Metro Exodus: Video-Epilog

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johndoe529336
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von johndoe529336 »

Schade ums hübsche Spiel. Wahrscheinlich liegt es am Druck, das Produkt in einem gewissen zeitraum zu veröffentlichen, weshalb man in den letzten 5% der Entwicklung anfängt zu schwächeln. Dann wird halt die Trilogie für die PS4 im Sale oder gebraucht gekauft. Obwohl mich der zweite Teil nicht zum Durchspielen motivieren konnte, ist die Atmosphäre doch schon ziemlich bemerkenswert. Ich habe bei den Gameplays das Gefühl, dass eine Mischung aus Gothic 1 und Half Life 2 als Vorbild diente - zumindest was das Artdesign anbelangt..
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phle
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von phle »

Ein sehr gutes Video, welches nochmal die überraschende Wertung unterstreicht. Schade, dass man möglicherweise hier erst ein paar Monate warten muss, bis das Spiel durch Patches an Qualität gewinnt.
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TheoFleury
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von TheoFleury »

Weiß jemand ob Metro: Last Light im Nachhinein von der KI her zum positiven gepatcht wurde? Steinzeitliche Videospiel KI 2019 muss echt nicht sein und hat meine Vorfreude massiv gedämpft.
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*B-Money*
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von *B-Money* »

@TheoFleury: Meines wissens nach nicht, habs mir im Rahmen der kostenlosen verfügbarkeit als Gamepass Kunde, aber nochmal geladen, und wollte es alternativ zum Neuen Metro mal kpl. Durchspielen.

Zum Video-Epilog, und den voran gegangenen Kommis: Für mich ist, sich darauf zu verlassen das Die KI (sowie viele andere Sachen) gepachted werden aufjedenfall nicht relevant, und gilt auch nicht als vorgeschobenen Kaufanreiz! Finde es sowieso mehr als ätzend, und untragbar, das Spiele veröffentlicht werden, die ohne (was früher undenkbar war) DayOne Patch, garnicht Spielfähig sind. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs...

Und es gibt auch immer wieder Spiele, die auch ohne DayOne Patch, spielfähig sind, bzw. zwar vielleicht grundsätzlich gepatched werden, aber man vom ersten Moment an nicht grundsätzlich das gefühl hat, ein unfertiges Spiel zu Zocken. Gerade wichtigste aspekte müssen einfach passen und Rund sein!!! (Wie zbs. bei Metro die KI)

Wenn ich mir nen Neues Auto kaufe, fahr ich damit auch nicht vorerst auf Felgen durch die gegend + lasse ausrollen weil ich noch kein Bremspedal habe, um mir dann irgendwann mal reifen aufziehen zu lassen und ein bremspedal installiert zu bekommen. :lol:
derderegulator
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von derderegulator »

Wie gut ich hier die Kritik nachvollziehen kann und wie gut, dass eine Redaktion mal den Mut hat, dies auszusprechen.
Es gibt für mich nichts, was den Spielspaß so schnell tötet, wie eine schlechte KI bei Shootern. Was habe ich schon Spiele wütend abgebrochen und deinstalliert, weil mich so plumpe und dumme Gegenspieler genervt und mir jede Immersion geraubt haben.

Der größte Killer dabei ist, wenn Gegner wie an einer Perlenschnur spawnen und sich einfach nacheinander wegballer lassen.
Das ansonsten so großartige Tomb Raider (Reboot) musste ich nach 6 Spielstunden in die Ecke werfen, da mich das monotone und dumme Geballere auf immer wieder in Massen spawnende, schlecht agierende Gegner derart ermüdete. Ebenso der erste Metro Titel, bei dem man es irgendwann leid ist, willkürlich auftauchende Gegnermassen niederzumähen.

Das ist ganz mieses Gamedesign. Mit solchen einfachen Mitteln wird die Spielzeit künstlich in die Länge gezogen, und man muss sich nicht um eine gute KI kümmern. Nach dem Motto: "Hey, statt die KI handlungsfähig zu machen, lassen wir einfach mehr Gegner spawnen. Zusätzlich können wir am Inhalt sparen, da die Spielzeit so länger wird."

Solch schlechtes Gamedesgin gehört bei einem AAA Titel in 2019 ganz hart gestraft. Danke!
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Spiritflare82
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von Spiritflare82 »

derderegulator hat geschrieben: 15.02.2019 09:19 Wie gut ich hier die Kritik nachvollziehen kann und wie gut, dass eine Redaktion mal den Mut hat, dies auszusprechen.
Es gibt für mich nichts, was den Spielspaß so schnell tötet, wie eine schlechte KI bei Shootern. Was habe ich schon Spiele wütend abgebrochen und deinstalliert, weil mich so plumpe und dumme Gegenspieler genervt und mir jede Immersion geraubt haben.

Der größte Killer dabei ist, wenn Gegner wie an einer Perlenschnur spawnen und sich einfach nacheinander wegballer lassen.
Das ansonsten so großartige Tomb Raider (Reboot) musste ich nach 6 Spielstunden in die Ecke werfen, da mich das monotone und dumme Geballere auf immer wieder in Massen spawnende, schlecht agierende Gegner derart ermüdete. Ebenso der erste Metro Titel, bei dem man es irgendwann leid ist, willkürlich auftauchende Gegnermassen niederzumähen.

Das ist ganz mieses Gamedesign. Mit solchen einfachen Mitteln wird die Spielzeit künstlich in die Länge gezogen, und man muss sich nicht um eine gute KI kümmern. Nach dem Motto: "Hey, statt die KI handlungsfähig zu machen, lassen wir einfach mehr Gegner spawnen. Zusätzlich können wir am Inhalt sparen, da die Spielzeit so länger wird."

Solch schlechtes Gamedesgin gehört bei einem AAA Titel in 2019 ganz hart gestraft. Danke!
Schlecht nur wenn das Moorhuhn Geballer von Red Dead 2 hier nicht mit einem Wort erwähnt wurde...mir geht die Inkonsistenz die hier bei den Reviews zu Tage kommt langsam aber sicher gehörig auf den Keks...bei einem Spiel heißt es "buh, schlechte KI", dann kommt man sogar mit der "Fear" Keule, ganz ehrlich wenn man Fear als Maßstab nimmt so kommt KEIN Shooter dieser Konsolengeneration dran..

aber bei einem Western mit Bodycount 1000 und absolut oberdämlichen Zeitlupengeballer, da wird nix gesagt und das ganze abgesegnet.
derderegulator
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von derderegulator »

Spiritflare82 hat geschrieben: 15.02.2019 10:56
derderegulator hat geschrieben: 15.02.2019 09:19 Wie gut ich hier die Kritik nachvollziehen kann und wie gut, dass eine Redaktion mal den Mut hat, dies auszusprechen.
Es gibt für mich nichts, was den Spielspaß so schnell tötet, wie eine schlechte KI bei Shootern. Was habe ich schon Spiele wütend abgebrochen und deinstalliert, weil mich so plumpe und dumme Gegenspieler genervt und mir jede Immersion geraubt haben.

Der größte Killer dabei ist, wenn Gegner wie an einer Perlenschnur spawnen und sich einfach nacheinander wegballer lassen.
Das ansonsten so großartige Tomb Raider (Reboot) musste ich nach 6 Spielstunden in die Ecke werfen, da mich das monotone und dumme Geballere auf immer wieder in Massen spawnende, schlecht agierende Gegner derart ermüdete. Ebenso der erste Metro Titel, bei dem man es irgendwann leid ist, willkürlich auftauchende Gegnermassen niederzumähen.

Das ist ganz mieses Gamedesign. Mit solchen einfachen Mitteln wird die Spielzeit künstlich in die Länge gezogen, und man muss sich nicht um eine gute KI kümmern. Nach dem Motto: "Hey, statt die KI handlungsfähig zu machen, lassen wir einfach mehr Gegner spawnen. Zusätzlich können wir am Inhalt sparen, da die Spielzeit so länger wird."

Solch schlechtes Gamedesgin gehört bei einem AAA Titel in 2019 ganz hart gestraft. Danke!
Schlecht nur wenn das Moorhuhn Geballer von Red Dead 2 hier nicht mit einem Wort erwähnt wurde...mir geht die Inkonsistenz die hier bei den Reviews zu Tage kommt langsam aber sicher gehörig auf den Keks...bei einem Spiel heißt es "buh, schlechte KI", dann kommt man sogar mit der "Fear" Keule, ganz ehrlich wenn man Fear als Maßstab nimmt so kommt KEIN Shooter dieser Konsolengeneration dran..

aber bei einem Western mit Bodycount 1000 und absolut oberdämlichen Zeitlupengeballer, da wird nix gesagt und das ganze abgesegnet.
Ich kann Deine Kritik nachvollziehen. Die Frage ist aber auch, welchen Schwerpunkt ein Spiel durch das Gamedesign setzt. Und im Unterschied ist RDR2 ist Metro ein waschechter Shooter. Und von einem Shooter erwarte ich, dass das "Shooten" einigermaßen gut funktioniert. Und das geht nur, wenn die KI das erlaubt. Bei RDR2 stehen andere Dinge im Vordergrund, niemand würde das Spiel, oder auch ein GTA 5, einen Shooter nennen oder dies so spielen.
Beispiel: Von einem Adventure Game erwarte ich gute Rätsel. Ohne diese guten Rätsel macht das Spiel keinen Spaß, da können Story und Grafik noch so gut sein.
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xKepler-186f (f*ck marquard)
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von xKepler-186f (f*ck marquard) »

Spiritflare82 hat geschrieben: 15.02.2019 10:56 Schlecht nur wenn das Moorhuhn Geballer von Red Dead 2 hier nicht mit einem Wort erwähnt wurde...mir geht die Inkonsistenz die hier bei den Reviews zu Tage kommt langsam aber sicher gehörig auf den Keks...bei einem Spiel heißt es "buh, schlechte KI", dann kommt man sogar mit der "Fear" Keule, ganz ehrlich wenn man Fear als Maßstab nimmt so kommt KEIN Shooter dieser Konsolengeneration dran..

aber bei einem Western mit Bodycount 1000 und absolut oberdämlichen Zeitlupengeballer, da wird nix gesagt und das ganze abgesegnet.
Zugegebenermaßen habe ich RDR2 noch nicht gespielt. Von daher weiß ich nicht, wie schlecht die KI dort ist. Im Test zu RDR2 wurde sie aber auch thematisiert.

Aber zumindest die Szene im Videotest von Metro Exodus, in der 3 Wachen, die direkt hintereinander stehen, erwürgt werden, ist schon ziemlich dürftig. Hab letztens Far Cry 3 nachgeholt. Dort konnte man ähnliche Stealth-Einlagen spielen. Und FC3 wurde hier ja genauso abgestraft (unter anderem wegen noch ganz anderen Macken).
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Civarello
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von Civarello »

derderegulator hat geschrieben: 15.02.2019 11:15

Ich kann Deine Kritik nachvollziehen. Die Frage ist aber auch, welchen Schwerpunkt ein Spiel durch das Gamedesign setzt. Und im Unterschied ist RDR2 ist Metro ein waschechter Shooter. Und von einem Shooter erwarte ich, dass das "Shooten" einigermaßen gut funktioniert. Und das geht nur, wenn die KI das erlaubt. Bei RDR2 stehen andere Dinge im Vordergrund, niemand würde das Spiel, oder auch ein GTA 5, einen Shooter nennen oder dies so spielen.
Beispiel: Von einem Adventure Game erwarte ich gute Rätsel. Ohne diese guten Rätsel macht das Spiel keinen Spaß, da können Story und Grafik noch so gut sein.
Das ist durchaus richtig. Dennoch verbringt man auch in RDR2 einen großen Teil der Zeit mit den Schießereien. Es geht ja auch nicht darum, RDR2 wegen der KI "abzustrafen" (so wie bei Metro: Exodus), aber auch ich finde es ein wenig unglücklich bei dem einem Spiel die KI zurecht zu kritisieren, und sie in einem anderen (wo sie in den Shootouts genauso mies ist) nur in ein paar Sätzen als "nicht so gut wie in Uncharted 4" zu thematisieren. Wobei man der KI in RDR2 natürlich zu Gute halten muss dass sie abseits der Shootouts für ein paar unberechenbare Situationen sorgt (zb. durch Bedrohung durch den Spieler). Aber es ging ja um die Schießereien, und hier ist von dieser "unberechenbarkeit" leider nichts zu sehen.

Aber Jörg scheint (zumindest für mich) mittlerweile weniger interessiert am Gameplay selber zu sein, als am drumherum; also Story, "Regie" etc. (ohne das jetzt wertend zu meinen). Ich zb. wende mich mittlerweile wieder mehr den Gameplay-fokussierten Spielen zu. Irgendwie wird mir Story und Inszenierung immer unwichtiger, weil zumindest ich oftmals das Gefühl habe, dass das Gameplay darunter leidet bzw. nicht die Zuwendung erfährt, die es meiner Meinung nach sollte (wie zb. in RDR2; Story und Inszenierung zb. Top, Gameplay dagegen kaum weiterentwickelt).

Nochmal was zu Ki im Allgemeinen: Natürlich braucht nicht jeder Shooter eine KI wie in F.E.A.R. Einem DooM 2016 zb. würde ich die eher zweckmäßige KI nicht vorwerfen. Die KI dort stach zwar nicht durch ihre Intelligenz heraus, dennoch waren die Shootouts anspruchsvoll. Was vor allem durch wirklich unterschiedliche Gegnertypen mit verschiedenen Angriffsarten und deren Zusammenstellung kam.
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xKepler-186f (f*ck marquard)
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von xKepler-186f (f*ck marquard) »

Civarello hat geschrieben: 15.02.2019 12:46 Nochmal was zu Ki im Allgemeinen: Natürlich braucht nicht jeder Shooter eine KI wie in F.E.A.R. Einem DooM 2016 zb. würde ich die eher zweckmäßige KI nicht vorwerfen. Die KI dort stach zwar nicht durch ihre Intelligenz heraus, dennoch waren die Shootouts anspruchsvoll. Was vor allem durch wirklich unterschiedliche Gegnertypen mit verschiedenen Angriffsarten und deren Zusammenstellung kam.
Das stimmt! DOOM war fantastisch! Und die Würze im Gameplay kam allein durch die Gegnervielfalt. Da hatte man aggressive Nahkampfgegner, genauso wie projektilwerfende Distanzkämpfer. Zusammen mit der Geschwindigkeit und dem butterweichen Gameplay entstand ein richtig guter Flow.

Das ist der Vorteil an einem ausschweifendem Szenario. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Bei menschlichen Gegnern ist man allerdings ein stückweit begrenzt, da kommt die Vielfalt meist durch das gegnerische Waffenarsenal oder durch Fahrzeuge.
Cheraa
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von Cheraa »

Civarello hat geschrieben: 14.02.2019 16:25 Das offensichtlichste dürfte sein, dass es sich nicht "lohnt". Mit besserer KI kann man schlechter werben als mit 4K-Auflösungen und schönerer Lichtdarstellung. Viele Spieler legen darauf auch weniger Wert als zb. auf den reinen Eye-Candy-Aspekt (ohne das jetzt wertend zu meinen).
Dem kann ich nur beistimmen. Die Masse an "Gamern" spielt ein Spiel auf Einfach durch, kommt ja auch nicht von ungefähr, dass im letzten Jahr einige Spiele nachträglich einen Super Einfach Modus erhalten haben. Wofür braucht es da noch eine gute KI?

Finde ich zwar ebenfalls schade, da ich auch im aktuellen Witcher 3 direkt auf Todesmarsch angefangen habe, damit der Einsatz von Alchemie und Magie überhaupt mal sinnvoll ist. Nur der "Pöbel" braucht halt nicht mehr wie Story und Moorhühner. :roll:
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von Marobod »

Civarello hat geschrieben: 14.02.2019 16:08
Eisenherz hat geschrieben: 14.02.2019 15:57 Die KI bei F.E.A.R ist bis heute die beste in einem Singleplayer-Shooter, weil sie sich einfach echt anfühlte. Klar wurde da getrickst, aber es hat einfach funktioniert! Die Gegner verschanzten sich, sprangen durch Fenster, rückten vor und zogen sich zurück. Das Alles auf engem Raum, aber absolut nachvollziehbar programmiert.
Ich wollte damit nicht die KI in F.E.A.R.schmälern, sondern einfach darauf hinweisen, WARUM sie so ist wie sie ist. Dass Leveldesigner und KI-Designer zusammenarbeiten, um das bestmögliche Ergebnis zu liefern. Das scheint aber (leider) nicht die Norm zu sein.

F.E.A.R. gehört zu den Shootern, die ich mind. 1-mal im Jahr durchspiele. Oftmals mit Quicksaves vor großen Auseinandersetzungen, um die Situation anders anzugehen und um zu sehen, wie die KI darauf reagiert. Das ist auch heute noch (oder GERADE heute) sehr beeindruckend. Die Funksprüche der KI haben natürlich auch zur "Echtheit" der Gegner beigetragen.
Einmal verschanzen sie sich hinter einer Couch im naechsten load renen sie aus dem Raum und versuchen mich von hinten anzugreifen.

Ich finde dieses Variantenreiche in solchen Spielen ganz genial. hatte mir FEAR damals wegen des Versprechens einer sau guten KI gekauft.


Man sollte mal bei Far Cry 3 und neuer darauf achten wie dumm KI sein kann. Die fahren zum Beispiel mit einem Jeep in einen Fluß und ertrinken dann einfach, selbst wenn sie im Wasser stehen koennten. generell interessiert es die nicht wenn ein Freund neben ihnen tot im Gras liegt, bzw beim ersten mal schlagen sie alarm,dann wartet man kurz und alle sind wieder auf ihrer Routine unterwegs,statt Verstaerkung zu rufen und die Umgebung absuchen zu lassen..
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Civarello
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von Civarello »

xKepler-186f hat geschrieben: 15.02.2019 13:07
Das stimmt! DOOM war fantastisch! Und die Würze im Gameplay kam allein durch die Gegnervielfalt. Da hatte man aggressive Nahkampfgegner, genauso wie projektilwerfende Distanzkämpfer. Zusammen mit der Geschwindigkeit und dem butterweichen Gameplay entstand ein richtig guter Flow.

Das ist der Vorteil an einem ausschweifendem Szenario. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Bei menschlichen Gegnern ist man allerdings ein stückweit begrenzt, da kommt die Vielfalt meist durch das gegnerische Waffenarsenal oder durch Fahrzeuge.
Das ist halt das gute alte Shooter-Design. Verschiedene Gegnertypen mit verschiedenen Angriffsarten und Geschwindigkeiten; dazu ein Waffenarsenal welches je nach Gegnertyp besser geeignet ist. So muss man lernen die verschiedenen Bewegungs- und Angriffsmuster zu lesen, welcher Gegner weiter oben auf der Prioritätenliste steht, welche Waffe in welcher Situation die besten Ergebnisse bringt. Alles wird nacheinander eingeführt, um dem Spieler die Möglichkeit zu geben, zu lernen. Das war in Classic DooM so (und in allen anderen Klassikern wie Blood, Quake, Heretic etc.), und das hat auch DooM 2016 sehr gut umgesetzt. Allerdings hatten die Schwierigkeitsgrade in DooM2016 keinen großen Einfluss auf die Menge der Gegner; auf jeden Fall nicht in dem Maße wie Classic DooM. Auf "Ultra-Violence" gab es dann schon mal 3-mal (oder noch mehr) so viele Gegner in den Leveln wie zb. auf "Hey, Not Too Rough".

Natürlich hat es ein DooM mit seinem Zukunfts-Science-Fiction-Szenario leichter. Aber ich glaube auch aus einem realistischerem Setting, mit menschlichen Gegnern könnte man weitaus mehr herausholen. Ich hätte mit diesen Settings aber auch weniger ein Problem, wenn das Gameplay/Gunplay überzeugender wäre. Aber für mich fühlen sich viele der Waffen zb. aus einem CoD einfach nicht befriedigend an.
El Spacko
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von El Spacko »

Civarello hat geschrieben: 15.02.2019 12:46Aber Jörg scheint (zumindest für mich) mittlerweile weniger interessiert am Gameplay selber zu sein, als am drumherum; also Story, "Regie" etc. (ohne das jetzt wertend zu meinen). Ich zb. wende mich mittlerweile wieder mehr den Gameplay-fokussierten Spielen zu. Irgendwie wird mir Story und Inszenierung immer unwichtiger, weil zumindest ich oftmals das Gefühl habe, dass das Gameplay darunter leidet bzw. nicht die Zuwendung erfährt, die es meiner Meinung nach sollte (wie zb. in RDR2; Story und Inszenierung zb. Top, Gameplay dagegen kaum weiterentwickelt).

Nochmal was zu Ki im Allgemeinen: Natürlich braucht nicht jeder Shooter eine KI wie in F.E.A.R. Einem DooM 2016 zb. würde ich die eher zweckmäßige KI nicht vorwerfen. Die KI dort stach zwar nicht durch ihre Intelligenz heraus, dennoch waren die Shootouts anspruchsvoll. Was vor allem durch wirklich unterschiedliche Gegnertypen mit verschiedenen Angriffsarten und deren Zusammenstellung kam.
Das sehe ich ähnlich, wobei man als Stammleser irgendwann weiß, wie man die Tests je nach Redakteur einzustufen hat.
Persönlich bin ich auch weider an dem Punkt angekommen, wo Gameplay für mich über allem steht (wahrscheinlich der Hauptgrund, wieso mir Spiele wie RDR 2 & co überhaupt nicht gefallen haben).

Doom 2016 war für mich exakt das, was ich mir von einem modernen Shooter erhoffe.
Als die erste kurze Storysequence kam und der Protagonist den Monitor von der Wand reist und zertrümmert, weil ihm das ganz Story Zeug nicht im Geringsten interessiert, hatte mich das Spiel! Genau diese Möglichkeit wünsche ich mir in so vielen Actionspielen. :Blauesauge:
Und ja, bei Oldschool Shootern ging es nie darum, dass die KI super "intelligent" war. Viel mehr wurde man oft in begrenzte Areale geworfen, in denen man verschiedenste Gegnertypen zugleich bekämpfen musste. Dazu hatte man auch kein Weapon Limit von 2 oder 3, sondern man hatte alle Waffen und die Herausforderung bestand darin die Attack-Pattern der einzelnen Gegner zu kenne, zu wissen wie man Schaden vermeidet und die Gegner zu priorisieren (wen schalte ich zuerst aus? welche Waffe eignet sich am besten gegen Gegner X und Y und wieviel Munition habe ich noch?).

Das Problem an modernen Shootern ist aus meiner Sicht, dass man oft nur wenige Waffen zugleich hat und die Gegnertypen entweder Menschen oder diesen so ähnlich sind, dass die KI viel mehr in den Vordergrund tritt.
Wenn man einen Shooter macht, aber keine sonderlich gute KI hat, dann sollte man das ganze über die unterschiedlichen Gegnertypen und das Leveldesign so gut wie möglich zu kaschieren versuchen.

Oder, um mal das Genre zu wechseln: Die Gegner in den Souls-Spielen sind dumm wie ein Sack Bohnen (sorry an alle Bohnen!), aber dadurch das sie so unterschiedlich sind, fällt das ganze kaum negativ auf.
Doniaeh
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Re: Metro Exodus: Video-Epilog

Beitrag von Doniaeh »

xKepler-186f hat geschrieben: 15.02.2019 12:30
Aber zumindest die Szene im Videotest von Metro Exodus, in der 3 Wachen, die direkt hintereinander stehen, erwürgt werden, ist schon ziemlich dürftig. Hab letztens Far Cry 3 nachgeholt. Dort konnte man ähnliche Stealth-Einlagen spielen. Und FC3 wurde hier ja genauso abgestraft (unter anderem wegen noch ganz anderen Macken).
Far Cry hat sich übrigens auch kein Stück weiter entwickelt. Ich habe heute in New Dawn im Prinzip genau den gleichen Dreifach „Stealth“ Kill wie er auch im Video zu sehen ist gemacht.

Die Gamesbranche verharrt halt im Status Quo. Candy-Grafik verkauft die Spiele und KI macht nur Arbeit und kostet ein Haufen Kohle (und birgt das große Risiko ein kompletter Griff ins Klo zu werden).