenen gewonnen wir, die 80 Jahre zu spät auf der Welt leben.
Wenn auf diesem Level "geforscht" wird, dann kommt halt nie ein Ergebnis raus, und man verspielt Glaubwürdigkeit. Niemand kann sagen, ob diese "Alt-Right Pipeline" wirklich effektiv ist, oder wie genau sie funktioniert. Falls sie nun eine reale Gefahr ist, dann kann man sie auch nicht bekämpfen.
Wie gesagt, ich habe meine Zweifel, solange es keine wirklichen Beweise oder Aufarbeitung gibt.
Du hast gesagt, mein Post wäre "fern jeglicher Realität", behauptest "rechts rekrutiert sehr stark", aber konntest absolut nichts belegen. Tatsächlich hast du Links gepostet, die meine Kritik bestätigen, weil sie eben massig Behauptungen und faktische keine Aussagekraft haben.ActuallyKindra hat geschrieben: ↑03.10.2022 17:32Gibt es diese Pipeline nun oder nicht? Es geht nicht um's Rechthaben, sondern um Fakten.
Ein kritischer Blick hätte das sofort offensichtlich machen sollen. Aber das fehlt halt in der Richtung, und das ist, was ich kritisiere. Und den "Culture War" sehe ich eben darin, wie aggressiv du meinen Post verneinen wolltest. Du kannst das nennen wie du willst, aber rational ist das nicht, sondern eher toxisch.
Zuletzt geändert von Temeter am 03.10.2022 19:36, insgesamt 1-mal geändert.
- Wulgaru
- Beiträge: 29391
- Registriert: 18.03.2009 12:51
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Ich glaube da irrst du dich. Vermutlich wird jeder Nachrichtendienst der Welt bzw mit Terrorismusbekämpfung beschäftigte Behörden so etwas im Blick haben, ich bin mir gerade nicht sicher ob Christchurch auch schon über Steam lief, aber seitdem ist man ziemlich hellhörig geworden rechte Trollforen doch ein bisschen ernster zu nehmen als vorher.Temeter hat geschrieben: ↑03.10.2022 19:32
Wenn auf diesem Level "geforscht" wird, dann kommt halt nie ein Ergebnis raus, und man verspielt Glaubwürdigkeit. Niemand kann sagen, ob diese "Alt-Right Pipeline" wirklich effektiv ist, oder wie genau sie funktioniert. Falls sie nun eine reale Gefahr ist, dann kann man sie auch nicht bekämpfen.
Unabhängig von deiner Diskussion mit Kindra sollte man nicht verkennen das wir halt nicht mehr 2002 haben. Gaming wird heute ernst genommen, auch auf wissenschaftlichem Level. Das bedeutet aber auch das wir das Thema nicht immer so souverän abtun können wie vielleicht noch bis vor 10 Jahren, weil wir eh wissen das wir unfair behandelt werden.
- Temeter
- Beiträge: 18065
- Registriert: 06.06.2007 17:19
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Ja, vielleicht ist meine Skeptik/Zynismus in diese Richtung ein bisschen veraltet, und es wird jetzt alles besser umgesetzt. Würde ich mir definitiv wünschen; ich hab dieses Alt-Right Zeug in letztere Zeit mehr und mehr mitbekommen. Oder eher Deutsch bezogen, auch Querdenker-Zeugs auf Twitter, was manchmal in arg fragwürdige Dimensionen vorstößt und in der Frequenz wie Propaganda wirkt...Wulgaru hat geschrieben: ↑03.10.2022 21:20Ich glaube da irrst du dich. Vermutlich wird jeder Nachrichtendienst der Welt bzw mit Terrorismusbekämpfung beschäftigte Behörden so etwas im Blick haben, ich bin mir gerade nicht sicher ob Christchurch auch schon über Steam lief, aber seitdem ist man ziemlich hellhörig geworden rechte Trollforen doch ein bisschen ernster zu nehmen als vorher.
Unabhängig von deiner Diskussion mit Kindra sollte man nicht verkennen das wir halt nicht mehr 2002 haben. Gaming wird heute ernst genommen, auch auf wissenschaftlichem Level. Das bedeutet aber auch das wir das Thema nicht immer so souverän abtun können wie vielleicht noch bis vor 10 Jahren, weil wir eh wissen das wir unfair behandelt werden.
Na ja, bin dann mal neugierig, was die UN da auf die Beine stellt.
- Balla-Balla
- Beiträge: 2549
- Registriert: 11.02.2013 13:49
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Ist die UN nicht diese Orga, die zum großen Teil aus Diktaturen besteht und die die meisten ihrer Resolutionen gegen Israel raushaute, ein Land so groß wie BW, nebenbei die einzige Demokratie in der Region plus dem einzig dort stattfindenden CSD, ein echter Hort der Finsternis - meint wohl besagte UN. Ach und so super Länder wie Russland und China haben Vetorecht, 2 out of 5 . Auch fallen mir die Frauenrechtskommisionen ein unter Mitwirkung Saudi Arabiens und des Iran. Apropos Saudi Arabien. Die pumpen gerade Milliarden ins gaming business, genauso wie China.
Wird sicher ein Hit die Studie. Unabhängig, kritisch und ehrlich. Blöderweis hab ich am event was anderes zu tun.
Wird sicher ein Hit die Studie. Unabhängig, kritisch und ehrlich. Blöderweis hab ich am event was anderes zu tun.
- Usul
- Beiträge: 11398
- Registriert: 13.06.2010 06:54
- Persönliche Nachricht:
- Temeter
- Beiträge: 18065
- Registriert: 06.06.2007 17:19
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
Nein. Viele Leute scheinen nicht zu verstehen, was die UN überhaupt ist.
- Wulgaru
- Beiträge: 29391
- Registriert: 18.03.2009 12:51
- Persönliche Nachricht:
Re: Studie zu Gaming und Extremismus wird als Online-Event vorgestellt
....und welche Kriterien die Studien haben....das ist sicherlich kein propagandistisches wünsch dir was...