Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
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- Halueth
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Erstmal vielen Dank für deine Ausführungen ZappZarapp69:
Ich finde es müßig über sowas zu schreiben, der Markt hat sich nunmal so entwickelt wie er ist. Wer damit nicht einverstanden ist, hat nur eine Möglichkeit und die ist nunmal seine Kaufkraft. Auf den einzelnen gerechnet macht das sicherlich nicht Unterschied, aber die Masse machts eben und ich hoffe einfach, dass irgendwann Publisher wie EA stürzen, damit ein Umdenken in den Köpfen der Entwickler stattfindet.
Natürlich bestimme ich nicht wer Ahnung von Spielen hat, aber es ist doch wohl einleuchtend, dass ein Analyst, der nur mehr Geld mit einem Spiel verdienen will und dies eben nicht über eine gute Spielmechanik, gute Story usw. macht, sondern eben durch vereinfachte Spielprinzipien (damit es mehr Menschen kaufen) und dann noch DLC´s und MTA´s. Von so jemandem kannst du doch nicht behaupten, er hätte von unserem Hobby Ahnung. Und ja natürlich sehe ich das aus der Sicht des Spielers, dem Spiele nunmal am Herzen liegen. Was anderes würde ja auch keinen Sinn machen.
Ich finde es auch etwas unfair, wie du manche Spielefirmen hier darstellst. Natürlich hat jede dieser Firmen auch Schattenseiten, sicherlich auch das von dir so gelobte Bamco. Aber genauso wie Nintendo, hat auch Sony einige gute Spiele herausgebracht, die auf solche Monetarisierungen verzichten.
Im allgemeinen ist es schwierig gegen soetwas jetzt vorzugehen. Die breite Masse will es ja scheinbar so, sonst würde sich ein BF2 noch schlechter verkaufen. Da können wir uns hier noch so sehr darüber ärgern. Aber man sieht auch, dass es dennoch immer wieder auch kleinere Entwickler schaffen, kommerziell erfolgreiche Spiele zu erschaffen und auch Indies erfreuen sich einer recht großen Anhängerschaft. Und es gibt ja auch immernoch die guten alten Tripple A Spiele, die nicht so verseucht sind (siehe Witcher 3 zb.). Sie sind selten, aber vorhanden.
Und ja große Marken gab es schon immer, aber das kann man nicht vergleichen. Der Markt ist viel größer geworden, die Verkaufszahlen eines GTA 5 hätte man vor 20 Jahren niemals erreicht.
Und ja ich weiß, dass Spiele damals genauso teuer waren wie heute. Ich habe auch 100DM für Black and White damals bezahlt. Die meisten PS1 Spiele haben auch schon 120 DM gekostet. Und damals wurden auch Assets wiederverwendet um Zeit und Geld zu sparen, das ist auch keine Erfindung neuerer Entwickler. Der Aufwand an sich ist gestiegen, das stimmt, aber die Reichweite, die ein Spiel heutzutage erreicht ist auch wesentlich höher.
Ich finde es müßig über sowas zu schreiben, der Markt hat sich nunmal so entwickelt wie er ist. Wer damit nicht einverstanden ist, hat nur eine Möglichkeit und die ist nunmal seine Kaufkraft. Auf den einzelnen gerechnet macht das sicherlich nicht Unterschied, aber die Masse machts eben und ich hoffe einfach, dass irgendwann Publisher wie EA stürzen, damit ein Umdenken in den Köpfen der Entwickler stattfindet.
Natürlich bestimme ich nicht wer Ahnung von Spielen hat, aber es ist doch wohl einleuchtend, dass ein Analyst, der nur mehr Geld mit einem Spiel verdienen will und dies eben nicht über eine gute Spielmechanik, gute Story usw. macht, sondern eben durch vereinfachte Spielprinzipien (damit es mehr Menschen kaufen) und dann noch DLC´s und MTA´s. Von so jemandem kannst du doch nicht behaupten, er hätte von unserem Hobby Ahnung. Und ja natürlich sehe ich das aus der Sicht des Spielers, dem Spiele nunmal am Herzen liegen. Was anderes würde ja auch keinen Sinn machen.
Ich finde es auch etwas unfair, wie du manche Spielefirmen hier darstellst. Natürlich hat jede dieser Firmen auch Schattenseiten, sicherlich auch das von dir so gelobte Bamco. Aber genauso wie Nintendo, hat auch Sony einige gute Spiele herausgebracht, die auf solche Monetarisierungen verzichten.
Im allgemeinen ist es schwierig gegen soetwas jetzt vorzugehen. Die breite Masse will es ja scheinbar so, sonst würde sich ein BF2 noch schlechter verkaufen. Da können wir uns hier noch so sehr darüber ärgern. Aber man sieht auch, dass es dennoch immer wieder auch kleinere Entwickler schaffen, kommerziell erfolgreiche Spiele zu erschaffen und auch Indies erfreuen sich einer recht großen Anhängerschaft. Und es gibt ja auch immernoch die guten alten Tripple A Spiele, die nicht so verseucht sind (siehe Witcher 3 zb.). Sie sind selten, aber vorhanden.
Und ja große Marken gab es schon immer, aber das kann man nicht vergleichen. Der Markt ist viel größer geworden, die Verkaufszahlen eines GTA 5 hätte man vor 20 Jahren niemals erreicht.
Und ja ich weiß, dass Spiele damals genauso teuer waren wie heute. Ich habe auch 100DM für Black and White damals bezahlt. Die meisten PS1 Spiele haben auch schon 120 DM gekostet. Und damals wurden auch Assets wiederverwendet um Zeit und Geld zu sparen, das ist auch keine Erfindung neuerer Entwickler. Der Aufwand an sich ist gestiegen, das stimmt, aber die Reichweite, die ein Spiel heutzutage erreicht ist auch wesentlich höher.
Zuletzt geändert von Halueth am 28.11.2017 15:04, insgesamt 1-mal geändert.
- PickleRick
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Wie gesagt, die erste Vertriebsform für Videospiele überhaupt war ja das "Mieten auf Zeit".
Ich denke, wir verstehen uns und sind eigentlich einer Meinung, bis auf die Sache, dass ich "Ahnung haben" offener definiere und man dieses Spiel von allen Seiten spielen könnte. Der Analyst findet auch, Du hast keine Ahnung von Videospielen. Du spielst sie ja nur, anstatt Geld damit zu verdienen.
Aber daran soll unser Konsens jetzt nicht scheitern.
Ich denke, wir verstehen uns und sind eigentlich einer Meinung, bis auf die Sache, dass ich "Ahnung haben" offener definiere und man dieses Spiel von allen Seiten spielen könnte. Der Analyst findet auch, Du hast keine Ahnung von Videospielen. Du spielst sie ja nur, anstatt Geld damit zu verdienen.
Aber daran soll unser Konsens jetzt nicht scheitern.
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eigentlichegal
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Ich frage mich eher, was für Daten der Analyst sich angeschaut hat. Denn nehmen wir zum Beispiel das Fernsehen. Man kann als Singlehaushalt Netflix für wieviel pro Monat bekommen? 8€? Sind wir großzügig und sagen 10€. Für diesen Fixpreis könnte ich 24/7 Serien schauen, wenn ich das wollte (wobei sich dann berechtigterweise die Frage stellt, wie die 10€ finanziert würden, aber das ist eine andere Geschichte). Und dabei wäre ich nichtmal auf irgendwelche Wiederholungen angewiesen, sondern ich hätte die gesamte Zeit neuen Content. Es gibt meines Wissens nach kein Spiel, das denselben Stunden/Preis-Faktor hat, nichtmal annähernd, es sei denn du beziehst sowas wie Minecraft mit ein. Aber gerade die AAA-Produktionen sehen da überhaupt keine Sonne im Vergleich. Streng genommen könnte ich ja sogar für nur einen einzigen AAA-Titel ein halbes Jahr zum Serienzombie mutieren. Dasselbe gilt für Spotify. Ich kann Musik hören bis mir die Ohren bluten und soweit ich weiß auch nur für 10€ im Monat. Bücher dürften ebenfalls ein besseres Verhältnis auffahren, selbst wenn man nur aktuelle Bücher kauft. Dann kann man für ein Vollpreistitel immer noch 5-6 Bücher kaufen, die (abhängig von deiner Lesegeschwindigkeit natürlich) dir vermutlich ebenfalls einen besseren Stunden/Preis-Faktor geben. Wenn man sich auf klassische Werke fokussiert kannst du diesen Wert nochmal um ein Vielfaches verringern! Und das sind nunmal keine Daten, wofür man eine ganze Firma im Rücken braucht um das festzustellen, sondern es sind ganz simpel die Dinge, die wir alle als Verbraucher täglich sehen. Da müsste der Analyst aber schon über Wunderdaten verfügen, wenn die ihm was anderes sagen.ZappZarapp69 hat geschrieben:Er behauptet das genau Gegenteil:
Wenn man sich die Daten anschaut, dann ist der Konsum von einer Stunde 'Videospiel-Inhalt' noch immer eine der günstigsten Formen der Unterhaltung überhaupt.
Na gut, das hat vordergründig erst mal wenig mit Deiner Aussage zu tun, das impliziert aber zumindest, dass das bei anderen Unterhaltungsformen anders sein sollte.
Woher hast Du Deine Daten?
P. S. Wenn Videospiele im Preis gleich bleiben, werden sie inflationsbedingt billiger.
Übrigens die Sache mit der Inflation gilt ja auch für alle anderen Produkte. Bücher zum Beispiel kosten heute immer noch als Taschenbuchversion 10€, so wie auch vor 10 Jahren schon. Die Klassiker sind hingegen so extrem im Preis gefallen, dass du vermutlich hunderte Werke für unter 2€ bekommst!
- PickleRick
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Vielleicht bezieht sich der Analyst aber auch nicht explizit auf den Deutschen Markt, auf dem Medien überdurchschnittlich günstig sind.
Ich zucke beim Wort "Analyst" auch zusammen, aber ich glaube zumindest mal nicht, dass sich einer lange als Analyst halten kann, wenn er fortwährend Bullshit erzählt und keine belastbaren Zahlen für seine Analyseergebnisse verwendet.
Hier kannst Du z. B. sehen, wie er rechnet.
Deine Fantasiezahlen ("Für 10€ 24/7 Serien gucken") - wieder "Hätte, hätte, Fahrradkette.." - können da wenig gegen ausrichten.
Andererseits halte ich 2,5h Spielzeit pro Tag auch für sehr hoch. Aber auch da kenne ich den Markt nicht und in Overwatch sind es ja wohl 2, wobei ich niemals auf 14h in der Woche komme. Aber ich bin ja auch Familienvater.
P. S. Er lässt Streamingdienste vielleicht bewusst aus, da die seine Argumentation untergraben würden. Er spielt sich natürlich, was die Tatsachen betrifft, etwas in die eigene Tasche.
Ich zucke beim Wort "Analyst" auch zusammen, aber ich glaube zumindest mal nicht, dass sich einer lange als Analyst halten kann, wenn er fortwährend Bullshit erzählt und keine belastbaren Zahlen für seine Analyseergebnisse verwendet.
Hier kannst Du z. B. sehen, wie er rechnet.
Deine Fantasiezahlen ("Für 10€ 24/7 Serien gucken") - wieder "Hätte, hätte, Fahrradkette.." - können da wenig gegen ausrichten.
Und er rechnet Videospiele in meinen Augen noch ziemlich hoch. Ich persönlich würde niemals 60€ und dann noch 20€ pro Monat ein Jahr lang für ein Videospiel ausgeben! Aber ich kenne den Markt da ja auch nicht.The analyst estimated cost per hour for a typical "Star Wars Battlefront II" player. He said if a gamer spent $60 for the game, an additional $20 per month for loot micro-transaction boxes and played around 2.5 hours a day for one year, it comes out to roughly 40 cents per hour of entertainment. This compares to an estimated 60 cents to 65 cents per hour for pay television, 80 cents per hour for a movie rental and more than $3 per hour for a movie watched in a theater, according to the firm's analysis.
Andererseits halte ich 2,5h Spielzeit pro Tag auch für sehr hoch. Aber auch da kenne ich den Markt nicht und in Overwatch sind es ja wohl 2, wobei ich niemals auf 14h in der Woche komme. Aber ich bin ja auch Familienvater.
P. S. Er lässt Streamingdienste vielleicht bewusst aus, da die seine Argumentation untergraben würden. Er spielt sich natürlich, was die Tatsachen betrifft, etwas in die eigene Tasche.
- Halueth
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Was auch damals schon kritische Stimmen, bezüglich der Geldscheffelei auf den Plan gerufen hat :wink:ZappZarapp69 hat geschrieben: ↑28.11.2017 14:44 Wie gesagt, die erste Vertriebsform für Videospiele überhaupt war ja das "Mieten auf Zeit".
Das wurde ja aber zum Glück gändert, als man sich ne Heimkonsole an den TV anschließen konnte. Heute haben Spieleautomaten nur noch einen nostalgischen Reiz, mein Geld würde ich dennoch nicht drin versenken, außer vllt. für 1 oder 2 Runden Street Fighter, oder House of the Dead
Danke für die Diskussion.
Nur noch eine kleine Anmerkung bezüglich der Zahlen des Analysten: es kommt ja immer darauf an, wie lange ich Zeit mit dem Medium verbringe. Kaufe ich mir Battlefront 2 nur wegen dem SP und zahle dafür 60 Euro, dann sieht die Rechnung wieder anders aus. Aboniere ich aber Netflix für einen Monat und schaue aber nur mal eine Stunde irgendwas darüber, weil ich sonst keine Zeit habe, oder wegen sonst was, dann ist das wieder alles relativ.
Der Analyst nimmt die Zahlen, die für die Aktionäre am schönsten klingen und ihm seinen Job sichern. Eine Daseinsberechtigung wird er schon irgendwie haben. Zecken sind auch eklig und bei grober Betrachtung sinnlos, aber es wird schon einen Grund haben, warum sie auf der Welt sind. (Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte keinen Analysten beleidigen oder mit diesen ekligen Tieren gleich setzen, ich finde nur dass sie beide in meinen Augen keinen greifbaren Nutzen haben, außer dem Erhalt der eigenen Existenz)
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Seriöse Analysten bieten ratsuchenden Investoren nützliche und sinnvolle Beratung an. Da wird auch klipp- und klar gesagt, wovon man die Finger lassen sollte. Aber wie überall, so gibt es auch hier schwarze Schafe. Leider nicht allzu wenige.Halueth hat geschrieben: ↑28.11.2017 15:17 Der Analyst nimmt die Zahlen, die für die Aktionäre am schönsten klingen und ihm seinen Job sichern. Eine Daseinsberechtigung wird er schon irgendwie haben. Zecken sind auch eklig und bei grober Betrachtung sinnlos, aber es wird schon einen Grund haben, warum sie auf der Welt sind. (Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte keinen Analysten beleidigen oder mit diesen ekligen Tieren gleich setzen, ich finde nur dass sie beide in meinen Augen keinen greifbaren Nutzen haben, außer dem Erhalt der eigenen Existenz)
Michael Pachter, der in Gamer-Kreisen ja gerne bis zum Exzess gehated wird, gehört übrigens zu den seriösen (!) Vertretern dieser Zunft. Er hat A) Ahnung von der Materie und B) liegt mit seinen Prognosen und Abschätzungen nachweislich sehr viel öfter richtig als daneben. Nur seine irrationale Abneigung gegenüber Nintendo, die muss man ihm halt nachsehen
- PickleRick
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Ich hoffe für ihn und gehe davon aus, dass er seine Zahlen schon auf empirische Auswertungen stützen wird. Denn das wäre, als Adressat eines solchen Briefes, einer meiner erste Rückfragen: Woher haben Sie Ihre Nutzungsdaten?
Und wenn ich auf diese Frage komme, dann wohl auch jemand mit viel Geld, der dieses diesem Menschen anvertrauen soll.
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Sehe ich auch so. Mir fehlen aber in dem Rechenbeispiel -wobei ich mir die Studie nicht selbst angeschaut habe- aber grundsätzlich etwas die Kosten für die "Infrastruktur". d.h. das aus Sicht des Spielers sich die Ausgaben eben ja nicht auf das Spiel an sich beschränken, sondern die Gesamtausgaben pro Stunde Spielzeit ja die Kosten für die dafür notwendige "Infrastruktur", d.h. Spielerechner/Konsole anteilig über die Lebensdauer/Anzahl gespielter Stunden, Platzbedarf usw. eingerechnet werden müssten.ZappZarapp69 hat geschrieben: ↑28.11.2017 15:03 Vielleicht bezieht sich der Analyst aber auch nicht explizit auf den Deutschen Markt, auf dem Medien überdurchschnittlich günstig sind.
Ich zucke beim Wort "Analyst" auch zusammen, aber ich glaube zumindest mal nicht, dass sich einer lange als Analyst halten kann, wenn er fortwährend Bullshit erzählt und keine belastbaren Zahlen für seine Analyseergebnisse verwendet.
Im Gegensatz zu vielen anderen Freizeitvergnügungen, wie Kinogehen, Cartfahren oder halt einer Menge anderen, wird hier ein Teil der Infrastruktur in der die Aktivität stattfindet, direkt vom Spieler bezahlt und nicht über den "Umweg" des Preises für die Vergnügung entrichtet.
Der Spieler stellt den Rechner und die Peripherie, auf der das Spiel läuft. Bezogen auf den Vergleich Kino wäre da der Eintrittspreis auch billiger, wenn der Platz, Heizung, Bestuhlung und ein Anteil an Leinwand und Projektor dem Betrachter gehören würden und der Eintrittspreis alleine dazu dienen würde, den Verleih des Films zu bezahlen.
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Ähhh, wo hast du das her? Ich hab noch sehr gut im Kopf in irgendeinem Portal mal den Vergleich zu anderen Analysten gesehen zu haben, und er lag eher im unteren Bereich mit seinen Einschätzungen. Der Mann ist einfach nur bekannt, aber nicht wirklich top in seiner Zunft.Kajetan hat geschrieben: ↑28.11.2017 15:23Michael Pachter, der in Gamer-Kreisen ja gerne bis zum Exzess gehated wird, gehört übrigens zu den seriösen (!) Vertretern dieser Zunft. Er hat A) Ahnung von der Materie und B) liegt mit seinen Prognosen und Abschätzungen nachweislich sehr viel öfter richtig als daneben. Nur seine irrationale Abneigung gegenüber Nintendo, die muss man ihm halt nachsehen![]()
Und wenn wirs auf seine Analysen, die es in die Gaming News schaffen begrenzen, liegt er sowieso meistens daneben oder drückt im besten Fall nur das Offentsichtliche aus.
Fake Edit: Ach, hier wars.
- Kajetan
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Hatte ich vor ner Weile auf Kotaku gelesen, samt Info-Graphik. Mal schauen, vielleicht finde ich es noch.
Will ich nicht ausschliessen. Ich kann mich bez. der Qualität seiner Arbeit eh nur auf die Aussagen Dritter verlassen.Ich hab noch sehr gut im Kopf in irgendeinem Portal mal den Vergleich zu anderen Analysten gesehen zu haben, und er lag eher im unteren Bereich mit seinen Einschätzungen. Der Mann ist einfach nur bekannt, aber nicht wirklich top in seiner Zunft.
Gut, dann nehme ich bis zum Beweis des Gegenteils mein Beispiel "Pachter" zurück
-
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Okay, wenn du so wenig bereit bist von zwölf bis mittag zu denken, dann mach ich die Rechnung eben für dich selbst. Wenn ich allein von meinem Konsum ausgehe, dann schaue ich, wenn ich abends Fernseh schaue ca. 2 Stunden. Das kommt vielleicht jeden zweiten Abend vor. Also landen wir im Monat bei 30 Stunden Netflix für gerade mal 10€. Das macht nach Adam Riese 33 Cent pro Stunde. Und damit bin ich nichtmal ein Vielgucker von Netflix. Mit jeder weiteren Stunde wird es nur günstiger. Dasselbe mit Musik. Wie häufig lasse ich Musik einfach im Hintergrund laufen, sei es wenn ich spüle oder bügle. Da könnte ich das stundenmäßig schwerer einschätzen, aber ich rechne einfach mal andersherum. Um besser zu sein als Videospiele was die Stunde/Preis-Rechnung angeht muss ich pro Tag gerade mal mindestens 25 Stunden Musik hören, also mehr oder minder eine pro Tag um besser dazustehen als Videospiele. Das höre ich schon locker allein bei dem Weg zur Arbeit!ZappZarapp69 hat geschrieben: ↑28.11.2017 15:03 Deine Fantasiezahlen ("Für 10€ 24/7 Serien gucken") - wieder "Hätte, hätte, Fahrradkette.." - können da wenig gegen ausrichten.
Mir fällt es schon sehr schwer von "Tatsachen" zu sprechen, wenn diese angeblichen Tatsachen davon abhängen, welchen Vergleichsmaßstab ich wähle. Würdest du es als eine angemessene Tatsache erachten, wenn dir jemand sagt, dass Gold sammeln ein günstiges Hobby ist, weil man auch Platin sammeln könnte?ZappZarapp69 hat geschrieben: ↑28.11.2017 15:03 P. S. Er lässt Streamingdienste vielleicht bewusst aus, da die seine Argumentation untergraben würden. Er spielt sich natürlich, was die Tatsachen betrifft, etwas in die eigene Tasche.
Fernab dieser Vergleichsmaßstäbe bleibt aber die eigentliche Frage ungeklärt. Selbst wenn(!) Videospiele zu den günstigsten Medien gehören die wir so konsumieren können, inwiefern leitet sich daraus ein berechtigter Anspruch auf Preiserhöhung ab? Das einzige(!) Scheinargument, das er bringt ist, dass es derzeit günstig ist und es andere Sachen gibt, die teurer sind. Aber das ist überhaupt nicht stichhaltig, weil das bedeuten würde, dass jedes(!) Produkt, dass nicht das teuerste am Markt ist eine Berechtigung hätte teurer zu sein. Was ist denn das für eine abstruse Logik??
- PickleRick
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Du bist kein Betriebswissenschaftler, gell?
- PickleRick
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Was wohl weniger an Pachter, als an der Selbstgefälligkeit und Ignoranz der Videospielgemeinde liegen dürfte.
Wenn man diese als "nicht gerade offen für Andersdenkende" bezeichnet, dann ist das purer Euphemismus.
- bohni
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
M.Pachter:
2006, Mr. Pachter predicted that Nintendo will soon pull-out of the console business. He also claimed that Wii motion controls won’t be accepted by the community.
2008 Assassin Creed 2 will take place in ther 1700s, possibly during the French Revolution
2009 PS3 , Wii, XBox 360 are the "last generation of consoles" There will be no new consoles ever (or at least for a very long time) from Microsoft and Sony, though Nintendo may put out a Wii HD with more storage.
GTA5 comes 2009, 2010, 2011, 12? all wrong!
2010, Pachter predicted that Rockstar’s open-world western sequel Red Dead Redemption was not a “blockbuster franchise”, and wouldn’t appeal to a large audience.
2014 Pachter forecast impressive sales for Microsoft’s current-gen behemoth, stating the system would outsell the PS4 by 75,000 units
2014 japanische Videospiele auf dem Massenmarkt keine Rolle spielten
2014 Der Branchen-Analyst Michael Pachter sieht wieder einmal das Ende traditioneller Konsolensysteme gekommen
2017 Nintendos Switch wird einen schweren Start haben, erklärt Analyst Michael Pachter. Weder der hohe Preis, noch die zum Release verfügbaren Spiele
etc.
Wenn mal was stimmt, was der behauptet, ist das eher zufällig.
2006, Mr. Pachter predicted that Nintendo will soon pull-out of the console business. He also claimed that Wii motion controls won’t be accepted by the community.
2008 Assassin Creed 2 will take place in ther 1700s, possibly during the French Revolution
2009 PS3 , Wii, XBox 360 are the "last generation of consoles" There will be no new consoles ever (or at least for a very long time) from Microsoft and Sony, though Nintendo may put out a Wii HD with more storage.
GTA5 comes 2009, 2010, 2011, 12? all wrong!
2010, Pachter predicted that Rockstar’s open-world western sequel Red Dead Redemption was not a “blockbuster franchise”, and wouldn’t appeal to a large audience.
2014 Pachter forecast impressive sales for Microsoft’s current-gen behemoth, stating the system would outsell the PS4 by 75,000 units
2014 japanische Videospiele auf dem Massenmarkt keine Rolle spielten
2014 Der Branchen-Analyst Michael Pachter sieht wieder einmal das Ende traditioneller Konsolensysteme gekommen
2017 Nintendos Switch wird einen schweren Start haben, erklärt Analyst Michael Pachter. Weder der hohe Preis, noch die zum Release verfügbaren Spiele
etc.
Wenn mal was stimmt, was der behauptet, ist das eher zufällig.
- Schnurx
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen
Naja, nur der Vollständigkeit halber: Streng genommen dürftest Du da aber auch nur AAA-Serien/Filme werten, die genauso fesseln, wie ein AAA-Spieletitel das tut. Da wird die Luft da auch schon ein bischen dünner im Angebot. Was Deinem berechtigten Argument aber keinen Abbruch tut.eigentlichegal hat geschrieben: ↑28.11.2017 14:55 denn du beziehst sowas wie Minecraft mit ein. Aber gerade die AAA-Produktionen sehen da überhaupt keine Sonne im Vergleich. Streng genommen könnte ich ja sogar für nur einen einzigen AAA-Titel ein halbes Jahr zum Serienzombie mutieren. Dasselbe gilt für
