Halueth hat geschrieben: ↑28.11.2017 07:35
Jaja, wenn man die Aussage nicht versteht und so...
Und was an dieser ganzen Diskussion ist denn bitteschön nicht "hätte, hätte Fahrradkette"?
Kann irgendjemand mit sicherheit sagen, dass sich Spiele genauso gut verkaufen würden, wenn sie teurer wären? Oder, dass es keine MTA`s oder DLC´s geben würde, hätte sich der Preis vor diesen "Errungenschaften" erhöht? Das ist doch alles nur Spekulatius.
Dieser Analyst hat keine Ahnung davon, was ein gutes Spiel ausmacht. Das einzige was er, so denkt er zumindest, Ahnung hat, ist wie man mit bestimmten Mechanismen noch mehr Geld mit dem Medium verdienen könnte.
Nein, wenn man die Aussagen nicht verstehen möchte.
Ein Analyst sagt: "Wenn wir dies und jenes tun, dann machen wir mehr Geld!"
Er hat recht, wenn die Firma mehr Geld macht. Mehr gibt es nicht zu sagen und Du sagst ja selbst, dass die Verkaufszahlen den großen Firmen leider recht geben.
Hier jammern alle über P2W, DLC, usw. usf.
Und was macht die Realität derweil?
1. Tencent
2. Sony
3. Activision Blizzard
4. Microsoft
5. Apple
6. EA
7. NetEase
8. Google
9. Bandai Namco
10. Nexon
Das sind, laut Geschäftsberichten, die 10 größten Firmen im Videospielbereich. (Nicht alles sind Publisher oder Hersteller von Videospielen, sie machen aber ihr Geld damit!)
Ich sag mal was zu dieser Liste:
1. Eine chinesische Firma, die u. a. eines der größten F2P-Portale betreibt. Die sind in China aber auch mit anderen Produkten riesig, was ihre Einordnung hier schwierig macht, aber man beachte: Bigger than Apple or Google!
2. Sony, die Firma, die eine der miesesten Softwareplattformen im Videospielbereich (Webseiten, Konsolen-OS...) bereitstellt, einen unterirdischen Service bietet (Hast schon mal versucht, die zu erreichen?), sich hat schon zwei Mal hacken lassen, samt Diebstahl von Zahlungsdaten und Passwörtern und eben die PlayStation bereitstellt. Das reicht wohl für Platz 2.
3. Die Erfinder, nein, aber die erfolgreichsten Anbieter von Lootboxen, digitalen Sammelkartenspielen, Abogebühren, usw. usf. Die Anbieter von Massenware, wie CoD (das IMMER läuft, wie geschnitten Brot!) und Destiny (das ähnlich repetitiv ist, wie geschnitten Brot!).
4. Haben die bessere Hardware, den besseren Service, das miesere Image und das schlechtere Angebot im Vergleich zu Sony. Reicht für Platz 4, was aber nicht nur an der X-Box-Sparte liegen dürfte.
5. Die machen ihr Geld nur damit, dass sie eine Plattform(!) für den Handel mit Videospielen anbieten. Das reicht für Platz 5.
6. EA... nuff said!
7. Die haben lediglich die Vertriebslizenzen für Blizzard-Spiele und Minecraft in China. Daneben machen sie noch solche Spieleperlen, wie Fantasy Westward Journey II, New Westward Journey Online II, New Ghost, Tianxia III, Revelation, Demon Seals, Hegemon-‐King of Western Chu, Fantasy Westward Journey mobile, Westward Journey Online mobile, Invincible, Kung Fu Panda 3 mobile game, The X-‐World, Kari-‐ri-‐sei Million Arthur, Chrono Blade and Blizzard , Fantasy Westward Journey: Warriors, New Ghost Mobile.
Noch nie gehört? Sind u. a. die mit erfolgreichsten MMORPG in China.
8. Don't be evil.
9. Die machen in der Tat, wie ich finde, einfach nur gute Spiele.
10. Ich zitiere: "Nexon gehört mit zu den Pionieren des Free-to-play Geschäftsmodells und die weltweit über 50 angebotenen Spiele des Unternehmens basieren fast ausschließlich auf diesem Konzept."
Eine von zehn Firmen in dieser Liste macht im wesentlichen nur gute Spiele, der Rest verdient sein Geld mit Massenware, Serviceleistung um Spiele herum (Google und Apple verdienen viel am Geschäft mit Mikrotransaktionen) oder produzieren Spiele, die auf dem basieren, was wir hier kritisieren.
Das meine ich mit "Realität".
Auf Platz 11 kommt dann übrigens Nintendo, was ich auch erfreulich finde! Die machen nicht alles richtig, aber die machen noch einfach gute Videospiele ohne darin nur eine Geschäftsmodellplattform zu sehen.
Und nun zu Deiner Frage, was bei Dir "Hätte, hätte, Fahrradkette" oder genauer gesagt Spekulation und Wunschdenken gewesen ist:
Nein, ich meinte schon solche Analysten wie diesen Herren, die haben von Videospielen an sich keine Ahnung.
Was bedeutet "Ahnung an sich" von etwas zu haben? Hast Du mehr "Ahnung" von Videospielen, weil Du sie regelmäßig konsumierst? Hat nicht der Entwickler am meisten Ahnung von Videospielen, weil er sie produzieren kann? Oder der Publisher, der die Entwicklungsprojekte steuert? Oder der Analyst, der den Markt und die Geschäftsmodelle am besten kennt?
Nur weil er nicht Dein Wissen hat, heißt das nicht, dass er "keine Ahnung" hat. Und ich sage mal so, zumindest ist "Deine Ahnung" von Videospielen am wenigsten Wert, denn alle anderen verdienen mehr an ihrer "Ahnung von Videospielen".
Solchen Analysten haben wir DLC's, MTA's und und und uu verdanken. Solche Leute sind nur dazu da um den Firmen aufzuzeigen, wie man noch besser Geld scheffeln kann.
Genau, und die Firmen sind nur dazu da, um Geld zu "scheffeln". Soll jetzt das Rote Kreuz oder andere NGO Videospiele herstellen oder was? Du hättest gerne eine Welt, in der Videospielhersteller das Produkt im Zentrum sehen und dessen Unterhaltungsqualität und die positive Spielerfahrung für den Spieler. Versteh ich schon, hätten wir alle hier gerne oder anders gesagt, hätte, hätte, Fahrradkette.
Hätten wir nur Spiele wie The last Guardian oder andere eher anspruchsvollere Spiele...
... dann hätten zumindest diese Spieler etwas dagegen:
Susann Küchler: "Langweiliges Spiel"
Herzog Ickzorn: "Enttäuschung auf ganzer Linie"
Amazon Kunde: "Gameplay welches eindimensional und keineswegs unterhaltsam ist"
Heike: "Dafür das das Team so lange Zeit hatte das Spiel zu entwickeln ist doch ziemlicher Schrott rausgekommen."
Amazon Kunde: "Meine Empfelung hat The Last Gardien nicht."
JackzudemCan: "geschichte müll Steuerung müll alles müll"
Florian S.: "Schwache Leistung, Geld nicht wert"
Aber lass mich raten, die haben auch alle "keine Ahnung", oder?
Leider leben diese Menschen auch in unserer "Realität".
und kein COD oder DOOM oder (bitte anderes massnetaugliches Spiel einsetzen), dann wäre unser Hobby auch nicht so im Mainstream angekommen. Ob das gut oder schlecht ist, sei mal dahingestellt.
Jetzt wird es interessant, dass ist die erste These, über die man debattieren kann. Ich persönlich bezeichne WoW ja als das "Black Album der MMORPG", denn wie Metallicas Black Album den Metal in die Charts brachte, so hat WoW die Kiddies in die MMORPG-Szene und damit gleichzeitig mich aus der MMORPG-Szene heraus gebracht.
So einfach ist das aber natürlich nicht und es kommen noch mehr Faktoren dazu.
Im übrigen ist ist DOOM ein heiliger Gral für PC-Spieler. Wie kannst Du es wagen... die haben ein Genre erfunden, verdammt nochmal?
Das ist übrigens eine Reihe der die erfolgreichsten Videospielfranchises:
Mario (1981)
Pokémon (1996)
Grand Theft Auto (1997)
Call of Duty (2003)
The Sims (2000)
Tetris (1984)
Need for Speed (1994)
Final Fantasy (1987)
FIFA (1993)
Lego (1995)
Madden NFL (1988)
Assassin's Creed (2007)
Gerade mal eine dieser Marken ist erst 10 Jahre alt, fast der gesamte Rest ist 20 Jahre alt und manche sogar 30 Jahre und älter.
Es gab diese "kommerziell erfolgreichen" Spiele also schon immer. Wer sich nur Spiele wünscht, die ihm gefallen und einem selbstdefinierten Anspruch genügen, der verkennt die Realität und spekuliert in einer Fantasiewelt herum. Du machst ein Gedankenexperiment, darauf kann man keine Argumentation aufbauen.
Von mir aus, können sie auch gern das Experiment mit gestiegenen Festpreisen versuchen. Der Mark5 wird ihnen schon zeigen, ob es gut für sie ist, oder nicht.
Das müssen sie nicht, sie haben die Preise schon über andere Wege erhöht. DLS, SP, MT, Wiederverwendung der immer gleichen Assets, Spielmechaniken, die den Kauf von virtuellen Gütern notwendig machen und sw. und sf. sind alles Mittel, um den Preis augenscheinlich stagnieren zu lassen.
Wenn aber Activision Blizzard ein Spiel rausbringt, welches nach 8h in gleichbleibendem Grind endet, nach weiteren 32h gleichbleibendem Grind am Ende ist, um dann einen DLC rauszubringen, der wenig Neues, aber viel wiederverwertetes enthält und Du wieder 2h durchspielst und 20h grindest, dann gibt das für mich keinen Unterschied zu einem Spiel, was gleich 80, 90 oder 100€ gekostet hätte.
Früher haben Spiele übrigens 100DM und mehr gekostet. Für das Original Half-Life habe ich damals 120DM bezahlt.
Aber neben dem ganzen anderen "Geldausdertaschezieh"- Kram könnte das langsam aber sicher bei einer breiten Masse das Fass zum überlaufen bringen und die Verkaufszahlen brechen ein.
Spekulation und Wunschdenken.
Siehe Battlefront 2. Eigentlich hätte es sich besser verkaufen müssen, als der Vorgänger, hat es aber nicht und ich denke das liegt schon zum Großteil an den MTA's.
Spekulation und Wunschdenken.
Wir wissen es nicht und wie immer wird es mehr als einen Grund dafür geben. Ich würde mich freuen, wenn die Leute ihren Worten auch Taten folgen lassen würden und BF2 nicht kaufen, weil ihnen das Geschäftsmodell dahinter nicht gefällt.
Ich erinnere mich noch gut an diese Gruppe damals, die sinnbildlich für das menschliche Verhalten insbesondere von Videospielern ist:
Ich kenne wenige Menschen, die ihren Worten dauerhaft Konsequenzen folgen lassen. Vor allem bei so klaren First-World-Problemen wie Videospielen.
Danke für die Aufmerksamkeit.