Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

Peter__Piper hat geschrieben: 09.10.2018 13:40 Ich finde schon das man die Möglichkeit eines Erfolges vorhersehen konnte.
Wie denn? Lass mal Deine seltsamen Analogien vom Schlage eines typischen "Auto-Vergleiches", sondern zeige bitte ganz konkret, auf welcher Basis Sapkowski hätte erahnen können, dass hier zehn Jahre später der absolute Bär steppt.
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zmonx
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von zmonx »

@Peter_Piper
Auch das wurde hier ja schon thematisiert :)

Beide Seiten haben zu dem Zeitpunkt einfach noch nicht wissen können, wohin die Reise geht. Ich denke nicht, dass Sapkowski so vertraut war mit dem Ganzen (Gameswelt) oder die Entwickler das Selbstvertrauen hatten auf anhieb ähnliches (wie damals erfolgreiche Spiele) umzusetzen. Aus einer Idee ist einfach was gutes entstanden.

Und wenn man sich jetzt mal anguckt, was der Deal für CDPR eingebracht hat, hätten sie schon von alleine mal auf den Gedanken kommen können, "Wiedergutmachung" zu leisten. Oder anders ausgedrückt, Dankbarkeit zu zeigen... Haben sie aber nicht und Totschweigen ist nun mal nicht, wenn es so ein Gesetz gibt. Da hat Sapkowski jetzt einfach mal gehandelt und probiert es über diesen Weg.
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Peter__Piper
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Peter__Piper »

Kajetan hat geschrieben: 09.10.2018 14:06
Peter__Piper hat geschrieben: 09.10.2018 13:40 Ich finde schon das man die Möglichkeit eines Erfolges vorhersehen konnte.
Wie denn? Lass mal Deine seltsamen Analogien vom Schlage eines typischen "Auto-Vergleiches", sondern zeige bitte ganz konkret, auf welcher Basis Sapkowski hätte erahnen können, dass hier zehn Jahre später der absolute Bär steppt.
The Elder Scrolls oder auch Herr der Ringe.
Ist ja nicht so als wenn zu dem Zeitpunkt noch nicht das große Geld mit Fantasy RPGs verdient wurde :wink:
zmonx hat geschrieben: 09.10.2018 14:11 @Peter_Piper
Ich denke nicht, dass Sapkowski so vertraut war mit dem Ganzen (Gameswelt) oder die Entwickler das Selbstvertrauen hatten auf anhieb ähnliches (wie damals erfolgreiche Spiele) umzusetzen. Aus einer Idee ist einfach was gutes entstanden.
Nunja, das hört sich wie eine Ausrede an.
Entweder Informiert man sich, oder man holt halt in solchen Fällen Expertise von dritten.
Er hat hier vollumfänglich die Rechte an den Videospielen abgetreten, da macht man sich doch voher nen Kopf drüber.
Er war zu der Zeit auch schon ein gestandener Mann der mitten im Leben steht.
Anders als bspw. Siegel und Shuster, die zu der Zeit noch Grün hinter den Ohren waren.
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Bachstail
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Bachstail »

Peter__Piper hat geschrieben: 09.10.2018 14:29The Elder Scrolls oder auch Herr der Ringe.
Ist ja nicht so als wenn zu dem Zeitpunkt noch nicht das große Geld mit Fantasy RPGs verdient wurde :wink:
Richtig und wer hat diese Spiele zu verantworten ?

Bethesda und EA, zwei Schwergewichte, auch damals schon.

CDPR kannte niemand.
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zmonx
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von zmonx »

Ja, das ist mehr ne Vermutung als Belegt, ich kenn ihn ja nicht persönlich... Aber so, wie er hier beschrieben wird, stell ich mir da jetzt so einen griesgrämigen alten Kauz vor, der Nächtelang an seinen Roman sitzt und von der Aussenwelt nicht wirklich viel mitbekommt ^^

Soll auch keine Entschuldigung sein! Unwissenheit schützt vor Strafe nicht und so.
Zuletzt geändert von zmonx am 09.10.2018 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

Peter__Piper hat geschrieben: 09.10.2018 14:29 The Elder Scrolls oder auch Herr der Ringe.
Ist ja nicht so als wenn zu dem Zeitpunkt noch nicht das große Geld mit Fantasy RPGs verdient wurde :wink:
Auch welcher Basis hätte Sapkowski erahnen können, dass dies AUSGERECHNET auch dem CDP-Spiel widerfahren sollte? Nur weil A erfolgreich geworden ist, heisst das noch lange nicht, dass auch A2 erfolgreich wird. Du argumentierst hier übrigens wie ein Major Publisher, der in alle seine Spiele Gameplay X reinpressen will, nur weil gerade ein Spiel mit Gameplay X supererfolgreich ist :)
Alexschatz
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Alexschatz »

Verstehe echt nicht, worüber man sich hier streiten kann. Leben wir etwa nicht mehr in einer Welt, in der ein Mann zu seinem Wort steht?

Gab da mal dieses Mädchen in der 5. Klasse, der habe ich damals einen Korb gegeben. Heute ist Sie sehr erfolgreich, ich glaube ich rufe Sie Mal an und verlange was von dem Geld, welches ich bekommen hätte, wenn ich nicht nein gesagt hätte und wir geheiratet hätten.
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zmonx
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von zmonx »

Hoffe, ihr hattet das vertraglich geklärt :)
DEMDEM
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von DEMDEM »

Bachstail hat geschrieben: 09.10.2018 11:18
Kajetan hat geschrieben: 09.10.2018 11:11Cyberpunk 2020 ist ein vor allem in England populäres Pen & Paper-Rollenspiel. Pondsmith ist der Autor dieses Settings, der zusammen mit CDP das Setting 50 Jahre in die Zukunft verlegt.
Also keine Romanvorlage aber dennoch eine Vorlage.

Interessant, denn das wusste ich nicht.

An dieser Stelle wünschte ich, der Einwand wäre schon etwas früher gekommen, denn meinen Satz, dass CDPR mit Cyberpunk unter Beweis stellen muss, dass sie auch Spiele ohne Vorlage können, habe ich schon des Öfteren geschrieben.

So ist das dann natürlich hinfällig.
SethSteiner hat geschrieben: 09.10.2018 11:13CD Projekt hat auch schon mal irgendwo ganz offen kommuniziert, dass ihnen Vorlagen bedeutend lieber sind als selbst von 0 anzufangen und ein eigenes Universum zu schaffen und lieber auf bereits existierenden aufbauen.
Wenn man böse ist, könnte man jetzt argumentieren, dass klar ist, dass sie diese Art und Weise bevorzugen, so kann man auf bereits gute Arbeit aufbauen, denn gute Arbeit selbst erstellen, ist vielleicht ja gar nicht möglich (bezogen auf das Setting und gegebenenfalls die Story, dass die Damen und Herren von CDPR programmieren können, haben sie ja bereits bewiesen).
Uno momento mal. CDP haben schon in The Witcher 2 und 3 bewiesen, dass sie eigene Stories können. Und bezüglich Writing finden nicht nur wenige, dass CDP das sogar besser als Sapkowski können. Und mit Cyberpunk wird ja nicht irgendeine feste Vorlage genommen, sie wird in die Zukunft transportiert und somit auch sehr wohl wieder was Eigenes. Das Witcher-Universum hat sich innerhalb der Spielereihe ja auch zu was eigenem entwickelt. Sapkowski höchstpersönlich trennt nämlich den Kanon der Witcher-Spiele vom eigenen Kanon aus den Büchern.

Sag mal: hast du überhaupt irgendein The Witcher gespielt, bzw. auch die Bücher gelesen?
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Bachstail
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Bachstail »

DEMDEM hat geschrieben: 09.10.2018 16:16Sag mal: hast du überhaupt irgendein The Witcher gespielt
Ja, Teil Zwei und Drei und ich fand beide allenfalls durchschnittlich.

Mich haben die Spiele schlicht nicht überzeugt, ich hatte keinen Spaß mit ihnen, verschiedene Geschmäcker und so.

Die Bücher gelesen habe ich nicht und sie interessieren mich auch nicht.
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von DEMDEM »

Ist kein Beinbruch, wenn dir die Spiele nicht gefallen haben. Aber zu sagen, CDP müssen erstmal beweisen, dass sie eigene Geschichten schreiben können, ist schon ziemlich steil.

Wenn wir bei den Witcher-Spielen von Buchvorlagen sprechen, ist damit nicht gemeint, dass die Spiele selbst auf Bücher basieren, sondern viel mehr die Bücher das Universum/Fundament stellen, sprich die Welten und die Charactere. Aber die Spiele sind keine Buchadoptionen wie zum Beispiel Game of Thrones eine Serienadoption der Bücher Das Lied von Eis und Feuer sind, sprich das was in den Büchern erzählt wird, wird nochmal in der Serie erzählt. Die Geschichten in den Witcher-Spiele sind CDPs eigene Geschichten!
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Bachstail
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Bachstail »

DEMDEM hat geschrieben: 09.10.2018 16:30 Ist kein Beinbruch, wenn dir die Spiele nicht gefallen haben. Aber zu sagen, CDP müssen erstmal beweisen, dass sie eigene Geschichten schreiben können, ist schon ziemlich steil.
RIchtig, deswegen schrieb ich ja von "Setting und gegebenenfalls Story", was heißt, dass sie unter Umständen bereits bewiesen haben, dass sie eigene Geschichten schreiben können, eben WEIL ich die Bücher nicht kenne.

Ich kann ohne Buchkenntnis schlecht beurteilen, was eigene Story ist und was aus den Büchern stammt.
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von DEMDEM »

Daher die Frage, ob du Spiel und Buch kennst. Und ich sage dir, die Spiele basieren auf den Büchern, sind aber keine Buchadoptionen. Rein geschichtlich sind die Spiele alle nach den Büchern angesiedelt.
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Peter__Piper
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Peter__Piper »

Kajetan hat geschrieben: 09.10.2018 14:44
Peter__Piper hat geschrieben: 09.10.2018 14:29 The Elder Scrolls oder auch Herr der Ringe.
Ist ja nicht so als wenn zu dem Zeitpunkt noch nicht das große Geld mit Fantasy RPGs verdient wurde :wink:
Auch welcher Basis hätte Sapkowski erahnen können, dass dies AUSGERECHNET auch dem CDP-Spiel widerfahren sollte? Nur weil A erfolgreich geworden ist, heisst das noch lange nicht, dass auch A2 erfolgreich wird. Du argumentierst hier übrigens wie ein Major Publisher, der in alle seine Spiele Gameplay X reinpressen will, nur weil gerade ein Spiel mit Gameplay X supererfolgreich ist :)
What ?
Ich argumentiere hier wie ein Major ?
Weil ich anmerke ,das in so einem heikelen Prozess wie eine generelle Rechteabtretung für ein Viedeospiel, mit einbezogen werden sollte das es nicht ausgeschlossen ist das es ein Hit wird ?
Weil das ähnliche Produktionen schon längst bewiesen haben ?
Sorry, aber da bist du auf einen Holzweg abgewandert.
Davon ab reden wir hier von einem wirtschaftlichem Akt - nicht von der Schaffung eines künstlerischen Werkes.
Da gibt es einen riesen Unterschied.
Aber ich denke, das weißt du auch :wink:

Und ja, Referenzen sind schön und gut, aber nicht Bedingung um Erfolgreich zu sein.
Und auch lange nicht so wichtig, wie Ihr es hier darstellt.

Wie schaut es eigentlich aus wenn der Fall anders wäre.
CDP wäre mit den Witcherspielen auf die Nase gefallen und hätten einen riesen Verlust eingefahren.
Wäre es denn nicht, nach eurer Logik, nur rechtens wenn Herr Sapkowski einen Teil seiner Lizenzgebühren die er eingestreicht hat,egal in welcher Höhe das nun gewesen wäre, wieder an CDP zurückzahlt ? :ugly:
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R_eQuiEm
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von R_eQuiEm »

Kajetan hat geschrieben: 08.10.2018 19:39
R_eQuiEm hat geschrieben: 08.10.2018 19:00 Du verteidigst sein Verhalten nicht? Ist dir eigentlich bewusst was du selbst die ganze zeit tust?
Wenn es in Deiner Welt nur Schwarz und Weiß gibt, muss ich zwangsläufig ein Sapkowski-Verteidiger sein. Dann brauchen wir auch nicht zu diskutieren. Ansonsten gehen ich davon aus, dass ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt und/oder Du mich mißverstanden hast.
Ich will ja nicht pingelig sein. Aber hier kritisieren Leute sein Verhalten und du argumentierst dagegen. Ist das nicht zwangsläufig die Definition von "verteidigen"? Und ich lese Sachen wie Sapkowskihasser und derlei Attitüden hauptsächlich von deiner seite. Von wegen Schwarz und weiß und so.

Kajetan hat geschrieben: 08.10.2018 19:39
Du sagst Sapkowski darf nicht das tun, was CDP tut. Was soll das sein? CDP stellt doch gar keine Forderungen. Also mit was vergleichst du hier?
Ich vergleiche nicht das, was beide tatsächlich getan oder nicht getan haben, sondern wie ihre Handlungen interpretiert und aufgefasst werden. Ich dachte, das sei klar geworden. Oder?
Du missverstehst aber die ganze Zeit das jede Handlung seine eigene Historie und Kontext hat. Sprich man muss von beiden deren juristischen Handlungen differenziell betrachten. Jeder hat ja auch andere Beweggründe.
Kajetan hat geschrieben: 08.10.2018 19:39
Ich weiß du antwortest mir nicht mehr, jedoch hast du mir nie die Frage beantwortet wie du zu diesem Geschäft stehen würdest wenn er keine gesetzliche Stützung hätte.
Nicht in diesem Thread, in einem anderen habe ich schon gesagt, dass ich mir so einen Passus auch in unserem Urheberrecht wünsche würde. Weil es immer wieder zu Situationen kommt, wo jemand sein eigenes Werk für einen sehr geringen Preis verkauft oder lizensiert hat und der Käufer erfährt dann einen riesengroßen Erfolg, der zum Zeitpunkt des Verkaufes nicht absehbar war. Oder andere Fälle, wo Künstler nur Brosamen bekommen, während andere den Reihbach mit dem Werk der Künstler machen.
Kajetan hat geschrieben: 08.10.2018 19:39
Oder wenn in einem Jahr raus kommt das ihm auch per Gesetz nichts mehr zusteht. Ist seine Forderung dann immer noch legitim?
Ja, seine Forderung ist IMMER legitim. Wer mit dem geistigen Werk eines Künstlers Geld verdienen will, sollte das sauber lizensieren. Und dazu gehört auch eine Anpassung der Lizenzsumme, falls es zu einer großen Diskrepanz kommt. Eine andere Sache ist, ob man mit so einer Forderung durchkommt. DAS ist wieder eine andere Sache.
Dir ist aber schon klar das wenn du quasi gesetzlich verlangen würdest das Lizensierungen eine Gewinnbeteiligung haben du damit einen Markt ausrottest? Das ist für tausende Autoren ihr täglich Brot das sie ihr geistiges Werk verkaufen dürfen. Publisher, Filmstudios und Co werden sich das dann dreimal überlegen ob sie derartige Deals eingehen oder nicht anders an gute Geschichten kommen. Da reden wir auch von kleinen Deals die absolut alltäglich sind. Der Fall der hier stattfindet ist ja eine absolute Ausnahme in seiner Form.
Kajetan hat geschrieben: 08.10.2018 19:39
Obwohl er keine Leistung erbracht hat. Nicht einmal im Geringsten. Ist das dann ein Geschäftsmove so wie du ihn dir auch wünschen würdest?
Er hat seine Leistung in Form seiner Werke erbracht, auf deren Basis CDP die Witcher-Spiele gemacht hat. Wie oft soll man das denn noch sagen, bis Du endlich aufhörst das zu ignorieren? :)
Ich weiß nicht wie du darauf kommst das der Punkt ignoriert wird, da er von vornherein diskutiert wurde. Diese Leistung wurde vergütet. Ob zu gering, oder zu viel (ja das gibts auch) sei dahingestellt. Aber es war zu dem jeweiligen Zeitpunkt für beide Parteien ok. Nichtmal CDP kannst du die fiese AG-Maske aufsetzen, da sie damals ein ganz anderes Unternehmen waren. Hier gehts um Entscheidungen und die ethnische Beurteilung wenn man nicht zu ihnen steht.
ronny_83 hat geschrieben: 08.10.2018 20:04
R_eQuiEm hat geschrieben: 08.10.2018 19:43 Diese Leistung wurde auch vergütet. Ihm wurde sogar wesentlich mehr geboten mit der Gewinnbeteiligung.
In meinen Augen schon damals unverhältnismäßig. Wir reden hier von Literaturinhalten für die Versoftung in einem anderen Medium, dass sich über mehrere Bücher erstreckt. Und Gewinnbeteiligung für´s Arsch. Sowas hat nen Anreiz, wenn Ubisoft oder Activision bei dir vor der Tür steht. Aber doch nicht ein Studio, dass noch überhaupt nix als Referenz vorzuzeigen hat. Ist ja wohl klar, dass "Gewinnbeteiligung" da nur aus der Luft gegriffen wirkt. Noch dazu er dann als Vorschuss wahrscheinlich fast gar nix bekommen hätte.

Ok, Sapkowski war sicher damals nicht so bekannt wie heute. Aber wenn man als Publisher 100 Mann an ein Projekt setzt, dass 20 Mio. Euro kostet und den Autor für die Grundlage seines ersten Videospiels dann mit dem Wert einen Gebrauchtwagens abhandelt, ist das fragwürdig. Zumindest dann, wenn man hinterher nicht selbst auf die Idee kommt, diese Unverhältnismäßigkeit auszugleichen. Da sehe ich dann die Forderung des Autors auch wieder legitim.
Natürlich ist es lächerlich verglichen mit heute. Aber CDP hat dies alleine erreicht. wäre die vorlage so relevant hätte sich witcher 1 mehr auszahlen müssen für CDP. Das was danach an Leistung erbracht wurde kam zu 100% von ihnen selbst. Und genauso muss es betrachtet werden. hätte sich S. von anfang an beschwert das es zu wenig wäre, ok. hätte er mitgearbeitet und keine beteiligung bekommen, auch da ok. aber so wie dieser fall, welcher ein besonderer ist wie oben erwähnt, abgelaufen ist, hat er meiner meinung nach seinen anspruch verwirkt