Battletech - Test

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Re: Battletech - Test

Beitrag von GenerischerUsername »

James Dean hat geschrieben: 05.05.2018 11:10
GenerischerUsername hat geschrieben: 05.05.2018 08:52
Auch wenn ich nie ein Fan von der Übersetzung der Eigennamen war, da diese immer wieder mit den Technical Readouts kollidiert sind und gerade ab 3050 mit dann vier Namen pro Mech unübersichtlich wurden, stimme ich dir absolut zu.
Da würde mich als Nichtkenner des Tabletops interessieren: War das schon seit jeher so oder erst, seit die Lizenzen an Wizkids gewandert sind? Ich erinnere mich noch, wie ich damals überglücklich eine Neuauflage von "Coupé" gekauft habe (nicht das Tittenmagazin, der dritte Band der Krieger-Trilogie), nicht mehr released von Heyne, sondern von Wizkids, und dann sehr verwirrt über die plötzlich englischen Mechnamen war, was mich bei jeder Kampfszene hat rätseln lassen, welcher nun überhaupt gemeint war (damals als junger Bub war mir die Übersetzung Heuschreck -> Locust und Vollstrecker -> Enforcer sowie Totschläger -> Blackjack überhaupt nicht bewusst).
Von Wizkids released? Ich dachte die Rechte in Deutschland lagen bei FanPro und sind dann zu Ulisses Spiele übergegangen.

In den Quellenbüchern wird jetzt auf jeden Fall nur noch der englische Name benutzt. So wird es, glaube ich, auch in den Romanen gemacht, der einzige den ich aber jetzt schnell zur Hand hatte, war Wahnsinn und Methode, darin sind die Namen auf jeden Fall in englisch. Soweit ich weiß, hat das ganze damals FanPro angestoßen und Ulisses hat das dann, trotz vorerst anderer Pläne fortgeführt.
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James Dean
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Re: Battletech - Test

Beitrag von James Dean »

GenerischerUsername hat geschrieben: 05.05.2018 23:34

Von Wizkids released? Ich dachte die Rechte in Deutschland lagen bei FanPro und sind dann zu Ulisses Spiele übergegangen.

In den Quellenbüchern wird jetzt auf jeden Fall nur noch der englische Name benutzt. So wird es, glaube ich, auch in den Romanen gemacht, der einzige den ich aber jetzt schnell zur Hand hatte, war Wahnsinn und Methode, darin sind die Namen auf jeden Fall in englisch. Soweit ich weiß, hat das ganze damals FanPro angestoßen und Ulisses hat das dann, trotz vorerst anderer Pläne fortgeführt.
Ja stimmt, das habe ich falsch in Erinnerung gehabt. Ein Blick auf meinen Roman aus der Reihe sagt mir, dass er von Fanpro ist. Und die haben wirklich ihre ganzen späteren Romane abwandelt und nur noch die englischen Bezeichnungen eingebaut? Na super ...
Wobei, ich erinnere mich, mir um 2010 rum mal die Starterbox von classic BattleTech geholt zu haben. Ich glaube da hatten sie die Datenblätter auch schon nicht mehr übersetzt. Ziemlich enttäuschend.
Heinz-Fiction
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Re: Battletech - Test

Beitrag von Heinz-Fiction »

Wie empfehlenswert ist das Spiel denn für Menschen, die auf Rundenstrategie stehen, aber keine Battletech-Fans sind? Völlig unbekannt ist mir das Universum nicht, da ich Mechwarrior Online eine zeitlang gespielt habe und mir die Mechtypen daher zumindest namentlich bekannt sind und ich auch mit der Ausrüstung was anfangen kann. Aber 40 Glocken sind mir dann doch etwas zu heftig für ein Spiel, bei dem ich nicht abschätzen kann, obs mir überhaupt irgendwie gefällt. Die Steamwertung ist ja auch eher verhalten positiv.
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Temeter 
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Re: Battletech - Test

Beitrag von Temeter  »

Heinz-Fiction hat geschrieben: 07.05.2018 11:31 Wie empfehlenswert ist das Spiel denn für Menschen, die auf Rundenstrategie stehen, aber keine Battletech-Fans sind? Völlig unbekannt ist mir das Universum nicht, da ich Mechwarrior Online eine zeitlang gespielt habe und mir die Mechtypen daher zumindest namentlich bekannt sind und ich auch mit der Ausrüstung was anfangen kann. Aber 40 Glocken sind mir dann doch etwas zu heftig für ein Spiel, bei dem ich nicht abschätzen kann, obs mir überhaupt irgendwie gefällt. Die Steamwertung ist ja auch eher verhalten positiv.
Ist überhaupt kein Problem kein Problem, wenn du Battletech nicht kennst. Battletech ist in erster Linie ein Gameplay-System, und erst danach ein geschichtsträchtiges Universum, und hier wird ein ziemlich gutes Taktikspiel gelifert.

Trotzdem ist das Spiel ist aber eine ziemlich gute Einführung in die Welt. Das Intro spielt gleich mal die Geschichte vom ersten Hyperraumsprung bist zur Star League und den Erbfolgekriegen nach ihrem Fall runter. Dazu gibts überall schöne Tooltips in den Dialogen und die Geschichte ist in sich Geschlossen, praktisch ein lokaler Bürgerkrieg während einer ruhigeren Phase.

Die verhaltenen Wertungen auf Steam haben eher wenig mit der Qualität zu tun, und eher mit Bugs und Technikproblemen. Bei mir liefs bis jetzt bis auf kleinere Bugs gut, aber einige scheinen mehr Probleme zu haben.
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James Dean
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Re: Battletech - Test

Beitrag von James Dean »

ich hatte heute und gestern ein sehr seltsames Erlebnis. Und zwar saß ich an einer Assassination-Mission. Einen Spion sollte ich umnieten, der sich im Norden der Karte befand (ich war im Süden), Bonuszahlungen gab's für die Zerstörung der zusätzlichen Truppen. Ich bin da rein mit 2 schweren und 2 mittelschweren Mechs (Orion, Dragon, 2x Trebuchet) und stand einer gewaltigen Übermacht von insgesamt 8 Mechs gegenüber, ziemlich gemischt, darunter 1x Commando, 2x Kintaro, 1x Grasshopper und noch anderes Zeug. Die haben mich 2x echt hart zerschossen. Beim 2. Mal war es dann eine andere Truppe, aber die waren immer noch zahlenmäßig überlegen.

Beim dritten Versuch heute habe ich dann eine andere Strategie gefahren, da ich wusste, dass ich mit einem Frontkampf nichts gewinnen kann. Habe einer relativ leichten Lanze (2x Panther, 1x Dragon und 1x Quickdraw) versucht, die Gegner zu umgehen. Das Ziel saß diesmal in 'nem JägerMech und ich konnte recht leicht dorthin kommen. Aber: Ich war dieses Mal nicht zahlenmäßig unterlegen. Insgesamt waren 5 Mechs am Start, die auf mich warteten. Ich habe dennoch versagt, da der Mech rechtzeitig zum Extraktionspunkt gelangt ist (er hat ihn nach einer Runde erreicht ...). Beim zweiten Versuch bin ich noch leichter reingegangen: Quickdraw, 2 Panther, 1 Firestarter. Diesmal sah ich mich einer Gegnermenge von insgesamt 4 (!!) Mechs gegenüber: Locust, 2x Quickdraw, Thunderbolt (Primärziel).

Was also sagt uns das? Die Nicht-Storymissionen sind offenbar dynamisch designt und reagieren auf die Mechauswahl des Spielers. Je leichter man reingeht, desto buchstäblich leichter werden auch die Gegner. Die beiden Quickdraws haben mich echt eiskalt erwischt, den Thunderbolt konnte ich recht zügig kaputthauen. Das war eine seltsame Erkenntnis, die sich sicher auch ausnutzen lässt und vielleicht für den einen oder anderen hier hilfreich ist.

TL;DR: Je leichter die Gesamttonnage in Nicht-Storymissionen ist, desto leichter wird auch die Gesamttonnage des Gegners in der Mission.
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Kajetan
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Re: Battletech - Test

Beitrag von Kajetan »

Temeter  hat geschrieben: 07.05.2018 12:27 Die verhaltenen Wertungen auf Steam haben eher wenig mit der Qualität zu tun, und eher mit Bugs und Technikproblemen. Bei mir liefs bis jetzt bis auf kleinere Bugs gut, aber einige scheinen mehr Probleme zu haben.
Gestern abend ... die Story-Mission mit dem Star League-Depot. Lief so endgeil. Zwei gute Mechs mit zerschossenen Cockpits lagen abholbereit auf dem Schlachtfeld, meine Lanze hatte nur oberflächlichen Panzerungsschaden. Ich war total happy! Kurz vor Schluss dann ... das Bild friert ein, Crash. Nein, ich speichere nicht in Story-Missionen.

*heul* *jammer* *winsel* *hass*

Der erste Patch hatte mein initiales Crash-Problem zwar drastisch entschärfen können (mittlerweile viele Stunden Spielzeit ohne Vorkommnisse), aber wohl nicht endgültig. Ich mache jetzt ein paar Tage Pause, um wieder genug emotionalen Abstand zu gewinnen :)
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Temeter 
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Re: Battletech - Test

Beitrag von Temeter  »

Kajetan hat geschrieben: 08.05.2018 10:02
Temeter  hat geschrieben: 07.05.2018 12:27 Die verhaltenen Wertungen auf Steam haben eher wenig mit der Qualität zu tun, und eher mit Bugs und Technikproblemen. Bei mir liefs bis jetzt bis auf kleinere Bugs gut, aber einige scheinen mehr Probleme zu haben.
Gestern abend ... die Story-Mission mit dem Star League-Depot. Lief so endgeil. Zwei gute Mechs mit zerschossenen Cockpits lagen abholbereit auf dem Schlachtfeld, meine Lanze hatte nur oberflächlichen Panzerungsschaden. Ich war total happy! Kurz vor Schluss dann ... das Bild friert ein, Crash. Nein, ich speichere nicht in Story-Missionen.

*heul* *jammer* *winsel* *hass*

Der erste Patch hatte mein initiales Crash-Problem zwar drastisch entschärfen können (mittlerweile viele Stunden Spielzeit ohne Vorkommnisse), aber wohl nicht endgültig. Ich mache jetzt ein paar Tage Pause, um wieder genug emotionalen Abstand zu gewinnen :)
Das ist natürlich blöd. Ich hatte nur in 25+ Stunden einmal eine Mission einfrieren, weil ich den Eject-Knopf gedrückt habe, während das Ding am Boden lag.

Was mir aufgefallen ist, dass die feindlichen Truppenzusammensetzung oft etwas seltsam ist. Froschavatar hat ja schon geschrieben, wie die Mechtonnage den Feind beeinflusst, aber ich hatte einige male, wo ich einen "extremly heavy mech" jagen sollte, und am Ende wars ein blödes 80T Fahrzeug mit zwei AC20/drei PPC. Ich will einen Assault/Heavy erbeuten, und keinen Fußabtreter für meinen Medium!

Vom Balancing her sind Mittelstreckenwaffen und größere Energiewaffen auch ein bischen schwach. AC10 überzeugt nicht wirklich, und LL/PPC sind viel zu heiß, um mit Std Heat Sinks ausgeglichen zu werden. Da sind AC5er oder AC20er, die in diesem Spiel wirklich was taugen, trotz ihres Gewichts deutlich effizienter.
Und wie schon gesagt, einiges vom Lostech ist zu schwach. DHS sind OP, Gauß ist übel stark, aber die Pulse/ER Laser sind ja sowas von nutzlos.

edit: Ok, jetzt hatte ich gerade einen Crash. Direkt beim Laden der Mission allerdings, und das Spiel macht ja massig Autosaves.
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Kajetan
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Re: Battletech - Test

Beitrag von Kajetan »

Temeter  hat geschrieben: 08.05.2018 12:55 AC10 überzeugt nicht wirklich,
Alleine nicht, aber im Verbund mit Raketen ist sie wegen des geringen Heat-Outputs immer eine gute Wahl für Medium-Mechs, die jede Runde alpha-striken sollen.
und LL/PPC sind viel zu heiß, um mit Std Heat Sinks ausgeglichen zu werden.
Deswegen sollte man PPC auch nur in Kombination mit Piloten einsetzen, die ihr Ziel treffen können :) Wenn ein Doppelschlag PPC-Feuer Arm/Bein abfetzt, die Ammo explodieren lässt usw., kann man die eine oder andere Runde "Abkühlen lassen" verschmerzen.
Und wie schon gesagt, einiges vom Lostech ist zu schwach. DHS sind OP, Gauß ist übel stark, aber die Pulse/ER Laser sind ja sowas von nutzlos.
Jain zu Pulse/ER. Ja, produziert mehr Hitze, erzeugt aber auch mehr Schaden. Ist eine gute Ergänzung für Autokanonen-Plattformen, wenn man Munition sparen will.

Das schöne am Battletech-Regelwerk ist ja, dass es so vielseitig ist. Ich habe immer noch einen leichten Mech in der Lanze, einen modifizierten Jenner-D, der entweder Tanks kaputttrampelt oder gegnerische Mechpiloten mit einem Flamer zur Weißglut treibt. Er ist schnell genug, um gar nicht erst getroffen zu werden und weil ich auf die SRM verzichtet habe, auch genug gepanzert, um offensiver agieren zu können. Muss man aber so nicht spielen, man kann die Lanze auf maximale Feuerkraft optimieren und darauf spekulieren, dass nach den ersten zwei Runden eh kein Gegner mehr steht, so dass minimale Panzerung nicht so tragisch ist. Oder man baut sich eine ausgesprochene Fernkämpfer-Lanze wo der Gegner erst gar nicht nahe genug kommt, um effektiven Schaden zu verursachen. Oder, oder, oder ... es gibt keine ideale Super-Kombo und eigentlich auch keine Ausrüstung, die nutzlos wäre. Ist alles nur eine Frage des persönlichen Spielstiles. EIn Bekannter ist z.B. der festen Überzeugung, dass Jumpjets nutzlose Energieverschwendung sind und baut sich immer eine langsam dahinrollende Dampfwalze, mit der er, weil er sie entsprechend spielt, auch oft genug Erfolg hat.

Die Bemerkung in Foren, dass X oder Y im Spiel nutzlos seien, sobald man genug Heavy- und Assault-Mechs hat, ist zu kurz gedacht. Sicher, nur mit vier Locusts würde ich das Late Game auch nicht bestreiten wollen, aber ein sinnvoll modifizierter leichter Mech ist bei entsprechendem Spielstil kein Klotz am Bein, sondern kann auch zum Missionserfolg beitragen. Bei mir hat nämlich immer nur ein Pilot in der Lanze das Sensor-Lock-Feat, während der Rest, geleitet vom leichten Mech, maximalen Schaden bei maximaler Reichweite austeilt. Kann man auch anders spielen, weil ... :)

Verzeih bitte, dass ich hier etwas ausschweifend geworden bin, aber ich wollte nur aufzeigen, dass bei Battletech viele Wege nach Rom führen.
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Re: Battletech - Test

Beitrag von dessoul »

Also, nachdem ein paar der anderen mir nochmal zugesprochen haben, dass ich dem Spiel doch noch eine Chance geben sollte, hab ichs nochmal angefangen. Nach dem Patch, der da erschienen ist. Und was war? Komischerweise viel einfacher. Ich hab eine ganze Reihe von Missionen gespielt, in denen es nie wirklich unfair wurde, zum Beispiel mit 8 gleiche Mechs (oder schwerer) gegen meine 4 Mechs. Jetzt ist es eher so, dass die Gegnergruppen kleiner wurden. Und wenn doch mehr Mechs, dann nach und nach. Es war also zu schaffen. Das mit dem Lootsystem, wo man 3 Teile benötigt, um einen Mech zu erschaffen, stösst mir immer noch auf. Oder diese Begrenzung, dass ich nur begrenzt von meiner eigenen Beute mitnehmen darf... Naja.

Ok, die Missionen machen im Rahmen Spass, es gibt einem etwas, wenn man eine ganze Reihe von Gegnern den Garaus gemacht hat. Auch wenn es durch eine manchmal ziemlich seltsame KI unterstützt wird, die einem nicht den Rest gibt, sondern sich als Übungsdummy hinstellt und nichts mehr tut. Oder einem Mech, der aus dem letzten Loch pfeift, eben nicht den Gnadenstoss versetzt, sondern den nächsten Mech anvisiert, der noch total unbehelligt ist.

Es gibt aber auch nach den zig Stunden, die ich da jetzt nochmal reingesteckt habe, eine ganze Reihe von Punkten, die ich einfach nicht mag und nicht nachvollziehen kann:

- das Gegnerische Mech-Aufkommen wird an die eigenen Mechs angepasst. Da ich momentan vor allem Mittel-Schwere bis schwere Mechs benutzt habe, laufen da nur noch schwere Mechs und Superschwere Fahrzeuge herum! Der letzte Bandit knüppelt mit einem Orion um sich, dass es nicht mehr feierlich ist. Wo kriegen die alle dieses Kriegsgerät her?
Diese verdammten verdammt langen Ladezeiten. Nicht nur auf die Missionen hin, sondern auch im alltäglichen Zwischenschalten. Wenn ich auf die Mech-Bay klicke und dann jedesmal 5 Sekunden vergehen, bevor ich auch nur irgendwas sehe, dann geht mir das auf die Nerven. Und dann schaukelt sich das Ladeproblem noch auf ganze Minuten hoch, bevor ich eine Mission anfangen kann... Da wurde einfach nur ein riesiger Mist entwickelt.

Sorry, aber bei aller "Endlich wieder ein Mech-Spiel": ich hätte kein Problem damit gehabt, noch ein halbes Jahr auf dieses Spiel zu verzichten. Ganz explizit dieses Spiel. Vielleicht hätten sie ja dann diesen ganzen Mist, den sie da fabriziert haben, auf die Reihe bekommen. Im aktuellen Fall ist es einfach nur ein bösartiger Zeitfresser, der unausgewogen ist.
Ich vermisse das alte Mechcommander dazu. Oder das noch ältere Spiel, in dem man auch eine Mech-Söldner-Einheit spielte und irgendwann die Möglichkeit hatte, Gehirne als Mechpiloten einzusetzen. In meiner Erinnerung war das viel mehr ausgewogen, als es das hier ist.
Ich für meinen Fall nehme mich für mehrere Monate zurück und schaue dann nochmal nach. Den Hardcorefans, die das Spiel trotz aller Fehler die Bestnote vergeben: Ich wünsche euch viel Spass. Auch wenn ich euch als Masochisten einstufe.
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Temeter 
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Re: Battletech - Test

Beitrag von Temeter  »

Kajetan hat geschrieben: 08.05.2018 14:35Alleine nicht, aber im Verbund mit Raketen ist sie wegen des geringen Heat-Outputs immer eine gute Wahl für Medium-Mechs, die jede Runde alpha-striken sollen.
Aber die Meds haben dann für gewöhnlich ML/SRM als Sekundärbewaffnung, und wenn du so nah rankommst, kannst du bei 55-Tonnern gleich ML/SRM plus einen Haufen HS spammen. Oder bei lahmen 50Ts wie Centurion/Hunchie AC20+SRM/ML.

Und im Fernkampf hat die AC10 nicht genug Reichweite, um effektiv mit LRMs zusammenzuarbeiten. Da ist ein multi-AC5-Sniper (eventuell plus LRMs) dann doch besser. Verglichen mit AC5, ist AC10 50% mehr Gewicht, aber nur 33% mehr Schaden bei halber Reichweite.

Die Waffe ist für mich einfach nichts halbes und nichts ganzes; und für einen Jack of All trades ist das Ding einfach zu schwer. Allein mein Orion hat eine AC-10, zusammen mit ein par SRM/ML, weil das Ding massenhaft Waffen tragen kann und sehr langsam ist. Wenn schwere Laser nicht so heiß wären, würden sie sich einfacher mit AC10 kombinieren lassen.
Deswegen sollte man PPC auch nur in Kombination mit Piloten einsetzen, die ihr Ziel treffen können :) Wenn ein Doppelschlag PPC-Feuer Arm/Bein abfetzt, die Ammo explodieren lässt usw., kann man die eine oder andere Runde "Abkühlen lassen" verschmerzen.
Oder du nimmst einfach AC5er; eine wiegt 9T mit Ammo, und macht jede Runde 45 Schaden. Eine PPC wiegt 7T, braucht aber selbst in deinem Szenario ein par Tauscher und macht dann jede zweite Runde 50 Schaden.

Natürlich ist ein guter Alpha auch was wert, aber es gibt immer mehr Mechs, weswegen sich DPS summiert.
Jain zu Pulse/ER. Ja, produziert mehr Hitze, erzeugt aber auch mehr Schaden. Ist eine gute Ergänzung für Autokanonen-Plattformen, wenn man Munition sparen will.

Das schöne am Battletech-Regelwerk ist ja, dass es so vielseitig ist. Ich habe immer noch einen leichten Mech in der Lanze, einen modifizierten Jenner-D, der entweder Tanks kaputttrampelt oder gegnerische Mechpiloten mit einem Flamer zur Weißglut treibt. Er ist schnell genug, um gar nicht erst getroffen zu werden und weil ich auf die SRM verzichtet habe, auch genug gepanzert, um offensiver agieren zu können. Muss man aber so nicht spielen, man kann die Lanze auf maximale Feuerkraft optimieren und darauf spekulieren, dass nach den ersten zwei Runden eh kein Gegner mehr steht, so dass minimale Panzerung nicht so tragisch ist. Oder man baut sich eine ausgesprochene Fernkämpfer-Lanze wo der Gegner erst gar nicht nahe genug kommt, um effektiven Schaden zu verursachen. Oder, oder, oder ... es gibt keine ideale Super-Kombo und eigentlich auch keine Ausrüstung, die nutzlos wäre. Ist alles nur eine Frage des persönlichen Spielstiles. EIn Bekannter ist z.B. der festen Überzeugung, dass Jumpjets nutzlose Energieverschwendung sind und baut sich immer eine langsam dahinrollende Dampfwalze, mit der er, weil er sie entsprechend spielt, auch oft genug Erfolg hat.
Klar ist alles vielseitig, ich habe sogar eine Situation gefunden, wo eine AC-10 was taugt. Aber einigen Lostech Waffen wie bei MPL sind die Stat-Unterschiede schon extrem:

ML: 1T, 25 dmg, 10 heat
MPL: 2T, 30 dmg und 20 heat

20% mehr Schaden für doppeltes Gewicht und doppelte Hitze. Das ist nahezu objektiv schlecht, kann mir keine Situation vorstellen, in der das wirklich was bringt. Gerade bei Kurzstreckenlasern, wo die nicht einfach mal eine Runde abkühlen kannst, weil dir der Gegner sonst gleich auf die Nase gibt.

Und PPC, selbst LLs... da sind die Nachteile doch oft viel höher als die Vorteile, im Vergleich zu anderen Waffen. Gerade wo wir keine DHS haben, bzw die superseltene Lostech sind.
Die Bemerkung in Foren, dass X oder Y im Spiel nutzlos seien, sobald man genug Heavy- und Assault-Mechs hat, ist zu kurz gedacht. Sicher, nur mit vier Locusts würde ich das Late Game auch nicht bestreiten wollen, aber ein sinnvoll modifizierter leichter Mech ist bei entsprechendem Spielstil kein Klotz am Bein, sondern kann auch zum Missionserfolg beitragen. Bei mir hat nämlich immer nur ein Pilot in der Lanze das Sensor-Lock-Feat, während der Rest, geleitet vom leichten Mech, maximalen Schaden bei maximaler Reichweite austeilt. Kann man auch anders spielen, weil ... :)

Verzeih bitte, dass ich hier etwas ausschweifend geworden bin, aber ich wollte nur aufzeigen, dass bei Battletech viele Wege nach Rom führen.
Kein Problem. Und ich stimme dir schon zu, dass Battletech eine wunderbare Vielseitigkeit hat.

Aber einige Dinger sind dann doch deutlich schlechter als andere, und bedürfen ein bischen balancing. :Blauesauge:
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James Dean
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Re: Battletech - Test

Beitrag von James Dean »

Nachdem ich heute meine erste wirklich unschaffbare Mission gehabt habe, die ich mehrmals neustarten musste und niemals trotz unterschiedlichen Lanzenaufbaus schaffen konnte, ist mir eine Vermutung bzgl. des Balancing gekommen. Die Mission war, eine gegnerische Lanze auszuschalten, dazu kam eine weitere gegnerische Lanze (Verstärkung), die ebenfalls ausgeschaltet werden muss. Das war nicht optional. Insgesamt 2 Lanzen schwerer Mechs, insgesamt 6 Mechs und 3 schwere Fahrzeuge (davon 2 Demolisher mit jeweils 2x AK/20). Allesamt Einheiten des Taurus Konkordats und alle mit maximaler Panzerung. Dagegen hatte ich keine Chance, da die Gegner bei fast jedem Versuch unheimlich heftiges RNG-Glück hatten, meist in Form von tödlichen Kopftreffern.

Inzwischen glaube ich, dass diese Missionen nicht das Produkt dämlicher RNG sind, sondern gewollt. Man möchte Spieler dazu zwingen, die Withdraw-Funktion zu nutzen, ihnen unschaffbare Aufgaben in den Weg legen. Das Lustige an der Withdraw-Funktion ist: Man verliert Reputation und MRB-Rating und evakuiert sofort, hat aber immer noch halbes Bergungsrecht, statt z.B. 2/8 hat man dann 1/5. Das ist einerseits kacke, andererseits ist so halt auch das Leben einer Söldnereinheit: Nicht jede Mission ist schaffbar.
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Re: Battletech - Test

Beitrag von WulleBulle »

Skabus hat geschrieben: 04.05.2018 14:16
WulleBulle hat geschrieben: 04.05.2018 14:10 Inhaltlich sicher ein gutes Spiel. Ich hab's nach 2 Stunden weggelegt, denn

KEINE Ultra Wide Unterstützung!

Hallo? 2018...Ultra Wide?
Ja aber echt! Wegen sowas unwichtigem wie Gameplay, Story und sowas hohe Punktzahlen zu vergeben geht ja echt nicht! Ultra Wide, das ist wichtig! Wenn das nicht dabei ist, dann kann ich auch gleich nen Refund beantragen!!!!einself11!!

/ironie off :Blauesauge:

MfG Ska
Das Spiel bietet nativ auch eine AUflösungseinstellung von 2560x1600 an. Leider funktioniert das Spiel in dieser Auflösung auch nicht, weil keine UI-Elemente anklickbar sind.
Mein Monitor hat eine native vertikale AUflösung von1 600 Pixel. Die Balken, die links und rechts entstehen, weil bei 2560 Pixeln nun mal 640 Pixel links und rechts fehlen, nähme ich gerne in Kauf.

Leider wurde das völlig versemmelt. Das Spiel ist so unspielbar und dafür MUSS es abgewertet werden, massiv.
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Re: Battletech - Test

Beitrag von Kajetan »

James Dean hat geschrieben: 11.05.2018 01:58 Inzwischen glaube ich, dass diese Missionen nicht das Produkt dämlicher RNG sind, sondern gewollt. Man möchte Spieler dazu zwingen, die Withdraw-Funktion zu nutzen, ihnen unschaffbare Aufgaben in den Weg legen.
Ja, diese Vermutung habe ich auch so langsam. Mei, selbst Wolfs Dragoner oder die Kell Hounds haben herbe Packungen einstecken müssen :)

Mir hat mittlerweile ein Crash geholfen das ganze lockerer zu sehen, anstatt jede Missions ums Verrecken optimal abschliessen zu müssen. Die Story-Mission um das Star League-Depot lief initial so exzellent wie keine andere Mission zuvor, ich war HAPPY! Dann, kurz vor Schluss, ein Crash. Die finden nach den ersten Hotfixes zwar so gut wie nicht mehr statt, aber diesmal dann doch, Genau dann, wenn man es nicht brauchen kann. Nach Laden des Autosaves halt nochmal gestartet. Lief scheisse. Nochmal gestartet, lief immer noch scheisse, nur anders scheisse. Nach dem vierten Versuch die Mission mit Ach und Krach hinter mich gebracht. Die Mechs waren halbe Wracks, meine Piloten allesamt ein Fall für die Intensivstation und mein schön hoher Kontostand war dann ein schön hoher Kontostand gewesen, als alles wieder fit und einsatzbereit war. FUCK!

Dann kam es mir ... das muss so sein! So und nicht anders ist das Leben als Mechpilot im 31. Jahrhundert. Krieg ist dummer Dreck, die Missionen sind alle foobar und als Söldner hat man nicht einmal den Luxus eines geregelten Einkommens, bzw. den Staatshaushalt gigantischer Sternenreiche hinter sich. Warum lasse ich mich nicht auf einem Farmplaneten nieder und werde Bauer? Battletech ist keine Simulation von Mech-Schlachten. Battletech simuliert das Leben als Mech-Mercenary in einem eh schon wenig zimperlichen Setting!

Ich habe dann wieder von vorne angefangen, lerne mit Sanftmut Katastrophen-Missionen zu ertragen und wundere mich, wie ich es trotzdem immer wieder schaffe so gerade noch, irgendwie über die Runden zu kommen. Ach ja, und ich baue ganz wilde Mech-Konfigurationen, so aus Spaß, weil ... wenn das Universum mich ficken will, dann ficke ich zurück! Söldner-Attitude for teh win und wenn der nächste Einsatz der letzte sein soll, dann sei es eben so :)
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Re: Battletech - Test

Beitrag von Skabus »

WulleBulle hat geschrieben: 11.05.2018 08:47 Leider wurde das völlig versemmelt. Das Spiel ist so unspielbar und dafür MUSS es abgewertet werden, massiv.
Das sehe ich nicht so. Ich verstehe, dass das ärgerlich ist und würde mich sicher auch ärgern, wenn ich diese Probleme hätte, gar keine Frage. Aber bei einem Spieletest sollte es um das Spiel gehen und nicht darum, auf welchen Hardware-Systemen, Geräten, etc. das Spiel läuft. Wenn es natürlich auf einem "normalen Setup" nicht ordentlich läuft, das sollte dann tatsächlich massiv abgewertet werden. Aber Setups für noch nicht ausgereifte bzw. etablierte Hardware bergen halt immer das Risiko, dass Produkte (noch) nicht darauf ausgelegt sind, bzw. die speziellen Hardware-Anforderungen unterstützen.

Es kann und sollte erwähnt werden und etwa in der Kontra-Liste oder im Test erwähnt werden, aber sollte es einen massiven Einfluss auf die Bewertung haben? Ich denke nicht.

MfG Ska
Bye Bye 4Players. War ne schöne Zeit! :)
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Re: Battletech - Test

Beitrag von Brakiri »

Tolles Spiel.

Das einzige was mich nervt sind die langen Ladezeiten.

Ich habe nur SSDs im Rechner, aber trotzdem dauert es teilweise 2-3 Minuten ein Savegame zu laden.
Das kann doch nicht nur Unity sein oder?

Es wäre schön, wenn die Macher da noch schrauben, denn das macht die Sache echt sehr zäh...
Warum Trump gewonnen hat:
https://www.youtube.com/watch?v=vSS4GCA__As

Die Wahrheit macht frech
Stop the planet, i wanna get out...

Wenn man sich streitet, einfach Kekse essen. Schmeckt gut und man hört nichts mehr.
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