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Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Na bei den riesigen Einnahmen ist die Aggressivität von Mirkotransaktionen noch sehr seicht...
- HellToKitty
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
- Jazzdude
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Dem kann ich tatsächlich nur zustimmen. Seit den Modetrends der "Großen", spiele ich deutlich weniger als zuvor und bin in der Spieleauswahl deutlich selektiver als früher. Irgendwie vergeht die Lust durch das neue Modell. Ich will Spiele, kein Service. Atmosphäre und Ideen statt glattgeleckten Hochglanzmenüs mit hausinterner Werbeeinblendung auf der ersten Seite.Serious Lee hat geschrieben: ↑26.11.2017 12:47 Ich liebe Mikrotransaktionen. Sie haben meinen Reifungsprozess hin zu einer Person, die umsichtiger mit Zeit und Geld umgeht, spürbar beschleunigt.
Wenn ich spiele, dann altes Zeug oder Dinge abseits vom Massenmarkt - gelegentliche Ausnahmen bestätigen die Regel. Von daher danke EA, Activions, Take2.
- Nightfire123456
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Aber genau das hat uns ja zu den jetzigen Micro Transactionen gebracht. Den Markt kann man nicht unendlich ausschöpfen, also muss man ihn erweitern. Also für immer mehr Dinge Geld verlangen die früher noch kostenlos waren.monotony hat geschrieben: ↑26.11.2017 14:22 diese prognosen gehen immer von einem stetig weiter wachsenden markt aus und ignorieren andere einflüsse und umstände. auch das f2p segment und "games as a service" haben kein unendliches potenzial.
genau der gleiche quatsch wie die analysen zur MMO-welle damals; bis sie alle der reihe nach ins wasser gefallen sind.
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unknown_18
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Sehr amüsant, danke dafür.Serious Lee hat geschrieben: ↑26.11.2017 12:47 Ich liebe Mikrotransaktionen. Sie haben meinen Reifungsprozess hin zu einer Person, die umsichtiger mit Zeit und Geld umgeht, spürbar beschleunigt.
Leider nutzt bei Manchen alles nichts, die lernen nie mit Geld richtig um zu gehen, was die Publisher unendlich freut.
- monotony
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
kunden und geld wachsen aber dadurch auch nicht auf bäumen.Nightfire123456 hat geschrieben: ↑26.11.2017 18:29Aber genau das hat uns ja zu den jetzigen Micro Transactionen gebracht. Den Markt kann man nicht unendlich ausschöpfen, also muss man ihn erweitern. Also für immer mehr Dinge Geld verlangen die früher noch kostenlos waren.monotony hat geschrieben: ↑26.11.2017 14:22 diese prognosen gehen immer von einem stetig weiter wachsenden markt aus und ignorieren andere einflüsse und umstände. auch das f2p segment und "games as a service" haben kein unendliches potenzial.
genau der gleiche quatsch wie die analysen zur MMO-welle damals; bis sie alle der reihe nach ins wasser gefallen sind.
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unknown_18
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Ich hoffe wirklich du hast recht und ich hoffe nicht nur bei Spielen, dieser "as a Service" Mist kotzt mich schon in anderen Bereichen an... Warum? Weil es Kundenverarsche ist, es geht dabei immer nur darum halbgare Produkte an den Kunden zu verkaufen, der Rest wird schon noch, irgendwann... vielleicht... oder auch nicht...
Und da die meisten Kunden sich mit halbgaren Produkten gerne abspeisen lassen, ist das derzeit so in. Ob diese Kunden irgendwann umdenken? Da hab ich so meine Zweifel, denn laut Einstein ist die menschliche Dummheit unendlich... also da ist kein Ende...
- Todesglubsch
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Die einzigen Spiele, bei denen ich Mikrotransaktionen verstehe und z.T. befürworte, sind Spiele, die sonst nichts oder nur wenig kosten. Aber auch hier ist es ein schmaler Grad wie aggressiv diese Transaktionen nun sein dürfen. Bei manchen Spielen wünsch ich mir sogar, dass das Spiel lieber ein "vollständig kaufbares" Spiel wäre, als ein "kostenloses Spiel mit MT". z.B. Fortnite.
...und in diesem Zusammenhang: Dass Path of Exile für die Entwickler lukrativ ist, wundert mich aber trotzdem. Ich kann jetzt natürlich nur von mir ausgehen, aber selbst wenn ich mich irgendwann mal dazu hinreißen lassen würde, als "Danke schön" nen Zehner im Kostmetikstore zu lassen, dürfen die meisten Spieler doch noch nicht einmal das machen.
...und in diesem Zusammenhang: Dass Path of Exile für die Entwickler lukrativ ist, wundert mich aber trotzdem. Ich kann jetzt natürlich nur von mir ausgehen, aber selbst wenn ich mich irgendwann mal dazu hinreißen lassen würde, als "Danke schön" nen Zehner im Kostmetikstore zu lassen, dürfen die meisten Spieler doch noch nicht einmal das machen.
- NewRaven
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Mhm... ich sehe das ein wenig anders als die meisten hier. Klar ist natürlich, dass MTs für Spieler selbst im Regelfall eher zum Nachteil sind. Ich glaube, in dem Punkt sind wir uns zumindest alle einig. Ich kann allerdings Firmen verstehen, die wirklich eine Serverstruktur aufrecht erhalten müssen, die regelmäßig Content nachliefern müssen und so weiter, dass die auch nach dem initialem Verkauf ihren Produktes an weiteren Einnahmen interessiert sind. Solche MTs, in Spielen, die vorwiegend auf einer Online-Komponente aufbauen, sind für mich zumindest nachvollziehbar, solang sie sich auf Kosmetik, Quality-Of-Life-Features und wegen mir auch "Booster" beschränken, die keinen Einfluss auf die kompetitive Spielbalance haben. Das geht für mich - insbesondere, wenn man diese MTs auch noch durch verhältnismäßig akzeptablen Grind ausgleichen kann - grundsätzlich erst einmal klar.
Problematisch sind MTs, wenn man sich entweder wirklich Vorteile kaufen kann, die die kompetitive Balance beeinflussen oder eben dann, wenn sie auch - wie Loot Crates mittlerweile immer häufiger - in Singleplayer-Modi Einzug halten (nicht wahr, NBA 2k18 oder ME: Schatten des Krieges). Hier hört es dann für mich wirklich auf und zwar unabhängig davon, ob der Titel Free2Play oder Buy2Play, ob er 10 oder 60 EUR kostet. Das geht schlicht und ergreifend einfach nicht.
Problematisch sind MTs, wenn man sich entweder wirklich Vorteile kaufen kann, die die kompetitive Balance beeinflussen oder eben dann, wenn sie auch - wie Loot Crates mittlerweile immer häufiger - in Singleplayer-Modi Einzug halten (nicht wahr, NBA 2k18 oder ME: Schatten des Krieges). Hier hört es dann für mich wirklich auf und zwar unabhängig davon, ob der Titel Free2Play oder Buy2Play, ob er 10 oder 60 EUR kostet. Das geht schlicht und ergreifend einfach nicht.
- casanoffi
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Eigentlich kann man es in zwei Sätzen zusammenfassen, worum es geht und worauf wir uns einstellen müssen:
Insofern ist der Satz, dass EA noch viel lernen muss, so sehr zynisch.
Mit anderen Worten: MTA sind der einzige Weg, auf Dauer richtig abzukassieren - man muss nur den schmalen Grat erwischen, den die Spieler gerne akzeptieren.Die Autoren der Studie schreiben, dass Electronic Arts in der Hinsicht noch viel lernen müsse, um die Mikrotransaktionen den Spielern schmackhaft zu machen.
Als positives Beispiel - ebenfalls von Electronic Arts - wird die FIFA-Reihe und vor allem Ultimate Team genannt
Insofern ist der Satz, dass EA noch viel lernen muss, so sehr zynisch.
- Todesglubsch
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
...oder mit dem Spiel gezielt eine Zielgruppe ansprechen, die sich gerne abkassieren lassen.
Schau dir doch mal die ganzen Casual Games an, die Millionen verdienen und die nicht den schmalen Grat erwischt haben, sondern einfach nur ne schwache Zielgruppe.
Edit: In South Park hieß es in Bezug auf Fremium-Games, dass 90% der Einnahmen von 10% der Spieler generiert wird. Wie bei Alkohol auch, nur dort regt sich niemand auf.
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johndoe527990
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Das sind Kosten, die entweder eingepreist oder vernachlässigt werden können (Serverinfrastruktur). Anderes kann man auch transparent anbieten (Content als AddOn).NewRaven hat geschrieben: ↑26.11.2017 21:20 Ich kann allerdings Firmen verstehen, die wirklich eine Serverstruktur aufrecht erhalten müssen, die regelmäßig Content nachliefern müssen und so weiter, dass die auch nach dem initialem Verkauf ihren Produktes an weiteren Einnahmen interessiert sind. Solche MTs, in Spielen, die vorwiegend auf einer Online-Komponente aufbauen, sind für mich zumindest nachvollziehbar, solang sie sich auf Kosmetik, Quality-Of-Life-Features und wegen mir auch "Booster" beschränken, die keinen Einfluss auf die kompetitive Spielbalance haben. Das geht für mich - insbesondere, wenn man diese MTs auch noch durch verhältnismäßig akzeptablen Grind ausgleichen kann - grundsätzlich erst einmal klar.
Es ist wirklich gut, dass man auf beide Seiten der Medaille schaut.
Wenn man sich die Profite der Großen anschaut, müssen wir gar nicht drüber reden, dass einige zusätzliche (und für den Spieler unangenehme) Einnahmequellen nicht nötig sind.
Wenn wir die Kleinen anschauen, so wären solche Methoden einfach nur die Übertragung des unternehmerischen Risikos auf die Kunden. Gut, manche wollen auch einfach nur die Spieler ausnehmen.
Aber für das Risiko gibs Kickstarter und Early Access. Für laufende Kosten wie Infrastruktur gibs P2P oder dedicated Server. Content kann man als AddOn anbieten.
Also jeder Publisher und Entwickler hat mehrere Möglichkeiten wie er seine Spiele anbietet.
- NewRaven
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Oh, mir ist völlig klar, dass diese Kosten im Vergleich zu den dadurch generierten fortlaufenden Einnahmen in keinem Verhältnis stehen. Allerdings macht es letztlich dennoch einen Unterschied, ob jemand über Jahre - in größerem oder kleinerem Umfang - an einem Produkt weiter arbeitet (oder weiter arbeiten muss, um es einigermaßen relevant zu halten) oder ob man - wie bei einem reinem Singleplayer-Titel - spätestens kurz nach Release sagt: okay, wir sind dann hier fertig. Nächstes Spiel. Das man sich diesen "fortwährenden Produktsupport" in ersterem Fall gut bezahlen lassen will, kann ich wie gesagt noch ein Stück nachvollziehen - das man dabei mittlerweile oft etwas zu gierig wird, ist ebenfalls nicht wirklich von der Hand zu weisen.douggy hat geschrieben: ↑26.11.2017 22:04
Das sind Kosten, die entweder eingepreist oder vernachlässigt werden können (Serverinfrastruktur). Anderes kann man auch transparent anbieten (Content als AddOn).
Es ist wirklich gut, dass man auf beide Seiten der Medaille schaut.
Wenn man sich die Profite der Großen anschaut, müssen wir gar nicht drüber reden, dass einige zusätzliche (und für den Spieler unangenehme) Einnahmequellen nicht nötig sind.
Wenn wir die Kleinen anschauen, so wären solche Methoden einfach nur die Übertragung des unternehmerischen Risikos auf die Kunden. Gut, manche wollen auch einfach nur die Spieler ausnehmen.
Aber für das Risiko gibs Kickstarter und Early Access. Für laufende Kosten wie Infrastruktur gibs P2P oder dedicated Server. Content kann man als AddOn anbieten.
Also jeder Publisher und Entwickler hat mehrere Möglichkeiten wie er seine Spiele anbietet.
Mit Kickstarter oder (Steams) EA erreichst du aber nicht die Leute, die du erreichen willst. Das sind beides Plattformen, die wohl eher den klassischen ("Core"-)Gamer ansprechen werden. Der ist im Regelfall informiert, weiß, was er will und schreit recht laut, wenn er glaubt, man will ihn über den Tisch ziehen (allerdings lässt er sich trotzdem auch oft genug über den Tisch ziehen... zwar unter lautstarkem Protest, aber nicht wirklich mit der Konsequenz sich auch etwa durch Verzicht zu wehren). Der ist für heutige Großproduktionen unter Triple-A-Publishern aber eben nicht mehr wirklich die Hauptzielgruppe, weil er einfach zahlenmäßig zu gering und zu anspruchsvoll ist, um dieses Risiko wirklich abzufedern. Du willst den Mainstream haben... du willst die Leute, die spielen, weil andere spielen, die spielen um mitreden zu können oder die spielen, weil ihnen zu oft langweilig ist - nicht die, die spielen, weil sie gerne spielen. Dieser Mainstream ist eben die Masse... nicht die Art von Spielern, die sich hier rumtreibt oder auf Kickstarter Games backed.
Und natürlich hat jeder mehrere Möglichkeiten, wie er seine Spiele anbietet, wie er sie finanziert und letztlich wie gierig er am Ende ist (oder anders: in wie weit er bereit ist, seine Reputation für kurzzeitigen Gewinn zu riskieren). Wäre das anders und es gäbe nur noch Vollpreisspiele mit MTs, Lootboxen und In-Game-Shop... ich glaube, dass wäre dann der Zeitpunkt, wo ich komplett zum Retro-Gamer werden würde.
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CritsJumper
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Re: Mikrotransaktionen als Fluch und Segen: Electronic Arts hat noch viel zu lernen, meint SuperData
Das stirbt nicht mehr aus. Eher gibt es noch Games as a Service, Microtransaktionen die weniger drücken oder Werbeeinblendungen. Gerade die digital Natives klicken auf alles was dabei einen schönen Ton erzeugt. Es ist nur eine Frage der Zeit bis entweder die Spiele free2play werden oder man dem Provider eine Gebühr zahlen muss damit man diverse Dienstleistungen (Videostreams, Gameing, IM-Streams, Socialmedia) nutzen darf ohne das sie ins Datenvolumen eingerechnet werden.
Natürlich sehen die Contentanbieter davon fast kein Geld so das oben Drauf noch Werbung geschaltet werden muss. Ja das werden lustige Zeiten. Ich hoffe das in der Dritten Iteration des Ewigwiederkehrenden dann die Offlinespiele wieder angesagt sind.
Natürlich sehen die Contentanbieter davon fast kein Geld so das oben Drauf noch Werbung geschaltet werden muss. Ja das werden lustige Zeiten. Ich hoffe das in der Dritten Iteration des Ewigwiederkehrenden dann die Offlinespiele wieder angesagt sind.
