Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

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Kajetan
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Kajetan »

Usul hat geschrieben: 15.02.2021 11:33 Zum einen ist "anhaltend Veteranen beleidigt" eine übertriebene Darstellung,
Nein, eine Konstante.
... zum anderen ist das - wie bereits gesagt - nur ein Aspekt von Trump. Daß du aus diesem Thema eine besonders große Doppelmoral "der" Amerikaner zusammenbastelst, halte ich für eine verallgemeinernde, vereinfachende Sicht auf die Dinge. Mehr nicht.
Du drehst Dich im Kreis. Aber gut, sei es so. We agree to disagree :)
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Usul
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Usul »

Kajetan hat geschrieben: 15.02.2021 11:54Du drehst Dich im Kreis.
Wenn du "Wir drehen uns im Kreis" sagen würdest, ergäbe das Ganze mehr Sinn.
Gamer81
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Gamer81 »

In Wirklichkeit gibt es keine wahre Geschichte, denn jeder erzählt sie höchst wahrscheinlich zu seinem gunsten... Doch die Geschichte ist alt denn sie gibt es schon lange in vorm von Religionen .
Die größten Kriegstreiber der Menschheit 😉
Mfg
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NomDeGuerre
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von NomDeGuerre »

greenelve hat geschrieben: 13.02.2021 20:37 Ah, laut englischem Artikel liegt es an PBS und BBC. PBS hat die komplette Version und BBC ist gekürzt. Und diese scheint in Deutschland gelaufen zu sein.
Bedankt!
Sie nannten ihn Sausewind
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Khorneblume
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Khorneblume »

Gamer81 hat geschrieben: 15.02.2021 19:59 In Wirklichkeit gibt es keine wahre Geschichte, denn jeder erzählt sie höchst wahrscheinlich zu seinem gunsten... Doch die Geschichte ist alt denn sie gibt es schon lange in vorm von Religionen .
Die größten Kriegstreiber der Menschheit 😉
Mfg
Noch eine ganz schockierende Erkentnis: Sieger schreiben die Geschichte. Wobei wir dank jeder Menge gesammeltem Wissen heute schon ein sehr gutes Bild auf unsere Vergangenheit haben.

Kajetan hat geschrieben: 15.02.2021 08:45 Die Doppelmoral, die gedanklichen Verbiegungen, die nötig sind um diese Wahlentscheidung vor sich selbst und anderen zu rechtfertigen, ist in ihrem Ausmaß phänomenal.
Wenn wir ehrlich sind war Amerika schon immer so, angefangen beim Wilden Westen. Auch da gingen christliches Fundament und Revolver-Mentalität schon Hand in Hand. Mit der einen Hand wurde gebetet, mit der anderen geschossen. Gerade im Bezug an den Gebrauch von Schusseisen hat sich auch nie etwas daran geändert. Das ist doch praktisch wenn man schon kulturell nie gezwungen war zu Reflektieren, weil im Zweifel immer der Mann am Drücker recht hatte. Und wir sehen doch gerade was passiert, wenn eine Gegenseite selbst im Kleinen versucht mit uralten, fragwürdigen Traditionen aufzuräumen. Das ist für viele Eingefleischte Patrioten ein Angriff auf ihr Allerheiligstes, und dann erscheint da noch diese Lichtgestalt von einem Präsidenten und Messias, der ihnen das wahre Amerika für alle Zeiten predigt.. :)
Ryan2k6
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Ryan2k6 »

Gamer81 hat geschrieben: 15.02.2021 19:59 In Wirklichkeit gibt es keine wahre Geschichte, denn jeder erzählt sie höchst wahrscheinlich zu seinem gunsten... Doch die Geschichte ist alt denn sie gibt es schon lange in vorm von Religionen .
Die größten Kriegstreiber der Menschheit 😉
Mfg
Religion ist kein Kriegstreiber. Religion ist nur der einfachste vorgeschobene Grund um andere niederzumetzeln und eigene Interessen zu vertreten. Später auch gerne genutzt um zu überdecken, dass man auf Ressourcen aus ist.

Ohne Religion gäbe es trotzdem Kriege. Weil immer jemand etwas hat, was ein anderer will.

@Khorneblume
Naja, in heutigen Kriegen gibt es ja selten "die Gewinner". Ich würde nicht sagen, dass die USA gegen Afghanistan oder den Irak "gewonnen" haben. Wer ist der Gewinner in Syrien? Eigentlich gibt es schon lange nur noch Verlierer. Nein, nicht ganz, Gewinner sind die Rüstungskonzerne und wenn ich mir die Etats für "Verteidigung" der USA oder auch von Deutschland anschaue, wird mir übel.

Keine Ahnung, was Einsätze in Krisengebieten mit Verteidigung zu tun haben. Für mich könnte man die Armee komplett eindampfen auf ne kleine Truppe, die ausschließlich für den Verteidigungsfall da ist. Dafür lieber THW oder ähnliches aufstocken und die dann woanders oder auch bei Krisen im eigenen Land helfen lassen. Da kann man dann meinetwegen auch ein paar Soldaten mitschicken um die Helfer zu verteidigen.
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sourcOr
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von sourcOr »

Kajetan hat geschrieben: 14.02.2021 19:10Und wie erklärst Du Dir die vorbehaltlose Unterstützung für Trump, obwohl dieser WIEDERHOLT seine Verachtung für Soldaten/Veteranen ausgedrückt hat?
Weil es den Leuten relativ egal ist, was Trump wann genau von sich gegeben hat. Soweit ich weiß hat er das politisch ja auch nie untermauert, indem er denen irgendwelche Mittel gekürzt hätte oder sonst was.

Wenn ich deinen Gedanken weiterverfolgen würde, hätte ihn nämlich eigentlich fast niemand mehr wählen dürfen :D
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Kajetan
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Kajetan »

sourcOr hat geschrieben: 16.02.2021 10:01 Wenn ich deinen Gedanken weiterverfolgen würde, hätte ihn nämlich eigentlich fast niemand mehr wählen dürfen :D
Korrekt. Die Unterstützung für den Irrsinn, den die Republikaner (Trump ist ja nur ein Symptom, nicht die Ursache) im Laufe der Jahre seit Bush jr. losgetreten haben, hat ihre Ursache in einer fundamentalen, teilweise religiös bedingten Realitätsverweigerung. Man merkt hier deutlich, dass die USA immer noch stark von den religiös motivierten Auswanderern des 17. und 18. Jahrhunderts geprägt wird (Puritaner und andere), die man hier in Europa loswerden wollte und teilweise aktiv verfolgt hat. Daher auch diese unglaubliche, vom Calvinismus geprägte Doppelmoral, wo materieller Wohlstand mit Gottesgefälligkeit gleichgesetzt wurde und wer arm war, halt von Gott verdientermaßen für seine Sünden bestraft wurde.
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Knarfe1000
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Knarfe1000 »

Was Kajetan schreibt. Diese Mischung aus Calvinismus und Puritanismus ist es, die aus den USA ein für viele klar denkende Menschen unbegreifliches Land machen.

Im Kopf stecken dort Abermillionen Menschen noch in der frühen Neuzeit fest.
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Usul
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Usul »

OK... dann halte ich einfach die Schnauze in diesem erleuchteten Thread. Das schont die Nerven aller Beteiligten.
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Khorneblume
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Khorneblume »

Ryan2k6 hat geschrieben: 16.02.2021 08:56 @Khorneblume
Naja, in heutigen Kriegen gibt es ja selten "die Gewinner". Ich würde nicht sagen, dass die USA gegen Afghanistan oder den Irak "gewonnen" haben. Wer ist der Gewinner in Syrien? Eigentlich gibt es schon lange nur noch Verlierer. Nein, nicht ganz, Gewinner sind die Rüstungskonzerne und wenn ich mir die Etats für "Verteidigung" der USA oder auch von Deutschland anschaue, wird mir übel.
Wie hast Du denn diese Gratwanderung zu modernen Kriegen in meinen Kontext geschmuggelt? :)
Wenn ich von Geschichte sprach, meinte ich die Geschichtsschreibung der letzten Jahrhunderte, pardon Jahrtausende, und nicht unsere modernen Schauplätze. Genug Völker, Zivilisationen oder selbst Adelshäuser wurden im Laufe der Geschichte von den Siegern komplett ausradiert, so das hiervon maximal noch einzelne irgendwo in einem Geschichtsbuch auftauchen. Vieles was unsere Vergangenheit angeht liegt komplett hinter einem Schleier. Daher meinte ich, ist Geschichtsschreibung immer sehr mit Vorsicht zu genießen. Darum ging es mir. Nicht um irgendwelche Motive für moderne Konflikte.

Insofern passt das Sprichwort schon. Die Geschichte war immer die Retroperspektive der siegreichen Fraktion. Das lässt sich auf heute insofern nicht übertragen, da praktisch keine Nation mehr hingeht und sich mal eben einen ganzen Kontinent mit Gewalt aneignet. Maximal erobert man heute eine Halbinsel oder benachbarte Gebiete anderer Staaten. Mal mit mehr, mal mit weniger Echo. Der große Rest sind Stellvertreterkriege am Arsch der Welt, oder schlicht gezielte, politische Einflussnahme.
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oppenheimer
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von oppenheimer »

Khorneblume hat geschrieben: 16.02.2021 14:33Vieles was unsere Vergangenheit angeht liegt komplett hinter einem Schleier.
Historisch und teilweise auch familiär. Von meinem Uropa z.B. hätte ich auch gerne gewusst, wie es damals
wirklich wahr im 2. WK.
Anfang bis Ende Ostfront, Belagerung von Sewastopol, dann sowjetische Kriegsgefangenschaft.
Mehr weiß ich nicht und werd ich auch nie wissen, denn auf Nachfrage kam nur: "Hau bloß ab mit dem verdammten Krieg, Jung!"
Bei Opa exakt das Gleiche, nur hat er noch weniger erzählt. Beide waren gezeichnet bis ans Lebensende.
Im Wehrpass vom Großonkel (stolze 19 Jahre alt geworden) steht nur das übliche "blah... tapfer und ehrenhaft gefallen...blah".
Aber vielleicht ist das auch alles, was ich über den Krieg wissen muss.

Ansonsten kenne ich nur die zivile Perspektive durch meine Großmutter und kurz gesagt: Wenn man auch nach 70+ Jahren noch traumatisiert ist und lebhafte Erinnerungen an Bombenangriffe, Ausharren im Luftschutzbunker und Opfer von Phosphorgranaten hat...

Na, wie auch immer. Die Entwickler sollten sich besser verdammt anstrengen, wenn sie unbedingt wahre Kriegsgeschichten nachstellen wollen. So wie ich das sehe, kann man dabei sehr viel falsch, aber nur verflucht wenig richtig machen.
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Kajetan
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Kajetan »

oppenheimer hat geschrieben: 16.02.2021 17:08 Na, wie auch immer. Die Entwickler sollten sich besser verdammt anstrengen, wenn sie unbedingt wahre Kriegsgeschichten nachstellen wollen. So wie ich das sehe, kann man dabei sehr viel falsch, aber nur verflucht wenig richtig machen.
Es gibt bei Polygon.com ein entlarvendes Interview mit dem Studio-Chef.
https://www.polygon.com/2021/2/15/22279 ... r-politics

"For Tamte, the goal of Six Days in Fallujah is to celebrate the heroism of those Coalition forces who fought there. The goal is to empathize with them, and also with the civilians trapped in the city. Anything else is a distraction."

USA!USA! Und ein klein wenig Awwww! weche den arme Zivilisde, die dabei auch draufgegangen sin, gell?
Zuletzt geändert von Kajetan am 16.02.2021 19:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von bloub »

Ryan2k6 hat geschrieben: 16.02.2021 08:56 Naja, in heutigen Kriegen gibt es ja selten "die Gewinner". Ich würde nicht sagen, dass die USA gegen Afghanistan oder den Irak "gewonnen" haben. Wer ist der Gewinner in Syrien? Eigentlich gibt es schon lange nur noch Verlierer. Nein, nicht ganz, Gewinner sind die Rüstungskonzerne und wenn ich mir die Etats für "Verteidigung" der USA oder auch von Deutschland anschaue, wird mir übel.
eben, ums gewinnen gings primär noch nie, sondern darum seine interessen durchzusetzen und die waren schon immer meistens finanzieller natur einiger weniger. um mal den irakkrieg als beispiel zu nehmen, einer der grössten ausrüstungskonzerne für die us-armee ist halliburton, die hatten tatsächlich erreicht, dass die alles über blankoschecks abrechnen konnten, da wurde die lieferung einer kiste cola ins kriegsgebiet schonmal 45 dollar abgerechnet . fun fact: vizepräsident cheney war vor seiner amtszeit ceo des konzerns. da stellt sich nicht mehr die frage, wie halliburton zu den blankoschecks gekommen ist oder? :wink-old:
Zuletzt geändert von bloub am 16.02.2021 20:28, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Six Days in Fallujah: Taktischer Militär-Shooter will wahre Geschichten des Irak-Krieges nachstellen

Beitrag von Erkannt »

Ich finde, wer Krieg erleben will, echt und authentisch, der sollte in einen solchen höchstselbst ziehen. Videospiele hingegen können niemals auch nur ein Minimum an Glaubhaftigkeit vermitteln. Sowas ist nur Werbegeschwätz. Mag sein, dass jemand seine Erlebnisse vielleicht vermitteln will, doch Nachvollziehbar wird diese, meist wenig schmeichelhafte Erfahrung, nur für jene sein, die selbst auch, auf dieser oder jener Seite beteiligt waren.
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