Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

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Liesel Weppen
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von Liesel Weppen »

Sir Richfield hat geschrieben: 19.09.2018 09:57 Hast du mehr als die Überschrift gelesen?
Zweiter Absatz hat geschrieben:Er ist der Ansicht, dass generell zu viele Ressourcen bzw. zu viel Geld in die technischen Aspekte und die Grafik eines Spiels fließen würde. "Damals" hatten ca. 60 Leute bei BioWare an Star Wars: Knights of the Old Republic gearbeitet. Heute müsse man Hunderte von Leuten bezahlen, was dazu führt, dass Inhalte und mögliche Verzweigungen oder die Entscheidungsfreiheit der Spieler reduziert werden. Es würde auch deswegen immer weniger kleine, liebevolle Details in den Spielen geben.
Genau das meinte ich ja. Man muss auch heute EBEN NICHT 100e von Leuten für ein Spiel bezahlen, von denen dann 90 nur an der Grafik arbeiten. Nur die Publisher WOLLEN das halt so.
Man kann auch heute Spiele mit 60 Leuten wie "damals" produzieren und selbst da durchaus ansehnliche Grafik rausbringen. Zahlreiche Indie- und EA-Titel zeigen das das auch heute noch sogar mit noch weniger Leuten durchaus geht. Wenn sie sich nicht sogar glatt mal für das exakte Gegenteil entscheiden und von vornherein super coole Retro-Pixelkotze auf den Bildschirm bringen.
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Sir Richfield
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von Sir Richfield »

Liesel Weppen hat geschrieben: 19.09.2018 10:59[...]
Moment, ich glaube, wir müssen mal ein paar Schritte zurück.

Also SethSteiner sagte, Drew's Aussage sei Quark und es läge nicht daran, wie ein Publisher seine Ressourcen verteilt und Prios setzt, sondern daran, dass von Beginn an schon keiner in dem Prozess Lust an vernünftiger Story hätte.

Und daraufhin sagte ich, dass das (also: Drew's Aussage) eben kein Quark sei, weil, gerade bei AAA Produktionen, immer noch der Publisher sagt, wo's langgeht. Und der Publisher glaubt den Zahlen und die Zahlen sagen "Sex sells"...
(Gefolgt von detailierteren Einordnungen, wenn notwendig)

Und DU scheinst jetzt zu sagen "Ich bin derselben Meinung, aber DU liegst falsch"... ??? :Vaterschlumpf:
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Scorplian
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von Scorplian »

Dieser Kommentar nervt mich schon deshalb, weil nur von Grafik und Story die Rede ist. Von Gameplay wird garnicht gesprochen... bei einem Videogame :x

Ansonsten ziehe ich aber die Grafik der Story vor, daher ist mir das ziemlich egal wie der Herr das empfindet. Wobei es mir aber mehr um den grafischen Stil, als um die pure realistische Grafik geht.
Liesel Weppen
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von Liesel Weppen »

Sir Richfield hat geschrieben: 19.09.2018 11:22 Und daraufhin sagte ich, dass das (also: Drew's Aussage) eben kein Quark sei, weil, gerade bei AAA Produktionen, immer noch der Publisher sagt, wo's langgeht. Und der Publisher glaubt den Zahlen und die Zahlen sagen "Sex sells"...
(Gefolgt von detailierteren Einordnungen, wenn notwendig)
Ja, aber Drew erkennt nicht als Grund, dass die Publisher das nach irgendwelchen Zahlen einfach so entscheiden und damit die Publisher "selber schuld" sind, sondern er schiebt es doch darauf, dass zuviel in Grafik investiert wird "weil mans halt kann" und der Rest deswegen auf der Strecke bleibt.
Sir Richfield hat geschrieben: 19.09.2018 11:22 sondern versuchte ebenfalls darzulegen, dass eine steigende Grafikqualität in Spielen auch einen Einfluss auf die Geschichte bzw. die möglichen Entscheidungen innerhalb einer Story haben würde.
Schuld ist also, dass die Grafik zu gut ist/sein kann. Ich schließe daraus, er denkt, wenn man gar nicht die grafischen Möglichkeiten hätte, würde automatisch der Inhalt wieder besser werden. Aber das bezweifle ich, weil die Publisher eben erkannt haben, das "Inhalt" sich nicht wesentlich verkauft. Dann würde umgekehrt eher bei der Teamgröße gespart, weil wenn man die Grafik nicht kann, braucht man auch die Leute dafür nicht.

Schuld ist also eben nicht die gute Grafik, sondern einzig und allein die Entscheidungen der Publisher, wie sie ihre Ressourcen verteilen.
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zmonx
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von zmonx »

Wenn man das mit dem hier vergleicht,

http://www.4players.de/4players.php/spi ... Spiel.html

scheint er einfach nur an das falsche Studio geraten zu sein. Oder hat keine Ahnung, wie man sich den Gegebenheiten anpasst.
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Crime Solving Cat
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von Crime Solving Cat »

Ist doch ganz einfaches Risiko-Management.

Mega Optik ist immer mega Optik und für die Meisten ein Kaufgrund.
Gute Story ist schon in der Sache eine Geschmacks-Nummer.

Da muss doch kein Publisher zweimal Nachdenken.

Wenn das Team aber nicht die Möglichkeiten einer Grafikschlacht hat, müssen sie halt an anderen Punkten mehr investieren, um aufzufallen.

CDPR hat da eine Ausnahme gemacht, und deswegen wurden sie auf ein Podest gestellt.

Es gab mal irgendwo ein interessantes Interview mit der Autorin vom ersten TR Reboot. Die hat sehr schön dargelegt, warum das mit dem Writing in Games so schwierig ist. Da ist es nämlich nicht wie im Film mit Buch->Produktion->Dreh. Da gibt's erst Konzepte, dann Gameplay Elemente die rein sollen, vielleicht schon Level Designs, etc. etc. etc. Und irgendwo dazwischen setzt man die Autoren dran und die müssen dann die Story irgendwie drumrum basteln. Dass da wenig Raum übrig bleibt ist ja wohl selbsterklärend.
Ich bin mir auch sicher, dass es CDPR sehr zu gute kam, dass sie eine Buchvorlage hatten. Die zitieren nämlich haufenweise aus den schon vorhandenen Kurzgeschichten und Büchern des Hexers. Die wussten also schon vorher was da kommen soll.
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greenelve
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von greenelve »

Crime Solving Cat hat geschrieben: 19.09.2018 12:06 CDPR hat da eine Ausnahme gemacht, und deswegen wurden sie auf ein Podest gestellt.
Wobei die auch ordentlich getrickst haben. Zum Beispiel Büsche, Laubwerk usw. besteht aus ineinander gesteckten 2D Objekten.

Neben der rechten Hand im Schatten der Beine sieht man es sehr gut.
Show
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Der Trick, um eine bessere Umgebung zu erzeugen, findet sich auch in vielen Rennspielen.
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Balla-Balla
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von Balla-Balla »

Wer sagt denn, dass ein Spiel besser wird, nur weil es diverse Verzweigungen gibt?
Heutige games sind idR auf 40 bis 80 Stunden angelegt, RPGs von beth und * sogar noch viel länger. Man verfolgt immer die Story der Writer, ob´s jetzt eine oder mehrere davon gibt. Ich weiss gar nicht, wie man auf die Idee kommen kann, die sog. Freiheit zu wählen sei eine echte Freiheit des Spielers. Der kann da wählen, wo der Entwickler das zulässt.

Es gibt viele Beispiele von grafisch guten Games mit korrekter Story, wurde hier ja schon erwähnt. man will ja auch noch was zu tun haben und nicht 40 Stunden eine Geschichte erzählt bekommen. Wer seine Aktivität zugunsten der Story zurückschraubt, wird ja dann auch bei Detroit etc. fündig.

Irgendwie Quark, clickbait, Gelaber und Vertuschen eigener Unfähigkeiten, erscheint mir das hier.
DitDit
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von DitDit »

irgendwie hat er wohl 12 jahre länger gebraucht als andere um auf diesen gedanken zu kommen.

der focus mit mehr grafik mehr inszenierung mehr bombast als story ging eigentlich schon anfang der ps3 äre los mit den assasin creeds, call of dutys und god of wars und was da so alles kam
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casanoffi
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von casanoffi »

Crime Solving Cat hat geschrieben: 19.09.2018 12:06 Mega Optik ist immer mega Optik und für die Meisten ein Kaufgrund.
Zumal man auch bedenken muss, dass es hinterher egal ist, wie lange ein Spiel gespielt wird und womöglich von vielen aufgrund des mageren Inhaltes verschmäht wird. Hauptsache, es hat sich erstmal super verkauft, weil es geil aussieht.

Ich finde, Far Cry ist da ein sehr gutes Beispiel. Es juckt Ubisoft doch kein Stück, dass hinterher "alle" abkotzen, weil es seit jeher der gleiche Dreck ist, nur mit neuen Skins. Das nächste wird doch eh wieder gekauft, weil man davon ausgeht, dass es das nächste Mal ein besseres Spiel wird...

Mein Kumpel, 50 Lenze alt, ist eines dieser "leuchtenden" Beispiele:

Er: "Das neue Far Cry wird geil!"
Ich: "Warum, wird doch eh wieder das gleiche, wie jedes Jahr, wo Du Dich beschwerst, dass es immer der selbe Müll ist"
Er: "Aber dieses Mal spielts zur Zeit der [XXX], das gefällt mir richtig gut".
Ich "Du sagst doch jedes Jahr, dass es immer der gleiche Scheiß ist, der nach 3 Stunden keinen Spaß mehr macht."
Er: "Aber dieses Mal spielts zur Zeit der [XXX], das wird....." (ab da wiederholt es sich).


Dann verkauft er es mit ca. 80% Verlust (weil das Ding nach 2 Wochen schon 1.000 fach gebraucht zu haben ist) und ärgert sich, bis das nächste Far Cry erscheint, dass er wieder zum Vollpreis kauft.
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muecke-the-lietz
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von muecke-the-lietz »

DitDit hat geschrieben: 19.09.2018 13:04 irgendwie hat er wohl 12 jahre länger gebraucht als andere um auf diesen gedanken zu kommen.

der focus mit mehr grafik mehr inszenierung mehr bombast als story ging eigentlich schon anfang der ps3 äre los mit den assasin creeds, call of dutys und god of wars und was da so alles kam
Das selbe habe ich mir auch gerade gedacht.

Wobei es hier ja nicht explizit um die Story geht, sondern um Entscheidungsfreiheit und Entscheidungen, die einen bedeutenden Einfluss haben, welche ja auch spielerischer Natur sein können.
Liesel Weppen
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von Liesel Weppen »

Balla-Balla hat geschrieben: 19.09.2018 13:03 Wer sagt denn, dass ein Spiel besser wird, nur weil es diverse Verzweigungen gibt?
Ich sage das zum Beispiel. Weil das deiner Handlung im Spiel auch echte Konsquenzen aufzwingt, DU entscheidest was passiert (wenn auch nur an Stellen, an der die Entwickler das vorgesehen haben), statt nur dem roten Faden hinterherzulaufen. Das ist ein maßgeblicher Aspekt der Spiele für mich ausmacht und sie auch von z.B. Filmen unterscheidet. Wenn ein Spiel, egal was ich mache, sowieso nur in eine Richtung laufen kann, dann finde ich das einfach nur langweilig.

Wenn ich mir z.B. Spielszenen aus einem Spiel ansehe, das mich potentiell interessiert und ich dann schon sehe, dass da übermäßig Quicktime-Events eingesetzt werden, ist das Spiel für mich praktisch schon gestorben. Quicktime-Events in Spielen sind für mich soetwas wie Filme mit Totmannschaltern. Bist du schon eingeschlafen oder guckst du noch zu?
Kommt durchaus vor, das mich die Story trotzdem interessiert, dann betrachte ich das "Spiel" als "Film" und gucke mir entsprechend irgendein LetsPlay an, weil "selbst spielen" (für mich) dann praktisch ohnehin kaum einen Mehrwert bietet.

Deswegen bin ich mittlerweile auch nahezu komplett weg von story-getriebenen Spielen. Die meisten davon reizen mich einfach überhaupt nicht mehr. Fallout 3 war da noch etwas anders, denn das hatte Storyverzweigungen mit entsprechenden Folgen. Mit nachhaltigen Folgen, also eben nicht nur ob eine kleine, unbedeutende Sidequest nun getriggered wurde oder nicht.
Ich bin da irgendwie mittlerweile voll in OpenWorld-Endlos-Spielen, die können zwar durchaus eine Story haben, der man folgen KANN, aber nicht muss, aber der Hauptspielinhalt (nicht Hauptzuschauinhalt) eigentlich nicht auf die Story angewiesen ist.
Balla-Balla hat geschrieben: 19.09.2018 13:03 Es gibt viele Beispiele von grafisch guten Games mit korrekter Story, wurde hier ja schon erwähnt. man will ja auch noch was zu tun haben und nicht 40 Stunden eine Geschichte erzählt bekommen. Wer seine Aktivität zugunsten der Story zurückschraubt, wird ja dann auch bei Detroit etc. fündig.
Gut zu wissen, also ist einer der PS4-Exklusiv-Vorzeigetitel schonmal nichts für mich. :D
Cheraa
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von Cheraa »

zmonx hat geschrieben: 19.09.2018 11:54 Wenn man das mit dem hier vergleicht,

http://www.4players.de/4players.php/spi ... Spiel.html

scheint er einfach nur an das falsche Studio geraten zu sein. Oder hat keine Ahnung, wie man sich den Gegebenheiten anpasst.
Er hat zuletzt für EA gearbeitet. Was die über Story in Videospielen denken, sollte inzwischen jedem bekannt sein. An Grafik kann man sich schnell satt sehen. Ein Spiel durchzuspielen erfordert zumindest bei mir eine gute und unterhaltsame Story, wie auch unterhaltsames Gameplay!
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zmonx
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von zmonx »

Ja, bei EA ticken die Uhren etwas anders. Ich kann mich noch an die Übernahme erinnern, wo schon von allen Seiten gemutmaßt wurde, dass sich Bioware mit dem Deal ihr eigenes Grab schaufeln... Nur die Mitarbeiter gingen davon aus, dass alles so weiterläuft, wie zuvor.

Dieses Pauschale stört mich hier ein wenig. Es gibt sie noch, die Kreativen!
Zuletzt geändert von zmonx am 19.09.2018 16:04, insgesamt 1-mal geändert.
Rosu
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Re: Drew Karpyshyn (ehemaliger BioWare-Autor): Grafikqualität und Technikfokus schränken Inhalte und Story ein

Beitrag von Rosu »

Ueda ist doch nur noch an Spielen beteiligt, weil es Sony (überspitzt gesagt) scheiß egal ist ob ein Studio profitabel ist oder nicht, solange sie ein positives Image und Kundenbindung davontragen. Ueda ohne Sonys "hier, werfen wir einfach nen Jahrzehnt Geld ins Feuer" wäre schon längst mit seiner Firma pleite gewesen durch seine katastrophale Arbeit an The Last Guardian.
Witcher 3 ist auch ein ziemlich schlechter Vergleich, wenn man sich anhört was Karpyshyn wirklich gesagt hat und nicht nur seine "CD Projekt so geil, EA scheiße, Writer hat keine Ahnung was er überhaupt sagt" Kommentare ablässt. Klar können sie sich Witcher 3 leisten wenn sie Hungerlöhne im Vergleich zu westlichen AAA Firmen zahlen müssen, CD Projekt wäre auch an Witcher 3 Pleite gegangen wäre es ausserhalb Polens entwickelt worden oder zumindest in der Form niemals entwickelt worden.

Einfach mal ab 35 Minuten ins Interview hören und nicht nur die wenigen herausgepickten Punkte in der News lesen. Er spricht auch an, dass man bei Indietiteln mehr Freiheiten als Writer hat, genau das macht er bei einigen low budget Projekten. Die Kritikpunkte von Karpyshyn die hier in der News zusammengefasst wurden sind nur ein Teil dessen was er sagt und nicht an Spiele generell gerichtet, sondern speziell an westlichen AAA Produktionen und der Einschränkung die der Aufwand für moderne Techniken (Motion capturing etc.) den Writern auferlegt