400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

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danke15jahre4p
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von danke15jahre4p »

Xyt4n hat geschrieben: 03.08.2018 21:44...
problem ist doch, wenn du die einzelnen leute des systems kritisierst, kommst du nicht weit, kritisier das system und versuch das zu ändern, dann haste alle mit einem schlag weg.

sprich, solange es erlaubt ist order in 3 stelligen millionenbeträgen zu platzieren, bringt es nichts die leute zu kritisieren die das tun, setz lieber am system an und kritisier das, dann kommste weiter.

greetingz
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Onekles
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von Onekles »

Ist wieder so eine Sache von Angebot und Nachfrage. Der Mann macht das sicher nicht zum Spaß. Er verwaltet einen Hedgefonds. Dessen Wert wird auf so um die 8 bis 10 Milliarden USD beziffert. Das ist nicht sein Geld. Das hat er von irgendwelchen, meist institutionellen, Anlegern erhalten. Die wollen, dass der Mann so anlegt, wie er es tut. Maximales Risiko, aber eben auch maximale Rendite. Sowas ist gefragt und irgendeiner wird es tun, solange das Gesetz da keinen Riegel vorschiebt. Die Anleger haben nebenbei noch den Vorteil, dass ihre Namen nicht genannt werden. So gibt es keine Riesenwelle in den Nachrichten, wenn beispielsweise Microsoft irgendwo mal wieder ein paar Milliarden reinbuttert.

Ich seh aber auch gar nichts Verwerfliches daran. Wenn so ein Fonds Geld verdient, dann trifft es eigentlich immer die richtigen. Entweder andere Spekulanten oder halt Vollidioten, die meinen, sie müssen ihre Ersparnisse unbedingt komplett planlos auf die Börse schmeißen. Wer der Börse fernbleibt oder halbwegs vernünftig anlegt, ist davon nicht betroffen. Ist das Vermögen breit genug gestreut, lassen sich auch Kursverluste, die durch Short Seller künstlich herbeigeführt wurden, locker verkraften. Noch dazu gibt's Taktiken wie Stop Loss, mit denen man aussteigt, lange bevor eine Aktie wirklich dramatisch abfällt. Wer von diesen und anderen Werkzeugen keinen Gebrauch macht und dann an der Börse Geld verliert, kriegt von mir kein Mitleid.

Nintendo tut das alles nicht im Geringsten weh, keine Angst. In der Theorie haben die weniger Geld, wenn der Aktienkurs fällt, klar. Aber die haben seit Jahrzehnten keine Aktien mehr verkauft, soweit ich weiß. Selbst nach dem kolossalen Flop der Wii U fand keine Kapitalerhöhung statt. Von daher hat der Wert der Papiere für Nintendo in der Praxis erstmal keine Bedeutung. Noch dazu haben die eh Kohle genug. Die können über solche Short-Attacken nur milde lächeln, da bin ich mir sicher.

Noch dazu hab ich kein Mitleid mit Nintendo, weil sie sich nun mal entschieden haben, an die Börse zu gehen. Da haben sie einmalig ne Menge Geld generiert, aber sie müssen jetzt eben auch mit den Nachteilen leben, dazu gehört auch, manches Mal zum Spielball von Spekulanten zu werden. Wer das nicht will, geht gefälligst nicht an die Börse. Ein Unternehmen muss das nicht tun. Valve hat sich's auch verkniffen.
johndoe1238056
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von johndoe1238056 »

btw: Leerverkäufe waren an der Wall Street als Folge des berühmten Börsencrashs 1929 verboten (uptick rule) ...bis 2007. Der nächste große Börsencrash war dann übrigens 2008.

Da sage noch Einer, dass die Menschen aus der Vergangenheit nichts lernen würden. :Blauesauge:
noggaman
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von noggaman »

Was hat eigentlich der verleiher davon?
Bekommt der was von dem Gewinn ab?
Sonst bleibt der ja einfach auf kaputten Aktien sitzen die wieder etwas Zeit brauchen um auf den normal Wert zu kommen. xD
Oder gibt's eine Leihgebühr dafür?
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danke15jahre4p
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von danke15jahre4p »

noggaman hat geschrieben: 04.08.2018 09:57Was hat eigentlich der verleiher davon?
der bzw. die haben in gesamt 27 mio. gewinn gemacht. ;)

greetingz
noggaman
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von noggaman »

Der Verlust kommt doch daher, weil er die Aktien teurer von anderen kauft als er sie verkauft hat.
Die Aktien die er kauft gehören ja nicht dem von dem er die vorher geliehen hat.
Er gibt die ja danach nur zurück.
Seine Verluste sind nicht der Gewinn für den Aktien leiher.
Ist halt ganz normales Aktiengeschäft nur halt mit geliehenen Aktien und ich sehe halt nicht den Grund warum man jemandem seine Aktien leihen sollte ohne was davon zu haben.^^
Zuletzt geändert von noggaman am 04.08.2018 17:31, insgesamt 1-mal geändert.
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SethSteiner
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von SethSteiner »

dOpesen hat geschrieben: 03.08.2018 22:22
Xyt4n hat geschrieben: 03.08.2018 21:44...
problem ist doch, wenn du die einzelnen leute des systems kritisierst, kommst du nicht weit, kritisier das system und versuch das zu ändern, dann haste alle mit einem schlag weg.

sprich, solange es erlaubt ist order in 3 stelligen millionenbeträgen zu platzieren, bringt es nichts die leute zu kritisieren die das tun, setz lieber am system an und kritisier das, dann kommste weiter.

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Ich denke sowohl als auch ist sinnvoller. Was bringt es immer auf das System zu schießen und das eigenverantwortliche Handeln der Menschen zu ignorieren? Es ist nicht relevant ob es legal ist etwas falsches zutun, es bleibt eine falsche Handlung. Es reicht doch nicht einfach nur die Gesetze und damit das System anzupassen, man muss (auch Erwachsenen) den Unterschied zwischen Falsch und Richtig nahebringen, sonst ändert sich ja nie etwas.
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danke15jahre4p
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von danke15jahre4p »

SethSteiner hat geschrieben: 04.08.2018 16:40Es ist nicht relevant ob es legal ist etwas falsches zutun, es bleibt eine falsche Handlung.
wer setzt denn fest ob eine handlung falsch ist? du? ich? ehtik und moral?

sorry, aber damit lässt sich nur schwer argumentieren, du kannst dem hedge fond manager gerne eine falsche handlung vorwerfen, nur kommst du damit nicht weit, ein anderer wiederum sieht da nichts falsches dran ein 400 mio. dollar wette abzuschließen, vielleicht applaudiert er auch dazu, ob der risikobereitschaft.

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SethSteiner
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von SethSteiner »

Ob eine Handlung falsch ist, entscheidet sich zumeist daran ob sie einen Schaden verursacht oder nicht. Natürlich ist das auch immer eine persönliche Sache aber was bitte soll das bringen so zutun als gäbe es überhaupt kein richtig oder falsch? Kann man ja unendlich weit führen, irgendwann ist halt auch Mord egal, weil wer entscheidet schon? Ich? Du? Ethik und Moral? Diese Börsenspekulationsspielchen verursachen nun mal ordentlich Probleme und damit lassen sie sich ziemlich gut bei Falsch einordnen. Wenn ich natürlich so tue als könnte man ja nie entscheiden und alles wäre relativ, dann bereitet man natürlich auch den Boden dafür, dass Menschen destruktiv handeln. Erziehung funktioniert halt nicht mit einer "es gibt eigentlich kein richtig und falsch"-Haltung.
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danke15jahre4p
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von danke15jahre4p »

SethSteiner hat geschrieben: 04.08.2018 19:57Diese Börsenspekulationsspielchen verursachen nun mal ordentlich Probleme und damit lassen sie sich ziemlich gut bei Falsch einordnen.
die verleiher haben 27 mio. dollar verdient in dem sie die aktien verliehen habe, und du meinst sie sehen dieses spielchen als falsch an?
Erziehung funktioniert halt nicht mit einer "es gibt eigentlich kein richtig und falsch"-Haltung.
falsch ist etwas sobald es illegal ist bzw. gegen gesetze verstößt, dies macht einen rechststaat aus.

alles andere ist subjektives empfinden und führt zu nix.

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Heinrich Heine
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von Heinrich Heine »

Welch widerliche Gestalten! Diejenigen, die dieses System möglich gemacht haben, sowie der Parasit, der sich davon ernährt, gehören auf den elektrischen Stuhl. Aber wenn ich diese Logik weiterführe, müsste man die gesamte Menschheit ins Valhalla befördern.
Doc Angelo
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von Doc Angelo »

dOpesen hat geschrieben: 04.08.2018 20:08 falsch ist etwas sobald es illegal ist bzw. gegen gesetze verstößt, dies macht einen rechststaat aus.

alles andere ist subjektives empfinden und führt zu nix.
Wenn man sich die deutsche Historie mal so anguckt - und was mal so alles erlaubt und "richtig" war - dann halte ich es für absolut "falsch" die Kategorisierung ausschließlich am Gesetz fest zu machen. Die Liste der Dinge, die nicht verboten aber durch und durch falsch sind, ist lang. Je nach Zeitabschnitt mal länger oder auch mal kürzer. Aber lang allemal.
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Onekles
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von Onekles »

Das Beispiel hier sind doch Peanuts. Ein nennenswerter Schaden entsteht da nicht. Da gibt es ganz andere Kaliber an der Börse, bei denen wirklich mal die Weltwirtschaft ins Wanken kommen und unzählige Existenzen zerstört werden können. Aufgrund solcher Extremfälle gleich den Handel an sich oder auch nur die Praxis von Leerverkäufen als unmoralisch hinstellen zu wollen, halte ich für dezent übertrieben.

Außerdem, wenn unsere Sozialversicherungen in Sachen Vorsorge so dermaßen hart versagen wie derzeit, braucht sich doch niemand wundern, dass die Leute sich nach anderen Anlagemöglichkeiten umsehen. Endlose Nullzinsen machen auch das altmodische Sparen zu einem Verlustgeschäft. Da investieren viele auch mal bei Hedgefonds, und das völlig zu Recht. Deren Manager tun nur das, was der Kunde von ihnen will.

Klar, die Welt wäre ein schönerer Ort, wenn nicht jeder zuerst an sich selbst denken würde, dies das. Das läuft aber dem im Westen vorherrschenden System des Kapitalismus zuwider. Das abzuschaffen, haben schon ganz andere versucht. Und versteht mich nicht falsch, ich bin kein Freund des Kapitalismus, ganz im Gegenteil. Ich bin ein bekennender Verfechter von links außen. Aber solange ich in einem solchen System gefangen bin, werde ich daraus das beste machen und mir Mühe dabei geben, genau diejenigen abzuzocken, die es meiner Ansicht nach verdient haben: Großkonzerne, Spekulanten und Idioten. In den letzten drei Jahren hat das ganz toll geklappt.
johndoe527990
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von johndoe527990 »

dOpesen hat geschrieben: 04.08.2018 20:08 falsch ist etwas sobald es illegal ist bzw. gegen gesetze verstößt, dies macht einen rechststaat aus.

alles andere ist subjektives empfinden und führt zu nix.

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Meinst du das generell?

So langsam wie sich Gesetze entwickeln und wie stark der Einfluss von einigen Lobbygruppen ist, da sollte man sich überlegen, ob man das als Grenze nimmt für die Richtigkeit einer Handlung.
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danke15jahre4p
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Re: 400 Mio. Dollar schwere Short-Attacke (Leerverkaufswette) auf Nintendo-Aktien ging nach hinten los

Beitrag von danke15jahre4p »

Doc Angelo hat geschrieben: 04.08.2018 23:47Die Liste der Dinge, die nicht verboten aber durch und durch falsch sind, ist lang. Je nach Zeitabschnitt mal länger oder auch mal kürzer. Aber lang allemal.
douggy hat geschrieben: 05.08.2018 03:19So langsam wie sich Gesetze entwickeln und wie stark der Einfluss von einigen Lobbygruppen ist, da sollte man sich überlegen, ob man das als Grenze nimmt für die Richtigkeit einer Handlung.
und wer bestimmt dann was richtig und was falsch ist? nur weil zb. eine 400 mio. dollar "wette" nicht eurer moralvorstellung entspricht, ist sie gleich falsch, denn andere wiederum sehen darin nichts falsches, wer hat jetzt recht?

es gibt kein höheres, allgemeines falsches handeln, jeder entscheidet für sich was falsch oder richtig ist, nur muss man sich halt an die gesetze des landes, in welchem man lebt, halten, sonst handelt man nach dem gesetz falsch und kann dann im rahmen des strafgesetzbuches bestraft werden.

das ist wie gesagt der so gennante rechtsstaat, jedoch zu meinen das recht zu haben, die eigene moralvorstellung stehe über dem, müsste dann von jedem, egal welcher moralvorstellung, in anspruch genommen werden dürfen.

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