4P|IEP hat geschrieben: ↑03.07.2019 11:47
Selbst mit LAN-Kabel wirst du über Internet immer einen spürbaren Input-Lag haben. Ich kann mir keine Spiele per Streaming-Dienst vorstellen, die entweder schnelle Reaktionen erfordern (Jump and Runs, Arena-Shooter, etc.) oder Spiele, die Cursor-Eingaben nutzen, wie RTS, Wirtschaftssimulationen und so weiter - der Cursor wird immer verzögert reagieren. Ich habe keine Ahnung, welche Art Spiel damit überhaupt zufriedenstellend funktionieren soll.
Bevor jetzt wieder jemand kommt, der meint die Verzögerung mit der ein Bildschirm das Bild darstellt sei doch genau das selbe - nein, ist es nicht.
Deine Eingabe wird lokal verarbeitet und dann gleich lokal bei dir zuhause auf dem Bildschirm dargestellt. (Annahme: Instant. Du spürst die Verzögerung nicht mal).
Beim Streaming-Dienst schickst du deine Eingabe irgendwo durchs Internet (und ich gehe von einer fehlerfreien Übertragung aus um nicht zu weit abzuschweifen) welche dann an einem Rechner ankommt, der die Eingabe verarbeitet und das resultierende Ergebnisbildchen zurück an dich sendet, was dann endlich auf deinem Monitor dargestellt wird.
Du wirst die Verzögerung spüren. Und am Ende wird sich der Abonnent fragen, ob er sein Geld nicht zum Fenster rausgeworfen hat.
Ich nutze seit über einem Jahr shadow und habe laut Messung eine Latenz von 30ms - plus die 5ms, die mein Monitor hat. Über LAN, da mein Router nur 2,4GHz sendet (mit 5GHz soll es auch über WLAN klappen).
Damit spiele ich sowohl Spiele, die schnelle Reaktionen oder flinke Cursor-Eingaben erfordern.
Alles überhaupt kein Problem.
Und ich habe nur eine 50MBit/s-Leitung.
Den gleichen "Unglauben" hör(t)e ich von jedem einzelnen Zocker-Kumpel, niemand konnte(wollte) es sich vorstellen - bis ich sie es selbst ausprobieren ließ.
Am Ende waren alle der gleichen Meinung, dass sie es nicht spüren würden, dass es sich um einen Stream handelt.
Und da sind auch beinharte 2.000-Euro-PC-Freaks dabei...
Einzige Auffälligkeit ist, dass es mal zu einer sichtbar stärkeren Bild-Komprimierung kommt. Die berühmten JPG-Fragmente, die jeder kennt.
Aber selbst diese treten nur für einen Bruchteil einer Sekunde auf und stören das Spielgefühl überhaupt nicht (zumindest mich nicht - aber ich sitze auch vor einem 24-Zoll Monitor, da fällt das eh kaum auf).
Man sollte bedenken - Glasfaserkabel sind fähig, Signale mit nahezu Lichtgeschwindigkeit von A nach B zu transportieren.
Das sind fast 300.000 km pro Sekunde.
Da macht es keinen merkbaren Unterschied mehr, ob die Signale einen Meter oder 1.000 Kilometer hin und zurück müssen...
Sicher, da gibt es noch ein paar Faktoren, die mitspielen - ich will damit nur sagen, dass man versuchen sollte, seine Vorstellungskraft ein wenig über den Rand der Scheibe, die unser Planet mal war, hinauszuschieben ^^