Resident Evil Village - Vorschau

Alles über unsere Previews, Reviews und Specials!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Civarello
LVL 2
17/99
7%
Beiträge: 1189
Registriert: 07.03.2016 19:56
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Civarello »

Schopenhauer hat geschrieben: 22.04.2021 16:16
Die Frage, ob das Art Design oder die Gegnertypen passen, lässt sich am ehesten damit beantworten, in welchem Szenario sie verortet sind. Ist das Spiel eher modern geprägt, würde ein klassischer Graf Dracula anachronistisch anmuten, in der Sonne glitzernde Vampire aber lächerlich. Ein anderes Kriterium ist gewiss die Story, auf der die Geschehnisse basieren. Das lässt sich also am Beispiel von Resident Evil VIII schwer sagen. Aber klar sollte sein, dass eine objektive Beurteilung stets polyfaktoriell erfolgt, da man sonst komplexere Motive ausblendet und eine Simplifikation droht.
Und auch hier würde ich sagen: Ob ein gewisses Design in eine bestimmte Zeit passt ist rein subjektiv, und kein objektiver Fakt. Die einen mögen ihre Vampire in einem gegenwärtigen Szenario vllt. etwas moderner, andere würden trotzdem eher klassisch angehauchte Vampire bevorzugen. Vllt. auch um einen Kontrast zu erschaffen.
Schopenhauer hat geschrieben: 22.04.2021 16:16 Wenn das Motion Blur technisch exzellent umgesetzt wurde, ist es objektiv gut. Dass du es nicht magst, ist einfach ein Thema für sich. Siehe meine Antwort auf Beksinski. Eine andere Frage indes lautet: Gibt es eine künstlerische Intention hinter dem Einsatz des Motion Blurs oder ist es lediglich selbstzweckhaftes Grafikgeprotze?
Genau. Dass ich Motion Blur nicht mag ist mein subjektives Empfinden. Ganz egal wie gut es umgesetzt ist. Eine Textur kann noch so knackscharf und detailreich sein .....wenn mir das generelle Design der Textur nicht gefällt sag ich doch trotzdem nicht: Die Grafik ist ganz toll weil die Textur scharf und voller Details ist.
Schopenhauer hat geschrieben: 22.04.2021 16:16 Werfen wir doch mal einen Blick auf Amnesia: The Dark Descent. In diesem Spiel manifestieren sich die körperlichen Symptome der Angst des Protagonisten für den Spieler in Gestalt mannigfaltiger audiovisueller Effekte. Diese sind einem ganz bestimmten Zweck untergeordnet, nämlich die Angst und Panik des Protagonisten für den Spieler zumindest audiovisuell greifbar zu machen. Das ist zweifellos objektiv gut, da in diesem Fall sinnvoll.

Als anderes Beispiel audiovisueller Brillanz erlaube ich mir Hellblade: Senua's Sacrifice anzuführen. Hier erleben wir, wie eine junge Frau den Kampf gegen ihre Depressionen und Psychosen aufnimmt. Dies wurde fantastisch umgesetzt, vor allem weil sich die Entwickler beispiellose Mühe gegeben haben, die Halluzinationen der Protagonistin so realistisch wie mit kontemporären Mitteln nur irgend möglich umzusetzen. Hierfür ließen sie psychisch Kranke gewisse Abschnitte aus dem Spiel spielen, um sicherzugehen, dass es auch dem Krankheitsbild gerecht wird. Das ist objektiv gut, daran gibt es nichts zu rütteln.
Du sagst selber dass The Dark Descent seine Story grafisch gut umsetzt. Würde ich absolut zustimmen. Würde man aber objektiv an das Spiel herangehen müsste man die schon damals nicht zeitgemäßen Texturen bemängeln. Dass das Spiel selbst damals eben kein Grafikkracher war. Hier war das Design eben wichtiger als die Menge an Polygonen, die Schärfe der Texturen etc. Es ging ja um Grafik im Allgemeinen, nicht um einzelne Teile.
Schopenhauer hat geschrieben: 22.04.2021 16:16 Und nun kommt jemand, der mal kurz in beide Spiele reinschnuppert und schnoddrig bemerkt: "Ne, zu viel Motion Blur, das ist Mist, mag ich nicht!" Erkläre mir bitte, inwiefern diese denkbar superfizielle reine Meinungsäußerung den Spielen in ihrer jeweiligen (Gesamt-)Qualität sowie künstlerischen Intention auch nur annähernd Rechnung trägt.

Merke: Nur weil man etwas nicht mag rsp. einem etwas nicht gefällt, bedeutet das nicht zwangsläufig. dass es nicht gut ist.
Ich denke du weißt auch ganz genau dass nur die wenigsten ein Spiel aufgrund des Motion Blurs verreißen würden. Zb. weil man Motion Blur heutzutage (sogar auf Konsolen) oftmals abstellen kann. Setting/ Story sind doch ´ne ganz andere Hausnummer. Weil sie wohl für die meisten den weit größeren Einfluss auf das Spielerlebnis haben.

Und zumindest ich habe auch nirgends behauptet dass etwas objektiv schlecht wäre nur weil es mir subjektiv nicht zusagt.
Zuletzt geändert von Civarello am 22.04.2021 20:00, insgesamt 3-mal geändert.
Benutzeravatar
Xris
Beiträge: 13472
Registriert: 29.10.2006 11:35
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Xris »

Ich warte dann auf die Tests. Die Maiden Demo wirkte iwie schon ziemlich bemüht. Ein vorhersehbarer Jumpscare nach dem anderen....


ich mochte und mag RE4 nur solange bis das erste Mal der Schauplatz wechselt. Und bis dahin stößt schon übel auf das die Möchtegerne Zombies, nach dem man sie besiegt hat, in einer hitverdächtigen „Blubberanimation“ im Boden verschwinden. Die Burg und das billige Aracade Shooter Gameplay, gepaart mit den deplatziert wirkenden Händlern, schießen dann aber endgültig den Vogel ab.

Ich vermute aber auch das es nun wieder abwärts geht. Wäre ja auch zu schön gewesen. Eigentlich hätte man sich das alles auch sparen und RE6 einen würdigen Müllshooter als Nachfolger geben können. Im Koop macht auch Gras beim wachsen zuzusehen Spaß!
Benutzeravatar
Todesglubsch
Beiträge: 14388
Registriert: 02.12.2010 11:21
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Todesglubsch »

Ich find's toll wie verbittert Gamer sind. Resi 4 ist 16 Jahre her und noch immer hegen manche Groll deswegen. Ich mein das Ding hat nen 90+ Metascore, hat sich verkauft wie blöd. Wie konnte Capcom es nur wagen, in diese Richtung weiterzuentwickeln.
Bzw. jetzt mit Resi 8 zu versuchen, etwas vom *nachschau* von der Wertung her besten Resident Evil-Teil etwas mitzunehmen. Schockierend sowas.

Wem natürlich die Richtung von Teil 7 nicht gefallen hat, dem wird Teil 8 auch nicht gefallen.
Im übrigen finde ich Teil 7 weniger Resident Evil, als Teil 4.
Benutzeravatar
Schopenhauer
LVL 3
250/249
0%
Beiträge: 203
Registriert: 11.11.2020 16:17
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Schopenhauer »

Civarello hat geschrieben: 22.04.2021 19:38 Und auch hier würde ich sagen: Ob ein gewisses Design in eine bestimmte Zeit passt ist rein subjektiv, und kein objektiver Fakt. Die einen mögen ihre Vampire in einem gegenwärtigen Szenario vllt. etwas moderner, andere würden trotzdem eher klassisch angehauchte Vampire bevorzugen. Vllt. auch um einen Kontrast zu erschaffen.
Nein. Der gesunde Menschenverstand allein gebietet es bereits, dass gewisse Dinge halt nicht zusammenpassen. Wenn also z. B. Vampire mit Bikerkluft im Viktorianischen Zeitalter aufkreuzen, ohne dass es dafür eine sinnvolle Erklärung gibt, ist das demnach rein temporal-logisch zu befürworten? Mitnichten!

Und du gehst wieder aufs Mögen ein. Das ist aber nicht objektiv. Ob man etwas mag oder nicht mag, ist bei einer objektiven Betrachtung vollkommen irrelevant.
Civarello hat geschrieben: 22.04.2021 19:38 Genau. Dass ich Motion Blur nicht mag ist mein subjektives Empfinden. Ganz egal wie gut es umgesetzt ist. Eine Textur kann noch so knackscharf und detailreich sein .....wenn mir das generelle Design der Textur nicht gefällt sag ich doch trotzdem nicht: Die Grafik ist ganz toll weil die Textur scharf und voller Details ist.
Doch, genau das tust du, wenn du objektiv urteilst. Noch mal: Subjektives Empfinden interessiert nicht.
Civarello hat geschrieben: 22.04.2021 19:38 Du sagst selber dass The Dark Descent seine Story grafisch gut umsetzt. Würde ich absolut zustimmen. Würde man aber objektiv an das Spiel herangehen müsste man die schon damals nicht zeitgemäßen Texturen bemängeln. Dass das Spiel selbst damals eben kein Grafikkracher war. Hier war das Design eben wichtiger als die Menge an Polygonen, die Schärfe der Texturen etc. Es ging ja um Grafik im Allgemeinen, nicht um einzelne Teile.
Korrekt, die Texturen waren objektiv seinerzeit nicht mehr zeitgemäß. Das sollte man in die Bewertung mit einfließen lassen. Es muss ja auch einen Grund geben, warum ein Spiel niemals 100 % erreichen kann. Auch hier sehe ich keinen Widerspruch in objektiven Betrachtungsweisen bei der Wertungsfindung, ganz im Gegenteil!
Civarello hat geschrieben: 22.04.2021 19:38 Ich denke du weißt auch ganz genau dass nur die wenigsten ein Spiel aufgrund des Motion Blurs verreißen würden. Zb. weil man Motion Blur heutzutage (sogar auf Konsolen) oftmals abstellen kann. Setting/ Story sind doch ´ne ganz andere Hausnummer. Weil sie wohl für die meisten den weit größeren Einfluss auf das Spielerlebnis haben.
Schon mal Amazon-"Rezensionen" gelesen? Du glaubst gar nicht, wegen welcher lächerlichen Kleinigkeiten manche Leute ein Spiel oder einen Film verreißen. Also ist das traurigerweise nahe an der Realität.

Natürlich muss alles in Gänze betrachtet werden. Sich einzelne Dinge rauszupicken und darauf basierend das gesamte Spiel schlechtzumachen, ist nicht Sinn der Sache. Doch auf welcher Grundlage man etwas einschätzt und beurteilt, das ist der springende Punkt.
Civarello hat geschrieben: 22.04.2021 19:38Und zumindest ich habe auch nirgends behauptet dass etwas objektiv schlecht wäre nur weil es mir subjektiv nicht zusagt.
Das zwar nicht, du hast jedoch durchblicken lassen, dass eine auf rein subjektiven Empfindungen basierende Beurteilung unbedenklich ist. Als Privatperson kann man sich meinetwegen dieser Methodik bedienen, als Kritiker ist das jedoch was anderes.

Eine andere Sichtweise könnte hier vielleicht zum Nachdenken anregen: Wenn alle subjektiven Bewertungen gleich viel wert sind, dann ist jede Aussage wahr. Wenn also A behauptet, Spiel X sei ein Meisterwerk aus seiner subjektiven Begründung heraus, dann ist es genauso wahr, wenn B das exakte Gegenteil behauptet. Das ist schon mal rein logisch unmöglich. Es gibt demzufolge eine objektive Wahrheit, die sich unabhängig von Geschmacks- und Meinungsfragen durchsetzt.
Zuletzt geändert von Schopenhauer am 24.04.2021 15:40, insgesamt 1-mal geändert.
„Ich weiß nicht, ob ich meine Meinung einmal ändern werde, jetzt jedenfalls bin ich überzeugt, dass Schopenhauer der genialste aller Menschen ist […]. Wenn ich ihn lese, ist mir unbegreiflich, weshalb sein Name unbekannt bleiben konnte. Es gibt höchstens eine Erklärung, eben jene, die er selber so oft wiederholt, nämlich dass es auf dieser Welt fast nur Idioten gibt.“ – Leo Tolstoi über Schopenhauer
Benutzeravatar
Civarello
LVL 2
17/99
7%
Beiträge: 1189
Registriert: 07.03.2016 19:56
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Civarello »

Schopenhauer hat geschrieben: 24.04.2021 13:16
Nein. Der gesunde Menschenverstand allein gebietet es bereits, dass gewisse Dinge halt nicht zusammenpassen. Wenn also z. B. Vampire mit Bikerkluft im Viktorianischen Zeitalter aufkreuzen, ohne dass es dafür eine sinnvolle Erklärung gibt, ist das demnach rein temporal-logisch zu befürworten? Mitnichten!

Und du gehst wieder aufs Mögen ein. Das ist aber nicht objektiv. Ob man etwas mag oder nicht mag, ist bei einer objektiven Betrachtung vollkommen irrelevant.


Doch, genau das tust du, wenn du objektiv urteilst. Noch mal: Subjektives Empfinden interessiert nicht.


Korrekt, die Texturen waren objektiv seinerzeit nicht mehr zeitgemäß. Das sollte man in die Bewertung mit einfließen lassen. Es muss ja auch einen Grund geben, warum ein Spiel niemals 100 % erreichen kann. Auch hier sehe ich keinen Widerspruch in objektiven Betrachtungsweisen bei der Wertungsfindung, ganz im Gegenteil!


Schon mal Amazon-"Rezensionen" gelesen? Du glaubst gar nicht, wegen welcher lächerlichen Kleinigkeiten manche Leute ein Spiel oder einen Film verreißen. Also ist das traurigerweise nahe an der Realität.

Natürlich muss alles in Gänze betrachtet werden. Sich einzelne Dinge rauszupicken und darauf basierend das gesamte Spiel schlechtzumachen, ist nicht Sinn der Sache. Doch auf welcher Grundlage man etwas einschätzt und beurteilt, das ist der springende Punkt.


Das zwar nicht, du hast jedoch durchblicken lassen, dass eine auf rein subjektiven Empfindungen basierende Beurteilung unbedenklich ist. Als Privatperson kann man sich meinetwegen dieser Methodik bedienen, als Kritiker ist das jedoch was anderes.

Eine andere Sichtweise könnte hier vielleicht zum Nachdenken anregen: Wenn alle subjektiven Bewertungen gleich viel wert sind, dann ist jede Aussage wahr. Wenn also A behauptet, Spiel X sei ein Meisterwerk aus seiner subjektiven Begründung heraus, dann ist es genauso wahr, wenn B das exakte Gegenteil behauptet. Das ist schon mal rein logisch unmöglich. Es gibt demzufolge eine objektive Wahrheit, die sich unabhängig von Geschmacks- und Meinungsfragen durchsetzt.
Nur noch soviel: Ich bin kein Fan davon eine Meinung als "falsch" darzustellen (evtl. sogar bedenklich), weil es ja irgendwo eine 100%ig richtige Wahrheit geben soll (egal welches Medium). Und das wird ja irgendwo impliziert, wenn nur einer richtig liegen kann. Und ja, ich bin der Meinung dass eine rein subjektive Wertung genauso richtig ist. Weil es eine 100%ig objektive Wahrheit in Bezug auf Medien für mich eben nicht gibt. Dass eine Meinung/ ein Review (auch hier: egal welches Medium) eben nur die Meinung DIESES Menschen widerspiegelt, und eben KEIN objektives Urteil im Sinne einer "Stiftung Warentest". Woran macht man diese objektive Wahrheit denn fest ? An Verkäufen ? Am Wert auf Metacritic ?

Aber ich glaube wir kommen nicht auf einen grünen Zweig. Ist ja kein Ding. Wir haben einfach zwei verschiedene (subjektive) Sichtweisen.


Noch generell was zu Resident Evil:
Ich hab ja schon geschrieben dass ich mit Teil 4 kein Problem habe. Für mich stach der erhöhte Actionanteil in Teil 4 gar nicht SO sehr hervor. Für mich schon damals nur eine Weiterführung dessen (was den Actionanteil betrifft) was schon mit Resident Evil 3 begonnen hatte. Schon Teil 3 war im Vergleich zu Teil 1 und 2 ein gutes Stück mehr auf Action getrimmt. Mercenaries war zwar nur ein Bonusmodus, gab aber schon mal einen Vorgeschmack auf das, was da kommen KÖNNTE. Nach Resi 3 kam zwar mit Code Veronica noch mal ein Resi welches weniger Action bot als Teil 3, die Entwicklung von Code Veronica begann aber nicht NACH Resi 3 (geht ja auch schlecht; zwischen den Veröffentlichungen lagen nur 4 Monate); sondern (wenn ich mich recht entsinne) sogar früher.
Zuletzt geändert von Civarello am 24.04.2021 17:22, insgesamt 3-mal geändert.
Benutzeravatar
Schopenhauer
LVL 3
250/249
0%
Beiträge: 203
Registriert: 11.11.2020 16:17
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Schopenhauer »

Civarello hat geschrieben: 24.04.2021 16:51 Nur noch soviel: Ich bin kein Fan davon eine Meinung als "falsch" darzustellen (evtl. sogar bedenklich), weil es ja irgendwo eine 100%ig richtige Wahrheit geben soll (egal welches Medium). Und das wird ja irgendwo impliziert, wenn nur einer richtig liegen kann. Und ja, ich bin der Meinung dass eine rein subjektive Wertung genauso richtig ist. Weil es eine 100%ig objektive Wahrheit in Bezug auf Medien für mich eben nicht gibt. Dass eine Meinung/ ein Review (auch hier: egal welches Medium) eben nur die Meinung DIESES Menschen widerspiegelt, und eben KEIN objektives Urteil im Sinne einer "Stiftung Warentest".
Was wurde allenthalben über die Wertung rsp. den Stellenwert von Shadow of the Colossus gestritten. Es gibt einige Spieler, die meinen, es sei langweilig, da nicht genug Abwechslung geboten würde. Sie reduzieren das Gesamtwerk auf seine Kernaufgabe, nämlich 16 Kolosse zur Strecke zu bringen.

Jörg hingegen erfasst das Spiel in seiner Gänze, erkennt seine Qualitäten, er achtet auf Details, Symbolik, lässt das Spiel auf sich wirken, sieht, dass hier der Weg das Ziel ist - und ist mithin dank dieser Beobachtungsgabe und Herangehensweise objektiver als so mancher Spieler. Die meisten Spieler wollen hingegen Action, dass es nur so kracht. Was diese aber übersehen, ist, dass kein Entwickler verpflichtet ist, pausenlos Action abzuliefern.

Das Spiel per se scheitert demnach keinesfalls an sich selbst und ist objektiv betrachtet ein in sich geschlossenes Gesamtkunstwerk. Lediglich die subjektiven Erwartungen von gewissen Spielern konnte es nicht erfüllen, da diese zumeist Spiele auf ihr funktionelles Grundgerüst reduzieren, anstatt ihre künstlerische Intention zu würdigen.

Worauf ich hinauswill, ist, dass nicht die Erwartung oder Empfindung eines Einzelnen/Subjektes der Maßstab für ein Urteil über ein Spiel (oder gerne auch Film) sein darf, sondern die faktischen Qualitäten des Spiels selbst, welche technischer, narrativer/inszenatorischer, spielerischer und ggf. sogar subtextueller Art sind. Wenn das alles stimmig präsentiert wird, ist es objektiv gut.
Civarello hat geschrieben: 24.04.2021 16:51 Woran macht man diese objektive Wahrheit denn fest ? An Verkäufen ? Am Wert auf Metacritic ?
Du meine Güte, bloß nicht! Absatzzahlen sagen lediglich etwas über die Treffsicherheit beim Massengenschmack aus. Der Metacritic-Wert speist sich ja ebenfalls aus zahlreichen subjektiven Bewertungen, vor allem beim Userscore, der folglich in etwa genauso aussagekräftig ist wie eine Rezension auf Amazon. Nein, also das sind nun wirklich denkbar schlechte Indikatoren für gehobene oder weniger gehobene Qualität bei Videospielen.

Objektivität stellt ausschließlich das Objekt - in unserem Fall das Videospiel - in den Mittelpunkt, somit also weder Absatzzahlen noch sonst wie errechnete Wertungsschnitte oder gar persönliche Empfindungen.
„Ich weiß nicht, ob ich meine Meinung einmal ändern werde, jetzt jedenfalls bin ich überzeugt, dass Schopenhauer der genialste aller Menschen ist […]. Wenn ich ihn lese, ist mir unbegreiflich, weshalb sein Name unbekannt bleiben konnte. Es gibt höchstens eine Erklärung, eben jene, die er selber so oft wiederholt, nämlich dass es auf dieser Welt fast nur Idioten gibt.“ – Leo Tolstoi über Schopenhauer
Benutzeravatar
Swar
LVL 2
100/99
0%
Beiträge: 2175
Registriert: 11.04.2019 20:06
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Swar »

So ich lade gerade die Demo der knapp 9 GB großen PS5 Version herunter, mal schauen was mich erwartet.
Früher war ich Raubmordkopierer, jetzt bin ich Raubmordgebrauchtkäufer!
Benutzeravatar
Swar
LVL 2
100/99
0%
Beiträge: 2175
Registriert: 11.04.2019 20:06
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Swar »

So ich habe gerade die Demo durchgespielt.

Kann Capcom den Titel ändern ? Das Craftingzeug wirkt genauso fehl am Platz, wie der Händler im Büro.
Früher war ich Raubmordkopierer, jetzt bin ich Raubmordgebrauchtkäufer!
Benutzeravatar
ICHI-
Beiträge: 3600
Registriert: 05.03.2009 23:07
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von ICHI- »

Todesglubsch hat geschrieben: 23.04.2021 15:48 Im übrigen finde ich Teil 7 weniger Resident Evil, als Teil 4.
Interessant wie da die Meinungen auseinandergehen.

Ich habe Resident Evil 7 als ein echtes Remake von Resident Evil 1 verstanden und das GC "Remake"
ist ja nach heutigen Maßstab ein Remaster.

Resident Evil GC / HD sind nahezu 1zu1 identisch zum 1996 Original , sogar die Zwischensequenzen sind
fast alle gleich.

Würde Resident Evil 7 also einen anderen Namen haben würde ich Sofort sagen
das man hier Resident Evil 1 kopieren will , trotz Ego-Sicht.

Bei RE4 bis 6 , mit anderem Namen , würde ich keine Gemeinsamkeiten zu einem Resident Evil Spiel
feststellen können. Bei Resident Evil 4 dachte ich eher an "The House of the Dead 2" .
Zuletzt geändert von ICHI- am 26.04.2021 15:42, insgesamt 2-mal geändert.
Benutzeravatar
Todesglubsch
Beiträge: 14388
Registriert: 02.12.2010 11:21
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Todesglubsch »

ICHI- hat geschrieben: 26.04.2021 15:40 Ich habe Resident Evil 7 als ein echtes Remake von Resident Evil 1 verstanden und das GC "Remake"
ist ja nach heutigen Maßstab ein Remaster.
Jetzt aber die Frage: Wieso?

Ich sehe zwischen Resi 1 und Resi 4 mehr Parallelen, als zwischen Resi 1 und Resi 7.
Im Endeffekt sind beide jedoch beide ein neues Kapitel in einer Horrorreihe, dessen Jumpscares sich recht schnell abgenutzt haben.
Benutzeravatar
Khorneblume
Beiträge: 4670
Registriert: 11.03.2018 17:05
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Khorneblume »

Swar hat geschrieben: 25.04.2021 20:41 So ich habe gerade die Demo durchgespielt.

Kann Capcom den Titel ändern ? Das Craftingzeug wirkt genauso fehl am Platz, wie der Händler im Büro.
a) nein, wird Capcom nicht. RE ist ne Cashcow. ;)

b) Das Crafting muss jetzt jedes Spiel haben, damit es schön Höchstwertungen absahnt und keine Kritik aufkommt, man habe sich nichts neues einfallen lassen. Fehlt nur noch so bisschen Open World, dann ist der ganze geile Shit beisammen. :)
Benutzeravatar
Schopenhauer
LVL 3
250/249
0%
Beiträge: 203
Registriert: 11.11.2020 16:17
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Schopenhauer »

Swar hat geschrieben: 25.04.2021 20:41 So ich habe gerade die Demo durchgespielt.

Kann Capcom den Titel ändern ? Das Craftingzeug wirkt genauso fehl am Platz, wie der Händler im Büro.
Gute Idee. Jedes Mal, wenn ein Entwickler es wagt, einer Spieleserie neue Features zu spendieren, endet diese bzw. wird komplett umbenannt. Wider die Innovation/Evolution, lang lebe die Stagnation!

Übrigens, streng genommen gab es in Resi schon immer Crafting. Denk nur mal an die Kombination von Heilkräutern und Munitionsarten. Aber das dürfte einem Hardcore-Oldschool-Resi-Fan bestens bekannt sein.
„Ich weiß nicht, ob ich meine Meinung einmal ändern werde, jetzt jedenfalls bin ich überzeugt, dass Schopenhauer der genialste aller Menschen ist […]. Wenn ich ihn lese, ist mir unbegreiflich, weshalb sein Name unbekannt bleiben konnte. Es gibt höchstens eine Erklärung, eben jene, die er selber so oft wiederholt, nämlich dass es auf dieser Welt fast nur Idioten gibt.“ – Leo Tolstoi über Schopenhauer
Benutzeravatar
Schopenhauer
LVL 3
250/249
0%
Beiträge: 203
Registriert: 11.11.2020 16:17
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Schopenhauer »

Khorneblume hat geschrieben: 26.04.2021 22:06 b) Das Crafting muss jetzt jedes Spiel haben, damit es schön Höchstwertungen absahnt und keine Kritik aufkommt, man habe sich nichts neues einfallen lassen. Fehlt nur noch so bisschen Open World, dann ist der ganze geile Shit beisammen. :)
Was ist das denn für eine haarsträubende Behauptung? Es gibt Spiele, die ohne beides auskommen und dennoch von Kritikern gefeiert werden.
„Ich weiß nicht, ob ich meine Meinung einmal ändern werde, jetzt jedenfalls bin ich überzeugt, dass Schopenhauer der genialste aller Menschen ist […]. Wenn ich ihn lese, ist mir unbegreiflich, weshalb sein Name unbekannt bleiben konnte. Es gibt höchstens eine Erklärung, eben jene, die er selber so oft wiederholt, nämlich dass es auf dieser Welt fast nur Idioten gibt.“ – Leo Tolstoi über Schopenhauer
Benutzeravatar
Khorneblume
Beiträge: 4670
Registriert: 11.03.2018 17:05
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Khorneblume »

Schopenhauer hat geschrieben: 27.04.2021 17:23
Khorneblume hat geschrieben: 26.04.2021 22:06 b) Das Crafting muss jetzt jedes Spiel haben, damit es schön Höchstwertungen absahnt und keine Kritik aufkommt, man habe sich nichts neues einfallen lassen. Fehlt nur noch so bisschen Open World, dann ist der ganze geile Shit beisammen. :)
Was ist das denn für eine haarsträubende Behauptung? Es gibt Spiele, die ohne beides auskommen und dennoch von Kritikern gefeiert werden.
Stimmt. Ich hab Battle Royal und Dröfltausend Nebenquests vergessen. :)
Benutzeravatar
Khorneblume
Beiträge: 4670
Registriert: 11.03.2018 17:05
Persönliche Nachricht:

Re: Resident Evil Village - Vorschau

Beitrag von Khorneblume »

Schopenhauer hat geschrieben: 27.04.2021 16:37 Übrigens, streng genommen gab es in Resi schon immer Crafting. Denk nur mal an die Kombination von Heilkräutern und Munitionsarten. Aber das dürfte einem Hardcore-Oldschool-Resi-Fan bestens bekannt sein.
Das händische Kombinieren von Waffe mit Munition ist für Dich "Crafting"?
Antworten