Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

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NewRaven
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von NewRaven »

Todesglubsch hat geschrieben: 16.03.2019 17:51 Du musst zwischen Epic als Firma und Epic als Plattform unterscheiden.
Der Epic-Store ist weiterhin nur die Vertriebsplattform. Die Epic-Firma hingegen ist maximal Finanzierungspartner, aber weiterhin kein Publisher für diese Spiele.
Ich verstehe, was du meinst... aber kann man diese Trennung wirklich noch so scharf ziehen, wenn mit der Teilfinanzierung eines Projekts durch Epic auch an die Bedingung geknüpft ist, dass (vorerst) nur Epic das Spiel vertrieben darf? Ich glaube nicht. Bei einigen Titeln, die eben in diesem Exklusivprogramm zu finden sind, übt Epic meiner Meinung nach durchaus Tätigkeiten aus, die sonst eher klassische Publisher übernehmen würden - wie eben die (Vor-)Finanzierung. Aber gut, dass war ja letztlich eh nur eine Randnotiz meines Beitrags.
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sabienchen.banned
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von sabienchen.banned »

NewRaven hat geschrieben: 16.03.2019 15:03
"Wir geben Spieleentwicklern und Publishern das Geschäftsmodell, das wir uns als Entwickler schon immer gewünscht hatten", sagte Sweeney und stellte damit klar, dass der Store nicht vorrangig auf die Bedürfnisse der Konsumenten ausgerichtet ist, sondern auf die der Entwickler. Und mit diesem Fokus auf den Entwicklern bzw. den Spielen auf der Angebotsseite versucht Epic Games den Status quo im digitalen Spielemarkt zu verändern - wodurch natürlich auf die Dominanz von Steam angespielt wird.
Publisher, nicht Entwickler... aber Abseits davon... nicht, dass wir das nicht schon selbst gemerkt hätten, aber ich bin zugegeben positiv überrascht, dass er das so klar und offen kommunziert. Die Frage ist hier nur noch: was lässt ihn glauben, dass der potentielle Kunde, dem quasi schon am Eingang des Ladens gesagt wird, dass er bestenfalls die zweite Geige spielt, das Geschäft überhaupt betritt? Und wenn er das nicht tut, wie lange reicht dann wohl noch das gehortete Fortnite-Geld?
Also eingangs wird beides erwähnt... und das ist auch wirklich ein übersetztes Zitat..

Gerade was IndiEntwickler angeht profitieren diese doch von den digitalen Vertriebsplattformen.
Denn bis auf die Vorfinanzierung und etwaiges Marketing ist die Rolle des Publishers damit obsolet geworden.

BTW.. das Zitieren der 4Players News, um sich über den exakten Wortlaut zu echauffieren, ist generell nicht unbedingt das sinnvollste..
Oder siehst du Anführungszeichen, die das als Zitat von Herrn Sweeney kennzeichnen?
Beschwer dich also bei 4Players für diese Dreistigkeit, Entwickler und Publisher in einen Topf zu schmeissen. :wink:

Diese Epic Threads sind wirklich.. wait for it... Epic... :Häschen:
winterblink
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von winterblink »

Offene Plattformen hält er für entscheidend wichtig.
Mich würde mal interessieren was damit gemeint ist. Mit "offen" meint er ja unmöglich "nicht exklusiv", räumt ja selbst ein, dass ihr Fokus darauf liegt, Exklusivdeals abzuschließen.

Alles in allem ist mir Epic mit diesem Store und ihrem Geschäftsgebaren (siehe auch die Datenschutzverstöße) so unglaublich unsympathisch geworden, dass ich froh bin kein Fortnite zu spielen und werde dann Store meiden solang wie irgendwie möglich. War mal anders.

Versteht mich nicht falsch, Valve ist sehr träge und Konkurrenz belebt das Geschäft. Aber doch bitte nicht *so*. :?

Ich befürchte nur, Epic braucht nur einen Atem der lang genug ist und sie werden damit durchkommen: Wie, ich kann gehyptes Spiel XYZ nur bei Epic beziehen? Argh.. ich mag die ja gar nicht. Egal: gekauft.
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NewRaven
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von NewRaven »

sabienchen hat geschrieben: 16.03.2019 18:19 Beschwer dich also bei 4Players für diese Dreistigkeit, Entwickler und Publisher in einen Topf zu schmeissen. :wink:
Genau das hab ich doch quasi im Absatz weiter oben doch schon indirekt, aber durchaus bewusst getan, als ich von "dieser Hinweis" schrieb :P :D
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Eisenherz
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von Eisenherz »

winterblink hat geschrieben: 16.03.2019 18:26 Alles in allem ist mir Epic mit diesem Store und ihrem Geschäftsgebaren (siehe auch die Datenschutzverstöße) so unglaublich unsympathisch geworden, dass ich froh bin kein Fortnite zu spielen und werde dann Store meiden solang wie irgendwie möglich. War mal anders.
Mit Epics Fortnite-Geldkuh scheints sowieso langsam bergab zu gehen, denn jetzt wurde auf PS4 und Xbox zwangsweise Crossplay aktiviert. Früher war es optional, jetzt ist es Pflicht. Bedeutet, dass es immer weniger Spieler werden und die Wartezeiten in der Schlange immer länger wurden.
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sabienchen.banned
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von sabienchen.banned »

NewRaven hat geschrieben: 16.03.2019 18:29 Genau das hab ich doch quasi im Absatz weiter oben doch schon indirekt, aber durchaus bewusst getan, als ich von "dieser Hinweis" schrieb :P :D
Ich empfinde deinen Hinweis halt als etwas "korinthenkackerisch". :P

Denn jedem sollte klar sein, dass wenn ein Entwickler einen Mittelsmann aka Publisher hat, dass dann von den 88% nicht 100% an den Entwickler gehen können wenn Epic sich die anderen 12% eingesteckt hat.
Und man darüber hinaus davon ausgehen kann, dass der Entwickler durch die 18% höhere Geldausschüttung definitiv mehr Geld erhält. :wink:
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 16.03.2019 18:46, insgesamt 2-mal geändert.
Easy Lee
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von Easy Lee »

Was ist mit offen gemeint? Exklusiv-Knebeleien sind nach meinem Verständnis das Gegenteil davon,
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NewRaven
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von NewRaven »

sabienchen hat geschrieben: 16.03.2019 18:41
NewRaven hat geschrieben: 16.03.2019 18:29 Genau das hab ich doch quasi im Absatz weiter oben doch schon indirekt, aber durchaus bewusst getan, als ich von "dieser Hinweis" schrieb :P :D
Ich empfinde deinen Hinweis halt als etwas "korinthenkackerisch". :P

Denn jedem sollte klar sein, dass wenn ein Entwickler einen Mittelsmann aka Publisher hat, dass dann von den 88% nicht 100% an den Entwickler gehen können wenn Epic sich die anderen 12% eingesteckt hat.
Und man darüber hinaus davon ausgehen kann, dass der Entwickler durch die 18% höhere Geldausschüttung definitiv mehr Geld erhält. :wink:
Ja, nur wenn das den meisten klar wäre, warum um alles in der Welt liest man dann überall - nicht nur hier - dass der Epic-Store ja dahingehend etwas "Gutes" wäre, weil die Entwickler für ihre Arbeit besser bezahlt werden würden? Zumindest dem Korinthenkacker in mir zeigt das, dass das den meisten, die meinen, Epic aus welchen Gründen auch immer in ein positives Licht rücken zu wollen, eben leider absolut nicht klar ist.

Den zweiten Teil verstehe ich allerdings nicht... die Annahme ist bestenfalls ziemlich gewagt. Wenn ein Publisher nämlich "zwischengeschaltet" ist, hat der Entwickler seine vertraglichen Leistungen im Normalfall bereits erhalten, eh ein Game in den Verkauf geht. Sicher mag es Sonderzahlungen geben... vielleicht hat man dann auch beim nächsten Titel eine möglicherweise etwas bessere Verhandlungsposition oder bekommt eher einen weiteren Auftrag vom Publisher, weil mehr Geld da ist... aber direkt "davon ausgehen" dass der Entwickler davon mehr Geld sieht, würde ich das jetzt nicht wirklich nennen. Außer, du gehst auch davon aus, die Lottozahlen von nächster Woche zu kennen, weil du diese Woche mal nach 72 Wochen Misserfolg plötzlich nen Dreier mit Zusatzzahl hattest ;)
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sabienchen.banned
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von sabienchen.banned »

NewRaven hat geschrieben: 16.03.2019 18:53 Den zweiten Teil verstehe ich allerdings nicht... die Annahme ist bestenfalls ziemlich gewagt. Wenn ein Publisher nämlich "zwischengeschaltet" ist, hat der Entwickler seine vertraglichen Leistungen im Normalfall bereits erhalten, eh ein Game in den Verkauf geht. Sicher mag es Sonderzahlungen geben... vielleicht hat man dann auch beim nächsten Titel eine möglicherweise etwas bessere Verhandlungsposition oder bekommt eher einen weiteren Auftrag vom Publisher, weil mehr Geld da ist... aber direkt "davon ausgehen" dass der Entwickler davon mehr Geld sieht, würde ich das jetzt nicht wirklich nennen. Außer, du gehst auch davon aus, die Lottozahlen von nächster Woche zu kennen, weil du diese Woche mal nach 72 Wochen Misserfolg plötzlich nen Dreier mit Zusatzzahl hattest ;)
Also im Normalfalls wird es eine Gewinn/Umsatzbeteiligung geben.
Und eine "Gewinnbeteiligung" wird zumeist in Prozent vertraglich festgelegt.
Heißt die zusätzlichen 18% werden wohl im Normalfall analog den anderen 70% gesplittet.
Und damit verdient der Entwickler eben auch mehr an den Verkäufen.

Klar kann dann noch detaiils geben wie ab Betrag X Umsatz verändert sich die Verteilung, gibt Boni, oder die Investionskosten müssen sich erst amortisieren, aber auch das ändert nichts dran, dass der Entwickler im Endeffekt potentiell mehr verdient.

Das mag dann bei hauseigenen Entwicklungsstudios eines Publisher nochmal anders sein, oder wenn ein Publisher einen Auftrag für eine seienr IPs ausschreibt, aber hier übernimmt der Publisher auch eine etwas andere Rolle, als wie wenn man als freier Entwickler(team) um finanzielle Unterstützung durch einen Publisher bittet.

Und ja.. für den Fall, dass der Entwickler sich mit einem Festbetrag vergüten lässt, hat er dann von den 18% mehr natürlich nichts..
Zuletzt geändert von sabienchen.banned am 16.03.2019 19:39, insgesamt 1-mal geändert.
Doc Angelo
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von Doc Angelo »

Serious Lee hat geschrieben: 16.03.2019 18:44 Was ist mit offen gemeint? Exklusiv-Knebeleien sind nach meinem Verständnis das Gegenteil davon,
Das ist beim guten alten Timmy ganz normal. Wenn er sagt, das die Spiele jetzt günstiger für den Kunden werden können, meint er ja eigentlich das die Preise gleich bleiben, aber der Entwickler/Publisher jetzt mehr bekommt. Bei Timmy ist halt manchmal "Falsch-Rum-Tag". Ganz normal.

Wenn ich mir das Ganze so überlege: Wenn ich bei Steam kaufe, dann hab ich jede Menge an Features von denen ich profitieren kann. Wenn ich bei gleichem Preis bei Epic kaufe, dann bekommt Epic weniger vom Preis ab, weil sie ja auch weniger dafür getan haben. So weit, so logisch. Wer bekommt jetzt das Stück vom Kuchen, das bisher für die Features gedacht war? Der Entwickler - obwohl er weder mehr Features noch mehr Spiel programmiert hat. Es wurde ja auch gesagt, das die Entwickler so mehr "Spiel pro Euro" bieten können. Ja, theoretisch stimmt das wohl. Aber... das ist bisher nicht passiert. Die Exklusives haben allesamt den normalen Preis gehabt. Und... wenn ein Spiel nicht exklusiv ist, und das Spiel in beiden Stores ist, und in beiden gleich viel kostet... ja... was soll man da noch sagen?

Der Epic-Store ist einfach nur durch und durch seltsam und schräg, und der Sweeney is echt ganz schön verblendet, wenn man sich anguckt, was er schon so alles vom Stapel gelassen hat. Ich will ihm nicht seine technische Profession absprechen, aber was den Store und seine Ansichten betrifft... der ist durchgeknallt.
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NewRaven
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von NewRaven »

sabienchen hat geschrieben: 16.03.2019 19:09 Also im Normalfalls wird es eine Gewinn/Umsatzbeteiligung geben.
Und eine "Gewinnbeteiligung" wird zumeist in Prozent vertraglich festgelegt.
Heißt die zusätzlichen 18% werden wohl im Normalfall analog den anderen 70% gesplittet.
Und damit verdient der Entwickler eben auch mehr an den Verkäufen.

[Es kann dann noch detaiils geben wie ab Betrag X Umsatz verändert sich die Verteilung, gibt Boni, oder die Investionskosten müssen sich erst amortisieren, aber auch das ändert nichts dran, dass der Entwickler im Endeffekt mehr verdient]

Das mag dann bei hauseigenen Entwicklungsstudios eines Publisher nochmal anders sein, aber hier übernimmt der Publisher auch eine etwas andere Rolle, als wie wenn man als freier Entwiickler(team) um finanzielle Unterstützung durch einen Publisher bittet.
Das kommt aber ebenfalls drauf an. Die Umsatzbeteiligung ist nämlich keineswegs etwas, dass überhaupt vorhanden sein muss - deren Existenz und ggf. etwaige Höhe richtet sich nach vielen Dingen, insbesondere danach, ob und wie viel der Publisher schon in Vorleistung gehen musste (was ja meistens der Fall ist), ob es noch zusätzliche Ausgaben, beispielsweise in Form von Lizenzierungen gibt, ob zusätzliche Kosten beispielsweise durch nötiges Marketing entstehen und so weiter. Das sind also ebenfalls keine fixen Werte, an denen du ausmachen kannst, ob am Ende mehr Geld beim Entwickler ankommt, jedenfalls nicht pauschal. Und bei hauseigenen Studios sollen Gewinnbeteiligungen in der Branche ja sowieso eher die seltene Ausnahme als die Regel sein, da wird eher mit Bonuszahlen bei bestimmten Erfolgen gearbeitet. Pauschal zu sagen: durch die 18% mehr bei dem Verkauf durch Epic bekommen Entwickler eine bessere Bezahlung kann man meiner Meinung nach einzig bei selbstpublizierenden Studios. Da ist das klar. Bei allen anderen ist das meiner Meinung nach zumindest nichts, was man verallgemeinern sollte.
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sabienchen.banned
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von sabienchen.banned »

NewRaven hat geschrieben: 16.03.2019 19:38 Das kommt aber ebenfalls drauf an. Die Umsatzbeteiligung ist nämlich keineswegs etwas, dass überhaupt vorhanden sein muss - deren Existenz und ggf. etwaige Höhe richtet sich nach vielen Dingen, insbesondere danach, ob und wie viel der Publisher schon in Vorleistung gehen musste (was ja meistens der Fall ist), ob es noch zusätzliche Ausgaben, beispielsweise in Form von Lizenzierungen gibt, ob zusätzliche Kosten beispielsweise durch nötiges Marketing entstehen und so weiter. Das sind also ebenfalls keine fixen Werte, an denen du ausmachen kannst, ob am Ende mehr Geld beim Entwickler ankommt, jedenfalls nicht pauschal. Und bei hauseigenen Studios sollen Gewinnbeteiligungen in der Branche ja sowieso eher die seltene Ausnahme als die Regel sein, da wird eher mit Bonuszahlen bei bestimmten Erfolgen gearbeitet. Pauschal zu sagen: durch die 18% mehr bei dem Verkauf durch Epic bekommen Entwickler eine bessere Bezahlung kann man meiner Meinung nach einzig bei selbstpublizierenden Studios. Da ist das klar. Bei allen anderen ist das meiner Meinung nach zumindest nichts, was man verallgemeinern sollte.
Daher auch mein Umsatzbeteiligung/"Gewinnbeteiligung".
Und klar gibts es da eine unbestimmte Anzahl von Möglichkeiten.

Wenn man jedoch von Auftragsarbeiten und InHouse Entwicklung absieht [diese hatte ich ja bereits zuvor erwähnt und machen in der Gänze aller Spiele nur einen sehr kleinen Teil aus], dann also bspw. mehr in den IndiBereich oder AA geht, gibt es zumeist eine vertraglich festgelegte prozentuale Beteiligung an den Einnahmen. [auch wenn diese erst ab Umsatz X zuschlägt]
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NewRaven
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von NewRaven »

sabienchen hat geschrieben: 16.03.2019 19:42 Wenn man jedoch von Auftragsarbeiten und InHouse Entwicklung absieht, dann also bspw. mehr in den IndiBereich oder AA geht, gibt es zumeist eine vertraglich festgelegte prozentuale Beteiligung an den Einnahmen. [auch wenn diese erst ab Umsatz X zuschlägt]
Vermutlich. Wobei man halt gerade in diesem Bereich dann die Frage stellen muss, ob eine breitere Aufstellung in mehreren und/oder größeren Stores nicht am Ende deutlich lukrativer wäre, als die 18% von denen man als Entwickler dann vielleicht mit Glück noch 5% sieht. Andererseits... wenn ich mich da an die News zu Phoenix Point und dessen von Epic "garantierten Verkaufszahlen" (und deren Auszahlung) erinnere, vermutlich nicht. Zumal man die anderen Stores dann ja "hinterher" noch mitnehmen kann, rechnet sich das wohl trotzdem.
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sabienchen.banned
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von sabienchen.banned »

NewRaven hat geschrieben: 16.03.2019 19:51 Vermutlich. Wobei man halt gerade in diesem Bereich dann die Frage stellen muss, ob eine breitere Aufstellung in mehreren und/oder größeren Stores nicht am Ende deutlich lukrativer wäre, als die 18% von denen man als Entwickler dann vielleicht mit Glück noch 5% sieht.
Das ist eine Entscheidung, die der Entwickler...oder Publisher (^^) fällen muss, und sich das vorher hoffentlich halbwegs durchrechnet. :Häschen:

NewRaven hat geschrieben: 16.03.2019 19:51 Andererseits... wenn ich mich da an die News zu Phoenix Point und dessen von Epic "garantierten Verkaufszahlen" (und deren Auszahlung) erinnere, vermutlich nicht. Zumal man die anderen Stores dann ja "hinterher" noch mitnehmen kann, rechnet sich das wohl trotzdem.
Und genau hier war ja bspw. nichtmal ein Publisher involviert, oder?
Die haben sich die Exklusivität für den Epic store vergolden lassen + erhalten 18% mehr vom Verkaufspreis als bei Steam.
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NewRaven
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Re: Epic-Chef erwartet massive Veränderungen im Spiele-Markt; Status quo wird durch Spiele-Angebot aufgebrochen

Beitrag von NewRaven »

sabienchen hat geschrieben: 16.03.2019 20:05 Und genau hier war ja bspw. nichtmal ein Publisher involviert, oder?
Die haben sich die Exklusivität für den Epic store vergolden lassen + erhalten 18% mehr vom Verkaufspreis als bei Steam.
Richtig. Die haben zumindest finanziell erstmal alles richtig gemacht. Alle Investitionen plus ein bisschen was Extra waren schon wieder drin, eh sie auch nur die erste Kopie verkauft haben. Obs die schlechte PR (nicht mal primär wegen Epic, sondern eher wegen schlechter Kommunikation und falscher Versprechen) wert war und ob ein Epic/GOG/Steam/xy-Multi-Release nicht am Ende bei höherem Risiko doch auch höheren Gewinn abgeworfen hätte, werden wir nicht erfahren, wäre also pure Spekulation. Aus Business-Sicht war der Gedanke aber auf jeden Fall nicht dumm (gleiches gilt für all die bisherigen "Exclusives", wenn die vergleichweise ähnlich gute Konditionen da raus geholt haben).