@SethSteiner: Finde ich grundsätzlich alles sehr gut, was du schreibst
1-2 Punkte habe ich aber dennoch. Wäre ja auch langweilig sonst, aye?
SethSteiner hat geschrieben: ↑29.01.2019 16:28 Kindesmissbrauch ist maßgeblich keine pädophile, sondern eine Ersatzhandlung und die Täter sind nicht der dicke, bebrillte Typ im Park, der etwas schmierig wirkt und mit dem Loli winkt, sondern nahe Bekannte oder Familienangehörige. Nur, wer ist denn hier der Konsument von Hentai-Kram? Verbrecher? Ich mein vielleicht aber in Anbetracht der Verbreitung von Hentai wohl eher "auch" aber nicht die Hauptzielgruppe. Pädophile? SInd eine ziemlich verschwindende Randgruppe also sind es merheitlich wohl eher ziemlich viele andere. Es gibt aber beim Konsum keine Botschaft die verbreitet wird, man macht es ja auch nicht öffentlich, sondern privat. Das Werk selbst ist womöglich öffentlich ja, immerhin muss es ja verkauft werden, das geht ja schlecht, wenn es nicht angeboten wird aber genau wie bei diversen Gewaltspielen, ist das Angebot nicht zu verwechseln mit einer Aufforderung oder Relativierung.
Zunächst: Du wirfst "Hentai" mit Pädophilie in einen Topf. Das verzerrt das Bild ziemlich. "Hentai" ist erstmal grundsätzlich ein Begriff der für pornographische Inhalte verwendet wird. Das hat erstmal mit Pädophilie oder ähnlichem nichts zu tun. Es gibt konkrete Strömungen die SPEZIFISCH auf diese Neigungen abzielen, wie etwa "lolicon" und "shotacon" und ähnlicher Kram. Es geht also nicht grundsätzlich um pornographische Animes und Mangas sondern nur um konkret die, die mit dem erklärten Ziel gemacht worden sind, diese Neigung zu befriedigen und/oder um Hentais, die derartige Elemente neben klassischen Inhalten(Mann-Frau, etc.) anbieten. Es kommt nicht selten vor, dass in Hentais auch lolicon/shotacon Neigungen bedient werden.
Zum anderen: Ich finde du machst es dir eben zu einfach. Natürlich gäbe es keine "Aufforderung" oder "Relativierung", aber es würde eine Ebene salonfähig machen, die mMn dazu führen kann. Denn wenn Animes/Mangas mit solchen Inhalten frei zugänglich werden würde, würde für viele der Eindruck der Normalität entstehen. Ich bin mit dir einer Meinung, dass prüde Ansichten über Pornographie und Sexualität längst überholt sind, aber das bezieht sich eben mMn nur auf jenen Teil, welcher einvernehmlich ist. Der Staat und die Gesellschaft hat mMn die Pflicht, zu verhindern, dass solche Dinge als "normal" angesehen werden.
Du hast absolut Recht, dass z.B. Vergewaltigungs-Pornos nicht automatisch dazu führen, dass Menschen, die diese Dinge konsumieren, auch Vergewaltiger werden. Und auch legalisierte Pädo-Hentais würden nicht automatisch Kinderschänder prodzuzieren. Das ist natürlich Unsinn. Es geht mMn aber mehr um die gesellschaftliche Wahrnehmung und Akzeptanz und es kann und darf keine Akzeptanz für Inhalte geben, die explizit darauf ausgelegt sind, Missbrauch von Kindern oder sexuelle Handlungen mit diesen darzustellen.
SethSteiner hat geschrieben: ↑29.01.2019 16:28Ich seh das so, dass ich in die Antike schaue und die verschiedenen Geschichten und sehe, dass da sexuelle Handlungen, auch ohne Einverständnis, geradezu an der Tagesordnung sind. Abseits der Griechen hätten wir da ja auch noch Siegfried, Gunther und Brunhilde. Die selbstbestimmte Sexualität der Frau ist ein alles in allem doch ziemlich modernes Konzept in seiner weiten Verbreitung. Mit Pädophilie ist das etwas schwieriger aber auch hier ist es historisch nun wirklich nicht ungewöhnlich, wenn nicht gar Normalzustand, dass sexuelle Handlungen eher früher als später stattfinden aber ich seh das Thema jetzt schon isoliert zu dem Thema Gewalt und Sex (vor allem im Hinblick auf mangelndes gegenseitiges Einverständnis). Aber wie das so historisch aussah stellenweise:
https://www.quora.com/What-are-some-cre ... harles-Lee
Das beantwortet leider meine Frage nicht.

Meine Frage war: Siehst du es anders, dass in unserer modernen Welt, ein Unterschied existiert, zwischen körperlicher Gewalt als Unterhaltungselement und Vergewaltigung/Missbrauch als "Unterhaltungselement". Wie gesagt für mich ist das ganz klar: Man kann Gewalt in Unterhaltungsmedien kritisieren. Mach ich auch oft genug. Aber man kann mMn nicht abstreiten, dass körperliche Gewalt ein akzeptierter Teil der Unterhaltung ist, während es sexuelle Handlungen, vor allem DInge wie Vergewaltigung und Kindesmissbrauch es nicht sind. Darum steht körperliche Gewalt auch nicht auf einer Stufe damit.
MfG Ska