manu! hat geschrieben: ↑29.11.2017 11:11
Davon mal ab schreibe ich nur was ich selbst erlebt habe.Das Spiel ist unfertig und das mekrt man erst nach ner bestimmten Spielzeit.
und nein,ich halte mich nicht für nen Trottel.Auch andere nicht.Ich halte das Spiel für verarsche
Wenn man es mal etwas philosophischer aus der Vogelperspektive betrachtet sind doch alle Games Verarsche.
Ich verschwende meine Zeit in virtuellen Welten für virtuelle Items, dabei könnte ich doch an meiner Karriere arbeiten, meine Bude aufräumen oder für meine Kinder ein Baumhaus bauen, richtig? Oder nicht?
Ich denke das Problem ist das heutzutage Games nicht mehr bloß als Unterhaltungsmedium angesehen werden, sondern als Way-of-Life und einige so in ihren Spielen versunken sind das es schon religiöse Züge annimmt.
Diese Illusion sich in diesen Spielen etwas zu 'Erschaffen' zu 'Erwirtschaften' was von Dauer ist, sich sozusagen eine virtuelle Existenz aufzubauen das ist die größte Falle in die die meisten Spieler reintapsen. Und ich halte das für sehr gefährlich.
Destiny 1 wurde am Anfang damit beworben das es eine 10jähre Journey sein sollte, und Spieler dachten sie könnten sich da einen Char über Jahre aufbauen und jede Aktion wäre von 'Bedeutung'. Nun, Destiny 1 ist Vergangenheit, es gibt einen Hard-Reset mit Destiny 2 und Spieler dämmert es, das es sich nicht lohnt ewig lange für ein Item zu grinden, weil irgendwann Destiny 3 kommt. Die Illusion, der Glaube an den langen durchdachten Plan von Bungie ist weg, das man da Dinge im Spiel macht von denen man noch in zehn Jahren zehren kann und die irgendwie von Bedeutung sein sollen.
Ich behaupte: gut so. Weil diese Illusion sich etwas in Spielen von Dauer aufbauen zu wollen gefährlich ist und durchaus in Sucht-artigen Verhaltensweisen ausarten kann. Ich erinner mich noch zu gut an Leute die in Lord-of-the-Rings Online den mega Grind mitgemacht haben und stundenlang die gleichen Mobs gekloppt haben (was total langweilig war) nur um irgendein Item oder Achievement zu bekommen von dem sie glaubten das es ihnen etwas ind er Zukunft bringt. Nur um zu merken: beim nächsten Add-On war es hinfällig, oder das Spiel wurde irgendwann dichtgemacht. Ich sehe auch teilweise das Problem bei den Spielern selber und ihrer Mentalität wie sie an Spiele rangehen.
Ich treffe online nur noch Spielertypen die nur noch auf Items und Rewards getrimmt sind. Die Tätigkeit ist Scheißegal, hauptsache die Belohnung stimmt. Ich nenne sowas Effizienzgamer. Und sie werden nie satt, die Hatz ist nur noch von Item zu Item von Upgrade zu Upgrade. Gibt es dann nichts mehr zum Erfarmen ist das Spiel Scheiße und Langweilig, während man sich vorher im Eiltempo durch den Content gefressen hat (100 Stunden in einer Woche). Ich sage: Scheiß auf die Rewards, der Weg ist das Ziel. Die Tätigkeit ist wichtig, das Spiel selber, nicht nur die Belohnung. Die Quest, der Raid, die Instanz, die muss doch Bock machen. Auch mal Innehalten können ist wichtig, wie oft bin ich beim Questen bei Destiny 2 mal stehengeblieben und habe mir in Ruhe die Landschaft angesehen, wie viel Liebe und Details da in dem Worldbuilding steckt (z.B. das Pyramidion ist einfach atemberaubend). Aber nein, keine Zeit, ich muss ja möglichst schnell durch alles durchhetzen um das Spiel in zwei Wochen abzugrasen und dann zu rumzugröhlen: mir ist langweilig.
Ich bin am den Punkt wo ich Destiny 2 mal ein, zwei Wochen liegen lasse und was anderes spiele. Und das ist okay. Ich betrachte es einfach nur als ein Spiel, mit Fehlern, Macken, und Problemchen. Jetzt spiel ich noch Hellblade, Wolfenstein 2 und Uncharted Lost Legacy in der Zwischenzeit bis es was neues gibt. Aber als abendliche Unterhaltung, als Eskapismus in eine fremde Welt zusammen mit Freunden, da hat es mich gut unterhalten. Die Belohnungen sind mir am Ende auch egal. Ich will mir da nix aufbauen für die Ewigkeit und habe kein Problem damit in Destiny 3 wieder ganz von vorne starten zu müssen. That's it.