Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
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Tiger_Ger
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Nur das ich bei nem Überraschungsei garantiert die Schokolade drin habe und zusätzlich die Chance auf Krimskams. Das macht einen großen Unterschied, daher ist dieses Beispiel totaler Blödsinn.
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El_Bizarro
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
ich fänd es schade wenn plötzlich spiele wie diablo, borderlands, dungeon defenders und so ziemlich jedes andere spiel was zufällige "beute" ausspuckt, verboten wird. nur weil einer von tausend spielern weich in der birne ist.
- Freya Nakamichi-47
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Nochmal zwei Dinge, auch für Dich zum Mitschreiben: zum einen sind Süchtige nicht grundsätzlich "weich in der Birne", zum anderen werden Spiele dieser Art, also von EA, gezielt so designt, um Menschen auszunehmen, die Du "weich in der Birne" zu nennen beliebst.El_Bizarro hat geschrieben: ↑22.06.2019 07:23 ich fänd es schade wenn plötzlich spiele wie diablo, borderlands, dungeon defenders und so ziemlich jedes andere spiel was zufällige "beute" ausspuckt, verboten wird. nur weil einer von tausend spielern weich in der birne ist.
Auf jeder Whisky-Flasche steht inzwischen "drink responsibly". Aber Videospiele werden wie immer ausgenommen sein? Da kann ich nur mit dem besten Bundestrainer aller Zeiten, Berti Vogts antworten: Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln, da habe ich nur ein Kopfschütteln für übrig.
- NomDeGuerre
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Hört auf zu heulen! Das war kein Schlag, ihr seid in meinen Überraschungsstreichler gerannt.
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Astorek86
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Es geht explizit um Spiele, in denen man echtes Geld reinstecken kann, um dann in Casino-ähnlicher Glücksspielmanier irgendein virtuelles Item zufällig zu bekommen. Das ist nicht im Geringsten mit Diablo, Borderlands etc. vergleichbar, da du spieltechnisch nichtmal die Möglichkeit hast, echtes Geld für InGame-Items zu investieren. Ist das denn nicht offensichtlich?El_Bizarro hat geschrieben: ↑22.06.2019 07:23ich fänd es schade wenn plötzlich spiele wie diablo, borderlands, dungeon defenders und so ziemlich jedes andere spiel was zufällige "beute" ausspuckt, verboten wird. nur weil einer von tausend spielern weich in der birne ist.
@NomDeGuerre: Ich erstelle auch keine Raubkopien, ich mache Überraschungs-Sicherungen...
- TheoFleury
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Hoffentlich wird diesem Konzern bald der Riegel vorgschoben durch strengere Gesetze. Dieses Gewinnmaximierungs Konzept inklusive Tausenden unzufriedenen Kunden, Oft qualitativ schlechten Produkten, Unterbezahlten Mitarbeitern, PR Lügen, Abzockerei, Chronischer Ausbeutung der Kids, Lizenz Monopol Stellung (NFL) usw usf ist untragbar und mehr als nur "grenzwertig"...
Bin mir sicher, EA steht im schwarzen Firmenbuch
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- sphinx2k
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Andere haben ja auch schon was dazu geschrieben. Meine erweiterung dazu ist. Es geht speziell darum Geld zu Bezahlen und dafür nur eine Chance zu erwerben. Und verboten werden muss auch nichts, nur sollten solche Spiele als Minimum ab 18 gekennzeichnet werden müssen.El_Bizarro hat geschrieben: ↑22.06.2019 07:23 ich fänd es schade wenn plötzlich spiele wie diablo, borderlands, dungeon defenders und so ziemlich jedes andere spiel was zufällige "beute" ausspuckt, verboten wird. nur weil einer von tausend spielern weich in der birne ist.
Online Poker Seiten mit Echtgeld brauchen eine Glücksspiellizenz und werden kontrolliert das alles Fair abläuft -> Wieso nicht auch bei so etwas?
Schön wäre wenn sie diese Glücksspiel Umsätze direkt im Land versteuern müssten, und nicht schön bequem in einer Steueroase.
Man kann eine Menge machen um das ganze zu steuern und für Publisher uninteressant zu machen ohne es direkt zu verbieten. Aktuell ist es ein Freibrief wo sie machen können was sie wollen und es ehr eine Gelddruckmaschiene ist wovon die Gemeinschaft nicht mal was zurück bekommt weil Steuern ein Fremdwort für diese Firmen ist. Von mir aus soll die steuer direkt in Such-Behandlung/Prävention fließen.
- Bachstail
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Dass das kein guter Vergleich ist, da diese Spiele mit Lootobxen nicht einmal im Ansatz zu vergleichen sind, wurde Dir bereits geschrieben, es ist zudem aber wichtig zu erwähnen, dass ich für ein Spiel, welches Lootboxen enthält, in der Regel vorher sowieso erst einmal die 60 oder 70 Euro für das Spiel zahlen muss.El_Bizarro hat geschrieben: ↑22.06.2019 07:23 ich fänd es schade wenn plötzlich spiele wie diablo, borderlands, dungeon defenders und so ziemlich jedes andere spiel was zufällige "beute" ausspuckt, verboten wird. nur weil einer von tausend spielern weich in der birne ist.
Sicherlich gibt es auch F2P-Spiele mit Lootboxen aber hier geht es hauptsächlich um EA und deren Spiele kosten in der Regel zwischen 60 und 70 Euro (gerne auch mehr, wenn man irgend eine bestimmte Edition möchte) und DANN noch Geld für Lootboxen zu verlangen, deren Inhalt rein zufällig sind, halte ich für unfassbar dreist.
Allein deshalb ist der Vergleich zwischen Ü-Ei und Lootbox schon ziemlich falsch, denn ein Ü-Ei kaufe ich und habe ich dann, eine Lootbox kann ich nicht kaufen, ohne das Spiel vorher gekauft zu haben.
Noch dreister finde ich aber, dass sie das nicht Lootboxen nennen (was sie doch tun, auch wenn EA das abstreitet), sondern Überraschungsmechanik, es würde mich also nicht wundern, wenn das neue Star Wars-Spiel ebenfalls Lootboxen enthält und EA sich dann damit herausredet, dass das ja keine Lootboxen sind, sondern eine Überraschungsmechanik, in ihren Augen hätten sie ja dann nicht gelogen.
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TheQuestion4P
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
"Sie haben entschieden - die Regulierungsbehörden, nicht die Gerichte - haben entschieden, dass diese Mechaniken nach ihrem lokalen Recht und unter bestimmten Umständen gegen das Gesetz verstoßen"
Das groteske Sinngetrumpe wird auch noch vom oben zitierten Versuch, europäisches Recht zu diskreditieren, begleitet. Regulierungsbehörden entscheiden anhand des Gesetzes, dafür benötigt man zunächst kein Gericht. Wenn man nicht einverstanden ist, kann man Letzteres noch heranziehen, einfach und zivilisiert, und das weiß die Gute auch.
EA ist wohl wirklich vollkommen verroht, Frau Hopkins gibt eine hässliche Demagogin ab.
Das groteske Sinngetrumpe wird auch noch vom oben zitierten Versuch, europäisches Recht zu diskreditieren, begleitet. Regulierungsbehörden entscheiden anhand des Gesetzes, dafür benötigt man zunächst kein Gericht. Wenn man nicht einverstanden ist, kann man Letzteres noch heranziehen, einfach und zivilisiert, und das weiß die Gute auch.
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- Sindri
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Google spuck das hier aus:Freya Nakamichi-47 hat geschrieben: ↑21.06.2019 20:59 @Der Chris: Ein Vorposter hat ja schon geschrieben, daß man bei In-App-Käufen ganz gezielt auf dKing, der Hersteller von "Candy Crush", ist übrigens pleite. Es ist mir völlig schleierhaft, wie man dieses florierende Unternehmen in die Grütze fahren konnte, die hatten doch eine Lizenz zum Gelddrucken. Wahrscheinlich sitzen die Gründer auf den Bahamas und grinsen sich eins.
09.01.2019
"Players of King's Candy Crush series of mobile puzzle games spent an average of $4.2 million a day in 2018, according to market analyst Sensor Tower. That is a growth of 6.5 percent over 2017. The franchise's total revenues for 2018 reached $1.5 billion. The series began with 2012's Candy Crush Saga."
Wenn ich mich nicht komplett täusche gehört King zu Activision. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Unternehmen, dass 2018 mit Mobile Games 1,5 milliarden $ umgesetzt hat(wobei heißt "revenue" Umsatz oder Gewinn?), 2019 plötzlich pleite ist.
- SethSteiner
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Revenue heißt Umsatz. Profit ist Gewinn.^^
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Doc Angelo
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Und das ist nicht das einzige Mobile-Game was solche Zahlen aufweisen kann. Millionen. Täglich. Ich kenne die Zahlen. Aber jedes mal wenn ich sie sehe... ist es immer wieder ein ganz großes WTF. Täglich werden dutzende Millionen in digitale Hüte gesteckt.Sindri hat geschrieben: ↑22.06.2019 13:47 "Players of King's Candy Crush series of mobile puzzle games spent an average of $4.2 million a day in 2018, according to market analyst Sensor Tower. That is a growth of 6.5 percent over 2017. The franchise's total revenues for 2018 reached $1.5 billion. The series began with 2012's Candy Crush Saga."
Sooo... und nachdem ich das getippt habe, hab ich mir gedacht: Dutzende Millionen klingt erstmal nach viel, aber... bestimmt ist es tatsächlich noch viel mehr. Japp... 2018 waren es ca. 200.000.000 Dollar.
Pro Tag.
Ich geh kaputt...
- Freya Nakamichi-47
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Ich gebe zu, ich habe meinen Beitrag verfaßt, ohne das Pfadfinderhandbuch des Fähnlein Fieselschweif, die Wikipedia, zu konsultieren. Ich war ohnehin immer der Meinung, daß das eine vorgeschützte Pleite war. Getreu dem kalifornischen Motto: Take the money and run. Verantwortung? Soziale? Willst du mich verarschen? Bin ich Mahatma Gandhi oder was?
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nawarI
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Was ich nicht verstehe ist irgendwie... Wenn man ein Spiel mit Multiplayer-Anbindung kauft (weil Lootboxen sind größtenteils in MP-Spielen zu finden), hat man doch Internet und könnte sich auch informieren und merkt evtl dabei, dass das fragliche Spiel mit Lootboxen vollgestopft ist.
Wieso kauft man sich dann nicht ein gescheites Spiel? Also, eines, wo man halt kein zusätzliches Geld ausgeben muss und trotzdem Spaß haben kann?
Wieso kauft man sich dann nicht ein gescheites Spiel? Also, eines, wo man halt kein zusätzliches Geld ausgeben muss und trotzdem Spaß haben kann?
- greenelve
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Re: Electronic Arts: Vergleicht seine "ethisch recht gut vertretbaren" Beutekisten mit Überraschungseiern
Das ist wieder persönliche Ansicht, was ein "gescheites" Spiel ist. Für manche Spieler kann ein Spiel trotz Lootboxen "gescheit", sprich gut sein. So können diese je nach Spiel und Spieler ignoriert werden. Denn ob man nur mit Lootboxen Spaß haben kann, ist abhängig von Spiel und Spieler.nawarI hat geschrieben: ↑22.06.2019 16:14 Was ich nicht verstehe ist irgendwie... Wenn man ein Spiel mit Multiplayer-Anbindung kauft (weil Lootboxen sind größtenteils in MP-Spielen zu finden), hat man doch Internet und könnte sich auch informieren und merkt evtl dabei, dass das fragliche Spiel mit Lootboxen vollgestopft ist.
Wieso kauft man sich dann nicht ein gescheites Spiel? Also, eines, wo man halt kein zusätzliches Geld ausgeben muss und trotzdem Spaß haben kann?
Um das Spiel weiterzudrehen: Warum ein Spiel kaufen, wenn es eine kostenlose Alternative gibt, mit der man auch Spaß haben kann? Bspw. Monster Hunter: World gegenüber Dauntless. Und falls das Argument kommt, Monster Hunter World sei als Spiel besser - das ist mein Punkt, Kosten sind nur eine Sache, inwieweit man mit einem Spiel Spaß haben kann und sich dafür oder dagegen entscheidet.
