@Sdk: Nein, ich als Chefredakteur verlange da nicht rhetorisch mehr.
Hast du dich mal inklusive Jetlag nach einem anstrengenden Messetag mit hundert Eindrücken am selben Abend vor eine Kamera gesetzt? Und versucht analytisch sowie unterhaltsam zu sein? Ohne abzulesen? So gut wie die das gemacht haben, würde ich das auch gerne schaffen.
Moment mal: Du warst das doch, der mir die richtige Aussprache von diesem Tomp Raida empfahl? Hömma, ich kann dat bis heute nich - ohne Jetlag.
SdKfz186 hat geschrieben: ↑12.06.2018 19:50
In dieser 3er Reportage wird von 4P ordentlich "Sinn gemacht" und danach noch kräftig "gewunken". Umgangssprachlich mittlerweile geduldet, aber von etablierten Redakteuren erwarte ich da rhetorisch einfach mehr!
Vielen Dank für die Berichterstattung von vor Ort. Habt ihr da auch die Möglichkeit wie auf der Gamescom mit Entwicklern oder Standpersonal zu sprechen? Weil ich finde ihr könntet dann noch so fragen Stellen zu Titeln die bei den großen PKs nicht gezeigt wurden.. und ob es da was neues gibt oder was der Stand der Entwicklung ist... - Also nur wenn das nicht zu viel Aufwand ist.
Beispielsweise Wild wird vermisst, zu Dreams gab es nur wenig neues - aber fast nichts bei der PK. Vielleicht kommt da noch was - ich hab das meiste E3 Zeug auch nicht gesichtet, vielleicht am Wochenende trotz WM.
Ahrg.. neues von Square E. hab ich auch noch nicht gesehen...
Eine schöne Videoreportage, vielen Dank. Alles in allem war die E3 in diesem Jahr ziemlich schwach. Es gibt ein paar Nachfolger die mich interessieren, genauso ein paar kleinere Titel. Aber wirklich neue, große AAA IPs waren Mangelware. Da hätte ich mir viel mehr erhofft.
Mein Fazit:
EA: Verdammt mager, wenn ich es wohlwollend ausrücken will. Außer Unravel und vielleicht Battlefield nichts dabei. Dazu der C&C mobile Ableger. Geht gar nicht. Gewünscht hätte ich mir ein richtiges C&C.
Microsoft: Gute Geschwindigkeit der Show, aber zu viel "exclusive", wenns gar nicht wirklich exklusiv erscheint. Bei den gezeigten Thirds waren ein paar interessante Titel dabei. Von MS selbst kam kaum unerwartetes, außer dass sie 5 neue Studios haben. Das wiederum deutet hoffentlich auf zukünftig mehr gute Spiele abseits von Forza, Gears und Halo hin. Eine neue, große IP mit SP Fokus hätte ich gern gesehen, genau wie ein Fable.
Bethesda: Viele neue Shooter, dazu ein DLC für Prey. Passt. Fallout ist nicht so meins und Elder Scrolls nur wenn sie viel am Spiel ändern. Wobei der Release eh noch weit in der Zukunft liegt.
Square Enix: Nichts neues. Gehofft habe ich auf mindestens ein neues RPG oder mehr Infos zu Final Fantasy 7.
Ubisoft: Geht mir zu sehr Richtung Multiplayer. BGE2 kann was werden, aber um das zu beurteilen, muss ich mehr davon sehen. Erwartet habe ich ein neues Splinter Cell oder kleinere Titel wie Child of Light oder Valiant Hearts.
Sony: Leider auch wenig neues, wurde vorher allerdings eh so bekannt gegeben. Dafür war das gezeigte zu den bereits bekannten Sony-Titeln umso besser.
Nintendo: Die Smash Präsentation war viel zu lang. Schön dass man etwas zu Fire Emblem gesehen hat, aber mir hat klar Metroid Prime gefehlt oder irgendein unerwartetes Spiel.
Alles in allem nicht so doll und von meinen Wünschen, die zugegebenermaßen teils recht utopisch sind, ist nicht ein einziger erfüllt worden. Trotzdem gab es insgesamt schon interessante Titel, aber mir fehlt einfach etwas neues womit man nicht rechnet. Ein großes "one more thing" das einem die Kinnlade runterhaut. Das gab es bei allen E3s die ich verfolgt habe, aber dieses mal nicht. Größtenteils waren es in diesem Jahr wirklich nur Nachfolger, mehr Infos zu bekannten Projekten oder Spiele die mich nicht abholen. Trotzdem sieht man dass es in den nächsten Jahren viel Futter für Pc und Konsolen geben wird.
Ich schliesse mich an, danke für die Videos. Gut gemacht, gut geschnitten, gut zusammengefasst. Danke für die Mühe. Ich hoffe, als Belohnung gibt´s ne coole Nacht in einem abgefahrenen Club in Hollywood.
Ich habe nämlich weder Zeit noch Bock die PKs nachts zu streamen, habe aber so alle Infos, die ich brauche. Zu den einzelnen games gibt´s ja noch den Rest der Seite.
Leider kein highlight diese Jahr. Nice, dass zu den bekannten Ankündigungen etwas mehr als bisher zu sehen war, aber sorry, das ist der Standard jeder Messe, wo eben Produkte, die zum Verkauf anstehen, beworben werden. Dazu sind sie da.
Man wünscht sich ja immer von der E3 von irgendetwas überrascht zu werden, so Steve Jobs mäßig: "one more thing". Das fehlte leider.
Man erkennt an euren Aufnahmen auch, dass hier messsebaumäßig richtig geklotzt wurde, das Ding hat Millionen verschlungen. Ich habe in der Branche gearbeitet, ich kann das beurteilen. Da sieht man mal wieder, dass wir hier längst im big business angekommen sind. Sieht zwar alles schön bunt und easy aus, letztlich zählt aber der Aktienkurs, die Entscheider sind keine Kojimas mehr, sondern Typen im Nadelstreif. Das vergessen auch wir hier oft, wenn wir über das gameplay fachsimpeln oder warum ein Spiel nun so und nicht anders designt ist.
Brutaler geht´s zu, ist mir noch aufgefallen. Da fragte ich mich schon, was den Reiz ausmacht, jetzt noch realistischer und näher dran zu töten. TR, TLOU, GoT.
Wir sind wohl halt doch nur Viecher mit dem Killerinstinkt, ich will gar nicht wissen, wieviel tausend virtuelle Morde der Durchschnittsgamer mittlerweile auf dem Kerbholz hat. Amen.
Balla-Balla hat geschrieben: ↑12.06.2018 21:54
Wir sind wohl halt doch nur Viecher mit dem Killerinstinkt, ich will gar nicht wissen, wieviel tausend virtuelle Morde der Durchschnittsgamer mittlerweile auf dem Kerbholz hat. Amen.
Also allein in Pillars of Eternity hab ich glaub ich 1000 menschliche NPCs gewiped gab nen Erfolg für.
Insgesamt finde ich Töten besonders in Videospielen wie TLOU häufig total unglaubwürdig. Das will mir doch gerade eine ernste, brachiale Welt zeigen. Dazu gehört meiner Meinung nach auch ein Gefühl dafür, wie schwer (!) es im wahren Leben eigentlich ist, einen anderen Menschen umzubringen (und nein, ich spreche nicht aus Erfahrung ) Nicht nur physisch gesehen, sondern auch rein emotional. Dass es in Spielen häufig wenig mehr als einen Klick braucht, stört mich nicht (hab ja meinen Spaß dran) aber gerade in Spielen, die sich ernst nehmen wollen, reißt es mich dann eher aus der Immersion, als dass das "brutale, schonungslose" mir den Atem raubt.
Balla-Balla hat geschrieben: ↑12.06.2018 21:54
Wir sind wohl halt doch nur Viecher mit dem Killerinstinkt, ich will gar nicht wissen, wieviel tausend virtuelle Morde der Durchschnittsgamer mittlerweile auf dem Kerbholz hat. Amen.
Also allein in Pillars of Eternity hab ich glaub ich 1000 menschliche NPCs gewiped gab nen Erfolg für.
Insgesamt finde ich Töten besonders in Videospielen wie TLOU häufig total unglaubwürdig. Das will mir doch gerade eine ernste, brachiale Welt zeigen. Dazu gehört meiner Meinung nach auch ein Gefühl dafür, wie schwer (!) es im wahren Leben eigentlich ist, einen anderen Menschen umzubringen (und nein, ich spreche nicht aus Erfahrung ) Nicht nur physisch gesehen, sondern auch rein emotional. Dass es in Spielen häufig wenig mehr als einen Klick braucht, stört mich nicht (hab ja meinen Spaß dran) aber gerade in Spielen, die sich ernst nehmen wollen, reißt es mich dann eher aus der Immersion, als dass das "brutale, schonungslose" mir den Atem raubt.
Ich glaube, so real will man es ja dann auch nicht haben. Soll ja noch Spass machen, eine gewisse Distanz braucht´s dazu schon noch. Die wird einerseits durch die Masse der Tötungen erzeugt und eben auch dadurch, dass das Töten am End doch eher leicht von der Hand geht.
Es gab ja schon andere Ansätze, zumindest als Teilaspekt. Spontan erinnere ich mich an die Folterszene in GTA, die führte dann gleich zu großen Diskussionen. Genau deshalb fand ich sie sehr gut platziert. Kann ja nicht schaden, wenn der Spieler sich wenigstens ab und zu mal Gedanken darüber macht, was er denn so allabendlich auf dem Sofa eigentlich so macht.
Vielen Dank für die Berichterstattung an alle! Wollte auch nochmal zu meinem Kommentar gestern sagen, dass ich mich einfach gewundert hatte, weil ich eben die sonst qualitativ so guten Beiträge von euch kannte, und MS da extrem kurz kam. Das habt ihr aber ja in dem Video heute auch teilweise mit aufgegriffen. Fazit: Ruhiges Plätzchen für Videos sind wichtig
Das Positivste an dieser E3 ist für mich, dass MS es ernst meint mit der Zukunft im Gaming. Das kann nur gut für uns alle sein, denn Konkurrenz belebt das Geschäft.
Jondoan hat geschrieben: ↑12.06.2018 22:09
Insgesamt finde ich Töten besonders in Videospielen wie TLOU häufig total unglaubwürdig. Das will mir doch gerade eine ernste, brachiale Welt zeigen. Dazu gehört meiner Meinung nach auch ein Gefühl dafür, wie schwer (!) es im wahren Leben eigentlich ist, einen anderen Menschen umzubringen (und nein, ich spreche nicht aus Erfahrung ) Nicht nur physisch gesehen, sondern auch rein emotional.
...aber das ist doch genau die "verrohung" von der du sprichst..
Ellie wuchs in dieser Umgebung auf.. Jahrelang... da fällt es dann mit der Zeit auch nicht mehr so schwer.
Das Stichwort ist "Verdrängung".
Ist ein natürlicher "pychologischer Schutzmechanismus".
Vergleich es bspw. mit Misshandlungen von Kriegsgefangenen.
Oder den KZ-MitArbeitern etc.
Es wäre unrealistisch wenn Ellie "heute" noch irgendwelche Skrupel beim Töten von ihr gegenüber "Bösen" Menschen zeigen würde.
..Sie wäre dann nämlich vermutlich nicht mehr am Leben.. :wink:
Das es nicht spurlos an einem vorübergeht, wird sicherlich auch entsprechend thematisiert.
Es wird sich im Detail ja noch zeigen welche Rolle bspw. Joel spielt, und welchen Konflikt die beiden zwischen sich auszutragen haben. Dies könnte dann bspw. zu den wirklichen realistischen Gewissenskonflikten führen.
Selten so was gut produziertes wie den BG&E Trailer gesehen. Für mich ( auch wenn kein Gameplay zu sehen war) mit Abstand DAS Highlight der E3 bisher.
Je mehr ich allerdings von Death Stranding sehe, desto mehr langweilt es mich. Ich glaube langsam aber sicher ist die Zeit von Kojima vorbei, unnötig ihn immer in den Himmel zu Hypen.