Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

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NewRaven
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von NewRaven »

Ich würde hier ja sogar ne Lanze für Epic/Ubi brechen, denn grundsätzlich ist das hier nicht die Exklusivität, die mich sonst so stört - denn das Spiel ist ja in 2 Stores erhältlich und das ist somit schon mehr, als man bei manch anderem Publisher, der einen eigenen Store unterhält, erwarten kann. Ob es dann Epic oder Steam ist, sollte in der Tat ziemlich egal sein und hängt in der Tat nur von persönlichen Vorlieben oder Abneigungen ab. Aaaaber... am Ende ist da halt trotzdem wieder so ein richtiger Dickmove dabei, weil man eben das Spiel auf Steam vorher angekündigt und beworben hat. Das sollte man sich einfach klemmen. Wenn man dann solch einen Deal meint abschließen zu müssen, sollten die Store-Seiten verschwinden und fertig. Ja, hier gibt man Spielern noch die Chance, dass Game vorzubestellen und es so auf Steam zu erhalten (was mit dem "Druck" das es dort bald verschwindet sicher auch nochmal die Preorder-Zahlen steigert... clever) - aber das ist ja nicht der Regelfall. Persönlich finde ich, Valve sollte hier einfach wirklich die Verträge ändern... eine Verpflichtung, dem Kunde das Produkt, welches beworben wird (das können durchaus auch Early-Access-Titel sein) innerhalb von 6 Wochen oder so nach Erstellung der Store-Page zur Verfügung zu stellen und andernfalls ne ordentliche Strafgebühr zahlen zu müssen würde vermutlich Wunder wirken. Ich kann einfach total so gar nicht verstehen, wieso Valve es zulässt, dass Steam nun mittlerweile schon seit Monaten von einigen Publishern/Entwicklern einfach nur als kostenfreie, reichenweitenstarke Werbeplattform für den Epic-Store missbraucht wird.
homerS
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von homerS »

[/quote]

Ich hab halt noch nie jemanden gesehen der das behauptet.
Verstehe nicht warum die Leute die Epic verteidigen das immer behaupten.

Das einzige was die Leute die auf Epic schimpfen sagen ist "ich mag Epic nicht weil sie exclusives einfach nur einkaufen und somit ein (noch) temporäres Monopol bilden. Steam ist mir nur lieber weil ich da auch von hunderten anderen Seiten legale Keys zu unterschiedlichen Preisen kaufen kann, meine ganze Bibliothek eh schon da ist und die Qualität der Platform selbst auch um ein vielfaches besser ist als der Epic-Store (Suchfunktion, Bewertung der Spiele...)".
Und was genau ist daran falsch?
[/quote]

Daran ist überhaupt nichts falsch und ich verteidige Epic nicht, aber ich verteidige Steam auch nicht. Was Epic macht ist moralisch falsch und was Steam getan hat auch. Ich verstehe nur die Einseitigkeit des Bashings nicht.
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4lpak4
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von 4lpak4 »

homerS hat geschrieben: 30.03.2019 17:02

Daran ist überhaupt nichts falsch und ich verteidige Epic nicht, aber ich verteidige Steam auch nicht. Was Epic macht ist moralisch falsch und was Steam getan hat auch. Ich verstehe nur die Einseitigkeit des Bashings nicht.
Weil es halt nur um Epic in diesem Fall geht.
Weil es halt nur Epic ist der hier scheiße baut.
Das einzige was man Steam vorwerfen kann ist dass sie das im Moment so hinnehmen und sich nicht wirklich weiter entwickeln, aber das hat vorher auch kaum jemanden gestört (was auch keine Entschuldigung ist).
Und die ganzen negativen Entwicklungen JETZT kommen halt allein von/durch Epic.
CJHunter
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von CJHunter »

4lpak4 hat geschrieben: 30.03.2019 17:07 Das einzige was man Steam vorwerfen kann ist dass sie das im Moment so hinnehmen und sich nicht wirklich weiter entwickeln, aber das hat vorher auch kaum jemanden gestört.
Naja, Im sommer soll doch ein Update mit neuen Features kommen wo der Store und v.a. die Bib komplett überarbeitet wird. Finde ich eh überfällig, das triste weiss/grau fand ich schon immer nicht besonders schön...
Ansonsten kommt die Halo Collection nur über Steam und die kommenden Bethesda-Titel glücklicherweise auch:-). Inwiefern da Steam aktiv wurde weiss man natürlich nicht...
homerS
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von homerS »

4lpak4 hat geschrieben: 30.03.2019 17:07
homerS hat geschrieben: 30.03.2019 17:02

Daran ist überhaupt nichts falsch und ich verteidige Epic nicht, aber ich verteidige Steam auch nicht. Was Epic macht ist moralisch falsch und was Steam getan hat auch. Ich verstehe nur die Einseitigkeit des Bashings nicht.
Weil es halt nur um Epic in diesem Fall geht.
Weil es halt nur Epic ist der hier scheiße baut.
Das einzige was man Steam vorwerfen kann ist dass sie das im Moment so hinnehmen und sich nicht wirklich weiter entwickeln, aber das hat vorher auch kaum jemanden gestört (was auch keine Entschuldigung ist).
Und die ganzen negativen Entwicklungen JETZT kommen halt allein von/durch Epic.
Als ehemaliger Steamfanboy bin ich eben der Meinung, daß Steam in den letzten 3-4 Jahren massiv nachgelassen hat was Zufriedenheit der Kunden oder Entwickler angeht. Und bin eher sauer auf Steam daß sie es soweit haben kommen lassen. War aber schon sauer bevor Epic auf den Plan getreten ist.
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SaperioN_ist_weg
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von SaperioN_ist_weg »

CryTharsis hat geschrieben: 30.03.2019 16:35
Marosh hat geschrieben: 30.03.2019 16:20ist halt falsch. Auch wenn Steam nur 5% Abgaben hätte und Epic sie auf 35% hochschraubt, hätten wir das Thema. Die Entwickler gehen NICHT wegen den % zum Epic Store. Sie gehen dort hin, weil Epic mit viel, viel, viel Geld wedelt um die (Zeit-)Exklusivität zu kaufen. So viel Geld, dass selbst Insider aus der Indie Szene damit prahlen, dass niemand das Spiel kaufen müsste und man trotzdem mit einem ordentlichen Gewinn nach Hause geht.

Ubisoft ist es egal wo sie das Spiel verkaufen. Am Ende läuft es eh auf den UPlay launcher hinaus.
Indies nehmen das Geld, weil ein neues Spiel ein Risiko bedeutet. Das Geld für die Exklusivität ist da eine gute Sicherheit nicht komplett Bankrott zu gehen, falls es doch floppt.
Andere größere Entwickler ist es egal, weil die "negative" Presse auf Epic prallt. Außerdem sind die Foren kein Spiegelbild der Konsumenten. Den Meisten ist es ziemlich egal wo sie es kaufen. Hauptsache sie können Teil XY ihrerer Serie spielen. Die Anderen holt man ab, wenn die Zeit-Exklusivität ausläuft. Leute, die wirklich boykottieren, also den Epic-Store UND auch das Spiel, wenn die Zeit-Exklusivität ausläuft, sind wirtschaftlich nicht relevant. So klein dürfte der Anteil sein.

Mach doch einfach mal das Gedankenexperiment. Wenn die %-Abgaben SO entscheidend sind, warum muss Epic so viel Geld für die Exklusivität in die Hand nehmen? Müssten die Entwickler nicht von sich aus die Spiele auf nur Epic stellen? So als Statement gegen Steams hohen Abgaben?

Übrigens, wäre die Exklusivität ein Statement der Entwickler und nicht durch die dicke Börse von Epic, dann wäre der Shitstorm auch bei weitem kleiner. Ein "Wir sind nur im Epic-Store zu finden, weil Steams Abgaben unfair sind" klingt halt weit aus nachvollziehbarer als "Epic kauft sich die nächste Exklusivität und der Titel verschwindet aus Steam".
Der bis dato beste Beitrag den ich hier im Forum zu diesem Thema gelesen haben.
Wenn er das sein sollte, ist das Thema an sich ein hochgekochter Haufen Mist aus Prinzipien und Bequemlichkeit.
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NewRaven
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von NewRaven »

homerS hat geschrieben: 30.03.2019 17:20 Als ehemaliger Steamfanboy bin ich eben der Meinung, daß Steam in den letzten 3-4 Jahren massiv nachgelassen hat was Zufriedenheit der Kunden oder Entwickler angeht. Und bin eher sauer auf Steam daß sie es soweit haben kommen lassen. War aber schon sauer bevor Epic auf den Plan getreten ist.
Und woran machst du dieses "Nachlassen" fest? Und was genau bedeutet "soweit kommen lassen"?

Es ist ja in der Tat keineswegs so, dass Steam in den letzten Jahren mal einfach "nichts" getan hätte. Es mag vielleicht nichts für dich persönlich gewesen sein, aber sie haben die Plattform selbst schon ein gutes Stück weiter gebracht. Das In-Home-Streaming (und mittlerweile auch Out-Home-Streaming :D ), der universelle Controller-Support, Proton... das sind alles Dinge, die vielleicht nicht jedem nützen, die aber durchaus recht umfangreiche Entwicklungen darstellen. Entwicklungen in einer Größenordnung, die kein anderer Digitaldistributor auch nur annähernd in den letzten Jahren erreicht hat und von denen Kunden und eben auch Entwickler profitieren. Steam hat seine Macken, keine Frage... von "zuviel Mist auf der Plattform" den man zu schlecht filtern kann über Veröffentlichungskriterien, die weder eindeutig noch konsistent sind und vermutlich eine Tonne anderer Dinge, die je nach persönlichen Prioritäten mal schwerer und mal leichter wiegen. Aber zu sagen, Steam würde einfach nichts tun ist und bleibt völliger Käse. Genauso wie es übrigens völliger Käse ist, zu behaupten, so pauschal zu behaupten Entwickler wären nicht zufrieden... Entwickler/Publisher kamen nämlich über 10 Jahre lang super mit den Bedingungen von Valve zurecht, einige sind durch diese Bedingungen sogar von kleinen Indie-Studios zu mittelgroßen Firmen heran gewachsen. Ein 30%-Cut mag je nach Nutzen, den man für sein Projekt spezifisch in der Steam-Plattform sieht, mehr oder weniger "unangenehm" sein, aber man darf hier nicht vergessen, dass er jahrelang funktioniert hat (nicht nur bei Steam) und man darf auch nicht vergessen, dass er am Ende immernoch mindestens 30% kleiner ist als bei einer Retail-Version. Das nun manche Publisher lieber die offensichtlich erst einmal besseren Konditionen wählen, ist völlig klar - aber in Anbetracht der Tatsache, dass mehr Geld für eine Firma immer gut ist, absolut kein Indikator dafür, dass irgendwas an den Steam-Konditionen nicht stimmte oder nicht stimmt. Reden wir also besser nicht über das, was du dir hier mehr oder minder zusammenspekulierst, reden wir doch wirklich mal über das, über das wir auch richtig reden können, weil es uns selbst betrifft: uns als Kunden.

Was hat Steam da in den letzten 3-4 Jahren angestellt, dass deine Zufriedenheit sinken ließ?

Ich verstehe, wenn jemand sagt "Steam ist böse weil Steam digitales DRM etabliert hat". Das ist zwar inhaltlich nur so halb richtig, aber eine vertretbare Position. Ich verstehe auch, wenn jemand sagt "Steam ist böse, weil Steam den Retailmarkt kaputt gemacht hat". Ich verstehe sogar jemanden, der sagt "Steam ist böse, weil... HL3?!?". Und ich verstehe jeden, der sich Konkurrenz wünscht (also richtige Konkurrenz... wo man auch konkurrieren kann... also... weil man sich nicht mit Exklusivtiteln abschottet).
Aber ich verstehe nicht, was Steam in den letzten 3-4 Jahre so falsch gemacht haben könnte... mal abseits von der oben schon eingeräumten Unübersichtlichkeit ihrer Plattform, welche mich zwar auch mitunter mal nervt, aber sich für mich kaum mit "massiv nachgelassen" definieren würde - vor allem auch, weil das ebenfalls ja schon ein bisschen früher losging.
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Leon-x
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von Leon-x »

homerS hat geschrieben: 30.03.2019 17:20 Als ehemaliger Steamfanboy bin ich eben der Meinung, daß Steam in den letzten 3-4 Jahren massiv nachgelassen hat was Zufriedenheit der Kunden oder Entwickler angeht. Und bin eher sauer auf Steam daß sie es soweit haben kommen lassen. War aber schon sauer bevor Epic auf den Plan getreten ist.
Valve muss auch handeln wenn nicht immer mehr Publisher abwandern sollen. Komische ist ja dass man Exklusivbindung und Account angefangen hat aber jetzt seine Eigenmarken nicht wirklich fortführt. EA, Ubisoft und MS bringen ja wenigstens weiterhin Software zum Zocken auf den Markt. Nur was bringt Valve Großartiges weswegen man dringend Steam braucht? 1000 Funktionen wo ein Großteil eh nur 2-3 nutzt wenn überhaupt ist kein Grund als Plattform allein zu existieren. Gut dass es sie gibt aber viele starten doch eh nur einen Launcher und klicklen dann auf das Game ohne jemals mehr vom Hintergrundprogramm zu sehen.
Darin sehe ich auch das Problem einen Mehrwert was Spiele und Engines betrifft zu erschaffen und nicht hoffen dass alle Thirds schon zu einem kommen.

Würde man Steam mit eigenen guten Games versorgen und die Abgabe für Indie und große AAA-Publisher gleich fair gestalten wären wir vermutlich nicht ganz so weit wie jetzt. Vielleicht auch etwas mehr Übersicht im Store.
Leute holen sich Konsolen wegen Eigenmarken aber finanzieren damit trotzdem (Zeit)Exklusive Deals wie SF V, RotTR, CoD-DLC/Destiny-DLC gleich mit.

Gleiche macht man wenn man jetzt Anno 1800 bei Uplay direkt kauft oder später erst auf Steam. Man gibt trotzdem Ubisoft Geld für ihre Entscheidung ihr Spiel auf diese Weise zu veröffentlichen. Uplay Konto holt man sich so oder so egal ob es jetzt bei Epic oder Steam wäre. Kundenbindung entsteht dennoch ohne frei Wahl der Plattform da die Endstation immer Uplay bleibt.
Sollte man sich halt trotzdem immer bewusst wenn man Andere verurteilt.
Letzte Entscheidung hat Ubisoft wie sie ihr Game verkaufen wollen.

Der Traum dass alles überall fair erscheint wird nicht Realität will die Wirtschaft so nicht funktioniert.
Easy Lee
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von Easy Lee »

Mich würde das als PC Zocker wegen den Achievements frusten. Finde auch, dass Steam nen guten Job gemacht hat was die Features und Nutzererfahrung anbelangt. Für die Handvoll Titel die ich auf dem Rechner zocke kanns mir an sich recht egal sein wo sie erscheinen, aber der Übersichtlichkeit halber hätte ich sie schon gerne bei Steam zusammengefasst.

Ergo - ich finde den Epic Store störend. Hätte es für mich nicht gebraucht.
johndoe1197293
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von johndoe1197293 »

Edit: hat sich erledigt.
homerS
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von homerS »

NewRaven hat geschrieben: 30.03.2019 17:49
homerS hat geschrieben: 30.03.2019 17:20 Als ehemaliger Steamfanboy bin ich eben der Meinung, daß Steam in den letzten 3-4 Jahren massiv nachgelassen hat was Zufriedenheit der Kunden oder Entwickler angeht. Und bin eher sauer auf Steam daß sie es soweit haben kommen lassen. War aber schon sauer bevor Epic auf den Plan getreten ist.
Und woran machst du dieses "Nachlassen" fest? Und was genau bedeutet "soweit kommen lassen"?

Es ist ja in der Tat keineswegs so, dass Steam in den letzten Jahren mal einfach "nichts" getan hätte. Es mag vielleicht nichts für dich persönlich gewesen sein, aber sie haben die Plattform selbst schon ein gutes Stück weiter gebracht. Das In-Home-Streaming (und mittlerweile auch Out-Home-Streaming :D ), der universelle Controller-Support, Proton... das sind alles Dinge, die vielleicht nicht jedem nützen, die aber durchaus recht umfangreiche Entwicklungen darstellen. Entwicklungen in einer Größenordnung, die kein anderer Digitaldistributor auch nur annähernd in den letzten Jahren erreicht hat und von denen Kunden und eben auch Entwickler profitieren. Steam hat seine Macken, keine Frage... von "zuviel Mist auf der Plattform" den man zu schlecht filtern kann über Veröffentlichungskriterien, die weder eindeutig noch konsistent sind und vermutlich eine Tonne anderer Dinge, die je nach persönlichen Prioritäten mal schwerer und mal leichter wiegen. Aber zu sagen, Steam würde einfach nichts tun ist und bleibt völliger Käse. Genauso wie es übrigens völliger Käse ist, zu behaupten, so pauschal zu behaupten Entwickler wären nicht zufrieden... Entwickler/Publisher kamen nämlich über 10 Jahre lang super mit den Bedingungen von Valve zurecht, einige sind durch diese Bedingungen sogar von kleinen Indie-Studios zu mittelgroßen Firmen heran gewachsen. Ein 30%-Cut mag je nach Nutzen, den man für sein Projekt spezifisch in der Steam-Plattform sieht, mehr oder weniger "unangenehm" sein, aber man darf hier nicht vergessen, dass er jahrelang funktioniert hat (nicht nur bei Steam) und man darf auch nicht vergessen, dass er am Ende immernoch mindestens 30% kleiner ist als bei einer Retail-Version. Das nun manche Publisher lieber die offensichtlich erst einmal besseren Konditionen wählen, ist völlig klar - aber in Anbetracht der Tatsache, dass mehr Geld für eine Firma immer gut ist, absolut kein Indikator dafür, dass irgendwas an den Steam-Konditionen nicht stimmte oder nicht stimmt. Reden wir also besser nicht über das, was du dir hier mehr oder minder zusammenspekulierst, reden wir doch wirklich mal über das, über das wir auch richtig reden können, weil es uns selbst betrifft: uns als Kunden.

Was hat Steam da in den letzten 3-4 Jahren angestellt, dass deine Zufriedenheit sinken ließ?

Ich verstehe, wenn jemand sagt "Steam ist böse weil Steam digitales DRM etabliert hat". Das ist zwar inhaltlich nur so halb richtig, aber eine vertretbare Position. Ich verstehe auch, wenn jemand sagt "Steam ist böse, weil Steam den Retailmarkt kaputt gemacht hat". Ich verstehe sogar jemanden, der sagt "Steam ist böse, weil... HL3?!?". Und ich verstehe jeden, der sich Konkurrenz wünscht (also richtige Konkurrenz... wo man auch konkurrieren kann... also... weil man sich nicht mit Exklusivtiteln abschottet).
Aber ich verstehe nicht, was Steam in den letzten 3-4 Jahre so falsch gemacht haben könnte... mal abseits von der oben schon eingeräumten Unübersichtlichkeit ihrer Plattform, welche mich zwar auch mitunter mal nervt, aber sich für mich kaum mit "massiv nachgelassen" definieren würde - vor allem auch, weil das ebenfalls ja schon ein bisschen früher losging.
Erst mal tatsächlich die Punkte die du bereits angeführt hattest. Außerdem war ich sehr beim traden aktiv, dort wurden die Möglichkeiten massiv beschnitten (z.B. Regioncross-trading, was zuvor problemlos möglich war), auch der damit einhergehende Authentifizierungswahn stört mich. Besonders sauer stieß mir auf, daß Valve versucht hat die Kunden für Mods bezahlen zu lassen, was nur am enormen Shitstorm gescheitert ist. Der ehemals sehr gute Support antwortet nun gefühlt gar nicht mehr und wenn doch mit irgendwelchen sinnlosen Satzbausteinen welche komplett am Thema vorbeigehen. Und ich will nicht jeden Schrott bei Steam sehen, angefangen von Games die nicht vernünftig laufen (hast du mal z.B. ein Disneygame gespielt?), bis hin zu völlig inakzeptablem Softwarecrap (z.B. aktuell Rape Day), was mMn nichts in einem seriösen Shop verloren hat, von den ganzen Titeln die den Begriff “game“ nicht mal verdienen ganz zu schweigen. Natürlich noch das übliche Geschwafel von früher waren die Sales besser (was aber zutrifft). Steam ist in der Zwischenzeit so groß das ich nicht glaube, daß die 30%-Marge noch fair und angemessen ist. Bei Nintendo z.B. werden Microtransaktionen unterbunden, könnte Steam ja auch machen. Ich möchte nicht daß meine Kids wenn Sie über meinen Steamaccount zocken evtl. etwas wie Rape Day zu sehen bekommen, noch möchte ich nach einer Runde zocken arm sein und ja ich habe meine Kinder im Griff, sie sind aufgeklärt und ich weiß wie man Shopinhalte filtern kann, trotzdem muss das nicht sein und ich kann mir vorstellen, daß nicht jeder seine Kinder so gut kontrollieren kann.
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Kajetan
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von Kajetan »

Leon-x hat geschrieben: 30.03.2019 17:56 Würde man Steam mit eigenen guten Games versorgen und die Abgabe für Indie und große AAA-Publisher gleich fair gestalten wären wir vermutlich nicht ganz so weit wie jetzt.
Valve MUSS in Sachen Preisgestaltung die Großen pampern und besser behandeln, weil diese sich sonst woanders umsehen. Das ist kein böser Wille oder eine Folge von Nachlässigkeit, sondern eine Folge von Marktmacht. Es kann nicht im Sinne von Valve sein, dass jede größere Firma ihren eigenen Client aufmacht, also muss man hier den großen Firmen ein Stück weit entgegenkommen.
Vielleicht auch etwas mehr Übersicht im Store.
Ich finde Steam nicht wirklich unübersichtlich, aber das mag subjektiv anders aussehen.
Der Traum dass alles überall fair erscheint wird nicht Realität will die Wirtschaft so nicht funktioniert.
Das sowieso :)

Aber man stelle sich eine Welt vor, wo man auf diesen Geldrotz verzichten kann, weil man etwas besseres gefunden hat ...
homerS
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von homerS »

homerS hat geschrieben: 30.03.2019 19:29
NewRaven hat geschrieben: 30.03.2019 17:49
homerS hat geschrieben: 30.03.2019 17:20 Als ehemaliger Steamfanboy bin ich eben der Meinung, daß Steam in den letzten 3-4 Jahren massiv nachgelassen hat was Zufriedenheit der Kunden oder Entwickler angeht. Und bin eher sauer auf Steam daß sie es soweit haben kommen lassen. War aber schon sauer bevor Epic auf den Plan getreten ist.
Und woran machst du dieses "Nachlassen" fest? Und was genau bedeutet "soweit kommen lassen"?

Es ist ja in der Tat keineswegs so, dass Steam in den letzten Jahren mal einfach "nichts" getan hätte. Es mag vielleicht nichts für dich persönlich gewesen sein, aber sie haben die Plattform selbst schon ein gutes Stück weiter gebracht. Das In-Home-Streaming (und mittlerweile auch Out-Home-Streaming :D ), der universelle Controller-Support, Proton... das sind alles Dinge, die vielleicht nicht jedem nützen, die aber durchaus recht umfangreiche Entwicklungen darstellen. Entwicklungen in einer Größenordnung, die kein anderer Digitaldistributor auch nur annähernd in den letzten Jahren erreicht hat und von denen Kunden und eben auch Entwickler profitieren. Steam hat seine Macken, keine Frage... von "zuviel Mist auf der Plattform" den man zu schlecht filtern kann über Veröffentlichungskriterien, die weder eindeutig noch konsistent sind und vermutlich eine Tonne anderer Dinge, die je nach persönlichen Prioritäten mal schwerer und mal leichter wiegen. Aber zu sagen, Steam würde einfach nichts tun ist und bleibt völliger Käse. Genauso wie es übrigens völliger Käse ist, zu behaupten, so pauschal zu behaupten Entwickler wären nicht zufrieden... Entwickler/Publisher kamen nämlich über 10 Jahre lang super mit den Bedingungen von Valve zurecht, einige sind durch diese Bedingungen sogar von kleinen Indie-Studios zu mittelgroßen Firmen heran gewachsen. Ein 30%-Cut mag je nach Nutzen, den man für sein Projekt spezifisch in der Steam-Plattform sieht, mehr oder weniger "unangenehm" sein, aber man darf hier nicht vergessen, dass er jahrelang funktioniert hat (nicht nur bei Steam) und man darf auch nicht vergessen, dass er am Ende immernoch mindestens 30% kleiner ist als bei einer Retail-Version. Das nun manche Publisher lieber die offensichtlich erst einmal besseren Konditionen wählen, ist völlig klar - aber in Anbetracht der Tatsache, dass mehr Geld für eine Firma immer gut ist, absolut kein Indikator dafür, dass irgendwas an den Steam-Konditionen nicht stimmte oder nicht stimmt. Reden wir also besser nicht über das, was du dir hier mehr oder minder zusammenspekulierst, reden wir doch wirklich mal über das, über das wir auch richtig reden können, weil es uns selbst betrifft: uns als Kunden.

Was hat Steam da in den letzten 3-4 Jahren angestellt, dass deine Zufriedenheit sinken ließ?

Ich verstehe, wenn jemand sagt "Steam ist böse weil Steam digitales DRM etabliert hat". Das ist zwar inhaltlich nur so halb richtig, aber eine vertretbare Position. Ich verstehe auch, wenn jemand sagt "Steam ist böse, weil Steam den Retailmarkt kaputt gemacht hat". Ich verstehe sogar jemanden, der sagt "Steam ist böse, weil... HL3?!?". Und ich verstehe jeden, der sich Konkurrenz wünscht (also richtige Konkurrenz... wo man auch konkurrieren kann... also... weil man sich nicht mit Exklusivtiteln abschottet).
Aber ich verstehe nicht, was Steam in den letzten 3-4 Jahre so falsch gemacht haben könnte... mal abseits von der oben schon eingeräumten Unübersichtlichkeit ihrer Plattform, welche mich zwar auch mitunter mal nervt, aber sich für mich kaum mit "massiv nachgelassen" definieren würde - vor allem auch, weil das ebenfalls ja schon ein bisschen früher losging.
Erst mal tatsächlich die Punkte die du bereits angeführt hattest. Außerdem war ich sehr beim traden aktiv, dort wurden die Möglichkeiten massiv beschnitten (z.B. Regioncross-trading, was zuvor problemlos möglich war), auch der damit einhergehende Authentifizierungswahn stört mich. Besonders sauer stieß mir auf, daß Valve versucht hat die Kunden für Mods bezahlen zu lassen, was nur am enormen Shitstorm gescheitert ist. Der ehemals sehr gute Support antwortet nun gefühlt gar nicht mehr und wenn doch mit irgendwelchen sinnlosen Satzbausteinen welche komplett am Thema vorbeigehen. Und ich will nicht jeden Schrott bei Steam sehen, angefangen von Games die nicht vernünftig laufen (hast du mal z.B. ein Disneygame gespielt?), bis hin zu völlig inakzeptablem Softwarecrap (z.B. aktuell Rape Day), was mMn nichts in einem seriösen Shop verloren hat, von den ganzen Titeln die den Begriff “game“ nicht mal verdienen ganz zu schweigen. Natürlich noch das übliche Geschwafel von früher waren die Sales besser (was aber zutrifft). Steam ist in der Zwischenzeit so groß das ich nicht glaube, daß die 30%-Marge noch fair und angemessen ist. Bei Nintendo z.B. werden Microtransaktionen unterbunden, könnte Steam ja auch machen. Ich möchte nicht daß meine Kids wenn Sie über meinen Steamaccount zocken evtl. etwas wie Rape Day zu sehen bekommen, noch möchte ich nach einer Runde zocken arm sein und ja ich habe meine Kinder im Griff, sie sind aufgeklärt und ich weiß wie man Shopinhalte filtern kann, trotzdem muss das nicht sein und ich kann mir vorstellen, daß nicht jeder seine Kinder so gut kontrollieren kann.
Zum Thema Exklusivität: Ich habe keine Ahnung wie alt die meisten User hier sind, aber der Bruch der durch Steampflicht (einfach mal googlen, COD MW2 oder Bethesda-Titel z.B) entstanden ist war um ein vielfaches größer als der Hexentanz der nun wegen Epic veranstaltet wird. Einige Publisher haben damals von GfWL zu Steam gewechselt, obwohl man es parallel hätte laufen lassen können, zu glauben daß dies ohne finanzielle Zuwendungen erfolgt ist kann ich mir schwer vorstellen.
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casanoffi
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von casanoffi »

homerS hat geschrieben: 30.03.2019 19:40 Zum Thema Exklusivität: Ich habe keine Ahnung wie alt die meisten User hier sind, aber der Bruch der durch Steampflicht (einfach mal googlen, COD MW2 oder Bethesda-Titel z.B) entstanden ist war um ein vielfaches größer als der Hexentanz der nun wegen Epic veranstaltet wird. Einige Publisher haben damals von GfWL zu Steam gewechselt, obwohl man es parallel hätte laufen lassen können, zu glauben daß dies ohne finanzielle Zuwendungen erfolgt ist kann ich mir schwer vorstellen.
Stimmt, GfWL hatte ich mittlerweile schon wieder komplett verdrängt ^^
Das war vielleicht ein mieser Dreck...
Damit hatte ich permanent nur Probleme.

Wie schon erwähnt, ich kann den Shitstorm wegen Epic schon nachvollziehen, auch wenn es mir persönlich völlig egal ist.

Ich lese oft, dass Valve nie Exklusiv-Verträge mit anderen Publishern eingegangen ist und jeder Publisher, wenn er sein Produkt exklusiv bei Steam anbietet, das ohne Zutun von Valve entschieden hatte.

Woher stammt diese Information eigentlich?
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James Dean
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Re: Anno 1800: Ab dem 16. April nicht mehr bei Steam erhältlich; digital nur im Epic Games Store und bei Uplay

Beitrag von James Dean »

homerS hat geschrieben: 30.03.2019 19:40 Zum Thema Exklusivität: Ich habe keine Ahnung wie alt die meisten User hier sind, aber der Bruch der durch Steampflicht (einfach mal googlen, COD MW2 oder Bethesda-Titel z.B) entstanden ist war um ein vielfaches größer als der Hexentanz der nun wegen Epic veranstaltet wird. Einige Publisher haben damals von GfWL zu Steam gewechselt, obwohl man es parallel hätte laufen lassen können, zu glauben daß dies ohne finanzielle Zuwendungen erfolgt ist kann ich mir schwer vorstellen.
Vor ner Woche als ich GTA4 wieder mal gespielt habe, hatte ich mal wieder Kontakt mit GfWL. Ich bin wirklich froh, dass dieser Rotz nicht mehr existiert, ich musste das Spiel quasi cracken (-> GfWl per .dll deaktivieren), damit ich überhaupt speichern konnte, weil Spielstände NUR über GfWL möglich waren und auf deren Server gespeichert wurden. GfWL kam aber weitaus später an den Markt, als Steam, das bereits 2003 das Licht der Welt erblickt hatte. An eine MW2-Spaltung kann ich mich nicht mehr erinnern, nur an die Boykott-Aufrufe, als die dedizierten Server gestrichen wurden und man nur noch Matchmaking spielen konnte.

EDIT: Zum Steamservice - mir als Kunden ging vor allem eines auf den Sack. Der Communitymarkt bzw. der Umgang mit diesem. Da haut Valve diesen Communitymarkt raus, damit User ihre Items und Sammelkarten verkaufen können, reformiert Dota2 aber so, dass alle Items nur noch an Personen gebunden und nicht mehr handelbar sind. Dann dieser Beschiss mit den CSGO-Skins, wo innerhalb weniger Monate die Schlüsselpreise von 1.79 auf 2.49 oder was die inzwischen kosten gestiegen sind. Dann die Tatsache, dass du Steam dafür bezahlen musst, deine Freundesliste zu erweitern - Denn du bekommst nur mehr Slots für die Freundesliste, indem du auflevelst. Und wie levelst du auf? Richtig, indem du dir Karten auf dem Communitymarkt kaufst, und das geht nur entweder mit Echtgeld oder mit Valve-Dollars.