Die Spiele des Jahres 2017: Startschuss zur Leserwahl

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Onekles
Beiträge: 3368
Registriert: 24.07.2007 11:10
Persönliche Nachricht:

Re: Die Spiele des Jahres 2017: Startschuss zur Leserwahl

Beitrag von Onekles »

Culgan hat geschrieben: 27.12.2017 01:43 [...]
Klart wird Zelda das hier abräumen, die Nintendogeschädigten hier im Forum veranstalten dann ihr übliches Kreiswichsen auf die Unfehlbarkeit von Nintendo.
Das ist einfach nicht wahr. Das Standard-Ritual besteht aus dem Schlürfen salziger Fanboy-Tränen aus dem Sony-Lager.
Benutzeravatar
Hokurn
Beiträge: 10540
Registriert: 01.01.1970 01:00
Persönliche Nachricht:

Re: Die Spiele des Jahres 2017: Startschuss zur Leserwahl

Beitrag von Hokurn »

Culgan hat geschrieben: 27.12.2017 01:43
Allanspan hat geschrieben: 25.12.2017 12:15 Für mich fällt die Wahl eindeutig auf Hellblade. Nicht nur die Fachpresse, auch Medien wie die „Washington Post“ oder der Berliner „Tagesspiegel“ sprechen von einem erzählerischen, atmosphärischen und emotionalen Meilenstein, vom vielleicht wichtigsten Spiel des Jahres. An emotionaler Wucht vermag nichts aus den gegenwärtigen Spielen den Vergleich zu dieser Geschichte um Senua aufzunehmen. Hellblade zeigt überdies, wo das Zukunftspotenzial von Spielen liegt: Spiele wollen längst nicht mehr nur unterhalten. Sie suchen nach neuen Formen, um persönliche und tiefgründige Geschichten zu erzählen. Auch unter diesem Aspekt ist Hellblade für mich das interessanteste Spiel.
Es ist aber leider kein Spiel sondern ein glorifizierter Walkingsimulator den niemand braucht. Vom "Spiel" her ist es unterdurchschnittlich wen überhaupt. Klart wird Zelda das hier abräumen, die Nintendogeschädigten hier im Forum veranstalten dann ihr übliches Kreiswichsen auf die Unfehlbarkeit von Nintendo.
:lol: :lol: :lol:

Richtig schlecht!
solidusbg
Beiträge: 316
Registriert: 27.11.2008 20:40
Persönliche Nachricht:

Re: Die Spiele des Jahres 2017: Startschuss zur Leserwahl

Beitrag von solidusbg »

Warum Zelda mein Spiel des Jahres ist.

Das Spiel hat einige bereits angesprochene Kritikpunkte, die nicht von der Hand zu weisen sind. Darunter fallen unter anderem der Wegfall der großen Dungeons. Dieser Punkt wiegt bei mir am schwerstern auf der Negativseite. Was dieses Spiel aber dennoch so großartig macht sind die total abgedrehten Situationen und die man beabsichtigt oder viel mehr zufällig reinstolpert.

Der Weg zum Reich der Zoras ist ein wunderbares Beispiel für dieses nahezu perfekte Zusammenspiel zwischen Physik und Spielwelt: Man macht weiter hinten ein paar Gegner aus. Links neben dir stehen ein paar Metallkisten und eine schwere Eisentür.
Jetz hat man alle Karten in der Hand: Stase auf eine Kiste, ab in Richtung der Gegner, zwei werden geplättet. Der dritte schreckt auf. Man wartet abschätzend lohnt ein Sprint und der damit einhergehende Ausdauerverbrauch? Komme ich an den Gegner ran? Klettern kann ich nicht, weil es regnet. Die Farbe des Gegners ist weis also ein besonders starkes Exemplar seiner Art. Er greift auf den Rücken und zieht seinen Bogen - Mist, Elektropfeile... Ich muss näher ran, ich trage eine Eisenrüstung. Beherzt greife ich einen schweren Zweihänder und schleudere ihm das Stichgerät entgegen. Eine Bonusability des Schwertes war erhöhte Flugreichweite und Wurfschaden. Ich treffe, der Gegner schleudert zu Boden - meine Chance. Nach ein paar Treffern merke ich, ich verursache kaum Schaden, er steht auf. Neben uns ein Abgrund, rutschige Felsen zieren den Weg zum Ziel. Eine geschickt platzierte Bombe soll ihn in den Abgrund schleudern, er setzt mir nach - weisse Gegner sind besonders schnell merke ich. Seine Lanze beginnt zu schwingen - ich zünde... Der Gegner fällt über mich in den Abgrund, Zeit zu verschnaufen...

Der Hard Mode ist einfach soo viel mehr gelungen. Ohne Kochen und Verstärken sieht man kein Land.

Wo wir beim Thema Kochen sind war ich im Wald unterwegs, sammeln und jagen. Auf einer Lichtung nahe eines kleinen Flusses entdecke ich ein kleines Lager. Da ich erhöht stehe mache ich mit meinem Fernglas Explosivfässer aus. Auf dem Schild rutsche ich den Hügel hinab, ein gut platzierter Feuerpfeil verwandelt das Lager in eine Flammenhölle. 2 Gegner bleiben stehn - ich nutze den Auftrieb des Feuers um von oben nachzusetzen, die Gegner rufen Ihre Schwebeplattformen - hatte ich übersehen. Jetzt versuche ich auf diese zu gelangen... So spinnt sich alles immer weiter.

Und das alles geht so schnell und flüssig von der Hand.
Und das war nur die Spitze des Eisberges. Inseln Irrgärten, Arenen - die Welt platzt aus allen Nähten. Noch nie ging OpenWorld intuitiver, flüssiger und jetz kommts: Logischer...

Mein Spiel des Jahres Zelda, vor Mario Odysee, Persona 5 und Xenoblade 2.
Benutzeravatar
Miep_Miep
Beiträge: 4348
Registriert: 30.08.2016 08:34
Persönliche Nachricht:

Re: Die Spiele des Jahres 2017: Startschuss zur Leserwahl

Beitrag von Miep_Miep »

Allanspan hat geschrieben: 25.12.2017 12:15 Für mich fällt die Wahl eindeutig auf Hellblade. Nicht nur die Fachpresse, auch Medien wie die „Washington Post“ oder der Berliner „Tagesspiegel“ sprechen von einem erzählerischen, atmosphärischen und emotionalen Meilenstein, vom vielleicht wichtigsten Spiel des Jahres. An emotionaler Wucht vermag nichts aus den gegenwärtigen Spielen den Vergleich zu dieser Geschichte um Senua aufzunehmen. Hellblade zeigt überdies, wo das Zukunftspotenzial von Spielen liegt: Spiele wollen längst nicht mehr nur unterhalten. Sie suchen nach neuen Formen, um persönliche und tiefgründige Geschichten zu erzählen. Auch unter diesem Aspekt ist Hellblade für mich das interessanteste Spiel.
+1

Tolles Spiel! Gerne mehr davon. Bekomme alleine beim Gedanken an den Endkampf wieder Gänsehaut.
Benutzeravatar
Wigggenz
Beiträge: 7449
Registriert: 08.02.2011 19:10
Persönliche Nachricht:

Re: Die Spiele des Jahres 2017: Startschuss zur Leserwahl

Beitrag von Wigggenz »

solidusbg hat geschrieben: 27.12.2017 12:46 Warum Zelda mein Spiel des Jahres ist.

Das Spiel hat einige bereits angesprochene Kritikpunkte, die nicht von der Hand zu weisen sind. Darunter fallen unter anderem der Wegfall der großen Dungeons. Dieser Punkt wiegt bei mir am schwerstern auf der Negativseite. Was dieses Spiel aber dennoch so großartig macht sind die total abgedrehten Situationen und die man beabsichtigt oder viel mehr zufällig reinstolpert.

Der Weg zum Reich der Zoras ist ein wunderbares Beispiel für dieses nahezu perfekte Zusammenspiel zwischen Physik und Spielwelt: Man macht weiter hinten ein paar Gegner aus. Links neben dir stehen ein paar Metallkisten und eine schwere Eisentür.
Jetz hat man alle Karten in der Hand: Stase auf eine Kiste, ab in Richtung der Gegner, zwei werden geplättet. Der dritte schreckt auf. Man wartet abschätzend lohnt ein Sprint und der damit einhergehende Ausdauerverbrauch? Komme ich an den Gegner ran? Klettern kann ich nicht, weil es regnet. Die Farbe des Gegners ist weis also ein besonders starkes Exemplar seiner Art. Er greift auf den Rücken und zieht seinen Bogen - Mist, Elektropfeile... Ich muss näher ran, ich trage eine Eisenrüstung. Beherzt greife ich einen schweren Zweihänder und schleudere ihm das Stichgerät entgegen. Eine Bonusability des Schwertes war erhöhte Flugreichweite und Wurfschaden. Ich treffe, der Gegner schleudert zu Boden - meine Chance. Nach ein paar Treffern merke ich, ich verursache kaum Schaden, er steht auf. Neben uns ein Abgrund, rutschige Felsen zieren den Weg zum Ziel. Eine geschickt platzierte Bombe soll ihn in den Abgrund schleudern, er setzt mir nach - weisse Gegner sind besonders schnell merke ich. Seine Lanze beginnt zu schwingen - ich zünde... Der Gegner fällt über mich in den Abgrund, Zeit zu verschnaufen...

Der Hard Mode ist einfach soo viel mehr gelungen. Ohne Kochen und Verstärken sieht man kein Land.

Wo wir beim Thema Kochen sind war ich im Wald unterwegs, sammeln und jagen. Auf einer Lichtung nahe eines kleinen Flusses entdecke ich ein kleines Lager. Da ich erhöht stehe mache ich mit meinem Fernglas Explosivfässer aus. Auf dem Schild rutsche ich den Hügel hinab, ein gut platzierter Feuerpfeil verwandelt das Lager in eine Flammenhölle. 2 Gegner bleiben stehn - ich nutze den Auftrieb des Feuers um von oben nachzusetzen, die Gegner rufen Ihre Schwebeplattformen - hatte ich übersehen. Jetzt versuche ich auf diese zu gelangen... So spinnt sich alles immer weiter.

Und das alles geht so schnell und flüssig von der Hand.
Und das war nur die Spitze des Eisberges. Inseln Irrgärten, Arenen - die Welt platzt aus allen Nähten. Noch nie ging OpenWorld intuitiver, flüssiger und jetz kommts: Logischer...

Mein Spiel des Jahres Zelda, vor Mario Odysee, Persona 5 und Xenoblade 2.
Jo, das ist eine sehr schöne Zusammenfassung der Stärken von Zelda, und auch der in meinen Augen größten Schwäche, der fehlenden Dungeons.

Woran sich nicht nur allgemein die Geister scheiden, sondern ich selbst auch hin- und hergerissen bin, ist das Waffensystem. Auf der einen Seite ist es klasse, wie man zur Verwendung der verschiedensten Waffen angehalten wird und entsprechend haushalten muss mit seinen Taschenplätzen und dem Vorrat der verschiedenen Waffengattungen. Und natürlich in der genialen Open World ständig auf der Lauer nach neuen Waffen ist. Auf der anderen Seite hängen beispielsweise die Waffen die man dank der Titanen bekommt deswegen bei mir nur im Haus in Hateno herum, weil ich keine Lust habe, die immer wieder neu machen zu lassen, und es die etwas schwächeren Exemplare auch tun. Dieser Effekt ist in meinen Augen kein Ausdruck besonderer Spieltiefe des Waffenmanagements (da es eben die anderen starken Waffen genau so gut machen), sondern lediglich nervig. Auch ist mir wahrscheinlich bedingt durch das Waffensystem das Master-Schwert deutlich zu schwach geraten und als als festes Kernelement Zeldas zu unscheinbar in Szene gesetzt. Meine aktuelle Meinung (die nicht gerade in Stein gemeißelt ist) ist, dass man das ganze durch Feintuning besser hätte hinkriegen können: starke Waffen viel seltener in der Welt streuen (schlechte und mittlere häufiger), dafür länger haltbar gestalten und eine Möglichkeit einbauen, Waffen gegen eine Gebühr schon vor Zerbrechen reparieren zu lassen. Selbst wenn man Vorschläge solcher Art ablehnen sollte: eine Haltbarkeitsanzeige für die Waffen hätte meiner Meinung nach auf jeden Fall hereingemusst.

Aber das ist echt Jammern auf hohem Niveau, Zelda ist letztlich auch klar mein Spiel des Jahres.
Benutzeravatar
Dizzle
Beiträge: 590
Registriert: 12.01.2016 13:25
Persönliche Nachricht:

Re: Die Spiele des Jahres 2017: Startschuss zur Leserwahl

Beitrag von Dizzle »

Zu Jahresbeginn hätte ich vermutet, dass Persona 5 und Danganronpa V3 den Sieg unter sich ausmachen, letzterer Titel ist es dann auch geworden. Kennt ihr das, wenn ihr das Gefühl habt, dass ein Spiel extra für euch gemacht worden ist? :mrgreen: Genau das Erlebnis hatte ich bei V3: Die Story, die Musik, der Humor, hier passt für mich einfach alles. Dazu wieder echt gute Charaktere und Plottwists. Ich hatte als Fan extrem hohe Erwartungen, welche vollkommen erfüllt worden sind.
Ich kann jetzt nur von PS4, Vita und 3Ds sprechen, aber insgesamt dürften die wenigsten von dem Spielejahr 2017 enttäuscht worden sein. Dazu kommt noch, dass ich etliche Titel, welche ich eigentlich spielen wollte, noch gar nicht gekauft oder lediglich unzureichend angegangen bin wie z. B. Nioh oder Nier Automata, bei welchem ich nach dem ersten Ende irgendwie den Faden verloren habe.