Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

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Kajetan
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Kajetan »

samhayne hat geschrieben: 05.09.2022 09:19 Wer’ verschmäht hat, und grundsätzlich auf System Shock Spiele steht, sollte mal reinschnuppern.
Und sich NICHT durch die Ansage des Spieles irritieren lassen, dass man sich kurz nach Beginn des Spieles jetzt in einem sicheren Bereich befindet. Dieser Bereich ist alles andere als sicher, weil da der erste starke Gegner herumschleicht und die schlechte Angewohnheit hat plötzlich vor einem zu stehen.

Bis ich gerafft habe, dass ich hier bewusst verarscht werde und irgendwann auch herausgefunden habe, welche Levelbereiche ich vorerst weiträumig (!!!!) zu umgehen habe, waren so einige frustrierende Momente und Neustarts zu überstehen. Hat beinahe dazu geführt, dass ich das Spiel nie wieder angerührt habe. In einem ansonsten genialen Spiel ein IMHO recht heftiger Gamedesign-Fehler.
johndoe711686
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von johndoe711686 »

Ich fand das mit der Glue Gun anfangs etwas blöd. Einfrieren und dann mit der Brechstange hin... aber man soll es ja auch nicht wie einen Shooter spielen, dafür ist die Munition zu knapp und die Gegner zu viele.
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sphinx2k
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von sphinx2k »

Ich hab generell mein Problem mit dem heutigen Namensgeben. Da bringt man z.B. ein Spielt mit Namen Hitman raus....äh sorry, das gab es schon. Entweder ihr packt einen Untertitel darunter oder ne Zahl dran.
Ähnlich hier, ich fand Pray 2006 (alleine deshalb weil man Jahreszahlen anhängen muss -,-) einen guten Shooter. Alleine weil hier der Name zweckentfremdet wurde, hab ich einen Bogen um das Spiel gemacht. Da bin ich nun mal eine Diva und mich nervt sowas. Also zumindest bei mir war maßgeblich der Name schuld, weshalb ich es nicht gespielt hab.
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Babelfisch
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Babelfisch »

samhayne hat geschrieben: 05.09.2022 09:19 Fand aber selbst das cool, weil sie Formwandler sind und im Prinzip jede Kaffeetasse eigentlich ein getarnter Gegner sein kann.
Ich fand das eine der besten Ideen der Gaminggeschichte, jeder profane Gegenstand kann ein tödlicher Gegner sein. Das ist Suspense auf höchstem Niveau in bester Hitchcock-Manier, und optisch sehr ansprechend und glaubhaft umgesetzt. Prey hat eines der besten Artdesigns, die ich je in einem Spiel gesehen habe.

Größter Schwachpunkt war für mich "Nightmare", dessen Auftauchen etwas mechanisches hatte.
Kajetan hat geschrieben: 05.09.2022 10:05 Bis ich gerafft habe, dass ich hier bewusst verarscht werde und irgendwann auch herausgefunden habe, welche Levelbereiche ich vorerst weiträumig (!!!!) zu umgehen habe, waren so einige frustrierende Momente und Neustarts zu überstehen. Hat beinahe dazu geführt, dass ich das Spiel nie wieder angerührt habe. In einem ansonsten genialen Spiel ein IMHO recht heftiger Gamedesign-Fehler.
Genau das fand ich großartig. Das Spiel ist in manchen Punkten sehr unkonventionell, was wohl ein Grund dafür sein dürfte, dass ihm der große Massenerfolg verwehrt blieb. Ich feier' solche Perlen. Bereits in den ersten 30 Minuten wirst du durch 2 Mindfuck-Momente überrascht, und es wird früh das Gefühl etabliert, dass man hier besser nichts und niemandem trauen sollte. Da muss man noch selber denken, und bekommt nicht alles auf dem Silbertablett serviert. Es gibt sehr viel Backtracking, und man muss die Station und ihre Eigenheiten erkunden und verinnerlichen, um sich an diesem feindseligen, einsamen Ort zurecht zu finden. Gegen Ende des Spiels fühlt man sich fast wie "zu Hause". Ganz großes Immersions-Kino!
Zuletzt geändert von Babelfisch am 05.09.2022 13:16, insgesamt 9-mal geändert.
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Temeter 
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Temeter  »

Kajetan hat geschrieben: 05.09.2022 10:05Und sich NICHT durch die Ansage des Spieles irritieren lassen, dass man sich kurz nach Beginn des Spieles jetzt in einem sicheren Bereich befindet. Dieser Bereich ist alles andere als sicher, weil da der erste starke Gegner herumschleicht und die schlechte Angewohnheit hat plötzlich vor einem zu stehen.

Bis ich gerafft habe, dass ich hier bewusst verarscht werde und irgendwann auch herausgefunden habe, welche Levelbereiche ich vorerst weiträumig (!!!!) zu umgehen habe, waren so einige frustrierende Momente und Neustarts zu überstehen. Hat beinahe dazu geführt, dass ich das Spiel nie wieder angerührt habe. In einem ansonsten genialen Spiel ein IMHO recht heftiger Gamedesign-Fehler.
Der Anfang wirkte ein bissl chaotisch, aber ich denke Babelfisch hat schon recht, dass sowas nicht unbdingt ein Fehler ist. Ein Spiel kann dich bewusst in die Irre führen, und Prey 2016 hat da generell ein par clevere Tricks drauf.
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Kajetan
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Kajetan »

Temeter  hat geschrieben: 05.09.2022 13:38 Der Anfang wirkte ein bissl chaotisch, aber ich denke Babelfisch hat schon recht, dass sowas nicht unbdingt ein Fehler ist.
Der Fehler liegt nicht daran überrascht zu werden, sondern die Überraschung als Wand zu inzenieren, gegen die man als Spieler mit Karacho rennt. Das ist mir schlichtweg zu plump und einfallslos. Wie z.B. in FF5, wo man die Party aufteilen muss, sich jeweils einen Turm hochkämpfen darf, das auch gut schafft, deswegen denkt gut gewählt zu haben, nur um dann vom Spiel ausgelacht zu werden, weil man gegen den Boss halt doch eine grützefalsche Auswahl getroffen hat. Was man vorher natürlich nicht wissen konnte. Haha, lustig! Nochmal!!

Ich hasse das in Spielen.

Aber zum Glück ist das die einzige Stelle, wo ich mir an den Kopf greifen musste. Der Rest des Spieles ist weitaus eleganter und kreativer in den Herausforderungen, denen man sich gegenüber sieht.
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Babelfisch
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Babelfisch »

Kajetan hat geschrieben: 05.09.2022 14:27
Temeter  hat geschrieben: 05.09.2022 13:38 Der Anfang wirkte ein bissl chaotisch, aber ich denke Babelfisch hat schon recht, dass sowas nicht unbdingt ein Fehler ist.
Der Fehler liegt nicht daran überrascht zu werden, sondern die Überraschung als Wand zu inzenieren, gegen die man als Spieler mit Karacho rennt. Das ist mir schlichtweg zu plump und einfallslos. Wie z.B. in FF5, wo man die Party aufteilen muss, sich jeweils einen Turm hochkämpfen darf, das auch gut schafft, deswegen denkt gut gewählt zu haben, nur um dann vom Spiel ausgelacht zu werden, weil man gegen den Boss halt doch eine grützefalsche Auswahl getroffen hat. Was man vorher natürlich nicht wissen konnte. Haha, lustig! Nochmal!!

Ich hasse das in Spielen.

Aber zum Glück ist das die einzige Stelle, wo ich mir an den Kopf greifen musste. Der Rest des Spieles ist weitaus eleganter und kreativer in den Herausforderungen, denen man sich gegenüber sieht.
Das kann man aber gar nicht vergleichen, da man in FF5 eine ganze Passage erneut spielen muss. Das ist bei Prey nicht der Fall, da geht man drauf, hat hoffentlich nen Quicksave gemacht, was man ohnehin alle 5 Minuten tun sollte, und läuft dann eben woanders lang.
StefPank
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von StefPank »

Hab an Prey nicht ganz so gute Erinnerungen, habe es bestimmt 4 oder 5 mal angefangen, aber immer nach nichtmal 1, 2 Stunde wieder abgebrochen, mich hat es überhaupt nicht gecatcht.
johndoe711686
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von johndoe711686 »

Kajetan hat geschrieben: 05.09.2022 14:27 Ich hasse das in Spielen.
Also quasi jedes Rogueli*e? :D

Redet ihr eigentlich vom Bethesda Prey? Kann mich gar nicht daran erinnern, dass man da falsche Wege gehen konnte.
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Temeter 
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Temeter  »

Kajetan hat geschrieben: 05.09.2022 14:27Der Fehler liegt nicht daran überrascht zu werden, sondern die Überraschung als Wand zu inzenieren, gegen die man als Spieler mit Karacho rennt. Das ist mir schlichtweg zu plump und einfallslos. Wie z.B. in FF5, wo man die Party aufteilen muss, sich jeweils einen Turm hochkämpfen darf, das auch gut schafft, deswegen denkt gut gewählt zu haben, nur um dann vom Spiel ausgelacht zu werden, weil man gegen den Boss halt doch eine grützefalsche Auswahl getroffen hat. Was man vorher natürlich nicht wissen konnte. Haha, lustig! Nochmal!!

Ich hasse das in Spielen.

Aber zum Glück ist das die einzige Stelle, wo ich mir an den Kopf greifen musste. Der Rest des Spieles ist weitaus eleganter und kreativer in den Herausforderungen, denen man sich gegenüber sieht.
Hätte man vielleicht besser machen können, und einen offensichtlicheren Ausweg darbieten, aber für mich ist das kein großes Problem.
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Kajetan
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Kajetan »

Babelfisch hat geschrieben: 05.09.2022 14:45 Das kann man aber gar nicht vergleichen, da man in FF5 eine ganze Passage erneut spielen muss.
Es ist nicht das "nochmal spielen müssen", sondern das ansatzlose gegen die Wand laufen. Würde bei FF5 bereits die Kampf gegen die Gegner im Turm schwer und zäh sein, würde ich vielleicht innehalten und vom letzten Checkpoint aus eine andere Party-Kombination wählen, weil die hier offensichtlich nicht gut ist. Aber das passiert ja nicht. Bis unmittelbar vor dem Boss ist eitel Sonnenschein. Also habe ich wohl alles richtig gemacht :)

Bei Prey hat mir erst das Studieren eines Walkthroughs gezeigt, dass ich ...
Spoiler
Show
... beim Betreten der Lounge den rechten Bereich großflächig meiden sollte, zuerst den linken Bereich durchforsten soll, um dann besser ausgerüstet den Gegner von der rechten Seite der Halle fertigzumachen.
Irgendein Indiz vom Spiel, was ich vielleicht falsch mache? Null. Ratespiel war angesagt.

Als ich jedoch genau das getan habe, was sich nach Vorstellungen des Leveldsigners tun muss, war der Kampf fast ein Kinderspiel. Da war von der großen spielerischen Freiheit, die man im Rest des Spieles vorfindet, nichts zu sehen. Gehe dorthin, mache das, MACHE NICHTS ANDERES. Das ist keine Herausforderung, das ist im Vergleich zum Rest des Spieles eine plumpe, einfallslose Wand gegen die man solange rennt, solange man nicht genau das tut, was vorgeschrieben ist. Und das ist anbetrachts des Anspruches des Spieles und dem ganzen, überaus gelungenen Rest des Spieles ein klarer Gamedesign-Fehler gewesen.
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Eisenherz
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Eisenherz »

Ich habe es geliebt, mich in einen kleinen Gegenstand (Tasse und Co.) zu verwandeln und dann in Bereiche zu kullern, für die ich eigentlich noch keinen Zugansschlüssel besaß. Ging immer hervorragend bei diesen Büros, die einen Schlitz im Fenster hatten. Erst auf die Fensterbank hüpfen, dann durchquetschen! Klasse, wenn man die Wahl des Weges hat! :mrgreen:
Zuletzt geändert von Eisenherz am 05.09.2022 19:52, insgesamt 1-mal geändert.
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Babelfisch
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Babelfisch »

Kajetan hat geschrieben: 05.09.2022 15:56 Es ist nicht das "nochmal spielen müssen", sondern das ansatzlose gegen die Wand laufen. Würde bei FF5 bereits die Kampf gegen die Gegner im Turm schwer und zäh sein, würde ich vielleicht innehalten und vom letzten Checkpoint aus eine andere Party-Kombination wählen, weil die hier offensichtlich nicht gut ist. Aber das passiert ja nicht. Bis unmittelbar vor dem Boss ist eitel Sonnenschein. Also habe ich wohl alles richtig gemacht :)

Bei Prey hat mir erst das Studieren eines Walkthroughs gezeigt, dass ich ...
Spoiler
Show
... beim Betreten der Lounge den rechten Bereich großflächig meiden sollte, zuerst den linken Bereich durchforsten soll, um dann besser ausgerüstet den Gegner von der rechten Seite der Halle fertigzumachen.
Irgendein Indiz vom Spiel, was ich vielleicht falsch mache? Null. Ratespiel war angesagt.

Als ich jedoch genau das getan habe, was sich nach Vorstellungen des Leveldsigners tun muss, war der Kampf fast ein Kinderspiel. Da war von der großen spielerischen Freiheit, die man im Rest des Spieles vorfindet, nichts zu sehen. Gehe dorthin, mache das, MACHE NICHTS ANDERES. Das ist keine Herausforderung, das ist im Vergleich zum Rest des Spieles eine plumpe, einfallslose Wand gegen die man solange rennt, solange man nicht genau das tut, was vorgeschrieben ist. Und das ist anbetrachts des Anspruches des Spieles und dem ganzen, überaus gelungenen Rest des Spieles ein klarer Gamedesign-Fehler gewesen.
Okay, ich habe die Stelle damals nicht so schwer empfunden, aber so wie du es beschreibst, kann ich deinen Standpunkt nachvollziehen.
Gast
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Gast »

Kann mich an die besagte Stelle gar nicht erinnern. Mit dem Schwierigkeitsgrad von Prey hatte ich offen gestanden keine Probleme, aber wegen der vielen Wege und Skill-Schwerpunkte, konnte man natürlich auch mal in paar Fettnäpfchen treten.
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Babelfisch
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Re: Prey: Bethesdas Sturheit könnte Grund für den Misserfolg gewesen sein

Beitrag von Babelfisch »

Ich fand das Spiel insgesamt ziemlich fordernd, vielleicht ist es mir deshalb nicht aufgefallen. :D