Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

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Billie?
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Billie? »

Richtig ist natürlich, dass der Preis eines typischen Videospiels nicht mit dem Kostenanstieg der Entwicklungsbudgets mitgezogen ist. Unter Entwicklungsbudget fallen eben auch Sachen, die einfach teurer geworden sind verglichen mit vor 15 Jahren - in aller erster Linie die Personalkosten, da die Entwicklerteams immer größer werden. Diese Kosten wurden nicht an den Konsumenten weitergegeben, weil der Markt insgesamt wuchs und das plus an Verkäufen die großen Entwicklerteams von mehreren hundert Angestellten rechtfertigt.
Wenn ein Titel aber mal wie Blei im Regal liegen bleibt, dann ist das heute weitaus schmerzhafter als vor 15 Jahren in finanzieller Hinsicht. Leider ist es ja so, dass sich heutzutage auch viele gute Titel schlecht verkaufen lassen.
Ob Videospiele zu günstig angeboten werden, das weiß ich nicht, aber dass die Preise stagnieren, während Spieleentwicklung teurer wird, das ist nun mal Fakt.
Zuletzt geändert von Billie? am 21.11.2017 15:04, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe1238056
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von johndoe1238056 »

Mir wäre neu, dass EA aufgrund zu günstiger Verkaufspreise kurz vorm Konkurs steht.
nawarI
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von nawarI »

"Wenn man sich die Daten anschaut, dann ist der Konsum von einer Stunde 'Videospiel-Inhalt' noch immer eine der günstigsten Formen der Unterhaltung überhaupt."
So gesehen hat der Mann garnicht so Unrecht. Für RDR hab ich 60 € gezahlt und dort hab ich 40 Stunden SPielzeit (nach diesen 40 std hatte ich 100% in der STatistik, deswegen weiß ich das noch). Macht 1,50€ pro Stunde.
Kino und Bluray sind da weit teurer. Ein auf AmazonPrime für 4 € geliehener 2-Stunden-Film ist auch noch teurer...

Nur leider weiß man halt nicht wie viel Zeit man mit einem Spiel verbringen wird, bis man was anderes einlegt; wie viel Spaß das Spiel überhaupt macht. Kann sein, dass es Leute gibt, die IM NACHHINEIN sagen, dass Witcher 3 bei der Spieldauer und dem Spaß, den sie hatten, 200 € wert gewesen wäre. Nur stellt das Spiel mal für den Preis in den Laden...

Und natürlich haben wir da noch das Prinzip von Angebot und Nachfrage und hier haben wir Spieler bei weitem mehr Macht als die Publisher uns weiß machen wollen.
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Billie?
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Billie? »

Nippy hat geschrieben: 21.11.2017 14:27 Geld pro Zeiteinheit
Finde ich eine sehr schwierige Maßeinheit für Preis/Leistung. Dein Essen suchst du dir auch nicht aus nach Geld pro Kalorie, dann müsste der Sack Zucker sehr sehr teuer sein, weil er viel Energie enthält. Oder meinetwegen die Hähnchenschenkel von Aldi aus Massentierhaltung, da haste Fett und Protein, da kannste lange von leben. Müsste also teuer sein.
Hearts of Stone hat ein Viertel dessen gekostet, was für das Hauptspiel verlangt wurde, hatte aber nicht ein Viertel Inhalt. Missen möchte ich es trotzdem nicht, da die Story so gut war, dass es mir als Leistung für den Preis reicht.
Wenn ich nur Geld pro Zeiteinheit geltend mache (bei einem gegebenen Mindestmaß an Qualität), dann haben nur noch Multiplayer und Open-World games eine Daseinsberechtigung. Story-driven und narrative driven Games, wo viel Arbeit in der einzelnen Stunde steckt, rechtfertigen dann dein Geld nicht mehr, auch wenn sie eine Erfahrung liefern können, die du dein Leben lang nicht vergisst.
noggaman
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von noggaman »

Der gute Mann hat völlig recht.
Ich habe mir vor Jahren mal CSGO für 7€ geholt und ca. 500 Stunden gespielt.
Das macht 0,014€/h Unterhaltung.
Im Kino zahl ich 10€ für 2 Stunden Unterhaltung.
Macht 5€/h.
Also hätte ich für CSGO eigentlich 2500€ zahlen müssen.
Ich schäme mich richtig dafür keinen 2500€ bezahlt zu haben.
Hätte ich sowieso nie gemacht.
Er hat aber recht das Spiel müsste 2500€ kosten die ich nie bezahlt hätte und man hätte lieber 0€ statt 7€ einnehmen sollen.

In dem Punkt hat er aber tatsächlich recht.
Man bekommt vergleichsweise viel Unterhaltung pro Euro.
Nur kann man das schlecht vergleichen.


Edit:
Noch ein Beispiel:
Für FIFA 13 habe ich 30 Cent bezahlt und 5 min gespielt.
Macht 3,60€/h also ein noch angemessener Preis.
Warum kostet das neue FIFA jetzt nicht 30 Cent?
Zuletzt geändert von noggaman am 21.11.2017 15:20, insgesamt 2-mal geändert.
johndoe1904612
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von johndoe1904612 »

Es gibt einfach ein Überangebot an Spielen. Angebot und Nachfrage. Dann noch so ein Kram wie FUT, Wow. Die Leute geben für nix anderes Geld aus. Die sind weg vom Markt. Zeit und Geld ist eben nur begrenzt verfügbar. Sollen sie mal schön die Preise anziehen. Der Verfall ist ja jetzt schon oft rasant.
yopparai
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von yopparai »

Wenn die Preise steigen wird nur mein Backlog kleiner. Das Geld was ich ausgebe ist anderen Beschränkungen unterlegen, das bleibt gleich. Oder landet bei Indies (tut es ja jetzt eigentlich auch schon...)
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muecke-the-lietz
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von muecke-the-lietz »

Ohne dieser Aussage in diesem Kontext jetzt zustimmen zu wollen, aber ja, Games sind in den letzten Jahren zu günstig geworden.

Und zwar nicht die 60 - 70 € Konsolenspiele, sondern die ganzen pervers niedrigen digital Angebote, von Steam, über PSN bis hin zu den Humble Bundles, die stellenweise lächerliche Preise verlangen.

Dass diese Sache irgendwann nach hinten losgehen wird, hätte eigentlich jedem klar sein müssen. Desweiteren fallen ja auch Retailspiele heutzutage massiv schnell im Preis und kosten nach den den wichtigen ersten 3 Monaten oft nur noch die Hälfte. Nur wenige Titel wie CoD oder Nintendo Spiele sind relativ preisstabil.

Es ist also nicht ganz unwahr.

Auch damals hat sich kein normal denkender Mensch alle Spiele für den vollen Neupreis geholt, sondern auf die Platin oder Classics oder was auch immer gewartet, oder sich die Spiele einfach gebraucht geholt. Aber generell waren Spiele zu N64 und PSone Zeiten gefühlt teurer.

Heutzutage werden einem oft schon relativ große Titel für unter 10€ hinterher geworfen, bei Humble Bundles bekommt man für 1€ oft mehrere hochwertige Games und im Independent Bereich bekommt man so viele preiswerte Perlen, dass es sich fast nicht mehr lohnt, heutzutage mehr als 20€ für ein Game auszugeben. Und das sage ich als Konsolero.

Aber letztlich bieten die Hersteller diese Preise nun mal an, es wäre dumm, da als Spieler nicht abzuwarten und bei den Angeboten zuzuschlagen.

Die Preise sind heute so vielfältig, dass eine generelle Aussagen "Spiele sind zu günstig" überhaupt nicht zu treffen ist - von einer generellen Preistabilität kann derzeit eigentlich keine Rede sein. Zumal selbst bei ein und dem selben Retail Spiel die Preise zwischen 55€ - 70€ schwanken können, je nach Händler. Dann gibt es Titel, die kommen gleich für 39€, andere für 24 €, einige für 60€ andere für 75€. Und das sind alles Retail Spiele im Laden. Von online Plattformen braucht man gar nicht mehr zu reden.

Für mich sind 70€ Vollpreis + 50€ Season Pass + MT in ungewisser Höhe jetzt nicht zu günstig, sondern in Anbetracht der Menge an Spielen, die man im Jahr kauft, viel zu teuer.

1 € für 5 Spiele aber schon, damit vielleicht zu verstehen ist, worauf ich hinaus will.
Zuletzt geändert von muecke-the-lietz am 21.11.2017 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Billie?
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Billie? »

Für mich persönlich ist es schwer zu rechtfertigen, 50-60€ für ein game auszugeben, wenn ich zich ungespielte Games habe, von denen ich teilweise nicht mal weiß. Neulich Uplay geöffnet wegen Rainbow Six Siege, und da sehe ich, dass ich da ne recht ansehnliche Spielebibliothek habe durch Humble Bundles und giveaways. Mich haben da schon die 20€ für Siege Überwindung gekostet, weil es einfach irrational ist, neue Games zu kaufen, wenn man dutzende ungespielte Games bereits hat.
Es muss dann schon Witcher III oder Uncharted 4 sein, wo ich im Falle von letztgenanntem sogar 65€ hingelegt habe, weil ich da eine außergewöhnliche Qualität erhalte. Dann wird's schwierig für Spiele wie Prey oder Dishonored 2, genügend Spieler zu überzeugen, 60€ hinzublättern. Wenn diese beiden Games in den Neunzigern erschienen wären, hätten sie wahrscheinlich sogar Gewinn gemacht.
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Scorplian
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Scorplian »

Der soll das mal auf Reddit posten

...
Ich rieche einen neuen Rekord!
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Lebensmittelspekulant
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Lebensmittelspekulant »

Sollen sie doch mal die Preise erhöhen. Dann jammern sie in ein paar Jahren rum, daß die Absatzzahlen zu niedrig geworden sind, daß die Spieler wieder zuviel raubkopieren etc.

Ich bin mir sicher der Markt regelt das schon :mrgreen:
noggaman hat geschrieben: 21.11.2017 15:02 Der gute Mann hat völlig recht.
Ich habe mir vor Jahren mal CSGO für 7€ geholt und ca. 500 Stunden gespielt.
Das macht 0,014€/h Unterhaltung.
Im Kino zahl ich 10€ für 2 Stunden Unterhaltung.
Macht 5€/h.
Also hätte ich für CSGO eigentlich 2500€ zahlen müssen.
Ich schäme mich richtig dafür keinen 2500€ bezahlt zu haben.
Hätte ich sowieso nie gemacht.
Er hat aber recht das Spiel müsste 2500€ kosten die ich nie bezahlt hätte und man hätte lieber 0€ statt 7€ einnehmen sollen.
Dann kauf dir doch für 2500 € Lootboxen :)
muecke-the-lietz hat geschrieben: 21.11.2017 15:08 Dass diese Sache irgendwann nach hinten losgehen wird, hätte eigentlich jedem klar sein müssen
Was genau ist denn da jetzt nach hinten losgegangen?
Zuletzt geändert von Lebensmittelspekulant am 21.11.2017 15:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Chibiterasu
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Chibiterasu »

Die Bereitschaft den Vollpreis zu bezahlen ist vermutlich echt gesunken. Bei mir ist das der Fall. Das zahle ich nur für ganz spezielle Titel.
Aus Sicht der Publisher ist das evtl. nach hinten losgegangen mit dem ganzen Verramschen.
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muecke-the-lietz
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von muecke-the-lietz »

Lebensmittelspekulant hat geschrieben: 21.11.2017 15:13 Sollen sie doch mal die Preise erhöhen. Dann jammern sie in ein paar Jahren rum, daß die Absatzspielen zu niedrig geworden sind, daß die Spieler wieder zuviel raubkopieren etc.

Ich bin mir sicher der Markt regelt das schon :mrgreen:
noggaman hat geschrieben: 21.11.2017 15:02 Der gute Mann hat völlig recht.
Ich habe mir vor Jahren mal CSGO für 7€ geholt und ca. 500 Stunden gespielt.
Das macht 0,014€/h Unterhaltung.
Im Kino zahl ich 10€ für 2 Stunden Unterhaltung.
Macht 5€/h.
Also hätte ich für CSGO eigentlich 2500€ zahlen müssen.
Ich schäme mich richtig dafür keinen 2500€ bezahlt zu haben.
Hätte ich sowieso nie gemacht.
Er hat aber recht das Spiel müsste 2500€ kosten die ich nie bezahlt hätte und man hätte lieber 0€ statt 7€ einnehmen sollen.
Dann kauf dir doch für 2500 € Lootboxen :)
muecke-the-lietz hat geschrieben: 21.11.2017 15:08 Dass diese Sache irgendwann nach hinten losgehen wird, hätte eigentlich jedem klar sein müssen
Was genau ist denn da jetzt nach hinten losgegangen?
Noch nichts. Aber die MT + Lootboxen sind zumindest schon mal ein krasses Warnsignal, dass irgendwas falsch läuft in der Monetarisierung von Games.

Ich gebe diesem Mann jetzt aber nicht unbedingt Recht, weil diese Aussage so pauschal von ihm komplett hohl ist.

Neupreis Spiele im Laden sind nicht zu billig. Ab 80€ aufwärts für Games würde sich wohl kaum jemand noch dieses Hobby in der heutigen Form leisten können und wollen.

Mir ging es eher um die krassen Ramschpreise auf digitalen Plattformen. Das kann einfach nicht lange gut gehen, egal, wie sehr ich diese Möglichkeit des Sparens auch selber nutze.
Zuletzt geändert von muecke-the-lietz am 21.11.2017 15:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von cM0 »

Oh bitte... Als ob die armen Publisher und Entwickler am Hungertuch nagen müssen. Sind die Entwicklungskosten in den letzten 20 Jahren gestiegen? Sicher, aber es verkaufen sich auch deutlich mehr Spiele als früher. Sieht man in der News auch ganz gut: EA rechnet mit 13 Millionen verkauften Battlefront 2 Spielen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Dazu kommt noch dass Spiele heute durchaus teurer sind als früher. Der reine Spielpreis von PC Spielen lag zu DM Zeiten oft bei 80 - 90 DM. 100 habe ich sehr selten gesehen. Heute kosten PC Spiele 60€ zu Release. Auf Konsolen sieht die Preisentwicklung ähnlich aus. Dazu kommt immer öfter ein Season Pass für 30 - 50€ oder einzelne DLCs und leider auch immer mehr Spiele mit Mictrotransaktionen.
Was es heute allerdings viel öfter und schneller gibt als früher, sind Angebote. Das liegt meiner Meinung nach aber an einem überfüllten Markt. Mit Preisnachlässen kann man dann eben schnell ein paar extra Verkäufe generieren, vlt auch bei Leuten die sonst kein großes Interesse am Spiel hatten. Wenn ich mir ansehe wie meine Steambibliothek an ungespielten Titeln überquillt... Ohne Preisnachlässe undenkbar.
Über ausbleibenden Gewinn können sich eigentlich nur Spieleentwickler von Nischentiteln beschweren oder Entwickler, die sehr schlechte Qualität abliefern. Allen großen geht es heute besser als je zuvor.
Übrigens hat der Spieler nicht automatisch mehr Geld zur Verfügung nur weil Spiele teurer werden. Von mir aus können sie aber gern die Preise erhöhen wie sie wollen und schauen was sich dann noch verkauft. Dann warten viele eben auf fallende Preise oder kaufen weniger Titel.

Aber gut, es ist ein Analyst der einen Brief an Investoren geschrieben hat. Das sagt schon alles.
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DARK-THREAT
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Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von DARK-THREAT »

Früher waren Konsolenspiele teurer*, daher verstehe ich schon, wenn die Industrie den Gamern mehr mit DLCs, MTAs oder Passes aus der Tasche ziehen will.

Nur diese Rechnung ist echt das aller Letzte. Das Maximum was ich mal in einem Spiel investiere, sind 350-400 Stunden. Und auch nur wegen der Multiplayer-Sucht von FIFA. Das wäre bei 400h 12 Cent/Stunde, da ich das Spiel für netto 48 Euro gekauft habe.
Allgemein kaufe ich Spiele meist für 30 bis maximal 55 Euro, zum Release oder 3, 4 Wochen später.

*https://inflationsrechner.list-of.info/
Ich bin auf Konsolen groß geworden und ein N64 Spiel hatte 100 bis 140 DM gekostet. PS1-Spiele waren 90 bis 100 DM.
Hab irgendwo noch in der Kammer alte PC-Zeitschriften mit den Preislisten von Shops drin. Das Teuerste war C&C: Tiberian Sun + Dashboard für 160 DM für den PC.