EA: Übernimmt BioWare/Pandemic

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Max Headroom
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Naja... fast :)

Beitrag von Max Headroom »

Smer-Gol hat geschrieben:Das meine Lieblingsschmiede Bioware von EA aufgekauft wird finde ich die schlechteste Meldung seit langem. Das hat nicht nur mit Sympatien zu tun.
Es gibt Spieleteams, die gänzlich mit einem geliebten Projekt aufhören (müssen), ganz ohne Aufkaufen. Denke mal über das Hickhack bei Okami nach. Die Glover Studios hatten ebenfalls nichts zu lachen, ganz ohne Electronic Arts.
Einmal ist dieser Aufkaufwahnsinn allgemein schlecht. Nicht kaufen, selber machen sollte das Motto sein. Das trifft nicht nur auf die Spielebranche zu.
Wenn Du, als Hersteller von Computermäusen, in der Klopapierproduktion einsteigen möchtest, weil besonders blümiges Papier in nächster Zeit wohl gut ankommen wird, wirst Du dir das Wissen wohl auch "aneignen". Und wenn jemand eben käuflich ist, dann gibst Du für diesen produktiven Mitarbeiter gerne das Geld aus, dann kannst Du auch in das Klopapiergeschäft mitmischen. Wo ist das Problem ? Ist eine ganz normale Tätigkeit auf der Welt. Rate mal, wieviele Menschen überhaupt von einer Firma zur anderen "wechseln", wenn sie erstmal vom Headhunter mit einer gewissen Summe geködert werden ? Gar nicht mal so wenige, glaube mir ;)
Trotzdem, alles schwarz sehen braucht man jetzt nicht gleich. EA´s Geld könnte auch zu höhenflügen in den Spielen führen was hoffentlich der Hauptgedanke bei Bioware war.
Wenn sie schlau waren, dann haben sie den Kauf mit Bedingungen geknüpft. Sie verpflichten sich zwar für bestimmte Aufgaben (<x> Spiele abliefern, Support, ...), aber den Inhalt der Spiele wollen sie zu <x> Prozent selbst bestimmen, oder sie klammern sich aus bestimmten Spielesparten aus. BioWare wird z.Bsp. EA im RPG-Sektor aufwerten, dafür wollen sie nichts mit der Sport Sparte zu tun haben. Oder Criterion z.Bsp. die die Burnout-Fahne hochhalten. Black war ein Volltreffer, aber ihr nächstes "fremdes" Projekt wird laut Aussage *kein* Black-Nachfolger. EA gibt denen anscheinend zuviel Freiheit (und Geld!) ;)
Was ist wenn es EA mal nicht so gut geht? Wenn die Einnahmen nicht im gewohnten Stil eingehen.
Dann trennt sich EA von dem Spiel an sich, oder direkt von der ganzen Firma. Ist ja ihr Eigentum, oder etwa nicht ? Wenn *dein* gekauftes Team nicht das liefert, was Du gerne hättest, dann willst Du dein Geld auch irgendwie wiedersehen, oder ?
Nur hat sich BioWare mit genügend Pluspunkte profiliert und braucht keine Angst zu haben, als "Software-Sklaven" zu enden. Da mache ich mir keine Sorgen drum. Die System-Shock Serie war zwar phänomenal, doch finanziell war's kein Megaerfolg. EA könnte da im Marketing mit mehr Ahnung trumpfen und denen unter die Arme greiffen.
Wenn EA fast die ganze Branche beherrscht, wird es auch der ganzen Branche schlecht gehen falls EA minus macht.
Wenn Du's besser kannst als EA, dann bringe was selbst raus. Und schwupps, die Leute fressen DIR aus der Hand und EA guckt blöd aus der Wäsche. Doch bis dahin musst DU die Kosten tragen. Die teuren Software-Lizenzen wie Photoshop, Maya & Co., Hardware zum Entwickeln (Dev-Kits), die SDK der Engine, das Team will sich ja von etwas ernähren, mögliche Büroräume, denn im Wohnzimmer lässt sich nicht immer gut mit 20 Mann arbeiten, Werbekosten (unsummen!!) und PR-Auftritte, Messebesuche und -stände usw.
Viel Spaß mit dem Girokonto :)
Ich sehe das eher skeptisch
Ich habe doch noch nicht einmal etwas sehen können, was skeptisch erscheint. BioWare und Pandemic haben bis jetzt gute bis sehr gute Arbeit geliefert. Ich weiss nicht, ob ich mich über nicht sichtbaren oder gar angekündigten Produkten ärgern soll, oder nicht. Noch habe ich kein vermurkstes Mass Effect gesehen. Noch habe ich keine GBA-Version von Mercenaries in den Fingern gehabt. Und seien wir mal ehrlich... wer freut sich nicht, wenn er das neue NFS: Pro Street in den Händen hält oder in Burnout 5 an den Massenkarambolagen $$$-Zeichen sammelt ? Die Leute kaufen den Titel um Spaß zu haben, und die liefern diese Spiele. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass Produzenten wie EA, JoWood (gibt's die noch ?), UbiSoft & Co. was anderes im Sinn haben. Wenn die Produzenten sehen, dass ihr viel zu früh erschienenes Gothic-Game von der Fangemeinde kritisiert wird, dann lernen die daraus und lassen den Nachfolger lieber besser reifen oder wechseln im Notfall das Team, wenn wirklich alles vermurkst ist. Das machen alle Produzenten, nicht nur der EA-Riese.
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dont_panic
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Beitrag von dont_panic »

Japp, abwarten was daraus wird. Denn wie gesagt, wenn es nicht läuft wie gewollt, dann können die federführende Kräfte hinter BioWare ohne Weiteres ein neues Studio aufmachen. Oder BioWare wird zurückgekauft. Wenn man sich Bungie anschaut, ist dies nie ausgeschlossen. Ausserdem: die Leute, die Skepsis haben, dass EA die Qualität der Bioware-Titel ruiniert, weil sie auf einen Releastermin pochen, obwohl das Spiel noch nicht fertig ist, können mit den jüngsten News um das EA-Spiel "Army of Two" zumindest ein bisschen beruhigt werden:
Laut Alan Tascan (EA Montreal) sollen Frank Gibeau (EA Games) und John Riccitiello (EA CEO) den Vorschlag bzgl. der Verschiebung recht schnell abgenickt haben. Army of Two ist schließlich auch der Versuch des Publishers, mal wieder eine neue Marke aufzubauen - dementsprechend rund soll das Produkt auch sein. Das Projekt sei sehr ambitioniert gewesen, nie habe es den Zwang gegeben, zu einem bestimmten Termin unbedingt fertig sein zu müssen.
Oder das ist Marketing im Zuge der breiten Skepsis durch den Bioware-Deal. :-) Aber das halte ich eher für unwahrscheinlich.