4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

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Halueth
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von Halueth »

Demon's Souls habe ich damals von der Ankündigung bis zur Veröffentlich verfolgt und war zunächst sehr enttäuscht, dass es nur im asiatischen Raum veröffentlicht wurde. Hab mir dann dennoch eine Import-Version geholt, hatte ja zum Glück englische Texte.

Ich muss aber gestehen, dass ich eher zu den Offline-Spielern gehöre. Bei DemS war es allerdings mit der World Tendency so, dass wenn man alle Events erleben und alle Tendencys machen möchte, man einfach gezwungen war offline zu spielen. Nicht wegen dem Invaden, das war zwar nervig, aber es gab einfach im Online-Modus immer wieder Events, die Serverseitig getriggert wurden und man auf einmal komplett schwarze World Tendency hatte, obwohl man gerade dabei war die weiße aufzubauen. Offline habe ich dann einen kompletten Run mit allen Tendencys und Events hin bekommen, das war schon geil.

Dark Souls war dann klar eine gute Weiterentwicklung, aber alleine mit dem Erstlingsbonus steht Demon's Souls bei mir immernoch unangefochten auf Platz 1. Danach kommt Bloodborne und dann DS3.

Ein Remaster, oder Remake von DemS würde ich unheimlich gerne spielen, dann müsste ich meine PS3 gar nicht mehr an meinen TV anschließen ^^
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Spiritflare82
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von Spiritflare82 »

MaxDetroit hat geschrieben: 02.04.2019 12:21 Ich fand und finde auch besonders die Online Komponente in den Souls Games besonders inovativ. Angefangen mit dem Nachrichten-System und den Echos anderer Spieler. Die verschiedenen Covenants, die PvP und Coop Erlebnisse gehören für mich zu der Reihe genauso wie alles andere und haben bei mir immer dafür gesorgt das ich die Spiele auch meist bis ins New Game Plus 2 oder sogar noch weiter bis ins NG+++ gespielt habe. Auch die Kelch-Dungeons in Bloodborne waren ein Multiplayer Erlebnis der anderen Art. Ich habe Sekiro noch nicht angezockt, bin gerade noch mit anderen Spielen beschäftigt, finde es aber Schade das es hier gar keine Online Komponente mehr gibt. Denn gerade das hat die Souls Spiele für mich ebenso ausgezeichnet wie der Schwierigkeitsgrad und die Seelen-Mechanik.

Und hier muss ich auch mal am Rande mal Nioh loben, das ebenfalls eine intressante Online Komponente hatte, die natürlich stark von den Souls Spielen inspiriert war, aber durchaus einen eigenen Twist hatte, nämlich das man die Leichen von gestorbenen anderen Spieler beschwören und bekämpfen konnte, mit der Hoffnung etwas von ihrer Ausrüstung gedroppt zu bekommen - fand ich auch einen sehr intressanten Ansatz.

Bis heute kann ich Leute nicht verstehen die Demon Souls oder Dark Souls komplett offline spielen, wenn sie nicht durch mangelndes Internet dazu gezwungen werden. Einem entgeht ein großes Stück der ganzen Erfahrung. Gerade der Moment wenn man von einem anderen Spieler invaded wird ist extrem spannend, und wenn man es schafft ihn dann auch noch abzuwehren, dann rast das Herz bald noch mehr als nach einem gewonnenen Bossfight.
Sekiro ist kein Souls Spiel, also brauchs auch kein online. ist halt herausfordernder. Und sorry, nicht jeder spielt Souls als "Multiplayer Erlebnis", warum? weils die Bosse verwässert, wer das richtig erleben will spielt die ausschließlich solo. Ist auch ein Grund für das ganze Geheule über Sekiro, sind meist Leute die sich bei Bossen haben helfen lassen, nun müssen sie selbst ran und merken das das dann doch schwierig ist wenn man keinen hat der den Boss ablenkt.

Gerade das "invaded werden" ist auch einer der Gründe warum viele Offline spielen, nicht jeder hat bock sich seinen progress von irgend einem honk kaputt machen zu lassen

auch die ganzen Nachrichten sind nicht cool für jedermann, ich habe die games die generell immer erst einmal offline gespielt weil man dann komplett auf sich alleine gestellt ist.
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MaxDetroit
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von MaxDetroit »

Spiritflare82 hat geschrieben: 03.04.2019 11:04 Sekiro ist kein Souls Spiel, also brauchs auch kein online. ist halt herausfordernder. Und sorry, nicht jeder spielt Souls als "Multiplayer Erlebnis", warum? weils die Bosse verwässert, wer das richtig erleben will spielt die ausschließlich solo. Ist auch ein Grund für das ganze Geheule über Sekiro, sind meist Leute die sich bei Bossen haben helfen lassen, nun müssen sie selbst ran und merken das das dann doch schwierig ist wenn man keinen hat der den Boss ablenkt.

Gerade das "invaded werden" ist auch einer der Gründe warum viele Offline spielen, nicht jeder hat bock sich seinen progress von irgend einem honk kaputt machen zu lassen

auch die ganzen Nachrichten sind nicht cool für jedermann, ich habe die games die generell immer erst einmal offline gespielt weil man dann komplett auf sich alleine gestellt ist.
Ich merke schon das es selbst bei den Souls Spielern zwei Lager gibt. Ich kann und werde die Offline Spieler wohl nie verstehen. Und auf der einen Seite sagst du das dir die Bosse zu verwässert werden und zu einfach werden im Coop, aber einem Invader willst du dich nicht stellen.

Ich sage dann jetzt mal abschließend um wieder ein wenig versöhnlicher zu klingen: Es gibt kein richtig oder falsches erleben, wer komplett offline spielen will (z.B. um Invader zu vermeiden) kann das genau so tun wie Leute die sich bei Bossen von ein paar Sunbros helfen lassen. Am Ende kommt es darauf an was man bereit ist zu geben und was einem dann das Spiel zurück gibt und ob man es als Bereicherung oder als Zeitverschwendung empfindet.
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CthulhuLover
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von CthulhuLover »

Spiritflare82 hat geschrieben: 03.04.2019 11:04
Sekiro ist kein Souls Spiel, also brauchs auch kein online. ist halt herausfordernder. Und sorry, nicht jeder spielt Souls als "Multiplayer Erlebnis", warum? weils die Bosse verwässert, wer das richtig erleben will spielt die ausschließlich solo. Ist auch ein Grund für das ganze Geheule über Sekiro, sind meist Leute die sich bei Bossen haben helfen lassen, nun müssen sie selbst ran und merken das das dann doch schwierig ist wenn man keinen hat der den Boss ablenkt.

Gerade das "invaded werden" ist auch einer der Gründe warum viele Offline spielen, nicht jeder hat bock sich seinen progress von irgend einem honk kaputt machen zu lassen

auch die ganzen Nachrichten sind nicht cool für jedermann, ich habe die games die generell immer erst einmal offline gespielt weil man dann komplett auf sich alleine gestellt ist.
Geil, einfach mal sich selbst in 2 Absätzen widersprochen.

Ich hab in allen Souls Spielen die Bosse mehrmals Solo gelegt, sowohl am Anfang als auch in diversen NG Stufen. Trotzdem fand ich es spannend anderen zu helfen, auch zu invaden und invaded zu werden da es die Spannung (und auch den Schwierigkeitsgrad) dramatisch erhöhte.
Will man nicht invaded werden läuft man eben Hollow rum. Es ist ein Grundpfeiler der Souls Reihe und wer das missachtet ist eben ein Pleb und nicht gut genug ;) Einfach mal auf deine Argumentationsebene herabgestiegen ;)

Btw. du hättest ja als blaues Phantom Jagd auf die "Honks" machen können..
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Kant ist tot!
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von Kant ist tot! »

Für mich das letzte PS3 Spiel, das ich gespielt habe. Mein Startpunkt war Dark Souls 1 auf dem PC und Demon's Souls habe ich dann zwischen Bloodborne und Dark Souls 3 nachgeholt. Leider war mein PS3 Controller da schon halb im Arsch, so dass es die Items oft automatisch gewechselt hat oder das Schild weggenommen und solche Späße. Ging auch irgendwie aber hat schon für hektische Situationen gesorgt. :lol:

Obwohl ich es so spät innerhalb der Reihe nachgeholt habe, hat es trotzdem noch eine starke Wirkung auf mich entfalten können. Die Atmosphäre war absolut top und generell war es schön, mal den Startpunkt der Soulsreihe zu erleben. Mit der World Tendency habe ich mich aber gar nicht beschäftigt.
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Civarello
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von Civarello »

Ich persönlich spiele seit ein paar Jahren auch nur noch offline. Nicht weil ich generell was gegen die Invasoren hätte, sondern weil es in den letzten Jahren immer öfter dazu kam dass man von irgendwelchen Cheatern oder PvP-min-maxern invaded wurde. Meine beste Zeit was das angeht war auf jeden Fall in Demon´s Souls sowie die jeweiligen Anfangszeiten in Dark Souls 1 und Bloodborne. In Dark Souls 3 waren so ziemlich von Anfang an Cheater unterwegs (PC).

Ich spiele die Reihe so weit es geht auf dem PC. Bei Bloodborne zb. spiele ich schon alleine aus dem Grund ohne Invasionen weil ich kein PSPlus-Nutzer bin.

Co-op (mit einem menschlichen Partner) habe ich in ALL den Jahren in der ganzen Serie nicht einmal gespielt; NPCs beschwören war in meinen ganzen ersten Playthroughs tabu.
Gast
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von Gast »

Es braucht dafür nicht einmal Cheater, Ping, Lags, Schwächen im Netcode und die allseits bekannten "Vorzüge" von p2p reichen bereits aus, um viel Frust zu erzeugen. Sehr oft hatte ich die Situation, dass ich bspw. jemanden angriff, ich traf ihn auch und es wurde der entsprechende Soundeffekt sowie On-Hit-Animation abgespielt, aber Schaden kam keiner rum, und erst einen Moment später folgte dessen Ausweichrolle.
Im PvE habe ich es mir in der Regel selber zuzuschreiben, wenn ich ablebe (eine große Stärke der Soulsbornes ist zudem imho, dass RNG wie "Chance to Hit", "Critical Hit Chance", "Chance to Bleed" oder ähnlicher Murks wie bei anderen Action-RPGs innerhalb der Kämpfe nicht präsent ist), im PvP wird das jedoch oftmals auf den Kopf gestellt.
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MaxDetroit
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von MaxDetroit »

Auf der anderen Seite sind die besten Momente, an die ich mich in den Dark Souls Spielen erinnern kann, immer die Coop und PvP Momente gewesen.

Ich habe mich zum Beispiel eine Zeit lang als blaues Phantom beschwören lassen um anderen Spielern beim PvP zu helfen. Ich kam also in eine Session mit dem Host wo noch ein anderes blaues Phantom zu gegen war, nach den üblichen höflichen Begrüßungsritualen kam auch schon die Meldung das ein weiterer Invader unser kleines Reich betreten hatte. Ohne große Absprache versteckte sich das andere blaue Phantom auf der linken Wegseite, ich ging hinter einer Säule an der rechten Seite in Deckung. Der Host blieb in der Mitte stehen und das rote Phantom kam dann auch schon siegessicher angerannt. Machte dann noch eine verhöhnende Geste und wollte angreifen als wir beiden blauen Phantome links und rechts hinter unserten Deckungen hervorkamen. Man sah formlich wie die Spielerfigur für einige Sekunden in Schockstarre verweilte, dann umdrehte und schnurstracks so schnell es ging das Weite suchte, während wir zu dritt hinter ihm her waren. Für solche Momente habe ich den Souls Multiplayewr immer geliebt. Es ging imemr ein wenig auch ums Trollen, sicher, aber es entstanden eine Menge kurioser und spannender Momente, die ich bis heute nicht vergessen habe.
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TheLastUn1c0rn
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von TheLastUn1c0rn »

rSchreck hat geschrieben: 03.04.2019 03:06
TheLastUn1c0rn hat geschrieben: 03.04.2019 02:54 […]
Ich darf nicht. Ich habs versprochen :)
https://forum.4pforen.4players.de/viewt ... 0#p5158115
Oha, diese interessante Wahrnehmung habe ich wohl verpasst. Das ist tatsächlich ein kreativer Ansatz... Was aber nicht heißt, dass ich mich dem anschließen würde :)
johndoe1741084
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von johndoe1741084 »

TheLastUn1c0rn hat geschrieben: 03.04.2019 21:51 […] Was aber nicht heißt, dass ich mich dem anschließen würde :)
Natürlich nicht :Blauesauge: Aber Versprochen ist Versprochen. Man muss Grenzen ziehn :lol:
cbn99
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von cbn99 »

Also, dass From Software bei den Souls Spielen so sehr vom europ. Mittelalter inspiriert ist und diesen mit den Horrorelementen auffrisiert, kann man meiner Meinung nach schon herleiten vom Einfluss der etlichen Manga, also Comicgeschichten, wie zB "Berserk" von Kentaro Miura. Dieser ist sicherlich wiederum von vielen westlichen Medien beeinflusst, also hat Herr Luibl da natürlich wieder recht. Aber trotzdem ist der kulturelle Fussabdruck von Berserk und im Spielerischen von Zelda (Ocarina of Time) bei der Souls Reihe doch gar nicht zu übersehen. Im weitesten Sinne ist für mich Dark / Demon Souls wie ein dunkles, Berserk'sches Zelda. Allein das Anvisieren der Gegner ist so gleich, Boletaria / Lordran /... = das dunkle Hyrule usw...
Auch das alte Zelda war in gewisser Weise beinhart beim Bestrafen des Bildschirmtodes. Und das abgetakelte Hyrule erinnert mich irgendwie an die untergegangenen Welten der Souls Spiele.
Im Manga Berserk treffen die Protagonisten auch auf die für die japanische Tradition so typischen übermenschlichen Gegner, es müssen oft gar nicht irgendwelche Monster sein, sondern zB einfach übergroße Ritter oder wie in Sekiro missgebildete Mönche, halb Oger halb Mensch. Guts, der Held von Berserk, kämpft in regelrechten Boss-Kämpfen gegen fulminante Gegner, sein Schwert erinnert doch sehr an das 'Claymore' der Souls-Reihe. Sein linker Arm ist eine Prothese, wie in Sekiro. In Japan kennt Berserk ein jedes Kind und es ist für Miura selbst wohl sogar eine Ehre, dass sie eine ähnlich düstere Atmosphäre so gekonnt neu in Szene gesetzt haben.
Alles in allem ist From Software doch zutiefst japanisch und mit Sekiro geht man jetzt noch mehr in Richtung Adventure, wie Zelda.
Alandarkworld
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von Alandarkworld »

Es ist schon irgendwie lustig zu sehen, wie zwei Leute (in diesem Fall Jörg und meine Wenigkeit) das ein und dasselbe Spiel aus völlig unterschiedlichen Gründen gut finden können.

Ich für meinen Teil habe zum Beispiel Demons Souls ausschließlich offline gespielt. Die Charakter- und Welttendenz war dadurch für mich kein Feature, sondern ein einziges lästiges Hindernis: wollte man in einem Durchlauf des Spiels alle wichtigen Gegenstände ergattern, musste nan penibel darauf achten, an den richtigen Stellen zu sterben, damit man die Tendenzen zuerst nach "pure white", dann nach "pure black" verschieben konnte, wofür es dann Belohnungen gab. Das war so in dieser Art wahrscheinlich nicht im Sinne des Erfinders, aber offline blieb einem keine Wahl.

Worin ich mit Jörg übereinstimme ist das grandiose Artdesign, darüber wurde alles gesagt. Darüber hinaus dann zu sagen dass die Charakterzeichnungen in irgendeiner Form relevant gewesen wären, halte ich für übertrieben. Es gab schließlich auch fast nur Monologe, mit Charakter-Interaktion war da noch nie viel los. Muss auch nicht sein, mich hat das überhaupt nicht gestört, es wird nur ab und an versucht etwas herbei zu reden was schlicht nicht vorhanden ist.

Wo Demons Souls - und die gesamte Souls-Serie - glänzen kann ist das solide spielmechanische Fundament. Das Resetten beim Tod, der Blutfleck der einen zurück ausgerechnet an den Ort lockt wo man einer Gefahr erlegen ist, das Level-Up-System, die Charakter-Entwicklung, die Jagd nach Gegenständen und Upgrades... all das passte einfach perfekt zusammen. Ein geschicktes Welt- und Gegner-Design sowie ein Kampfsystem das seiner Zeit meilenweit voraus war, griffen wie ein gut geöltes Uhrwerk ineinander.

Das waren die Gründe warum Demons Souls für mich so toll war, weit fernab von Online-Gedöns und Story-Fluff. Das war reine Mechanik, die aber wunderbar funktionierte und einerseits ein arcadiges Spielgefühl vermittelte (der Boss muss weg!), andererseits sowohl in der Erkundung als auch in der Charakterentwicklung viele unterschiedliche Pfade geboten hat.
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Tyrone Slothrop
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von Tyrone Slothrop »

Nicht zu vergessen die Möglichkeit, dass der dich konfrontierende Endgegner von einem anderen Spieler kontrolliert wird. Demon Souls war schon innovativ. Anfang 2010 ist ja auch GoW3 veröffentlicht worden. Das war ein Jahr, seufz.
Vielleicht bringt From Software ja noch mal ein all ihre Multiplayer Innovationen packend kombinierendes Spiel, dessen Langzeitvergnügen sich auch aus durch World- und Character-Tendency genährte Unvohersehbarkeiten speist.
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Jörg Luibl
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von Jörg Luibl »

Hi cbn99,

erstmal: Berserk ist klasse!

Und es stimmt: Du findest Elemente aus Miuras Abenteuer in den Souls-Spielen, gerade was das Überdimensionierte mancher Waffen, Gegner und natürlich den Bodycount angeht. Aber in Berserk zeichnet er ja selbst ein alternatives europäisches Mittelalter. Da schließt sich der Kreis auch wieder zur Artus-Legende und im weitesten Sinne zu den Nibelungen - diese Sage mögen die Japaner ohnehin sehr gern.

Unterm Strich bedient sich From Software an vielerelei Sagenhaftem. Aber nie schlicht und direkt, sondern auf künstlerischer Ebene immer mit eigenen Interpretationen, die die Fantasie anregen. In Demon's Souls findest du auch direkte japanische Bezüge - und selbst in Sekiro übrigens auch Figuren, die wie Ritter aus dem europäischen Spätmittelalter aussehen.

Dass gerade Japaner ein derart gutes Händchen für starke Namen haben, war auch ungewöhnlich:

Biorr of the Twin Fangs...so klingt Abenteuer nach meinem Geschmack.;)
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artmanphil
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Re: 4Players vor zehn Jahren: Der Test zu Demon's Souls

Beitrag von artmanphil »

Danke, Jörg. Damals las ich Deinen Test und war so überwältigt, nicht nur von den durch Dich dargelegten Spielinhalten, sondern auch von dem Feuer, welches diese Software in Dir auflodern ließ. Und ich orderte es mir wenige Stunden nach dem Lesen Deiner Kritik.

So gehörte ich nicht nur zu den Early Adopters der Souls-Fanatiker in unseren Gefilden, wodurch ich bis heute sagen kann: "ich habe Souls schon gespielt, bevor es cool war", sondern war zugleich von einem quasi unbekannten Spiel so in den Bann gezogen, wie zu Jugendzeiten, als man durch Hörensagen auf Perlen wie Warcraft gestoßen ist.

Ichweiß noch genau, wie mein bester Freund verkündete:"Sein wir doch mal ehrlich, weder ich, NOCH DU, werden je das Ende dieses Spiels sehen. Aber das ist auch ok, es ist großartig und wir hatten viel Spaß damit." Aber wir kämpften uns durch. Bissen uns bis zum asozialen levelstehlenden Drecksack von Endboss... und lameten ihn zutode mit gegrindeten Pfeilen, weil wir es nicht packten mit vernünftigen Methoden.

Heute habe ich Gyoubu Masataka Oniwa in Sekiro gelegt. Und das alles, wer weiß, vielleicht nicht ohne Deine initiale Motivation. Werde ich NIEMALS vergessen.