Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

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DonDonat
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von DonDonat »

Ich würde sagen, dass Cyberpunk 2077 politisch ist, liegt auch am Genre: mir will so auf die schnelle kein einziges Buch aus dem Cyberpunk-Genre einfallen, dass NICHT eine starke politische Botschaft hat. Mir fehlt bei der Darstellung hier aber auch der Bezug zur Philosophie, der im Genre quasi genau so grundlegend ist, jedoch scheinbar nicht zum Marketing taugt :cry:
johndoe1904612
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von johndoe1904612 »

winkekatze hat geschrieben: 30.07.2018 23:35 Die "Meckerer" (wg. der Egoperspektive) wollen halt ein Witcher 4 im Cyberpunk Kleid. Das wirds aber aller Vorrausicht nach nicht werden..
Ja, eigentlich nicht schwer zu verstehen. Das wird ein komplett neues Spiel. Das Geheule ist schon...aber gut, die Leute spielen auch Fallout 4/Skyrim in Thirdperson. :)
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muecke-the-lietz
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von muecke-the-lietz »

Wigggenz hat geschrieben: 31.07.2018 01:01
NoCrySoN hat geschrieben: 30.07.2018 23:31 Ich wundere mich ja immer wieder was für kindische Emotionen, Ausbrüche und Quatschgelaber das Thema Ego-Perspektive+Cyberpunk2077 bei den Leuten hier auslöst...

Wieso wird über die Kamera so sehr debattiert, obwohl es bei allen anderen Videospielen auf dem Markt nicht so ist?

Liegt es daran, das CDPR mit der TheWitcher-Reihe Thirdperson Titel entwickelte und nun dabei bleiben muss? Liegt es vllt am "Cyberpunk sieht wie GTA aus..."-Trailer und der Annahme, dass es daher GTAtypisch ebenfalls diese Kamera benutzen muss? Man denke nur an Bethesda's Abenteuer. Allesamt in erster Linie Firstpersontitel in einer großen offenen Welt, oder Far Cry, Crysis, funktioniert alles tadellos, die Kamera interessiert da keine Sau.
Oder ist es doch nur wieder das leidige "Ich will, Ich will, Ich will Gejammer, was in den letzten Jahren so oft zu so vielen fragwürdigen Handlungen von Unternehmen führte, nicht nur im Videospielmarkt. Warum muss jeder kleine Pups meinen, seine Meinung durchdrücken zu wollen?

Akzeptiert es, es ist deren Spiel, deren Überlegung und Überzeugung, lasst den Entwickler ihre kreative Freiheit, das genau so zu tun. Nämlich weil sie es scheinbar für richtig halten, weil sie eine Idee verfolgen, weil sie Erfahrungen haben, weil sie Spieler damit überzeugen und nicht außen vor lassen wollen.


PS. Letztens Deus Ex: MD beendet, einfach nur großartig. Wenn ich mir vorstelle dieses Setting in ähnlicher Form, von CDPR zu bekommen, dann Halleluja. :Hüpf:
Far Cry und Crysis sind keine Rollenspiele.

Und du weißt, dass es genügend Leute gibt, die auch zB bei Skyrim die 3rd-Person nutzen (weil man es eben kann), und deswegen schon ein Stein des Anstoßes wegfällt. Und man braucht auch nicht so zu tun, als gäbe es keine Kritik daran, dass die 3rd-Person der 1st-Person so unterlegen ist. Ich selber spielte Skyrim auch immer in 3rd-Person, wenn nicht gerade Kämpfe anstanden.

Manche Leute ziehen es eben vor, beim Rollenspiel ihren Charakter sehen können, den sie sich persönlich zusammengebaut haben, wie er sich bildlich in die Welt einfügt und mit dieser interagiert, und bevorzugen deswegen eben 3rd-Person. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, dem CDPR bewusst entgegentritt. Ist natürlich ihr gutes Recht, aber ebenso ist es das Recht der Leute, deren Geschmack nunmehr nicht weiter getroffen wird, das auch zu äußern. Genau so ist es zB mit Bands, die ihren Sound erheblich ändern. Man kann nicht von jedem verlangen jede künstlerische Entscheidung gut zu finden, nur weil da möglicherweise ein guter Plan hintersteckt und meinetwegen auch die Ausführung gut ist.
Die Analogie ist gar nicht mal so gut. Cyberpunk 2077 ist ja kein Nachfolger von irgendwas, und kann somit auch keine Änderungen dem Vorgänger gegenüber haben, die Fans ggf. nicht schmecken.

Korrekterweise wäre die Analogie, dass ein Musiker einer bestimmten Band ein neues Projekt startet und sich dieses komplett von seinem vorherigen Schaffen unterscheidet. Aber das ist ok, warum sollte er sonst ein neues Projekt starten? Den alten Kram hätte er (Anm.: der Künstler, schließt Künstlerinnen mit ein) auch in der alten Konstellation machen können. Das wird nicht jedem schmecken und einige Fans werden sich abwenden oder eben nichts von diesem neuen Projekt kaufen. Hier anstelle des Künstlers Kompromisse einzugehen, damit auch alte Fans an Bord bleiben, würde das Ergebnis verwässern. Steven Wilson macht auch kein Porcupine Tree Kram mehr, und ich finde sein To the Bone herrlich erfrischend, weil er mittlerweile wirklich alle alten Zöpfe abgeschnitten hat, und nur noch lupenreinen, qualitativ hochwertigen Pop macht.

So muss man das mit CP2077 betrachten. Es ist ein neues Projekt der ehemaligen The Wichter Macher, und es wird so gar nichts mehr mit dem alten Kram zu tun haben. Jeder Kompromiss, wie eine hakelige, unausgegorene 3rd Person, um auch ja niemanden zu verärgern, würde das Ergebnis verwässern. Beth haben sich ja auch nie Gedanken um ihre 3rd Person gemacht. Die ist einfach drin und sieht furchtbar aus und funktioniert auch nicht richtig. Die taugt nur, um sich ab und zu mal seine neue Ausrüstung anzuschauen. Aber es sind halt Beth. Die klatschen häufig Dinge in ihre Spiele, ohne nachzudenken, wie das überhaupt funktionieren soll, und so fühlt sich das denn auch oft an. So wie dieser Bau Modus in Fallout 4. Die Idee ist genial, die Wechselwirkungen auch, aber die Umsetzung ist eine Katastrophe, weil man nicht 2 Meter weiter gedacht hat. Da müssen erst wieder Modder zeigen, was man aus dieser Idee hätte machen können, wenn man nicht einfach die erstbeste Idee ins Spiel geklatscht hätte, sondern sie bis zum Schluss durchdacht hätte, und ggf. einfach nicht reingepackt hätte, weil es gar nicht so sinnvoll und spaßig ist.

Ich sehe deinen Punkt, denke aber, dass CDPR nichts halbgares in ihr Spiel bauen werden. Auch keine halbgare 3rd Person. Da kannst du noch so häufig drauf bestehen, dass du in den Beth RPGs gerne und freiwillig in der 3rd Person gespielt hast, die überwältigende Mehrheit der Spieler hat es nicht getan (höchstens mal um den eigenen Chara zu bestaunen, oder wenn man nur rumspaziert ist) und so einen Scam werden CDPR nicht liefern. Wenn die eine 3rd Person anbieten würden, dann eine, die aufwendig und ordentlich gemacht ist. Und dann weiß ich wiederum nicht, ob man diese Energie nicht lieber in, für mich, wichtigere Dinge stecken sollte.

Aber ich kann den Unmut verstehen. Wer so gar nicht mit FPS kann, und dem es extrem wichtig ist, in RPGs seinen Chara zu sehen, der ist jetzt natürlich enttäuscht. Ich denke aber auch, dass CDPR diese Entscheidung nicht leichtfertig gefällt haben.
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Danilot
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von Danilot »

Spiritflare82 hat geschrieben: 31.07.2018 08:52 (...)
Egoperspektive ist immer die immersivere Wahl, danach kommt die TPP...und guten Nahkampf in First Person kann man bieten, hat schon Dark Messiah gezeigt...
(...)
Ein Shooter kann in Third Person niemals so intensiv sein wie ein Ego Shooter...siehe "The Division", da ist ein permanenter Disconnect zur Action weil man alles von außen sieht...wirkt dadurch absolut langweilig. (...)
Aha also alles Fakten in deiner Ausführung, na denn...

Ob man TPP oder EP als "intensiver" erlebt ist völlig subjektiv, das ist emotionales Erleben. Wolfenstein 2 fand ich total intensiv, God of War aber auch. Titanfall 2 ist ein genialer Shooter, dass Geballer in the Division macht mir aber ebenso sehr viel Spaß. Ich mag die Deckungsmeschanik oder das Schleichen wie in einem Tomb Raider, MGS5 etc. Dafür ist das Waffengefühl und Zielen in Shootern für mich interessanter. Nahkampfabläufe sind in unter TPP meist besser darstell- und kontrollierbar. Zudem haben viele TPP-Shooter eine Ego-Zielperspektive (Ghost Recon) und diverse E-Shooter schalten in der Nahkampf-Exekution auf TPP um.

Und was man im jeweiligen Spiel besonders immersiv erlebt ist ebenso subjektives Empfinden. Nicht jede EP ist super lebensnah für mich. Wenn ich in Tlou die Welt um den Charakter herum beobachten kann und den Rucksack am Rücken baumeln sehe, ist das total immersiv für mich.
Zuletzt geändert von Danilot am 31.07.2018 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
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hydro skunk 420
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von hydro skunk 420 »

Spiritflare82 hat geschrieben: Egoperspektive ist immer die immersivere Wahl, danach kommt die TPP...
Alles klar, wie will man dem noch widersprechen...
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muecke-the-lietz
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von muecke-the-lietz »

hydro skunk 420 hat geschrieben: 31.07.2018 09:38
Spiritflare82 hat geschrieben: Egoperspektive ist immer die immersivere Wahl, danach kommt die TPP...
Alles klar, wie will man dem noch widersprechen...
Naja, es gibt dazu ja Studien... Das ist ja nicht nur eine einzelne, unbegründete Meinung hier im Forum. Und Entwickler haben sich nicht ohne Grund für bestimmte Genres für diese Perspektive entschieden. Ob das jetzt immer und überall zu trifft? Nein, wahrscheinlich nicht, weil Immersion ja durch mehr Faktoren als die Perspektive bestimmt wird.

Aber ein Resident Evil7, Mirrors Edge oder Portal (1+2) greifen nicht auf die Ego Perspektive zurück, weil die Entwickler zu faul waren, die Figur zu animieren, sondern, weil die Immersion einfach um ein vielfaches gesteigert wird. Und nicht umsonst wurde oft davon gesprochen, dass der Spieler mit der Spielfigur in einem Ego Shooter verschmilzt, als es um diese leidige Killerspieldiskussion ging. Einfach, weil das Erlebte für viele Leute in der Egosicht als viel intensiver wahrgenommen wird.

ABER das funktioniert halt nicht immer und überall. Auch Spiele in der 3rd Person können ein Maximum an Immersion bieten, wie man z.B. bei The Journey, Shadow of the Colossus, Gears of War oder TLoU sieht. Und auch Spiele in der FPS können eine seltsame Distanz zum Spieler aufbauen, wenn sie bestimmte Fehler machen. Und zu guter Letzt gibt es auch viele Spiele, gerade von Indieentwicklern, wo die FPS auf jeden Fall genutzt, um Kosten zu sparen. Und da hat man denn einfach auch diese schwebende Kamera und kann so gut wie gar nicht mit der Umgebung interagieren.

Aber es gibt definitiv eine Tendenz, dass Spiele in der Egoansicht als intensiver und immersiver wahrgenommen werden. Hunderprozentig ist das aber sicherlich nicht. Selbst Spiele in der 2D Seitenansicht können maximal intensiv und immersiv sein, wie man This War of Mine sehen kann. Aber das sind halt auch Ausnahmen.

Die 3rd Person soll ja auch oft eine gewisse Distanz zum Geschehen aufbauen, schiebt oft den Charakter in den Mittelpunkt, der halt vom Spieler gesteuert wird. Da geht es halt weniger darum, mit der Figur und dem Spiel zu verschmelzen, sondern das Abenteuer dieses Charakters zu erleben, wie das z.B. bei The Witcher der Fall war, bei Uncharted oder bei Tom Raider.

Am Ende ist es halt ziemliche Geschmackssache, und super individuell, wie der Spieler das Erlebnis wahrnimmt. Aber die Entwickler nutzen die FPS schon öfter, um die Immersion zu steigern, und das Erlebnis zu intensiveren, das kann man sicherlich nicht abstreiten.
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hydro skunk 420
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von hydro skunk 420 »

Die Sache ist ganz einfach: Deinen comment unterschreibe ich, seinen nicht. :)

Ich glaube auch nicht, dass ich erklären muss warum.
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Sir Richfield
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von Sir Richfield »

Vielleicht kommt es aber auch einfach nur darauf an, welches Genre der Entwickler bedienen will. ;)

GoW ist ein Hack & Slash mit Geschicklichkeitspassagen. Die funktionieren im Allgemeinen schlecht in 1st Person.
H&S generell, wie zahllose FPS RPG bewiesen haben. Da hilft das begrenzte Sichtfeld eher nicht.

Sprich, wenn ich ein H&S machen will, dann sollte man 3rd Person bevorzugen. Und dann sollte man keine FPS Stilmittel nutzen, eine Geschichte erzählen zu wollen.

Und wenn ich einen Shooter mache, dann sollte ich halt 3rd Person Mechaniken vermeiden.

An Half Life hat der "Immersion" übrigens sehr geholfen, dass man sich zu (fast, wenige Ausnahmen) JEDER "Zwischensequenz" frei bewegen wollte. Wenn jemand Exposition Dump gespielt hat, dann konntest du in der Ecke eine Kiste teabaggen, wenn dir danach war.
Zu keinem (wie gesagt, wenige Ausnahmen) Zeitpunkt wurde dir die Kontrolle über deinen Charakter genommen.
Aber Design, das ist wie spiegelnde Oberflächen...
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Wigggenz
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von Wigggenz »

muecke-the-lietz hat geschrieben: 31.07.2018 09:25
Wigggenz hat geschrieben: 31.07.2018 01:01
NoCrySoN hat geschrieben: 30.07.2018 23:31 Ich wundere mich ja immer wieder was für kindische Emotionen, Ausbrüche und Quatschgelaber das Thema Ego-Perspektive+Cyberpunk2077 bei den Leuten hier auslöst...i

Wieso wird über die Kamera so sehr debattiert, obwohl es bei allen anderen Videospielen auf dem Markt nicht so ist?

Liegt es daran, das CDPR mit der TheWitcher-Reihe Thirdperson Titel entwickelte und nun dabei bleiben muss? Liegt es vllt am "Cyberpunk sieht wie GTA aus..."-Trailer und der Annahme, dass es daher GTAtypisch ebenfalls diese Kamera benutzen muss? Man denke nur an Bethesda's Abenteuer. Allesamt in erster Linie Firstpersontitel in einer großen offenen Welt, oder Far Cry, Crysis, funktioniert alles tadellos, die Kamera interessiert da keine Sau.
Oder ist es doch nur wieder das leidige "Ich will, Ich will, Ich will Gejammer, was in den letzten Jahren so oft zu so vielen fragwürdigen Handlungen von Unternehmen führte, nicht nur im Videospielmarkt. Warum muss jeder kleine Pups meinen, seine Meinung durchdrücken zu wollen?

Akzeptiert es, es ist deren Spiel, deren Überlegung und Überzeugung, lasst den Entwickler ihre kreative Freiheit, das genau so zu tun. Nämlich weil sie es scheinbar für richtig halten, weil sie eine Idee verfolgen, weil sie Erfahrungen haben, weil sie Spieler damit überzeugen und nicht außen vor lassen wollen.


PS. Letztens Deus Ex: MD beendet, einfach nur großartig. Wenn ich mir vorstelle dieses Setting in ähnlicher Form, von CDPR zu bekommen, dann Halleluja. :Hüpf:
Far Cry und Crysis sind keine Rollenspiele.

Und du weißt, dass es genügend Leute gibt, die auch zB bei Skyrim die 3rd-Person nutzen (weil man es eben kann), und deswegen schon ein Stein des Anstoßes wegfällt. Und man braucht auch nicht so zu tun, als gäbe es keine Kritik daran, dass die 3rd-Person der 1st-Person so unterlegen ist. Ich selber spielte Skyrim auch immer in 3rd-Person, wenn nicht gerade Kämpfe anstanden.

Manche Leute ziehen es eben vor, beim Rollenspiel ihren Charakter sehen können, den sie sich persönlich zusammengebaut haben, wie er sich bildlich in die Welt einfügt und mit dieser interagiert, und bevorzugen deswegen eben 3rd-Person. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, dem CDPR bewusst entgegentritt. Ist natürlich ihr gutes Recht, aber ebenso ist es das Recht der Leute, deren Geschmack nunmehr nicht weiter getroffen wird, das auch zu äußern. Genau so ist es zB mit Bands, die ihren Sound erheblich ändern. Man kann nicht von jedem verlangen jede künstlerische Entscheidung gut zu finden, nur weil da möglicherweise ein guter Plan hintersteckt und meinetwegen auch die Ausführung gut ist.
Die Analogie ist gar nicht mal so gut. Cyberpunk 2077 ist ja kein Nachfolger von irgendwas, und kann somit auch keine Änderungen dem Vorgänger gegenüber haben, die Fans ggf. nicht schmecken.

Korrekterweise wäre die Analogie, dass ein Musiker einer bestimmten Band ein neues Projekt startet und sich dieses komplett von seinem vorherigen Schaffen unterscheidet. Aber das ist ok, warum sollte er sonst ein neues Projekt starten? Den alten Kram hätte er (Anm.: der Künstler, schließt Künstlerinnen mit ein) auch in der alten Konstellation machen können. Das wird nicht jedem schmecken und einige Fans werden sich abwenden oder eben nichts von diesem neuen Projekt kaufen. Hier anstelle des Künstlers Kompromisse einzugehen, damit auch alte Fans an Bord bleiben, würde das Ergebnis verwässern. Steven Wilson macht auch kein Porcupine Tree Kram mehr, und ich finde sein To the Bone herrlich erfrischend, weil er mittlerweile wirklich alle alten Zöpfe abgeschnitten hat, und nur noch lupenreinen, qualitativ hochwertigen Pop macht.

So muss man das mit CP2077 betrachten. Es ist ein neues Projekt der ehemaligen The Wichter Macher, und es wird so gar nichts mehr mit dem alten Kram zu tun haben. Jeder Kompromiss, wie eine hakelige, unausgegorene 3rd Person, um auch ja niemanden zu verärgern, würde das Ergebnis verwässern. Beth haben sich ja auch nie Gedanken um ihre 3rd Person gemacht. Die ist einfach drin und sieht furchtbar aus und funktioniert auch nicht richtig. Die taugt nur, um sich ab und zu mal seine neue Ausrüstung anzuschauen. Aber es sind halt Beth. Die klatschen häufig Dinge in ihre Spiele, ohne nachzudenken, wie das überhaupt funktionieren soll, und so fühlt sich das denn auch oft an. So wie dieser Bau Modus in Fallout 4. Die Idee ist genial, die Wechselwirkungen auch, aber die Umsetzung ist eine Katastrophe, weil man nicht 2 Meter weiter gedacht hat. Da müssen erst wieder Modder zeigen, was man aus dieser Idee hätte machen können, wenn man nicht einfach die erstbeste Idee ins Spiel geklatscht hätte, sondern sie bis zum Schluss durchdacht hätte, und ggf. einfach nicht reingepackt hätte, weil es gar nicht so sinnvoll und spaßig ist.

Ich sehe deinen Punkt, denke aber, dass CDPR nichts halbgares in ihr Spiel bauen werden. Auch keine halbgare 3rd Person. Da kannst du noch so häufig drauf bestehen, dass du in den Beth RPGs gerne und freiwillig in der 3rd Person gespielt hast, die überwältigende Mehrheit der Spieler hat es nicht getan (höchstens mal um den eigenen Chara zu bestaunen, oder wenn man nur rumspaziert ist) und so einen Scam werden CDPR nicht liefern. Wenn die eine 3rd Person anbieten würden, dann eine, die aufwendig und ordentlich gemacht ist. Und dann weiß ich wiederum nicht, ob man diese Energie nicht lieber in, für mich, wichtigere Dinge stecken sollte.

Aber ich kann den Unmut verstehen. Wer so gar nicht mit FPS kann, und dem es extrem wichtig ist, in RPGs seinen Chara zu sehen, der ist jetzt natürlich enttäuscht. Ich denke aber auch, dass CDPR diese Entscheidung nicht leichtfertig gefällt haben.
Im Gegenteil, dein Beispiel entspräche eher der Konstellation, dass CDPR-Entwickler ein sich komplett unterscheidendes Nebenprojekt unabhängig von ihrem Hauptstudio machen, aber das ist ja gerade nicht der Fall. Man darf nicht vergessen, dass CP nach eigenen Angaben immer noch ein Rollenspiel bleiben soll, also das Kerngeschäft von CDPR. Es geht ja eben nicht um einen radikalen Genrewechsel, sondern darum, dass einzelne Elemente, die manchen wichtig und manchen weniger wichtig sind, abgeändert werden.

Im Übrigen sehe ich nicht ein, weshalb du dir rausnimmst, die Präferenz von Leuten beim Zocken als irrelevant oder auf Scam hereinfallend darzustellen, bloß weil sie möglicherweise lediglich von einer Minderheit geteilt wird.
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben: 31.07.2018 10:45 Zu keinem (wie gesagt, wenige Ausnahmen) Zeitpunkt wurde dir die Kontrolle über deinen Charakter genommen.
Valve hat vielleicht durch begleitende NPCs oder spezielle Soundeffekte darauf aufmerksam gemacht, dass rechts gerade was total Geiles passiert, hat Dir aber weiterhin die Freiheit gelassen die linke Wandtextur zu bewundern, wenn Dir das lieber war. Heute erlebt man viel zu oft, dass man vom Leveldesigner am Nasenring gepackt und der Blick dort hin gezerrt wird, WO ES JETZT WAS ZU GUCKEN GIBT! WEIL ICH MACHE MIR DIESE MÜHE DOCH NICHT UMSONST, DU KLEINER UNDANKBARER GAMER-BENGEL!!

Cinematic "Gameplay" und so ...
Aber Design, das ist wie spiegelnde Oberflächen...
Player Choice ist von Gestern! :)
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von zmonx »

Spiritflare82 hat geschrieben: 30.07.2018 13:33
Miieep hat geschrieben: 30.07.2018 13:05 Hm ... bessere Immersion durch FPP. Steht bei CyberPunk 2077 wirklich die Immersion an allererster Stelle? Bei Hellblade hat es mir bspw nie an Immersion gefehlt und das ist mMn eines der immersivsten Spiele. Bei Kingdome Come hat mich die FPP nie gestört, ich hatte auch keine Schwierigkeiten mit Motion Sickness. Würde aber trotzdem nicht behaupten, dass das Spiel wegen der Perspektive immersiver ist.

Denke für viele Spieler ist es wichtiger den Charakter zu sehen. Zu sehen, wie die neue Ausrüstung und Waffen aussehen oder wie sich der Charakter bewegt, läuft, springt, schlägt ... Vermutlich wäre es von Vorteil, wenn sie eine optionale TPP einbauen. Dadurch wären alle glücklich.
schonmal was vom Genre "immersive Sim" gehört? Eins der Merkmale wäre die Ego Perspektive...nur in der Ego Perspektive siehst du direkt durch die Augen des Charakters. Wenn du ihn von außen siehst ist da eine Art disconnect zum Spielecharakter. Du siehst nichtmehr durch die Augen des Charakters sondern bist eine Art "Außenkamera".

Es mag immersive Third Person Spiele geben, die könnten jedoch niemals eine immersive Sim darstellen. Cyberpunk 2077 macht alles richtig indem es auf Third Person verzichtet und den Spielern ein möglichst immersives Erlebnis bescheren will. Genau wie ein System Shock oder Prey keine Third Person Ansicht anbot weil es einfach nicht zu dem passt, was das Spiel erreichen will.
Meine Erfahrung ist da ne andere... In den meisten Fällen fühlt sich First Person doch so an
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Und es war bisher bei jedem Spiel so, dass ich das ganze Spiel über dachte, "Irgendwas stimmt hier doch nicht?!!"... Immersion am Arsch ^^

Darum auch keine Spiegel!!!

Sollte es CDP hinbekommen, okay, aber bis dahin Vorsicht mit solchen Aussagen.
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von muecke-the-lietz »

Wigggenz hat geschrieben: 31.07.2018 10:54
muecke-the-lietz hat geschrieben: 31.07.2018 09:25
Wigggenz hat geschrieben: 31.07.2018 01:01
Far Cry und Crysis sind keine Rollenspiele.

Und du weißt, dass es genügend Leute gibt, die auch zB bei Skyrim die 3rd-Person nutzen (weil man es eben kann), und deswegen schon ein Stein des Anstoßes wegfällt. Und man braucht auch nicht so zu tun, als gäbe es keine Kritik daran, dass die 3rd-Person der 1st-Person so unterlegen ist. Ich selber spielte Skyrim auch immer in 3rd-Person, wenn nicht gerade Kämpfe anstanden.

Manche Leute ziehen es eben vor, beim Rollenspiel ihren Charakter sehen können, den sie sich persönlich zusammengebaut haben, wie er sich bildlich in die Welt einfügt und mit dieser interagiert, und bevorzugen deswegen eben 3rd-Person. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, dem CDPR bewusst entgegentritt. Ist natürlich ihr gutes Recht, aber ebenso ist es das Recht der Leute, deren Geschmack nunmehr nicht weiter getroffen wird, das auch zu äußern. Genau so ist es zB mit Bands, die ihren Sound erheblich ändern. Man kann nicht von jedem verlangen jede künstlerische Entscheidung gut zu finden, nur weil da möglicherweise ein guter Plan hintersteckt und meinetwegen auch die Ausführung gut ist.
Die Analogie ist gar nicht mal so gut. Cyberpunk 2077 ist ja kein Nachfolger von irgendwas, und kann somit auch keine Änderungen dem Vorgänger gegenüber haben, die Fans ggf. nicht schmecken.

Korrekterweise wäre die Analogie, dass ein Musiker einer bestimmten Band ein neues Projekt startet und sich dieses komplett von seinem vorherigen Schaffen unterscheidet. Aber das ist ok, warum sollte er sonst ein neues Projekt starten? Den alten Kram hätte er (Anm.: der Künstler, schließt Künstlerinnen mit ein) auch in der alten Konstellation machen können. Das wird nicht jedem schmecken und einige Fans werden sich abwenden oder eben nichts von diesem neuen Projekt kaufen. Hier anstelle des Künstlers Kompromisse einzugehen, damit auch alte Fans an Bord bleiben, würde das Ergebnis verwässern. Steven Wilson macht auch kein Porcupine Tree Kram mehr, und ich finde sein To the Bone herrlich erfrischend, weil er mittlerweile wirklich alle alten Zöpfe abgeschnitten hat, und nur noch lupenreinen, qualitativ hochwertigen Pop macht.

So muss man das mit CP2077 betrachten. Es ist ein neues Projekt der ehemaligen The Wichter Macher, und es wird so gar nichts mehr mit dem alten Kram zu tun haben. Jeder Kompromiss, wie eine hakelige, unausgegorene 3rd Person, um auch ja niemanden zu verärgern, würde das Ergebnis verwässern. Beth haben sich ja auch nie Gedanken um ihre 3rd Person gemacht. Die ist einfach drin und sieht furchtbar aus und funktioniert auch nicht richtig. Die taugt nur, um sich ab und zu mal seine neue Ausrüstung anzuschauen. Aber es sind halt Beth. Die klatschen häufig Dinge in ihre Spiele, ohne nachzudenken, wie das überhaupt funktionieren soll, und so fühlt sich das denn auch oft an. So wie dieser Bau Modus in Fallout 4. Die Idee ist genial, die Wechselwirkungen auch, aber die Umsetzung ist eine Katastrophe, weil man nicht 2 Meter weiter gedacht hat. Da müssen erst wieder Modder zeigen, was man aus dieser Idee hätte machen können, wenn man nicht einfach die erstbeste Idee ins Spiel geklatscht hätte, sondern sie bis zum Schluss durchdacht hätte, und ggf. einfach nicht reingepackt hätte, weil es gar nicht so sinnvoll und spaßig ist.

Ich sehe deinen Punkt, denke aber, dass CDPR nichts halbgares in ihr Spiel bauen werden. Auch keine halbgare 3rd Person. Da kannst du noch so häufig drauf bestehen, dass du in den Beth RPGs gerne und freiwillig in der 3rd Person gespielt hast, die überwältigende Mehrheit der Spieler hat es nicht getan (höchstens mal um den eigenen Chara zu bestaunen, oder wenn man nur rumspaziert ist) und so einen Scam werden CDPR nicht liefern. Wenn die eine 3rd Person anbieten würden, dann eine, die aufwendig und ordentlich gemacht ist. Und dann weiß ich wiederum nicht, ob man diese Energie nicht lieber in, für mich, wichtigere Dinge stecken sollte.

Aber ich kann den Unmut verstehen. Wer so gar nicht mit FPS kann, und dem es extrem wichtig ist, in RPGs seinen Chara zu sehen, der ist jetzt natürlich enttäuscht. Ich denke aber auch, dass CDPR diese Entscheidung nicht leichtfertig gefällt haben.
Im Gegenteil, dein Beispiel entspräche eher der Konstellation, dass CDPR-Entwickler ein sich komplett unterscheidendes Nebenprojekt unabhängig von ihrem Hauptstudio machen, aber das ist ja gerade nicht der Fall. Man darf nicht vergessen, dass CP nach eigenen Angaben immer noch ein Rollenspiel bleiben soll, also das Kerngeschäft von CDPR. Es geht ja eben nicht um einen radikalen Genrewechsel, sondern darum, dass einzelne Elemente, die manchen wichtig und manchen weniger wichtig sind, abgeändert werden.

Im Übrigen sehe ich nicht ein, weshalb du dir rausnimmst, die Präferenz von Leuten beim Zocken als irrelevant oder auf Scam hereinfallend darzustellen, bloß weil sie möglicherweise lediglich von einer Minderheit geteilt wird.
Ich habe nicht die Präferenz von dir oder anderen Spielern als Scam bezeichnet, sondern ganz und mehr als eindeutig die halbgare Perspektive von Bethesda.

"Ich sehe deinen Punkt, denke aber, dass CDPR nichts halbgares in ihr Spiel bauen werden. Auch keine halbgare 3rd Person. Da kannst du noch so häufig drauf bestehen, dass du in den Beth RPGs gerne und freiwillig in der 3rd Person gespielt hast, die überwältigende Mehrheit der Spieler hat es nicht getan (höchstens mal um den eigenen Chara zu bestaunen, oder wenn man nur rumspaziert ist) und so einen Scam werden CDPR nicht liefern. Wenn die eine 3rd Person anbieten würden, dann eine, die aufwendig und ordentlich gemacht ist. Und dann weiß ich wiederum nicht, ob man diese Energie nicht lieber in, für mich, wichtigere Dinge stecken sollte."

Lies dir bitte nochmal diesen Absatz genau durch, und du wirst merken, dass ich genau das Gegenteil von dem getan habe, was du mir hier erneut unterstellst.

Du kannst also langsam aber sicher deine Empörungsmentalität runter fahren. Wir können auch ganz normal diskutieren.

Ich kann deine Sicht der Dinge verstehen, ich teile sie nur nicht. Ich finde nicht deine Sicht lächerlich oder irrelevant, ich finde den Shitstorm direkt nach der E3 lächerlich, weil er unglaubliche Ausmaße angenommen hat, obwohl ich mich einfach nur gefreut habe, endlich mal was von CP2077 zu Gesicht bekommen zu haben. Und das wegen eines Themas, dessen Dringlichkeit oder Wichtigkeit ich mir vorher einfach nicht bewusst war.

Mittlerweile habe ich ja begriffen, dass es für viele Leute scheinbar doch wichtig ist.

Ich wollte mit meinem Post lediglich sagen, dass die Beispiele die du ausgesucht hast, um zu zeigen, dass man beides, also TPP und FPS, in einem Spiel anbieten kann eben auch Beispiele gegen diesen Kompromiss sind, weil die TPP am Ende furchtbar halbgar umgesetzt wurde. Und so was wird CDPR nicht liefern. Und da bin ich froh drüber. Und wenn sie so etwas anbieten wollten, dann müssten sie halt richtig Aufwand hinein stecken. Und mMn wäre das falsch, weil ich diese Energie viel lieber in für mich wichtigere Dinge gesteckt sehen würde.

Und ja, die 3rd Person in den Beth Spielen ist Scam, da bleibe ich bei. Dass man diese allerdings nutzt, weil man seinen Chara lieber sieht beim Spielen, nicht. Nur damit wir uns an diesem Punkt verstehen.
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Kajetan
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von Kajetan »

zmonx hat geschrieben: 31.07.2018 11:02 Meine Erfahrung ist da ne andere... In den meisten Fällen fühlt sich First Person doch so an
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Und es war bisher bei jedem Spiel so, dass ich das ganze Spiel über dachte, "Irgendwas stimmt hier doch nicht?!!"... Immersion am Arsch ^^

Sollte es CDP hinbekommen, okay, aber bis dahin Vorsicht mit solchen Aussagen.
Ich weiß nicht, ob man bei CDP den Aufwand betreiben möchte, den CIG bei Star Citizen betrieben hat, um genau sowas zu vermeiden.

https://kotaku.com/star-citizens-first- ... 1787021141
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von JeffreyLebowski »

seid ihr denn irre
..diese wall of text von manchen hier :roll:
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Re: Cyberpunk 2077 ist "von Natur aus politisch"; bessere Immersion durch Ego-Perspektive

Beitrag von SethSteiner »

zmonx hat geschrieben: 31.07.2018 11:02
Spiritflare82 hat geschrieben: 30.07.2018 13:33
Miieep hat geschrieben: 30.07.2018 13:05 Hm ... bessere Immersion durch FPP. Steht bei CyberPunk 2077 wirklich die Immersion an allererster Stelle? Bei Hellblade hat es mir bspw nie an Immersion gefehlt und das ist mMn eines der immersivsten Spiele. Bei Kingdome Come hat mich die FPP nie gestört, ich hatte auch keine Schwierigkeiten mit Motion Sickness. Würde aber trotzdem nicht behaupten, dass das Spiel wegen der Perspektive immersiver ist.

Denke für viele Spieler ist es wichtiger den Charakter zu sehen. Zu sehen, wie die neue Ausrüstung und Waffen aussehen oder wie sich der Charakter bewegt, läuft, springt, schlägt ... Vermutlich wäre es von Vorteil, wenn sie eine optionale TPP einbauen. Dadurch wären alle glücklich.
schonmal was vom Genre "immersive Sim" gehört? Eins der Merkmale wäre die Ego Perspektive...nur in der Ego Perspektive siehst du direkt durch die Augen des Charakters. Wenn du ihn von außen siehst ist da eine Art disconnect zum Spielecharakter. Du siehst nichtmehr durch die Augen des Charakters sondern bist eine Art "Außenkamera".

Es mag immersive Third Person Spiele geben, die könnten jedoch niemals eine immersive Sim darstellen. Cyberpunk 2077 macht alles richtig indem es auf Third Person verzichtet und den Spielern ein möglichst immersives Erlebnis bescheren will. Genau wie ein System Shock oder Prey keine Third Person Ansicht anbot weil es einfach nicht zu dem passt, was das Spiel erreichen will.
Meine Erfahrung ist da ne andere... In den meisten Fällen fühlt sich First Person doch so an
Show
Bild
Und es war bisher bei jedem Spiel so, dass ich das ganze Spiel über dachte, "Irgendwas stimmt hier doch nicht?!!"... Immersion am Arsch ^^

Darum auch keine Spiegel!!!

Sollte es CDP hinbekommen, okay, aber bis dahin Vorsicht mit solchen Aussagen.
Es schießt aber eigentlich kein normaler Mensch aus der Hüfte. Also ich denke Mal du dürftest so ziemlich einer der einzigen Menschen sein, wenn du wirklich ein ganzes Spiel lang das Gefühl hast das etwas nicht stimmt. Die Kamera in Shootern ist sicher nicht immer perfekt auf Augenhöhe liegend, hier spielen allgemein ein paar Dinge aus der Optik hinein (FOV sei hier noch Mal erwähnt) aber der Comic ist schon extrem überspitzt (was sicher auch der Sinn war).