Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
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- Ryo Hazuki
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Das ist doch immer der selbe Unfug, schon wie vor 20 Jahren. In ungefähr 2 - 3 Monaten wird das niemanden mehr interessieren. Auf den anfänglichen Aktionismus folgt dann irgendwann eben wieder der normale Kreislauf. Bis zum nächsten Attentat.
- Usul
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Dieser Unsinn hört auch nicht eher auf, bis man solche Reaktionen nicht als Unsinn oder vorauseilenden Gehorsam bezeichnet. Wenn ein Amoklauf geschieht, ist es doch relativ nachvollziehbar, daß die Menschen sensibilisiert sind für das Thema Gewalt - in vielerlei Form. Da ist es auch nachvollziehbar, wenn ein privatwirtschaftlicher Sender (aber auch gerne öffentlich-rechtliche Sender) vorübergehend darauf verzichtet, Shooter-Partien zu übertragen. Das machen sie zwar bestimmt auch aus Image-Gründen - aber wenn das dazu beiträgt, daß die erwähnte Sensibilisierung sich wieder beruhigt... wem schadet das denn? Oder meinst du, daß immer alles möglich sein muß ohne Rücksicht auf andere?JeffreyLebowski hat geschrieben: ↑27.02.2018 11:23 Na ja Germany is da auch ähnlich gestrickt. Pro7 Maxx hatte aus vorauseilender Gehorsam und Imagegründen nach dem Amoklauf in München aufgehört CS: GO zu übertragen. Natürlich war für einige Politiker der schuldige da auch schnell ausgemacht. Wann hört dieser Unsinn denn mal auf?![]()
- Wigggenz
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Die Verknüpfung von Amokläufen mit Videospielen ist (in meinen Augen) völlig irrational, solange ein Zusammenhang nicht erwiesen ist.
Wenn daher sich jemand irgendwie durch die Präsentation eines Videospiels daran erinnert fühlt, ist das ein Problem in seiner Sphäre und nicht die Schuld des präsentierenden.
Ich würde es nur als Rücksichtnahme bezeichnen, Videospiele nach Amokläufen nicht zu präsentieren, wenn Videospiele und Amokläufe tatsächlich in einem hinreichenden Zusammenhang miteinander stehen. Wovon mangels wissenschaftlicher Nachweise nicht auszugehen ist.
Wenn daher sich jemand irgendwie durch die Präsentation eines Videospiels daran erinnert fühlt, ist das ein Problem in seiner Sphäre und nicht die Schuld des präsentierenden.
Ich würde es nur als Rücksichtnahme bezeichnen, Videospiele nach Amokläufen nicht zu präsentieren, wenn Videospiele und Amokläufe tatsächlich in einem hinreichenden Zusammenhang miteinander stehen. Wovon mangels wissenschaftlicher Nachweise nicht auszugehen ist.
- Usul
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Es geht auch weniger um die tatsächliche Verknüpfung zwischen den beiden Dingen, sondern um die Gefühle und Empfindungen der Menschen. So kann man mit einiger Sicherheit sagen, daß der Film "Die Welle" im Fernsehen keinen Tsunami auslösen wird... aber dennoch war es verständlich, daß er nach dem großen Tsunami in Fernost vorübergehend aus dem Programm genommen wurde.
- Wigggenz
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Konnte ich schon damals nicht nachvollziehen (auch wenn es mich nicht interessiert hat, habe wahrscheinlich vielmehr nur verwundert die Schultern gezuckt).Usul hat geschrieben: ↑27.02.2018 12:20Es geht auch weniger um die tatsächliche Verknüpfung zwischen den beiden Dingen, sondern um die Gefühle und Empfindungen der Menschen. So kann man mit einiger Sicherheit sagen, daß der Film "Die Welle" im Fernsehen keinen Tsunami auslösen wird... aber dennoch war es verständlich, daß er nach dem großen Tsunami in Fernost vorübergehend aus dem Programm genommen wurde.
Es kann ja durchaus sein, dass bei manchen Leuten Gefühle aufgewühlt werden, obwohl Fiktion (der Film) und reale Ereignisse in dem Fall nichts miteinander zu tun hatten. Für irrationale Reaktionen kann man ja in der Regel nichts.
Aber die hätten sich den Film noch nicht ansehen müssen. Was wäre also das Problem gewesen?
- Usul
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Naja, wenn du das nicht nachvollziehen kannst, halte ich es für relativ müßig, lange darüber zu diskutieren. Mußt halt damit leben, daß andere es nachvollziehen können.
- Wigggenz
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Und weiter unten folgt die Begründung dafür, die aber offensichtlich egal zu sein scheint.
Insofern hast du dann natürlich recht, es ist müßig.
Ist nunmal so, weil es so ist.
- Usul
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Ich habe die Begründung schon gelesen, aber sie ist in der Hinsicht egal, daß du bei Emotionen nur selten etwas mit Rationalität erreichst. Man kann dann natürlich auf der rationalen Schiene verharren - oder aber sich auf die Empfindungen der Menschen einlassen, um keine größere Reaktanz hervorzurufen.
- Wigggenz
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Was soll denn nun eine Reaktanz sein?Usul hat geschrieben: ↑27.02.2018 12:44Ich habe die Begründung schon gelesen, aber sie ist in der Hinsicht egal, daß du bei Emotionen nur selten etwas mit Rationalität erreichst. Man kann dann natürlich auf der rationalen Schiene verharren - oder aber sich auf die Empfindungen der Menschen einlassen, um keine größere Reaktanz hervorzurufen.
Außerdem lasse ich mich doch auf die Empfindungen der Menschen ein- nur weil ich es als irrational bezeichne (was es ist), spreche ich ihnen doch lange nicht das Recht ab, sich zu fühlen, wie sie sich fühlen. Ich sehe es ein und verurteile es auch nicht, dass manche Menschen beim Anblick bestimmter Motive emotional mitgenommen werden können.
Ich verstehe nur nicht, warum man deshalb beispielsweise einen Film aus dem Programm nimmt. Wer ihn nicht sehen will, aus welchen Gründen auch immer, muss ihn sich ja auch nicht ansehen. Wer ihn sich dagegen trotz allem ansehen möchte, kann es dagegen tun. Ich sehe nicht, wo das Problem liegt.
Edit:
Vielleicht geht es ja um dazugehörige Werbung. Der ist zugegebenermaßen nicht so leicht auszuweichen, wie einem planmäßig angesetzten Film. Wenn es sich dann für den entsprechenden Anbieter ohne Bewerbung des Films nicht mehr lohnt, diesen zu zeigen, wäre es in Grenzen wohl nachvollziehbar, auf etwas anderes umzustellen. Aber das überzeugt mich auch irgendwie nicht zu 100%.
- Usul
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Ich sagte es ja bereits, daß diese Diskussion aus meiner Sicht müßig ist, weil sie zu nichts führen wird. Außer dazu, daß wir uns ca. 10 Mal wiederholen und der Ton dabei immer schärfer wird. Daher lassen wir das besser.
- Wigggenz
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Ich finde nicht, dass wir die Diskussion lassen sollten, denn ich stehe immer noch ziemlich auf dem Schlauch.
Vielleicht könntest du mir auch versuchen zu erklären, wo das Problem liegt, wenn die Menschen sich selbst aussuchen, ob sie Medien, die möglicherweise manche von ihnen emotional treffen, konsumieren oder nicht? Anstatt dass der Anbieter es einfach allen pauschal entzieht?
Ich verstehe nämlich ehrlich nicht, wo darin eine Rücksichtslosigkeit auf die Emotionen der Leute liegen soll. Zumindest habe ich dich bisher so verstanden dass du eine solche Sachlage so bewerten würdest. Wenn ich das falsch verstanden habe bitte ich um Korrektur.
Während ich zumindest versucht habe, einen Ansatz zu finden (auch wenn der für mich sehr gestreckt wirkte, aber mir ist bisher nichts besseres eingefallen), hast du stattdessen keinen Erklärungsversuch dahingehend unternommen, warum nur Streichung eines entsprechenden Mediums aus dem Programm rücksichtsvoll wäre. Zumindest habe ich das aus deinen bisherigen Posts nicht so entnommen. Falls ich aber einen solchen Erklärungsversuch deinerseits übersehen oder nicht erkannt habe, bitte ich um Aufklärung und Entschuldigung für die falsche Unterstellung.
Wie gesagt, ich könnte es verstehen, wenn es um etwas ginge, dass sich die Menschen nicht oder nur begrenzt aussuchen können. Etwa Plakatwerbung in der Stadt für ein potentiell emotional treffendes Medium. Oder meinetwegen auch Präsenz des fraglichen Mediums in anderen Medien, die Menschen aus ganz anderen Gründen konsumieren, beispielsweise ein Trailer während einer Pause in der Übertragung eines Sportevents.
Aber mit einem planmäßig angesetzten Film kommt man doch nur in Kontakt, wenn man sich bewusst dafür entscheidet, oder übersehe ich nun etwas Entscheidendes?
Edit:
Ich kann daher keinen Widerspruch zwischen "Film/sonstiges Medium zeigen" und "auf Empfindungen einlassen" erkennen.
- Steffensteffen
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Da stecken halt Unternehmen hinter, die tunlichst jegliche schlechte Assoziierung mit ihrer Marke vermeiden wollen.
Am Beispiel des Films: Den sucht man sich zwar bewusst aus (Durchzappen lassen wir jetzt mal außen vor), aber allein die Tatsache, dass nur wenige Tage nach einem Amoklauf ein Tatort ausgestrahlt wird, bei dem ein Amoklauf thematisiert wird, würde bei einer Großzahl der Zuschauer wohl eher auf Ablehnung stoßen, was wiederum die Einschaltquote drückt und womöglich noch in den Medien als pietätlos breitgetreten wird.
In diesen Fällen wählt man wohl einfach den sicheren Weg.
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halle13
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Nicht alle schauen das Fernsehen absolut bewusst wegen der Sendung, die gerade im Programm läuft, sondern lassen den Fernseher einfach nebenbei laufen oder schalten in an, ohne vorher in das Programm zu schauen. Oder sie zappen einfach und stoßen dabei darauf.
Deswegen werden natürlich einige (je nach Popularität des Senders) auch auf die Sendungen stoßen, die sie vielleicht wegen aktuellen Ereignissen emotional belasten. Dies wird sich niemals komplett vermeiden lassen, selbst wenn das Programm schon lange vorher feststeht.
Jetzt könnte man natürlich abwägen, ob mehr Leute negatives Empfinden, weil die Sendung, die sie gerne sehen würden, gestrichen wurde, oder eben mehr deswegen, weil sie das Programm emotional trifft. Allen kann man es nie recht machen, und ein Teil (wie groß auch immer) wird sich immer beschweren.
Welche Möglichkeit der Fernsehsender nun auch wählt, es ist seine Entscheidung, wofür er kritisiert werden möchte (Pietätlosigkeit für das nicht geänderte Programm oder Unmut, weil etwas gestrichen wurde). Die Entscheidung lieber für die Streichung/Änderung des Programms ist für mich ehrlich gesagt auch verständlicher als das Beibehalten des Programms.
Alles in allem verstehe ich nicht, warum dir die Diskussion darum so wichtig ist. Welchen Schaden hättest du durch die Änderung eines Programms? In den allermeisten Fällen gibt es andere Möglichkeiten diesen Film zu sehen, auch wenn diese meistens mit ein paar Euro für die Leihgebühr verbunden wären. Wenn man ihn unbedingt sehen möchte, hat man ihn doch meistens schon im Kino oder auf DVD/Blu Ray angeschaut.
Und der Schaden durch das "Nicht-Sehen" ist auf jeden Fall geringer, als derjenige durch das Sehen. Deswegen ist eine Programmänderung wie gesagt sehr verständlich in meinen Augen, selbst wenn ich durch diesen Film nicht belastet wäre und ich ihn gerne sehen würde. Ganz eben weil man auf die Menschen, die den größten Schaden hätten im Fall der Fälle, Rücksicht nimmt.
Deswegen werden natürlich einige (je nach Popularität des Senders) auch auf die Sendungen stoßen, die sie vielleicht wegen aktuellen Ereignissen emotional belasten. Dies wird sich niemals komplett vermeiden lassen, selbst wenn das Programm schon lange vorher feststeht.
Jetzt könnte man natürlich abwägen, ob mehr Leute negatives Empfinden, weil die Sendung, die sie gerne sehen würden, gestrichen wurde, oder eben mehr deswegen, weil sie das Programm emotional trifft. Allen kann man es nie recht machen, und ein Teil (wie groß auch immer) wird sich immer beschweren.
Welche Möglichkeit der Fernsehsender nun auch wählt, es ist seine Entscheidung, wofür er kritisiert werden möchte (Pietätlosigkeit für das nicht geänderte Programm oder Unmut, weil etwas gestrichen wurde). Die Entscheidung lieber für die Streichung/Änderung des Programms ist für mich ehrlich gesagt auch verständlicher als das Beibehalten des Programms.
Alles in allem verstehe ich nicht, warum dir die Diskussion darum so wichtig ist. Welchen Schaden hättest du durch die Änderung eines Programms? In den allermeisten Fällen gibt es andere Möglichkeiten diesen Film zu sehen, auch wenn diese meistens mit ein paar Euro für die Leihgebühr verbunden wären. Wenn man ihn unbedingt sehen möchte, hat man ihn doch meistens schon im Kino oder auf DVD/Blu Ray angeschaut.
Und der Schaden durch das "Nicht-Sehen" ist auf jeden Fall geringer, als derjenige durch das Sehen. Deswegen ist eine Programmänderung wie gesagt sehr verständlich in meinen Augen, selbst wenn ich durch diesen Film nicht belastet wäre und ich ihn gerne sehen würde. Ganz eben weil man auf die Menschen, die den größten Schaden hätten im Fall der Fälle, Rücksicht nimmt.
- Wigggenz
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Ich verfolge hier keinerlei Agenda und erleide auch keinen Schaden durch etwaige Programmänderungen. Ich sehe selbst so gut wie nie fern. Es geht nur um etwas, was ich persönlich nicht verstehe, und wofür eine News wie diese als einigermaßen passende Diskussuonsplattform erscheint. Reines Interesse, sonst nichts.
Das vorausgeschickt nun weiter:
Ok, aus dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt "Image-Schaden vermeiden" kann ich eine entsprechende Programmänderung verstehen.
Was ich jedoch nicht verstehe, ist der Grund, warum das Zeigen eines entsprechenden Films Image-schädlich ist (DASS es dem Image offenbar tatsächlich schadet akzeptiere ich). Aber warum erzeugt es in der Öffentlichkeit ein negatives Bild vom Anbieter, wenn der Film bereitgestellt wird, sodass der Anbieter "gezwungen" ist, dies nicht zu tun.
Wieso gilt dies anscheinend als rücksichts- oder pietätlos?
Es kann ja nach wie vor jeder selbst entscheiden, ob er den Film sehen möchte oder nicht. Oder ist die Menge der Leute, bei denen man davon ausgeht, dass sie sowohl mit dem Film unbewusst in Kontakt kommen (hier wurde als Beispiel das Durchzappen genannt) als auch durch diesen (wahrscheinlich sehr kurzen) Kontakt emotional getroffen werden, tatsächlich so groß?
Ich muss auch hier zugeben, dass es mir schwerfällt, das nachzuvollziehen, da ich zum Einen sehr selten fernsehe und zum anderen selber nie planlos durchzappe (wofür gibt es einsehbare Programme) und auch nie den Fernseher "unbewusst nebenbei" laufen lasse.
Das vorausgeschickt nun weiter:
Ok, aus dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt "Image-Schaden vermeiden" kann ich eine entsprechende Programmänderung verstehen.
Was ich jedoch nicht verstehe, ist der Grund, warum das Zeigen eines entsprechenden Films Image-schädlich ist (DASS es dem Image offenbar tatsächlich schadet akzeptiere ich). Aber warum erzeugt es in der Öffentlichkeit ein negatives Bild vom Anbieter, wenn der Film bereitgestellt wird, sodass der Anbieter "gezwungen" ist, dies nicht zu tun.
Wieso gilt dies anscheinend als rücksichts- oder pietätlos?
Es kann ja nach wie vor jeder selbst entscheiden, ob er den Film sehen möchte oder nicht. Oder ist die Menge der Leute, bei denen man davon ausgeht, dass sie sowohl mit dem Film unbewusst in Kontakt kommen (hier wurde als Beispiel das Durchzappen genannt) als auch durch diesen (wahrscheinlich sehr kurzen) Kontakt emotional getroffen werden, tatsächlich so groß?
Ich muss auch hier zugeben, dass es mir schwerfällt, das nachzuvollziehen, da ich zum Einen sehr selten fernsehe und zum anderen selber nie planlos durchzappe (wofür gibt es einsehbare Programme) und auch nie den Fernseher "unbewusst nebenbei" laufen lasse.
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halle13
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Re: Bullet Train: Facebook nimmt VR-Shooter bei Politik-Konferenz wegen Amoklauf in Florida aus dem Programm
Für sehr viele Fernsehzuschauer ist eben dieser Punkt anders. Da bist du als eh seltener Fernsehender eine Ausnahme. Vielleicht kannst du es deswegen nicht nachvollziehen. Viele Menschen nutzen das Fernsehen anders als du, und wenn du versuchst, es nur aus deiner Sicht zu verstehen, wird die Diskussion hier schwierig. Denn hier muss man mal seine Perspektive wechseln und sich in die Sicht der anderen (bzw. der hauptsächlichen) Fernsehzuschauer hinein versetzen. Ich schaue im übrigen auch selbst fast niemals fern, aber ich kenne mich zufällig mit den Fernsehgewohnheiten anderer Menschen ein bisschen aus.Wigggenz hat geschrieben: ↑27.02.2018 14:38 Ich muss auch hier zugeben, dass es mir schwerfällt, das nachzuvollziehen, da ich zum Einen sehr selten fernsehe und zum anderen selber nie planlos durchzappe (wofür gibt es einsehbare Programme) und auch nie den Fernseher "unbewusst nebenbei" laufen lasse.
Und einige Menschen empfinden schon das Zeigen eines Films bzw. einer Sendung, die (aktuell) negative Emotionen bei zumindest einem Teil der Gesellschaft hervorruft, als pietätlos, auch wenn die Betrachtung dieses Programms niemandem aufgezwungen wird. Da ich auch zu dieser Gruppe nicht direkt gehöre, kann ich dir leider nicht sagen, warum es so ist. Nur dass es eben so ist. Vermutlich werden sich in diesem Forum auch wenige Menschen finden, die zu dieser Gruppe gehören. Das ist allerdings nur eine Vermutung.Wigggenz hat geschrieben: ↑27.02.2018 14:38 Ok, aus dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt "Image-Schaden vermeiden" kann ich eine entsprechende Programmänderung verstehen.
Was ich jedoch nicht verstehe, ist der Grund, warum das Zeigen eines entsprechenden Films Image-schädlich ist (DASS es dem Image offenbar tatsächlich schadet akzeptiere ich). Aber warum erzeugt es in der Öffentlichkeit ein negatives Bild vom Anbieter, wenn der Film bereitgestellt wird, sodass der Anbieter "gezwungen" ist, dies nicht zu tun.
Edit: Noch mal überlegt, wahrscheinlich gibt es Menschen, denen ein bestimmter Film nach vergleichbaren Ereignissen als absolut pietätlos erscheint, ebenso wie der Gedanke, dass andere Menschen diesen Film anschauen könnten ohne ebenso zu empfinden. Wahrscheinlich gibt es deswegen Menschen, die ein Problem damit hätten, wenn Fernsehsender diese trotz solcher Ereignisse im Programm behalten und zeigen.
