Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

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SethSteiner
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von SethSteiner »

KleinerMrDerb hat geschrieben: 04.11.2018 20:21
Peter__Piper hat geschrieben: 04.11.2018 20:15
KleinerMrDerb hat geschrieben: 04.11.2018 20:09

Hä?

Also Immortal sieht aus wie Diablo 3.... wüsste ich nicht, dass es ein Mobile Spiel ist würde ich es für Diablo 3 halten.

Das andere Spiel sieht halt aus wie ein Top Down Hack and Slash wie es Diablo nunmal auch ist aber mehr auch nicht.
Die Spiele sehen so grundverschieden aus wie es bei solchen Spielen nur möglich ist.
Hab es mir auch grad mal angeschaut.
Grundverschieden?
Das ist doch exakt die selbe engine.
Die Bewegungen, vor allem die leichten Verzögerungen in den Bewegungen.
Das ist doch 1 zu 1 das selbe in grün 🙄
Siehst du da echt nicht die ähnlichkeiten? 🤔
Natürlich sehe ich "Ähnlichkeiten" .... hab doch nie was Anderes behauptet, denn es sind ja auch beides Hack and Slay Spiele die auf der gleichen Engine basieren...

Ähnlichkeiten sehe ich allerdings auch bei Fifa und PES, Forza und Gran Turismo oder CoD und Battlefield
Steuerung, Stil und Gameplay sind in diesen Spielen zu 99% identisch und unterscheiden sich nur für Kenner.

In der Last-Gen nutzten gefühlt 50% aller Spiele die Unreal Engine 3 und sahen entsprechend "ähnlich" aus aber solange das Spiel dahinter eben keine 1 zu 1 Kopie ist (und das ist hier nicht der Fall) solange ist das alles doch irrelevant.

Und letztendlich... selbst wenn das alles was Ihr behauptet wahr sein sollte ist dann immer noch das Ergebnis das wichtigeste, denn sollte Immortal ein gutes Spiel werden ist es doch völlig Wumpe ob ein Endlich of God "ähnlich" ist.
Das hier ist nicht nur einfach dieselbe Engine oder dasselbe Genre, es ist obendrein auch noch dieselbe Firma. Dieselbe Firma, produziert dasselbe Spiel unter anderem Namen mit anderen Assets noch mal, was man daran erkennt, dass Engine, Spielprinzip, Interface, Gameplay bis hin zu Animationen sich bis aufs Haar gleichen. Und da das hier ein Mobile Game ist, ist das Ergebnis völlig irrelevant. Niemand kann in den Laden gehen oder auf Steam oder ins PSN und ein neues Diablo kaufen und DAS ist nun Mal die Nachfrage die befriedigt werden will. Kein Free2Play Spiel angereichert mit Mikrotransaktionen.
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cM0
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von cM0 »

Kajetan hat geschrieben: 04.11.2018 19:54
cM0 hat geschrieben: 04.11.2018 19:33 Ich werde Diablo Immortal sicher nicht spielen, aber es wird garantiert ein Erfolg, trotz der Buhrufe. Es auf der Blizzcon vorzustellen, war trotzdem nicht gerade intelligent.
Um das Spiel als solches ging an diesem Abend ja auch nicht. Immortal darf man gerne auf der BlizzCon vorstellen und wenn Blizzard den Smartphone-Markt erschliessen will, warum nicht? Aber als Hauptevent (!) des Abends, vor einer Menge von Leuten, die nicht gerade dafür bekannt sind auf Smartphones zu spielen, auch wenn jeder eins hat, right guys? ... das ist Realitätsverlust.

All der Dislike und die Frustration entzünden sich an dem Umstand, dass Blizzard sein treuestes Stammpublikum nicht mehr kennt. Und alle Erklärungen und Rechtfertigungen, die dazu seitens Blizzard mittlerweile gekommen sind, befeuern diesen Frust noch weiter, weil Blizzard IMMER NOCH NICHT verstanden hat, was an dem Abend falsch gelaufen ist.

Vielleicht kommt ja auch was Gutes bei raus. Vielleicht haben jetzt wieder ein paar mehr Leute begriffen, dass es keine gute Idee ist sich zum Jubelperser einer Firma zu machen, die in einem nur willenloses Konsumvieh sieht, welches zu jubeln, zu kaufen und ansonsten die Fresse zu halten hat.
Völlig richtig. Hätten sie gesagt "hier ist Diablo Immortal" und kurz darauf "wir wissen dass ihr als langjährige Fans nicht heiß auf ein Smartphonespiel seid, daher haben wir hier auch Diablo 4" hätte die Sache ganz anders ausgesehen. So wie das ganze Event gehandhabt wurde, war es einfach nicht durchdacht.

Trotzdem wird es gespielt werden. Vielleicht nicht von den sogenannten "Hardcore-Gamern", dafür aber von Millionen anderen Spielern die da massig Geld reinstecken werden.

Blizzard entwickelt sich leider immer mehr von meinen Interessen weg. Ich möchte doch nur (sehr) gute Singleplayererlebnisse auf Pc oder notfalls auch Konsole. Nichts für Smartphones und auch keine reinen MP Spiele auf Pc. Aber offensichtlich machen sie damit mehr Geld, also wird sich das so schnell nicht ändern. Immerhin bedienen sie mich noch mit WC3 Reforged.
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zmonx
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von zmonx »

cM0 hat geschrieben: 04.11.2018 20:39 Trotzdem wird es gespielt werden. Vielleicht nicht von den sogenannten "Hardcore-Gamern", dafür aber von Millionen anderen Spielern die da massig Geld reinstecken werden.
Das wird sehr widersprüchlich nachher wirken, ich glaube auch, dass es ein richtiger Erfolg wird, sowohl finanziell als auch was die "Verkäufe" bzw Spielerzahl betrifft... Das Gameplay und Konzept ist halt sehr stark. Und ein Diablo für unterwegs, macht auch dann Laune... Blizzard wird die Welt dann erst recht nicht verstehen :lol:

Man entwickelt sich mMn nicht wirklich weiter und geht den nächsten Schritt, obwohl so viel Potential und eine gute Basis da wäre. Das habe ich schon beim Release von Diablo 3 geschrieben, wo ich schon enttäuscht von dem gebotenem war. Denn das Konzept ließe sich auch so gut auf ein 3rd-Person-Diablo ummünzen, mit durchgestalteten Dungeons und allem drum und dran. Was wäre das für ein Event geworden, wenn sie sowas angekündigt hätten... Und das Mobil-Game meinetwegen dann als Zusatz oder Überbrückung bis zur Fertigstellung präsentiert hätten.

Denn ein "nice-to-have" ist es dennoch, darum wird es laufen. Aber bitte nicht als "must-have" verkaufen. Das ist lächerlich ^^
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Stalkingwolf
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von Stalkingwolf »

cM0 hat geschrieben: 04.11.2018 20:39 Trotzdem wird es gespielt werden. Vielleicht nicht von den sogenannten "Hardcore-Gamern", dafür aber von Millionen anderen Spielern die da massig Geld reinstecken werden.
Es gibt schon einen Haufen dieser Games im Asiatischen Markt. Ob es sich da einfach so durchsetzt.
die große Frage ist eher was passiert mit dem PC/Konsolen Ableger, wenn sich das Mobilgame so gut verkauft. Wird dann nichts mehr entwickelt?! Werden andere IPs evtl auch umgestellt?
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danke15jahre4p
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von danke15jahre4p »

Stalkingwolf hat geschrieben: 04.11.2018 21:25Es gibt schon einen Haufen dieser Games im Asiatischen Markt. Ob es sich da einfach so durchsetzt.
ich denke nicht, dass der asiatische markt der angestrebte absatzmsrkt ist, denn dann würde man sich ja selber konkurrenz machen, blizzard versucht hier recht billig per reskin den europäischen und amerikanischen markt abzugrasen.

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cM0
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von cM0 »

dOpesen hat geschrieben: 04.11.2018 21:37
Stalkingwolf hat geschrieben: 04.11.2018 21:25Es gibt schon einen Haufen dieser Games im Asiatischen Markt. Ob es sich da einfach so durchsetzt.
ich denke nicht, dass der asiatische markt der angestrebte absatzmsrkt ist, denn dann würde man sich ja selber konkurrenz machen, blizzard versucht hier recht billig per reskin den europäischen und amerikanischen markt abzugrasen.

greetingz
Genau das denke ich auch, wobei man sicher auch "ein paar" Asiaten mit dem Spiel abholen kann.
Stalkingwolf hat geschrieben: 04.11.2018 21:25 die große Frage ist eher was passiert mit dem PC/Konsolen Ableger, wenn sich das Mobilgame so gut verkauft. Wird dann nichts mehr entwickelt?! Werden andere IPs evtl auch umgestellt?
Ich glaube nicht dass Blizzard sich direkt aus den Märkten zurückziehen wird, in denen sie erfolgreich sind. Heißt es wird in den nächsten Jahren sicher weiterhin Futter für PCler und Konsoleros geben, nur eben auch für Smartphones. Auf lange Sicht könnte sich der Fokus immer weiter Richtung Android und iOS verschieben und weniger für "klassische" Systeme erscheinen. Aber um das wirklich zu beurteilen, muss man abwarten wie erfolgreich Diablo Immortal im Vergleich zu anderen Blizzard Spielen wird und zwar auch auf lange Sicht, denn Blizzard hat eigentlich nur Titel, die jahrelang gespielt und gepflegt werden.
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SethSteiner
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von SethSteiner »

dOpesen hat geschrieben: 04.11.2018 21:37
Stalkingwolf hat geschrieben: 04.11.2018 21:25Es gibt schon einen Haufen dieser Games im Asiatischen Markt. Ob es sich da einfach so durchsetzt.
ich denke nicht, dass der asiatische markt der angestrebte absatzmsrkt ist, denn dann würde man sich ja selber konkurrenz machen, blizzard versucht hier recht billig per reskin den europäischen und amerikanischen markt abzugrasen.

greetingz
Wo man aber auch den Faktor der anderen Titel hat. Man kann es nicht oft genug wiederholen, es gibt keine Garantien. Der Mobile Markt ist keine Goldene Gans, wo man einfach nur ein Spiel zu veröffentlichen braucht und schon kommt garantiert das Geld, egal ob Asien, Europa oder die USA. Es ist ein hart umkämpfter Markt und jeder Spieler hat auch nur begrenzt Zeit, da werden nicht ständig Spiele gewechselt, das ist eben nicht wie bei Konsolen oder PC Spielen, wo man sich jeden Monat was neues kauft und womöglich noch einen Pile of Shame aufbaut.
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Kajetan
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von Kajetan »

cM0 hat geschrieben: 04.11.2018 21:52 Ich glaube nicht dass Blizzard sich direkt aus den Märkten zurückziehen wird, in denen sie erfolgreich sind.
Aber vielleicht ziehen sich die Märkte zurück? :)

Schau Dir Epic an. Hatten mit Unreal und UT die PC-Menge fest im Griff. Dann kam Gears of War, viel dummes, arrogantes Geschwätz von CliffyB und als Epic freudestahlend UT3 vorgestellt hatte, war die Reaktion der PC-Spieler wie auf der BlizzCon. Schweigen im Walde, einsames Grillenzirpen im Hintergrund. Die ehem. Zielgruppe hatte keinen Bock mehr und UT3 war alles andere als der erwartete Verkaufsschlager. Es ist daher nicht ganz unwahrscheinlich, dass Blizzard, wenn man sich weiterhin so lernresistent und ignorant gibt, eines Tages feststellen muss, dass die ehem. Kernzielgruppe inzwischen weitergezogen ist.
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von Kajetan »

SethSteiner hat geschrieben: 04.11.2018 22:00 Wo man aber auch den Faktor der anderen Titel hat. Man kann es nicht oft genug wiederholen, es gibt keine Garantien. Der Mobile Markt ist keine Goldene Gans, wo man einfach nur ein Spiel zu veröffentlichen braucht und schon kommt garantiert das Geld, egal ob Asien, Europa oder die USA. Es ist ein hart umkämpfter Markt und jeder Spieler hat auch nur begrenzt Zeit, da werden nicht ständig Spiele gewechselt, das ist eben nicht wie bei Konsolen oder PC Spielen, wo man sich jeden Monat was neues kauft und womöglich noch einen Pile of Shame aufbaut.
Jopp. Mobile funktioniert ganz anders. Es gibt hier keine Marken- oder Franchise-Treue. Leute ziehen schnell weiter zur nächsten App, weil man nicht so sehr dieses eine Spiel zocken will, sondern einfach was zocken will. Das Hit&Miss-Ratio ist auf Smartphones extremst zu Ungunsten der Anbieter. Der einzige Grund, warum sich hier immer wieder viele kleine und große Firmen versuchen ... wenn mal ein Spiel populär wird, wird es RICHTIG populär. So eine Art App-Mittelstand, wo man mit moderaten Umsätzen immer noch gutes Geld machen kann, gibt es hier nicht. Smartphones sind keine PCs, das Nutzungsverhalten ist ein ganz anderes.
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greenelve
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von greenelve »

Kajetan hat geschrieben: 04.11.2018 22:04
cM0 hat geschrieben: 04.11.2018 21:52 Ich glaube nicht dass Blizzard sich direkt aus den Märkten zurückziehen wird, in denen sie erfolgreich sind.
Aber vielleicht ziehen sich die Märkte zurück? :)

Schau Dir Epic an. Hatten mit Unreal und UT die PC-Menge fest im Griff. Dann kam Gears of War, viel dummes, arrogantes Geschwätz von CliffyB und als Epic freudestahlend UT3 vorgestellt hatte, war die Reaktion der PC-Spieler wie auf der BlizzCon. Schweigen im Walde, einsames Grillenzirpen im Hintergrund. Die ehem. Zielgruppe hatte keinen Bock mehr und UT3 war alles andere als der erwartete Verkaufsschlager. Es ist daher nicht ganz unwahrscheinlich, dass Blizzard, wenn man sich weiterhin so lernresistent und ignorant gibt, eines Tages feststellen muss, dass die ehem. Kernzielgruppe inzwischen weitergezogen ist.
Da steckt aber auch viel Wandel beim allgemeinen Interesse an Arena-Shooter mit drin. Das schwand um die Zeit von UT3 fast vollständig und es ging zu anderen Multiplayer-Modi - aktuell ist Battle Royal angesagt. Quake hat damals auch kaum noch jemanden hervorgelockt, Quake Champions kann ein Lied davon singen.
Unreal 2 war auch nicht so gut sowie eine Story, die nicht wirklich in einem Zusammenhang zum Vorgänger steht.
Btw. ist das letzte Unreal - Unreal 2 - von 2003, während UT3 von 2007 ist. Und UT3 wurde durchaus von den Fans erwartet. Es wurde allerdings die fehlende Abwechslung kritisiert, denn es war nichts anderes als ein Arenashooter, in dem man lediglich wie in den Vorgängern in Arenen kämpft. Was sich auch in Kommentaren im Test auf 4players spiegelt. viewtopic.php?f=62&t=39847

Ob jetzt das Genre von Diablo plötzlich verschwindet, damit die Verkaufszahlen bei einem Diablo 4 einbrechen, wie es seinerzeit bei UT der Fall war, möchte ich stark bezweifeln. Grim Dawn bekommt neues Addon und eventuell Konsolenumsetzung, Path of Exile ist lebendig wie immer.


ps: Diablo Handygame ist der Untergang von Diablo. Im Thread zu Fallout 76 ist derzeit ebenfalls Weltuntergang und es wird nie wieder ein richtiges Fallout geben.
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SethSteiner
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von SethSteiner »

Kajetan hat geschrieben: 04.11.2018 22:09
SethSteiner hat geschrieben: 04.11.2018 22:00 Wo man aber auch den Faktor der anderen Titel hat. Man kann es nicht oft genug wiederholen, es gibt keine Garantien. Der Mobile Markt ist keine Goldene Gans, wo man einfach nur ein Spiel zu veröffentlichen braucht und schon kommt garantiert das Geld, egal ob Asien, Europa oder die USA. Es ist ein hart umkämpfter Markt und jeder Spieler hat auch nur begrenzt Zeit, da werden nicht ständig Spiele gewechselt, das ist eben nicht wie bei Konsolen oder PC Spielen, wo man sich jeden Monat was neues kauft und womöglich noch einen Pile of Shame aufbaut.
Jopp. Mobile funktioniert ganz anders. Es gibt hier keine Marken- oder Franchise-Treue. Leute ziehen schnell weiter zur nächsten App, weil man nicht so sehr dieses eine Spiel zocken will, sondern einfach was zocken will. Das Hit&Miss-Ratio ist auf Smartphones extremst zu Ungunsten der Anbieter. Der einzige Grund, warum sich hier immer wieder viele kleine und große Firmen versuchen ... wenn mal ein Spiel populär wird, wird es RICHTIG populär. So eine Art App-Mittelstand, wo man mit moderaten Umsätzen immer noch gutes Geld machen kann, gibt es hier nicht. Smartphones sind keine PCs, das Nutzungsverhalten ist ein ganz anderes.
Und dann ist noch nicht mal jeder der da auf Download klickt auch ein zahlender Kunde. Nur so als persönliches Beispiel. Für Marvel Puzzle Quest habe ich in Jahren keinen Cent gezahlt, weil ich nie das Gefühl hatte dass die Entwickler es verdient hätten. Es bietet Beschäftigung aber eben auch nicht mehr als das. Der Videospielmarkt von Handheld bis PC ist da völlig anders, egal ob jemand das Spiel im Regal oder in der Bibliothek hat weil es im Sale war, am ersten Tag gekauft werden musste, im Humble Bundle war, per Key erworben wurde, es ist immer Geld geflossen (nun mit Ausnahme vielleicht von einer verlosten und gewonnen Presse-Version). Auf dem Mobile-Markt geht es einfach nicht darum nur ein Produkt zu verkaufen, stattdessen geht es maßgeblich darum den Service zu verkaufen und das möglichst über eine lange Zeit. Da gibt es nicht einfach nur den einen Kunden, da gibt es Wale, Delphine und noch andere für den normalen Gamingmarkt ziemlich artfremde Begriffe. Es sind wenige Konsumenten, die einen erheblichen Anteil an Umsatz generieren, doch diese Konsumenten auch zu gewinnen und zu halten ist mindestens schwierig. Die Mechanismen sind komplex und was wohl am wichtigsten ist, man hat vergleichsweise wenig Kontrolle. Und daraus ergibt sich dann eben dieses massive Gefälle was du ja auch ansprichst Kajetan und so nicht in der normalen Industrie zu finden ist.

Nebenbei, ich denke das könnte ein Grund sein, warum man dachte so ein Mobile-Game so in den Fokus zu rücken. Es einfach veröffentlichen und dann darauf zu hoffen, dass ja die Leute schon drauf einsteigen ist sehr optimistisch. Hearthstone wäre vielleicht auch untergegangen, ohne die Verbindung zu Blizzard. Hearthstone hatte einen hervorragenden Nährboden, ein physisches Kartenspiel zuvor, eine hohe Eignung als digitales Spiel (für PC und Portabel), eine Konsumentenschaft die gern bereit ist mit Warcraft Charakteren zu spielen, weil sie mit ihnen vertraut ist und eine passende Ankündigun. Hier hat so ziemlich jedes Rädchen hervorragend ineinandergegriffen, was letztendlich auch erfolg auf dem Mobile Markt begünstigte. Bei Immortal dagegen wurde so ziemlich jedes Mal die falsche Abzweigung genommen, die Vorbereitung ist ein chinesisches Game, die Eignung ist zumindest diskutabel, die Reaktionen sind stark negativ geprägt was der Bildung eines Nährbodens zuwiderläuft, weil die Konsumenten das Gefühl haben ihnen fehlt was. Kurzum, wo für Hearthstone alles richtig lief und Erfolg durch viele Faktoren begünstigt wurde, hat man es hier erfolgreich geschafft sich große Steine in den Weg zu legen und muss sich viel mehr als nötig darauf verlassen, dass halt vielleicht das Icon oder Trailer genug der Mobile Kundschaft locken. Und dafür müsste man dann aber auch bestmöglich ein Zeitfenster finden, wo die Kunden bereit für einen Wechsel sind.

Keine Frage, man kann sicher Erfolg haben, nur ist das eben auf diesem Markt ein ziemliches Glücksspiel, insbesondere wenn man sich die Möglichkeiten verbaut die man als großes Videospielunternehmen hat. Ein Diablo 4 Trailer (wie gesagt nur ein logo) und das Handygame als Übergang im nachhinein und was man garantiert sagen köntne wäre, dass die Chancen auf Erfolg besser stünden und man mit dem Diablo Vollpreisspiel Millionenverkäufe erzielen würde. Tja aber man war so sicher, dass es auch ohne Ankündigung eines richtigen, Vollpreis-Videospiels klappt, weil "die werden schon mehrheitlich scharf auf IRGENDWAS sein und selbst ein Handygame feiern!", dass sie alles darauf gesetzt haben. Im alternativen Fall würden wir vielleicht von einer langweiligen Blizzcon sprechen, die aber zumindest eine starke Ankündigung hatte. In unserer Weltlinie dagegen sprechen wir nun "vom Ausmaß des Gegenwinds der Blizzard selbst überrascht". Tja...
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von johndoe1966876 »

Kajetan hat geschrieben: 04.11.2018 19:54 Immortal darf man gerne auf der BlizzCon vorstellen und wenn Blizzard den Smartphone-Markt erschliessen will, warum nicht? Aber als Hauptevent (!) des Abends...
Du bist aber ganz schön gierig. Was Du nicht alles für schlappe 199$ Eintritt erwartest.
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von sphinx2k »

Ich bin so gespannt wie das noch weiter geht. Ob sie es totschweigen oder ob die Message noch ankommt.
Wie hier schon geschrieben wurde. Macht eine Mobile Version von einem Diablo aber gebt denen die diese Serie groß gemacht haben auch was. Diese Ignoranz anzunehmen das ja jeder ein Smartphone hat und deshalb ja dieses Spiel spielen möchte ist einfach eine Frechheit.
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von Xris »

Jederzeit in der Tasche. Den Dumfug haben wir Nintendo und 1,2,3 Switchport zu verdanken. Waere da nur noch mobiles Spielen....naja ich habe noch andere Hobbys.
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Re: Diablo Immortal: Das Ausmaß des Gegenwinds hat Blizzard selbst überrascht; kein Reskin eines NetEase-Spiels

Beitrag von cM0 »

greenelve hat geschrieben: 04.11.2018 22:33
Kajetan hat geschrieben: 04.11.2018 22:04
cM0 hat geschrieben: 04.11.2018 21:52 Ich glaube nicht dass Blizzard sich direkt aus den Märkten zurückziehen wird, in denen sie erfolgreich sind.
Aber vielleicht ziehen sich die Märkte zurück? :)

Schau Dir Epic an. Hatten mit Unreal und UT die PC-Menge fest im Griff. Dann kam Gears of War, viel dummes, arrogantes Geschwätz von CliffyB und als Epic freudestahlend UT3 vorgestellt hatte, war die Reaktion der PC-Spieler wie auf der BlizzCon. Schweigen im Walde, einsames Grillenzirpen im Hintergrund. Die ehem. Zielgruppe hatte keinen Bock mehr und UT3 war alles andere als der erwartete Verkaufsschlager. Es ist daher nicht ganz unwahrscheinlich, dass Blizzard, wenn man sich weiterhin so lernresistent und ignorant gibt, eines Tages feststellen muss, dass die ehem. Kernzielgruppe inzwischen weitergezogen ist.
Da steckt aber auch viel Wandel beim allgemeinen Interesse an Arena-Shooter mit drin. Das schwand um die Zeit von UT3 fast vollständig und es ging zu anderen Multiplayer-Modi - aktuell ist Battle Royal angesagt. Quake hat damals auch kaum noch jemanden hervorgelockt, Quake Champions kann ein Lied davon singen.
Unreal 2 war auch nicht so gut sowie eine Story, die nicht wirklich in einem Zusammenhang zum Vorgänger steht.
Btw. ist das letzte Unreal - Unreal 2 - von 2003, während UT3 von 2007 ist. Und UT3 wurde durchaus von den Fans erwartet. Es wurde allerdings die fehlende Abwechslung kritisiert, denn es war nichts anderes als ein Arenashooter, in dem man lediglich wie in den Vorgängern in Arenen kämpft. Was sich auch in Kommentaren im Test auf 4players spiegelt. viewtopic.php?f=62&t=39847

Ob jetzt das Genre von Diablo plötzlich verschwindet, damit die Verkaufszahlen bei einem Diablo 4 einbrechen, wie es seinerzeit bei UT der Fall war, möchte ich stark bezweifeln. Grim Dawn bekommt neues Addon und eventuell Konsolenumsetzung, Path of Exile ist lebendig wie immer.


ps: Diablo Handygame ist der Untergang von Diablo. Im Thread zu Fallout 76 ist derzeit ebenfalls Weltuntergang und es wird nie wieder ein richtiges Fallout geben.
Dazu möchte ich noch erwähnen, dass ja seit einiger Zeit ein UT angekündigt ist, welches schon länger in der Alpha spielbar ist. Das wurde nach so einer langen Durststrecke auch heiß erwartet. Also selbst wenn die Spieler irgendwann kein großes Interesse mehr haben, kann das 10 Jahre später wieder ganz anders aussehen.
Trotzdem ist die Entwicklung von UT gefühlt fast zum Stillstand gekommen und warum? Weil ein anderes Genre gerade viel populärer ist und sich damit deutlich mehr Geld machen lässt. Also selbst gesunkenes Interesse muss nichts schlechtes sein, wenn es an anderer Stelle dafür umso mehr boomt. Ob Blizzard hier genauso viel Glück wie Epic haben wird, weiß man natürlich nicht. Für mich als Spieler wäre Blizzard damit jedenfalls uninteressant.