CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

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Todesglubsch
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von Todesglubsch »

Was hier viele verdrängen:
Es ging bei der ganzen Sache sicherlich nicht nur um die Kröten, die dem Autor durch den nicht geglaubten Erfolg durch die Lappen gingen, sondern auch um CD Projekts weitere Vermarktung von Geralt. Ich behaupte z.B., dass Sapwoski durch Geralts Auftreten in Soul Calibur und Monster Hunter kein Geld gesehen hat. Und ich behaupte weiter, dass diese Cross-Over-Vermarktung kein direkt angesprochener Bestandteil des anfänglichen Handshake-Vertrags waren.

Und wenn sein US-Verlag anfängt, seine Bücher mit dem Cover des Spiels zu vermarkten - und die Leser denken er würde die Bücher zum Spiel schreiben (anstatt andersrum), dann kann zumindest ich schon verstehen, dass er leicht grummelig wird und auf Nachverhandlung pocht.
Zuletzt geändert von Todesglubsch am 05.02.2019 15:08, insgesamt 1-mal geändert.
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xKepler-186f (f*ck marquard)
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von xKepler-186f (f*ck marquard) »

Ich weiß, dass im ersten Thread dazu sehr viel gemotzt wurde. Nach dem Motto: "Hätte er halt vorher wissen müssen!". Aber ich bin der Meinung, dass er einen vernünftigen Anteil verdient hat. Die Hexerbücher sind sehr guter Stoff und man sieht den Spielen ja auch an, dass sie sich stark an der Vorlage orientieren. Ohne übrigens den Originalstoff zu übertreffen (meiner Meinung nach), obwohl CDPR einen guten Job (auf ihrem Gebiet) gemacht hat. Jedenfalls kennen wir nicht den genauen Gewinn, den CDPR erzielt hat. Der Nachricht nach zufolge scheint jetzt ein angemessener Betrag an Sapkowski geflossen zu sein und damit hat es sich.

Es gibt in Polen das Gesetz, dass ein Vertrag nachverhandelt werden kann, falls die Folgen unerwartet ausfallen und das ist für Künstler, wie Sapkowski eine gute Sache. Er hatte Recht, dass man den Erfolg von der Witcher-Reihe nicht vorhersehen konnte. Daher finde ich es auch in Ordnung, dass er jetzt eine Kompensation fordert. 8000€ waren ein Witz. Das könnte man ja fast als einen symbolischen Betrag bezeichnen. Dass Künstlern die Möglichkeit geboten wird sich einen Teil zurückzuholen, falls der Erfolg so durch die Decke geht wie bei The Witcher, finde ich ausgesprochen positiv.
Marobod
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von Marobod »

Poolparty93 hat geschrieben: 05.02.2019 14:32 Ich finde es schade, dass CDPR teilweise nachgegeben hat.
Wer freiwillig auf eine angebotene prozentuale Beteiligung verzichtet, ist selbst schuld, wenn im Erfolgsfall kein Geld fließt.
Und dann gleich mit Anwälten und rechtlichen Schritten ankommen, macht diesen gierigen, alten Sack auch nicht sympatischer.

Dazu kommt, dass sich seine Bücher dank der großen Bekanntheit und Beliebtheit der Spiele um einiges öfter verkauft haben, als vor dem Deal. Da hat er schon indirekt zusätzlichen Gewinn durch CDPR erwirtschaftet.
Viele Witcher Buecher sind nach Witcher 3 in den USA veroeffentlicht worden. Teilweise letztes jahr erst.Also ja, die Spiele haben indirekt schon fuer ihn einen hoeheren Umsatz generiert.
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DonDonat
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von DonDonat »

xKepler-186f hat geschrieben: 05.02.2019 15:08 Ich weiß, dass im ersten Thread dazu sehr viel gemotzt wurde. Nach dem Motto: "Hätte er halt vorher wissen müssen!". Aber ich bin der Meinung, dass er einen vernünftigen Anteil verdient hat.
... den er hätte bekommen können, wenn er nicht so gierig gewesen wäre. Du unterschlägst einfach, dass die Veräußerung von Rechten und dementsprechend auch der Kauf von solchen IMMER Risiken enthält, die der gute Sapkowski nicht eingehen wollte und lieber direkt eine "größere Summe" genommen hat.

Dass es ein Gesetz in Polen gibt, dass Autoren einen "fairen Anteil" zuspricht stimmt, gilt aber eben auch nur in Polen. Sprich, wenn Herr Sapkowski versucht hätte tatsächlich die seiner Meinung nach angemessenen 14mio zu bekommen, dann hätte er dass auf höherer Ebene machen müssen und nun, da hat er faktisch Null Chancen.

Und nicht, dass ich gegen eine faire Entlohnung von Künstlern wäre, nein, da bin ich definitiv für (dementsprechend finde ich es auch gut, dass man sich zwischen CD Projekt und Sapkowski geeinigt hat), aber Vertrag ist Vertrag und wenn du Mist baust, dann hast du nun mal Mist gebaut. Er hätte CD Projekt die Rechte auch für "5-10 Jahre" verkaufen können, was er ebenfalls nicht gemacht hat.
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SethSteiner
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von SethSteiner »

Ich vermute er hat jetzt dasselbe gekriegt, wie wenn er persönlich ins Büro gegangen und dort sein Anliegen vorgetragen hätte. Ich denke das ist okay so, auch wenn sein Verhalten alles andere als sympathisch ist.
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xKepler-186f (f*ck marquard)
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von xKepler-186f (f*ck marquard) »

Marobod hat geschrieben: 05.02.2019 15:28
Poolparty93 hat geschrieben: 05.02.2019 14:32 Ich finde es schade, dass CDPR teilweise nachgegeben hat.
Wer freiwillig auf eine angebotene prozentuale Beteiligung verzichtet, ist selbst schuld, wenn im Erfolgsfall kein Geld fließt.
Und dann gleich mit Anwälten und rechtlichen Schritten ankommen, macht diesen gierigen, alten Sack auch nicht sympatischer.

Dazu kommt, dass sich seine Bücher dank der großen Bekanntheit und Beliebtheit der Spiele um einiges öfter verkauft haben, als vor dem Deal. Da hat er schon indirekt zusätzlichen Gewinn durch CDPR erwirtschaftet.
Viele Witcher Buecher sind nach Witcher 3 in den USA veroeffentlicht worden. Teilweise letztes jahr erst.Also ja, die Spiele haben indirekt schon fuer ihn einen hoeheren Umsatz generiert.
Die Bücher wurden schon früher veröffentlicht. In Deutschland gab es 2007 eine Neuauflage der Hexerbücher. Im gleichen Jahr kam auch das erste Spiel heraus. Da hat der Verlag natürlich eine Neuauflage für sinnvoll gehalten. Die ersten Kurzgeschichtenbände wurden in den USA laut amazon.com offenbar auch 2007 neu verlegt. Was nicht bedeutet, dass die Bücher vorher niemand kannte. Gleichzeitig hat das Spiel selbstverständlich auch den Bekanntheitsgrad der Bücher gesteigert.
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PickleRick
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von PickleRick »

bl4ckj4ck hat geschrieben: 05.02.2019 14:29 Das der überhaupt nachträglich die Möglichkeit hatte, sowas anzufechten ist schon Hammer.

Im Umkehrschluss könnte ich dann ja praktisch jeden abgeschlossenen Vertrag in Polen anfechten, wenn ich im Nachhinein der Meinung bin, im erheblichen Nachteil zu sein.
Was wäre daran falsch?

Ich denke, jeder Vertrag sollte neu verhandelbar sein, wenn sich die Rahmenbedingungen drastisch verändert haben.

Wenn mein Haus abfackelt, möchte ich auch gerne dem Fliesenleger, der für nächste Woche bestellt ist, absagen können, ohne auf den kompletten Kosten zu sitzen.
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R_eQuiEm
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von R_eQuiEm »

Sunwoo hat geschrieben: 05.02.2019 14:44 Frech gewinnt oft, so ist das leider.
Ziemlich treffend. Habgieriger Mistkerl :lol:
PickleRick hat geschrieben: 05.02.2019 15:58
bl4ckj4ck hat geschrieben: 05.02.2019 14:29 Das der überhaupt nachträglich die Möglichkeit hatte, sowas anzufechten ist schon Hammer.

Im Umkehrschluss könnte ich dann ja praktisch jeden abgeschlossenen Vertrag in Polen anfechten, wenn ich im Nachhinein der Meinung bin, im erheblichen Nachteil zu sein.
Was wäre daran falsch?

Ich denke, jeder Vertrag sollte neu verhandelbar sein, wenn sich die Rahmenbedingungen drastisch verändert haben.
Die Rahmenbedinungen haben sich aber nur durch jahrelanger Arbeit von ausschließlich einer Seite verändert. Weder durch höhere Gewalt, noch durch andere äußere Umstände. In dem Fall gilt dasselbe wie zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung. Dein Vergleich mit dem Haus trifft halt in vielen Punkten nicht zu.
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xKepler-186f (f*ck marquard)
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von xKepler-186f (f*ck marquard) »

DonDonat hat geschrieben: 05.02.2019 15:47
xKepler-186f hat geschrieben: 05.02.2019 15:08 Ich weiß, dass im ersten Thread dazu sehr viel gemotzt wurde. Nach dem Motto: "Hätte er halt vorher wissen müssen!". Aber ich bin der Meinung, dass er einen vernünftigen Anteil verdient hat.
... den er hätte bekommen können, wenn er nicht so gierig gewesen wäre. Du unterschlägst einfach, dass die Veräußerung von Rechten und dementsprechend auch der Kauf von solchen IMMER Risiken enthält, die der gute Sapkowski nicht eingehen wollte und lieber direkt eine "größere Summe" genommen hat.

Dass es ein Gesetz in Polen gibt, dass Autoren einen "fairen Anteil" zuspricht stimmt, gilt aber eben auch nur in Polen. Sprich, wenn Herr Sapkowski versucht hätte tatsächlich die seiner Meinung nach angemessenen 14mio zu bekommen, dann hätte er dass auf höherer Ebene machen müssen und nun, da hat er faktisch Null Chancen.

Und nicht, dass ich gegen eine faire Entlohnung von Künstlern wäre, nein, da bin ich definitiv für (dementsprechend finde ich es auch gut, dass man sich zwischen CD Projekt und Sapkowski geeinigt hat), aber Vertrag ist Vertrag und wenn du Mist baust, dann hast du nun mal Mist gebaut. Er hätte CD Projekt die Rechte auch für "5-10 Jahre" verkaufen können, was er ebenfalls nicht gemacht hat.
Es geht bei dem Gesetz ja offensichtlich um die Verhältnismäßigkeit. Wie ich schon geschrieben habe, scheinen mir die 8000€ anno damals fast schon symbolischer Natur. Sapkowski war zu der Zeit ein Narr und hat sich keine Gedanken darum gemacht. Das stimmt ja auch. Er hätte aber auch einen satten Betrag nennen können, den CDPR zu der Zeit nicht hätte stemmen können. Im Endeffekt hat er damals nicht erkannt, was eine Lizenz in einer Videospielschmiede an Geld einbringen könnte. Aber genau für einen solchen Fall tritt das Gesetz ja ein. CDPRs Spiele haben Millionen generiert und das ist gegenüber einer 8000€ Gebühr eben unverhältnismäßig. Wenn Sapkowski einen prozentualen Anteil im Vertrag festgemacht oder eine höherstellige Summe erhalten hätte, wäre seine Anfechtung weniger gerechtfertigt.

Und seien wir mal ehrlich: Wer macht keine Fehler? Und wer ärgert sich im Nachhinein nicht über diese? Wir alle wünschen uns, dass wir eine bereits getroffene Entscheidung aus der Vergangenheit revidieren könnten. Da finde ich es vorbildlich, dass Polen ein solches Gesetz für solch einen Fall auf den Weg gebracht hat.
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PickleRick
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von PickleRick »

R_eQuiEm hat geschrieben: 05.02.2019 16:01 Die Rahmenbedinungen haben sich aber nur durch jahrelanger Arbeit von ausschließlich einer Seite verändert. Weder durch höhere Gewalt, noch durch andere äußere Umstände. In dem Fall gilt dasselbe wie zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung. Dein Vergleich mit dem Haus trifft halt in vielen Punkten nicht zu.
Ich denke diese Bewertung sollten wir den Spezialisten überlassen.
Marccet
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von Marccet »

Das Gesetz schützt die Kinder und die Dummen.

Herr Sapkowski gehört wohl in die zweite Kategorie, da er eben bei Vertragsschluss keine wirkliche Ahnung hatte, welche Bedeutung das Medium inzwischen hat. Vor diesem Hintergrund fand ich seinen Wunsch nach Neuverhandlungen sehr gerechtfertigt und freue mich über die vernünftige Lösung.

Generell habe ich den Eindruck, dass beim Film Schauspieler viel zu gut und Drehbuchautoren viel zu schlecht bezahlt werden.
Und bei Spielen die Grafiker viel zu gut, die Schreiber viel zu schlecht.

Das Ergebnis sind Machwerke, die optisch beeindruckend sind, aber inhaltlich oft grottenschlecht.
nawarI
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von nawarI »

Der Kerl war halt ein Idiot als er den Vertrag abgeschlossen hat (jetzt wohl immernoch), aber 8 000 € sind schon zu wenig, wenn man sich den Erfolg der Spiele anguckt. 14mio wären natürlich übertrieben gewesen und bei gültigen Vertrag wäre man CDPR auch nicht böse gewesen, hätten sie ihm garnix gegeben, aber er sollte schon angemessen entlohnt werden.
Wenn die sich jetzt auf eine Summe einigen konnten, passt das schon.
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Artimas
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von Artimas »

Traurig ist wenn man so ein fantastisches und gutes Universum erschafft, und dann am Ende als verbitterter und naiver Dummkopf dasteht, der auch noch von dem Medium das seine Arbeit so populär machte sehr wenig hält. Jetzt ist er vielleicht ein bisschen reicher, aber was für einen Schaden hier sein Image genommen hat steht auf einem anderen Blatt. Wer die Spiele mochte und überlegt sich auch die Romane zuzulegen, sieht sich aufgrund dieses Vorganges und einiger Äußerungen von Sapkowski vielleicht nicht gerade sonderlich motiviert dazu. Der wartet dann lieber auf das nächste Witcher-Projekt von CD Projekt Red.
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Billie?
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von Billie? »

bl4ckj4ck hat geschrieben: 05.02.2019 14:29 Das der überhaupt nachträglich die Möglichkeit hatte, sowas anzufechten ist schon Hammer.

Im Umkehrschluss könnte ich dann ja praktisch jeden abgeschlossenen Vertrag in Polen anfechten, wenn ich im Nachhinein der Meinung bin, im erheblichen Nachteil zu sein.

Entweder ist eine Klausel im Vertrag drin, die eine solche nachträgliche Anfechtung erlaubt, dann frag ich mich, warum überhaupt ein Vertrag abgeschlossen wird, oder das ganze ist halt in Stein gemeisselt.

So kann man ja gleich Verträge per Handschlag abschließen.
So weit ich weiß, hatte der Autor kaum realistische Chancen seine Forderung gerichtlich durchzusetzen. Die Zahlung, die jetzt erfolgen wird, geht allein auf CPR's Good Will zurück und ist mitnichten geboten aufgrund des Gesetzes.
Es ist doch klar, dass CPR nicht möchte, dass der Vater ihrer Witcher Spiele Reihe herumrennt und sie mit Dreck bewirft und sie als unfaire Abzocker bezeichnet. Eine gute Beziehung ist doch im Interesse aller und 8000€ sind rückblickend zu wenig für den Mann, der den Hexer erfunden hat.
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bl4ckj4ck
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Re: CD Projekt Red: Streit mit Witcher-Autor Andrzej Sapkowski allem Anschein nach beigelegt

Beitrag von bl4ckj4ck »

PickleRick hat geschrieben: 05.02.2019 15:58
bl4ckj4ck hat geschrieben: 05.02.2019 14:29 Das der überhaupt nachträglich die Möglichkeit hatte, sowas anzufechten ist schon Hammer.

Im Umkehrschluss könnte ich dann ja praktisch jeden abgeschlossenen Vertrag in Polen anfechten, wenn ich im Nachhinein der Meinung bin, im erheblichen Nachteil zu sein.
Was wäre daran falsch?

Ich denke, jeder Vertrag sollte neu verhandelbar sein, wenn sich die Rahmenbedingungen drastisch verändert haben.

Wenn mein Haus abfackelt, möchte ich auch gerne dem Fliesenleger, der für nächste Woche bestellt ist, absagen können, ohne auf den kompletten Kosten zu sitzen.
Deswegen packt man solche Punkte wie höhere Gewalt auch in Verträge rein, bzw. wenn du ein Haus baust, schließt du entsprechend eine Gebäudeversicherung ab, die genau solche Schäden abdeckt, weil den Fliesenleger das nicht interessieren, das dein Haus abgefackelt ist, wenn deine Beauftragung alleine schon Kosten verursacht hat.

Sind alles keine Samariter und wie gesagt wenn es Punkte gibt, wo du für dich meinst, später aufgrund veränderter Umstände nachzuverhalndeln, dann packst du diesen Punkt in den Vertrag mit rein und wenn die gegenseite damit einverstanden ist, glück gehabt, aber wie gesagt, niemand ist so doof und würde dann einen Vertrag unterzeichnen.

Man stelle sich mal vor, ich kaufe ein Haus und Morgen gibts eine Finanzkrise und die Preise stürzen in den Keller, dann könnte ich ja nach deiner Meinung nach dem Notarvertrag sofort wieder mit dem Verkäufer nachverhandeln, weil der Preis ja nun völlig überzogen ist.

Oder andersrum, du kaufst ein Haus, machst den Notarvertrag und die Immobilienpreise explodieren wegen den Niedrigzinsen, dann kann auch nicht der VK kommen und nachverhandeln weil er die Bude zu günstig verkauft hat.