Der_Pazifist hat geschrieben: ↑08.04.2019 14:44
Nein das hat damit nichts zu tun. Ich kann mit anderen Meinungen sehr gut leben. Wenn vernünftige Argumentegenannt werden wie auch schon mehrfach geschehen umso besser, dann sage ich dazu auch nichts abfälliges. Aber das ist doch total am Ziel vorbei und hat mit der Sache wenig zu tun. Ich habe sehr sachlich und nah an der eigentlichen Sache diskutiert.
Ok, akzeptiert. Aber warum ist es am Thema vorbei? Ich finde es ist genau das Kernthema. Die Grundargumentation der meisten Verteidiger des "Epic Stores" ist immer wieder die selbe, dass ja Steam Wettbewerb verhindert, und zuviel Anteile an den Spielverkäufen behält.
Viele Unternehmen haben natürlich ein Interesse daran, ihren Gewinn zu maximieren, indem sie z.B. Platformen nutzen, die weniger Gewinnbeteiligungen abzwacken. Das ist alles gut und richtig. Aber wie Sindri sagt, wird vollkommen ausgeblendet, dass es sich hierbei nur um eine weitere Gewinnoptimierung seitens Publishern handelt. Nicht mehr und nicht weniger. Spieler verbreiten weiterhin die Mär vom "freien Wettbewerb" den es aber faktisch nicht gibt. Denn frei ist an dieser Art Wettbewerb nix. Es sollte klar ersichtlich sein, dass ein freier Wettbewerb bedeutet, ich habe die Freiheit zu entscheiden, wie und wo kaufe ich das Spiel. Schon Steam hat diese Freiheit auf dem PC massiv eingeschränkt. Danach kamen EA, Ubisoft und Co. und setzten diese Tradition fort. Epic verstärkt das Problem nur mit einem weiteren Exklusiv-Launcher.
Man tut immer so, als wenn Epic zu "mehr Wettbewerb" führt, also letzendlich zu etwas "gutem" für Spieler. Aber man kann nichts substanzielles vorweisen, sondern immer nur die öminöse "Mär" von "mehr Wettbewerb". Und natürlich befeuern die Unternehmen diese Mär, denn solange die Spieler Steam als Sündenbock stilisieren, merkt niemand das andere Unternehmen vom selben Kaliber sind und sich nur die Hände reiben, weil sie jetzt noch mehr Einnahmen machen.
Für den Vorteil der Spieler interessiert sich weder Steam noch Epic, aber da man so dringend einen Steam-Konkurrenten braucht pinselt man den Esel mit Namen "Epic" aus purer Verzweiflung an und lässt ihn als Rennpferd in den "Wettbewerb" starten. Es ist also absolut im Thema wenn man sagt: Publisher und Entwickler (vor allem große) sind auch nicht anders als Steam, nur eben andere geldgierige Unternehmen. Es ist also quark so zu tun, als wäre die Abwanderung zu Epic irgendein Schlag der Gerechtigkeit. Es ist eben nur ein Spiel um Profit, die Namen sind austauschbar.
Und darum meinte ich auch: Es ist traurig, dass Gamer sich gegenseitig angehen, während sie willige Erfüllungsgehilfen der Publisher sind, weil sie die Lüge von "mehr Wettbewerb" auch noch weitertragen und gegen andere Gamer verteidigen. Absolute Win-Situation für Deep Silver, Gearbox und Co. aber die Spieler geraten einfach nur zwischen die Räder...
MfG Ska