Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Hier findet ihr die entsprechenden Kommentare - inkl. Link zur News!

Moderatoren: Moderatoren, Redakteure

Benutzeravatar
Hyeson
Beiträge: 1480
Registriert: 21.12.2012 23:53
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Hyeson »

Kya hat geschrieben: 21.11.2017 14:04
Hyeson hat geschrieben: 21.11.2017 13:56
Tettsui hat geschrieben: 21.11.2017 13:51 Nur Mut, startet bitte den Testlauf. Klatscht auf alle neuen Releases, oder gar noch besser selbst auf die ältesten Spiele einen Preis von +€200.
So hoch würd ich nich gehen... aber "macht mal" war auch mein Gedanke.
Wenn sich die Spieler nur noch 2 - 3 Spiele im Jahr leisten können müssen einige Publisher vielleicht mal wieder Fokus auf Qualität setzen.
Oder alternativ nicht bei den Großen kaufen.
Es gibt soviel zu spielen - abseits dessen, was EA & Konsorten anbieten.
Ich nehm mich da eh raus.
Ich bin im Moment so aufm Indietrip.. ich hab denen dieses Jahr mehr Geld gegeben als ich je in (Jim Sterling Stimme:) "Tripple A" Spiele gesteckt hab (also innerhalb eines Jahres).
Deswegen hätte ich ja auch kein Problem damit, wenn die Preise verdreifacht werden.
Benutzeravatar
Wigggenz
Beiträge: 7449
Registriert: 08.02.2011 19:10
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Wigggenz »

Jondoan hat geschrieben: 21.11.2017 14:03 Immer dieses reflexartige Verdammen, wenn jemand mal sagt, Videospiele sind zu günstig. Es ist einfach so, dass sich Entwicklungs- und auch Marketingskosten gesteigert haben. Wird ja auch immer gerne gesagt Marketing sei unnötig und die Publisher sind quasi selber schuld, aber je vielfältiger ein Markt und je wertvoller die Zeit des Kunden (=höhere Kaufkraft) desto wichtiger ist es, auf sein Produkt aufmerksam zu machen. Selbst CD Projekt sagen doch, dass es mittlerweile für sie unabdingbar ist, neben ihren fest etablierten Marken auch Spiele a la "games as a service" anzubieten (s. Gwent), um ein dauerhaftes Einkommen zu generieren. Mag sein, dass sich Witcher 3 super verkauft hat, aber wie lange ist es jetzt schon raus, wie lange dauert es noch bis zu ihrem nächsten Kracher? Der entwickelt und finanziert sich auch nicht von alleine.

Leider ist der Zug aber abgefahren, dass man die Preise von Videospielen allmählich erhöht. Zocker waren eben schon immer diese verwöhnten Internetkiddies, die zum großen Teil der Generation "Gratis und zwar jetzt sofort!" entstammen. Da war es leichter, sie per MTs und F2P um hunderte von Euros zu prellen, als den Preis allmählich und offensichtlich zu erhöhen. Wehret den Anfängen und bezahlt mal was für euer Hobby.
Hast du überhaupt gelesen, wie der Mann hier seine Empfehlungen begründet? Mitnichten aus kostentechnischer Notwendigkeit.
Benutzeravatar
Chibiterasu
Beiträge: 28966
Registriert: 20.08.2009 20:37
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Chibiterasu »

Jondoan hat geschrieben: 21.11.2017 14:03 Immer dieses reflexartige Verdammen, wenn jemand mal sagt, Videospiele sind zu günstig. Es ist einfach so, dass sich Entwicklungs- und auch Marketingskosten gesteigert haben.
Haben sich bei Mainstream-Filmproduktionen auch. Trotzdem kostet ne Kinokarte ähnlich viel (von der 3D Steigerung mal abgesehen) wie schon vor langer Zeit.

Die Videospielsparte fährt immer noch höhere Gewinne ein. Also kann es so schlimm nicht sein.
Socke81
Beiträge: 394
Registriert: 01.12.2008 17:19
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Socke81 »

Ein paar kleine Fakten.
Früher (ich habe jetzt 1995 gewählt) hat ein neues AAA Spiel fürs SNES/N64 150 DM gekostet. Das sind Heute 103€. Diese Spiele wurden wahrscheinlich von weniger als 10 Entwicklern hergestellt (SNES) und waren meistens deutlich kürzer. Nur der hohe Schwierigkeitsgrad hat sie länger gemacht. Gilt natürlich nicht für RPGs und so. Die Entwicklungskosten sind jetzt also um den Faktor 10-20 höher. Der Verkaufspreis hat sich halbiert.

Dagegen sind die Verkaufszahlen jetzt höher. Die Produktionskosten für die Datenträger sind auch geringer. Dürfte aber kaum ins Gewicht fallen.

DM -> Euro http://www.lawyerdb.de/Inflationsrechner.aspx
johndoe1238056
Beiträge: 27980
Registriert: 10.08.2011 17:57
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von johndoe1238056 »

Bild
Kya
Beiträge: 3016
Registriert: 01.01.1970 01:00
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Kya »

Hyeson hat geschrieben: 21.11.2017 14:08 Ich nehm mich da eh raus.
Ich bin im Moment so aufm Indietrip.. ich hab denen dieses Jahr mehr Geld gegeben als ich je in (Jim Sterling Stimme:) "Tripple A" Spiele gesteckt hab (also innerhalb eines Jahres).
Deswegen hätte ich ja auch kein Problem damit, wenn die Preise verdreifacht werden.
Im Moment bewerfe ich Indies (und Nintendo :)) auch mit Geld.
Die großen Publisher können mich kaum noch abholen.

PS: ich kann zb Steamworld Dig 2 empfehlen, sofern man etwas mit dem Genre anfangen kann.
postal81
Beiträge: 65
Registriert: 17.02.2017 21:28
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von postal81 »

Also meine teuersten Spiele haben immer* rund 23 € gekostet ,sind oder waren EarlyAxis und haben 200 bis 2500 Stunden Spielzeit bisher. (*Betrifft die letzten 6 Jahre) Ok, außer Geralt..
Benutzeravatar
Hyeson
Beiträge: 1480
Registriert: 21.12.2012 23:53
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Hyeson »

Socke81 hat geschrieben: 21.11.2017 14:14 Ein paar kleine Fakten.
Früher (ich habe jetzt 1995 gewählt) hat ein neues AAA Spiel fürs SNES/N64 150 DM gekostet. Das sind Heute 103€. Diese Spiele wurden wahrscheinlich von weniger als 10 Entwicklern hergestellt (SNES) und waren meistens deutlich kürzer. Nur der hohe Schwierigkeitsgrad hat sie länger gemacht. Gilt natürlich nicht für RPGs und so. Die Entwicklungskosten sind jetzt also um den Faktor 10-20 höher. Der Verkaufspreis hat sich halbiert.

Dagegen sind die Verkaufszahlen jetzt höher. Die Produktionskosten für die Datenträger sind auch geringer. Dürfte aber kaum ins Gewicht fallen.

DM -> Euro http://www.lawyerdb.de/Inflationsrechner.aspx
Heißt das jetzt das Spiele heute zu billig oder damals™ zu teuer waren?

Vielleicht fehlte einfach nur die Konkurrenz die die Publisher zwingt die Preise auf nem sinnvollem Niveau zu halten?
Nippy
Beiträge: 46
Registriert: 11.09.2010 12:46
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Nippy »

Ich persönlich finde es einfach etwas merkwürdig, wie homogen die Preise sind.
Ein neues Spiel kostet pauschal 65€ oder so, da spielt es gefühlt kaum eine Geige wie viel Entwicklungsaufwand dahinter steckt oder wie viel Zeit der Spieler mit diesem Spiel verbringen wird (Abgesehen von den 5 Stunden Spielen, die dann immer 15€ oder so kosten).

Geld pro Zeiteinheit fühlt sich für mich da schon sinnvoll an. Ich habe ein halbes Jahr lang Witcher 3 gespielt und finde, dass dieses Spiel auch mit einem höheren Preis noch ein super Preis-Leistungs-Verhältnis gehabt hätte. Wenn ich aber in der gleichen Zeit 4 Spiele spiele, die alle auch 65€ kosten, fühlt sich das für mich so an, dass ich zu viel fürs zocken ausgegeben habe.

Insgesamt aber wohl ein müßiges Thema, jeder muss eben das ausgeben was er für sich persönlich als richtig empfindet und anscheinend hält die Branche ja aktuell auch noch einigermaßen durch, so wie es aktuell ist.
Ich selbst bin mittlerweile dazu übergegangen, dass ich mir einfach keine Spiele mehr neu kaufe, weil ich eh immer noch Spiele rumliegen habe, die ich noch nicht gespielt habe. Nach nem Jahr oder zwei kriegt man die Spiele dann ohnehin günstiger.
Zuletzt geändert von Nippy am 21.11.2017 14:28, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
llox
Beiträge: 24
Registriert: 12.12.2006 11:11
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von llox »

Lieber Herr Anal-yst,

ein Produkt ist maximal genau das wert, was die Zielgruppe bereit ist dafür zu zahlen.
Kunden lassen sich zudem ungerne verarschen.
Ein Verkäufer hingegen muss eine Reaktion auf eine solche Verarsche aushalten können.
Wenn Sie in der Realität angekommen sind, dann können wir gerne noch mal reden.

Danke.
Kya
Beiträge: 3016
Registriert: 01.01.1970 01:00
User ist gesperrt.
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Kya »

Socke81 hat geschrieben: 21.11.2017 14:14 Ein paar kleine Fakten.
Früher (ich habe jetzt 1995 gewählt) hat ein neues AAA Spiel fürs SNES/N64 150 DM gekostet. Das sind Heute 103€. Diese Spiele wurden wahrscheinlich von weniger als 10 Entwicklern hergestellt (SNES) und waren meistens deutlich kürzer. Nur der hohe Schwierigkeitsgrad hat sie länger gemacht. Gilt natürlich nicht für RPGs und so. Die Entwicklungskosten sind jetzt also um den Faktor 10-20 höher. Der Verkaufspreis hat sich halbiert.

Dagegen sind die Verkaufszahlen jetzt höher. Die Produktionskosten für die Datenträger sind auch geringer. Dürfte aber kaum ins Gewicht fallen.

DM -> Euro http://www.lawyerdb.de/Inflationsrechner.aspx
Falsche "Fakten" inkl cherry picking, aber egal, nicht wahr?
yopparai
Beiträge: 19704
Registriert: 02.03.2014 09:49
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von yopparai »

Hmmm... 150DM war glaub ich bei N64 Drittanbieterspielen üblich, beim SNES waren es 120-130DM.
eigentlichegal hat geschrieben: 21.11.2017 14:07 Wenn ein Vollpreispiel demnächst 80€ kostet, es keine DLCs gibt, weil absolut alles schon im Spiel enthalten ist, es keine MTAs oder andere zusätzlichen Bezahlmodelle gibt und darüber hinaus die Spiele auch kein Day-One-Patch benötigen, weil sie einfach reibungsfrei in 99% der Fälle funktionieren, ja, dann können wir gerne über den gestiegenen Preis reden. Aber 70€ zu verlangen und all den ganzen aufgelisteten Unsinn trotzdem zu bringen halte ich für zynisch!
Seh ich ähnlich. Das Problem ist halt, dass man eher _beides_ durchdrücken wollen würde ...
Zuletzt geändert von yopparai am 21.11.2017 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
johndoe1904612
Beiträge: 1304
Registriert: 09.08.2017 15:07
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von johndoe1904612 »

Call of Doofie. 70 Euro + 50 Eur SP + MT. Das kann man ja mal kurz zusammenrechnen. Rekordverkäufe. Kriegen den Hals nicht voll.
bloub
Beiträge: 1542
Registriert: 22.05.2010 15:06
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von bloub »

Socke81 hat geschrieben: 21.11.2017 14:14 Ein paar kleine Fakten.
noch mehr fakten: für andere systeme hat man mehr oder weniger bezahlt. neogeo beispielsweise ging ab 200 dm los, heimcomputer lagen damals je nach system weit unter jedem konsolenpreis. was sagt uns das jetzt?
Benutzeravatar
Chibiterasu
Beiträge: 28966
Registriert: 20.08.2009 20:37
Persönliche Nachricht:

Re: Analyst: Computer- und Videospiele sind zu günstig; Kontroverse um Star Wars Battlefront 2 war überzogen

Beitrag von Chibiterasu »

Nippy hat geschrieben: 21.11.2017 14:27 Ich persönlich finde es einfach etwas merkwürdig, wie homogen die Preise sind.
Ein neues Spiel kostet pauschal 65€ oder so, da spielt es gefühlt kaum eine Geige wie viel Entwicklungsaufwand dahinter steckt oder wie viel Zeit der Spieler mit diesem Spiel verbringen wird (Abgesehen von den 5 Stunden Spielen, die dann immer 15€ oder so kosten).

Geld pro Zeiteinheit fühlt sich für mich da schon sinnvoll an.
Geld pro Zeiteinheit wird schnell schwierig.
Wie macht man das bei nem Tetris? Wie bei Minecraft? Oder nem complett linearen Life is Strange?

Und Entwicklungskosten einbeziehen ist ebenfalls schwierig.
Im Kino zahl ich wie gesagt auch für einen billig umgesetzten Found Footage Film so viel wie für den neuen Star Wars.
Bei letzterem nimmt man aber einfach an, dass x mal mehr Leute ins kino gehen und es sich deswegen rentiert.
Einzig auf die Länge kommt es wieder an, ob ein Überlängeaufschlag dazukommt (und das hat mehr damit zu tun, dass der Kinobetreiber seinen Saal länger betreiben muss).