Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
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- Vin Dos
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Oh man, wie gerne hätte ich Atreus die Fresse poliert. Oder Ellie. Oder dem Arschlochkind aus Indiana Jones. Schade drum, aber ok.
- HellToKitty
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Damit hast du natürlich generell recht. Mir ging es eher darum, dass so viele wissen wollen was das Spiel denn mitbringen müsste um ein authentisches Erlebnis zu liefern. Es wird sich darüber beschwert, dass man keine NPCs töten kann, obwohl solche Einschränkungen in so ziemlich jedem anderen Spiel, dass ich in den letzten 30 Jahren gezockt habe, genau so, oder zumindest ähnlich gehandhabt werden und derartige Limitierungen nun mal zum jeweiligen Konzept gehören. Dabei wird argumentiert, dass diese Beschränkungen nicht in die Cyberpunk Welt passen würden, wodurch meine ursprüngliche Kritik bzw. Vermutung durchaus relevant wird.NewRaven hat geschrieben: ↑16.07.2019 02:10Immersion hat allerdings erst einmal überhaupt nichts damit zu tun, wie gut man das Quellmaterial kennt. Im Gegenteil, Immersion kann sogar leichter brechen, wenn man das Ursprungsmaterial zu gut kennt. Immersion ist nämlich in erster Linie einmal die aktuelle Glaubhaftigkeit, die innere Logik und die Regeln in der Welt, in der du dich aktuell befindest. Kennst du die Vorlage nicht, kann die Welt für dich trotzdem völlig glaubhaft im Rahmen ihrer eigenen dir vermittelten Regeln und somit immersiv sein - oder eben halt auch nicht. Kennst du die Vorlage, kann eine in sich im Spiel existierende und in sich selbst völlig perfekt funktionierende Logik der Spielwelt für dich trotzdem die "Immersion" brechen, weil sie nicht deiner Vorstellung aus der Vorlage entspricht.HellToKitty hat geschrieben: ↑15.07.2019 20:52 Im Übrigen unterstelle ich dem allergrößten Teil der Leute hier, die irgendetwas von "Immersion" bezüglich dem Cyberpunkuniversum erzählen, sich ohnehin nicht im geringsten mit dem Quellmaterial auseinander gesetzt zu haben. Kann mir doch niemand erzählen, dass es plötzlich so viel Leute gäbe, die das Pen and Paper Rollenspiel gezockt hätten.
Das ist doch das selbe wie mit Lovecraft oder dem Conan Universum - überall selbsternannte Experten, die bei näherer Betrachtung nicht die geringste Ahnung vom Thema haben. Typisch für Generation Top 10. Es reicht ja wenn man sich von anderen erzählen lässt was wichtig ist, damit man dann auch so tun kann, als ob man über etwas Bescheid wüsste um sich dadurch Leidenschaft zu erheucheln.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass CDPR mit Cyberpunk einen offenen Baukasten versprochen hätten, in dem alles möglich wäre. Es wird ein Rollenspiel werden, dass eine feste Geschichte verfolgt und beim lösen der jeweiligen Aufgaben gewisse Freiheiten bieten. Wer etwas anderes erwartet, wird wohl bitter enttäuscht werden.
Zuletzt geändert von HellToKitty am 16.07.2019 14:17, insgesamt 1-mal geändert.
- Kajetan
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Noch viel einfacher ... wer so was will, der schnappt sich ein paar Kumpels, ein aktuelles Regelbuch von Cyberpunk und kann dann alles umnieten, was nicht bei Drei in Deckung gegangen ist.
Abgesehen davon, Richard Garriott war, bevor er Multimillionär, ein echter (!) Lord und Astronaut wurde, ein fieser Sack, der Spieler gerne vor moralische Dilemma gestellt hat. In Ultima 6 konnte man Kindersklaven befreien. Der böse Zauberer war doud, die Kinder aus ihren Käfigen geholt und wie sie sich alle gefreut hatten, befreit worden zu sein. Sie haben den Spielercharakter umringt und ihn gefeiert und ihn umringt und ihm zugejubelt und ihn umringt, wobei er sich keinen Millimeter bewegen konnte ... wer weiterspielen wollte, hatte nur die Möglichkeit die frisch vor einem schlimmen Schicksal geretten Kids zu töten. Oder als moralischer Mensch das Spiel an dieser Stelle zu beenden.
SOWAS vermisse ich in heutigen Spielen. Moralische Fiesheiten. Unauflösbare Situationen. Situationen, in denen JEDE mögliche Entscheidung scheisse ist. Und nicht einfach nur ein wachsender oder schrumpfender Zahlenwert, der lediglich zusätzlich Dialogoptionen freischaltet und wo es letztendlich wurschtegal ist, wie man sich entscheidet, für was man sich entscheidet.
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johndoe711686
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Ja, noch besser.
Zu den Fiesheiten muss man wohl leider sagen, dass sowas heute die Verkäufe vermutlich nicht positiv beeinflussen würde, daher möchte man sich sowas nicht mehr leisten.
Aber Entwicklungen, wo jede Option irgendwie doof ist, gibt es auch heute noch, finde ich. Bei New Vegas zum Beispiel, gab es ja keine "perfekte" Fraktion, alle waren in irgendeinem Punkt nicht "gut".
Bei Original Sin 2 hatte ich auch ein paar Situationen die ich nicht wie gewünscht lösen konnte und dann jemanden töten musste, den ich nicht unbedingt hätte töten wollen.
Ich find sowas in der Regel aber eher doof, ich kann kein Arschloch spielen. Hab nie die Dark Side Kampagne bei KotOR geschafft, weil ich einfach nicht nur fies sein konnte.
- TheLaughingMan
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Hat der Zauberer vor seinem Ableben noch einen Fluch der kompletten mentalen Retardierung auf die Kinder gewirkt?Kajetan hat geschrieben: ↑16.07.2019 14:10Noch viel einfacher ... wer so was will, der schnappt sich ein paar Kumpels, ein aktuelles Regelbuch von Cyberpunk und kann dann alles umnieten, was nicht bei Drei in Deckung gegangen ist.
Abgesehen davon, Richard Garriott war, bevor er Multimillionär, ein echter (!) Lord und Astronaut wurde, ein fieser Sack, der Spieler gerne vor moralische Dilemma gestellt hat. In Ultima 6 konnte man Kindersklaven befreien. Der böse Zauberer war doud, die Kinder aus ihren Käfigen geholt und wie sie sich alle gefreut hatten, befreit worden zu sein. Sie haben den Spielercharakter umringt und ihn gefeiert und ihn umringt und ihm zugejubelt und ihn umringt, wobei er sich keinen Millimeter bewegen konnte ... wer weiterspielen wollte, hatte nur die Möglichkeit die frisch vor einem schlimmen Schicksal geretten Kids zu töten. Oder als moralischer Mensch das Spiel an dieser Stelle zu beenden.
SOWAS vermisse ich in heutigen Spielen. Moralische Fiesheiten. Unauflösbare Situationen. Situationen, in denen JEDE mögliche Entscheidung scheisse ist. Und nicht einfach nur ein wachsender oder schrumpfender Zahlenwert, der lediglich zusätzlich Dialogoptionen freischaltet und wo es letztendlich wurschtegal ist, wie man sich entscheidet, für was man sich entscheidet.
Weil, ganz im Ernst, das liest sich dermaßen an den Haaren herbei gezogen um ein künstliches moralisches Dilemma zu generieren, ich kann es eigentlich gar nicht glauben.
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Bussiebaer
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Fand ich auch, deswegen mal Google angeworfen. Hab dazu ein Interview gefunden:TheLaughingMan hat geschrieben: ↑16.07.2019 14:24Weil, ganz im Ernst, das liest sich dermaßen an den Haaren herbei gezogen um ein künstliches moralisches Dilemma zu generieren, ich kann es eigentlich gar nicht glauben.
https://skullsinthestars.com/2009/12/04 ... -ultima-v/
Gab also wohl mehr möglichkeiten, wieder aus dem Raum zu kommen.I was looking through the tile set and I came across this very interesting shape — children” he says. As he constructed a dungeon room, deep down in a maze, he filled it with little jail cells, then filled the cells with children. The room was set up so that when players push on the wall in one place, the jail cells open and the young prisoners are liberated. “So you see the children and you want to save them,” Garriott explains, “but when you find a way to open the jail cells, they come out and start attacking you
....
If you were that bent out of shape about killing them — which is the easiest way to get out of the room — you could charm them and make them walk out of the room yourself. You could put them to sleep and walk out of the room. You could do any number of things, but the point is that you don’t have to kill them. Admittedly, nine out of ten people who find the kids screaming out around their feet are going to kill them — but you don’t have to kill children to win the game, so there’s a big difference.
- Kajetan
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Die meisten "bösen" Kampagnen sind auch tierisch langweilig. Man ist halt nur ein ziemlich fader Filmbösewicht, der böse Dinge tut, weil man als Bösewicht eben böse Dinge tut. Das Böse kommt aber fast immer in der Maske des Gut Gemeinten daher, in der Maske derer, die eigentlich etwas Gutes tun wollen, aber nicht erkennen, dass sie nur sich selbst gut fühlen wollen.
Ganz interessant fand ich den Ansatz von Tyranny, wo es NUR die Bösen gab. Oh, wie schnell habe ich mir da die Fraktion der Disfavored schön geredet, vollkommen ignorierend, dass das eigentlich vollkommen skrupellose Rassisten sind. Aber die waren so schön ordentlich und diszipliniert und haben nur davon geredet der Welt in Kyros Namen Ordnung zu bringen. Ganz im Gegensatz zum kreischenden, willenlosen Mob des Scarlet Chorus, die aber noch die Aufrichtigsten und Ehrlichsten unter alle den Fraktionen sind, die hier kriegführend über die Welt ziehen. War ein geiles Spiel. Schade, dass es so untergegangen ist.
- Kajetan
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Du, das Spiel ist aus dem Jahr 1990 ... da waren Gamedesigner froh, dass sie wenigstens einen Holzhammer hattenTheLaughingMan hat geschrieben: ↑16.07.2019 14:24 Weil, ganz im Ernst, das liest sich dermaßen an den Haaren herbei gezogen um ein künstliches moralisches Dilemma zu generieren, ich kann es eigentlich gar nicht glauben.
- Kajetan
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Tatsächlich, gab es die? *kleine, blutige körper unters sofa schieb* *pfeiff*Bussiebaer hat geschrieben: ↑16.07.2019 14:33 Gab also wohl mehr möglichkeiten, wieder aus dem Raum zu kommen.
Man lernt nie aus, danke!
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johndoe711686
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Exakt dort hab ich das Problem auch. Alle sind "böse" deswegen gefällt mir eigentlich nichts davon, weil ich gar nicht böse sein will. Ich versuche mich daher Richtung Rebellen, weil die mir da noch als das kleinste Übel erscheinen, auch wenn man für die genau so unpopuläre Entscheidungen trifft.Kajetan hat geschrieben: ↑16.07.2019 14:37 Ganz interessant fand ich den Ansatz von Tyranny, wo es NUR die Bösen gab. Oh, wie schnell habe ich mir da die Fraktion der Disfavored schön geredet, vollkommen ignorierend, dass das eigentlich vollkommen skrupellose Rassisten sind. Aber die waren so schön ordentlich und diszipliniert und haben nur davon geredet der Welt in Kyros Namen Ordnung zu bringen. Ganz im Gegensatz zum kreischenden, willenlosen Mob des Scarlet Chorus, die aber noch die Aufrichtigsten und Ehrlichsten unter alle den Fraktionen sind, die hier kriegführend über die Welt ziehen. War ein geiles Spiel. Schade, dass es so untergegangen ist.
Damals bei The Old Republic hab ich mir einen Spaß draus gemacht einen Sith Lord zu spielen, der aber nur gute Dinge tut, das fand ich wiederum spaßig. Man wählt den dunklen Pfad, macht aber nur "gute" Dinge und bringt damit jeden gegen sich auf, so in etwa versuche ich es auch bei Tyranny.
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nawarI
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Ansich verstehe ich die Argumente mit "Wenn ich eine Granate in die Menge werfe" und so, aber Grundsatzdiskussion mal beiseite und nur auf den konkreten Fall bezogen: Das Spiel wird sicher jetzt auch nicht schlechter, weil man keine Kinder erschießen kann!!
Man kann das auch gerne so aufziehen, dass sich der Protagonist von vornerein weigert Granaten in eine Menge zu werfen, in der sich Kinder befinden, weil er moralische Bedenken hat oder dass diese Granaten einfach IMMER Blindgänger sind. Wir sind in der Zukunft: Vielleicht haben Granaten dort Scanner, die für eine Kindersicherung sorgen?
Derlei Einschränkungen wären nix neues und erinnert ihr euch daran, dass man in Witcher 3 generell keine Passanten abmetzeln konnte?
Man kann das auch gerne so aufziehen, dass sich der Protagonist von vornerein weigert Granaten in eine Menge zu werfen, in der sich Kinder befinden, weil er moralische Bedenken hat oder dass diese Granaten einfach IMMER Blindgänger sind. Wir sind in der Zukunft: Vielleicht haben Granaten dort Scanner, die für eine Kindersicherung sorgen?
Derlei Einschränkungen wären nix neues und erinnert ihr euch daran, dass man in Witcher 3 generell keine Passanten abmetzeln konnte?
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Alexej89
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
https://gta.fandom.com/wiki/Mary-Beth_WilliamsJunkieXXL hat geschrieben: ↑15.07.2019 15:47 Es geht nicht ums Abschießen von Kindern, sondern um künstliche Beschränkungen, welche die Immersion belasten können. Kinder im God-Modus sind halt wie unsichtbare Wände irgendwie schlechtes Spieldesign. In GTA z.B. wird auf Kinder verzichtet, das finde ich besser.
- SpookyNooky
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Fallout und Fallout 2. : )
In Fallout 2 war man dann als "Kindermörder" gebrandmarkt. Fies.
Aber dass das hier eine News-Meldung wert ist, verstehe ich nicht. Es ist in einem Open-World-Rollenspiel und allgemein in allen Spielen nicht ungewöhnlich, das Töten einzelner NPCs zu unterbinden. Und das schon vor 10 Jahren, das ist kein modernes Phänomen.
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johndoe711686
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Re: Cyberpunk 2077: CD Project Red erklärt, welche Figuren in der Welt nicht angegriffen werden dürfen
Stimmt, aber dass sich immer wieder Leute finden, die darin den Untergang des Abendlandes sehen, DAS ist ein modernes Phänomen.SpookyNooky hat geschrieben: ↑16.07.2019 15:36 Und das schon vor 10 Jahren, das ist kein modernes Phänomen.
