Natürlich gibt es das. Bzw ein ernsthaft und gleichberechtigtes Konzept names Naturrecht. Was im Gegensatz zum Rechtspositivismus steht, den du hier beschreibst. Und Naturrecht bezieht sich nun halt mal auf übergesetzliche Normen und Regeln, die nicht durch staatliche Gesetze geregelt oder sogar explizit erlaubt sind, aber trotzdem den Moralvorstellungen einer großen Zahl von Personen widerstrebt. Und Wall Street Geldjongleure und dergleiche Auswüchse unseres Wirtschaftssystems (*hust* Microtransaktionen *hust*) gehören da halt dazu. Salopp gesagt, es gibt halt einfach a erlaubte Dinge, die macht man einfach nicht, weil sie unter dem persönlichen Niveau sein sollten. Weil Stolz, weil Ehrgefühl, weil keine Ahnung.dOpesen hat geschrieben: ↑05.08.2018 05:04 es gibt kein höheres, allgemeines falsches handeln, jeder entscheidet für sich was falsch oder richtig ist, nur muss man sich halt an die gesetze des landes, in welchem man lebt, halten, sonst handelt man nach dem gesetz falsch und kann dann im rahmen des strafgesetzbuches bestraft werden.
Deine Argumentation mit "Wer bestimmt was moralisch richtig und falsch ist?" ist halt irgendwie im Rahmen dieser Diskussion ein gewisses Totschlagargument, weil dagegen kann niemand was richtiges aufbringen, weil halt im Normalfall jeder seine eigenen Moralvorstellungen für am besten hält (sonst hätt er sie nicht), aber die wenigstens so ein Ego aufbringen, so eine Chuzpe haben und noch gerne weiter als kompromissfähige Menschen wahrgenommen werden wollen, zu sagen: "Ich. Weil ich moralisch recht habe."
