Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

muecke-the-lietz hat geschrieben: 08.10.2018 14:59 Ich finde diesen Rosenkrieg als Fan beider Sachen aber wirklich fürchterlich, und bin enttäuscht von beiden Seiten, aber von S. noch ein ganzes Stück mehr, weil er sich aus kaufmännischer Sicht ekelhaft verhält. Vertrag ist Vertrag. Eine der Grundregeln für jeden Kaufmann, und wenn beide Seiten ihre Pflichten erfüllt haben muss man eben mit den Konsequenzen leben. 10 Jahre später zu kommen, um einen abgeschlossen Vertrag, den beide Seiten im Prinzip ebenbürtig beschlossen haben, für nichtig zu erklären ist kaufmännisch kein besonders ehrenhaftes Verhalten. Auch wenn jeder Kaufmann immer versucht, das Beste für sich raus zuschlagen, gibt es auch sowas wie einen Kodex, und der ist einfach Vertrag ist Vertrag. Vorher kann man alle Spitzfindigkeiten nutzen, um einen Vorteil raus zuschlagen, aber mit dem Abschluss des Vertrages muss man mit den Folgen leben, wenn der Vertrag rechtsgültig ist, keine unerwarteten Klauseln enthält, und beide ihren Pflichten nachkommen.
Nun, Sapkowski ist kein Kaufmann (ein Kaufmann hätte sich wahrscheinlich für Türchen 2 entschieden) und ich kenne genug Kaufmänner, die ALLES versuchen, um nachträglich etwas Besseres für sich herauszuschlagen, wenn es eine legale Möglichkeit dazu gibt.

Wenn CDP schlau ist, einigt man sich aussergerichtlich und wird via Gwent weiterhin gute Geschäfte machen, diesmal mit ein paar Prozent vom Gewinn gleich an Sapkowski, ohne dass dieser klagen muss. Weil ... als gute Kaufleute sollten CDP wissen, dass dies alles nichts persönliches ist, weil es nur um Geld geht und man schön blöd wäre auf künftige Spiele aus dem Witcher-Universum zu verzichten, nur weil man Sapkowski auf zwischenmenschlicher Ebene für einen Drecksack hält. Es ist wirklich nur Geld :)
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muecke-the-lietz
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von muecke-the-lietz »

Kajetan hat geschrieben: 08.10.2018 15:18
muecke-the-lietz hat geschrieben: 08.10.2018 14:59 Ich finde diesen Rosenkrieg als Fan beider Sachen aber wirklich fürchterlich, und bin enttäuscht von beiden Seiten, aber von S. noch ein ganzes Stück mehr, weil er sich aus kaufmännischer Sicht ekelhaft verhält. Vertrag ist Vertrag. Eine der Grundregeln für jeden Kaufmann, und wenn beide Seiten ihre Pflichten erfüllt haben muss man eben mit den Konsequenzen leben. 10 Jahre später zu kommen, um einen abgeschlossen Vertrag, den beide Seiten im Prinzip ebenbürtig beschlossen haben, für nichtig zu erklären ist kaufmännisch kein besonders ehrenhaftes Verhalten. Auch wenn jeder Kaufmann immer versucht, das Beste für sich raus zuschlagen, gibt es auch sowas wie einen Kodex, und der ist einfach Vertrag ist Vertrag. Vorher kann man alle Spitzfindigkeiten nutzen, um einen Vorteil raus zuschlagen, aber mit dem Abschluss des Vertrages muss man mit den Folgen leben, wenn der Vertrag rechtsgültig ist, keine unerwarteten Klauseln enthält, und beide ihren Pflichten nachkommen.
Nun, Sapkowski ist kein Kaufmann (ein Kaufmann hätte sich wahrscheinlich für Türchen 2 entschieden) und ich kenne genug Kaufmänner, die ALLES versuchen, um nachträglich etwas Besseres für sich herauszuschlagen, wenn es eine legale Möglichkeit dazu gibt.

Wenn CDP schlau ist, einigt man sich aussergerichtlich und wird via Gwent weiterhin gute Geschäfte machen, diesmal mit ein paar Prozent vom Gewinn gleich an Sapkowski, ohne dass dieser klagen muss. Weil ... als gute Kaufleute sollten CDP wissen, dass dies alles nichts persönliches ist, weil es nur um Geld geht und man schön blöd wäre auf künftige Spiele aus dem Witcher-Universum zu verzichten, nur weil man Sapkowski auf zwischenmenschlicher Ebene für einen Drecksack hält. Es ist wirklich nur Geld :)
Jemanden in dieser Situation für einen Dreckssack zu halten, weil er mehr Geld möchte, ist sowieso Quatsch. Dafür ist das nur allzu menschlich.

Aber deine Verteidigung seines Verhaltens nimmt langsam trotzdem manische Züge an. Man muss ihn jetzt nicht schlechter reden, als er ist, aber man muss sein Verhalten jetzt auch nicht besser reden, als es ist.

Jeder versucht ständig bessere Konditionen für sich rauszuschlagen, wenn ich aber einen Vertragspartner habe, der nachträglich versucht, mich übers Ohr zu hauen, dann wird die Situation ausgefochten, und danach nie wieder ein Geschäft mit ihm gemacht. Vor Abschluss des Vertrages kann ich jede Sch**ße akzeptieren, aber nicht danach, sorry. Und wohlgemerkt, ich rede von einer gleichberechtigten Situation, nicht von einer Situation, in der du im Prinzip gar keine Wahl hast.

Und mach mal nicht immer gleich die Menschheit schlechter, als sie ist. Im normalen Arbeitsalltag gilt Vertrag ist Vertrag. Zumal man ja mit den meisten Geschäftspartnern in den der Regel ein gutes Verhältnis pflegt, weil man für gewöhnlich ja vor hat, noch länger mit diesen zusammen zu arbeiten.

Den juristischen Weg versucht man eigentlich immer zu vermeiden, weil es auch bei Geld irgendwann persönlich werden kann. Es wäre eine Illusion, zu glauben, es wäre nicht so.

Deswegen bin ich von S. Verhalten ja so verdutzt. Du machst in deiner ganzen Argumentation die Firma CDPR mächtiger und unpersönlicher, als sie es ggf. ist. Du hebst das ganze auf ein rein professionelles Verhältnis, was aber in so einer Situation gar nicht sein kann, weil an der ganzen Sache immer noch Menschen beteiligt sind, und Menschen Dinge oft auch persönlich nehmen und Dinge manchmal emotional betrachten, auch wenn sie in einer stärkeren Situation sind. Diese Firma wurde von Fans gegründet, die jetzt vom Schöpfer der Welt, an der sie nun auch jahrelang gearbeitet haben, verklagt werden. Dabei ist es egal, wie groß CDPR geworden sind, im Kern wirst du immer noch die Leute von damals haben, die das Ding aus Liebe gegründet und aufgezogen haben.

Und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was da vorher gelaufen ist. Wissen wir ja alle nicht. Aber da wird schon der ein oder andere nicht froh drüber sein, dass S. ihnen da so offensichtlich in den Rücken fällt. Denn die werden das Anwaltsschreiben nicht nur aus strategischer Sicht veröffentlicht haben. Die gehen damit gleich an die Öffentlichkeit, weil sie nicht nachher als die Arschlöcher da stehen möchten, die den Schöpfer ihrer Welt kein Geld geben möchten. Denn das wird für die auch einen ideellen Wert haben.

Du reduzierst alles aufs rein rationale, und das ist in dieser speziellen Sache ein großer Fehler, da hier mittlerweile auf beiden Seiten auch emotionale und ideelle Werte an der Sache hängen. Deswegen reagiert die Öffentlichkeit da ja auch relativ emotional.

Weil es hier nicht um EA, Activision oder Ubisoft geht, die eine Geschichte verwerten, ohne den Schöpfer dieser (ausreichend) zu bezahlen, und mit seiner Geschichte Millionen machen. Große gesichtslose Firmen, mit zig Tochterfirmen und deren Firmengeflecht man gar nicht mehr genau entknoten kann.

Bei solchen 2 Seiten hätte ich gedacht, dass Vertrag ist Vertrag schon alleine deshalb gilt, weil am Ende ja jeder davon profitiert hat, und das Werk als solches auf so vielen Ebenen nach vorne gebracht wurde.

Du kannst hier gerne den Zyniker geben, der davon ausgeht, dass alle Menschen nur auf ihren eigenen Vorteil aus sind, ohne nach einer Moral zu handeln, aber ich sehe das einfach nicht so. Auch im geschäftlichen Bereich nicht, und bin damit immer gut gefahren. Schon alleine, weil das eigene Verhalten auch oftmals zurück halt.

@ronny_83

Ja, genau das denke ich irgendwie auch. Dass sie da nun scheinbar so gar keine Anstrengungen unternommen haben, hat für mich auch einen bitteren Beigeschmack. Bei Teil 1 mag das Gesagte ja alles noch gegolten haben, aber spätestens nach Teil 2 und den positiven Resonanzen und guten Verkaufszahlen hätte man nochmal auf ihn zugehen können. Und allerspätestens als man gesehen hat, wie TW3 explodiert. Egal wie grummelig und skeptisch er dem Medium an sich ggü. ist. Man kann ja niemanden dazu zwingen, Games zu lieben.

Ich sehe CDPR hier zwar nicht in der Pflicht, aber aus solidarischer Sicht, weil S. ja mehr als nur ihr Vertragspartner war, sondern ihr Vorbild und der Schöpfer ihrer Welt, und ein kreativer Kollege, hätte ich schon noch was rüber wachsen lassen. Da wären die ja nicht arm durch geworden.

Aber wer weiß. Wir kennen die Vorgeschichte hinter den Kulissen nicht. Dass es nun den juristischen geht, finde ich auf jeden Fall schade und ein gutes Licht wirft das auf beide Seiten nicht, auch wenn mich S. Undankbarkeit und völlige Uneinsichtigkeit doch manchmal noch mehr verärgert. Er sieht ja nun offensichtlich überhaupt nicht ein, welche Bedeutung die Videospiele für seine eigenen Bücher hat. Er kann die Games ja scheiße finden, aber ihnen nun beinahe jede Bedeutung abzusprechen, halte ich für vermessen.
Zuletzt geändert von muecke-the-lietz am 08.10.2018 16:29, insgesamt 3-mal geändert.
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mindfaQ
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von mindfaQ »

Tolle und für mich nachvollziehbare, vernünfte Aussage, wenn man selber gerade nicht am Hungertuch nagt. Ist ja nicht viel anders als Fancontent, den man dann bewundern kann - und hey, wenn ein Spiel zum eigenen Werk herauskommt, dann kann ich mir vorstellen, wie genial es sein muss die erdachte Welt in Form eines Videospiels immersiv zu betreten. Mistborn würde womöglich auch am ehesten als Videospieladaption passen mit den Spezialfähigkeiten durch die Allomantie, Feruchemie, Hemalurgie und der Mischung aus Action und Stealth. Aber sicher sauschwer vernünftig umzusetzen.
Sapkowski ist einfach nur gierig und hat keine Wertschätzung für das Medium übrig. Er kann froh sein, dass sich seine Bücher durch die Spiele sicherlich deutlich besser verkauft haben als ohne.
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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

muecke-the-lietz hat geschrieben: 08.10.2018 16:02 Aber deine Verteidigung seines Verhaltens nimmt langsam trotzdem manische Züge an.
Siehste ... DAS ist ein grundsätzliches Wahrnehmungsproblem. Deswegen reden wir hier die ganze Zeit auch um den heißen Brei herum und fangen die Diskussion immer wieder von vorne an.

Ich verteidige sein Verhalten nämlich nicht :)

Ich frage mich die ganze Zeit nur, warum Sapkowski in den Augen mancher Foristen, wie z.B. Dir, nicht darf, was aber CDP tun darf.

CDP braucht nichts an Sapkowski abgeben, weil Vertrag ist Vertrag. Stimmt, Vertrag ist Vertrag. Das Argument ist valide und unstrittig. Dass sich die Situation zum Vertragabschluss damals zur Situation heute FUNDAMENTAL geändert hat und aus dem obskuren Debutspiel eines kleinen polnischen Entwicklers ein weltweit erfolgreiches Spielefranchise geworden ist, wird aber geflissentlich ignoriert.

Sapkwoski darf keine nachträglichen Forderungen erheben, weil er ja CDP dankbar sein muss, dass man aus seinem Geschreibsel einen Welthit gemacht hat. Dass man das auch andersherum sehen kann, dass aus dem angestrebten Projekt von CDP ohne diese Vorlage vielleicht gar kein weltweiter Megaerfolg geworden wäre, weil Setting, Charaktere und World Building enorm zum Flair der Spiele beigetragen haben, wird ebenfalls unter den Tisch fallen gelassen. Er ist der Schöpfer der Welt und der Figuren, auf seiner Schöpfung baut CDPs Arbeit auf. Ohne seine Schöpfung gäbe es vielleicht kein CDP mit hunderten von Angestellten, kein GOG, kein Cyberpunkk 2077-Projekt. Auch Sapkowskis Argument ist valide, unstrittig und er nimmt Bezug auf das polnische Urheberrecht, welches seine Forderung unterstützt.

Beide führen valide Punkte auf, jeder kann mit gutem Recht sagen: "Ja, Moment mal, hier ...". Deswegen bin ich auf niemandes Seite alleine, sondern auf beiden Seiten. Beide haben IMHO Recht. Also müssen sich beide einigen und einen Kompromiß schliessen.
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SethSteiner
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von SethSteiner »

Also ich sehe weiterhin Sapkowski nicht im Recht. Wohlbemerkt nicht im juristischen, ich denke auch niemand hier bezieht sich direkt auf das juristische, wenn er Sapkowskis Verhalten für falsch befindet. Sapkowski hat nun Mal profitiert, er wurde nicht ausgenutzt. Es wäre eine völlig andere Situation , wenn Sapkowski seine 8.000 Dollar oder was auch immer gekriegt hätte und heute in einer Dritten Ude am Tage arbeitet und Nachts in einem Loch schlagen müsste. Dem ist aber nicht so und das ist auch so, aufgrund der schon angesprochenen Synergieeffekte. Aus dem Grund steh ich voll hinter CDP.

Und ich finde es weiterhin extreme seltsam, das manche denken dass jemand wirklich kein Geld will bzw. nicht den Rechtsweg bestreitet sei ja total ungewöhnlich und jeder würde das hier machen. Dem ist einfach nicht so. Es gibt genug die in Sapkowskis Situation nicht den Scrooge raushängen lassen würden.
johndoe1904612
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von johndoe1904612 »

Was macht er denn überhaupt so schlimmes, dass er hier so massiv angefeindet wird? Keiner kennt irgendwelche genauen Details, aber man lehnt sich weit aus dem Fenster. Hat schon was von Futterneid. Ich gönne dem das Geld nicht...etc...
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manu!
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von manu! »

ronny_83 hat geschrieben: 08.10.2018 15:33
manu! hat geschrieben: 08.10.2018 13:58 Sapkowski hat nicht an den Erfolg geglaubt,lieber die schnelle Kohle genommen und wollte ausdrücklich kine Gewinnbeteiligung.Das ganze hat er auch noch öffentlich zugegeben,bzw. sprach ganz offen davon.
An welchen Erfolg würdest du denn glauben bei einer Firma, dessen erstes eigenes Spiel sich ausgerechnet mit deinen Büchern beschäftigt und die aus Polen kommen? Das hätte für mich erstmal das Level von "mal sehen, was diese Hobbyprogrammierer daraus zusammenschustern".

An einen riesigen Erfolg zu glauben hatte gar keine Basis, auf der diese Hoffnung aufbauen könnte. Mit welchen Referenzen denn auch?

Kenne auch die Verträge nicht. Aber anscheinend hat er ganze 8.000€ für die Lizenz der kompletten Romanreihe bekommen. Mit Gewinnbeteiligung am erfolgreichen Verkauf (an dessen der Autor wohl zurecht nicht geglaubt hat), hätte er wohl maximal die Hälfte gesehen. Egal ob 4.000€ oder 8.000€. Beides sind keine wirklich großen Beträge und da nimmt man irgendwie wohl gleich den nächst höheren Betrag.

Und dann wurden mit der Videospielreihe 100te Millionen Euro geschäffelt. Synergieeffekte und bestehende Verträge hin oder her. Aber zwischen der Lizenzsumme und dem Gewinnresultat aus der Videospielversoftung stehen keinerlei Verhältnisse mehr. Das hat für mich auch ein wenig den faden Beigeschmack, als hätte der Publisher bei den Lizenzverträgen evtl. auch verschwiegen, in welcher Dimension er an der Videospielversoftung arbeiten wird, um die Lizenzkosten zu drücken im Sinne von "Wir sind so klein und neu, bitte mach uns ein günstiges Angebot" nur um dann hinterher in Großunternehmenstruktur ans Werk zu gehen.

Ich an CD Projekts Stelle wäre wohl auch vorher aus freien Stücken zum Autor gegangen und hätte ihm ein nachträgliches Angebot gemacht, wenn sie denn angeblich so offen und in guter Beziehung zum Autor standen. Wenn sie denn noch Menschen sind, hätten sie zumindest ein schlechtes Gewissen plagen müssen, dass sie den Autor damals so minimal abgespeist haben und jetzt wie Donald Duck im Geldspeicher sitzen.
Sicherlich weiß niemand was alles draus werden kann.Bei nichts.Aber das gibt mir doch nicht das Recht auf nen Freifahrtschein auf mehr Gold,nur weil ich damals nicht die Tragweite von nem Objekt aumachen konnte,derren herr ich dann ja auch schlußendlich eigentlich nicht mehr bin.CDP hat da ja schon selbt einiges dazu getan.Seine Bücher wären heute immernoch bestenfalls nen Geheimtip.Das Buch stand damals in unserm DnD/aDnD Shadowrun Stützpunkt Rumirs MAgic rum ohne Beachtung.Schau dir den Erfinder des Lithium Ionen Akkus an....der heult auch net rum.ICh verstehe ihn aber trotzdem irgendwo.Ich finde es halt menschlich auf der einen Seite,arschkrampenhaft halt auf der Anderen.
Das ganze natürlich auf Basis,dass er ordentlich belehrt wurde was alles passieren kann.Und ich meine mich erinnern zu können,dass er sogar mal davon sprach,dass CDP ihm vorillusioniert,was sie mit der IP vorhaben.Aber is halt jetzt so.Ist auch nur meine Sicht der Sache,ich bin da nicht richtig eingelesen und will es eigentlich auch gar nicht.Aber genau das ist es ja dann in Endeffekt.Er sieht aus als wäre er ein "Arsch" ...da wäre ich doch lieber zu CDP hin und hätte halt mal nach Nachverhandlungen gefragt.Und wäre hinterher zum Anwalt gegangen.Schaut her: mir 8k öre zu geben und wollen mich nichtmal nach freundlichen Nachfragen bei dem neuen Kram mit einbeziehen,damit ich nochmal bissi Asche machen kann.Oder was weiss ich halt ;)
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MrLetiso
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von MrLetiso »

Wenn der Gesetzgeber ein solches Recht vorsieht, warum sollte es dann nicht für den Urheber nutzbar sein?
johndoe1904612
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von johndoe1904612 »

Es weiß doch niemand, ob es andere Versuche der Kontaktaufnahme gab. CDP ist mittlerweile eine millionenschwere AG. Natürlich brauchst du da nicht über den Boteneingang kommen. Die lachen dich aus. Und für irgendwelche Nachzahlungen aus freien Stücken sahen sie wohl keinen Anlass. Ergo kommt man jetzt mit Anwalt.
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Mio-chan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Mio-chan »

Pommern hat geschrieben: 08.10.2018 16:40 Was macht er denn überhaupt so schlimmes, dass er hier so massiv angefeindet wird? Keiner kennt irgendwelche genauen Details, aber man lehnt sich weit aus dem Fenster. Hat schon was von Futterneid. Ich gönne dem das Geld nicht...etc...
Sapkowski kommt in vielen Interviews und öffentlichen Auftritten recht unsympathisch rüber, was nicht gerade dabei hilft, mit seinem Forderungen zu sympathisieren. Außerdem hat er häufig seine literarischen Werke stark abgegrenzt von den Videospielen und letzterem sogar den künstlerischen Wert abgesprochen (Auch wenn in anderen Interviews er das dann wieder anders dargestellt hat, aber selektive Wahrnehmung sorgt dafür, dass man sich vor allem an die fieseren Kommentare von ihm erinnert).

Allgemein kann man sagen, dass seine Negativität den Spielen gegenüber und seine uncharismatische Art dafür sorgen, dass viele ihm das Geld nicht so ganz gönnen, unabhängig von Justiz oder was-auch-immer. Wenn Sapkowski nun ein liebenswerter alter Mann wäre, der die Spielreihe seit Jahren lobt und zugibt, dass er einen Fehler gemacht hat, seine Rechte für so wenig Geld abzugeben, glaub mir, die Diskussion würde anders aussehen.
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muecke-the-lietz
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von muecke-the-lietz »

Kajetan hat geschrieben: 08.10.2018 16:27
muecke-the-lietz hat geschrieben: 08.10.2018 16:02 Aber deine Verteidigung seines Verhaltens nimmt langsam trotzdem manische Züge an.
Siehste ... DAS ist ein grundsätzliches Wahrnehmungsproblem. Deswegen reden wir hier die ganze Zeit auch um den heißen Brei herum und fangen die Diskussion immer wieder von vorne an.

Ich verteidige sein Verhalten nämlich nicht :)

Ich frage mich die ganze Zeit nur, warum Sapkowski in den Augen mancher Foristen, wie z.B. Dir, nicht darf, was aber CDP tun darf.

CDP braucht nichts an Sapkowski abgeben, weil Vertrag ist Vertrag. Stimmt, Vertrag ist Vertrag. Das Argument ist valide und unstrittig. Dass sich die Situation zum Vertragabschluss damals zur Situation heute FUNDAMENTAL geändert hat und aus dem obskuren Debutspiel eines kleinen polnischen Entwicklers ein weltweit erfolgreiches Spielefranchise geworden ist, wird aber geflissentlich ignoriert.

Sapkwoski darf keine nachträglichen Forderungen erheben, weil er ja CDP dankbar sein muss, dass man aus seinem Geschreibsel einen Welthit gemacht hat. Dass man das auch andersherum sehen kann, dass aus dem angestrebten Projekt von CDP ohne diese Vorlage vielleicht gar kein weltweiter Megaerfolg geworden wäre, weil Setting, Charaktere und World Building enorm zum Flair der Spiele beigetragen haben, wird ebenfalls unter den Tisch fallen gelassen. Er ist der Schöpfer der Welt und der Figuren, auf seiner Schöpfung baut CDPs Arbeit auf. Ohne seine Schöpfung gäbe es vielleicht kein CDP mit hunderten von Angestellten, kein GOG, kein Cyberpunkk 2077-Projekt. Auch Sapkowskis Argument ist valide, unstrittig und er nimmt Bezug auf das polnische Urheberrecht, welches seine Forderung unterstützt.

Beide führen valide Punkte auf, jeder kann mit gutem Recht sagen: "Ja, Moment mal, hier ...". Deswegen bin ich auf niemandes Seite alleine, sondern auf beiden Seiten. Beide haben IMHO Recht. Also müssen sich beide einigen und einen Kompromiß schliessen.
Ich spreche ihm doch nicht das Recht ab. Habe ich nie getan. Ich bedauere, dass er diesen Weg geht, und halte aus bestimmten Gründen für falsch, aber wieso sollte er das nicht dürfen?

Außerdem:

"Aber so ist es ja nicht. Der Synergieeffekt ist ja enorm. In beide Richtungen. Die Spiele Reihe wäre im Leben nicht so gut geworden, ohne die Vorlage. Denn vom literarischen mal abgesehen, ist das eine sehr interessante und eigenständige Fantasy Welt, mit vielen gut ausgearbeiteten Charakteren, und Handlungssträngen, ohne die die Spiele, auch und gerade der dritte Teil, nicht annähernd so gut wären. S. hat da ja stellenweise Kultfiguren geschaffen, extrem erwachsene Motive verarbeitet und zudem sogar noch eine super spannende Romanze geschaffen, die auch in den Spielen immer wieder auftaucht. Dazu ein paar coole Begleiter und mit Rittersporn sogar einen extrem geilen Sidekick der immer mal wieder für den comic relief sorgt."

Das ist von mir, und es stört mich langsam, dass du mir permanent Dinge unterstellst, die ich nicht sage. Ich liebe beides - die Bücher und die Filme, und ich habe S. bis zu dieser Sache auch immer verteidigt. Auch, als er früher in diesem Jahr dieses Interview gegeben hat. Auch wenn es mich persönlich gestört hat, aber ich konnte ihn irgendwo verstehen. Wir würde uns alle in den Arsch beißen.

Und desweiteren: Das polnische Urheberrecht. Dein Hauptargument. Schau dir diesen blöden Paragraphen mit seinen Erklärungen doch endlich mal an! Wie ich bereits gesagt habe. Das polnische Urheberrecht ist kein Voodoo, mit einem Chaosparagraphen, welcher sämtliche Verträge dieser Art zu einem schlechten Witz verkommen ließe.

Dieser trifft (höchstwahrscheinlich) überhaupt nicht auf den Hexer Fall zu. Das ist doch der Witz und der Anwalt weiß das auch, deswegen hat er die Drohung, der Vertrag liest sich, als wäre er nur für ein Spiel abgeschlossen worden, doch gleich hinter her. Was auch Käse ist, wenn man bedenkt, dass CDP nie einen Hehl daraus gemacht haben, einen Mehrteiler zu planen. Ganz im Gegenteil. Das war von Anfang an das Ziel.

Ähnliche Schreiben kenne ich aus der täglichen Arbeit nur zu gut. Und du sicherlich auch. Das sind oftmals zig Seiten, von denen eine interessant ist, wo denn Paragraphen zitiert werden, die so klingen, als müsstest du morgen deinen Erstgeborenen opfern. Und wenn man sich denn die Erklärung dazu durch liest, merkt man, dass dieser überhaupt nicht zutrifft und angewendet werden kann. Es wird trotzdem getan, die Klage hat keinen Bestand und das wars. Egal, ob die wissen, dass du ne Rechtsabteilung hast. Da besteht immer die Hoffnung, doch noch ein paar Euros rauszuholen. Gerade kleine Betriebe lassen sich von sowas gerne mal beeindrucken.

ALSO: Nur, weil er klagt, und dieser § genannt wird, heißt das noch lange nicht, dass seine Klage irgendeine Grundlage hat. Er kann das gerne machen, ich sehe auch, dass CDPR da schon noch was rüber wachsen lassen sollten, einfach aus Kollegialität heraus. Aber ich denke nicht, dass er mit seiner Klage einen juristischen Erfolg erzielt, und das hat auch Gründe, die über diesen Fall hinaus gehen.

Vielleicht bringt er CDPR dazu, außergerichtlich die Hälfte der Klagesumme rüberwachsen zu lassen - dann hätten wir ne Win Win Situation. Oder es eskaliert dermaßen, dass wir hier über Jahre hinweg ein ungeklärtes Rechteverhalten haben und Netflix aus Vorsicht auch noch vom Vertrag zurück tritt. Denn die werden mir in der ganzen Situation viel zu sehr ausgeklammert. Die haben noch gar nicht großartig mit der Serie angefangen und die werden auch Klauseln im Vertrag haben, die es ihnen ermöglichen, wieder aus dem Vertrag auszutreten. Und mit so einem störrischen Vertragspartner arbeitet man nicht gerne.

Ich kann S. verstehen, und gönne ihm gerne sein Recht zu klagen. Ich spreche ihm nicht seine Wichtigkeit für den Erfolg der Spieleserie ab, da er letztlich der Schöpfer der Welt ist, welche für CDP einfach ein unbezahlbares Kapital war.

Und daher haben sich auch CDPR mMn moralisch nicht unbedingt einwandfrei verhalten, weil die scheinbar über all die Jahre nicht auf die Idee gekommen sind, dass die paar Kröten von damals in keinem Verhältnis mehr zu dem Gewinn stehen, den sie mittlerweile machen - und das mit einer Welt, die sie nicht geschaffen haben.
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von DEMDEM »

muecke-the-lietz hat geschrieben: 08.10.2018 14:59Komisch finde ich aber auch, dass CDPR scheinbar nie auf ihn zugegangen sind, um das krasse Gefälle womöglich doch auszugleichen. Bei jeder anderen Firma würde ich das natürlich verstehen, aber in diesem Falle muss man ja doch von einem Sonderfall sprechen, da sich diese Firma ja vor allem aus Liebe zu den Büchern von Sapkowski gegründet hat, und sie ja auch immer wieder ihren großen Respekt ihm gegenüber bezeugen. Börsenorientiertes Unternehmen hin oder her, aber mit dem Gedanken, meinem absoluten Lieblingsautor, aufgrund dessen ich sogar eine Firma gegründet habe, um seine Geschichten als Videospiel umzusetzen, mit irgendwas zwischen 8000 - 10000 € abgespeist zu haben und mit der Sache Millionen zu verdienen, würde mich nachts nicht ruhig schlafen lassen.

Aber gut, ist halt auch ne große Firma. Die geben ja auch nicht freiwillig Geld aus, wenn sie es nicht müssen. Und S. hat ja, wie gesagt, auch extrem davon profitiert.
Finde ich gar nicht mal so, wenn man sich anguckt, wie sich Sapkowski in der Öffentlichkeit gegenüber der Spielereihe und den Spieleentwicklern immer geäußert hat. Irgendwo hat auch CDP ihr Stolz. Ist ja schön und gut, dass Sapkowski die Grundlage für die Spiele geliefert hat, aber nicht wenige finden die Spiele auch aus erzählericher Sicht besser als die Buchvorlage. Dazu kommt, dass ich es argumentativ nicht für haltbar halte, dass der Synergieeffekt, von dem du sprichst, in beide Richtungen gleichstark war. Hier hat eindeutig jemand mehr von diesem Vertrag profitiert als der andere. Und wenn man bedenkt, dass die Buchvorlage außerhalb Polens erst durch die Spielereihe bekannt wurde, ist zumindest für mich klar, wer der größere Nutznießer von der Beziehung war.

Und wenn man dann nur Dreck über den anderen "Partner" in der Öffentlichkeit erzählt, während der andere Partner sich jedes mal loyal zur Buchvorlage positioniert, dann ja, kann ich nachvollziehen, warum CDP nicht von sich als kleines Dankeschön auf Sapkowski zugegangen ist.

Wer von euch würde denn zu jemanden gehen, ihm/ihr seine Hilfe anbieten, während er/sie nur schlecht von euch redet?
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von johndoe1904612 »

Mio-chan hat geschrieben: 08.10.2018 16:53
Pommern hat geschrieben: 08.10.2018 16:40 Was macht er denn überhaupt so schlimmes, dass er hier so massiv angefeindet wird? Keiner kennt irgendwelche genauen Details, aber man lehnt sich weit aus dem Fenster. Hat schon was von Futterneid. Ich gönne dem das Geld nicht...etc...
Sapkowski kommt in vielen Interviews und öffentlichen Auftritten recht unsympathisch rüber, was nicht gerade dabei hilft, mit seinem Forderungen zu sympathisieren. Außerdem hat er häufig seine literarischen Werke stark abgegrenzt von den Videospielen und letzterem sogar den künstlerischen Wert abgesprochen (Auch wenn in anderen Interviews er das dann wieder anders dargestellt hat, aber selektive Wahrnehmung sorgt dafür, dass man sich vor allem an die fieseren Kommentare von ihm erinnert).

Allgemein kann man sagen, dass seine Negativität den Spielen gegenüber und seine uncharismatische Art dafür sorgen, dass viele ihm das Geld nicht so ganz gönnen, unabhängig von Justiz oder was-auch-immer. Wenn Sapkowski nun ein liebenswerter alter Mann wäre, der die Spielreihe seit Jahren lobt und zugibt, dass er einen Fehler gemacht hat, seine Rechte für so wenig Geld abzugeben, glaub mir, die Diskussion würde anders aussehen.
Also nur persönliche Abneigung, weil er in Interviews nicht so locker rüberkommt. Das ist schon etwas wenig, um hier teilweise so abzuziehen. Aber gute PR hat CDP natürlich besser drauf. Das ist ja bekannt. Da werden dann auch Abmahnungen schnell vergessen, wenns um Ethik und Moral geht. :)
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SethSteiner
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von SethSteiner »

Es geht nicht darum, dass er nicht locker rüberkommt, sondern dass er auf das Medium selbst herabgesehen und diesem die Gleichwertigkeit (auch in den Möglichkeiten) zu Literatur abgesprochen hat. Darüber hinaus interessiert wirklich niemanden Abmahnungen, einerseits weil ein völlig anderes Thema, andererseits weil es zu der Zeit wo das aktuell war (und das ist viele Jahre her) schon längst den Backlash gab und seit dem nichts mehr passiert ist. Ist was anderes als immer wieder negativ aufzufallen.
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Kajetan
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Re: Brandon Sanderson (Autor von Mistborn) über CD Projekt Red, Buch-Adaptionen und Sapkowski (Witcher-Autor)

Beitrag von Kajetan »

DEMDEM hat geschrieben: 08.10.2018 17:07 Finde ich gar nicht mal so, wenn man sich anguckt, wie sich Sapkowski in der Öffentlichkeit gegenüber der Spielereihe und den Spieleentwicklern immer geäußert hat.
Was soll er denn gesagt haben?

Er hat in verschiedenen Interviews lediglich gesagt, dass er mit Videospielen nichts anfangen kann, dass für ihn die Geschichte der Spiele kein Kanon ist und er bei neuen Geschichten keinen Bezug darauf nimmt und er hat gesagt, dass es ihn ankäst für den Autor der Bücher zum Spiel gehalten zu werden.

Daraus ein "Er hat X und Y schlecht gemacht" zu konstruieren, ganz ehrlich ... das erinnert an Extremisten, die alle als Gegner betrachten, die nicht ausdrücklich für einen sind.