Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

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Sir Richfield
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Sir Richfield »

Sorry, war mir jetzt zu wichtig, das am Ende meines sourOr rants sterben zu lassen:

Jetzt mal auf BFII konkret gemünzt:
Erklärt mir doch bitte mal den Unterschied zwischen dem mit dem Gummiband und dem, der sich die Lootboxen kauft.
(Jaja, geht im Moment nicht, weiß ich auch.)
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greenelve
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von greenelve »

Sir Richfield hat geschrieben: 27.11.2017 10:52
greenelve hat geschrieben: 26.11.2017 20:37Destiny 1 hatte doch diese Höhle, bei der Leute davorstanden und eine Apparatur bauten, mit der alle paar Sekunden geschossen wird, um selber nach Stunden andere Dinge nachgehen die Items einzusammeln.
Dafür/Dagegen hat(te) Destiny 2 ja das Herabsetzen der EXP für solche Aktionen.
Nein. Da hast du was falsch verstanden. In Destiny 1 wurden Items gefarmt. Items, die man im Spiel verwendet. Wie in Diablo die legendären und Set Items. Die XP hier dient für zusatzliche Sachen, wie kosmetisch, die man nur über Boxen bekommt. Sei es im Shop oder Stufenaufstieg nach dem Soft-Cap von 20.
Das Ändern von XP Gewinn durch Grind ändert nichts an Dropraten für Items wie Waffen.
Und wie ich schon sagte, für andere Mitspieler ist ein solches Verhalten nicht schön. Da sehe ich bei dieser News das wirkliche Problem. Überhaupt nach reiner Aktivität eine Belohnung zu geben.
Ich sehe da beschissenes Gamedesign.
Wenn man dadurch "weiter" kommt, dass man stupide einen Knopf drückt, dann stimmt mit dem Spiel was nicht.
Ähm ja... Du meinst also etwas wie "nach reiner Aktivität eine Belohnung geben", die in diesem Fall hier durch simples Knopfdrücken vorgetäuscht wird? Schön das du da was anderes siehst, im Gegensatz zu dem, was ich gesagt habe....
Weiß allerdings nicht, ob das in Destiny auch geht - also Votekick. Wenn ja: Wo ist das Problem? Wenn nein: Nun, da ist euer Problem. :)
Erst ist es ein Problem im Gamedesign, mit dem Adjektiv beschissen tituliert, beim Spiel selber...und dann sind es doch die Spieler, egal ob die Frage mit ja oder nein beantwortet wird. Lese ich da eine genervtheit heraus, dass dich das Thema gar nicht wirklich interessiert, du es als lässtig empfindest und deswegen mit einer solchen Antwort aufwartest? Warum dann überhaupt dazu etwas schreiben? :Blauesauge:
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Kajetan
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Kajetan »

sourcOr hat geschrieben: 27.11.2017 15:48 Es ging dir erst ums Fortschrittssystem, und dass es "lehrreich" sei, was der Kerl da abzieht. Wenn das kein indirektes Lob ist, dann weiß ich auch net.
Dann mißverstehst Du mich.

Ich lobe nicht das Cheaten als solches, sondern den Umstand, dass man genau DARÜBER herausbekommt, wie dünn und armselig die Gameplay-Mechanik an dieser Stelle ist. Ist wie mit Hackern. Natürlich ist es nicht toll, wenn jemand in eine Datenbank einbricht und dann tausende User-Daten ins Netz stellt ... aber es zeigt gut auf, dass der Datenbank-Betreiber an dieser Stelle halt massiv geschlampt hat und man aus solchen Lücken und Fehlern lernen kann. Und vor allem sollte, denn mit purem Goodwill hält man niemanden vom Mißbrauch einer Datenbank oder dem XP-System eines Spieles ab.

Gut, wenn die Betreiber natürlich Einsparungen in Sachen Sicherheit für wichtiger erachten oder eine Gameplay-Mechanik ganz bewusst so einfach ausbeutbar gestaltet worden ist, weil es wichtigere finanzielle Ziele gibt ...
Aber ich glaube ich kann das so deutlich trennen wie ich möchte, am Ende heißt es doch wieder, ich würde mich über Cheater im Allgemeinen aufregen (was nicht der Fall ist).
Was schlichtweg daran liegt, ich kann es nur wiederholen, dass Du Dich an der falschen Stelle auskotzt.

Beschwere Dich bei EA, dass man so eine firlefanzige Gameplay-Mechanik verwendet. Beschwere Dich bei EA, dass Du als User keine Möglichkeit hast, solche Leute aus Deiner Partie zu werfen. Sich über Cheater zu beschweren, wenn Du als Spieler keine Möglichkeit hast Cheater aus dem Spiel rauszuwerfen, ist sinnlos, nutzlos, witzlos. Weil es diese Möglichkeiten früher alle gab, die aber wegen der Gier der Anbieter alle entfernt wurden. Und die Spieler sind größtenteils nicht fähig zu erkennen, dass sie vom ANBIETER verarscht werden und nicht vom Cheater.
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Zinssm »

Klassische Täter/ Opfer Verdrehung! Und immer wieder die selbe Leier. Wie zuwider muss dir eigentlich Geld sein...
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Sir Richfield
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Sir Richfield »

greenelve hat geschrieben: 27.11.2017 16:27Nein. Da hast du was falsch verstanden.
Jain - thematisch durcheinandergewürfelt würde es besser beschreiben.
Danke für die Richtigstellung
Ähm ja... Du meinst also etwas wie "nach reiner Aktivität eine Belohnung geben", die in diesem Fall hier durch simples Knopfdrücken vorgetäuscht wird? Schön das du da was anderes siehst, im Gegensatz zu dem, was ich gesagt habe....
Hmmja, ich fürchte wir meinten beide das gleiche, aber ich war auf der falschen Spur.
Aber nur, damit ich Sicherheit habe: Du meintest, dass es ein Problem ist, wenn "Dabei sein ist alles" für Fortschritt reicht?
Weiß allerdings nicht, ob das in Destiny auch geht - also Votekick. Wenn ja: Wo ist das Problem? Wenn nein: Nun, da ist euer Problem. :)
Erst ist es ein Problem im Gamedesign, mit dem Adjektiv beschissen tituliert, beim Spiel selber...und dann sind es doch die Spieler, egal ob die Frage mit ja oder nein beantwortet wird. Lese ich da eine genervtheit heraus, dass dich das Thema gar nicht wirklich interessiert, du es als lässtig empfindest und deswegen mit einer solchen Antwort aufwartest? Warum dann überhaupt dazu etwas schreiben? :Blauesauge:
[/quote]
Hmm, ich glaube, da hast du meine Art mich auszudrücken missverstanden.

Doch, das Thema interessiert mich! Es betrifft mich nicht mehr, aber es interessiert mich, weil eben Teil dieser Diskussion der Grund ist, dass es mich nicht mehr betrifft!

Ich hoffe, dass ich dich vorher richtig verstanden habe und wir jetzt nicht darüber diskutieren müssen, dass es ungeschicktes Design ist, wenn man sich Fortschritt durch reine Anwesenheit* erfarmen kann.

Ich bin jetzt der Meinung, dass, wenn es eine Möglichkeit gibt, solchen Leuten aktiv das Wasser abzugraben, das Problem nicht so groß ist, wie es die Anti-Cheat-Kreuzzügler aus reinem Prinzip aufblasen.

Wenn es diese Möglichkeit NICHT gibt, dann halte ich das für das größere Problem.
Denn aus dieser (gefühlten?) Ohnmacht heraus rufen die "normalen" Spieler laufend nach denen, die ihnen diese Ohnmacht ja erst eingebrockt haben.
Nur um sich DANN zu wundern, dass die Vollpreisspiele Pay2Win werden.

Es geht mir um Kontrolle.

*Das "reine" ist hier das Stichwort. Wenn man AKTIV sein muss (daher kam wahrscheinlich meine Verwirrung von eben), um weiterzukommen, dann ist das ja kein Problem.
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Sir Richfield
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Sir Richfield »

Zinssm hat geschrieben: 27.11.2017 16:37 Klassische Täter/ Opfer Verdrehung! Und immer wieder die selbe Leier. Wie zuwider muss dir eigentlich Geld sein...
1) Erzähl das deiner Versicherung, wenn dir jemand in die nicht abgeschlossene Wohung eingebrochen ist.

2) Nö, niemand dreht hier um, dass "normale" Spieler Opfer von Cheatern sein können.
Wenn überhaupt rufen wir hier nach dem 2nd Amendment. :)

3) Ich sollte wirklich nicht auf dem "Willste doch lesen?" Link klicken...
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Kajetan
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben: 27.11.2017 16:47 Wenn es diese Möglichkeit NICHT gibt, dann halte ich das für das größere Problem.
Denn aus dieser (gefühlten?) Ohnmacht heraus rufen die "normalen" Spieler laufend nach denen, die ihnen diese Ohnmacht ja erst eingebrockt haben.
Nur um sich DANN zu wundern, dass die Vollpreisspiele Pay2Win werden.
Genau das ist so, ich kann es nur wiederholen, erstaunlich. Man nimmt den Spielern Features weg, mit denen man früher Cheater wunderbar ausblenden/entfernen konnte und was tun die Leute? Sich weiterhin über Cheater aufzuregen, weil nicht der Anbieter mit seinem "One lobby to monetize them all" Schuld ist, sondern der Cheater, der schon immer da war, dem man JETZT aber nicht mehr aus dem Weg gehen kann.

Dass jemand, der MP erst seit wenigen Jahren kennt, das nicht wissen kann, ist nachvollziehbar und verständlich. Aber das diese Klagen von Leuten kommen, denen ich da etwas mehr Ahnung von der Thematik zutraue ... gut, ist vielleicht mein Fehler. Vielleicht erwarte ich einfach zu viel.
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Sir Richfield
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Sir Richfield »

Kajetan hat geschrieben: 27.11.2017 16:28 Weil es diese Möglichkeiten früher alle gab, die aber wegen der Gier der Anbieter alle entfernt wurden. Und die Spieler sind größtenteils nicht fähig zu erkennen, dass sie vom ANBIETER verarscht werden und nicht vom Cheater.
Hmm, ich sehe die Gier da erst später in den Kreis einsteigen.
Es haben ja nicht wenig Leute gefordert, der Entwickler möge mehr gegen Cheater tun.
Was ja an sich nicht die falscheste Forderung ist.
So schleichend wollte man dann ALLES an den Entwickler abwälzen, was der aber im Ansatz auch nur dann schaffen würde, wenn er die volle Kontrolle hat (siehe D3 PC vs Konsole).
Nur - volle Kontrolle kostet Geld. Aber wozu darin investieren, wenn man dir nächstes Jahr dasselbe Spiel mit anderer Nummer verkaufen kann? Jetzt aber garantiert cheatfrei die ersten drei Tage.
..
..
.

Hmm, wenn ich das so schreibe, dann... Freut euch doch! Man behandelt euch wie die wichtigen Investoren!
Denen erzählt man, dass der aktuelle Kopierschutz jetzt aber wirklich supersicher ist und niemals nie nicht geknackt werden wird, das Geld ist sicher angelegt. :P
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sourcOr
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von sourcOr »

Sir Richfield hat geschrieben: 27.11.2017 16:20
sourcOr hat geschrieben: 27.11.2017 15:48Ihr wollt hier aus irgendeinem Grund ne Grundssatzdiskussion führen, obwohl ich mich hier über diese eine Person auskotze, die ihr Werk präsentiert (und, ich kann mich nur wiederholen, das ist hier nunmal das Thema).
Dafür benutzt du zu oft die Mehrzahl, um EINEN Cheater zu beschreiben. ;)
Ich hab kein Interesse, hier das Fehlen administrativer Features zu beklagen.
Jupp und diesen Mangel an Interesse beklagen wir, weil du uns mit dieser Attitüde immer wieder in den Ohren liegen wirst, wie sehr die Anderen dir dein Spiel kaputtmachen.

Die Grundsätzlichkeit des Problems ergibt sich, jedenfalls für mich, daraus, dass dieser "Cheat" so dermaßen banal ist, dass nicht in meinen Kopf will, wie man jetzt auf diesen einen Menschen zeigen und sagen will: "Der macht mir das Spiel kaputt".
Jeder kreativ Faule mit mehr als drei Hirnzellen sollte auf SO eine Idee kommen. Die low-techness dieses "Cheats" sollte mehr Leute davon abhalten, es zu tun, als motivieren.
Daraus leite ich dann ab, dass es beim Gamedesign gewaltige Schnitzer gibt, denn sowas sollte grundsätzlich nicht möglich sein.
Also: Nicht SO einfach.

Die nächste Grundsätzlichkeit bei mir ist dann, dass "ihr" mal wieder lieber den Whistleblower anzeigt und verachtet als das Problem, dass der beschreibt.
Wenn die alle jetzt ihren "Trick" für sich behalten würden, wäre es dir aufgefallen?

Von da aus ist es dann nicht mehr weit zum dritten Punkt, der sich an den ersten anlehnt: Wieso beschwert "ihr" euch nicht lieber darüber, dass ihr nicht die geringste Möglichkeit habt, den Cheater selber loszuwerden?
Denn wenn - und ich wiederhole, dass ich mir das aus dem Hintern ziehe, bis ich entweder bestätigt oder korrigert werde - es sowas lächerliches wie eine Möglichkeit gäbe, für einen Kick zu stimmen, dann wäre das hier eine Nulldiskussion.
Irgendjemandem wird immer auffallen, wenn einer nur in der Lobby/Spawnpunkt/whatever idled und alle drei Minuten einen Schuss abgibt.
Dann kickt man den und dann kann er gucken, wo er seine EXP herbekommt.

TL;DR: Der Grundsatz ist da, weil "ihr" immer dasselbe Fass aufmacht, wenn jemand etwas tut, was "ihr" in eurer Moralvorstellung unter "Cheat" abgelegt habt, so banal das auch sein mag.
Nur um das nochmal ganz langsam von vorne aufzurollen:

Jemand findet einen Weg, sich ohne Ingame-Aufwand Zeugs zu ergrinden. Er schadet damit aber anderen Spielern (oder sagen wir: WÜRDE) und cheatet gewissermaßen. Ich sage, dass ich das Verhalten idiotisch finde.

Dann kommt ihr an und zeigt mit dem Finger auf EA und sagt "Ja, aber beschwer dich nicht bei dem, beschwer dich bei EA, dass solche Leute das ungestört machen können!"
Warum? Es geht mir doch rein darum, dass ich das Verhalten dieses Typen durch das Fortschrittssystem nicht gerechtfertigt sehe, er aber anscheinend schon, sonst hätte er das nicht erst gebastelt. Wenn jemand darauf entgegnet, dass EA einem sowas aufzwingt, dann werd ich ja wohl noch entsprechend dagegen halten können?
Man kann sich doch genauso über einen Cheater aufregen, dem man in einem Match begegnet. Er ruiniert in dieser unmittelbaren Situation dein Spiel, nicht der Entwickler, der sein Cheattool nicht überarbeitet hat.

Wenn man dann natürlich allgemein über die Thematik spricht, dann kommt man nicht drum herum, den Fehler hier beim Entwickler zu suchen. Das war aber gar nicht meine Absicht, weil es hier nur um dieses eine Video ging. Wenn jemand anderes das aufgenommen hätte von wegen "guck mal, der stört das Spiel und nichts passiert", dann würde auch ich anders reagieren.
Du kannst sowas gerne Balmung vorwerfen, der immer lieber auf alle Cheater schimpft, aber hier biste damit irgendwie an der falschen Adresse. Also nein, ich werde niemandem damit in den Ohren liegen.
Jeder kreativ Faule mit mehr als drei Hirnzellen sollte auf SO eine Idee kommen. Die low-techness dieses "Cheats" sollte mehr Leute davon abhalten, es zu tun, als motivieren.
Daraus leite ich dann ab, dass es beim Gamedesign gewaltige Schnitzer gibt, denn sowas sollte grundsätzlich nicht möglich sein.
Sein Roboter befriedigt so wie ich das sehe quasi das Minimum an Input. Es wäre jetzt sogar in diesem Fall trivial, die Zahl der Eingaben deutlich zu erhöhen um auch jegliche Zweifel zu zerstreuen, dass hier doch ein Spieler am Controller sitzt. Ich weiß net ob ich das als "gewaltigen Schnitzer" bezeichnen würde. Wenn jemand anfängt Roboter an den Controller zu schnüren, ist halt Hopfen und Malz verloren. Zumal zwischen "Idee" und "Umsetzung" schon ein großer Unterschied liegt.

Ich könnt jetzt sagen, dass er eindeutig campt, aber wie eindeutig ist sowas in einem Spiel, indem man in manchen Modi Punkte verteidigen muss. Wenn er noch nen paar mehr Eisstiele an den linken Stick setzen würde, könnte er mit größerer Chance auch aus diesen Ecken wieder rausmanövrieren.
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Kajetan
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Kajetan »

Sir Richfield hat geschrieben: 27.11.2017 16:58 Hmm, ich sehe die Gier da erst später in den Kreis einsteigen.
Die Gier war immer da :)
Es haben ja nicht wenig Leute gefordert, der Entwickler möge mehr gegen Cheater tun.
Was ja an sich nicht die falscheste Forderung ist.
Korrekt. Niemand will Cheater in seiner Partie haben. Verständliche und nachvollziehbare Forderung.
So schleichend wollte man dann ALLES an den Entwickler abwälzen, was der aber im Ansatz auch nur dann schaffen würde, wenn er die volle Kontrolle hat (siehe D3 PC vs Konsole).
Ich glaube nicht, dass die Kunden alles an den Entwickler abwälzen wollten. Man wollte nur mehr Cheat-Sicherheit. Verkauft hat man ihnen Cheat-Sicherheit dann aber mit der Wegnahme von Features, weil es dadurch mehr Kontrolle geben würde. Mehr Kontrolle gab es durchaus, aber nicht mehr Cheat-Sicherheit. Nur mehr Kontrolle. Und DA, an DIESER Stelle findet meiner Meinung nach die große Verarschung statt. Der Anbieter hat nur ein geringes Interesse an mehr Cheat-Sicherheit, weil dies Mehraufwand in Sachen Gameplay-Mechaniken und/oder Code-Qualität bedeuten würde. Lieber produziert man mit Bannwellen oder Abschreckungsklagen gegen vereinzelte Personen die Illusion, man würde effektiv mehr gegen Cheater unternehmen. Das ist Teil der Kundenverarsche.

Die Kontrolle wird lieber genutzt, um zentrale Ingame-Shops und Monetarisierungsmechaniken einzubauen. Das ist dann das Ende der Kundenverarsche. Man tut nicht mehr gegen Cheats als vorher, verkauft nutzlose Bannwellen als tolle Illusion (dass die Cheater sich einfach neue Keys kaufen, ist nicht unbedingt NICHT im Sinne des Anbieters) und verkauft dann dem Spieler, den man die ganze Zeit über verarscht hat, noch zusätzlich irgendeinen Blitzblendvorgaukel-Kram für teuer Geld.

Aber nein, der Cheater ist ja ganz dolle phöse und überhaupt.

Ganz ehrlich, diese Leute WOLLEN verarscht werden. So richtig nach Strich und Faden! Volle Kanne, ohne Rücksicht auf Verluste!

Aus meiner aktiven Zeit in der Spieleindustrie habe ich übrigens die Erkenntnis mitgenommen, dass die Führungsetagen bei Publishern und auch Entwicklern ihre Kundschaft für maßlos dumme Schafe hält, mit denen man es ja machen kann. Eine Einstellung, die sich leider tagtäglich bestätigt. Und die sich mittlerweile, so wie ich das über Bekannte mitbekomme, auch in tiefere Führungsebenen überträgt. Da hat ein mir bekannter Producer keine Skrupel mehr fiese Psychotricks zur Mehrung des Umsatzes in seine Spiele einzubauen. Weil auch er seine Kundschaft für selten dämliche Trottel hält, die es verdient haben, dass man sie verarscht.
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Sir Richfield
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Sir Richfield »

sourcOr hat geschrieben: 27.11.2017 17:19Jemand findet einen Weg, sich ohne Ingame-Aufwand Zeugs zu ergrinden. Er schadet damit aber anderen Spielern (oder sagen wir: WÜRDE) und cheatet gewissermaßen. Ich sage, dass ich das Verhalten idiotisch finde.

Dann kommt ihr an und zeigt mit dem Finger auf EA und sagt "Ja, aber beschwer dich nicht bei dem, beschwer dich bei EA, dass solche Leute das ungestört machen können!"
Exakt.
Warum?
Fangen wir mal weiter vorne an: Warum schadet dieser Spieler DIR?
Man kann sich doch genauso über einen Cheater aufregen, dem man in einem Match begegnet. Er ruiniert in dieser unmittelbaren Situation dein Spiel, nicht der Entwickler, der sein Cheattool nicht überarbeitet hat.
Natürlich kannst du dich über einen Cheater aufregen, der in deinem Spiel ist.
Darüber sagt ja auch keiner war.
Wir fragen uns halt nur, warum du dich nicht noch viel mehr darüber aufregst, dass du dieser Cheater, der dir gerade dein Spiel kaputt macht, nicht einfach aus der Partie kicken (lassen) kannst.

Jeder hat Verständnis dafür, dass ein Cheater nervt. Wie gesagt, wir haben das Thema schon an den Nagel gehangen, nur weil die Leute schlicht besser waren. Ein Cheater hätte uns in dem Moment wahrscheinlich noch mehr aufgeregt.

Richtig mit Konsequenz sauer waren wir aber auf EA, wel die keine Möglichkeit für private Spiele in Battlefield Bad Company 2 eingebaut haben. Denn da hätten wir NULL Probleme gehabt. Nicht mit Cheatern, nicht mit besseren Spielern, nicht mal mit "Deine Mutter" Kiddies.
Das war aber gar nicht meine Absicht, weil es hier nur um dieses eine Video ging. Wenn jemand anderes das aufgenommen hätte von wegen "guck mal, der stört das Spiel und nichts passiert", dann würde auch ich anders reagieren.
Ich habe jetzt keine Lust, das Video zu gucken, bzw. bei YouTube zu suchen.
Aber was sagt derjenige denn? "Guckt mal so geil kann ich cheaten!!" oder "Guckt mal, wie einfach Cheaten in Battlefront II ist?"
Das ist in meinen Augen halt ein kleiner, aber sehr feiner Unterschied.
Den Cheat/Exploit/die Sicherheitslücke für sich zu behalten, finde ich viel schlimmer.
Durch das Video besteht jedenfalls eher die Chance, dass EA sich genötigt sieht, diese Lücke schließen zu lassen.

Das ist halt mit so ein Grund, aus dem ich das eher falsch finde, diesen einen Cheater anzuklagen.
Wenn jemand anfängt Roboter an den Controller zu schnüren, ist halt Hopfen und Malz verloren. Zumal zwischen "Idee" und "Umsetzung" schon ein großer Unterschied liegt.
Ich hatte das jetzt so verstanden, dass der Roboter auf den Knopf drückt, damit eine Eingabe erfolgt, damit das Spiel nicht glaubt, dass du AFK bist. Und dann wären wir wieder am Anfang, wieso ist es überhaupt möglich, ohne irgendeine eigene Aktivität Fortschritt zu erfahren.
(Übrigens: In D3 klappt es nicht, per Makro alle X Minuten eine Eingabe zu machen - du wirst trotzdem wegen AFK aus dem Spiel geworfen. Ja, auch aus dem privaten "SP" Spiel.)

Wir reden ja hoffentlich nicht von einem BOT, der das Spielen für denjenigen übernimmt.

Hmm, wenn er am zu verteidigenden Punkt campen kann, ohne je in Gefahr zu sein, dass muss das Team ja gigantisch gut sein.
Das würde MICH dann wieder frustrieren, wenn ich der "Defender" wäre und dauernd gar nöscht passiert.
(Die vorherigen beiden Sätze sind humoristisch gemeint)

PS: Darum sind das ja auch Abstimmungen. Wenn der Rest deines Teams meint, der Typ da hinten in der Ecke bewacht die Fahne, dann isses ja gut. Bzw. versauen dir ALLE dein Spiel, nicht nur einer.

PPS: Nur weil ich das laufend erwähne, muss das kein Positivbeispiel sein! Ich bin bei D3 auch schon aus Spielen rausgeflogen, weil ich halt nicht die Saisonaktuelle OP Klasse hatte. Finde so mal nette Randos. (Geht übers Matchmaking bei D3 eh nicht. Zum freundlichen Meinungsaustausch haste gar keine Zeit.)
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von greenelve »

Sir Richfield hat geschrieben: 27.11.2017 16:47 Aber nur, damit ich Sicherheit habe: Du meintest, dass es ein Problem ist, wenn "Dabei sein ist alles" für Fortschritt reicht?
Exakt. Bei u.a. diesem Spiel bezogen auf die Engramme. Und einem solcherlei Vorgehen für Fortschritt nicht entgegengewirkt wird. Zum Beispiel ein System bieten, derlei Spieler zu melden oder die Belohnung (im PvP) zu gering halten, als dass sie einen Anzreiz bietet - so als Beispiele.

Aber es kommt auch drauf an wo und wie. Zum Beispiel in Diablo hinstellen und XP abgreifen ist unvermeidbar. Selbst mit XP Cap durch Levelunterschiede, komplett verwehren kann man es nicht.
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Cheraa »

Kajetan hat geschrieben: 27.11.2017 16:53
Sir Richfield hat geschrieben: 27.11.2017 16:47 Wenn es diese Möglichkeit NICHT gibt, dann halte ich das für das größere Problem.
Denn aus dieser (gefühlten?) Ohnmacht heraus rufen die "normalen" Spieler laufend nach denen, die ihnen diese Ohnmacht ja erst eingebrockt haben.
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Genau das ist so, ich kann es nur wiederholen, erstaunlich. Man nimmt den Spielern Features weg, mit denen man früher Cheater wunderbar ausblenden/entfernen konnte und was tun die Leute? Sich weiterhin über Cheater aufzuregen, weil nicht der Anbieter mit seinem "One lobby to monetize them all" Schuld ist, sondern der Cheater, der schon immer da war, dem man JETZT aber nicht mehr aus dem Weg gehen kann.

Dass jemand, der MP erst seit wenigen Jahren kennt, das nicht wissen kann, ist nachvollziehbar und verständlich. Aber das diese Klagen von Leuten kommen, denen ich da etwas mehr Ahnung von der Thematik zutraue ... gut, ist vielleicht mein Fehler. Vielleicht erwarte ich einfach zu viel.
Und nun zur Realität, das diese Mittel nun mal auch gerne und nicht selten genutzt wurden um sich von guten Spielern zu entledigen. Da will ich gar nicht wissen, wie diese Möglichkeiten Heute ausgenutzt werden würden. Ist leider wie bei so einigen Bereichen im Leben, wo Wenige immer alles ausnutzen müssen, bis es der Masse endgültig verboten wird.
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Sindri »

Cheraa hat geschrieben: 27.11.2017 18:41 Und nun zur Realität, das diese Mittel nun mal auch gerne und nicht selten genutzt wurden um sich von guten Spielern zu entledigen.
Ja genau, deswegen und nur deswegen gibt es keine Dedicated-Server mehr......
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Kajetan
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Re: Star Wars Battlefront 2: Fortschrittssystem wird mit Gummibändern und einem Mini-Roboter ausgetrickst

Beitrag von Kajetan »

Sindri hat geschrieben: 27.11.2017 18:53
Cheraa hat geschrieben: 27.11.2017 18:41 Und nun zur Realität, das diese Mittel nun mal auch gerne und nicht selten genutzt wurden um sich von guten Spielern zu entledigen.
Ja genau, deswegen und nur deswegen gibt es keine Dedicated-Server mehr......
Ja, ne? Die Spieler sind doch selber schuld, wenn ...

:mrgreen: