mellohippo hat geschrieben: ↑26.07.2018 10:51
Ok, hab's nochmal probiert, keine Chance. Absturz gefühlt ca. 1 mal pro Minute bei beiden Savestates, dazu ständige Freezes, und der Lüfter rödelt selbst ohne HDR auf 120%. Unspielbar momentan.
Spiritflare82 hat geschrieben: ↑26.07.2018 10:40
"Sammle dies um das zu bauen, dieses baut dann das um das zu bauen was du am Ende brauchst!"
Naja, das ist aber nunmal das Spielprinzip bei solchen Games. Minecraft, Ark, etc. Das geht schon in Ordnung. Ist dann halt wieder die berühmte Geschmackssache.
Da gehts dann ums Balancing, wie spielbar das Game dann noch ist. Empfindet man es noch als Spielmechaniken, oder lästige Arbeit?
Zwei Beispiele:
1. Jurassic World Evolution. Ein eher seichtes Spiel, wo wenig Hektik aufkommt, man nicht zu viele verschiedene Sachen managen muss, man baut fröhlich vor sich hin. Man kriegt ab und an Ziele (erhöhe die Besucherzahl, züchte bestimmte Dinos, erreiche eine gewisse Parkbewertung, baue ein Hotel ...) und spielt recht mühelos darauf zu.
Und dann plötzlich kommen so Phasen, da kommst du zu NIX.
Ein Sturm zieht auf. Direkt im Anschluss öffnen Saboteure in deinem ganzen Park die Tore zu den Tiergehegen (... meine Fresse). Der Sturm legt deine Stromversorgung lahm, dadurch funktionieren deine automatischen Ranger nicht. Ein Fleischosaurier bricht aus, schleicht sich ins Veganergehege und tötet ein paar kleinere Grasfresser. Dadurch fällt dort der gesellschaftliche Zufriedenheitswert auf den kritischen Bereich und die Mönche fangen an, den Zaun zu kapotten. In der Zwischenzeit habe ich im selbst gesteuerten Ranger (denn ich kann denen ja keine Befehle geben ohne Strom) die beschädigten Kraftwerke erreicht und manuell repariert, also kann ich meine Hubis losschicken und die entflohenen Dinos erschießen. Betäuben.
Die jetzt funktionierenden Ranger ziehen los, die Tore zu schließen. Gleichzeitig können sie ins Gehege, Futter auffüllen - sofern ich denn entdeckt habe, welche Station leer ist (....... warum es da keine "idle villager"-Funktion gibt, weiß ich auch nicht, meine 12 Struthiomimi kann ich schließlich auch durchschalten).
Nach etwa 45 Minuten Krisenmanagement, das nach dem Zen-Gaming davor wirklich nur nervt, kann ich mich dann endlich wieder den schönen Dingen widmen.
Das mein ich. Da passt das Balancing nicht. Du kannst kein Easy Listening-Konzert geben und mittendrin das Publikum mit Gabber zum Wahnsinn treiben.
2. Raft. Selber nicht gespielt, aber ich schaue gerade etappenweise das Video von Dennis auf Rocket Beans (geht knapp 3 Stunden). Am Anfang dachte ich noch "Wow super, das möchte ich sehr gerne spielen, das wirkt spaßig und locker und irgendwie idyllisch". Aber je weiter man voranschreitet, umso mehr muss man machen. Ich habe das Gefühl, man "erleichtert" sich das Leben dort nicht mit Fortschritt, sondern man baut sich ein immer anstrengenderes und hektischeres Spiel.
Zu Beginn kümmert man sich nur darum, dass man ab und zu den Hai verscheucht, was trinkt, was isst, Treibgut sammelt.
Denkt man später "Klasse, muss gar nicht mehr dauernd angeln, ich kann ja Kartoffeln anpflanzen!"
Die muss man wässern. Und auf einmal hat man nicht mehr nur mit dem Hai zu kämpfen, sondern auch noch mit Möwen, die einem die Tüften klauen wollen.
Jedenfalls, jetzt nach gut 2,5 Stunden von Dennis Spielzeit, sieht das für mich auch eher nach Arbeit aus als nach Spielen.
Und das Ganze ist a) ne Sache des Balancings und b) ne Sache des Geschmacks.
Natürlich kann man sagen "hey is Survival, da ist nicht alles locker durch die Hose".
Da sind Spiele unterschiedlich gewichtet für unterschiedliche Geschmäcker.