E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

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Ultimatix
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Ultimatix »

Xris hat geschrieben: 28.08.2019 17:38 Und warum ist E-Sport mehr Sport als Schach? Weil du im Sommer schwitzt beim zocken?
Weil du mehr als nur 2 Finger bewegst. Du benutzt beide Hände (linke Hand an der Tastatur und die rechte an der Maus). Das ist faktisch einfach mehr Bewegung als beim Schach. Klar, ist das eigentlich kein Sport, aber immer noch mehr als Schach und trotzdem wird Schach als Sport anerkannt :)
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Xris
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Xris »

Ultimatix hat geschrieben: 28.08.2019 17:40
Xris hat geschrieben: 28.08.2019 17:38 Und warum ist E-Sport mehr Sport als Schach? Weil du im Sommer schwitzt beim zocken?
Weil du mehr als nur 2 Finger bewegst. Du benutzt beide Hände (linke Hand an der Tastatur und die rechte an der Maus). Es ist faktisch einfach mehr Bewegung. Klar, ist das eigentlich kein Sport, aber immer noch mehr als Schach und trotzdem wird Schach als Sport anerkannt :)
Ähem ja...
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Ultimatix
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Ultimatix »

Xris hat geschrieben: 28.08.2019 17:42 Ähem ja...
Warum soll deiner Meinung nach E-Sport nicht als Sport anerkannt werden wenn doch Schach auch als Sport anerkannt worden ist? ;)
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Xris
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Xris »

Ultimatix hat geschrieben: 28.08.2019 17:44
Xris hat geschrieben: 28.08.2019 17:42 Ähem ja...
Warum soll deiner Meinung nach E-Sport nicht als Sport anerkannt werden wenn doch Schach auch als Sport anerkannt worden ist? ;)
Weil man aus Fehlern lernen sollte. Was kommt als nächstes? Seit Jahren fordern auch Anhänger des Wettessen die Anerkennung als Sportart.
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Hokurn
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Hokurn »

Schulsport:
Hier geht es ja nicht nur um die körperliche Fitness. Der Sportunterricht dient zu großen Teilen auch einfach dazu Begeisterung an der Bewegung bei den Kindern zu wecken. Insofern finde ich je nach Alter einen Fokus aufs Spielen auch nicht so verkehrt. Die Vielfalt dient ja auch jedem Kind vllt den Blick für seine Sparte zu öffnen. Da spielt man ein Jahr viele Ballsportarten (Mit Regelwerk und co.) durch und findet sich in der Freizeit neben dem Fußball auch mal auf nem Basketballplatz wieder und versenkt ein paar Körbe mit den Freunden. Wir sind als Menschen weit entfernt von einem Leben mit perfekter körperlicher Fitness. Wenn man da hier und da im Schulalter Interesse an Nischen weckt hat man vllt auch ein paar mehr abgeholt, die sich nicht fürs Joggen, Fußball spielen oder das Fitnessstudio begeistern können.
Das ist mir iwie wichtiger als wenn nach der Schulzeit der tolle Trainingsplan beiseite geworfen wird.
Ich persönlich (weils hier auch Thema war) brauche tatsächlich auch einen Ausgleichssport. Ich könnte nur schwer 4-5 mal die Woche zum Fitness. Da mach ich lieber 1-2 die Woche etwas anderes und hab ein wenig Abwechslung. Das hält die Motivation bei mir jedenfalls höher.

Anerkennung E-Sport als Sport:
Abgesehen von meiner oberflächlichen alter Sack Meinung, die natürlich dadurch entstanden ist, dass in meiner Jugend E-Sport kein Thema war, find ich die Auswahl der Spiele im E-Sport schwierig.
Fifa? Momentum!
COD/Shooter? irgendwelche toten Winkel und schlechte Hitmarker!

Da schließt sich in den Spielebereichen wo ich mich ansatzweise auskenne (Ich hab keinen Plan von Dota) irgendwie schon viel nach Pong gleich wieder dadurch aus, dass Teilbereiche eines Spiels aus Automatismen bestehen und hier und da auch mal etwas nicht ganz Fair und ohne Regelkonsequenz abläuft. Wenn Werder Bremen gegen den HSV spielt sollte eine Papierkugel halt auch nicht für ein Tor sorgen. :lol:
Auch steckt in offiziellen Fußbällen und Trikots schnell mal viel Kohle drin. Spiele haben doch jetzt schon das Problem, dass man stellenweise ein Ticken zu wirtschaftlich denkt.
Und wie die ein oder andere Kindheit durch den Fußball durchgeplant ist find ich eh schon komisch. Das jetzt auch noch für Fifa...

Ich bin da vom Spielgeschmack ganz oft aber auch eher auf der anderen Seite und erhoffe mir die Anerkennung als Kunst was dem ein oder anderen Spiel durchaus helfen würde. Da hab ich dann auch einfach einen Entwickler lieber der eine künstlerische Vision verwirklicht als das perfekte E-Sport Spiel.

Interessieren würde mich da auch das Thema Jugendschutz:
Bei Fußballern hat man das Thema mit den Verträgen bei Minderjährigen etc. doch auch öfter.
Wüsste jetzt aber auch nicht die Altersstruktur im E-Sport. ;)
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Iphikles
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Iphikles »

E-Sports mit denselben Fördermaßnahmen zu bedenken wie den Sport im herkömmlichen Sinne - und nur um diese finanziellen Aspekte dürfte es letztlich gehen - würde einen Wertungswiderspruch darstellen. Die Sportförderung hat neben den sozialen und pädagogische Funktionen den gesundheitsfördernden Charakter des Sports als Zweck. E-Sports dienen diesen Zwecken eher nicht, jedenfalls nicht in demselben Maß.
Zudem ist, wie schon von Vorrednern angesprochen wurde, zu bedenken, dass der E-Sport im Gegensatz zu den analogen Sportarten auf eine bestimmte Software angewiesen ist, über die sich die jeweilige "Disziplin" ab- und ausschließend definiert. Der mit den Sportartikelherstellern gezogene Vergleich ist nicht überzeugend, da es für jede sportliche Disziplin eine bunte Vielzahl an Herstellern gibt und die Förderung einer bestimmten DIsziplin nicht automatisch einen einzelnen Hersteller fördert und die anderen ausschließt.

Die (mittelbare) Förderung einzelner Unternehmen rückt das Ganze schon näher in Richtung Wirtschafts- als Sportförderung.
Liesel Weppen
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Liesel Weppen »

ronny_83 hat geschrieben: 28.08.2019 13:01 Vielleicht sollte erstmal zwischen Sport und Wettkampf differenziert werden. Sport zu treiben kann man auch ohne einen Wettkampf zu bestreiten. Beides ist unabhängig voneinander.
Bei so ziemlich allen Sportarten sind Wettkämpfe aber essenzieller Bestandteil.
Man will sich ja messen. Jeder will besser sein als der andere, am besten der Beste überhaupt.
Um auf die Massentauglichkeit und natürlich auch die Kommerzialisierung zurückzukommen: Was guckst du im TV oder kaufst teuer Eintrittskarten? Bayern München beim wöchentlichen Training oder Bayern München im WM-Finale?

Übrigens ein Grund, warum ich so ziemlich alle Sportarten wieder aufgegeben habe und auch die Vereine wieder verlassen habe: Ich wollte die Sportarten nur zum Spass machen. Weil es mir halt einfach Spass machte das auszuüben. Ich hatte und habe keinerlei Interesse daran in irgendwelchen Wettkämpfen zu beweisen, dass ich besser bin als irgendjemand anders. JEDER Verein wo ich bisher war, hat aber früher oder später immer angefangen Druck auszuüben, dass ich doch an Wettkämpfen teilnehmen sollte. "Warum machst du das überhaupt, wenn du nicht gewinnen willst"... "Aber der Verein will doch diese oder jene Veranstaltung gewinnen"...
Wortgewandt hat geschrieben: 28.08.2019 10:59 Ich glaube, das verkennen viele, wenn sie denken, dass Fifa oder CoD oder Starcraft auch so anspruchsvoll wie Schach sein sollen. Sind sie nicht mal im Ansatz. Das ist krümelige Kinderkacke dagegen. Und genau deswegen sehe ich Schach auch als sehr intensiven Denksport an - die dagegen primitiv anmutenden Unterhaltungsspiele definitiv nicht.
Im Gegensatz zu Schach kommt bei Videospielen aber auch Timing dazu. Reaktion würde ich jetzt mal ausschließen, wenn man Schach mit Zugzeit spielt, aber selbst dann hast du beim Schach nicht den Anspruch, dass du genau zum RICHTIGEN Zeitpunkt reagieren musst. Mit anderen Worten, Schach hat keinerlei Anspruch an motorisches Geschick. Schnelles Reagieren (bei Speedschach) ja, taktisches/strategisches Denken, ja, aber defintiv nicht Geschick.
Und die taktische, strategische Tiefe würde ich bei einigen Spielen jetzt nicht unbedingt maßgeblich niedriger als bei Schach einschätzen.
Zudem kommt je nach Spiel auch noch Teamplay. Ist praktisch ein Mannschaftssport. CS spielt man afaik 4 gegen 4, nicht 1 gegen 1. Beim Schach bist du nicht darauf angewiesen, dass sich dein Teamkollege mit dir koordiniert. Und das dann immernoch gepaart mit taktischem vorgehen.
Mir scheint umgekehrt genauso, du unterschätzt diverse Aspekte von solchen Spielen gewaltig.

BTW: Ist Gotcha/Paintball eigentlich als Sport anerkennt? Das ist praktisch CS:Go aber MIT körperlicher Betätigung. Also eigentlich alle Aspekte erfüllt. ;)
Ultimatix hat geschrieben: 28.08.2019 17:44 Warum soll deiner Meinung nach E-Sport nicht als Sport anerkannt werden wenn doch Schach auch als Sport anerkannt worden ist? ;)
Weil Schach nur wegen seiner über 100-jährigen Historie als Sport anerkannt wurde. Ist zwar auch nur ein Workaround zur Kulturerhaltung, aber DEN Anspruch hat e-Sport halt erst so in etwa 90 Jahren. ;)
Doc Angelo
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Doc Angelo »

Iphikles hat geschrieben: 28.08.2019 19:59 Zudem ist, wie schon von Vorrednern angesprochen wurde, zu bedenken, dass der E-Sport im Gegensatz zu den analogen Sportarten auf eine bestimmte Software angewiesen ist, über die sich die jeweilige "Disziplin" ab- und ausschließend definiert. Der mit den Sportartikelherstellern gezogene Vergleich ist nicht überzeugend, da es für jede sportliche Disziplin eine bunte Vielzahl an Herstellern gibt und die Förderung einer bestimmten DIsziplin nicht automatisch einen einzelnen Hersteller fördert und die anderen ausschließt.
Das ist auch ein ziemlich wichtiger Punkt. Eine Mindestanforderung für Förderung wäre eigentlich eine Quellöffnung und kostenlose Bereitstellung der Software: Das Spiel müsste Open Source sein. Anders können Vereine gar nicht gezielt trainieren oder lokale Turniere veranstalten.

Man stelle sich das mal vor: Gerade haben sich etliche Vereine etabliert... und der Publisher macht dicht und die exklusiven Server werden abgeschaltet. Spiel tot. Und nu?
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greenelve
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von greenelve »

Doc Angelo hat geschrieben: 28.08.2019 20:47
Iphikles hat geschrieben: 28.08.2019 19:59 Zudem ist, wie schon von Vorrednern angesprochen wurde, zu bedenken, dass der E-Sport im Gegensatz zu den analogen Sportarten auf eine bestimmte Software angewiesen ist, über die sich die jeweilige "Disziplin" ab- und ausschließend definiert. Der mit den Sportartikelherstellern gezogene Vergleich ist nicht überzeugend, da es für jede sportliche Disziplin eine bunte Vielzahl an Herstellern gibt und die Förderung einer bestimmten DIsziplin nicht automatisch einen einzelnen Hersteller fördert und die anderen ausschließt.
Das ist auch ein ziemlich wichtiger Punkt. Eine Mindestanforderung für Förderung wäre eigentlich eine Quellöffnung und kostenlose Bereitstellung der Software: Das Spiel müsste Open Source sein. Anders können Vereine gar nicht gezielt trainieren oder lokale Turniere veranstalten.

Man stelle sich das mal vor: Gerade haben sich etliche Vereine etabliert... und der Publisher macht dicht und die exklusiven Server werden abgeschaltet. Spiel tot. Und nu?
Motorsport. Ferrari macht nicht öffentlich, wie die einzelnen Bauteile im F1 Auto funktionieren und zusammengebaut sind. Stellt der Hersteller seine Beteiligung am "Sport" ein, kann dies das komplette Aus einer Disziplin bedeuten. Die DTM hatte nach dem Ausstieg von Mercedes jenes Problem und darüber hinaus gibt es Rennserien im unteren Bereich, die von einem Hersteller quasi abhängig sind. Und die Fahrer sind komplett auf die Gerätschaften angewiesen - analog zu Gamer spezielle Computer (die Leistung des Autos) / Games (DTM Wagen hilft in der F1 nicht weiter).

Eine Förderung für 100 M Läufer schließt Stabhochspringer nicht mit ein. Als Voraussetzung würde dies aber kaum jemand fordern.

Spiele müssen nicht Open Source sein, damit Vereine gezielt trainieren können. Clans, was im Grunde Vereine sind, können bereits gezielt trainieren, und dies ohne Open Source. Spezielle Trainingsarten obliegen Regelwerk, äußeren Umständen und Geld. Rennfahrer haben nicht vollständigen Zugriff auf sämtliche Trainingsmöglichkeiten. Ich verstehe den Wunsch nach Open Source und somit mehr Kontrolle als Endkonsumer, aber für (Hochleistungs)Sport ist das nicht zwingend notwendig.

ps: Die grundsätzliche Abhängigkeit einer Sportart an eine Firma dürfte mit Games ein völlig neues Feld betreten. Ob es deswegen kein Sport sein darf... Wie schon festgestellt wurde, Sport ist ein sehr breites Feld, dem sich keine klare Definition geben lässt.
Liesel Weppen
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Liesel Weppen »

greenelve hat geschrieben: 28.08.2019 21:02 Spiele müssen nicht Open Source sein, damit Vereine gezielt trainieren können.
Zumal "Training" z.B. bei Fussball ja noch recht einfach erscheint. Zu Not nagelt man halt einen Holzrahmen als Tor zusammen und spielt mit einer Melone, statt einem normgerechten Fussball, auch wenn das dann nicht so ganz den offiziellen Vorschriften entspricht.

Aber nimm mal Skiweitsprung oder Slalom? Fallen die Skier der Athleten vom Himmel, oder müssen die auch von einem Hersteller gekauft werden? Woher hat man das Geld und was macht man, wenn man sich das nicht leisten kann?
Schießsport? Soll ich die Bleikugeln spucken, wenn ich mir kein entsprechendes Gerät leisten kann?
Tischtennis kann man zur Not auch auf einem Biertisch spielen (und selbst den kriegt man idR nicht geschenkt) und als Schläger geht zur Not auch ein Buch.

Ohne Moos nix los, das trifft auch auf die meisten offiziell anerkannten Sportarten zu, VORALLEM, wenn man die auch noch professionell betreiben will. Und selbst wenns beim 100m Läufer nur die Sportschuhe sind.

Aber wenn sich ein e-Sport CS:Go-Verein (oder die entsprechenden Mitglieder selbst) jetzt die entsprechende Lizenz leisten können müssten, ist das ein Nogo... so kann das nicht sein. Zugriff auf das Sportgerät MUSS kostenlos sein.
johndoe1238056
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von johndoe1238056 »

Hier herrscht offenbar eine ziemliche Verwirrung was eine Sportart und was ein Sportgerät ist.
Liesel Weppen
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Liesel Weppen »

ronny_83 hat geschrieben: 28.08.2019 21:47 Die Trainingsgeräte müssen sich viele Sportler doch aber selbst kaufen. Die kriegt doch nicht jeder gefördert, oder?
Jein, der Verein wird gefördert, nicht der einzelne Sportler. Warst du schonmal in einem Tischtennisverein, wo du dir die Tischtennisplatte selbst hättest kaufen müssen um überhaupt spielen zu können und der nicht Tischtennisschläger in Vereinsbesitz hatte, damit eben auch mal andere Leute die keinen eigenen Schläger haben spielen können?
Akabei hat geschrieben: 28.08.2019 21:59 Hier herrscht offenbar eine ziemliche Verwirrung was eine Sportart und was ein Sportgerät ist.
Hier herrscht offenbar ziemliche Verwirrung, was beim e-Sport "Sportart" und was nur "Sportgerät" ist. CS:Go ist Sportgerät, bestenfalls eine Disziplin. Die Sportart ist Taktikshooter.
Siehe Motorsport, Formel 1 ist auch nicht DTM. Beim Sportschießen haben die 10m Luftgewehrschützen auch nicht viel mit den Kleinkaliberschützen gemein, ausser das sie halt schießen. Und Bi/triathleten vereinen sogar mehrere "Sportarten" in ihre Disziplin. (Polnischer Triathlon: Zu Fuß ins Schwimmbad laufen, 500m schwimmen und mit dem Fahrrad nachhause fahren *SCNR*)
100m Läufer sind auch Läufer, treten aber idR nicht beim Marathon an.
Und Schach gibts auch mit oder ohne Zeitbeschränkung.
Slalom fährt man auch mit anderen Skiern als Weitsprung.
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Hokurn
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Hokurn »

Das hinkt doch komplett... wenn ich Fußball spiele treibe ich Sport. Wenn ich CS Go spiele bin ich irre weit weg das Spiel als Sportgerät zu nutzen. E-Sportler haben doch soweit ich weiß eine ganz andere Herangehensweise an Spiele.
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von johndoe1238056 »

Liesel Weppen hat geschrieben: 28.08.2019 22:25
ronny_83 hat geschrieben: 28.08.2019 21:47 Die Trainingsgeräte müssen sich viele Sportler doch aber selbst kaufen. Die kriegt doch nicht jeder gefördert, oder?
Jein, der Verein wird gefördert, nicht der einzelne Sportler. Warst du schonmal in einem Tischtennisverein, wo du dir die Tischtennisplatte selbst hättest kaufen müssen um überhaupt spielen zu können und der nicht Tischtennisschläger in Vereinsbesitz hatte, damit eben auch mal andere Leute die keinen eigenen Schläger haben spielen können?
Akabei hat geschrieben: 28.08.2019 21:59 Hier herrscht offenbar eine ziemliche Verwirrung was eine Sportart und was ein Sportgerät ist.
Hier herrscht offenbar ziemliche Verwirrung, was beim e-Sport "Sportart" und was nur "Sportgerät" ist. CS:Go ist Sportgerät, bestenfalls eine Disziplin. Die Sportart ist Taktikshooter.
Siehe Motorsport, Formel 1 ist auch nicht DTM. Beim Sportschießen haben die 10m Luftgewehrschützen auch nicht viel mit den Kleinkaliberschützen gemein, ausser das sie halt schießen. Und Bi/triathleten vereinen sogar mehrere "Sportarten" in ihre Disziplin. (Polnischer Triathlon: Zu Fuß ins Schwimmbad laufen, 500m schwimmen und mit dem Fahrrad nachhause fahren *SCNR*)
100m Läufer sind auch Läufer, treten aber idR nicht beim Marathon an.
Und Schach gibts auch mit oder ohne Zeitbeschränkung.
Slalom fährt man auch mit anderen Skiern als Weitsprung.
Nö, die Sportart ist immer noch CS und das Sportgerät sind Maus und Tastatur und wie beim "normalen" Sport auch, ist deren Wahl eher zweitrangig.

Das Verständnisproblem haben aber offenbar ein paar Leute hier, wenn ich mir so durchlese, was hier bereits über Fußbälle, Trikots und deren Vergleichbarkeit mit einem Videospiel gepostet wurde.
Liesel Weppen
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Re: E-Sport ist "kein Sport im Sinne des geltenden Rechts"

Beitrag von Liesel Weppen »

Hokurn hat geschrieben: 28.08.2019 22:36 Das hinkt doch komplett... wenn ich Fußball spiele treibe ich Sport. Wenn ich CS Go spiele bin ich irre weit weg das Spiel als Sportgerät zu nutzen.
Je nach deiner Definition von "Sport" bist du beim CSGo spielen irre weit weg von Sport. Das ist richtig. Dennoch ist es das die Disziplin die du ausübst.
Hokurn hat geschrieben: 28.08.2019 22:36E-Sportler haben doch soweit ich weiß eine ganz andere Herangehensweise an Spiele.
Inwiefern? Im Vergleich zu was?
Ja, die spielen exzessiver, haben mehr Verständnis für die Mechaniken, reagieren schneller, haben mehr "Backlog" ala "was könnte der Gegner tun" usw. Ist das bei Fussball anders?
Man kann an dem Punkt auch die Frage stellen, "ab wann ist man ein E-Sportler"?
Ist der 12-jährige der alle 4 Wochen mal auf dem Boltzplatz gegen einen Ball tritt ein "Sportler" oder gar ein "Fussballer"? Oder muss man Vereinsmitglied sein und an Wettkämpfen teilnehmen, um als "Sportler" zu gelten?
Zuletzt geändert von Liesel Weppen am 28.08.2019 23:01, insgesamt 1-mal geändert.