Nunja.. wenn wir die ehemalige Wehrpflicht und die sogenannte "allgemeine Reserve" betrachten.. hätte man da vor ein paar Jahren noch ein Argument bauen können.
Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
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- sabienchen.banned
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
- Skabus
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Ich weiß jetzt nicht, ob das ironisch gemeint ist, aber ich finde die Frage tatsächlich nicht leicht zu beantworten. Nicht, weil ich es so toll finde auf Kinder zu schießen oder dergleichen, sondern wegen der Frage nach der Immersion. Wenn wir mal annehmen, dass Kinder einen wichtigen Teil zur Glaubwürdigkeit des Szenarios beitragen und sie dann fehlen, dann ist das schon ein Immersionsproblem. Allerdings gab es schon viele Spiele, bei denen Kinder gefehlt haben und man hat es oft einfach nicht bemerkt. "Gothic 2" ist so ein gutes Beispiel. Hab mir komischerweise nie gedacht: "Moment mal....warum gibt es hier keine Kinder?" Somit hat die Abwesenheit der Kinder für mich keinen Immersionsbruch bedeutet.Ryan2k6 hat geschrieben: ↑15.07.2019 16:15 Warte warte, du findest eine Welt in der es gar keine Kinder gibt bietet mehr Immersion, als eine in der es welche gibt, man sie aber nicht erschießen kann/darf? Falls ich mal Kinder hab, lass ich die lieber nicht in deine Nähe, nachher erschießt du sie noch, einfach nur weils geht.
Wenn aber Kinder vorhanden sind und sie dann unsterblich sind, dann ist das mMn ein direkter, sichtbarer und schwer zu ignorierender Immersionsbruch. Es geht ja auch nicht immer nur darum, dass ICH als Spieler, das Kind töten will, sondern darum wie z.B. die "Sandbox" reagiert. Damit meine ich: Es ist nicht nur immersionsbrechend, wenn ich das Kind nicht verletzten kann, wegen God Mode, sondern es ist auch lächerlich, wenn das Kind deswegen auch alles ignoriert, was sonst in der Spielwelt passiert, bzw. immun gegen jeden Schaden wird, der um ihn herum passiert. Beispielweise wenn eine Granate/Bombe/etc. geworfen wird, und alle nehmen schaden, nur das Kind steht komplett unbekümmert in Mitten der Explosion, zuckt mit den Schultern und sagt im schlimmsten Fall noch einen Standard-Satz auf, so als würde um das Kind herum nicht alles in Flammen stehen. DAS ist mMn deutlich immersionsbrechender, als wenn die Kinder nicht da sind.
Meiner Meinung nach hat Gothic das Problem mit den "unsterblichen NPCs" ganz gut gelöst: Unsterbliche NPCs die wichtig sind, konnten zwar verletzt und zu Boden geprügelt, aber nicht getötet werden. Das wäre mMn die beste Lösung für Kinder-NPCs. Nicht, damit man seinen Gelüsten nach virtueller Kindesmisshandlung nachgehen kann, sondern damit die Immersion nicht allzu stark gebrochen wird, aber man dennoch keine Schandtaten wie Kindesmord vollführen kann.
MfG Ska
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Ultima89
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Und wenn es so wäre?Usul hat geschrieben: ↑18.07.2019 15:41Du unterteilst also quasi in Kinder, Frauen und Männer?Ultima89 hat geschrieben: ↑18.07.2019 12:58 Kinder abzuknallen ist also ein" No No", wenn es nach CDPR geht. Frauen abzuknallen, ist aber ok? Ich lese nichts davon, dass sie auch den göttlichen Schutzschild tragen. Kann nur noch sein, dass alle Questgeber im Spiel Frauen sind, was ich allerdings stark bezweifle. Oder es gibt gar keine Frauen im Spiel? Eventuell hab ich eine News übersehen.
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Ultima89
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Auch wenn du auf meine Frage mit einem Statement ohne Begründung antwortest, möchte ich fragen: Warum wäre das schade?
- Usul
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Ne, jetzt würde ich gerne wieder auf meine Frage zurückkommen, bevor wir weiter über etwas reden, was noch nicht klar ist.
Du unterteilst also quasi in Kinder, Frauen und Männer?
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Doc Angelo
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Manche Dinge machen einfach keinen richtigen Sinn: Man stelle sich vor, es gäbe ein Spiel, wo man viel mit dem Auto durch eine belebte Stadt fährt, und es wäre möglich Menschen zu überfahren..... (hüstel). Man fährt über eine Kreuzung, macht einen Fehler und schleudert über die Spuren. Dabei überrollt man eine Familie. Vater und Mutter fliegen in Fetzen durch die Gegend, während das Kind... ja, wie man das genau machen sollte... ich hab keine Ahnung. Soll es einfach wie durch ein Wunder immer noch dort stehen, wo es war?
Eine Sandbox sollte keine moralischen Grenzen haben. Und in gewisser Weise sind interaktive Medien immer eine Sandbox. Die freie Entscheidung etwas zu tun oder zu lassen macht die Interaktivität ja erst aus. Gäbe es wortwörtlich keine Entscheidungen, dann wäre es ein nicht-interaktives audio-visuelles Medium -> also ein Film.
Eine Sandbox sollte keine moralischen Grenzen haben. Und in gewisser Weise sind interaktive Medien immer eine Sandbox. Die freie Entscheidung etwas zu tun oder zu lassen macht die Interaktivität ja erst aus. Gäbe es wortwörtlich keine Entscheidungen, dann wäre es ein nicht-interaktives audio-visuelles Medium -> also ein Film.
- Usul
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Nur wird dir in jedem Spiele eine mehr oder weniger große Menge an Freiheiten abgenommen bzw. erst gar nicht eingeräumt.Doc Angelo hat geschrieben: ↑18.07.2019 17:33 Manche Dinge machen einfach keinen richtigen Sinn: Man stelle sich vor, es gäbe ein Spiel, wo man viel mit dem Auto durch eine belebte Stadt fährt, und es wäre möglich Menschen zu überfahren..... (hüstel). Man fährt über eine Kreuzung, macht einen Fehler und schleudert über die Spuren. Dabei überrollt man eine Familie. Vater und Mutter fliegen in Fetzen durch die Gegend, während das Kind... ja, wie man das genau machen sollte... ich hab keine Ahnung. Soll es einfach wie durch ein Wunder immer noch dort stehen, wo es war?
Eine Sandbox sollte keine moralischen Grenzen haben. Und in gewisser Weise sind interaktive Medien immer eine Sandbox. Die freie Entscheidung etwas zu tun oder zu lassen macht die Interaktivität ja erst aus. Gäbe es wortwörtlich keine Entscheidungen, dann wäre es ein nicht-interaktives audio-visuelles Medium -> also ein Film.
In den wenigsten Spielen kann man z.B. auf die Straße scheißen... oder sich im Einkaufszentrum einen runterholen... oder sich im Zoo an einer Giraffe vergehen... oder sich eine Tättowierung auf die Nase machen lassen... oder in den nächsten Supermarkt gehen und einkaufen... oder Musiker werden... oder einen Hamburger ohne Gurken bestellen... oder einen Spagat auf zwei nebeneinander fahrenden LKWs machen... oder oder oder...
Ich habe jetzt natürlich bewußt bescheuerte Beispiele genommen, will damit aber nur sagen: Der Spieler hat im Spiel genau so viele Freiheiten, wie die Entwickler ihm lassen. Und damit ist auch jeder einigermaßen einverstanden. Über die oben erwähnten Dinge beschwert sich kaum jemand. Offensichtlich ist auch vielen gar nicht aufgefallen, daß in GTA keine Kinder auf der Straße herumlaufen.
Und jetzt, da CD Project bekanntgeben, daß bei ihnen bestimmte NPCs (wie in vielen anderen Spielen auch) und Kinder nicht getötet werden können, gibt es einen gewissen Aufschrei.
Den kann es gerne geben, aber was mich an der Sache stört, ist wieder die teilweise übertriebene bzw. überzogene Art, diese an sich nachvollziehbare Entscheidung zu kritisieren. Bis hin zur Forderung, daß eine Sandbox keine moralischen Grenzen haben sollte - diese Forderung wäre im Extremfall natürlich korrekt, wenn es sich bei dem jeweiligen Spiel um eine 100%ige Sandbox handeln würde. Aber gibt es solche Spiele?
Mal abgesehen davon, daß CP2077 meines Wissens nicht als 100%iges Sandbox-Spiel angekündigt wurde. Von daher wird das mit den Kindern nicht die einzige Einschränkung bleiben, die die Spieler erleben werden.
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Ultima89
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Du wolltest doch ursprünglich was von mir, nicht umgekehrt. Ich lasse mich ungern von Fragen führen, ohne dass mein Gegenüber einen kleinen Obolus in Form einer Meinung zur Sache (MIT Begründung) hinterlässt. Wenn du also ne Antwort willst, musste etwas mehr Investment betreiben.
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johndoe711686
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Ich hoffe, dass du nicht bei der Polizei arbeitest.
Und wir können doch froh sein, dass Neigungen und Vorlieben aus Videospielen niemals nie nicht in die Realität übertragen werden, hui was wäre das sonst für ein Aufruhr.
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johndoe711686
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Mir wiederum ist in einem Spiel mit Kindern noch nie der Gedanke gekommen, "Moment mal, warum stirbt dieses Kind nicht, was ist denn da los?"
Also da gibt es in Sandboxes aber größere Immersionskiller als das, zum Beispiel wenn die Welt nicht auf Entwicklungen reagieren oder generell auf das Verhalten der Figur. Außerdem, werden Kinder wohl eher selten in Banditenlagern oder der Nähe von Deathclaws rumlaufen, so eine Situation mit der Granate findet also dann nur in irgendeinem (vermutlich freundlich oder neutralem) Hub statt. Wenn man da jetzt ne Granate wirft, einfach weil man gern alles tötet, und die Kinder dann überleben und wegrennen, fänd ich das keinen Bruch, was hätte man auch von ragdollenden Kindern in der Situation?Skabus hat geschrieben: ↑18.07.2019 16:44 Wenn aber Kinder vorhanden sind und sie dann unsterblich sind, dann ist das mMn ein direkter, sichtbarer und schwer zu ignorierender Immersionsbruch. Es geht ja auch nicht immer nur darum, dass ICH als Spieler, das Kind töten will, sondern darum wie z.B. die "Sandbox" reagiert. Damit meine ich: Es ist nicht nur immersionsbrechend, wenn ich das Kind nicht verletzten kann, wegen God Mode, sondern es ist auch lächerlich, wenn das Kind deswegen auch alles ignoriert, was sonst in der Spielwelt passiert, bzw. immun gegen jeden Schaden wird, der um ihn herum passiert. Beispielweise wenn eine Granate/Bombe/etc. geworfen wird, und alle nehmen schaden, nur das Kind steht komplett unbekümmert in Mitten der Explosion, zuckt mit den Schultern und sagt im schlimmsten Fall noch einen Standard-Satz auf, so als würde um das Kind herum nicht alles in Flammen stehen. DAS ist mMn deutlich immersionsbrechender, als wenn die Kinder nicht da sind.
Dann hast du aber genau die von Sabienchen nicht gewollte Situation, dass Kinder zwar brennen, aber nicht sterben.Skabus hat geschrieben: ↑18.07.2019 16:44 Meiner Meinung nach hat Gothic das Problem mit den "unsterblichen NPCs" ganz gut gelöst: Unsterbliche NPCs die wichtig sind, konnten zwar verletzt und zu Boden geprügelt, aber nicht getötet werden. Das wäre mMn die beste Lösung für Kinder-NPCs. Nicht, damit man seinen Gelüsten nach virtueller Kindesmisshandlung nachgehen kann, sondern damit die Immersion nicht allzu stark gebrochen wird, aber man dennoch keine Schandtaten wie Kindesmord vollführen kann.
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johndoe711686
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Du meinst so, wie man bei diesem Spiel Laternen und Ampeln (Metall und/oder Betan) umfahren kann, aber an einem Holzpfahl nen Totalschaden verursacht?Doc Angelo hat geschrieben: ↑18.07.2019 17:33 Manche Dinge machen einfach keinen richtigen Sinn: Man stelle sich vor, es gäbe ein Spiel, wo man viel mit dem Auto durch eine belebte Stadt fährt, und es wäre möglich Menschen zu überfahren..... (hüstel). Man fährt über eine Kreuzung, macht einen Fehler und schleudert über die Spuren. Dabei überrollt man eine Familie. Vater und Mutter fliegen in Fetzen durch die Gegend, während das Kind... ja, wie man das genau machen sollte... ich hab keine Ahnung. Soll es einfach wie durch ein Wunder immer noch dort stehen, wo es war?
Vielleicht sollten Kinder dort dann auch einfach aus Holz sein und wenn man in die Familie reinbrettert, dann fliegt man aus der Windschutzscheibe.
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johndoe711686
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- sabienchen.banned
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
also.. eigentlich...
Wenn die Entwickler Kinder ins Spiel nehmen, dann sollten aus Immersionsgründen diese in meinen Augen nicht generell enen besonderen Schutz bekommen.
Wenn sie es doch tun, also auch Kinder zeigen wollen, dann sollten es sehr gute Gründe sein, aus denen das Spiel einen in diesen Situationen nicht auf Kinder schießen lässt.
CDPR wird jetzt allerdings schon keine Meuten an nervenden Kids, die man am liebsten mit einer Granate beglücken würde auf den Spieler loslassen.
In GTA jibbet offenbar keine, das ist halt der simple out. ..^.^''
Wenn die Entwickler Kinder ins Spiel nehmen, dann sollten aus Immersionsgründen diese in meinen Augen nicht generell enen besonderen Schutz bekommen.
Wenn sie es doch tun, also auch Kinder zeigen wollen, dann sollten es sehr gute Gründe sein, aus denen das Spiel einen in diesen Situationen nicht auf Kinder schießen lässt.
CDPR wird jetzt allerdings schon keine Meuten an nervenden Kids, die man am liebsten mit einer Granate beglücken würde auf den Spieler loslassen.
In GTA jibbet offenbar keine, das ist halt der simple out. ..^.^''
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Doc Angelo
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Ich meinte eher wenn man zwar eine Wahl hat, diese aber nach moralischen Prinzipien beschränkt wird. Man stelle sich ein Spiel vor, wo man Gemüse und Früchte auf tomatierte Teigscheiben werfen kann. Alles ist möglich, nichts ist ein Tabu - aber wenn man Ananasstückchen in den Händen hat, auf die Pizza zielt und dann die linke Maustaste drückt... dann passiert plötzlich nichts. Weil der Entwickler der Meinung ist, das Ananaspizza einfach nur falsch ist.
Ich halte das für unproblematisch, das man in diesem Spiel keine Kinder töten kann. Wie Du ja schon sagst, es ist eh nicht so wirklich als Sandbox gedacht. Bei einem Aufschrei wegen dieser Sache mag ich nicht mitmachen. Ich fand nur die Frage interessant, ob eine Sandbox moralische Grenzen haben sollte - ganz generell gesehen.
