Sehe ich alles ein...Funkee hat geschrieben: ↑05.11.2017 13:46Marketing muss leider sein, wenn man ein Produkt verkaufen will. Wie man das dann genau gestaltet und wieviel Geld man dafür ausgibt ist eine andere Frage...Hokurn hat geschrieben: ↑03.11.2017 21:57Stimmt... in einem Zeitalter wo ein Tweet um die Welt geht muss man Millionen fürs Marketing ausgeben und auf den Kunden umsetzen.
Ich habe ja bereits gesagt, dass der technische Stand mit bei ist. In einer großen Firma wird aber auch immer viel Geld verprasst. Das gepaart mit Gewinnoptimierungsstrategien, die den Kunden direkt betreffen, lässt Kritik zu. Zudem wenn ein Spiel ohne einfach scheiße ist, weil es bewusst so entwickelt wurde. Der Spielekauf ist halt wie ne Autovermietung. Ich bekomme für 19,99 die Dienstleistung. Also die Schubkarre. Die fährt ja auch...
Tatsache ist jedoch, dass die Entwicklung von Spielen im Vergleich zu früher wesentlich aufwändiger geworden ist, Spiele vergleichsweise jedoch günstiger geworden sind - und irgendwie muss sich das Ganze ja finanzieren. Also produzieren Firmen wie EA nur noch Stangenware, bei der man absehen kann, dass sie sich verkauft (Battlefield/FIFA/Madden NFL/etc.). Die Spieler hingegen beschweren sich, dass nur noch Mist produziert wird und versuchen damit zu rechtfertigen, warum sie nur noch die Keys für drölf Euro im Russenkeyshop kaufen. Warum Entwickler wieder auf Dinge wie Season Pass/Miktrotransaktionen/Lootboxen setzen...ein Teufelskreis. Dazu kommt noch die generelle Flut an Spielen, für die man gar nicht so viel Zeit hat, sodass man sich entscheiden muss, was die Nachfrage und damit den Preis weiter senkt.
Das alles ist einer der Gründe für den Erfolg von Kickstarterprojekten, weil hier der Entwickler besser kalkulieren kann dadurch, dass zumindest ein teil der Entwicklung schon vorfinanziert wird, und außerdem besser auf die Zielgruppe eingegangen werden kann.
Ich will gar nicht sagen, dass man nicht mehr im Sale kaufen soll, mache ich ja auch. Aber die Mär vom armen Spieler, der quasi gezwungen wird immer nur billigst zu kaufen, weil die pösen Konzerne ihm das Geld aus der Tasche ziehen wollen stimmt so auch nur bedingt. Genauso kaufen viele auch bei tollen Indietiteln nur über Reseller oder warten, bis es das im Bundle oder kostenlos in PSPlus gibt, anstatt den Entwickler angemessen zu unterstützen.
Im Endeffekt muss ich mein Geld natürlich trotzdem teils egoistisch einsetzen.
Spiele als reines Luxusgut kaufe ich halt wenn ich Bock drauf habe und das so billig wie möglich. Ich hab da natürlich als PS4 Spieler nur das PSN und nicht iwelche Keystores. Je nachdem wie sehr ich etwas spielen möchte ist da entweder ein Vollpreiskauf oder ein Salekauf.
Da spielt natürlich auch die Spieleflut mit rein. Generell kommt man ja eher nicht hinterher, weshalb man hier und da auch warten kann.
Hinsichtlich der Entwicklungskosten muss man auch sagen, dass ein Spiel mit nem alten technischen Stand Heute leichter und kostengünstiger produziert werden kann.
Ich glaube also schon, dass es teurer aber auch lukrativer als damals ist. Es ist aber auch nicht ein ungebremster Lauf. Die Industrie frisst sich nicht selbst auf. Die verdienen schon ein bisschen was mit ihrer Arbeit...
