4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Hier könnt ihr über Trailer, Video-Fazit & Co diskutieren.

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JunkieXXL
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von JunkieXXL » 16.01.2018 20:48

Ich finde auch nicht, dass man Spielekritiken politisieren sollte. Schon gar nicht in der heutigen Zeit, wo viele Leute aufgrund der linken Kulturhegemonie überhaupt nicht mehr in der Lage oder willens sind, zwischen EU-skeptisch und europafeindlich, islamkritisch und islamfeindlich, einwanderungskritisch und ausländerfeindlich zu differenzieren. Man sollte als Spieletester bei diesem ideologischen Kampf gegen Rechts nicht mitmachen, denn das würde eine Vereinnahmung bedeuten. Es reicht, wenn die "bösen" Rechten in den politischen Medien an den Pranger gestellt werden. Videospielen widme ich mich zum Abschalten und Relaxen und habe daher keine Lust , in politische Grabenkämpfe verwickelt zu werden. Ich will der Realität entfliehen, nicht mit ihr konfrontiert werden.

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Skabus
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Skabus » 16.01.2018 21:01

Usul hat geschrieben:
16.01.2018 18:21
Ist es nicht lustig, daß es Menschen gibt, die "Social Justice Warrior" abwertend interpretieren? Als ob es etwas Schlechtes wäre, sich für soziale Gerechtigkeit einzusetzen (auch wenn das mit dem Thema hier an sich gar nichts zu tun hat)...
Das ist das selbe wie mit "Gutmensch". Die Leute verstehen es einfach nicht.

Es gibt absolut NICHTS schlechtes daran sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Es aber aus einer ekelhaften, selbstgerechten Doppelmoral heraus zu tun, das ist nicht "sich für Gerechtigkeit" einsetzen, sondern das ist das "Benutzen" von vorgeblich "guten" Werten und Tugenden zur eigenen Selbstdarstellung und zur Selbstbeweihräucherung.

Ich verstehe bis heute nicht, was daran so schwer zu verstehen ist. "Gutmensch" und "guter Mensch" sind zwei völlig versch. Begriffe. Ein besonders wichtiger Unterschied ist, dass man von "gute Menschen" selten hört, weil diese sich nicht in den Vordergrund spielen und beachtet werden wollen. Sie tuen gute Dinge, weil sie davon überzeugt sind, dass gutes Handeln an sich gut genug ist. Das reicht ihnen. Sie brauchen keine mediale Beachtung, keine jubelnden Massen die ihnen auf die Schulter klopfen. Sie müssen nicht wie Till Schweiger 10 Mal betonen wie gut und moralisch ihr Handeln ist. Sie machen es einfach. Und sie freuen sich, wenn jemand "Danke" sagt, aber das wars dann auch. Auf zur nächsten guten Tat.

Darüber aber ein Fass aufzumachen, sämliche Medien zu kontaktieren und sich hinstellen "wie toll und wie moralisch" man selbst ist und wie "böse und unmoralisch" alle andere Leute sind, dass ist das "Gutmenschentum". Und genau das machen auch SJWs. Das sind Leute die Aufmerksamkeit suchen, die sich überall moralisch empören, alles und jeden vorverurteilen, digitale Hexenjagden anstellen, aber dann in ihrem sozialen Umfeld nichts tun, was wirklich "gut" ist, sondern eben nur den Freizeit-Krieger spielen und so tun, als wenn ihr Gelaber irgendwie dazu führt, dass die Welt besser ist. In Wahrheit aber stiften sie nur unfrieden, belästigen Leute, die vllt. einen Fehler gemacht haben, Schreiben Droh- und Mordbriefe, in dem festen Glauben ihr Gehabe würde irgendwas bringen. Sie posten "Enthüllungen", die gefährlich nah an Stalking heranreichen und haben dann auch noch die Nerven sich tötlich beleidigt zu fühlen, wenn man ihnen erklärt dass ihr (digitialer) Papierkrieg nicht mehr ist, als ein Sturm im Wasserglas.

Früher hat man einfach "Moralapostel" dazu gesagt, wenn der Pastor in der Kirche Wasser predigte und Wein trank. Heute predigen SJWs und Gutmenschen ihre moralische Überlegenheit und merken gar nicht, wie wenig ihr Handeln dazu breiträgt, dass die Welt gut und besser wird. Ihre Selbstwahrnehmung ist gestört. Sie GLAUBEN Gutes zu tun, sind vielleicht sogar wirklich ernsthaft überzeugt,
tuen es aber nicht. Und das ist die Bedeutung von "Gutmensch". Das ist das selbe wenn ich jährlich nen paar Euros für unicef spende, aber das ganze Jahr billiges Zeug kaufe. Klar kann man vordergründig denken, das Spenden hilft etwas. Das aber der Dauerkonsum der reichen Länder, die dritte Welt belastet, das will der SJW und der Gutmensch nicht hören, denn das würde ja sein Weltbild von sich selbst zerstören.

Alle lachen über Trump, der sich selbst auch für gut und gerecht und fähig und klug hält. Aber seine Selbstwahrnehmung ist ebenso gestört, wie die der Gutmenschen und SJWs.

Könnte jedes Mal nen Heulkrampf kriegen wenn jemand mal wieder schreibt: "Ich weiß gar nicht, warum es schlecht ist, ein Gutmensch zu sein." Wer das nicht versteht, versteht es aus einem ganz bestimmten Grund nicht...

MfG Ska
Zuletzt geändert von Skabus am 16.01.2018 21:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Usul » 16.01.2018 21:02

sabienchen hat geschrieben:
16.01.2018 20:42
Und nein, ich denke du hast dich genau richtig ausgedrückt um zu sagen was du sagen wolltest. Du willst dir nur nicht die Implikation dessen eingestehen..:P
Ich verstehe es wirklich nicht. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, daß ich doch bereits im ersten Kommentar zu Protokoll gegeben habe, der Typ sein kein "Neonazi". Ich weiß ehrlich nicht, wie ich es noch verständlicher ausdrücken soll, damit du nicht auf solche Interpretationen kommst. "Rechts" ist für mich nicht einfach nur "Nazi" und/oder "Antisemit". Soll ich eine eidesstattliche Erklärung abgeben, daß du das einsiehst und deine Interpretation überdenkst?

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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Usul » 16.01.2018 21:09

Skabus hat geschrieben:
16.01.2018 21:01
Es ist absolut nichts schlechtes sich für Gerechtigkeit einzusetzen. Es aber aus einer ekelhaften, selbstgerechten Doppelmoral heraus zu tun, das ist nicht "sich für Gerechtigkeit" einsetzen, sondern das ist das "Benutzen" von vorgeblich "guten" Werten und Tugenden zur eigenen Selbstdarstellung und zur Selbstbeweihräucherung.
Wenn ich mir anschaue, wer wann und aus welchen Gründen als Gutmensch und/oder SWJ bezeichnet wird - mit der Absicht, die Person und ihre Ansichten zu diskreditieren -, komme ich zu dem Ergebnis, daß die Begriffe erheblich lockerer aus der Hüfte geschossen kommen, als du hier den Eindruck hast. Man braucht keine ekelhafte, selbstgerechte Doppelmoral, um so bezeichnet zu werden. Ganz zu schweigen davon, daß kaum jemand genug über andere Leute im Internet weiß, um zu dem Schluß zu kommen, daß sie nur im Internet Freizeit-Krieger spielen und in ihrem realen sozialen Umfeld nichts unternehmen.

Anders ausgedrückt: Wenn Begriffe wie Gutmensch oder SWJ tatsächlich vornehmlich bei solchen Personen verwendet würden, wie du sie beschreibst, dann hätte ich vielleicht nicht mal ein Problem damit. Aber ich habe nicht den Eindruck, daß das so ist. Vielmehr reicht es oftmals aus, überhaupt irgendetwas entfernt Affimartives in Fragen von sozialer Gerechtigkeit, Feiminismus, Anti-Rassismus udgl. zu sagen, um eben als Gutmensch, SWJ usw. bezeichnet zu werden.

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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Skabus » 16.01.2018 21:14

Usul hat geschrieben:
16.01.2018 21:09
Wenn ich mir anschaue, wer wann und aus welchen Gründen als Gutmensch und/oder SWJ bezeichnet wird - mit der Absicht, die Person und ihre Ansichten zu diskreditieren -, komme ich zu dem Ergebnis, daß die Begriffe erheblich lockerer aus der Hüfte geschossen kommen, als du hier den Eindruck hast. Man braucht keine ekelhafte, selbstgerechte Doppelmoral, um so bezeichnet zu werden. Ganz zu schweigen davon, daß kaum jemand genug über andere Leute im Internet weiß, um zu dem Schluß zu kommen, daß sie nur im Internet Freizeit-Krieger spielen und in ihrem realen sozialen Umfeld nichts unternehmen.
Ich gebe dir absolut recht, dass es natürlich auch die andere Seite gibt: Ein Kampfbegriff wird etabliert, um jemanden mundtot zu machen. Da ist "SJW" und "Gutmensch" schon ganz vorne mit dabei. Das ist genau die gegenteilige Entwicklung und diese finde ich genauso schlecht.

Jetzt frag ich dich allerdings: Ohne Eike oder wen auch immer beleidigen zu wollen: Aber wie viel Langeweile muss man haben, dass man sich die Facebook-Postings von "Daniel Vavra" anschaut um dort irgendwelche Nazi-Tendenzen rauszulesen? Sorry, es fällt mir schwer dort irgendwie eine Absicht zu erkennen, die vom "Guten" getrieben ist. Das erscheint mir irgendwie eher Sensationsgeilheit zu sein. So wie früher halt die Klatschbasen rumgelaufen sind und jedes Fitzelchen Information weitertratschen mussten, weil sich davon ein bisschen Nervenkitzel versprechen.

Ist eine ernste Frage: Vielleicht hast du ja eine bessere Erklärung als ich, für so ein merkwürdiges Verhalten?

Usul hat geschrieben:
16.01.2018 21:09
Anders ausgedrückt: Wenn Begriffe wie Gutmensch oder SWJ tatsächlich vornehmlich bei solchen Personen verwendet würden, wie du sie beschreibst, dann hätte ich vielleicht nicht mal ein Problem damit. Aber ich habe nicht den Eindruck, daß das so ist. Vielmehr reicht es oftmals aus, überhaupt irgendetwas entfernt Affimartives in Fragen von sozialer Gerechtigkeit, Feiminismus, Anti-Rassismus udgl. zu sagen, um eben als Gutmensch, SWJ usw. bezeichnet zu werden.
Da bin ich 100% bei dir.

MfG Ska
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NomDeGuerre
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von NomDeGuerre » 16.01.2018 21:15

Skabus hat geschrieben:
16.01.2018 21:01
Könnte jedes Mal nen heulkrampf kriegen wenn wieder jemand schreibt: "Ich weiß gar nicht, warum es schlecht ist, ein Gutmensch zu sein." Wer das nicht versteht, versteht es aus einem ganz bestimmten Grund nicht...

MfG Ska
Da es als Keule genutzt wird und somit qua Definition unscharf ist, soll es in vielen Fällen explizit nicht bloß die umrissene Gruppe treffen, sondern lediglich einem Kulturkampf dienen. Das wird eben hin und wieder angenommen und Gutmensch dadurch zum Geusenwort verkehrt.
Mal als Möglichkeit, so bestimmt scheint der Grund also nicht zu sein.
-----
Usul zieht schneller.
Skabus auch..
Zuletzt geändert von NomDeGuerre am 16.01.2018 21:19, insgesamt 1-mal geändert.
Manche nennen mich Sausewind

johndoe1904612
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von johndoe1904612 » 16.01.2018 21:19

Skabus hat geschrieben: ....
Könnte jedes Mal nen Heulkrampf kriegen wenn jemand mal wieder schreibt: "Ich weiß gar nicht, warum es schlecht ist, ein Gutmensch zu sein." Wer das nicht versteht, versteht es aus einem ganz bestimmten Grund nicht...

MfG Ska
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Die sich über ein Burzum Shirt aufscheissen, dann aber mit der billigen Technik Made in China und Hipsterklamotten Made in Bangladesh unterwegs sind. Usw... Wie der Knilch aus dem durchgegenderten Witzartikel.

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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Usul » 16.01.2018 21:21

Skabus hat geschrieben:
16.01.2018 21:14
Ist eine ernste Frage: Vielleicht hast du ja eine bessere Erklärung als ich, für so ein merkwürdiges Verhalten?
Im Falle von Eike würde ich meinen, daß er das machen mußte/durfte, weil eben das Thema in diesem Video verbraten wurde... bzw. weil es Teil des Redakteursjobs ist, sich auch mit den Entwicklern zu beschäftigen.

Im Allgemeinen denke ich, daß sich so etwas einfach hochschaukelt. Ich glaube nicht wirklich, daß es viele Leute gibt, die sich in den sozialen Netzwerken herumtreiben, um Vertreter der jeweiligen "Gegenseite" zu durchleuchten (von Ausnahmen abgesehen wie bei Trump oder ähnlichen Clowns, die regelmäßig Unsinn verzapfen).
Aber wenn dann ein Thema an Fahrt gewinnt - wie etwa die Burzum-Shirt-Geschichte -, weckt das das Interesse der Leute und sie beschäftigen sich stärker damit. Also so würde ich es sehen... quasi eine Fluktuation des Interesses, getriggert durch aktuelle Diskussionen.

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Skabus
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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Skabus » 16.01.2018 21:35

Usul hat geschrieben:
16.01.2018 21:21
Im Allgemeinen denke ich, daß sich so etwas einfach hochschaukelt. Ich glaube nicht wirklich, daß es viele Leute gibt, die sich in den sozialen Netzwerken herumtreiben, um Vertreter der jeweiligen "Gegenseite" zu durchleuchten (von Ausnahmen abgesehen wie bei Trump oder ähnlichen Clowns, die regelmäßig Unsinn verzapfen).
Da irrst du dich leider gewaltig. Es gibt eine Menge Privatpersonen, etwa links- und rechtsgerichtete Extremisten, die das Internet nach "ideologischen Feinden" durchsuchen und diese dann attackieren, öffentlich bloßstellen, oder ähnliches. Das ist leider die Realität.

Es gibt diverse Sammelseiten oder auch versch. "Einsatzgruppen", Nachrichtengruppen, etc. die zum Teil gut vernetzt sind und genau schauen, was z.B. auf FB gepostet wird, etc.

Und das ist genau dieses SJW-Verhalten: Diese Menschen glauben, dass ihr Aktionismus die Welt besser macht. Tatsächlich sähen sie einfach nur nochmehr Hass und Zwietracht.


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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von drfontaine92 » 16.01.2018 21:38

Verdammt gutes und ehrliches Video.

Ich finde ein fundamentales Problem ist die Tatsache, dass man als Person in der Öffentlichkeit zu schnell auf die weiße oder eben schwarze Seite gestellt wird. Eine rationale Diskussion kann an dieser Stelle schon nicht mehr stattfindet, da bei jedem Argument, das in die "schwarze" Richtung zielt, vom Gegenüber sofort die Trumpfkarte des bösen Menschen ausgespielt wird. Vielmehr könnte man allerdings auch von Leuten lernen, die eine augenscheinlich rassistische oder anderweitig diskriminierende Haltung haben, indem man die gebrachten Argumente ernst nimmt, bewertet und anschließend in seine eigene Meinungsbildung einfließen lässt.

Debatten über die Einstellung wildfremder Leute wird im Internet zumal nochmal verschärft, weil die Community teilweise zu schnell und unüberlegt urteilt, was nicht allzu selten in einem emotionalen Shitstorm endet. Skurril wird die Betrachtung vor allem dann, wenn man nach einem Shitstorm auf Ursachenforschung geht und feststellt, dass Aussagen dieser Art tagtäglich in jeder beliebigen Kneipe fallen. Das legitimiert zwar keineswegs rassistische oder diskriminierende Aussagen, allerdings existiert "im Analogen" weit mehr Bereitschaft zur sachlichen Diskussion.

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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Usul » 16.01.2018 21:41

Skabus hat geschrieben:
16.01.2018 21:35
Da irrst du dich leider gewaltig. Es gibt eine Menge Privatpersonen, etwa links- und rechtsgerichtete Extremisten, die das Internet nach "ideologischen Feinden" durchsuchen und diese dann attackieren, öffentlich bloßstellen, oder ähnliches. Das ist leider die Realität.
Ja, klar gibt es die. Aber wie viele? Und wie viele "Normale", die halt in ein Thema einsteigen, wenn es akut wird, und dan wieder davon ablassen? Wie bereits woanders erwähnt: Solche Randerscheinungen gibt es in allen Gruppen... bzw. sie bilden ja quasi ihre eigenen Gruppen. :)

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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von code5 » 16.01.2018 21:45

Pommern hat geschrieben:
16.01.2018 21:19
Skabus hat geschrieben: ....
Könnte jedes Mal nen Heulkrampf kriegen wenn jemand mal wieder schreibt: "Ich weiß gar nicht, warum es schlecht ist, ein Gutmensch zu sein." Wer das nicht versteht, versteht es aus einem ganz bestimmten Grund nicht...

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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von bloub » 16.01.2018 21:53

code5 hat geschrieben:
16.01.2018 19:13
Du kannst nicht in einen Burzum-Shirt herumrennen, ohne einen Hintergedanken.
natürlich kann man das, wenn man einen der hintergrund scheissegal ist und einfach die mucke geil findet. solche leute sind sogar eher die regel anstatt die ausnahme.

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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von Skabus » 16.01.2018 21:57

Was ich übrigens bei dem Talk sehr verstörend finde, sind die z.T. wirklich merkwürdigen politischen Ansichten. Ich stimmte Jörg und Eike ja in fast 90% der Fällen zu. Aber 2 Punkte möchte ich nochmal betonen:

1.) Daniel Vavra hat JEDES Recht Europa-kritisch zu sein und die EU abzulehnen. Eine demokratische Öffentlichkeit muss in der Lage sein ERWACHSEN mit Ansichten und Meinungen umzugehen. Eike hat das ja angesprochen, klang dabei aber irgendwie verschämt, so als wenn es schon ein Verbrechen ist, solche Ideologien zu akzeptieren.

Da gruselt es mir ziemlich. Nur weil man GEGEN Globalisierung und GEGEN die EU ist, ist man nicht automatisch doof oder ein Nazi. Man lehnt eine politische Idee bzw. ein Konzept ab. Das muss intellektuell einfach drin sein. Sonst kann Demokratie nicht funktionieren.

2.) Zwischen Rechts, Rechtsradikal und "Nazi" liegen WELTEN! Die CDU war mal politisch "rechts", bis sie dann irgendwann "rechts-liberal" wurde. Ich weiß echt nicht, wann das passiert sein sollte. Die CSU ist eine eindeutig rechte Partei, mit Anleihen zu Rechtsradikalismus. Wohlgemerkt eine REGIERUNGSPARTEI. Nicht irgendeine Nazi-Partei die bei 1% oder weniger rumdümpelt sondern eine Partei, die im Bundestag sitzt und Landespolitik macht.

Da sträuben sich mir wirklich die Haare zu Berge wie hier "Rechts", "Nazi", "Skinhead", "alt-right" und co. in einen Topf zusammengemischt wird. "Alles braune Scheiße", mag der ein oder andere denken. Aber so einfach ist es nicht.

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Re: 4Players-Talk: Die Kontroverse um Kingdom Come: Deliverance

Beitrag von code5 » 16.01.2018 21:59

bloub hat geschrieben:
16.01.2018 21:53
code5 hat geschrieben:
16.01.2018 19:13
Du kannst nicht in einen Burzum-Shirt herumrennen, ohne einen Hintergedanken.
natürlich kann man das, wenn man einen der hintergrund scheissegal ist und einfach die mucke geil findet. solche leute sind sogar eher die regel anstatt die ausnahme.
Meinst? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, dazu ist Varg viel zu bekannt.

Aber auch egal, Varva hat sich mit den (Achtung, Kampfbegriff / Trigger Warning) Snowflakes angelegt, diese entsprechend provoziert, Breitbart ein Interview gegeben und Schwupps trägt Burzum-Shirt. Muss Promo sein.

Scheint auch zu klappen.

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