Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

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AkaSuzaku
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von AkaSuzaku »

sourcOr hat geschrieben: 28.12.2017 20:04Das ist auch kein "so ziemlich", das is nix.
Dass Rime nach der Entfernung besser lief, is ja ebenfalls nicht nachweisbar.
Ist es nicht ohnehin so, dass Denuvo nur "ausgetrickst" und nicht etwa entfernt wird?
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sourcOr
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von sourcOr »

AkaSuzaku hat geschrieben: 28.12.2017 20:42
sourcOr hat geschrieben: 28.12.2017 20:04Das ist auch kein "so ziemlich", das is nix.
Dass Rime nach der Entfernung besser lief, is ja ebenfalls nicht nachweisbar.
Ist es nicht ohnehin so, dass Denuvo nur "ausgetrickst" und nicht etwa entfernt wird?
Ich meine ja, aber im Fall von Rime (und Doom z.B.) wurde Denuvo ja von Entwicklerseite aus entfernt.
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old z3r0
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von old z3r0 »

bondKI hat geschrieben: 28.12.2017 17:49
Dadurch ließen sich Mittelerde: Schatten des Krieges und ältere Spiele wie Batman: Arkham Knight oder Mad Max gar starten, bis das Server-Problem behoben war.
Was, die Spiele ließen sich starten? Unverschämtheit! :lol:
Einfach unglaublich das man sich dann auch noch beschwert... :ugly:

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bl4ckj4ck
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von bl4ckj4ck »

Gibt es überhaupt irgendwelche Statistiken o.ä. wo man einsehen kann, ob der Kopierschutz und die Investition darin, überhaupt das Einspart, was man darin investiert?

Ich erinnere mich nur zu gerne an die Spieleverkaufszahlen der X360 und PS3, wo die X360 Version fast immer vorne lag, obwohl sie aber die einzige Konsole war, die man cracken konnte. Bis zum PS3 Jailbreak konnte ich sehr gut beobachten, das nicht mehr PS3 Spiele verkauft werden konnten als X360, obwohl sie sehr lange nicht geknackt wurde.

Anstatt in DRM, Restriktionen für den Käufer und Hardwareressourcen fressende Kopierschutzmaßnahme zu investieren die sowieso nix bringen, sollte man sich wieder den alten Werten besinnen und vernünftige Spiele rausbringen.

CDPRed zeigt Eindrucksvoll, das man qualitativ hochwertige AAA-Spiele auch Heute vollständig ohne DRM veröffentlichen kann.
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sphinx2k
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von sphinx2k »

bl4ckj4ck hat geschrieben: 29.12.2017 05:31 Gibt es überhaupt irgendwelche Statistiken o.ä. wo man einsehen kann, ob der Kopierschutz und die Investition darin, überhaupt das Einspart, was man darin investiert?

.....

CDPRed zeigt Eindrucksvoll, das man qualitativ hochwertige AAA-Spiele auch Heute vollständig ohne DRM veröffentlichen kann.
Ein Kopierschutz bringt nicht wirklich was, der Grund warum es gemacht wird ist um die Investoren zu beruhigen. Deshalb gibt es auch keine Statistiken die irgendwie ein für oder wieder darlegen können. Die Publisher gehen immer davon aus das jeder der es Illegal Kopiert hat ein verlorener Kauf ist, was natürlich totaler Blödsinn ist.
z.B. Game of Thrones die Meist illegal geladene Serie die es gibt, es gab sogar Petitionen das das Studio sie ab Tag 0 Kaufbar machen sollte. Da es die nicht gab, war für viele der Illegale weg der einzige (Warten scheint da keine Option zu sein why ever)

Und wie du richtig bemerkst hat CDP mit Wither 3 gezeigt das man trotz eines Spiels das keinen Kopierschutz hat gut Kasse machen kann. Auch wenn CDP mit allen rechtlichen Mitteln gegen Plattformen vorgegangen ist auf denen TW3 verteilt wurde. Aber das finde ich immer noch besser als wenn man als ehrlicher Kunde der gearschte ist.

Ich finde das Trifft es auch gut:
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Kajetan
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von Kajetan »

sphinx2k hat geschrieben: 29.12.2017 10:53 Die Publisher gehen immer davon aus das jeder der es Illegal Kopiert hat ein verlorener Kauf ist, was natürlich totaler Blödsinn ist.
Nein, das tun sie nicht. Man weiß dort ganz genau, dass ein Kopierschutz keinen spürbaren Einfluß auf den Umsatz hat. Man tut es nur, wie Du schon sagst, um so auf einfache Weise den Investoren Risikominimierung nachweisen zu können.
Auch wenn CDP mit allen rechtlichen Mitteln gegen Plattformen vorgegangen ist auf denen TW3 verteilt wurde. Aber das finde ich immer noch besser als wenn man als ehrlicher Kunde der gearschte ist.
Das ist doch genau der gleiche Schmuh, wie die Verwendung von DRM und Kopierschutzsystemen. Sinnlos, nutzlos und gewinnen tun am Ende eh nur die beauftragten Anwälte. Man merkt hier gut, dass CDP S.A., die Konzernmutter, zwar keinen Kopierschutz einsetzt, um den Investoren Honig ums Maul zu schmieren, aber halt mit diesen sinnlosen Aktionen die gleiche Wirkung erzielen möchte.

Wobei, das ist ja der allergrößte Witz, KEIN Investor verlangt den Einsatz von Kopierschutzsystem oder das Verklagen minderjähriger Schüler. Keiner! Die Firmen setzen Kopierschutzsysteme und diese Klagen nur ein, um sich auf einfache Weise rechtlich abzusichern, um bei einem Flop nicht von den Investoren einfach auf Grund einer Verletzung der Risikominimierungspflicht verklagt zu werden. Denn das muss man gegenüber den Investoren zeigen. Die Bereitschaft potentielle Risiken für den Geschäftserfolg zu minimieren, alles zu tun, um das erhaltene Geld zu mehren.

Weder das eine, noch das andere zu tun, ist natürlich auch möglich, erfordert aber erheblichen Mut seitens der Geschäftsführung, weil man sich bei einem herben, aktienkurssenkenden Release-Flop, den man nie ausschliessen kann, somit ganz leicht angreifbar macht.

Wenn man darüber nachdenkt ... unser aller Leben wird in einem derartigen Ausmaß von denen bestimmt, die über Größenordnungen mehr Geld als wir kleine Zwuggel haben, dass einem schon ab und an der anarchistische Molotovcocktail in der Tasche zuckt. Macht kaputt, was Euch kaputt macht? Vielleicht nicht immer, aber ab und an scheint das nicht die schlechteste Idee zu sein ...
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sourcOr
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von sourcOr »

bl4ckj4ck hat geschrieben: 29.12.2017 05:31 Gibt es überhaupt irgendwelche Statistiken o.ä. wo man einsehen kann, ob der Kopierschutz und die Investition darin, überhaupt das Einspart, was man darin investiert?

Ich erinnere mich nur zu gerne an die Spieleverkaufszahlen der X360 und PS3, wo die X360 Version fast immer vorne lag, obwohl sie aber die einzige Konsole war, die man cracken konnte. Bis zum PS3 Jailbreak konnte ich sehr gut beobachten, das nicht mehr PS3 Spiele verkauft werden konnten als X360, obwohl sie sehr lange nicht geknackt wurde.
Du kannst doch nicht das Hacken einer Konsole, das auch noch das Verzichten auf (in diesem Fall) XBLive erfordert, mit dem Spielen von Schwarzkopien auf dem PC vergleichen. Sich irgendwo ne Kopie zu saugen und loszuzocken erfordert kaum Gehirnzellen.
Zumal das bei der 360 auch eine derartige Krankheit is (teure Modchips/Hardwaremods), dass ichs bis heute nicht getan hab, und ich hab sonst so ziemlich alles hier gehackt. Wenn ich das schon nicht mache, warum sollte es dann die große Masse tun?
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bl4ckj4ck
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von bl4ckj4ck »

sourcOr hat geschrieben: 29.12.2017 16:12
bl4ckj4ck hat geschrieben: 29.12.2017 05:31 Gibt es überhaupt irgendwelche Statistiken o.ä. wo man einsehen kann, ob der Kopierschutz und die Investition darin, überhaupt das Einspart, was man darin investiert?

Ich erinnere mich nur zu gerne an die Spieleverkaufszahlen der X360 und PS3, wo die X360 Version fast immer vorne lag, obwohl sie aber die einzige Konsole war, die man cracken konnte. Bis zum PS3 Jailbreak konnte ich sehr gut beobachten, das nicht mehr PS3 Spiele verkauft werden konnten als X360, obwohl sie sehr lange nicht geknackt wurde.
Du kannst doch nicht das Hacken einer Konsole, das auch noch das Verzichten auf (in diesem Fall) XBLive erfordert, mit dem Spielen von Schwarzkopien auf dem PC vergleichen. Sich irgendwo ne Kopie zu saugen und loszuzocken erfordert kaum Gehirnzellen.
Zumal das bei der 360 auch eine derartige Krankheit is (teure Modchips/Hardwaremods), dass ichs bis heute nicht getan hab, und ich hab sonst so ziemlich alles hier gehackt. Wenn ich das schon nicht mache, warum sollte es dann die große Masse tun?
Ach sorry, hab vergessen das du die gesamte Menschheit repräsentierst.

Tja, weil du das nicht gemacht hast, dann hat das selbstverständlich niemand gemacht und die halbjährlichen Bannwellen von M$, von denen man übrigens Heute so gut wie nichts mehr hört, waren auch nur PR-Gelaber, wie die ständige HW Anpassung seitens Microsoft, weil ja niemand die Konsole gehackt hat... *lach*
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manu!
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von manu! »

Wenn man sich anschaut wie der Denuvo arbeitet und sich ständig verschlüsselt um nicht geknackt zu werden,dann muß man auch an den Mann im Mond glauben wenn man denkt,daß würde nicht auf die Performance gehen.So rein e bissi gesunden Menschenverstand sollte da langen.Ich möchte damit aber jetzt keinen beleidigen.Sich sowas schön zu reden,verstehe ich aber nicht.Einfach mal Wiki und dann bissi reinlesen.
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Wigggenz
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von Wigggenz »

Ich sehe die Beweislast dafür, dass der Kopierschutz nicht die Performance beeinträchtigt, ganz klar bei Ubisoft.

Da sie den Beweis nicht erbringen, obwohl es ihnen ein Leichtes wäre, wenn es denn stimmen sollte, kann man also wirklich getrost davon ausgehen, dass die Performance sehr wohl beeinträchtigt wird.

Dafür muss man sich noch nicht einmal einlesen. :D
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greenelve
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von greenelve »

Würde einem solchen Beweis von Ubisoft überhaupt geglaubt werden, oder würde es unter PR Lüge fallen?

Ist aber auch eine interessante Annahme, dass die eigene Meinung zum Thema stimmt, weil andere keinen Beweis erbringen - unabhängig, warum sie das nicht machen.
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Wigggenz
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von Wigggenz »

greenelve hat geschrieben: 30.12.2017 11:34 Würde einem solchen Beweis von Ubisoft überhaupt geglaubt werden, oder würde es unter PR Lüge fallen?

Ist aber auch eine interessante Annahme, dass die eigene Meinung zum Thema stimmt, weil andere keinen Beweis erbringen - unabhängig, warum sie das nicht machen.
Es geht um die mögliche Beeinträchtigung der Leistung eines Produktes durch eine andere diesem vom Anbieter verliehene Eigenheit. Und diese für potentielle Kunden nachprüfbar zu be- oder widerlegen ist nunmal Aufgabe des Anbieters. Außerdem ist ausschließlich Ubisoft in der Lage, den Nachweis zu führen ohne Verträge oder Gesetze zu brechen.

Ein entsprechender Nachweis kann (und sollte natürlich) so beschaffen sein, dass unabhängige Institutionen prüfen können, ob es nun stimmt oder nicht. Der Vorwurf einer PR-Lüge könnte dann niemand mehr erheben.

Somit trägt natürlich Ubisoft als Anbieter die Beweislast für die für sie positive These, dass der Kopierschutz die Performance nicht beeinträchtige. Das ist im Übrigen auch keine Meinung sondern eine Tatsachenbehauptung, das ist ein Unterschied. Und wenn derjenige, der die Beweislast für eine angebliche Tatsache trägt, den Beweis nicht erbringen kann, gilt diese Tatsache nunmal als nicht gegeben.
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greenelve
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von greenelve »

Wigggenz hat geschrieben: 30.12.2017 11:51
greenelve hat geschrieben: 30.12.2017 11:34 Würde einem solchen Beweis von Ubisoft überhaupt geglaubt werden, oder würde es unter PR Lüge fallen?

Ist aber auch eine interessante Annahme, dass die eigene Meinung zum Thema stimmt, weil andere keinen Beweis erbringen - unabhängig, warum sie das nicht machen.
Es geht um die mögliche Beeinträchtigung der Leistung eines Produktes durch eine andere diesem vom Anbieter verliehene Eigenheit. Und diese für potentielle Kunden nachprüfbar zu be- oder widerlegen ist nunmal Aufgabe des Anbieters. Außerdem ist ausschließlich Ubisoft in der Lage, den Nachweis zu führen ohne Verträge oder Gesetze zu brechen.

Ein entsprechender Nachweis kann (und sollte natürlich) so beschaffen sein, dass unabhängige Institutionen prüfen können, ob es nun stimmt oder nicht. Der Vorwurf einer PR-Lüge könnte dann niemand mehr erheben.

Somit trägt natürlich Ubisoft als Anbieter die Beweislast für die für sie positive These, dass der Kopierschutz die Performance nicht beeinträchtige. Das ist im Übrigen auch keine Meinung sondern eine Tatsachenbehauptung, das ist ein Unterschied. Und wenn derjenige, der die Beweislast für eine angebliche Tatsache trägt, den Beweis nicht erbringen kann, gilt diese Tatsache nunmal als nicht gegeben.
Mir geht es nicht darum, wer zu was verpflichtet ist. Meine Aussage ist deine Argumentation "weil sie es nicht machen, ist das so". Ohne auf Gründe einzugehen, warum es keine Beweise gibt.

Unabhängige Institute sind glücklicherweise in der Lage zu prüfen. So wurde der Schutz bei Doom und anderen Spielen vom Entwickler aus entfernt. Das wäre eine Chance, den vermuteten Leistungsunterschied zu prüfen.
Verweis auf Digital Foundry, die Auflösung und Frames mit eigenen Tools testen, ohne Hilfe eines Publishers. Und dadurch Tatsachenbehauptungen

Ich kann es mir nur so vorstellen, ohne das Verträge und Gesetze gebrochen werden, dass Ubisoft ein Video vom Spiel zeigt, einmal mit Denuvo und einmal ohne, um den (nicht vorhandenen) Leistungsunterschied zu zeigen. Und da wären wir wieder bei dem Vorwurf der PR Lüge. Wie soll Ubisoft es glaubhaft darstellen, ohne das Programm Denuvo speziell zu zeigen? Denn ich nehme an, du gehst davon aus, es darf aus vertraglichen Gründen der Geheimhaltung nicht öffentlich gezeigt werden.

Tatsachenbehauptung ist aber auch schön formuliert, was aber laut deinem Post gar nicht zutrifft:
Tatsachenbehauptung ist ein Rechtsbegriff zur Unterscheidung bestimmter Äußerungen im Zusammenhang mit Äußerungsdelikten in der Rechtswissenschaft.

Eine Tatsachenbehauptung bezieht sich auf objektive Umstände in der Wirklichkeit, die dem Beweis vor einem Gericht zugänglich sind, also etwa durch Urkunden, Zeugen oder Sachverständige bestätigt oder widerlegt werden können. Dagegen ist ein Fakt im Sinne der Rechtsprechung ein tatsächlich bewiesener Zustand.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsachenbehauptung
Eine Tatsachenbehauptung beschreibt wirklich geschehene oder existierende, dem Beweis zugängliche Umstände.

Quelle: BVerfG NJW 2006, 207; BVerfG NJW 2003, 1109.
https://www.iurastudent.de/definition/t ... behauptung
Denn du sagst selber, es gibt keine Beweise und Möglichkeiten zur Prüfung sind nicht zugänglich. Außer du möchtest dich auf Zeugenaussagen beziehen, die dann allerdings nicht rechtlich bindend geschehen würden...und wir sind wieder bei PR Lüge. Urkunde und Sachverständige (in Form dritter Personen) fallen raus, da sind wir wieder bei Vertrag und Gesetze.


ps: Welche Gesetze würden gebrochen werden können?
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Wigggenz
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von Wigggenz »

greenelve hat geschrieben: 30.12.2017 13:49
Wigggenz hat geschrieben: 30.12.2017 11:51
greenelve hat geschrieben: 30.12.2017 11:34 Würde einem solchen Beweis von Ubisoft überhaupt geglaubt werden, oder würde es unter PR Lüge fallen?

Ist aber auch eine interessante Annahme, dass die eigene Meinung zum Thema stimmt, weil andere keinen Beweis erbringen - unabhängig, warum sie das nicht machen.
Es geht um die mögliche Beeinträchtigung der Leistung eines Produktes durch eine andere diesem vom Anbieter verliehene Eigenheit. Und diese für potentielle Kunden nachprüfbar zu be- oder widerlegen ist nunmal Aufgabe des Anbieters. Außerdem ist ausschließlich Ubisoft in der Lage, den Nachweis zu führen ohne Verträge oder Gesetze zu brechen.

Ein entsprechender Nachweis kann (und sollte natürlich) so beschaffen sein, dass unabhängige Institutionen prüfen können, ob es nun stimmt oder nicht. Der Vorwurf einer PR-Lüge könnte dann niemand mehr erheben.

Somit trägt natürlich Ubisoft als Anbieter die Beweislast für die für sie positive These, dass der Kopierschutz die Performance nicht beeinträchtige. Das ist im Übrigen auch keine Meinung sondern eine Tatsachenbehauptung, das ist ein Unterschied. Und wenn derjenige, der die Beweislast für eine angebliche Tatsache trägt, den Beweis nicht erbringen kann, gilt diese Tatsache nunmal als nicht gegeben.
Mir geht es nicht darum, wer zu was verpflichtet ist. Meine Aussage ist deine Argumentation "weil sie es nicht machen, ist das so". Ohne auf Gründe einzugehen, warum es keine Beweise gibt.

Unabhängige Institute sind glücklicherweise in der Lage zu prüfen. So wurde der Schutz bei Doom und anderen Spielen vom Entwickler aus entfernt. Das wäre eine Chance, den vermuteten Leistungsunterschied zu prüfen.
Verweis auf Digital Foundry, die Auflösung und Frames mit eigenen Tools testen, ohne Hilfe eines Publishers. Und dadurch Tatsachenbehauptungen

Ich kann es mir nur so vorstellen, ohne das Verträge und Gesetze gebrochen werden, dass Ubisoft ein Video vom Spiel zeigt, einmal mit Denuvo und einmal ohne, um den (nicht vorhandenen) Leistungsunterschied zu zeigen. Und da wären wir wieder bei dem Vorwurf der PR Lüge. Wie soll Ubisoft es glaubhaft darstellen, ohne das Programm Denuvo speziell zu zeigen? Denn ich nehme an, du gehst davon aus, es darf aus vertraglichen Gründen der Geheimhaltung nicht öffentlich gezeigt werden.

Tatsachenbehauptung ist aber auch schön formuliert, was aber laut deinem Post gar nicht zutrifft:
Tatsachenbehauptung ist ein Rechtsbegriff zur Unterscheidung bestimmter Äußerungen im Zusammenhang mit Äußerungsdelikten in der Rechtswissenschaft.

Eine Tatsachenbehauptung bezieht sich auf objektive Umstände in der Wirklichkeit, die dem Beweis vor einem Gericht zugänglich sind, also etwa durch Urkunden, Zeugen oder Sachverständige bestätigt oder widerlegt werden können. Dagegen ist ein Fakt im Sinne der Rechtsprechung ein tatsächlich bewiesener Zustand.
https://de.wikipedia.org/wiki/Tatsachenbehauptung
Eine Tatsachenbehauptung beschreibt wirklich geschehene oder existierende, dem Beweis zugängliche Umstände.

Quelle: BVerfG NJW 2006, 207; BVerfG NJW 2003, 1109.
https://www.iurastudent.de/definition/t ... behauptung
Denn du sagst selber, es gibt keine Beweise und Möglichkeiten zur Prüfung sind nicht zugänglich. Außer du möchtest dich auf Zeugenaussagen beziehen, die dann allerdings nicht rechtlich bindend geschehen würden...und wir sind wieder bei PR Lüge. Urkunde und Sachverständige (in Form dritter Personen) fallen raus, da sind wir wieder bei Vertrag und Gesetze.


ps: Welche Gesetze würden gebrochen werden können?
Was ich meinte ist, dass ohne Weiteres nur Ubisoft dazu befugt ist, Änderungen an der Software vorzunehmen wie etwa Denuvo zu Testzwecken zu entfernen.

Und klar sind Möglichkeiten der Überprüfung gegeben:
Die gegen Vorwurf der PR-Lüge sichere Möglichkeit wäre, einem Akteur wie Digitalfoundry zu Testzwecken eine Version ohne Denuvo zur Verfügung zu stellen und eine mit. Oder deren Mitarbeiter das live bei sich überprüfen zu lassen.

Und im Übrigen:
"Dem Beweis zugänglich" im Sinne des Begriffs der Tatsachenbehauptung heißt nicht auch in der Praxis beweisbar.

Wenn ich behaupte, Fritzchen Müller hätte letzte Nacht ganz alleine um 23:58 in seiner komplett gegen Blicke von außen abgeschirmten Wohnung einen Hitlergruß ausgeführt, kann das auch praktisch niemand beweisen, es ist nichtsdestotrotz ein grundsätzlich dem Beweis zugänglicher Umstand, eine Tatsachenbehauptung.

Tatsachenbehauptung ist lediglich der Gegenbegriff zum Werturteil, der Meinung, des subjektiven Empfindens.
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cM0
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Re: Kopierschutz: Aktuelle Denuvo-Anti-Tamper-Version wurde noch nicht geknackt

Beitrag von cM0 »

manu! hat geschrieben: 30.12.2017 11:05 Wenn man sich anschaut wie der Denuvo arbeitet und sich ständig verschlüsselt um nicht geknackt zu werden,dann muß man auch an den Mann im Mond glauben wenn man denkt,daß würde nicht auf die Performance gehen.So rein e bissi gesunden Menschenverstand sollte da langen.Ich möchte damit aber jetzt keinen beleidigen.Sich sowas schön zu reden,verstehe ich aber nicht.Einfach mal Wiki und dann bissi reinlesen.
Es gibt Spiele bei denen Denuvo per Patch entfernt wurde. Schau dir doch mal an ob die Spiele besser laufen als vorher, oder ob sich nichts geändert hat und dann reden wir nochmal drüber ;)

Knackpunkt bei Assassins Creed ist auch eher der 2. Kopierschutz VMProtect, der für die hohe Last verantwortlich sein soll.
Wigggenz hat geschrieben: 30.12.2017 11:30 Ich sehe die Beweislast dafür, dass der Kopierschutz nicht die Performance beeinträchtigt, ganz klar bei Ubisoft.

Da sie den Beweis nicht erbringen, obwohl es ihnen ein Leichtes wäre, wenn es denn stimmen sollte, kann man also wirklich getrost davon ausgehen, dass die Performance sehr wohl beeinträchtigt wird.

Dafür muss man sich noch nicht einmal einlesen. :D
Warum muss Ubisoft das beweisen? Unschuldig bis die Schuld bewiesen ist, heißt es doch. Aber wie weiter oben schon geschrieben: Ich gebe zu dass Ubisoft hier die Einzigen sind die es wirklich beweisen können. Aber es kann genauso gut sein dass sie es nicht tun weil es ihnen einfach egal ist, oder die Leute ihnen eh nicht glauben würden, denn das tun viele jetzt ja auch nicht.

Ich möchte hier nochmal betonen dass ich nicht weiß welche Seite recht hat und keinesfalls Ubisoft über alle Maßen verteidigen will. Es ist möglich dass die Performance beeinträchtigt wird. Aber es ist eben genauso möglich dass das nicht passiert.